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Rezensionen verfasst von
KMSler

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Poverty
Poverty
Preis: EUR 13,49

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Sprung, 14. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Poverty (Audio CD)
Nach den beiden großartigen EPs "Horse" und "Bear" drohten die beiden ersten regulären Alben eine gewisse Beliebigkeit mit sich zu bringen. Das ist überhaupt nicht böse gemeint. Die beiden Alben höre ich sehr, sehr gern - nur wüsste ich auf Anhieb keinen Song zu benennen, der mir dort sofort in den Sinn kommt, eher sind es ein angenehmer Soundteppiche. Alle Titel hatten wundervolle Basslinien, dazu Smiths-artige Gitarre und den mystischen Gesang.

Diese unbestrittene Stärke übertragen Motorama auch auf dem neuen Album, vor allem der Auftakt, nämlichen die ersten vier Titel reihen sich im besten Sinne in die bisherige Werkschau ein. Was "Poverty" letztlich hervorstechen lässt, sind die beiden Schlußstücke des Albums. Ich mag es nicht, Parallelen zu anderen Bands zu ziehen. Nur werden bei Motorama ja stets gern die Verweise auf Joy Division herangezogen. Und mit "Similar Way" kommen Motorama diesen so nahe wie nie zuvor. Unterkühlt mit prägnanten Drums wie bei "Heart and soul". Absoluter Favorit. Und der Schlusspunkt "Write to me" erinnert dann zudem noch an New Orders grandiosen Debutalbum, was man auch erstmal hinkriegen muss. Auch wenn Vladislav das ja sicher gar nicht darauf angelegt hat.

Die fünf Sterne gibt es also vor allem deswegen, weil von "Poverty" gleich mehrere Titel als individuell starke Stücke hängen bleiben.


Cured
Cured

5.0 von 5 Sternen Kein Coveralbum - eine Hommage, 14. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Cured (Audio CD)
Coveralbum klingt irgendwie nach fehlender Phantasie oder wie "gewollt und nicht gekonnt". Beides lässt sich bei "Cured by Wissmut" aber so was von ausschließen.
Es sind nur vier Stücke drauf, aber die kann man gerne sooft nacheinander durchhören, dass es Doppelalbum-Ausmaße annimmt. Ohne sich vom Original zu entfernen setzen Wissmut ihren eigenen Akzent. "Love Song" und "Primary" sind schon im Original Weltklasse und beide Stücke verlieren nichts davon in der Wissmut-Version. "The Figurehead" ist auf dem Disintegration-Album das, welches mir am wenigsten zusagt und Wissmut spielen es irgendwie anders und plötzlich bekam ich es nicht mehr aus dem Kopf. Und "A thousend hours" ist mir auf dem Kiss me, Kiss me, Kiss me irgendwie gar nicht aufgefallen, was bei einem Doppelalbum immer die Gefahr ist. Wissmut bringen es so einprägsam und gefühlvoll rüber, dass es ebenfalls einen Sprung darstellt.
(Wobei das alles sehr subjektiv ist und ich will den Originalen mitnichten zu nahe treten.)

Die Anschaffung lohnt absolut. Und vergriffen scheint diese EP nicht zu sein, einfach mal googlen ;-)


Das ist nicht die ganze Wahrheit...
Das ist nicht die ganze Wahrheit...
Preis: EUR 9,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig guter Schlusspunkt mit letzter Kraft, 14. Juni 2015
Nach den Durchhängern nach dem phantastischen "Die Ärzte" rafften sich die Zwei noch einmal zur Höchstleistung auf. Und die haben sie auch abgeliefert. Das Album ist voller Ohrwürmer. Die einen mögen sagen, zu steril produziert, aber hey, das waren eben die 80er. Ich finde die Albumversion von "Westerland" definitiv gelungen, "Blumen" ebenso. Ich werde jetzt nicht jedes Stück einzeln aufzählen, denn es reiht sich jedes stimmig aneinander und auch die vielleicht gewöhnungsbedürftigen Sample-Überleitungen tragen dazu bei. Diese Platte kann man immer und immer wieder hören, und zwar komplett und mit guter Laune.
Einen Stern müsste ich beinah abziehen: Ich nehme für mich normalerweise in Anspruch, Ironie zu erkennen. Bei den Texten von Bela stehe ich jedoch auf dem Schlauch. Mir erscheinen diese eher wenig ironisch und zumindest bei "Siegerin" und "Meine wilde Welt" sind die doch recht platt geraten, gemessen am Vorgängeralbum. Das konnte und kann er besser.

Am Gesamteindruck ändert das nichts und man möchte fragen, warum sie sich nach so nem Album auflösten. Statt dessen sollte man es von der anderen Seite sehen: Erstaunlich, dass sie sich trotz der beschlossenen Auflösung zu einem so guten Album aufraffen konnten.


Reflektor
Reflektor
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit jedem Durchlauf größer, 10. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Reflektor (Audio CD)
Am Anfang stand die Frage, wie kann ich mir ein Bild von Arcade Fire machen? Welches Album legt man sich zu. Normalerweise gäbe es drei Möglichkeiten: konsequent das Debutalbum, Bewertungen durchlesen oder auf Youtube reinhören. Letzteres scheitert auf ganzer Linie, denn bei Arcade Fire hört man nicht einfach rein, das bringt es nicht. Nach verschiedenen Bewertungen habe ich mich schließlich für "Reflektor" entschieden, weil es wohl am einfachsten zugänglich klingen sollte.

Nach den ersten zwei Durchläufen musste ich erkennen, dass es mit der Zugänglichkeit nicht so leicht war, dafür sind viele Titel einfach zu lang und in sich zudem sehr variabel. Gepackt haben mich zunächst "Afterlife" und "It's never over", mit einem der großartigsten Intros, das man sich vorstellen kann. Und dann ging es wie von alleine. Jeder Durchgang erhöhte das Suchtpotential, jeder Arbeitstag steigerte die Entzugserscheinungen. Auch die erst etwas "sperrige" Disc 1 läuft mittlerweile ohne jedes Skippen durch.

Die zum Teil wilden Brüche in den Tracks (v.a. bei "Here comes the night time" und "Joan of Arc" machen das Album sehr spannend, die Mixtur der stilistischen Anleihen ist enorm und trotzdem immer etwas Eigenes. Die öfter gelesene Kritik, zu viel Pop, zu glatt, zu sehr Disko, kann ich nicht teilen, denn Mainstream biste mit 7-Minuten-Tracks schon mal nicht.

Allerdings kommt mir da wohl der Umstand, Arcade Fire erst mit diesem Album entdeckt zu haben, entgegen. Weshalb ich auch jeden Respekt habe für alle Fans der ersten Stunde, die Reflektor vielleicht nicht so pralle finden mögen. Die Vorgänger habe ich aber gleich hinterher bestellt, aber Reflektor bleibt nun eben mein Debutalbum und damit auch mein Favorit.


Aussage Gegen Aussage (1984-2002)
Aussage Gegen Aussage (1984-2002)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Funpunk zur Elektro-Avantgarde, 10. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aussage Gegen Aussage (1984-2002) (Audio CD)
Dieses Best-Of, das wohl nicht mehr vertrieben wird (???), ist ein großartiger Einblick in die ersten 15 Jahre der Goldenen Zitronen. Es finden sich die Funpunk-Klassiker der Neuzeit, bei denen ich nur "Am Tag, als Thomas Anders..." vermisse und auch die elektrolastigen Tracks der 90er, von denen v.a. Flimmern hervorsticht, mit seinem Outro, welches irgendwie die ganze Audiolith-Sachen vorweg nimmt. Und alles dazwischen ist einfach ein spannender Mix. Mal Glamrock mit Mitgröhltext ("Alles was ich will"), mal ein Hauch von Crossover ("80 Mio Hooligans") und dann das fast schon Sinatra/Hazlewood-artige Duett "Kleinigkeiten", dass im Auto auch gerne 4x am Stück gehört werden kann, voll aufgedreht, versteht sich.

Da scheinbar viele dem neueren Stil nicht so viel abgewinnen können, empfiehlt sich "Aussage gegen Aussage" auf jeden Fall, weil es zeigt, daß die Goldenen Zitronen nie in irgendeine Schublade passten sondern schon immer Vielfalt verkörperten. Und da dazu auch der frühe Stil gehörte, dürfte jedeR mit diesem Doppelalbum bestens bedient sein.


BLOODFLOWERS
BLOODFLOWERS
Preis: EUR 7,79

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düsterer, aber stimmiger Soundteppich, 17. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: BLOODFLOWERS (Audio CD)
Dass "Bloodflowers" gern als Teil einer Trilogie mit "Pornography" und "Disintegration" genannt wird, setzt die Erwartungen natürlich sehr hoch. Denn davon unabhängig ist es einfach eine gute Platte. Sicher keine, die man rausholt, weil man unbedingt mal wieder dieses oder jene Lied hören muss. Dafür eine, die als Ganzes einen dunklen Soundteppich ins Zimmer legt, und das ich einfach mal als ein gutes Cure-Album bezeichnen möchte. Und ehrlicherweise bestand auch "Disintegration" schon aus wogenden Klangwelten. Allerdings stechen dort gleich mehrere Songs heraus, die mir im Gedächtnis bleiben.

Das ist auf "Bloodflowers" am ehesten beim Schlußtitel und bei "The last day of summer" so, aber eben auch nicht ganz so prägnant. Das ist aber nicht schlimm, weil das Album als Ganzes ein stimmiges Bild ergibt.


Sind die Lichter angezündet
Sind die Lichter angezündet
Preis: EUR 9,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nun komm du Fest der Kerzen..., 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Sind die Lichter angezündet (Audio CD)
... der Titel muss an drittletzter Stelle drauf sein - dann hat man das Original dieser wundervollen Weihnachtsplatte. Mir selbst ist der Fehleinkauf mit der neu gemischten Titelliste auch schon passiert, und spätestens als dieses Lied gefehlt hat war meine Laune entgültig dahin. Also unbedingt aufpassen! Nicht, dass die Chöre es heute nicht auch noch gut hinbekämen. Aber nee, auf Augenhöhe sind die Neuaufnahmen definitiv nicht. Und da ist auch kein verklärter Nostalgieblick dran Schuld. Die besinnlichen Stücke habe ich nämlich erst weit nach 1989 kennen, schätzen und lieben gelernt. Als Kind hatten es mir eigentlich nur "Schnee, Schnee, Schnee" und "O es riecht gut" angetan. Da durften meine Eltern die Plattennadel regelmäßig zurücksetzen (mangels Repeat-Taste).

Die Originalaufnahmen versprechen also echte Gänsehautatmosphäre bei den langsamen Titeln und Erinnerungen an richtigen Winter bei den flotten Schneeliedern.
So stelle ich mir besinnliche Weihnachtsstimmung vor: Still senkt sich die Nacht hernieder, über dem klaren Winterwald, mit Sternen über stillen Straßen, die zu 1000nd einen Dom bilden. Auch wenn die Platte die biblischen Bezüge auslässt, finden sich meiner Meinung nach die weihnachtlichen Werte trotzdem wieder.
Und im Endeffekt ist es auch einerlei, ob sich ein menschenfreundlicher Weihnachtsgeist nun aus Bibel oder Humanismus speist. Und an den hier vorliegenden Texten dürfen sich viele Mitmenschen ruhig mal wieder ein Beispiel nehmen, anstatt Facebookseiten gegen Asylunterkünfte zu starten, besoffen an der Glühweinbude zu wanken oder mies gelaunt durch die Einkaufspassagen zu hasten.

Ansonsten bleibt festzuhalten, dass die "Wernigeroder Schule" einfach phantastisch ist, die Stimmen stehen im Vordergrund und harmonieren, dass es eine Freude ist. Was an Instrumenten zum Einsatz kommt, ist absolut passend arragiert. Kurzum, es gibt null zu meckern, die CD kann eigentlich x-mal nacheinander durchlaufen und ist doch immer wieder schön.


Es Ist Ein Ros Entsprungen
Es Ist Ein Ros Entsprungen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Auswahl, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Es Ist Ein Ros Entsprungen (Audio CD)
Über die Qualität des Rundfunkjugendchores Wernigerode muss man nicht viel sagen. Die Aufnahmen dieser CD mögen nicht die Gänsehautmomente der alten Schallplatten "Sind die Lichter angezündet" oder "Bald nun ist Weihnachtszeit" haben, aber die Atmosphäre, die hier geschaffen wird, ist immer noch phantastisch.
Der große Pluspunkt der CD ist aber die Auswahl der Weihnachtslieder. Es sind natürlich die Klassiker dabei, "Es ist ein Ros entsprungen" oder "O Tannenbaum". Dazu klassische Lieder, die ich nicht auf so vielen CDs finden kann, obwohl sie wirklich wichtig sind - ich meine "Maria durch ein Dornwald ging" und "Macht hoch die Tür". Und dann kommen noch Lieder, die ich noch nie gehört habe, die aber man aber auch gehört haben sollte. Mein Favorit ist "O Freude über Freude"

Positiv fällt mir noch auf, dass die meisten Stücke recht flott gesungen sind. Mitunter werden Weihnachtslieder von Chören ja ziemlich breit gezogen, hier gehts eher zackig zu, so wie wenn die Orgel bei der Christvesper die Gemeinde antreibt. Und die Spieldauer passt genau auf ein schönes Adventskaffeetrinken.

Was will man mehr?


Movement (Collector's Edition)
Movement (Collector's Edition)
Preis: EUR 13,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Atmosphäre, 14. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Movement (Collector's Edition) (Audio CD)
Nach begeisterten Rauf- und Runterhören der Joy-Division-Alben während manch grauer Novembertage kam der Entschluss, auch New Order kennenlernen zu wollen, weswegen ich mir "Movement" mit der Bonus-CD und "Substance 87" zulegte. Und wenn man sich von Joy Division auf New Order über dieses Debutalbum zubewegt, macht dann auch alles Sinn, was in den Jahren danach passierte. Und es zeigt v.a. dass New Order mitnichten einfach mal so von JD auf die Dancefloors hüpften.
Dazu ist "Movement" viel zu beklemmend geraten. Allerdings im positiven Sinne beklemmend. Selbst beim großartigen und eher flotten Opener "Dreams never end" bohrt sich nach mehrmaligen Hören mehr und mehr ein melancholiger Ton ins Ohr. Ansonsten dachte ich beim ersten Hören: "Hey, Joy Division erfinden The Smiths" :-)
Danach muss man aber schon schlucken, mit "Truth" wird es äußerst beklemment, aber der Titel zaubert eine Wahnsinnsatmosphäre. Im Weiteren wird das Album sehr kühl, aber im Gesamtkontext passt das auch genauso.
Mit "The Him" folgt ein weiteres Highlight mit sehr eindringlichen Drums von Stephen Morris und einem phantastischen Spannungsbogen. Gleich danach kommt mein persönliches Highlight "Doubts even here", ebenfalls sehr melancholisch gehalten. Der Ausklang des Albums erschien mir dann fast etwas unpassend, andererseits tut es nach der beklemmenden Stimmung auch ganz gut, dass man nicht ganz so deprimiert aus diesem großartigen Album entlassen wird. Und irgendwie wühlt es das eben Gehörte noch einmal auf und lässt einen das Album nicht einfach beiseite legen.
Kurzum, mich hat das Album ist so was von schlüssig und hat mich unheimlich beeindruckt. Und zumindest bei mir hat es auch den Eindruck hinterlassen, dass der Tod von Ian Curtis aber mal richtig tiefe Spuren hinterlassen hat.

Was die Bonus-CD liefert, klingt mitunter nach Kontrastprogramm, weil dort schon viel deutlicher der Sound der kommenden Jahre durchkommt, v.a bei "Everything's gone green" und "Hurt". Aber Partybomben sind das noch lange nicht. Von "Ceremony" und meinem absoluten Favourite "Procession" ganz zu schweigen, da schwingt irgendwie immer so ein Hauch Melancholie mit.
Dass sich die meisten Titel auch auf "Substance 1987" finden, habe ich dann auch gemerkt. ABER: Hier findet man die Originalfassung von "Temptation", die um Welten besser ist als die von 1987, schon wegen der prägnanteren Drums. Und die "Mesh"-Story hat hier ihren Ursprung. Steht zwar auch auf der Trackliste von "Substance 1987", ist aber ein Fehler (weil eigentlich "Cries & Whispers"). "Mesh" hingegen findet man nur hier, und das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Mit der Bonus-CD rundet sich der Übergang bwz. eben das "Movement" 1980/81 ab und es macht aus meiner Sicht auch absolut Sinn, dass sich diese Titel auf den Singles und nicht auf dem Album wiedergefunden haben. Das hat seine eigene Stimmung, und das ist auch gut so.


Same (1986) [Vinyl LP]
Same (1986) [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaum noch zu toppen, 18. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Same (1986) [Vinyl LP] (Vinyl)
Eine Ausgewogenheit wie auf diesem Album ist vorher und nachher kaum nochmal zu finden (am ehesten "Debil", "Planet Punk" und "13", zumal letzteren einzelne Ausfälle wegen der gestiegenen Titelzahl verzeihen muss)

Umso bedauerlicher ist es, dass es sich so schwierig gestaltet, an dieses Album ranzukommen. Ich meine, das böse verbotene Stück macht doch so die Runde - weil man irgendwen kennt, der/ die jemanden kennt, der/ die jemanden kennt..., ich habe irgendwann mal ne Kassette mit der "Ab 18" bekommen, und gut war's. Dafür hat es ewig gedauert, bis ich das Album als Ganzes in die Hände bekam, und sich dessen Zauber entfalten konnte.

Ein sauber produziertes und gleichzeitig sehr authentisch klingendes Album, mit den bekannteren Klassikern ("Wie am ersten Tag", "Gwendoline", "Ist das Alles?", "Reich" und "Alleine in der Nacht"), die sich dann auf verschiedenen Best Ofs wiederfinden. "Zum letzten Mal" zwar auch, aber der neue Mix aus den 90ern transportiert die Stimmung des Originals nicht ganz. "Mystery Land" und "Für Immer" finden sich dann zumindest noch auf den beiden Live-Alben, wobei gerade letzteres ein wahrer Schatz ist. Bleiben noch "Wir werden schön", eines der besten Stücke von Bela (mMn besser als die beiden bekannteren Stücke auf diesem Album) und die amüsante Verballhornung von Nino di Angelos "Jenseits von Eden".

Tja, und "Geschwisterliebe", zugegebenermaßen auch ein gutes Stück, aber nicht so gut wie die anderen Tracks, die seinetwegen nun ein Schattendasein im indizierten Schattenreich fristen müssen. Schade, schade.


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