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Beiträge von Michael Krauts...
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Rezensionen verfasst von
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Neufeld an der Leitha, Bgld)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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The Magic of Christmas
The Magic of Christmas
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Hintergrundmusik für die Weihnachtsfeiertage!, 30. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Magic of Christmas (Audio CD)
Unter den unzähligen Veröffentlichungen, die Rondo Veneziano zu verbuchen haben, befinden sich leider auch einige ziemlich fragwürdige Zusammenstellungen, die eher den Eindruck des unliebsamen Wiederverwertens vermitteln, um Geld damit zu machen. Leider überschneiden sich deshalb viele Titel auf diversen Veröffentlichungen und auch konzepttechnisch überzeugen die Zusammenstellungen nicht unbedingt immer.

Dennoch hat die Klassik/Pop-Formation (wenn ich sie jetzt so nennen darf) auch einige Meisterwerke geschaffen, die wohlklingende Klassik-Elemente mit behutsamen Popfragmenten (meist Schlagzeug und E-Bass) verdichten. (Anm.: Ich für meinen Teil würde da vor allem den frischklingenden Erstling "Rondo Veneziano" und die hübsche Zusammenstellung "Venezia 2000" für Interessierte empfehlen).

Vorliegende Weihnachts-Compilation ist vorwiegend - dem Thema entsprechend - ruhig ausgefallen und bietet sich meines Erachtens optimal als Hintergrundmusik an, wenn man weihnachtliche Atmosphäre in heimeligen Gemäuern schaffen möchte. Ich halte die Titelauswahl hierauf jedenfalls für geglückt und stimmig konzipiert und auch der Klangcharakter, der viel Wärme innehat bzw. versprüht, passt bestens zu den Stücken.
Mitunter hat man es hier wahrscheinlich tatsächlich mit einem der besten (bzw. besseren) Rondo-Veneziano-Tonträger zu tun, den man sich bestimmt auch dann zulegen kann, wenn man bisher noch gar nicht mit Rondo Veneziano zu tun gehabt hat.

Fazit: Eine stimmige, schöne und atmosphärische Aneinanderreihung von liebevoll und behutsam interpretierten Instrumentalstücken, die auch in vielen, vielen Jahren noch für Weihnachtsstimmung zuhause sorgen kann und wird.

Deshalb: +++++

Großartig!


Rondo Veneziano
Rondo Veneziano
Preis: EUR 10,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klingt angenehm frisch & lebendig!, 30. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Rondo Veneziano (Audio CD)
Bis heute haben Rondo Veneziano eine (fast unüberschaubare) Vielzahl an Tonträgern und (vor allem) Compilations veröffentlicht und - so ehrlich muss man schon sein - da sind schon auch einige (eigentlich leider sogar recht viele) uninspirierte, eigenartige Werke dabei.
Am Anfang - wir schreiben das Jahr 1980 - war das aber noch spürbar anders. Das schlicht betitelte Debüt klingt wirklich frisch, knackig, aufregend und lebendig. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass es anno dazumal noch ein Novum war, klassische Musik mit Pop-Elementen (Schlagzeug und E-Bass) zu vermengen. Jedenfalls ist das Klangbild vorliegenden Silberlings auch heute noch erfrischend und es macht durchaus Freude, diese CD einzulegen und (am besten am Stück) runterlaufen zu lassen.

Abgesehen vom überzeugenden Sound, sind hierauf enthaltene Kompositionen (ganze 9 Instrumentalstücke an der Zahl) - mitunter vielleicht sogar die besten der Klassik/Pop-Formation - wirklich stark. Später wurden viele hierauf enthaltene Tracks wiederum auf zahlreichen anderen (und in meinen Augen eher unnötigen) Zusammenstellungen (diverse Best-Ofs usw.) veröffentlicht und so gewissermaßen (leider) "verwurstet". Klanglich haben mir erlesene Stücke wie z.B. "Rondo Veneziano", "San Marco", "Giochi d'Acqua", "Colombina" oder das aufrüttelnd-begeisternde "Danza Mediterrana" (das die Platte schließt) jedenfalls nie besser gefallen, als auf hiesigem Originalalbum.

Fazit: Selbst wenn der Name Rondo Veneziano heutzutage häufig gepflegte Langeweile verspricht und bei Klassik- als auch Pophörern ein mildes Lächeln hervorruft, haben sie mit ihrer Melange aus Klassik- und Popmusik - vermutlich sogar als Erste - etwas sehr Zeitloses, Erfreuliches und Bleibendes geschaffen, das auch heute noch seinen Wert besitzt und - so meine ich - so ziemlich jede ordentliche Musiksammlung deshalb aufwertet.

Aus oben genannten Gründen halte ich das Höchstbewertungsmaß an dieser Stelle allemal für angebracht. Wer mit dieser Scheibe etwas anfangen kann, der sollte es auch mit VENEZIA 2000 und THE MAGIC OF CHRISTMAS versuchen!

Also: +++++

P.S. Das Cover-Artwork gefällt mir ausgesprochen gut und macht wirklich etwas her. Vielleicht ist Rondo Veneziano (in vorliegender Form) auch ein geeignetes Mittel, um Jugendliche ein wenig auf den Geschmack für klassische Klänge zu bringen...

Ich mag's jedenfalls. Wirklich gut!

---- Asnpieltipps ----
- Rondo Veneziano
- San Marco
- Giochi d'Acqua
- Colombina
- Danza Mediterrana (ein Part daraus wurde sogar eine Zeit lang auf Ö1 (österr. Radiosender) als Übergangsmelodie verwendet)


Elektroboot, bitte
Elektroboot, bitte
Preis: EUR 9,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine nahezu perfekte Alternative-Scheibe mit starkem Sound!, 28. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Elektroboot, bitte (MP3-Download)
Schon lange vor Bilderbuch und Wanda war Österreichs Musiklandschaft mit wirklich guten Alternative-Acts gesegnet. Heinz aus Wien, die sich nach eigenem Credo stark zu Tocotronic hingezogen fühlten, lieferten so beispielsweise am Gipfel ihres Schaffens ein fast unwiderstehliches Indie-Juwel namens "Elektroboot, bitte" ab, das - neben tollen Arrangements - mit einem wirklich starken Klangbild aufwarten kann.
Über die Tiefe bzw. die lyrische Qualität der Texte mag man diskutieren können - bitte! Aber im Gesamten gesehen, so meine ich, hat man hier wirklich solide und überzeugende Arbeit geleistet.

Mit Titeln wie "Bitte sprich mich einfach an", "(Ich wär gern) Johnny Depp", "Schön" oder "Fußballspielen" - die allesamt zu den bekanntesten der Band gehören (und das bis heute) - enthält vorliegender Silberling wohl (wenigstens) einige der allerbesten, unverwüstlichsten Tracks der Band.
Ich habe mir das Album nach vielen Jahren wieder angehört (als 15-16jähriger bin ich voll auf diese Musik abgefahren - irgendwie lustig) und bin zum Schluss gekommen, dass es auch zu "meiner" Zeit (so nostalgisch verklärt sich das jetzt auch immer anhören mag) wirklich großartige deutschsingende Alternative/Indie-Acts gab.
Neben den Hamburger Musikrevoluzzern Tocotronic (die aber auch viel später noch Großes leisteten) und den meines Erachtens sträflich unterschätzten Petsch Moser (ebenfalls aus Wien), bildeten Heinz aus Wien - und speziell eben diese Platte hier - gewissermaßen eine musikalische Basis, die so manches spätpubertäres Seelenleid erträglicher machte.
Ich glaube, dass "Elektroboot, bitte" auch heutigen Jugendlichen gefallen könnte, wenn sie nur wüssten, dass es Bands wie diese mal gegeben hat...
Mit gegenwärtigen Heinz-Projekten kann aber auch ich ehrlich gesagt nicht mehr viel anfangen. Naja - Alben wie dieses hier trösten über so manchen Schmerz diesbezüglich hinweg ;)

Für Interessierte habe ich bez. Heinz aus Wien noch weitere Alben-Empfehlungen auf Lager, nämlich:
- Welsfischen am Wolgadelta (das ist das (Debüt-)Album mit der Oma vorne drauf)
- Pasadena
und
- Live in Mexiko (ein energetischer, kurzweiliger Live-Mitschnitt)

kann man sich getrost auch zulegen oder zumindest einmal reinhören!

Auf jeden Fall ist mir diese Scheibe rückblickend betrachtet weit weniger unangenehm, als beispielsweise so manches Album der Sportfreunde Stiller...

"Elektroboot, bitte" hat Prädikate wie kurzweilig, erfrischend, peppig und interessant allesamt verdient. Ziemlich stark eigentlich - deshalb auch 5 Sterne meinerseits an dieser Stelle: +++++


Nevermind
Nevermind
Preis: EUR 5,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der einflussreichsten/wegweisendsten Alben der Rock-Geschichte!, 28. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nevermind (Audio CD)
Nirvanas NEVERMIND, das bald ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat (unglaublich eigentlich!), gilt bis heute als eines der größten und wegweisendsten Musikalben der Rock/Pop-Geschichte.
Ehrlich gesagt finde auch ich es diskutabel, ob denn beispielsweise Pearl Jams TEN (neben vielen anderen tollen Alben der Band) oder Soundgardens SUPERUNKNOWN (das allerdings erst 1994 erschien) insgesamt nicht vielleicht noch besser sind. Vermutlich gibt es überhaupt eine ganze Reihe von Alben anderer Künstler, die gewiss auch enorm einflussreich und stark bestückt waren.
Ein wenig nervig finde ich offengestanden auch den Riesenhype um die tragische Person eines Kurt Cobain, der in meinen Augen gar ein wenig zu sehr verklärt und hochgelobt wird. Ohne Frage war dieser Mann ein begnadeter Songwriter und ich will hier unter eingefleischten Fans bestimmt keinen Sturm der Entrüstung lostreten, allerdings finde ich persönlich es eher frag- denn anbetungswürdig, wenn sich ein junger Familienvater (der er ja damals war) - aus welchen für ihn letztlich entscheidenden Gründen auch immer - das Leben nimmt. Naja.

Dass NEVERMIND einen derartigen Hype auslöste und anno 1991 - von Seattle aus - den Grunge als Rockgenre weltweit populär machte, hat - abgesehen von der künstlerischen (also musikalischen) Qualität der Scheibe (die aber ohne Zweifel gegeben ist) - sicher auch mit dem Entstehungszeitpunkt zu tun. Anfang der 90er gab es tatsächlich mehrere Grunge-Bands, die gewiss nicht schlechter waren als beispielsweise die 3 Mannen von Nirvana. Aber Songs von derartiger Güte - wie etwa "Smells Like Teen Spirit", "In Bloom", "Come As You Are" oder "Lithium" - auf einmal abzuliefern, war wirklich erstaunlich und ist es noch.
Noch dazu ist der Mix des Albums schlichtweg aufregend (obwohl z.B. ein Kurt Cobain angeblich gar nicht sooo glücklich damit gewesen sein soll), der ungezügelte Rauheit und Energie mit wundervollen Melodien verbindet, ohne Barrieren dazwischen aufzubauen bzw. gegenseitige Unverträglichkeiten aufkommen zu lassen (auf gut Wienerisch beißn sa si ned). Soll heißen: Der Sound der Scheibe ist meines Erachtens wirklich fantastisch und passt sicher perfekt zum darauf vorhandenen Songmaterial.

So gesehen wird NEVERMIND also völlig zurecht hohes Ansehen zuteil. Hier hat man es wirklich mit einer Kultplatte zu tun, die eigentlich in jede halbwegs ordentlich geführte Rock-Audiothek gehört!
Wie schon gesagt: Ob denn sämtliche Pearl-Jam- und/oder Soundgarden-Alben (und noch viele andere freilich) wirklich hinter NEVERMIND anzusiedeln sind, ist wohl diskutabel, betrachtet man jedoch den damaligen Hype, den dieses Album ausgelöst hat, dann ist es aus heutiger Sicht nur allzu verständlich, warum denn ausgerechnet diese Scheibe zum kommerziellen Welt-Türöffner für den Grunge schlechthin wurde.
Auch das Cover der Scheibe ist absolut kultig und rundet somit den stimmigen Gesamteindruck dieses Meisterwerks ab.
Und ja: Auch wenn man mit Wörtern wie "Kult-Scheibe", "Meisterwerk", "Musikmeilenstein" usw. sparsam umgehen sollte, weil sie manchmal viel zu oft Einzug in unsere biedere Alltagssprache halten, so treffen sie doch allesamt auf vorliegendes Produkt zu, wie ich meine.

Fazit: Mit NEVERMIND wurde für eine breite Masse von Musikkonsumenten der Begriff "Grunge" zum Synonym für raue, energetische, handgemachte Musik mit schönen Melodien (das einfachere Wort "Rock" trifft's meines Erachtens zwar genauso gut, aber wurscht jetzt). Im Sog dieses weltweiten Hit-Albums stiegen viele weitere Bands aus Seattle zu wahren Rockstars auf, obwohl ich denke dass z.B. Pearl Jams TEN auch ohne NEVERMIND richtig groß rausgekommen wäre...
Jedenfalls zählt vorliegendes Album ungebrochen bis heute zu den ganz großen und wichtigen Musikmeilensteinen der Rock-Geschichte und - da sind sich Kritiker und Fans einig - ebnete den Weg für eine neue (in Wahrheit eher wiederentdeckte) Art der Rockmusik.
Dass die Platte aber über jede Menge Qualität - in musikalischer als auch soundtechnischer Sicht - verfügt, beweist allein die Tatsache, dass junge Menschen auch heute noch etliche hierauf befindliche Songs kennen und hören. Richtig gute Musik ist aber bekanntlich so und so nicht totzukriegen... That's it!

Noch einmal: Ein echter Klassiker der Rock-Historie mit tollen Kompositionen und erdig-schönem Sound. So macht Rockmusik richtig Spaß!

Prädikat: Muss man einfach haben - unverzichtbar. +++++

---- Persönliche Anspieltipps ----
- Smells Like Teen Spirit
- In Bloom
- Come As You Are
- Lithium

KLASSE!


Little Britain - Great BOX (Die komplette Serie mit den Staffeln 1-3 + Specials „Abroad“ und „Live“) [8 DVDs]
Little Britain - Great BOX (Die komplette Serie mit den Staffeln 1-3 + Specials „Abroad“ und „Live“) [8 DVDs]
DVD ~ Paul Putner
Preis: EUR 39,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GROSSartige Box mit vielen Highlights und tollem Bonusmaterial!, 26. Januar 2016
Dass Männer, die Frauenklamotten tragen, lustig sein können, hat man schon lange vor LITTLE BRITAIN gewusst. Dass aber Redewendungen wie "Computer sagt nein!", "Ich bin eine Lady" oder "Ich bin der einzige Schwule im Dorf" - um hier nur einige zu nennen - sogar im deutschen Sprachraum zu beachtlicher Bekanntheit gelangen würden, war aber vielleicht nicht von vornherein so abzusehen.
Aber mal eins nach dem anderen...

Nachdem ich LITTLE BRITAIN zunächst eher nur beiläufig wahrgenommen habe und höchsten hier und da einmal die eine und andere Episode via TV geschaut habe, dachte ich eigentlich, das war's. Sehr viel später erst - ein Freund hat mir mal die erste Staffel geborgt - bin ich dann wirklich hängen geblieben. Tatsächlich sind mir die teils derben Schmähs (wie man bei uns in Österreich so schön sagt) eher unangenehm aufgestoßen und es brauchte eine ganze Weile, ehe ich dieser zurecht so betitelten KULT-Serie vollends verfallen war...

Mittlerweile bin ich stolzer Besitzer dieser GREAT BOX, die sich diesen Namen redlich verdient hat, und der Fortsetzung LITTLE BRITAIN USA, die ich Interessierten ebenfalls herzlichst weiterempfehlen würde.
Vorliegende Box enthält 3 komplette Staffeln sowie die Zusatzstaffel "Abroad" (die eigentlich nur aus 2 Folgen besteht) und einen Live-Show-Mitschnitt. Hier bekommt man für eine vernünftige Summe Geld wirklich eine ganze Menge geboten!
Sind schon alleine die im TV ausgestrahlten Episoden der absolute Hammer, so bekommt man hier zusätzlich noch einiges an sehenswertem Bonusmaterial geboten (das zumindest mit Untertiteln mühelos mitverfolgt werden kann). Tatsächlich ist es erstaunlich was Zusehern im deutschen Sprachraum da bisher vorbehalten geblieben ist. Viele der ursprünglich rausgeschnittenen Szenen betrachte ich nämlich als essenziell und höchst unterhaltsam. Dabei kommen sogar ganze Konzeptideen, die's eben nicht in die Serie geschafft haben, komplett zum Vorschein, wie etwa eine Farmerfamilie, deren Sohn nichts anderes als schlüpfrige Filmchen im Sinn hat oder eine Spelunken-Besitzerin, die ihre Tochter unbedingt an den Mann (einmal sogar an eine Frau) bringen möchte...

Ich erspare mir jetzt die Mühe, auf die ohnehin bekannten Charaktere, die Matt Lucas und David Williams kreiert (und bis ins kleinste Detail perfektioniert) haben, aufzuzählen (u.a. Lou und der vermeintlich an den Rollstuhl gefesselte Andy oder Sebastian Love, der als enger Berater des Premierministers nichts unversucht lässt, um mit diesem intim zu werden oder die dauerschwafelnde Vicky Pollard aus der unteren (britischen) Gesellschaftsschicht oder die boshafte Marjorie Dawes, die als Fat-Fighter-Vortragende wahrlich kein Blatt vor den Mund nimmt und und und...), fest steht allerdings, dass hier wirklich (wieder einmal) etwas wirklich GROSSES und Zeitloses von der Insel gekommen ist. Nicht umsonst ist und war diese Serie weltweit so erfolgreich. Vielleicht darf man LITTLR BRITAIN mittlerweile wirklich schon in einem Atemzug mit Größen wie den Monty Pythons oder Mr. Bean nennen - und dass das selbstredend als riesengroßes Lob anzusehen ist, brauche ich ja wohl gar nicht erst zu erwähnen!
Gesagt sei vielleicht aber noch, dass die deutsche Übersetzung bzw. die Synchronisation (großer Dank diesbez. an Oliver Kalkofe und Oliver Welke) als großer Glücksfall betrachtet werden kann/muss. Nicht zuletzt wird's wohl auch daran liegen, dass diese Serie bei uns so erfolgreich laufen konnte...

Fazit: Vorliegende GREAT BOX wird ihrem Namen mehr als gerecht. Inhaltlich bekommt man hier wirklich etwas für sein Geld geboten - wobei neben dem Genuss des chronologisch korrekten Schauens (wodurch immer ein gewisser Reiz erhalten bleibt) vor allem das großartige Bonusmaterial überzeugen kann. Abgesehen davon ist auch die optische Aufmachung der Box eine Augenweide - die macht im heimeligen DVD-Regal wirklich etwas her (und die einzelnen DVDs lassen sich trotzdem problemlos herausnehmen)!

In meinen Augen ist das Höchstbewertungsmaß in diesem Falle indiskutabel! Also: +++++

P.S. Das mehrmals angesprochene Bonusmaterial besteht nicht nur aus rausgeschnittenen bzw. im deutschen Sprachraum bis dato unveröffentlichten Szenen (u.a. geben sich einmal Prominente wie George Michael, Elton John oder Robbie Williams höchstpersönlich die Ehre) sondern auch aus diversen Making-Of-Specials, die ebenfalls sehr charmant und bekömmlich serviert werden.

Endresümee: Politisch nicht immer ganz korrekte TOP-Unterhaltung auf derb-charmantem Höchstniveau - absolute Weltklasse!


Self Portrait
Self Portrait
Preis: EUR 7,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie ein Kübel voll Farbe,..., 26. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Self Portrait (Audio CD)
...den man gegen eine weiße Wand schüttet, sei das 1970 erschienene "Self Portrait", hat Dylan (glaub ich) sogar selbst einmal gesagt. Sinngemäß sei dann das, das an der Wand haften bliebe, das was es wert sei aufgenommen bzw. näher begutachtet zu werden, während der Rest (zurecht) unbeachtet zu Boden rinnt - um zu Beginn meiner Rezension eine eigentlich schöne Metapher zu bemühen...

Tatsächlich sehe auch ich - und ich bin eigentlich glühender Dylan-Bekenner - in vorliegender Scheibe mehr ein Zwischendurchalbum, denn ein wohlkonzipiertes bzw. durchdachtes Studiowerk. Zwar sind hierauf enthaltene Songs - gleich ganze 24 an der Zahl (!) - nicht unbedingt schlecht, aber über gelangweiltes Mittelmaß kommen wirklich nur ganz wenige Tracks hinaus (auch die Dylan-Interpretation des Simon-Garfunkel-Hits "The Boxer" halte ich beispielsweise für reizlos und daher unnötig). Zudem finde ich auch die Aufnahmequalität nicht berauschend. Und ja: Freilich habe ich der Scheibe bereits mehrere wohlgesonnene Durchläufe - auch mit größeren zeitlichen Abständen dazwischen - gegönnt. Im Falle von His Bobness bin ich sowieso gerne bereit, diversen (gerade kontrovers diskutierten) Alben mehrere Chancen zu geben.
Bei "Self Portrait" hat's bei mir aber bis heute nicht richtig "Klick" gemacht. Irgendwie kommt mir die Scheibe wie ein halbgarer Mischmasch teils unliebsamer Songfragmente (klingt jetzt vielleicht ein bisschen gar streng, aber gut) vor, die der gute Bob halt ganz einfach nicht unaufgenommen lassen wollte. So richtig essenziell ist meines Erachtens überhaupt nur "The Mighty Quinn (Quinn The Eskimo)", das in dieser Originalfassung wohl unerreicht bleibt und einen typischen Dylan-Reiz oder Dylan-Charme innehat, der einfach zeitlos und wohl unzerstörbar ist. Von der vermutlich viel bekannteren Cover-Version (von der Manfred Mann's Earth Band), die einst - aber eigentlich noch vor Veröffentlichung des Originals, nämlich 1968 - sogar millionenfach verkauft wurde, kann man das eher nicht behaupten... (Anm.: Dylan hat den Song ursprünglich schon 1967 geschrieben, ihn dann meines Wissens aber nicht gleich selber aufgenommen bzw. nicht veröffentlicht).

Jedenfalls glaube ich, dass "Self Portrait" sogar für Dylan-Liebhaber verzichtbar ist und dass es sich dabei um das vermutlich schwächste Studiowerk Dylans aus jener Dekade handelt. Vielleicht ist hiesiger Silberling überhaupt eine der schwächsten Dylan-Scheiben auf dem Markt.
Naja, man muss ja - eben auch als Fan - nicht alles kaufen, wo Dylan drauf steht. Ich jedenfalls habe diese Scheibe relativ spät erstanden (vor allem wegen zuvor besagtem "Mighty Quinn", das ich dann halt doch einfach haben musste und wohl auch, weil ich schlichtweg neugierig war) und sie bei weitem nicht so oft zuhause aufgelegt wie vergleichsweise andere Platten des Meisters.
Meines Erachtens halte ich ja auch die dazugehörige (gar nicht vor allzu langer Zeit erschienene) Bootleg-Series-Ausgabe hierzu für entbehrlich - aber das ist wiederum eine andere Geschichte...

Vielleicht - es sei mir bitte noch erlaubt - sollte ich noch darauf hinweisen, dass ich anderen - ebenfalls nicht unumstrittenen - Dylan-Alben durchaus wohlwollend gesinnt bin. So halte ich z.B. Scheiben wie "Nahsville Skyline", "New Morning", "Street Legal", "Saved" oder auch "World Gone Wrong" (das nur mit Coverversionen bestückt ist) für sträflich unterschätzt. Aber auch das steht - bei Interesse - anderswo geschrieben...

Fazit: Trotz vieler gut gemeinter Anläufe meinerseits und trotz möglichst unvoreingenommener Herangehensweise an diese vieldiskutierte Dylan-Platte, ist mir "Self Portrait" - wie einigen anderen Dylan-Verehrern da draußen offenbar auch - ein kleines unlösbares Rätsel geblieben.
Ich weiß nicht, ob ein Bob Dylan auf dieses Album wirklich lange stolz war und wie er heute darüber denkt, aber ich glaube nicht, dass er es selbst zu seinen Bestleistungen zählen würde. Ich jedenfalls tu's nicht!

Tatsächlich halte ich "Self Portrait" mit 2 Sternen geradeaus für einigermaßen gerecht bewertet. Eingefleischte Dylan-Sammler werden vermutlich dennoch früher oder später zu vorliegendem Werk greifen - vor allem solche, die angeblich das Gewissen plagen soll, wenn ihnen eine Dylan-Scheibe nicht gefällt ;) Aber selbst Leute, die aus einem solchen Holz geschnitzt sind, "dürfen" großzügig und mit gutem Gewissen einen Bogen um dieses insgesamt eher verunglückte Songsammelsurium machen...

Noch einmal: Nichts für ungut, liebe Fans - aber das hier ist bestimmt keine Meisterleistung des GROSSEN Bob, den ich grundsätzlich wirklich zutiefst gern habe und sehr zu schätzen weiß!

Alles in allem unterdurchschnittlich - geht so:++

P.S. Manchmal ist es besser, weiße Wände in ihrem ursprünglichen Zustand zu belassen...


Grinderman (Jewelcase)
Grinderman (Jewelcase)
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmutzig & treffsicher wie ein Bukowski-Lyrikband mit passender musikalischer Umrahmung!, 21. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grinderman (Jewelcase) (Audio CD)
Tatsächlich ist mir keine passendere Überschrift, als eben gewählte, für meine Rezension in den Sinn gekommen. Tausendsassa Nick Cave, der sich eine elektrische Gitarre umschnallte, 3 seiner Bad-Seeds-Kollegen schnappte und in ein Pariser Studio begab, gelang mit vorliegendem Werk ein unbeschwert wirkender Befreiungsschlag, der zugleich böse, grantig, zielsicher und begeisternd klingt. In meinen Ohren gleicht das von Kritikern und Fans nicht umsonst hochgehandelte Grinderman-Debüt einer Frischzellenkur, bei der man längst überfälligen Seelenballast abwirft, um sich nach neuen Ufern aufzumachen.

Paradebeispiel für die eigenartige, aber unverkennbare künstlerische Qualität der Scheibe dürfte wohl der ungestüme "No Pussy Blues" (der auch auf diversen Musik-TV-Sendern zu sehen war) sein. Nick Caves Angriffslust paart sich hier - unwiderstehlich steigernd und wieder abfallend usw. - mit einem unglaublichen Groove, bei dem Bass und Schlagzeug einen Drive erzeugen, den man selbst als erklärter Anti-Tänzer unmöglich regungslos hinnehmen kann. Die schräg-überdrehten und übersteuerten Zwischenteile wirken befreiend wie ein Gewitter, das lang anhaltende Hochsommerschwüle vertreibt. Ich weiß, dass das schrecklich kitschig klingt - aber etwas Besseres fällt mir momentan leider nicht ein, um Dynamik und Stil des Songs (und auch der Scheibe) einigermaßen in Worte fassen zu können.

Natürlich sind aber auch die anderen Songs des Albums absolut hörenswert und ich glaube zudem, dass auch Menschen, die bis jetzt kaum Kontakt zum Musiker Nick Cave hatten, sehr gut mit "Grinderman" beraten sind. Auch ich selbst würde mich in keinster Weise als großer Cave-Fan oder Kenner bezeichnen, dieser Silberling ist aber schlichtweg eine Wucht, wirklich genial!

Freunde guter Musik und Sammler sollten hier unbedingt alsbald reinhören, sofern sie's nicht ohnehin schon gemacht haben. In meinen Augen bzw. Ohren ist "Grinderman" ein sehr erfrischender Erstling (als Formation halt), der musikalisch sehr nahe an die bitterzart-raue Lyrik eines Charles Bukowski (dem bekannten US-Underground-Dichter) herankommt.

Prädikate wie rau, energetisch, fulminant, befreiend, schlüpfrig, sexy und/oder bombastisch treffen allesamt auf vorliegendes Werk zu, das ich in Summe mit 5 ganzen Sternen für gerecht bewertet halte! +++++

Eine wunderbare Platte, um Frust abzubauen oder sich im stressigen Alltag zwischendurch zu erden. Eine feine & ebenso spannende Sache zum Immerwiederhören - STARK!

P.S. Nach der Veröffentlichung von "Grinderman 2" (dem 2010 erschienenen Nachfolger hierzu, ein Remix-Album folgte später auch noch) wurde auf unbestimmte Zeit eine Pause eingelegt, wobei eine Reunion nicht ausgeschlossen wurde. Naja, man darf wohl gespannt sein...


Shake Your Money Maker
Shake Your Money Maker
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dezibelgeschwängerter Hard-Rock-Blues mit unverkennbarem Stones-Touch!, 21. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shake Your Money Maker (Audio CD)
Beseelt vom Blues, offenbar prima eingespielt und mit einem Top-Produzenten (nämlich Brendon O'Brien) im Gepäck, nisteten sich die Black Crowes anno 1990 im Studio ein und bannten 10 beherzte Tracks auf wiederabspielbares Format, die in Summe das bis heute bekannteste, erfolgreichste und wohl auch beste Album der Band ergeben.
Bei den Black Crowes verhält es sich interessanterweise umgekehrt zu den meisten anderen Bands: Nachdem sich hiesiges Debüt - namens "Shake Your Money Maker" - millionenfach verkauft hatte, gingen die Absätze in weiterer Folge von Scheibe zu Scheibe zurück. Den guten Herren, die sich mit ihrem Debüt aber bereits ein Denkmal gesetzt haben, wird das freilich herzlich wurscht sein, nehm ich mal an...

In meinen Ohren klingt "Shake Your Money Maker" so - auch wenn dieser Vergleich etwas gewagt sein mag - als hätten Pearl Jam (auch dort hatte ein gewisser B. O'Brien bekanntlich seine Finger des Öfteren mit im Spiel) ein Rolling-Stones-Album eingespielt. Der Sound hiesiger Scheibe ist wirklich FETT und es macht einfach Spaß, den Silberling am Laufen zu haben, um - wo und wann auch immer - gute Stimmung zu verbreiten. Das Album eignet sich also vorzüglich, um die Schalldichtheit der heimeligen Wohnzimmerwände mal auf Herz und Nieren zu prüfen.

Vermutlich ist vorliegende Platte darüber hinaus ein hervorragendes Einstiegsmedium in die Welt des Blues, vor allem für diejenigen, die generell eher auf härtere Sachen stehen.
Aus ihrer Blues-Attitüde haben die "Krähen" ohnehin nie einen Hehl gemacht, auch einen Keith Richards, dem man hier vor allem vom Gitarrensound her stellenweise verblüffend nahe kommt, hat man immer offen bewundert. So gesehen ist der spielgelaunten Band gleich auf Anhieb vermutlich so ziemlich alles geglückt, wofür andere ambitionierte Formationen Jahre oder sogar länger brauchen.

Das Aushängeschild des Albums dürfte wohl der unwiderstehliche 3-Minuten-Fetzer "Hard To Handle" (eigentlich ein Otis-Redding-Cover) sein, dass mich jedes Mal, wenn ich's höre, immer wieder aufs Neue überrumpelt und packt. Aber auch die anderen Tracks der Scheibe können überzeugen und machen "Shake Your Money Maker" verdient zu einem Klassiker der Rock-Geschichte.

Interessant erscheint noch der Entstehungszeitpunkt des Albums (1990 eben) zu sein, als die Musikwelt an einem großen Scheideweg angekommen war, den 80er-Jahre-Metal allmählich hinter sich ließ und dem (noch kommenden) Grunge langsam aber sicher Tür und Tor öffnete (man höre u.a. auch Neil Young z.B.). Vorliegendes Album wirkt diesbezüglich - vom Stil her - fast ein wenig deplatziert, wenngleich der Sound perfekt zum "Schmuddelrockhype" (der aber eigentlich erst ein Jährchen später von Nirvana, Pearl Jam, Soundgarden u.a. so richtig losgetreten werden sollte) der damaligen Zeit passt(e).

Fazit: "Shake Your Money Maker" ist bestimmt nicht das einflussreichste Album der Musikgeschichte und definiert auch keine neuen Maßstäbe bez. Songwriting. Dennoch ist die glückliche Kombination aus trockenen, kraftstrotzenden Bluesrock-Hadern und einem tollen, üppigen Klangbild schlicht unwiderstehlich, weshalb das Debütwerk der Black Crowes völlig zurecht unter den 1001 besten Musikalben aller Zeiten rangiert (Literaturtipp für Musikinteressierte & Sammler: "1001 Alben - Musik, die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist"). Leute, die auf erdige Produktionen und/oder handgemachte Rockmusik und/oder Blues (in welcher Variante auch immer) abfahren, sind mit dieser Scheibe bestens bedient. Wenn man eine Black-Crowes-Platte besitzen "muss", dann diese hier - für Musiksammelnde unbedingt empfehlenswert!

5 Sterne sind hierfür allemal angebracht. Punkt. +++++


Greatest Hits
Greatest Hits
Preis: EUR 6,66

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle (freilich unvollständige) Zusammenstellung!, 20. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Greatest Hits (Audio CD)
Obwohl ich - wie sich's für einen richtigen Sammler halt gehört ;) - auch einige Studioalben von Neil Young besitze (u.a. "Harvest", "Tonight's The Night", "Mirror Ball"), ist keine Scheibe des begnadeten Kanadiers häufiger in meinem CD-Player gelandet, als eben vorliegende.
Dass hartgesottene Fans hierauf verständlicherweise den einen oder anderen Lieblingssong vermissen werden oder lieber eine Doppel- oder gar Dreifach-Disc-Ausgabe ihres musikalischen Idols gesehen hätten, ist nur logisch.
Dennoch halte ich die Zusammensetzung dieses Greatest-Hits-Silberlings für ausgesprochen geglückt. Noch dazu wird man der Unterüberschrift (die auf der Rückseite zu finden ist) wohl gerecht, die wie folgt lautet: "Greatest hits inclusion based on original record sales, airplay and known download history".

Jedenfalls ist diese Scheibe chronologisch geordnet (sogar mit jew. Datums-Angabe) und beinhaltet viele Frühwerke Youngs. Die 80er und 90er wurden hingegen nur spärlich berücksichtigt - das stimmt. Dadurch fehlen naturgemäß wichtige Titel, wie z.B. das rohe, energetische "Fuckin' Up" (das übrigens Pearl Jam (die ja einen ganz besonderen Bezug zu Young haben - höre/siehe "Mirror Ball"!) immer wieder richtig gut gecovert haben, neben "Rockin' In The Free World" oder auch "The Needle & The Damage Done" z.B.).
Mit "Helpless" und "Ohio" enthält die CD andererseits aber sogar zwei Tracks, die von Crosby, Stills, Nash & Young komponiert wurden.
Es ist halt wie so oft bei Compilations von echten Superstars - sie werden nie dem Anspruch annähender Vollständigkeit gerecht werden.

Wie schon gesagt halte ich persönlich vorliegenden Silberling für eine Greatest-Hits-Ausgabe für erstaunlich durchdacht und liebevoll konzipiert. Es macht einfach Freude, die Scheibe aufzulegen und durchlaufen zu lassen, weshalb ich sogar glaube, dass auch Neil-Young-Fans mit vorliegendem Produkt gut bedient und beraten sind (vor allem beim derzeitigen Preis)!

Fazit: Mit diesem Neil-Young-Sammelsurium kann man im Grunde nichts falsch machen. Die CD enthält eigentlich sehr viele wichtige Titel, die noch dazu sehr stimmig (und obendrein chronologisch korrekt) aneinandergereiht wurden. Vermutlich hat man es hier überhaupt mit einer der besten Greatest-Hits-Veröffentlichungen aller Zeiten zu tun.
Wer sich mehr Einblick (vor allem in spätere Werke) wünscht, der wird wenigstens am einen und/oder anderen Studioalbum sowieso nicht vorbeikommen. Sammler, die auch Neil Young in ihrem Regal stehen haben wollen und sich nicht so recht für essenzielle Einzelalben entscheiden können, dürfen hier aber unbesorgt (und ganz ohne Gewissensbisse) zugreifen!

5 Sterne sind hier wohl selbstredend!

P.S. Abschließend noch ein paar Appetizer (Anspieltipps) meinerseits:
- Down By The River
- The Needle & The Damage Done
- Like A Hurricane
- Hey Hey, My My (Into The Black)
- Rockin' In The Free World


For Your Pleasure (Remastered)
For Your Pleasure (Remastered)
Preis: EUR 8,99

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4.0 von 5 Sternen Starkes & spannendes Zweitwerk von Ferry, Eno & Co!, 20. Januar 2016
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Rezension bezieht sich auf: For Your Pleasure (Remastered) (Audio CD)
Für Furore hatten Roxy Music bereits mit ihrem im Jahr zuvor erschienenen (1972 nämlich) Debüt "Roxy Music" - wenigstens innerhalb Europas - gesorgt. Insofern ist es schon erstaunlich genug, dass der Nachfolger "For Your Pleasure", auf dem gewiss ein nicht zu unterschätzender Erfolgsdruck lastete, keinerlei qualitativen Abfall erkennen lässt. Bryan Ferry und seine Mannen blieben weiterhin experimentierfreudig (woran bestimmt auch Brian Eno, der nach dieser Platte aus der Band ausstieg, einen großen Anteil hatte), vielschichtig und unberechenbar. Dennoch muss man sagen, dass "For Your Pleasure" eigentlich ziemlich genau da weitermachte, wo "Roxy Music" aufgehört hatte.

So überzeugt der starke Opener "Do The Strand" mit Ferrys ureigenem Gesang, der mit einem Stakkato-Piano kombiniert wird, wobei die Rhythmus-Sektion der Briten dazu einen bebenden Punk-Rock-Groove beisteuert und schräge Saxophoneinlagen das Gesamtkunstwerk, als das man diesen Song wohl gerechterweise bezeichnen muss, abrunden.
"Beauty Queen" (Track Nr. 2 hierauf) erinnert mich hingegen - vor allem am Anfang - an LCD Soundsystem (alias James Murphy). "Editions Of You" schlägt in eine ähnliche Kerbe wie der Opener, klingt aber - vom Sound her - noch ein Stück weit abgedrehter.
Sicher erwähnenswert sind aber auch die eher ruhigeren Tracks, bei denen Bryan Ferry (eigentlich auch später noch) meiner Meinung nach stimmlich letztlich am nachhaltigsten glänzen kann. So halte ich persönlich "In Every Dream Home A Heartache" - selbst wenn es sich zunächst etwas monoton anhören mag - tatsächlich für einen der stärksten Titel der Scheibe (aber Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden), "Strictly Confidential" (Track Nr. 3 am Album) ist aber natürlich auch sehr hörenswert und fein!

Irgendwie ist es witzig, wenn man bedenkt, dass das RM-Zweitwerk aus einer musikalischen Dekade stammt, in denen z.B. die Rolling Stones (die ich übrigens sehr verehre) Alben wie "Exile" (1972) oder "Goats Head Soup" (1973) herausbrachten, weil es mir (als Nicht-Zeitzeuge) heutzutage schwer fällt, mir vorzustellen, wie Roxy Music einen derart innovativen, modernen und ausgefeilten Sound zustande brachten, wohingegen andere Bands (von hüben wie drüben) verhältnismäßig rau und (vermeintlich) schlampig im Studio herumfuhrwerkten (was aber natürlich auch sehr reizvoll sein kann). Freilich: Pink Floyd gab es zu diesem Zeitpunkt schon und auch David Bowie war bereits am Musizieren und Faszinieren, während zig andere Bands in diesen Tagen das Licht der Welt erblickten...
Tatsächlich, so glaube ich, nahm die Band (also RM) - vor allem mit den beiden ersten Scheiben - vieles von dem vorweg, was erst später noch über die Musikwelt hereinbrechen sollte. So meine ich u.a. bereits hier recht deutlich Spuren des Punk heraushören zu können, aber ebenso Elemente elektronisch angehauchter Musik, vermengt freilich mit allen (un)möglichen Variationen des Rock & Roll.. Diesbezüglich ist es auch wirklich schwer (wie ein anderer Rezensent sehr richtig bemerkt hat) Roxy Music einfach den Stempel "Art-Rock" oder meinetwegen "Glam-Rock" aufzudrücken. Eher würde ich meinen, hier eine kunterbunte Melange an Stilen und Sounds herauszuhören, die bestimmt von nicht zu unterschätzendem Einfluss für spätere Bands war...

Warum es denn - trotz ausführlichem Lob meinerseits - trotzdem einen Stern Abzug gibt, liegt einfach daran, dass ich neben den Aushängeschildern des Albums (meines Erachtens "Do The Strand", "Strictly Confidential", "Editions Of You" und vor allem "In Every Dream Home A Heartache") doch auch einige durchschnittlichere (unter den insgesamt 8) Kompositionen vorzufinden sind, die zwar allesamt super miteinander harmonieren und deshalb auch gut aufs Album passen, andererseits jedoch (bis heute) nicht wirklich restlos überzeugt haben - mich wenigstens nicht. Mit seinen rund 43 Minuten Spielzeit kommt mir "For Your Pleasure" ehrlich gesagt nach wie vor (eine Spur) langatmiger (aber bitte nicht falsch verstehen) vor, als "Roxy Music", das aber in Wahrheit gut 2 Minuten länger dauert. Offenbar sehen das viele andere Hörer eben anders - soll mir recht sein...

Jedenfalls kann ich es nicht wirklich nachvollziehen, warum "For Your Pleasure" (das ich aber freilich dennoch mag) unter die 500 besten Alben aller Zeiten (RS-Magazine) gewählt wurde, während dem nicht minder innovativ-aufregendem Debüt der Einzug in diesen Heiligen Gral neuerer Musikgeschichte verwehrt blieb. Aber so ist das halt - wo Musik ist, wird's auch immer Diskussionsbedarf geben ;)

Fazit: In Summe überzeugt auch das 1973 erschienene Zweitwerk der britischen Art-Rock-Formation Roxy Music und bestätigt(e) so letztlich die Klasse der Band. Es ist in der Tat davon auszugehen, dass die Erwartungshaltung nach dem sehr starken Debüt (vor allem in Großbritannien) sicher enorm und deshalb keineswegs leicht zu befriedigen war. Schon allein das spricht für die Qualität vorliegenden Silberlings, der mit "Do The Strand" einen waschechten RM-Klassiker enthält , der auch heute noch mühelos verzückt. Daneben halte ich persönlich vor allem "Editions Of You" sowie "In Every Dream Home A Heartache" für hochessenziell.
Das Album überzeugt in seiner Gesamtheit auch durch seinen innovativen, ausgefeilten Sound, der gewissermaßen eine stimmungsvolle songverbindende Atmosphäre schafft, wodurch "For Your Pleasure" so gesehen ja fast schon zum Konzeptwerk avanciert (was den Klang angeht zumindest).
Aus Gründen der Objektivität (die freilich wiederum sehr subjektiv gefärbt sein wird) muss ich am Ende - und im direkten Vergleich zum Vorgänger vor allem - letztendlich einen Stern abziehen. Ehrlich gesagt gefallen mir vergleichsweise auch die beiden späteren (und glatteren) Pop-Werke "Flesh & Blood" und "Avalon" in Summe etwas besser.

Für 4 (sehr gute) STERNE reicht's aber auch bei "For Your Pleasure" allemal. Freunde guter Musik sollten hier auf jeden Fall einmal (oder mehrmals) reinhören. Generell halte ich Roxy Music für eine sehr einflussreiche und - teilweise auch - unterschätzte Band. Jedenfalls kenne ich offengestanden kaum Leute aus meiner Generation (bin ein 85er-Baujahr), die ernsthaft Roxy Music hören würden - oder liege ich da falsch?

Nun denn - beim jetzigen Preis kann man ohnehin nichts falsch machen, also: kaufen, entdecken und genießen und viel Freude damit ;)

++++/+++++

---- Anspieltipps ----
- Do The Strand
- Strictly Confidential
- Editions Of You
- In Every Home A Heartache


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