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Rezensionen verfasst von
Em Ka (Neufeld an der Leitha, Bgld)

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Monty Python - Die Ritter der Kokosnuss
Monty Python - Die Ritter der Kokosnuss
DVD ~ Graham Chapman
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleiner Film - GROSSE Wirkung!, 25. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Monty Python - Die Ritter der Kokosnuss (DVD)
Die Low-Budget-Produktion "Die Ritter der Kokosnuss" gilt heute als Klassiker skurrilen Humors und machte die Monty Pythons endgültig und weit über Britanniens Grenzen hinaus berühmt.
Anders als bei der ersten Kinoproduktion "Die wunderbare Welt der Schwerkraft" (die im Prinzip eine (dennoch gelungene) Aneinanderreihung der besten Sketche aus der vorangegangenen Serie "The Monty Python's Flying Circus" war) wird die Handlung durchgehend, also einem roten Faden folgend, erzählt, wobei die Story auch hier sehr sketchlastig (wenn man so will) angelegt wurde.

Ein Ritter begibt sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral und durchforstet dabei das mittelalterliche England. Im Zuge seiner aberwitzigen Reise schart er getreue Gefolgsleute (die Ritter der Tafelrunde) um sich und muss - gemeinsam mit seinen Anhängern - jede Menge Hindernisse bewältigen. So trifft er z.B. auf den gefürchteten, unerbittlichen Schwarzen Ritter, mit dem er einen Zweikampf ausfechten muss, der den unbeugsamen Bösewicht zum Krüppel macht und der sich trotzdem nicht geschlagen gibt (also einigt man sich auf ein Unentschieden). Des Weiteren begegnet er den Rittern (drei Köpfe auf einem Rumpf), die immer "Nie" sagen, die nur mit List überwältigt werden können. Die Getreuen begeben sich teils aber auch auf eigene Faust aufs Gralssuche und erleben dabei ebenfalls skurrile Abenteuer.
Am Ende findet man sich - soweit man's halt bis hierhin geschafft hat - vor einem Höhleneingang wieder, der von einer monströsen, menschenfressenden Bestie (einem harmlos aussehenden weißen Kaninchen) bewacht wird...

Um Geld zu sparen wurde u.a. die Geschichte zwischendurch immer wieder von (typischen) Zwischentricksequenzen vorangetrieben, die von Terry Gilliam stammen (und heute Kultstatus innehaben).
Tatsächlich hat der Film überhaupt nichts mit einer aufwändigen Produktion gemein, was dem Unterhaltungswert jedoch keinen Abbruch tut und den Streifen letztendlich nur noch sympathischer macht.
Charmant, schräg & witzig erzählen die Monty Pythons ihre Version der Ritter der Tafelrunde und treffen damit genau ins Schwarze. Bis heute hat der Film nichts an seiner Klasse eingebüßt und er gilt nach wie vor als Vorzeigeobjekt/Referenzstreifen skurriler Low-Budget-Produktionen.

Bei den Pythons ist es schwer, sich für einen Lieblingsfilm zu entscheiden, weil ich sie eigentlich alle sehr mag (insgesamt gibt's ja 4 Stück). "Die Ritter der Kokosnuss" ist aber in jedem Fall sehr empfehlenswert und wird Alt & Jung gleichermaßen die Tränen - vor Lachen versteht sich - in die Augen treiben.

Superb! 5 Sterne +++++


Science Busters Gesamtausgabe: Folge 1-32 [8 DVDs]
Science Busters Gesamtausgabe: Folge 1-32 [8 DVDs]
DVD ~ Martin Puntigam
Preis: EUR 23,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer nichts weiß, muss alles glauben!, 25. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diesem (obenstehenden) Leitsatz folgend, begeben sich die Science Busters, Universitätsprof. Heinz Oberhummer (der mittlerweile leider schon verstorben ist) und Univ.-Lektor/Wr. Sternewarten-Chef Werner Gruber (als "Tim & Struppi" oder "Asterix & Obelix der Wissenschaft"), auf die Suche nach den Mysterien des Universums, wobei dazwischen immer wieder recht banale Alltagsphysik in den Mittelpunkt des Geschehens rückt (z.B. Was geschieht eigentlich beim Bierabzapfen? Oder: Was macht einen Festtags-Schweinsbraten außen knusprig und innen schön zart?).

Science-Busters-Mastermind und Schöpfer Martin Puntigam führt als Moderator, der ein eng anliegendes rosafarbenes Leibchen um seinen Waschbärbauch trägt, durch die gleichermaßen unterhaltsame und lehrreiche Show und versucht mit lapidaren Kommentaren sowie provokanten (manchmal auch dümmlichen) Fragen die beiden Experten in Erklärungsnot zu bringen. Gleichzeitig schafft er es, so Schwung und Pep in die Sendung zu bringen (abgesehen vom energiegeladenen Herrn Oberhummer, der dann und wann auch zur Klampfe greift und eine Rock&Roll-Coverversion zum Besten gibt) und sorgt für viele humorvolle Momente.

Die Science Busters, die ursprünglich fürs (alternative) österreichische Radiounterhaltungsprogramm konzipiert waren, erlebten in den letzten Jahren einen rapiden Aufschwung und mauserten sich vom Geheimtipp zur bekanntesten und lustigsten Physik/Astronomie-Vorlesung des Landes. Live-Shows (ein Mal hatte ich das Glück einer solchen in Wien beiwohnen zu dürfen) waren regelmäßig ausverkauft und auch im Rahmen der "Dienstagnacht" (auf ORF 1) verfolgten viele Zuschauer das aberwitzige physikalisch-philosophische Spektakel via TV.

Vorliegende Box beinhaltet die ersten 32 Episoden, die jeweils ca. 25 Minuten dauern. Aufgrund des Ausscheidens des quirligen Herrn Oberhummer sind leider nicht mehr allzu viele Folgen nachgekommen -- es gibt lediglich eine Fortsetzungsbox, die die Episoden 33-44 enthält.
Highlights sind hier genügend vorhanden, eigentlich bietet jede Episode sehr unterhaltsame Momente. Besonders in Erinnerung ist mir allerdings noch die Live-Zubereitung eines Schweinsbratens (der anschließend an die Zuschauer vor Ort verteilt wurde) sowie die amüsante Analyse der vielseitig (miss)interpretierbaren Bild- und Tonbotschaften, die anno dazumal (Ende der 70er, glaube ich) mit der Raumsonde Voyager 2 ins All geschossen wurden, um möglichen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen herzustellen...

Fazit: Ich habe vor dem Erwerb vorliegender Box bereits einige Folgen aus dem Fernsehen gekannt, mir diese aber trotzdem zugelegt, um alle Episoden (bis hierhin) sichten zu können (Anm.: Beim zweiten Schaudurchgang (und wohl weit darüber hinaus) sind die Folgen immer noch spitze.) Meine Frau und ich haben stellenweise Tränen gelacht und nebenbei noch etwas Nachhilfe in Physik, Chemie, Astronomie & vielen weiteren wissenschaftlichen Fachbereichen bekommen.
Leute, die mit skurrilem Humor sowie (manchmal) leicht derbem Wiener Schmäh etwas anfangen können, sind mit vorliegender DVD-Box (die in Summe 8 DVDs beinhaltet) bestens bedient.
Für mich sind (bzw. waren) die Science Busters schon jetzt ein Klassiker hochwertiger österreichischer Unterhaltungskunst.

Kurz: Witzig, lehrreich & höchst unterhaltsam und deshalb auch sehr empfehlenswert!

Mein Urteil lautet daher: +++++


Neues vom Wixxer
Neues vom Wixxer
DVD ~ Oliver Kalkofe
Wird angeboten von rezone
Preis: EUR 6,02

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig, skurril & charmant - gelungene Fortsetzung!, 23. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Neues vom Wixxer (DVD)
Nachdem Teil 1 der Edgar-Wallace-Parodie (die aber laut eigener Angaben "nach immer noch keinem Buch von Edgar Wallace" kommt) zum Schlager an deutschen und österreichischen Kinokassen geworden war, wurde 3 Jahre später (2007 nämlich) die Fortsetzung nachgereicht, die meines Erachtens absolut auf Augenhöhe mit dem vorangegangenen Streifen liegt. (Anm.: Fans finden den 2. Teil sogar oft besser.)

Seit die beiden Scotland-Yard-Superhelden Chief Inspector Even Longer (Oliver Kalkofe) und sein treuer Assistent Inspector Very Long (Bastian Pastewka) dem Wixxer das Handwerk gelegt haben, ist es in London etwas weniger gefährlich geworden.
Doch schon bald schlägt der Superschurke wieder zu und beginnt damit, eine lange Todesliste abzuarbeiten, auf der u.a. auch Inspector Longs Name steht, der innerhalb von 24 Stunden das Zeitliche segnen soll. Als sich in der geräumigen Pathologie Dr. Brinkmanns (gespielt von Mitdrehbuchautor Oliver Welke) die Leichen stapeln, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Wie schon beim ersten Teil ist die Besetzungsliste voller (deutscher) prominenter Namen. Sogar Joachim Fuchsberger, der ja tatsächlich in vielen Kriminalfilmen der 50er und 60er-Jahre mitgespielt hat, wirkt hier mit (nach über 30 Jahren Leinwandabstinenz - wenigstens was größere Kinoproduktionen anbelangt!). Der witzige Alfons Hatler (Christoph Maria Herbst als gutmütige Hitler-Parodie), der schon im 1. Teil mitunter für die komischsten Momente gesorgt hat, bekommt hier eine noch etwas ausgedehntere Nebenrolle und tritt als einfühlsamer Psychiatrie-Anstaltsleiter (von "Bates Hospital" - eine Anspielung auf A. Hitchcocks Klassiker "Psycho") zu Tage, der sich um den gestressten Chefinspektor Even Longer sorgt und deshalb Entspannungstherapien empfiehlt (mit Entspannungsmusik, die - wie man an einem eingeblendeten Plattencover erkennen kann - der Anstaltschef selbst komponiert hat). Zudem tritt er später im Club-Lokal "Der Flötenschlumpf" als Sänger auf, der unter der britischen Union Jack Frank Sinatras "My Way" anstimmt (wie genial-skurril ist das denn bitte? ;))
Aber auch alle anderen Darsteller können durchwegs überzeugen, wie z.B. der neu hinzugekommene Christian Tramitz in der Rolle von Much Longer...

Wie schon der Vorgängerfilm, kam auch dieser (überraschend) gut bei der Kritik weg, die ihn u.a. als "saukomisch" bezeichnete und sogar internationale Vergleiche zu den Gebrüdern Zucker (die Macher der "Nackten Kanone" mit Leslie Nielsen) anstellten.
Tatsächlich verfügt Teil 2 über genauso viel liebenswürdigen Charme wie der Erstling. Auch hier merkt man, dass sehr viel Herzblut in die Produktion gesteckt wurde. Das Publikum goutierte die Fortsetzung ebenfalls und war einigermaßen enttäuscht darüber, dass der im Abspann angekündigte 3. Teil ("Triple WixXx") nie zustande kam (2015 wurde endgültig bestätigt, dass es keine weitere Fortsetzung geben würde).

Fazit: Wer schon "Der Wixxer" gemocht hat, kann auch hier nichts falsch machen. Leute, die den 1. Teil nicht kennen, aber mit schrägem, skurrilem Humor etwas anfangen können, sind hier ebenfalls an der richtigen Adresse.
"Neues vom Wixxer" - das Fans dem 1. Teil teilweise sogar vorziehen - ist insgesamt ein kurzweiliger, witziger & charmanter Klamauk, dem ich am Ende nur mit dem Höchstbewertungsmaß begegnen kann - 5 Sterne also. Äußerst unterhaltsam & empfehlenswert!

P.S. Mittlerweile gibt es DVD-Ausgaben, die gleich beide Teile enthalten. Ich würde derzeit - auch aus Kostengründen - zu einer solchen Version greifen!

Mein Urteil: +++++


Der Wixxer (Single Disc)
Der Wixxer (Single Disc)
DVD ~ Bastian Pastewka
Wird angeboten von SchwanHM
Preis: EUR 5,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skurril-charmante Edgar-Wallace-Parodie mit vielen Gaststars!, 23. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Wixxer (Single Disc) (DVD)
Hinter dem stumpfen, blödsinnigen Titel vorliegender DVD verbirgt sich eine hochcharmante und wirklich witzige Edgar-Wallace-Parodie, die jede Menge schrullige Charaktere, die skurril ins Szene gesetzt werden, aufbieten kann.

-- Kurz zum Plot:
Ganz England ist in Furcht erstarrt vor dem gefährlichsten Superverbrecher aller Zeiten - dem Wixxer! Deshalb setzt Scotland Yard seine besten Männer ein, um dem Schurken das Handwerk zu legen. Chief Inspector Even Long (Oliver Kalkofe), der bei einem vorhergehenden Einsatz seinen Kumpel und Kollegen verloren hat und deshalb schwer traumatisiert ist, wird der streberhafte Inspector Very Long (Bastian Pastewka) zur Seite gestellt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten raufen sich die beiden Ermittler allmählich zusammen und finden einen Hauptverdächtigen im Earl of Cockwood, einem alten Erzfeind Even Longers. Doch als auch dem schon bald der Wixxer im Nacken sitzt, stellt sich die Frage, wer sich denn nun tatsächlich hinter der Maske des Bösewichts verbirgt...

-- Allgemeine & persönliche Anmerkungen:
Vorliegender Klamauk-Film, der übrigens 2004 in den Kinos lief, kam beim Publikum gut an und wurde auch von der Kritik recht positiv wahrgenommen. So schreibt z.B. das Lexikon des internationalen Films u.a.: "Ein unangestrengtes Beispiel für zeitgemäße Unterhaltung im Retro-Look", während Cinema.de sogar (sinngemäß) meint, "Der Wixxer" stehe in bester Tradition zur US-Kult-Komödie "Die nackte Kanone", was wohl zweifelsohne als großes Lob verstanden werden darf.
Einzig Hauptprotagonist Oliver Kalkofe kam dann und wann nicht immer so toll weg, wobei ich sagen muss, dass ich gerade ihn in der Rolle des zerknautschten, launischen Chief Inspectors köstlich gefunden habe (ist aber wohl - wie so oft - Geschmackssache). Besonders gut hat mir auch die skurrile Figur des Butlers Alfons Hatler (eine Art gutmütiger Hitler-Verschnitt, den Christoph Maria Herbst sensationell verkörpert) gefallen, die für viele komische Momente sorgt und der in der - ebenfalls unterhaltsamen & empfehlenswerten - Fortsetzung ("Neues vom Wixxer") etwas mehr Screentime zugeschrieben wurde.
Generell treffen in diesem Film (und auch im 2. Teil) viele Promis älteren und jüngeren Jahrgangs aufeinander, was den Streifen quasi von Haus aus - abgesehen vom eh schon vorhandenen Unterhaltungswert - etwas kultiger & interessanter macht. So geben sich z.B. noch Wolfgang Völz, Olli Dittrich oder Anke Engelke hier die Ehre. Oliver Welke, der gemeinsam mit Kalkofe und Pastewka das Drehbuch geschrieben hat und als Mitbegründer der hier auftretenden Hauptcharaktere gilt, begnügte sich bescheiden & zurückhaltend mit einer recht kleinen Nebenrolle (als Dr. Brinkmann).

-- Fazit:
Selbst wenn turbulente, schräge Komödien jener Art nicht jedermanns Geschmack sind, muss man dem Streifen neidlos zugute halten, dass er offensichtlich mit sehr viel Liebe gemacht wurde, was sich vor allem an best. Details und dem daraus resultierenden Charme erkennen lässt. Man hat sich die Edgar-Wallace-Filme der 50er und 60er-Jahre wohl wirklich genau angeschaut und einen liebevollen, zeitgemäßen (aber, wie ich denke, auch zeitlosen) Klamauk mit hohem Unterhaltungswert geschaffen, wie ihn nur Bewunderer hinbekommen, wenn sie ihren Jugend- und Kindheitsidolen Tribut zollen. Es ist aber keineswegs notwendig, ein großer Edgar-Wallace-Kenner bzw. Fan zu sein, um Gefallen an vorliegendem Streifen zu finden (bin diesbezüglich offengestanden - sofern überhaupt - auch eher nur am Rande bewandert).
Ich habe mir den Film schon alleine des dämlichen Titels wegen lange Zeit nicht angeschaut und ihn mir erst sehr viel später auf DVD gekauft, um dann festzustellen, dass mein Zweifel bzw. Vorurteil völlig unbegründet war. Tun Sie sich, liebe Leser, selber einen Gefallen und legen Sie sich alsbald vorliegenden Streifen zu - Sie werden's nicht bereuen ;)

P.S. Mittlerweile gibt's auch schon eine DVD- Ausgabe, auf der beide Teile enthalten sind. Mein Tipp: Wenn Sie vorliegenden Streifen mögen bzw. liebgewinnen können, dann wird Ihnen die Fortsetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gefallen...

Kurz: Ein harmloser & blödsinniger Spaß mit deutscher Starbesetzung, in dem offenkundig sehr viel Herz steckt - PRIMA!

Meine Bewertung: +++++

Viel Spaß beim Schauen!


Tramitz & Friends - Die Serie [Director's Cut] [4 DVDs] - Comedy Kracher
Tramitz & Friends - Die Serie [Director's Cut] [4 DVDs] - Comedy Kracher
DVD ~ Jan Markus Linhof

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochunterhaltsame Mini-Serie mit zahlreichen Pointen!, 23. Februar 2016
Obwohl "Tramitz & Friends" - wie bereits vorliegende Rezensionen beweisen - offenbar doch einige Anhänger gefunden hat, ist die Sketch-Comedy-Serie nie über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen. Das ist schade und gleichermaßen ungerecht. Christian Tramitz, der vor allem als kongenialer Partner von Michael Herbig im Rahmen der "Bullyparade" und den dazugehörigen Filmen ("Der Schuh des Manitu", "Traumschiff Surprise") ins Rampenlicht rückte, konnte sich hier nach Herzenslust austoben und zündet(e) Pointen am laufenden Band. Prominente Freunde & Schauspielerkollegen beteiligten sich ebenfalls an vielen Sketchen (u.a. Til Schweiger, Barbara Schöneberger, Bernhard Hoecker, Alfred Dorfer, Christine Neubauer, Christoph Maria Herbst uvm.) und waren offensichtlich auch mit Freude am Spaß dabei - zumindest erweckt die lockere, entspannte Atmosphäre, die man beim Schauen sofort spüren kann, diesen Eindruck.

Tatsächlich hätte auch ich dem nach außenhin eher brav und bieder wirkenden Schelm keine derart "böse", von schwarzem Humor beseelte Ader zugetraut. Umso besser aber, dass er diese in vorliegender Serie - die hier auf 3 DVDs (mit insgesamt 19 Folgen, die 4. DVD enthält Bonusmaterial) aufgeteilt ist - ungehemmt und unterhaltsam zeigen darf.

Highlights gibt es hier wirklich viele, weshalb ich mich - quasi als Appetizer - nun auf ein paar wenige beschränken möchte. So parodiert Tramitz in bester Manier u.a. (mehrmals) Publikumsliebling Hansi Hinterseer, dem, zornig über sich selbst aufgrund seines schlechten Textgedächtnisses (bei Dreharbeiten) jeglicher Charme abhanden kommt, was in wüsten Schimpftriaden (mit herrlichen Wortkreationen im Tiroler Dialekt) gipfelt. U.a. bezeichnet der ungehaltene Fernsehmoderator einen benachbarten Holzverarbeitungsbetriebsbesitzer als "S***** Sägewerkstrottel"...
Besonders in Erinnerung ist mir zudem noch der böse Kasperl, der auf Polizeistreife geht und angehaltene Autofahrer während der Kontrolle (im typischen Kasperl-Slang) fragt, ob sie denn nicht vielleicht ein Schnapsi getrunken hätten - Krawuzikapuzi... ;)
Auch der Liebesschnulzen-Verapfelungs-Sketch ("Schicksal kompakt") ist sehr amüsant und pointiert, ebenso eine Sequenz, in der Tramitz in die Rolle eines Babynahrungskonzerns-Vorstandes schlüpft, der vor versammelter Managerriege in Babysprache erklärt, dass der Börsenkurs in den Keller gerasselt ist (Zitat: "...Bumm hat a gmacht, da Dax. Böser Dax! Und warum hat a das gmacht? Weil keiner mehr ein Geldi hat..."). Des weiteren bekommt man einen Marder mit Autoschaden zu sehen und ein frisch vermählter Bräutigam erzählt bei seiner Hochzeitsansprache von außerehelichen erotischen Abenteuern...

Fazit: In Summe hat man es hier mit vielen toll durchdachten, erheiternden Sketchen zu tun, die Freunden gepflegten (schwarzen) Humors mit Sicherheit zusagen dürften. Das Auftreten zahlreicher Promi-Gäste macht die Serie sicher auch nicht schlechter, der Star ist hier aber eindeutig Christian Tramitz, der sich mal so richtig nach Lust und Laune austoben durfte. Dass vorliegende Mini-Serie nicht größere Bekanntheit erlangen konnte, hat sie in erster Linie miesen, undankbaren Sendezeiten und nur wenigen bis gar keinen Wiederholungen im Fernsehen zu verdanken. An der Qualität der Sketche kann es meines Erachtens jedenfalls nicht liegen. Ich kann vorliegende Box nur herzlichst weiterempfehlen!

Kurzweilig, amüsant, sehr unterhaltsam - daher: +++++

TOP!


DER SCHÜLER GERBER
DER SCHÜLER GERBER
DVD ~ Der Österreichische Film / Edition Der Standard
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterstück österreichischer Filmkultur!, 22. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: DER SCHÜLER GERBER (DVD)
Wolfgang Glücks Verfilmung von "Der Schüler Gerber", die aus dem Jahr 1981 stammt, orientiert sich eigentlich ziemlich genau an Friedrich Torbergs gleichnamigem Roman und gilt meines Erachtens mittlerweile völlig zurecht als Klassiker österreichischen Filmschaffens. Die nüchterne, desillusionierende Inszenierung vermittelt eine angemessene, künstlerisch ansprechende Stimmung/Atmosphäre, hinzu kommen noch durch die Bank gut gewählte Darsteller, die ihre Sache wirklich prima machen (allen voran natürlich der Hauptdarsteller).

Erzählt wird hier die (wohl ohnedies) bekannte Zwischenkriegszeit-Geschichte des Schülers Kurt Gerber (die um 1930 spielt), der ein Jahr vor der Reifeprüfung einen neuen Klassenvorstand bekommt, den herrschsüchtigen, autoritären Professor Kupfer, der von seinen Schülern hinter vorgehaltener Hand verächtlich "Gott Kupfer" genannt wird. Der Mathematiklehrer - nicht Gerbers bestes Fach - hat es auf den intelligenten, rebellischen, hinterfragenden, frühreifen Schüler abgesehen und nützt jede Gelegenheit, um diesen zu demütigen. Gerber, der seinem schwerkranken Vater schulische Misserfolge verschweigt, um ihm jegliche Aufregung zu ersparen und von seiner ersten Liebe enttäuscht wird, gerät zunehmend unter Druck. Angestrengt büffelt der junge Mann für die bevorstehende Matura (Abitur), doch im Halbjahreszeugnis hat er dennoch negative Beurteilungen. Freilich bekommt auch der Vater Wind von der Sache und Gerber verzweifelt zusehends. Mehr und mehr kapselt er sich von der Realität ab und verschließt sich gegenüber seiner Umwelt.
Nervlich arg angeschlagen tritt er schließlich zur Matura an, die durchwachsen verläuft. Im Glauben, nicht bestanden zu haben, stürzt sich Gerber, noch vor Verlesung der Prüfungsergebnisse, aus dem Fenster in den Tod. Tragischerweise erfährt er so nicht mehr, dass er bestanden hätte.

Fazit: "Der Schüler Gerber" ist eine beklemmende & erschütternde Geschichte über Autorität, Drill, Gehorsam, Verpflichtung und Schuldgefühl. Am Beispiel der Hauptfigur wird gezeigt, wie schnell ein junger Mensch an äußeren Umständen zerbrechen kann, wenn er sich alleingelassen und hilflos fühlt. Der persönliche Niedergang des rebellischen, geistig regen Gerbers ist inzwischen zum Synonym für eine ganze Generation autoritär erzogener Jugendlicher geworden, denen noch ein weiterer Weltkrieg bevorstand. Als Friedrich Torberg seinen Roman schrieb, hatte es dieser freilich in erster Linie auf den klassischen Schüler-Lehrer-Konflikt abgesehen, der - für sich alleine betrachtet - aber ohnehin schon so tragisch und aussichtslos traurig verläuft, dass man sich nicht noch zusätzlich einen kommenden 2. Weltkrieg dazu im Hinterkopf ausmalen müsste bzw. mag.
Vorliegende Verfilmung besticht durch künstlerisch wertvolle Schlichtheit, die - so glaube ich - einem Herrn Torberg möglicherweise auch sehr gut gefallen hätte.

Meiner Meinung nach werden letztlich nur 5 Sterne diesem Meisterstück österreichischer Filmkunst gerecht!

Also: +++++

Prädikat: ÄUSSERST SEHENSWERT


Der Schüler Gerber
Der Schüler Gerber
DVD ~ Gabriel Barylli
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterstück österreichischer Filmkultur!, 22. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Schüler Gerber (DVD)
Wolfgang Glücks Verfilmung von "Der Schüler Gerber", die aus dem Jahr 1981 stammt, orientiert sich eigentlich ziemlich genau an Friedrich Torbergs gleichnamigem Roman und gilt meines Erachtens mittlerweile völlig zurecht als Klassiker österreichischen Filmschaffens. Die nüchterne, desillusionierende Inszenierung vermittelt eine angemessene, künstlerisch ansprechende Stimmung/Atmosphäre, hinzu kommen noch durch die Bank gut gewählte Darsteller, die ihre Sache wirklich prima machen (allen voran natürlich der Hauptdarsteller).

---- ACHTUNG: Spoileralarm! ----
Erzählt wird hier die (wohl ohnedies) bekannte Zwischenkriegszeit-Geschichte des Schülers Kurt Gerber (die um 1930 spielt), der ein Jahr vor der Reifeprüfung einen neuen Klassenvorstand bekommt, den herrschsüchtigen, autoritären Professor Kupfer, der von seinen Schülern hinter vorgehaltener Hand verächtlich "Gott Kupfer" genannt wird. Der Mathematiklehrer - nicht Gerbers bestes Fach - hat es auf den intelligenten, rebellischen, hinterfragenden, frühreifen Schüler abgesehen und nützt jede Gelegenheit, um diesen zu demütigen. Gerber, der seinem schwerkranken Vater schulische Misserfolge verschweigt, um ihm jegliche Aufregung zu ersparen und von seiner ersten Liebe enttäuscht wird, gerät zunehmend unter Druck. Angestrengt büffelt der junge Mann für die bevorstehende Matura (Abitur), doch im Halbjahreszeugnis hat er dennoch negative Beurteilungen. Freilich bekommt auch der Vater Wind von der Sache und Gerber verzweifelt zusehends. Mehr und mehr kapselt er sich von der Realität ab und verschließt sich gegenüber seiner Umwelt.
Nervlich arg angeschlagen tritt er schließlich zur Matura an, die durchwachsen verläuft. Im Glauben, nicht bestanden zu haben, stürzt sich Gerber, noch vor Verlesung der Prüfungsergebnisse, aus dem Fenster in den Tod. Tragischerweise erfährt er so nicht mehr, dass er bestanden hätte.

Fazit: "Der Schüler Gerber" ist eine beklemmende & erschütternde Geschichte über Autorität, Drill, Gehorsam, Verpflichtung und Schuldgefühl. Am Beispiel der Hauptfigur wird gezeigt, wie schnell ein junger Mensch an äußeren Umständen zerbrechen kann, wenn er sich alleingelassen und hilflos fühlt. Der persönliche Niedergang des rebellischen, geistig regen Gerbers ist inzwischen zum Synonym für eine ganze Generation autoritär erzogener Jugendlicher geworden, denen noch ein weiterer Weltkrieg bevorstand. Als Friedrich Torberg seinen Roman schrieb, hatte es dieser freilich in erster Linie auf den klassischen Schüler-Lehrer-Konflikt abgesehen, der - für sich alleine betrachtet - aber ohnehin schon so tragisch und aussichtslos traurig verläuft, dass man sich nicht noch zusätzlich einen kommenden 2. Weltkrieg dazu im Hinterkopf ausmalen müsste bzw. mag.
Vorliegende Verfilmung besticht durch künstlerisch wertvolle Schlichtheit, die - so glaube ich - einem Herrn Torberg möglicherweise auch sehr gut gefallen hätte.

Meiner Meinung nach werden letztlich nur 5 Sterne diesem Meisterstück österreichischer Filmkunst gerecht!

Also: +++++

Prädikat: ÄUSSERST SEHENSWERT

P.S. Das beigelegte Booklet, das Ideen und Denkanstöße zum Einsatz im Unterricht beinhaltet, halte ich für sehr informativ und brauchbar (für meine 10-14jährigen Schülerinnen & Schüler ist der Film jedoch eher ungeeignet).


Jugend ohne Gott
Jugend ohne Gott
von Ödön von Horváth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 3,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloser Roman über Moral & Machtlosigkeit!, 22. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Jugend ohne Gott (Gebundene Ausgabe)
---- Zum Hintergrund des Buches ----
"Jugend ohne Gott" war Ödön von Horvaths dritter Roman und entstand im Jahr 1937, also ein knappes Jahr bevor Österreich Teil NS-Deutschlands wurde. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Österreich seit 1933 - nach der Ausschaltung des Parlaments - faschistisch regiert wurde und jegliche Opposition im Lande seit dem Bürgerkrieg 1934 ausgeschaltet war (was vor allem die Sozialdemokraten & Kommunisten zu spüren bekamen). Der bei vielen Österreichern eher ungeliebte Austrofaschismus führte gewiss zu einer Art Abstumpfung gegenüber demokratischer Ideen, zudem schielten nicht Wenige immer hoffnungsvoller zum großen Nachbarn Deutschland, wo seit Hitlers Machtübernahme (1933) alles besser zu werden schien. Massiv betriebene positive NS-Propaganda, die aus Deutschland nach Österreich schwappte, trug das ihre dazu bei, dass immer mehr Menschen einen Anschluss befürworteten oder einem solchen zumindest keineswegs abgeneigt waren...

---- Allgemeines ----
Die Geschichte, die gleichermaßen junge als auch ältere Erwachsene anspricht, handelt von einem Lehrer, der (wie man aber erst im Anhang erfährt) beginnt Tagebuch zu führen (obwohl er sich eigentlich nicht für wichtig genug dafür hält) und aus seiner Sicht (in Ich-Form) die Geschehnisse, von denen der Roman erzählt, zu schildern. Besagter Mann sieht sich einer zunehmend verrohten Jugend gegenüber, die in der giftigen Atmosphäre (oftmals von der Außenwelt positiv bewerteter) ns-ideologischer Gedankengutsverbreitung zum (gefügigen) Werkzeug für fatale Weltanschauungen und Ideen heranerzogen wird. Der humanistisch gesinnte Pädagoge kann mit den neuen Werten und Moralvorstellungen, die sämtliche Gesellschaftsschichten durchdringen, nichts anfangen. Vom Ersten Weltkrieg desillusioniert fällt es ihm zugleich aber auch schwer, an einen gerechten oder gar lieben Gott zu glauben, weshalb sich der Lehrer in einem existenziellen Dilemma (quasi in einer "Leere", wenn man so will) befindet.

---- Zum Inhalt (Achtung Spoilergefahr!) ----
Als er eines Tages Aufsätze korrigiert, empören ihn die abwertenden und rassistischen Kommentare eines Schülers, der schreibt, dass alle "Neger" (was damals allerdings noch das übliche & gebräuchliche Wort für Schwarzafrikaner war) hinterlistig, feig und faul wären. Der Lehrer streicht diese Aussage jedoch nicht rot an, da er meint, einem Schüler nichts vorwerfen zu können, was offiziell in den Medien des Landes verlautbart wird.
Bei der Rückgabe der Aufsätze macht der Unterrichtende den Schüler, der übrigens N heißt, aber darauf aufmerksam, dass Farbige auch Menschen seien. Daraufhin sucht der Vater des Schülers den Lehrer auf und rät ihm, solcherlei Bemerkungen zu unterlassen, wenn er seinen Job behalten wolle. In weiterer Folge verfasst die gesamte Klasse einen Beschwerdebrief, in dem eine neue Lehrperson erwünscht wird. Vom Direktor gedeckt, bleibt der Lehrer auf seinem Posten, der allerdings zunehmend die Freude an seinem Beruf verliert.
In dieser Zeit stirbt ein Schüler an Lungenentzündung, was den Pädagogen noch stärker an Gott zweifeln lässt. Am Begräbnis jenes Schülers fallen ihm erstmals die starrenden, kalten "Fischaugen" seines Schülers T auf, die ihm in Gedanken immer wieder kommen.
Schließlich begleitet der Lehrer seine Klasse auf ein Zeltlager, das verpflichtend stattfindet und zum Zwecke vormilitärischer Ertüchtigung dient (ähnlich den späteren HJ-Lagern). Dort überschlagen sich die Ereignisse. Ein Fotoapparat wird gestohlen, woraufhin der Pädagoge sich eines Schülertagebuchs bemächtigt, um seinem Verdacht nachzugehen. Betroffener Schüler (der Z) glaubt jedoch, einer seiner Kollegen (nämlich der N) hätte in seiner Privatsphäre herumgeschnüffelt und schwört bittere Rache. Der Lehrer, der sich seiner Tat schämt, wagt es nicht, vor versammelter Schülerschaft die Wahrheit zu sagen.
Nach einem Ausflug kommt der N nicht mehr zurück ins Lager. Er wird erschlagen im Wald aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf den Z und auf eine Bandenführerin (die sich ebenfalls in der Gegend herumtreibt) namens Eva, die der Z in seinem Tagebuch mehrmals erwähnt hat und in die er offenbar verliebt ist.
Es kommt zu einer Gerichtsverhandlung, in der Z alle Schuld auf sich nimmt, ohne jedoch Details zum Tathergang nennen zu können. Vieles spricht nun dafür, dass noch jemand am Tatort gewesen sein muss. Der Richter glaubt, Z würde nur gestehen, weil er damit Eva decken möchte.
In einer Verhandlungspause nimmt der Lehrer seinen Mut zusammen und bekennt sich endlich zum Tagebuchdiebstahl. Er erzählt, was er darin gelesen hat und bringt Eva dazu, ebenfalls auszusagen. Sie berichtet von einem Jungen mit Fischaugen, der den N erschlagen habe. Man glaubt ihr aber nicht und sie kommt in Gewahrsam, bis es zur Verhandlung ihres Falles kommt. Sofort muss der Lehrer dabei an den T denken, der sich später tatsächlich als Täter herausstellt und Suizid begeht.
Der Pädagoge verliert zwar seinen Posten, gewinnt jedoch wieder so etwas wie Vertrauen in Gott, der Ungerechtigkeit am Ende doch zu sühnen scheint. Unverhofft bekommt der Suspendierte bald darauf das Angebot, als Lehrer nach Afrika zu gehen, das dieser unverzüglich annimmt. Daraus resultiert der legendäre Schlusssatz vorliegenden Romans: "Der Neger (so der Spitzname des Lehrers bei den Schülern) fährt zu den Negern."

---- Fazit ----
"Jugend ohne Gott" ist ein kurzweiliger, nachdenklich stimmender Roman über Moral und fragwürdige Wertevermittlung, der auf sehr authentische Weise die Verhetzung einer ganzen Generation Jugendlicher aufarbeitet. Zugleich zeigt Horvath mit der Hauptfigur seiner Erzählung - dem Lehrer nämlich - auf, dass es durchaus alternative Denk- und Verhaltensmuster zur immer weiter um sich greifenden NS-Ideologie gab, diese allerdings zu Unannehmlichkeiten führten. Und wenn schon ein unabhängiger Mann ohne Frau und Kinder so schwer (aber dennoch gut nachvollziehbar) mit sich und seiner Umwelt zu ringen hat, um wie viel härter muss das dann für Väter, Mütter usf. gewesen sein?
Der Autor greift Themen wie Rassismus, Vorurteil & Moral (auf mehreren Ebenen) auf und schafft so in leicht verständlicher, klarer & eingängiger Sprache ein zeitloses Werk deutschsprachiger (österreichischer) Literatur.
Nicht umsonst werden Jahr für Jahr unzählige Schüler älteren Jahrgangs mit diesem Schmöker konfrontiert. Ich kann "Jugend ohne Gott" nur unbedingt weiterempfehlen und hoffe, dass noch viele kommende Generationen sich damit auseinandersetzen dürfen!

Meine Bewertung: +++++

Ein Klassiker deutschsprachiger Zwischenkriegs-Literatur!


Hans Werner Olm - Das Beste aus Olm unterwegs [2 DVDs]
Hans Werner Olm - Das Beste aus Olm unterwegs [2 DVDs]
DVD ~ Hans Werner Olm
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 19,62

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Derb & [dennoch] sehr unterhaltsam!, 21. Februar 2016
"Das Beste aus Olm unterwegs" bietet auf insgesamt 2 DVDs beste Unterhaltung für Erwachsene und ältere Jugendliche. Der freche Schelm, der hier sämtliche seiner Kultfiguren - allen voran natürlich die nicht mundlahme Luise Koschinsky - auf Reisen, innerhalb sowie außerhalb Deutschlands, schickt, hatte sich ja bereits mit vorangegangenen Programmen einen Namen gemacht. Vorliegende Sketche, die in halbstündigen Sendungen einst auf PRO 7 ausgestrahlt wurden, gehen in der Tat nicht selten auch deutlich unter die Gürtellinie, wobei man trotzdem eher herzhaft lachen, anstatt peinlich berührt sein wird.

Egal, ob zuvor besagte Dame aus Meppen sich in Österreichs Alpen erholt oder Wien, als selbsternannte legitime Habsburger-Nachfolgerin, einen Besuch abstattet, ob der pfiffige Hippie Iff mit seinen nervigen Hit-Parodien Teilnehmer des Berlin-Marathons aus der Fassung bringt oder sich am Ballermann bei manchem Urlauber, ob seiner Ehrlichkeit, unbeliebt macht, ob der möchtegernreiche Gunther Terbrüggen mit politisch höchst unkorrekten Ausbeutersprüchen aufwartet... -- irgendwann ist der Bann gebrochen und man lacht einfach drauflos. Bei aller Anstößigkeit, die ich teils schon nachvollziehen kann, strahlen Olms aberwitzige, skurrile Figuren (die dennoch aus dem Leben gegriffen sind und einem gerade deshalb nur allzu vertraut erscheinen) auf gewisse Weise einen Charme aus, den man ihnen - wie ich finde - nicht so ohne weiters absprechen kann/darf.

Ich habe den Komiker, Kabarettisten und Showmaster ehrlich gesagt vorher nicht bzw. nur beiläufig gekannt und bin über einen Bekannten auf ihn - eben über zuvor besagte Serie - gestoßen. Auch meine Frau findet die Sketche amüsant und die ist normalerweise nicht so leicht für schrägen, abgedrehten Humor zu begeistern wie meine Wenigkeit.

Jedenfalls glaube ich, dass "Das Beste aus Olm unterwegs" beste & leichtbekömmliche Unterhaltung bietet, die zwar teils etwas gewagt und derb anmutet, aber dennoch nie gänzlich "daneben" auf mich wirkt. Wenn man genau aufpasst, verbirgt sich hinter so mancher Pointe auch ein bisschen Sozialkritik bzw. werden (damals) aktuelle sowie auch zeitlose politisch-gesellschaftliche Gegebenheiten unverblümt aufs Korn genommen (z.B., wenn der dauerkranke Jürgen Kallischewski aus Einsparungsgründen von der Krankenkassa zum Tierarzt weitervermittelt wird). Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch ganze 5 Sterne hierfür vergeben!

Kurz: sehr unterhaltsam & kurzweilig

P.S. Abschließend möchte ich noch die hierin vorkommenden Charaktere kurz auflisten:
- Luise Koschinsky (wortgewaltige "Wuchtbrumme" aus Meppen & Olm-Kultfigur Nr. 1)
- Hardi Mosleitner (österreichischer Modefotograf mit zweifelhaftem Charme)
- Gunther Terbrüggen (Mittelständler mit unverdrossenen Ausbeutersprüchen, der immer Ost-Sklaven an seiner Seite hat)
- Jürgen Kallischewski (kettenrauchender Kranker, der über seinen steten Verfall monologisiert)
- Bademeister Bernd (ein Macho wie er im Buche steht)
- Iff (alternder Hippie aus Berlin, der bekannte Melodien zu gegebenen Anlässen frech umtextet)
- Das cholerische Ehepaar (trägt in aller Öffentlichkeit intime Beziehungsstreitigkeiten lautstark aus)
- Paul Schrader (reicher Gewürzmagnat, der sich unter die Reichen & Schönen des Landes begibt)
- Scharte, der Rocker (gitarrenwürgender Alt-Rocker, der immer noch auf seinen großen Durchbruch wartet - ist nur in einer Episode vertreten)
- Günni Schwagalla (lässt eine Auserwählte von einem Kumpel "pimpen", damit sie zu seinem Auto passt & er etwas zum Herzeigen hat)
- Der Schwule (versucht durch gespielte Homosexualität bei Frauen älteren & jüngeren Jahrgangs zu landen)

Ein mit Vorurteilen behafteter Makler, der Interessenten offen seine persönlichen Abneigung zeigt sowie ein Autoverkäufer sind daneben auch noch vertreten.

Wir haben beim 2. Schaudurchgang mindestens ebenso viel gelacht wie beim ersten Mal!

Meine Bewertung: +++++


Cross Road: The best of Bon Jovi
Cross Road: The best of Bon Jovi
Preis: EUR 8,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Sammler und/oder Nicht-Fans sehr empfehlenswert!, 21. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cross Road: The best of Bon Jovi (Audio CD)
Trotz einer Vielzahl an echten Welthits, von denen man als Autofahrer auch gegenwärtig auf diversen Mainstreamradiosendern "heimgesucht" wird, hat mich Bon Jovi ehrlich gesagt nie vollends in den Bann gezogen oder besonders begeistert. Liegt wohl ganz einfach am subjektiven Geschmacksempfinden meinerseits - Fans bitte ich hiermit also um Nachsicht!
Da man als Musiksammler an rockhistorisch bedeutenden (und wirklich starken) Tracks wie z.B. "Runaway", "Livin' On A Prayer" oder "Always" aber freilich dennoch nicht vorbeikommt, habe ich den - zugegebenermaßen wenig riskanten - "Kompromiss" gewagt und mir vorliegende Scheibe zugelegt.

Freilich werden Fans da ihre Nasen rümpfen und darauf hinweisen, dass es da unendlich viele essenzielle Studioalben gibt. Als Nicht-Fan, der ich bin - so glaube ich - habe ich allerdings einen Goldgriff getan. "Cross Road" ist ein früher Sampler, der lediglich bis ins Jahr 1994 reicht, wodurch aber (aus meiner Sicht) dankenswerter Weise spätere Hit-Songs, wie z.B. "It's My Life" usw., die ich wirklich nicht mehr hören kann und will, ausgespart bleiben.
Meines Erachtens tummeln sich hierauf also tatsächlich die wichtigsten und auch besten Titel des Rockstars, die einen kompakten und dennoch breiten Überblick über das Schaffen des Künstlers bzw. der Band bieten. Freilich "fehlen" auf der Scheibe naturgemäß etwaige Lieblingssongs der Fans, was aber bei Zusammenstellungen solcher Art jedoch ein altbekanntes Dilemma ist und sich einfach nicht vermeiden lässt.

Fazit: Für mich bietet "Crossroads" genau die richtige Dosis Bon Jovi. Hierauf findet man, egal ob musiksammelnder Nicht-Fan oder unentschlossener Einsteiger, alle essenziellen Titel des US-Rockers. Noch dazu ist vorliegende Compilation gut, also flüssig und kompakt, zusammengestellt worden, was einen angenehmen Hörgenuss garantiert. Über den Sound bzw. die Produktion des Silberlings könnte ich ebenfalls nichts Schlechtes sagen.

Kurzum: Eine sinnvolle & schöne Bereicherung fürs Rock-CD-Regal und meines Erachtens - immer noch - der beste Bon-Jovi-Sampler am Markt. Deshalb: Zugreifen, liebe Freunde guter Musik & viel Freude damit!

Mein Urteil: +++++


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