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Beiträge von Michael Krauts...
Top-Rezensenten Rang: 836
Hilfreiche Bewertungen: 3153

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Rezensionen verfasst von
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Neufeld an der Leitha, Bgld)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Jugend ohne Gott
Jugend ohne Gott
von Ödön von Horváth
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloser Roman über Moral & Machtlosigkeit!, 29. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Jugend ohne Gott (Taschenbuch)
---- Zum Hintergrund des Buches ----
"Jugend ohne Gott" war Ödön von Horvaths dritter Roman und entstand im Jahr 1937, also ein knappes Jahr bevor Österreich Teil NS-Deutschlands wurde. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Österreich seit 1933 - nach der Ausschaltung des Parlaments - faschistisch regiert wurde und jegliche Opposition im Lande seit dem Bürgerkrieg 1934 ausgeschaltet war (was vor allem die Sozialdemokraten & Kommunisten zu spüren bekamen). Der bei vielen Österreichern eher ungeliebte Austrofaschismus führte gewiss zu einer Art Abstumpfung gegenüber demokratischer Ideen, zudem schielten nicht Wenige immer hoffnungsvoller zum großen Nachbarn Deutschland, wo seit Hitlers Machtübernahme (1933) alles besser zu werden schien. Massiv betriebene positive NS-Propaganda, die aus Deutschland nach Österreich schwappte, trug das ihre dazu bei, dass immer mehr Menschen einen Anschluss befürworteten oder einem solchen zumindest keineswegs abgeneigt waren...

---- Allgemeines ----
Die Geschichte, die gleichermaßen junge als auch ältere Erwachsene anspricht, handelt von einem Lehrer, der (wie man aber erst im Anhang erfährt) beginnt Tagebuch zu führen (obwohl er sich eigentlich nicht für wichtig genug dafür hält) und aus seiner Sicht (in Ich-Form) die Geschehnisse, von denen der Roman erzählt, zu schildern. Besagter Mann sieht sich einer zunehmend verrohten Jugend gegenüber, die in der giftigen Atmosphäre (oftmals von der Außenwelt positiv bewerteter) ns-ideologischer Gedankengutsverbreitung zum (gefügigen) Werkzeug für fatale Weltanschauungen und Ideen heranerzogen wird. Der humanistisch gesinnte Pädagoge kann mit den neuen Werten und Moralvorstellungen, die sämtliche Gesellschaftsschichten durchdringen, nichts anfangen. Vom Ersten Weltkrieg desillusioniert fällt es ihm zugleich aber auch schwer, an einen gerechten oder gar lieben Gott zu glauben, weshalb sich der Lehrer in einem existenziellen Dilemma (quasi in einer "Leere", wenn man so will) befindet.

---- Zum Inhalt (Achtung Spoilergefahr!) ----
Als er eines Tages Aufsätze korrigiert, empören ihn die abwertenden und rassistischen Kommentare eines Schülers, der schreibt, dass alle "Neger" (was damals allerdings noch das übliche & gebräuchliche Wort für Schwarzafrikaner war) hinterlistig, feig und faul wären. Der Lehrer streicht diese Aussage jedoch nicht rot an, da er meint, einem Schüler nichts vorwerfen zu können, was offiziell in den Medien des Landes verlautbart wird.
Bei der Rückgabe der Aufsätze macht der Unterrichtende den Schüler, der übrigens N heißt, aber darauf aufmerksam, dass Farbige auch Menschen seien. Daraufhin sucht der Vater des Schülers den Lehrer auf und rät ihm, solcherlei Bemerkungen zu unterlassen, wenn er seinen Job behalten wolle. In weiterer Folge verfasst die gesamte Klasse einen Beschwerdebrief, in dem eine neue Lehrperson erwünscht wird. Vom Direktor gedeckt, bleibt der Lehrer auf seinem Posten, der allerdings zunehmend die Freude an seinem Beruf verliert.
In dieser Zeit stirbt ein Schüler an Lungenentzündung, was den Pädagogen noch stärker an Gott zweifeln lässt. Am Begräbnis jenes Schülers fallen ihm erstmals die starrenden, kalten "Fischaugen" seines Schülers T auf, die ihm in Gedanken immer wieder kommen.
Schließlich begleitet der Lehrer seine Klasse auf ein Zeltlager, das verpflichtend stattfindet und zum Zwecke vormilitärischer Ertüchtigung dient (ähnlich den späteren HJ-Lagern). Dort überschlagen sich die Ereignisse. Ein Fotoapparat wird gestohlen, woraufhin der Pädagoge sich eines Schülertagebuchs bemächtigt, um seinem Verdacht nachzugehen. Betroffener Schüler (der Z) glaubt jedoch, einer seiner Kollegen (nämlich der N) hätte in seiner Privatsphäre herumgeschnüffelt und schwört bittere Rache. Der Lehrer, der sich seiner Tat schämt, wagt es nicht, vor versammelter Schülerschaft die Wahrheit zu sagen.
Nach einem Ausflug kommt der N nicht mehr zurück ins Lager. Er wird erschlagen im Wald aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf den Z und auf eine Bandenführerin (die sich ebenfalls in der Gegend herumtreibt) namens Eva, die der Z in seinem Tagebuch mehrmals erwähnt hat und in die er offenbar verliebt ist.
Es kommt zu einer Gerichtsverhandlung, in der Z alle Schuld auf sich nimmt, ohne jedoch Details zum Tathergang nennen zu können. Vieles spricht nun dafür, dass noch jemand am Tatort gewesen sein muss. Der Richter glaubt, Z würde nur gestehen, weil er damit Eva decken möchte.
In einer Verhandlungspause nimmt der Lehrer seinen Mut zusammen und bekennt sich endlich zum Tagebuchdiebstahl. Er erzählt, was er darin gelesen hat und bringt Eva dazu, ebenfalls auszusagen. Sie berichtet von einem Jungen mit Fischaugen, der den N erschlagen habe. Man glaubt ihr aber nicht und sie kommt in Gewahrsam, bis es zur Verhandlung ihres Falles kommt. Sofort muss der Lehrer dabei an den T denken, der sich später tatsächlich als Täter herausstellt und Suizid begeht.
Der Pädagoge verliert zwar seinen Posten, gewinnt jedoch wieder so etwas wie Vertrauen in Gott, der Ungerechtigkeit am Ende doch zu sühnen scheint. Unverhofft bekommt der Suspendierte bald darauf das Angebot, als Lehrer nach Afrika zu gehen, das dieser unverzüglich annimmt. Daraus resultiert der legendäre Schlusssatz vorliegenden Romans: "Der Neger (so der Spitzname des Lehrers bei den Schülern) fährt zu den Negern."

---- Fazit ----
"Jugend ohne Gott" ist ein kurzweiliger, nachdenklich stimmender Roman über Moral und fragwürdige Wertevermittlung, der auf sehr authentische Weise die Verhetzung einer ganzen Generation Jugendlicher aufarbeitet. Zugleich zeigt Horvath mit der Hauptfigur seiner Erzählung - dem Lehrer nämlich - auf, dass es durchaus alternative Denk- und Verhaltensmuster zur immer weiter um sich greifenden NS-Ideologie gab, diese allerdings zu Unannehmlichkeiten führten. Und wenn schon ein unabhängiger Mann ohne Frau und Kinder so schwer (aber dennoch gut nachvollziehbar) mit sich und seiner Umwelt zu ringen hat, um wie viel härter muss das dann für Väter, Mütter usf. gewesen sein?
Der Autor greift Themen wie Rassismus, Vorurteil & Moral (auf mehreren Ebenen) auf und schafft so in leicht verständlicher, klarer & eingängiger Sprache ein zeitloses Werk deutschsprachiger (österreichischer) Literatur.
Nicht umsonst werden Jahr für Jahr unzählige Schüler älteren Jahrgangs mit diesem Schmöker konfrontiert. Ich kann "Jugend ohne Gott" nur unbedingt weiterempfehlen und hoffe, dass noch viele kommende Generationen sich damit auseinandersetzen dürfen!

Meine Bewertung: +++++

Ein Klassiker deutschsprachiger Zwischenkriegs-Literatur!


Der Sinn des Lebens - 30th Anniversary Edition [Blu-ray]
Der Sinn des Lebens - 30th Anniversary Edition [Blu-ray]
DVD ~ John Cleese
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 10,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophisch & skurril - der letzte Python-Film..., 29. Februar 2016
..."Der Sinn des Lebens" stammt aus dem Jahr 1983 und ist bis heute vermutlich der umstrittenste Streifen der britischen Kult-Blödel-Truppe.
Ein letztes Mal in Vollbesetzung loten die frechen & bösen Blasphemiker die Grenzen des guten Geschmacks aus und begeben sich dabei auf die Suche nach dem Sinn des Lebens - und nichts weniger!

Quasi als Vorspann bekommt man einen rund 15minütigen Kurzfilm (der angeblich mehr gekostet hat als die gesamte restliche Produktion) von Terry Gilliam serviert, der schonungslos die Auswüchse des Kapitalismus aufs Korn nimmt: Alte Menschen, die vom Arbeitsprozess ausgemustert werden sollen, beginnen zu meutern und begeben sich im Stile von Piraten zu den Finanzzentren der Welt, um diese nach und nach dem Erdboden gleichzumachen, bis man schließlich an den Rand der Erde gelangt, die dummerweise eine Scheibe ist, und abstürzt...
Dann beginnt der eigentliche Hauptstrang, der in 7 großen Kapiteln (die ihrerseits meist wieder unterteilt sind) - von der Geburt bis zum Tod und sogar darüber hinaus - natürlich keine näheren bzw. genaueren Rückschlüsse/Erkenntnisse bez. des Sinnes des Lebens mit sich bringt, außer - wie am Ende preisgegeben wird -, dass man u.a. ab und zu mal ein gutes Buch lesen und nett zu seinen Nachbarn sein soll...
Im Zuge des skurrilen und aberwitzigen Spektakels werden die Lachmuskeln mit Hilfe von Sketchen an ihre Grenzen gebracht. So wird das Wunder der Geburt unter 2 völlig verschiedenen Gesichtspunkten erläutert. Zuerst wird in einem Wohlfahrtsstaat ein Kind zur Welt gebracht, wobei vor allem die eitlen Ärzte und teuer angekaufte (aber offenbar nutzlose) Geräte - und nicht etwa die Mutter - im Vordergrund des Geschehens stehen. Die Frau wird nach der Entbindung sogar allein im Kreißsaal zurückgelassen - schließlich hat sie ihre Pflicht erfüllt und ist nun aus wirtschaftlicher Sicht nutzlos. Dann bekommt man - Szenen-, Zeiten- & Schauplatzwechsel - eine äußerst kinderreiche Familie in ärmlichen Verhältnissen zu sehen, deren Eltern - aufgrund praktiziertem Katholizismus - jegliche Form von Verhütung ablehnen (was mittels musicalartiger Einlage auch genauer erläutert wird). Ein protestantischer Nachbar der Familie lässt sich erzürnt über diese nichtsnutzigen Katholiken aus und hält einen brennenden Monolog über die Freiheit seines Sexuallebens, das er Dank seiner Religion so auslegen darf, wie er möchte (allerdings offenbar nicht wirklich existiert), während seine Frau danebensitzt und ihn fragt, warum er denn nicht öfter körperliche Nähe suchen würde...
Ähnlich frech & schonungslos geht es weiter. Hier folgt tatsächlich ein Highlight dem nächsten, wobei (mir) vor allem noch der sehr freizügige Aufklärungsunterricht an einer Hochschule (der Lehrer (J. Cleese) vollzieht den Geschlechtsakt mit seiner Frau im Rahmen des Unterrichts) besonders hervorhebenswert erscheint sowie eine Organspende, die am lebenden Spendenausweisbesitzer vollzogen wird und ein fettleibiger Restaurantbesucher, der sich unentwegt übergibt, dennoch die ganze Karte bestellt (alles zusammengemixt) und solange in sich hineinfrisst, bis er platzt. Auch der Tod wird thematisiert, der in Sensenmanngestalt in eine illustre Abendgesellschaft platzt, die dem schwarzen Mann Löcher in den Bauch frägt und vollquasselt, bis dieser schließlich die Geduld verliert...

Tatsächlich, so glaube ich, muss man den Streifen einfach gesehen haben. Es ist schwierig, seine Wirkung in Worte zu fassen.
In jedem Fall bin ich ein großer Befürworter des Films. Ich finde sogar, dass er manchmal etwas unterschätzt wird.
Vom Produktionsaufwand her dürfte "Der Sinn des Lebens" das aufwändigste & teuerste Projekt der Monty Pythons gewesen sein (Dank sei den erfolgreichen Vorgängerwerken), was sich an manchen Effekten/Tricks und den wechselnden Requisiten zeigt (freilich ist Geld bei weitem dennoch nicht alles, was gute Filme ausmacht).
Wer die Monty Pythons mag oder generell etwas mit skurrilem, schwarzen Humor anzufangen weiß, der kann hier beruhigt zugreifen.

Macht aus meiner Sicht 5 Sterne +++++

P.S. Meines Erachtens ist schon alleine der Hauptfilm den Kauf wert. Die großzügigen Extras sind ganz nett, aber vermutlich nicht wirklich essenziell, abgesehen von den entfallenen Szenen vielleicht.

Sehr unterhaltsam, auch wenn man dem Sinn des Lebens am Ende freilich nicht entscheidend nähergekommen sein mag ;)


Der Fremde im Zug [Blu-ray]
Der Fremde im Zug [Blu-ray]
DVD ~ Leo G. Carroll
Preis: EUR 8,97

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Story bzw. Idee, mäßig inszeniert!, 29. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde im Zug [Blu-ray] (Blu-ray)
Bevor ich mich hier mit sämtlichen Fans des Films verfeinde und als böser Querulant in Erscheinung trete, sollte ich vorweg fairerweise darauf hinweisen, dass ich mir vorliegenden Streifen erst relativ spät zu Gemüte geführt habe. Ich hatte im Vorfeld bereits viele andere Werke aus meiner (dennoch lückenhaften) Hitchcock-Sammlung gesehen, weshalb es das 1951 erschienene "Der Fremde im Zug" verhältnismäßig schwerer hatte, mich zu beeindrucken. Dass A. Hitchcock generell einer der größten Filmemacher aller Zeiten war, steht für mich jedoch außer Frage. Seinen hervorragenden Ruf genießt der Master of Suspense mit Sicherheit völlig zurecht.
Vorliegender Streifen hat mich aber, wie gesagt, dennoch nicht vollends überzeugen können...

Trotzdem - und dabei bleibe ich - ist der Plot des Films grundsätzlich genial bzw. sehr ansprechend.
Zwei Männer, die jeweils jemanden in ihrem Leben haben, den sie gerne loswerden möchten, begegnen einander im Zug und kommen ins Reden. Bruno Anthony (Robert Walker) macht Guy Haines (Farley Granger), einem erfolgreichen Tennisspieler, den ungeheuerlichen Vorschlag, die Rollen als Mörder zu tauschen, da so jegliches Motiv fehlte und die Polizei bei Nachforschungen somit keinerlei Anhaltspunkte hätte.
Guy lehnt die verrückte Idee ab, wird den aufdringlichen Bekannten dummerweise aber nicht mehr los, der ihn daraufhin stets erpresst.
In einem für Hitchcock nicht unytpischen Finale geht das wohl spannendste Tennismatch der Filmgeschichte vonstatten und später kommt es schließlich zum großen, schwindelerregenden Showdown auf einem Karussell. Mehr werde ich jedoch nicht verraten... ;)

Obwohl das 1951 erschienene "Strangers On A Train" als absoluter Kultklassiker gilt und Hitchcock selbstverständlich ein großartiger Regisseur von Welt war, gehört vorliegender Streifen für mich nicht zu den Glanzwerken des Masters of Suspense.
Ehrlich gesagt habe ich die Inszenierung stellenweise etwas mau & uninspiriert gefunden und auch die Schauspieler konnten mich nicht (wenngleich sie freilich dennoch passabel spielen) restlos überzeugen.
Trotz der grandios anmutenden Story und trotz vieler hitchcocktypischer Elemente ist vorliegender Film in meinen Augen selbst für Fans nicht unbedingt ein Pflichtkauf. Schlecht ist "Der Fremde im Zug" selbstverständlich trotzdem nicht. (Muss man ggf. halt abwägen.)

Auch, wenn's sehr subjektiv sein mag, tendiere ich hier einmal zu einer strengeren Bewertung und vergebe letztlich 3 Sterne für dieses insgesamt (in meinen Augen) eher überschätzte Werk des britischen Meisterregisseurs.

OK, aber nicht überragend, daher: +++

P.S. Gewiss hat man es hier mit einem Kult-Klassiker der Kinogeschichte zu tun, an dem Cineasten nur schwer vorbeikommen werden, Hitchcock-Filme gibt's aber einige bessere und essenziellere (u.a. "Saboteure", "Cocktail für eine Leiche", "Immer Ärger mit Harry", "Vertigo", "Der unsichtbare Dritte", "Psycho" oder "Familiengrab" - um abschließend persönliche Favoriten zu nennen).


Der Pate II (Restauriert)
Der Pate II (Restauriert)
DVD ~ Al Pacino
Wird angeboten von schnuppie83
Preis: EUR 7,48

5.0 von 5 Sternen Das Highlight der Kult-Saga!, 29. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Pate II (Restauriert) (DVD)
Für mich - aber auch für seriöse Kritiker - ist der 2. Teil der Pate-Trilogie das Aushängeschild des Mafia-Epos (wobei der Vorgänger freilich auch absolut kultig & sehenswert ist).
Mit 6 Oscar-Auszeichnungen war die Fortsetzung sogar erfolgreicher als Teil 1 und Coppola, dem künstlerische Freiheit sowie beträchtliche Tantiemen zugesagt worden waren, konnte durch den großen kommerziellen Erfolg des Films finanzielle Probleme, die trotz vorhergehender Erfolge bestanden, endgültig hinter sich lassen.

Obwohl "The Godfather: Part II" mit seinen rund 200 Minuten Spielzeit episch angelegt ist, wirkt der Film überraschend kurzweilig & unpompös (außer natürlich in den richtigen Momenten).
Erzählt wird in zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen, wobei einerseits die Geschichte des Gründers des Corleone-Clans, nämlich dem italienischstämmigen Vito (Robert de Niro), aufgerollt wird, während gleichzeitig gezeigt wird, wie sein Erbe Michael (Al Pacino) seine Macht festigt und ausweitet. Er dehnt seinen Einflussbereich sogar bis nach Kuba aus, wo allerdings große politische Umwälzungen im Gange sind (was teils auch sehr überzeugend bzw. verblüffend authentisch, wenn auch nur am Rande, gezeigt wird). Einhergehend mit der Machtvergrößerung macht sich jedoch auch ein moralischer Verfall erkennbar, der durch den steten - eben parallel verlaufenden - Rückblendenvergleich mit Don Vito, der alles aufbaut, umso deutlicher hervorsticht (obwohl auch der keineswegs zimperlich zu Werke ging).

Wie zu Beginn schon angesprochen halte ich diesen 2. Teil der Pate-Trilogie für den herausragendsten, weil er meines Erachtens tiefer & durchdringender die Korruption der Macht samt völligem moralischen Verfall zeigt, als etwa der (dennoch tolle) 1. Teil.
Der sehr viel später gedrehte 3. Teil ist überhaupt eher nur mehr als eine Art Draufgabe zu sehen, wie ich finde.
Dennoch würde ich Neugieriggewordenen empfehlen, alle 3 Teile der Saga in chronologisch korrekter Abfolge zu schauen (da gibt's inzwischen hübsche Sammelboxen zu recht vernünftigen Preisen!).
Tatsächlich ist die komplette Trilogie sehenswert, wobei selbst nicht so eingefleischte Fans zumindest die ersten beiden Teile gesehen haben sollten...

Ganz großes Kino mit ausgezeichneter Besetzung!

Meine Bewertung: +++++


Der Pate 2 [Blu-ray]
Der Pate 2 [Blu-ray]
DVD ~ Al Pacino
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Highlight der Kult-Saga!, 29. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Pate 2 [Blu-ray] (Blu-ray)
Für mich - aber auch für seriöse Kritiker - ist der 2. Teil der Pate-Trilogie das Aushängeschild des Mafia-Epos (wobei der Vorgänger freilich auch absolut kultig & sehenswert ist).
Mit 6 Oscar-Auszeichnungen war die Fortsetzung sogar erfolgreicher als Teil 1 und Coppola, dem künstlerische Freiheit sowie beträchtliche Tantiemen zugesagt worden waren, konnte durch den großen kommerziellen Erfolg des Films finanzielle Probleme, die trotz vorhergehender Erfolge bis dahin bestanden, endgültig hinter sich lassen.

Obwohl "The Godfather: Part II" mit seinen rund 200 Minuten Spielzeit episch angelegt ist, wirkt der Film überraschend kurzweilig & unpompös (außer natürlich in den richtigen Momenten).
Erzählt wird in zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen, wobei einerseits die Geschichte des Gründers des Corleone-Clans, nämlich dem italienischstämmigen Vito (Robert de Niro), aufgerollt wird, während gleichzeitig gezeigt wird, wie sein Erbe Michael (Al Pacino) seine Macht festigt und ausweitet. Er dehnt seinen Einflussbereich sogar bis nach Kuba aus, wo allerdings große politische Umwälzungen im Gange sind (was teils auch sehr überzeugend bzw. verblüffend authentisch, wenn auch nur am Rande, gezeigt wird). Einhergehend mit der Machtvergrößerung macht sich jedoch auch ein moralischer Verfall erkennbar, der durch den steten - eben parallel verlaufenden - Rückblendenvergleich mit Don Vito, der alles aufbaut, umso deutlicher hervorsticht (obwohl auch der keineswegs zimperlich zu Werke ging).

Wie zu Beginn schon angesprochen, halte ich diesen 2. Teil der Pate-Trilogie für den herausragendsten, weil er meines Erachtens tiefer & durchdringender die Korruption der Macht samt völligem moralischen Verfall zeigt, als etwa der (dennoch tolle) 1. Teil.
Der sehr viel später gedrehte 3. Teil ist überhaupt eher nur mehr als eine Art Draufgabe zu sehen, wie ich finde.
Dennoch würde ich Neugieriggewordenen empfehlen, alle 3 Teile der Saga in chronologisch korrekter Abfolge zu schauen (da gibt's inzwischen hübsche Sammelboxen zu recht vernünftigen Preisen!).
Tatsächlich ist die komplette Trilogie sehenswert, wobei selbst nicht so eingefleischte Fans zumindest die ersten beiden Teile gesehen haben sollten...

Ganz großes Kino mit ausgezeichneter Besetzung!

Meine Bewertung: +++++


Das Fest Des Huhnes
Das Fest Des Huhnes
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 12,76

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstverständnis vs. Fremdwahrnehmung - äußerst witzig & ebenso wertvoll!, 29. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Fest Des Huhnes (DVD-Audio)
Ein fiktiver afrikanischer Fernsehsender möchte eine Dokumentation über die Sitten & Gebräuche der Eingeborenen des Alpenraums drehen. Also begibt sich ein kleines Filmteam ins ländliche Österreich und macht dort viele interessante und aufschlussreiche Entdeckungen, wobei die Dinge aus dem Kulturverständnis der Afrikaner beleuchtet werden, woraus ein angenehm-lustiger (manchmal auch peinlich berührender) Gegenpart zum oftmals eurozentrischen Weltbild resultiert, der einerseits hochamüsant ist, andererseits aber auch zum Nachdenken anregt.

So beobachtet das exotische Drehteam z.B. die (aus ihrer Sicht) seltsamen Freizeitgewohnheiten der Mitteleuropäer, die nur so zum Spaß mit dem Rad durch die Gegend fahren oder am liebsten uniformiert und im Gleichschritt ihren Stammesritualen nachgehen (Stichwort: Musikverein).
Zudem findet man heraus, dass die Männer der primitiven Alpenbewohner - so wie im fiktiven afrikanischen Land auch - polygam sind, also Beziehungen zu mehreren Frauen pflegen, wobei die Hauptfrau - anders als in Afrika üblich - davon nicht in Kenntnis gesetzt wird.
Höhepunkt ist schließlich die aberwitzige, teils sogar beschämende Analyse eines Zeltfestes, bei dem weit über den Durst getrunken, geschunkelt und gegrölt wird. Nachdem man den Sinn dieser Veranstaltung lange nicht nachvollziehen kann, kommt man (am darauffolgenden Sonntag) zu dem Schluss, dass das rauschende Fest - aufgrund des massiven Brathähnchenkonsums - offenbar dem Huhn geweiht sein muss -- daher kommt dann auch der Titel des Films...

Resümee: Tatsächlich ist vorliegender Halbdokumentarfilm aus dem Jahr 1992 in vielerlei Hinsicht einzigartig. Ich persönlich glaube, dass hier ein großartiger Beitrag zum kulturellen Selbst- und Fremdverständnis gelungen ist, der sich ein sehr viel breiteres Publikum und weit mehr Bekanntheit verdient hätte.
Obwohl vorliegendes Werk nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, halte ich es nach wie vor für sehr zeitlos und deshalb auch ansprechend.
Ich hoffe, auf diesem Wege wenigstens den einen oder anderen Neugieriggewordenen zu erreichen, der sich "Das Fest des Huhnes" zu Gemüte führt und dann eventuell vielleicht sogar Bekannten & Freunden weiterempfiehlt!

Wenngleich man es hier aus filmtechnischer Sicht gewiss mit keinem bahnbrechendem Streifen zu tun hat, ist er seiner Idee & Herangehensweise wegen äußerst innovativ.

Meine Bewertung: +++++

Prädikat: WERTVOLL


Das Fest des Huhnes
Das Fest des Huhnes
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 10,79

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstverständnis vs. Fremdwahrnehmung - äußerst witzig & ebenso wertvoll!, 29. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Fest des Huhnes (DVD)
Ein fiktiver afrikanischer Fernsehsender möchte eine Dokumentation über die Sitten & Gebräuche der Eingeborenen des Alpenraums drehen. Also begibt sich ein kleines Filmteam ins ländliche Österreich und macht dort viele interessante und aufschlussreiche Entdeckungen, wobei die Dinge aus dem Kulturverständnis der Afrikaner beleuchtet werden, woraus ein angenehm-lustiger (manchmal auch peinlich berührender) Gegenpart zum oftmals eurozentrischen Weltbild resultiert, der einerseits hochamüsant ist, andererseits aber auch zum Nachdenken anregt.

So beobachtet das exotische Drehteam z.B. die (aus ihrer Sicht) seltsamen Freizeitgewohnheiten der Mitteleuropäer, die nur so zum Spaß mit dem Rad durch die Gegend fahren oder am liebsten uniformiert und im Gleichschritt ihren Stammesritualen nachgehen (Stichwort: Musikverein).
Zudem findet man heraus, dass die Männer der primitiven Alpenbewohner - so wie im fiktiven afrikanischen Land auch - polygam sind, also Beziehungen zu mehreren Frauen pflegen, wobei die Hauptfrau - anders als in Afrika üblich - davon nicht in Kenntnis gesetzt wird.
Höhepunkt ist schließlich die aberwitzige, teils sogar beschämende Analyse eines Zeltfestes, bei dem weit über den Durst getrunken, geschunkelt und gegrölt wird. Nachdem man den Sinn dieser Veranstaltung lange nicht nachvollziehen kann, kommt man (am darauffolgenden Sonntag) zu dem Schluss, dass das rauschende Fest - aufgrund des massiven Brathähnchenkonsums - offenbar dem Huhn geweiht sein muss -- daher kommt dann auch der Titel des Films...

Resümee: Tatsächlich ist vorliegender Halbdokumentarfilm aus dem Jahr 1992 in vielerlei Hinsicht einzigartig. Ich persönlich glaube, dass hier ein großartiger Beitrag zum kulturellen Selbst- und Fremdverständnis gelungen ist, der sich ein sehr viel breiteres Publikum und weit mehr Bekanntheit verdient hätte.
Obwohl vorliegendes Werk nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, halte ich es nach wie vor für sehr zeitlos und deshalb auch ansprechend.
Ich hoffe, auf diesem Wege wenigstens den einen oder anderen Neugieriggewordenen zu erreichen, der sich "Das Fest des Huhnes" zu Gemüte führt und dann eventuell vielleicht sogar Bekannten & Freunden weiterempfiehlt!

Wenngleich man es hier aus filmtechnischer Sicht gewiss mit keinem bahnbrechendem Streifen zu tun hat, ist er seiner Idee & Herangehensweise wegen äußerst innovativ.

Meine Bewertung: +++++

Prädikat: WERTVOLL


Das Fest des Huhnes
Das Fest des Huhnes
DVD ~ Walter Wippersberg
Wird angeboten von herr_der_filme
Preis: EUR 11,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstverständnis vs. Fremdwahrnehmung - äußerst witzig & ebenso wertvoll!, 29. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Fest des Huhnes (DVD)
Ein fiktiver afrikanischer Fernsehsender möchte eine Dokumentation über die Sitten & Gebräuche der Eingeborenen des Alpenraums drehen. Also begibt sich ein kleines Filmteam ins ländliche Österreich und macht dort viele interessante und aufschlussreiche Entdeckungen, wobei die Dinge aus dem Kulturverständnis der Afrikaner beleuchtet werden, woraus ein angenehm-lustiger (manchmal auch peinlich berührender) Gegenpart zum oftmals eurozentrischen Weltbild resultiert, der einerseits hochamüsant ist, andererseits aber auch zum Nachdenken anregt.

So beobachtet das exotische Drehteam z.B. die (aus ihrer Sicht) seltsamen Freizeitgewohnheiten der Mitteleuropäer, die nur so zum Spaß mit dem Rad durch die Gegend fahren oder am liebsten uniformiert und im Gleichschritt ihren Stammesritualen nachgehen (Stichwort: Musikverein).
Zudem findet man heraus, dass die Männer der primitiven Alpenbewohner - so wie im fiktiven afrikanischen Land auch - polygam sind, also Beziehungen zu mehreren Frauen pflegen, wobei die Hauptfrau - anders als in Afrika üblich - davon nicht in Kenntnis gesetzt wird.
Höhepunkt ist schließlich die aberwitzige, teils sogar beschämende Analyse eines Zeltfestes, bei dem weit über den Durst getrunken, geschunkelt und gegrölt wird. Nachdem man den Sinn dieser Veranstaltung lange nicht nachvollziehen kann, kommt man (am darauffolgenden Sonntag) zu dem Schluss, dass das rauschende Fest - aufgrund des massiven Brathähnchenkonsums - offenbar dem Huhn geweiht sein muss -- daher kommt dann auch der Titel des Films...

Resümee: Tatsächlich ist vorliegender Halbdokumentarfilm aus dem Jahr 1992 in vielerlei Hinsicht einzigartig. Ich persönlich glaube, dass hier ein großartiger Beitrag zum kulturellen Selbst- und Fremdverständnis gelungen ist, der sich ein sehr viel breiteres Publikum und weit mehr Bekanntheit verdient hätte.
Obwohl vorliegendes Werk nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, halte ich es nach wie vor für sehr zeitlos und deshalb auch ansprechend.
Ich hoffe, auf diesem Wege wenigstens den einen oder anderen Neugieriggewordenen zu erreichen, der sich "Das Fest des Huhnes" zu Gemüte führt und dann eventuell vielleicht sogar Bekannten & Freunden weiterempfiehlt!

Wenngleich man es hier aus filmtechnischer Sicht gewiss mit keinem bahnbrechendem Streifen zu tun hat, ist er seiner Idee & Herangehensweise wegen äußerst innovativ.

Meine Bewertung: +++++

Prädikat: WERTVOLL


Psycho
Psycho
DVD ~ Anthony Perkins
Preis: EUR 6,47

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloser Horror-Klassiker & Referenzwerk!, 29. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Psycho (DVD)
Kaum ein anderer Film als der 1960 erschienene Hitchcock-Klassiker "Psycho" ist derart oft analysiert, gelobt und zitiert worden. Bis heute gilt der Streifen als Meilenstein der Filmgeschichte und ist regelmäßig sehr weit oben in diversen Bestenlisten usf. zu finden.
Selbst in Anbetracht der Tatsache, dass Kritiker auch nur Menschen sind (die Fehler machen) und dass das Massenpublikum manchmal auch fragwürdige Kulturgüter nach oben puscht, hält "Psycho" dahingehender Kritik stand.

Obwohl es sich bei vorliegendem Horror-Schinken nicht einmal unbedingt um meinen persönlichen Liebling von Hitchcock handelt (aber der gute Mann hat ja eine Unzahl an Hochkarätern geschaffen), kann auch ich nur Lob darüber ausschütten. Hier passt einfach alles (Achtung, ab hier spoilert's):
Eine attraktive, junge Frau entwendet ihrem Arbeitgeber 40 000 Dollar und fährt daraufhin schnurstracks ins Ungewisse. Schließlich macht sie bei einem abgelegenen Motel Halt und trifft auf den schüchternen, schrulligen und nicht unsympathischen Norman Bates (gespielt von einem hervorragenden Anthony Hopkins), den Besitzer besagter Herberge.
Noch am selben Abend wird die junge Frau unter der Dusche erstochen (vermutlich die berühmteste Filmszene aller Zeiten).
Nachdem ein im Fall ermittelnder Detective ebenfalls umgebracht wird, stellen die Schwester der Getöteten und ihr Freund selbstständige Nachforschungen an und finden heraus, dass Norman ein schizophrener, kaltblütiger Killer ist, der ein wahrlich haarsträubendes Geheimnis im Keller seines Hauses verbirgt... Genauere Einzelheiten werde ich jetzt aber nicht verraten :)

Vieles in "Psycho" war anno dazumal ein Novum: So war es z.B. äußerst ungewöhnlich, eine Hauptfigur bereits nach der Hälfte des Plots sterben zu lassen.
Ebenso neu war die Tatsache, dass "normale", einfache Menschen in die Rollen schlüpften, die im Horror-Genre bis dahin vorwiegend Zombies, Werwölfe, Vampire und andere Unwesen besetzt hatten. D.h., dass The Master of Suspense den Menschen hier zum Ungeheuer machte!
Sehr modern mutet auch der Schluss an, als ein Polizeipsychologe sachlich die Krankheit des Mörders "erklärt". (Am Unbehagen des Zusehers ändert das aber freilich trotzdem nichts.)
Als bahnbrechend und sehr innovativ muss gewiss auch die fabelhafte, beängstigende Filmmusik gelten, die im Zusammenspiel mit Hitchcocks großartiger Bildregie eine furchterregende Melange des Unwohlseins ergibt.

Fazit: Trotz vieler überschwänglicher Lobeshymnen, die Hitchcocks "Psycho" bislang zuteil wurden (und werden) und trotz der häufigen Überbeanspruchung der Wörter "Klassiker" und/oder "Meilenstein" - speziell im Falle des Masters of Suspense -, hat man es hier ohne Zweifel mit einem ganz besonderen Stück Filmgeschichte zu tun, das selbstredend in jedes ordentlich geführte DVD-Regal gehört.
Auch Nicht-Genre- und/oder Hitchcock-Fans kommen hier garantiert auf ihre Kosten!
Man kann wohl vortrefflich darüber streiten, ob denn "Psycho" tatsächlich der beste Film aller Zeiten (oder überhaupt Hitchcocks bester) ist, mit Sicherheit ist es aber der berühmteste/legendärste Streifen und ein Aushängeschild der Kinogeschichte.

Ganz große Klasse - eindeutige 5 STERNE +++++

P.S. Der große Erfolg des Films brachte mehrere "Fortsetzungen" (aber natürlich nicht von Hitchcock) bzw. Neuinterpretationen mit sich, die allerdings allesamt nicht ans Original von Alfred Hitchcock heranreichen. Auch da sind sich Kritiker & Fans ausnahmsweise einmal einig ;)


Switch Reloaded - Die komplette Ladung (14 Discs)
Switch Reloaded - Die komplette Ladung (14 Discs)
DVD ~ Bernhard Hoëcker
Wird angeboten von Kuhlmann
Preis: EUR 96,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Raffinierte TV-Parodie, deren Haltbarkeitsdatum teils aber allmählich abläuft!, 26. Februar 2016
Die alteingesessene "Switch"-Crew (die bereits von 1997-2000 die Fernsehlandschaft unsicher gemacht hatte) unterzog sich 2007 einer Frischzellenkur, holte neue aufstrebende Blödler (u.a Martina Hill) ins Boot und gab aktuelle(re) TV-Produktionen der Lächerlichkeit preis. Mit enormem Aufwand und bemerkenswerter Detailverliebtheit - die einen bis dahin unerreichten Wiedererkennungswert diverser Originale garantiert - hält man unserer "soapgestörten" Konsumgesellschaft einen Spiegel vor, der böse und schonungslos die Qualität/Nachhaltigkeit aktuellerer Fernseh(un)kultur in Frage stellt.
Egal, ob verschiedene Nachrichtensendungen + Moderatoren aufs Korn genommen werden, bekannte Fernsehköche gnadenlos böse parodiert werden oder diverse Shows und Serien durch den Kakao gezogen werden - hier gibt's eigentlich immer etwas zum Lachen!

Mir ist dennoch aufgefallen, dass einige Episoden im Zuge einer Zweitbeschau nicht mehr ganz so hemmungslos zünden. Zudem glaube ich, dass vorliegende Fernsehsendungen, die hier ins Visier der begnadeten Blödeltruppe geraten, schon bald in Vergessenheit geraten dürften, da sie im realen privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehen bereits nicht mehr gezeigt werden, wodurch ein Stück weit Bezug bzw. Zeitlosigkeit verloren gehen dürfte (Anm.: Bei Parodien ist das aber - wenigstens zum Teil - wohl ein unvermeidliches Dilemma). Natürlich sind aber auch viele zeitlose Sketche dabei, die wohl auch in fernerer Zukunft noch sehr unterhaltsam sein dürften...
Kritisch anmerken muss ich allerdings noch, dass die neueren Staffeln (also ab Staffel 4, aber vor allem die letzten beiden) in meinen Augen nicht mehr den frischen, knackigen Elan - trotz immer neuer Ideen - der ersten Seasons ausstrahlen. Manche Pointen zünden einfach nicht mehr so wirklich und stellenweise wirken die Sketche angestrengt -- ist aber freilich lediglich meine persönliche Meinung dazu!

Fazit: Mit insgesamt 83 Folgen (ohne Specials und Extras), die in 6 Staffeln vorliegen, ist hiesige Box mehr als üppig ausgefallen, was den derzeitigen Kaufpreis meines Erachtens deshalb rechtfertigt. Tatsächlich dürfte "Switch Reloeded" die bis dato aufwändigste, ausgeklügelste und raffinierteste TV-Gegenwarts-Parodie im deutschen Sprachraum sein. Schon alleine an den Masken, den nachgeahmten Vorspännen und aufwändigen Requisiten lässt sich dies erkennen. Viel wichtiger aber noch ist, dass alle beteiligten Comedians (auch, die die erst im Laufe der Serie hinzukommen) über tolle Schauspielqualitäten verfügen und sich ihre realen Vorbilder (sei's Stefan Raab, Christian Raach, Adolf Hitler, Heidi Klum uvvm.) wirklich sehr genau angeschaut haben, bevor sie in deren Haut geschlüpft sind. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen im deutschen Sprachraum belegen dies, selbst wenn das nicht unbedingt immer etwas heißen muss...
In Summe ist diese Gesamtausgabe (die Serie lief von 2007-2012 auf PRO 7) sicher eine besitzenswerte Angelegenheit, die Freunde des schwarzen Humors sich keineswegs entgehen lassen sollten. Gleichzeitig aber finde ich, dass mit zunehmender Laufzeit die Pointiertheit etwas erlahmt, weshalb sich eine genauere Beschau der einzelnen Staffeln für Interessenten womöglich dennoch lohnen könnte. Ich für meinen Teil würde die 5. und 6. Staffel z.B. weglassen. Das ist aber natürlich - wie schon gesagt - Geschmackssache...

Insgesamt macht das aus meiner Sicht 4 Sterne geradeaus!

Kurz: verblüffend wirklichgeitsgetreu, böse, authentisch, unterhaltsam, nur manchmal ein wenig (im Witz) schwankend & nicht durchgehend zeitlos...

Daher: ++++
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 9, 2016 5:27 PM MEST


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