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Beiträge von Volker M.
Top-Rezensenten Rang: 23
Hilfreiche Bewertungen: 9101

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Rezensionen verfasst von
Volker M.
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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Lurch 85002 FlexiForm Gugelhupf 22 cm braun
Lurch 85002 FlexiForm Gugelhupf 22 cm braun
Preis: EUR 18,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umsturzgefahr gebannt!, 29. April 2016
Ich backe fast nur noch mit Backformen aus Silikon, denn die haben nach meiner Erfahrung einige Vorteile: Die Backzeit ist etwas geringer, das Backgut löst sich leicht aus der Form und sie ist schnell zu reinigen. Dass Kuchen in der Silikonform angeblich nicht knusprig und braun werden, hat sich als Vorurteil herausgestellt. Häufig sind Silikonformen aber recht instabil und lassen sich, wenn sie mit dem rohen Teig gefüllt sind, schlecht transportieren. Dies ist bei dieser Gugelhupf-Form nicht der Fall. Die Form ist wegen ihrer Randversteifungen sehr stabil und verzieht sich auch gefüllt nicht.

Vor der Anwendung sollte die Form mit kaltem Wasser ausgespült und anschließend mit ein paar Tropfen Öl eingefettet werden. Ich habe mittlerweile einige Gugelhupf-Rezepte ausprobiert und bin von den Ergebnissen begeistert (s. Bilder). Besonders das Stürzen geht absolut problemlos und es gab noch keinen einzigen Unfall, auch ohne vorher den Rand abzulösen. Mit meiner alten Blechform ist mir da so mancher Gugelhupf einfach zerbrochen.

Die Reinigung ist mit lauwarmem Wasser schnell erledigt. Die Teigreste springen regelrecht vom Silikon ab. Die Form ist zwar im Prinzip spülmaschinengeeignet, aber ich säubere sie lieber per Hand.

Übrigens: Die Größe von 22 cm bezieht sich auf den oberen, inneren Durchmesser.

Insgesamt eine überzeugende Backform mit sehr guten Backergebnissen und leichter Reinigung.
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Die Bibel - Rätsel der Geschichte [4 DVDs]
Die Bibel - Rätsel der Geschichte [4 DVDs]
DVD ~ Nik Ammar
Wird angeboten von Anverkauf
Preis: EUR 19,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Frech behauptet ist halb bewiesen, 27. April 2016
Erst kürzlich habe ich Eric Clines Buch über Biblische Archäologie gelesen, in dem er die wissenschaftliche Spreu vom Weizen trennt, eine Lektüre, die mir bei der Bewertung dieser DVD sehr gute Dienste geleistet hat. Cline ist auch einer der Experten, die in den Filmbeiträgen gelegentlich zu Wort kommen, nur lässt die DVD insgesamt eine kritische Haltung vermissen. Im Gegenteil. Es sind vor allem die windigen Gesellen, deren teilweise an den Haaren herbeigezogene bibelbezogene Theorien großer Raum zugestanden wird. Dazu gehört z. B. David M. Rohl, der in Fachkreisen durch eine kreative Chronologie der Alten Geschichte des Orients auffällig wurde und der mit geradezu artistischen argumentativen Klimmzügen den Standort des Turms zu Babel "nachweist". Leider folgen die Autoren der DVD in erster Linie solchen völlig unwissenschaftlichen Herleitungen und sprechen dennoch regelmäßig von einem "Beweis", der angeblich geführt wurde, obwohl es sich tatsächlich um reine Behauptungen handelt. Ob das nun Rohl mit dem Turm zu Babel ist oder John Marr mit seinen Erklärungen der 10 Plagen Ägyptens oder anderen, immer läuft es nach demselben Schema: 95% der Sendezeit wird den spektakulären Blendern gewidmet und dann dürfen Kritiker wie Cline noch zwei Sätze dazu verlieren, dass es sich dabei im wissenschaftlichen Sinn lediglich um Vermutungen handelt. Beim Zuschauer bleiben selbstverständlich die angeblich sensationellen Enthüllungen hängen. Unterstützt wird das Ganze durch dramatische Musikuntermalung, aufwendige Spielszenen und spektakuläre Kamerafahrten. Einzelne Filmsequenzen werden dabei bis zur Erschöpfung wiederholt und die oft zähe Erzählgeschwindigkeit, die ebenfalls von zahlreichen Wiederholungen herrührt, macht das Zuschauen nicht gerade zum Vergnügen. Ich hatte den Eindruck, dass hier sehr viel Zeit geschunden wird und dass der Filmschnitt eher auf die häufigen amerikanischen Werbeunterbrechungen optimiert wurde, als auf eine stringente Dramaturgie.

Natürlich findet sich irgendwo versteckt immer auch die Wahrheit, aber man muss diese Filme ausgesprochen kritisch und mit wissenschaftlichem Verstand anschauen, um sie zu entdecken. Am Besten man vertraut auf das, was der Archäologe Cline zum jeweiligen Thema sagt, dann liegt man meistens richtig. Nur bleibt dann oft nicht viel übrig.


Die Tagebücher III (1811-1816)
Die Tagebücher III (1811-1816)
von Frank Hatje
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 128,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaleidoskop der bürgerlichen Welt um 1800, 25. April 2016
Die Veröffentlichung der Tagebücher des Ferdinand Beneke ist eines der interessantesten und ganz sicher aufwendigsten editorischen Projekte der Gegenwart. Über 16000 Seiten Tagebücher, Briefe und weitere Dokumente sind im Hamburger Stadtarchiv bewahrt und stellen die umfangreichste Quelle dar, die es über das private Leben im gehobenen Bürgertum der Zeit von 1790 bis 1850 in deutscher Sprache gibt.
2012 erschien eine erste Abteilung mit den Dokumenten der Jahre 1792 bis 1801, nun folgt die dritte Abteilung mit insgesamt 7 Bänden, die die Jahre 1811 bis 1816 betreffen. Bereits aus diesem zeitlichen Sprung kann man ablesen, wie komplex und aufwendig die Bearbeitung tatsächlich ist, denn die Jahre 1802 bis 1810, die in der noch nicht veröffentlichten zweiten Abteilung erscheinen werden, umfassen insbesondere die Zeit der napoleonischen Besatzung Hamburgs, in der Beneke seine Tagebücher zeitweise in Geheimschrift führen musste. Aber es gab auch andere Gründe, die dritte Abteilung vorzuziehen, jährt sich das Ende der Befreiungskriege doch 2016 zum 200. Mal. Zunächst noch glühender Verehrer der Französischen Revolution, entwickelte Beneke während der Feldzüge Napoleons einen regelrechten Hass auf den Korsen und verweigerte sich konsequent der politischen und administrativen Mitarbeit in der Besatzungsregierung - mit drastischen Folgen für seine finanzielle Sicherheit, denn er verlor seinen Richterposten und damit sein regelmäßiges Einkommen.

Betraf die erste Abteilung im Wesentlichen Benekes akademische Ausbildung in Halle, Minden und Göttingen zum Juristen und seine ersten Jahre in Hamburg, so sind die Jahre 1811-1816 dominiert von der Franzosenzeit. Beneke war ein politisch sehr aktiver Mensch mit republikanischen Ansichten und sein Engagement für die Hamburger Bürgergarde während der nur kurz währenden Befreiung von den Franzosen im Jahr 1813 führt zum einjährigen Exil in Mecklenburg. Ab 1814 ist er zurück in Hamburg und beteiligt sich am Wiederaufbau der staatlichen Strukturen, arbeitet an der Hamburger Verfassung mit und wird bereits 1815 Armenvorsteher, ein Posten, der seine politischen und religiösen Ansichten gut widerspiegelt und den er im hohen Alter noch einmal übernehmen wird. 1816 wird er zum Oberaltensekretär ernannt und erreicht damit den Zenit seines politischen Einflusses, der sehr lange anhalten wird. Es gibt kaum ein öffentlich relevantes Thema, das er in dieser Zeit nicht in irgendeiner Weise prägt.

Im Begleitband zur dritten Abteilung untersucht Frank Hatje Benekes persönliche Ansichten und Einstellungen. Wer war der Mensch Ferdinand Beneke und wie wurde er zu dem republikanisch gesinnten, freidenkenden Bürger, der sich zeitlebens für die Belange Hamburgs und Deutschlands einsetzte? Diese Frage lässt sich sehr detailliert beantworten. Das Tagebuch und sein "Begleitmaterial", das Beneke in Form von Briefkopien und anderen Dokumenten akribisch mit archivierte, beleuchtet die Entwicklung Benekes in allen Facetten. Seine Geisteshaltung ist zunächst stark von der Freimaurerei beeinflusst, auch wenn er sich von den hohlen Ritualen im mittleren Alter nicht mehr angezogen fühlt. Trotzdem bleibt er Freidenker und obwohl er sehr religiös ist, bleibt sein persönliches Christentum stets überkonfessionell. Ich sage bewusst "persönliches" Christentum, denn Beneke war kein Sklave des Bibelworts und beleibe kein Kirchgänger. Um 1800 gab es in Hamburg einen bemerkenswerten Grad an Glaubensfreiheit, der die Grenzen zwischen den Religionen in der Praxis aufhob. Dieser Pluralismus spiegelt sich übrigens auch einer sehr zwanglosen gesellschaftlichen Aufnahme von Neuankömmlingen, bei denen Stand, Vermögen und Rang bedeutungslos waren. Es ist erstaunlich, wie leicht der zugereiste und mittellose Beneke Zugang in die "besseren Kreise" bekommt. Heute würde ihm das nicht mehr gelingen.

Benekes Christentum trägt starke agnostische, ja ich würde sogar sagen esoterische Züge. Im Tagebuch und mehr noch in den "Essenzen", die Beneke in zeitlich größeren Abständen daraus gewinnt, werden seine Glaubens- und Moralvorstellungen durch Selbstreflexion sehr deutlich. Seien es die "Bonmots", die als Zitate von Gelesenem Rückschlüsse auf seine Lektüre zulassen, oder sein mehrfach revidiertes "Glaubenssystem" und die "Gedanken auf Berggipfeln", die sein wissenschaftliches Weltbild zusammenfassen. Er ist auf vielen Gebieten auf der Höhe seiner Zeit, hat eine eigene Meinung und kann stets mitreden, meist auf Augenhöhe mit seinen Gesprächspartnern.
Nach dem Ende der Ära Napoleon wird Beneke seinen Glauben neu justieren und während er in jungen Jahren in Gott keine Schicksal lenkende Macht sieht, wird er im Alter erkennbar pietistisch. Napoleons Niederlage war nach seiner Sicht Gottes Schlag gegen das Böse in der Welt.

Frank Hatje macht in seinem Essay eine interessante Beobachtung zur Tagebuchstruktur, die mir selber erst aufgefallen ist, als er sie in den Satz fasst: "Das 'Ich' bei Beneke ist stets das 'Ich' in Gesellschaft". Seine Selbstreflexion ist bei Licht betrachtet fast immer die Reflexion im Spiegel seines Gegenüber. Und er hat wahrlich genug Möglichkeiten zur Selbstüberprüfung. Er ist ein ungeheuer produktiver Netzwerker. Hatje zählt alleine von Januar bis März 1799 über 1500 namentlich benannte Begegnungen. Das Gesamtregister seiner Kontakte, das Beneke als Referenzliste akribisch führt, beläuft sich auf über 5000 Personen, darunter nahezu die gesamte intellektuelle Elite seiner Zeit in Deutschland. Ebenso bemerkenswert ist die Schlagzahl dieser Gespräche. Es können an einem Tag schon einmal ein Dutzend "Termine" sein, die er absolviert und diese Tätigkeit erfüllt ihn weit mehr als sein ungeliebter Beruf als Jurist. Wirklich reich wird Beneke nie, aber er einflussreich, das wird er zweifellos.

Ferdinand Beneke war an den Befreiungskriegen aktiv beteiligt und seine umfangreiche Dokumentationstätigkeit machen vor allem die Begleitbände zu wertvollen historischen Quellen, denn hier spiegeln sich die politischen Entwicklungen (aber auch die Enttäuschungen) am deutlichsten. Letztlich scheitert Benekes Versuch zu Wiederbelebung des Hansebundes kläglich, genauso wie seine Bemühungen für ein gesamtdeutsches Reich.
Stand in der ersten Abteilung noch der Privatmensch Beneke im Fokus, ist es nun der angehende Politiker. Der Facettenreichtum der Aufzeichnungen ist jedoch kaum zu überschätzen und reicht vom Selbstverständnis der Hamburger Bürgerschaft, der Geschichte des privaten Reisens, über die Wahrnehmung von Weltgeschichte, Wissenschaften und Religion bis hin zum Privatleben. Es ist ein Kaleidoskop der bürgerlichen Welt im Übergang vom 18. in das 19. Jahrhundert.

Ich habe schon bei der ersten Abteilung auf die ausgesprochen sorgfältigen Editionsprinzipien hingewiesen und das gilt ungeteilt auch für die neue Abteilung. Das umfangreiche Register umfasst die Zeit von 1811 bis 1816 (ich hoffe, dass mit Abschluss der Serie noch ein Gesamtregister erscheint) und bildet, wie die Herausgeber feststellen, "eine geistige Landkarte Ferdinand Benekes" ab. Es dient also nicht nur zur Orientierung, sondern dokumentiert Benekes weit gefasste Interessen und natürlich seine Kontakte, die im Register dankenswerterweise auch gleich gesellschaftlich eingeordnet werden.


Wilkinson Sword Hydro 5 Sensitive Rasierklingen, 4 Stück
Wilkinson Sword Hydro 5 Sensitive Rasierklingen, 4 Stück
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gründlich und hautschonend, 21. April 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
+ Gründliche und hautschonende Rasur durch 5 parallele Klingen und angenehmen Gelstreifen. Die Sensitive-Variante gleitet im Vergleich zu den Vorgängerklingen meiner Meinung nach noch besser.
+ Hochwertige Verarbeitung - moderate Abnutzung. Haltbarkeit der Klinge ist natürlich abhängig vom Bartwuchs, Häufigkeit der Rasur und Gründlichkeit der Klingenreinigung (s.u.).
+ Praktisch ist der in der Klinge integrierte aufklappbare Trimmer für Koteletten oder den schwer zugänglichen Bereich unter der Nase.
+ Gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

- Klingen lassen sich wegen des enges Abstandes der Lamellen schwer reinigen. War die tägliche Reinigung nicht gründlich genug und der Rasierschaum mit Bartstoppeln trocknet ein, ist die Klinge kaum mehr zu reinigen und muss getauscht werden.


Ein Jahr Urban Sketching - Das Workbook: 25 Tricks zum Zeichnen unterwegs
Ein Jahr Urban Sketching - Das Workbook: 25 Tricks zum Zeichnen unterwegs
von Jens Hübner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einige Grundlagen fehlen, 19. April 2016
Jens Hübners "Reisemomente skizzieren" hat mich wirklich begeistert, denn er verfügt über eine unglaublich sichere Hand und ein unbestechliches Auge für Proportionen und Ästhetik. Seine Tipps sind immer praxisnah, fördern die Kreativität und animieren zum Selberzeichnen.

"Ein Jahr Urban Sketching" geht einen ähnlichen Weg, diesmal aber im Stil eines "Arbeitsbuchs". Auf eine kurze Lektion folgen zwei leere Seiten, auf denen der Leser/Schüler seine eigenen Skizzenversuche festhalten soll. Die Idee ist im Prinzip gut, nur ist die Bindung, anders als bei einem klassischen Skizzenblock, im Falz sehr stramm, sodass das Buch viel zu leicht zusammenklappt, als dass man auf den Seiten wirklich frei zeichnen könnte. Die vielen leeren Seiten muss man gedanklich also vom Inhalt abziehen und dann bleiben letztlich um die 70 Seiten mit Text/Anleitungen übrig. Das ist nicht gerade viel, auch wenn die 25 Kapitel viele kreative Tipps liefern.
Der Inhalt fokussiert sehr stark auf die Verwendung und den kreativen Einsatz von verschiedenen Malmitteln und -techniken, die sich insbesondere für das Urban Sketching eignen. Hier ist Geschwindigkeit von Bedeutung und der "Effekt". Der sparsame Einsatz von Farbe, das Andeuten von Strukturen (es gibt einige ganz tolle Beispiele, die unglaublich filigran und detailliert aussehen, es aber gar nicht sind), wirkungsvolle Kontraste, die Verwendung von Wasserfarben, das Entwickeln von Codes für immer wiederkehrende Motive oder Details. Es ist wirklich viel Nützliches dabei, nur eines muss man mitbringen, weil Hübner es leider nicht erklärt: Man muss die Regeln der Perspektive beherrschen, denn das ist bei Urban Sketching von entscheidender Bedeutung, sonst purzeln einem auf dem Papier die Gebäude durcheinander wie unaufgeräumte Bauklötze. Hübner beherrscht das alles aus dem Effeff und gerade deshalb hätte ich erwartet, dass er dazu wenigstens die grundlegenden Lektionen gibt. Ähnliches gilt für die Proportionen des menschlichen Körpers. Ich reite deshalb auf dem Thema so rum, weil man unweigerlich über die eigenen Werke enttäuscht sein wird, wenn man auf der anderen Seite Hübners perfekte Beispiele dagegen stellt. Und man weiß möglicherweise nicht einmal, warum das alles so "falsch" aussieht. Ich weiß, ein "falsch" gibt es nicht beim Urban Sketching. Es gibt jedoch eine falsche Perspektive, die sich im schlimmsten Fall nicht "lesen" lässt und damit die Zeichnung ihren Sinn verfehlt. Gerade interessante Motive im städtischen Bereich kommen ohne eine solide Perspektiv-Ausbildung nicht aus. Hübner hat diese Ausbildung definitiv verinnerlicht, das sieht man auf fast jedem Bild.
QR-Code verlinken auf viele interessante Webseiten teilweise bekannter Künstler, darunter auch Hübners eigene Urban Sketching Webseite mit täglich neuen Einträgen.

Mein Fazit: Wer "Reisemomente" kennt, braucht das Arbeitsbuch aus meiner Sicht nicht, denn die wesentlichen Lektionen findet er schon im Vorgängerband. Für Neulinge bietet das Arbeitsbuch gute Anregungen zur effektvollen Verwendung von unterschiedlichen Malmitteln und -techniken, setzt aber einige theoretische Kenntnisse voraus, die man leider aus anderen Quellen ziehen muss. Die Übungsseiten sind aufgrund der strammen Bindung kaum sinnvoll zu nutzen (es sei denn, man bricht den Buchblock) und sind daher aus meiner Sicht nur Ballast. Lieber sollte man einen kleinen Skizzenblock verwenden, dessen Papier auch besser für den Einsatz von Wasserfarben geeignet ist.


Joaquín Sorolla: Spaniens Meister des Lichts
Joaquín Sorolla: Spaniens Meister des Lichts
von Roger Diederen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit einem Wort: Virtuos, 17. April 2016
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir der Name Joaquin Sorolla bisher völlig unbekannt war. Seine Werke tauchen eher selten bei Auktionen auf und erst seit wenigen Jahren erzielen sie auch Spitzenpreise. Dabei war Sorolla in seiner Zeit hoch geachtet und hoch gehandelt. Obwohl er aus einfachsten Verhältnissen stammte, seine Eltern verlor er noch im Kindesalter durch die Cholera, wurde er durch seine Kunst reich und berühmt und konnte sich später einen großbürgerlichen Lebensstil leisten. Aus dieser Schicht kamen die Auftraggeber, die sich von ihm portraitieren ließen, aber auch große öffentliche Aufträge wie die Ausstattung der Huntington Bibliothek in New York mehrten seinen Ruhm. Er wurde vielfach international ausgezeichnet, war in jedem Pariser Salon präsent und doch ist er irgendwann in der zweiten Reihe der Kunstgeschichte verschwunden. Das ist höchst verwunderlich, denn seine malerische Brillanz ist atemberaubend. Ich habe zu meinem größten Bedauern keine Gelegenheit, mir die Ausstellung in der Kunsthalle München anzusehen, zu der dieser Katalog erschien, aber die Abbildungen haben mich absolut begeistert. Einen derart virtuosen Umgang mit Farbe habe ich lange nicht mehr gesehen.

Dieses Licht! Diese traumwandlerische Sicherheit im Setzen von Reflexen und spielenden Sonnenstrahlen übertrifft aus meiner Sicht sogar Max Liebermann, an dessen Stil mich Sorolla am meisten erinnert hat. Besonders in den Ausschnittsvergrößerungen sieht man die Meisterschaft, mit der Sorolla Farben gegeneinanderstellt, die in der Fernsicht die Luft regelrecht flirren lassen. Die geniale Mischung aus nachlässig und detailliert gemalten Passagen, vor allem bei den Portraits, erinnert wiederum an Velazquez, der für Sorolla ein erstes großes Vorbild war und dessen Werke er während seiner Ausbildung im Prado kopierte. Auch die vorherrschende Farbe Schwarz und die damit einhergehende Betonung von Gesichtern und einzelnen Lichtreflexen lässt Velazquez erahnen.

Ein von ihm sehr geschätztes Motiv war das Leben am Meer und im heimatlichen Valencia, wo er ein Landhaus besaß und diese entspannte Atmosphäre fangen Sorollas Bilder einfach perfekt ein. Mit breitem Pinselstrich legt er pastose Farbschichten über- und nebeneinander und entwickelt so einen unverwechselbaren künstlerischen Charakter. Seine Portraits sind im wahren Sinn "psychologisierend", seine Landschaften grandios, seine Szenen aus dem ländlichen und dem mondänen Valencia so unmittelbar, dass sie oft wie eine besonders gelungene Fotografie wirken, die den entscheidenden Moment einfängt, der eine ganze Geschichte erzählt. Da steht der Betrachter fassungslos vor Bildern, die es in dieser Zeit eigentlich gar nicht geben kann.

Die Textbeiträge beleuchten nicht nur den kometenhaften Aufstieg Sorollas, seinen Fleiß, seine Vorbilder und seine Vorbehalte gegen den Impressionismus, den er als "Plage von Tagedieben" bezeichnete. Bei aller Reserviertheit hat er sich intensiv mit dem Impressionismus auseinandergesetzt und ihn virtuos in seine Kunst einfließen lassen. Sorollas Bilder sind niemals inhaltsleer oder reiner Selbstzweck und das unterscheidet ihn durchaus von einigen Impressionisten, bei denen der Effekt mehr galt als die bildnerische Aussage.

Die Auswahl fokussiert sich auf Bilder, die Sorolla persönlich für Ausstellungen in Paris ausgewählt hat und die in der Galerie Georges Petit hingen, dem Ausgangspunkt für seinen internationalen Ruhm. Er umfasst den Zeitraum von 1893 bis 1919 und behandelt thematisch seine Landschafts- und Genremalerei, Portraits und zahlreiche Ölskizzen, die direkte Einblicke in die Entstehungsgeschichte der großen Gemälde geben.

Der Katalog ist drucktechnisch hervorragend produziert und ist nicht nur für Besucher der Ausstellung eine Bereicherung, sondern für jeden an Malerei Interessierten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 29, 2016 2:09 PM MEST


Olympus LS-P1 PCM Music & Voice Recorder, 4 GB Speicher, microSD Slot, USB-Direct
Olympus LS-P1 PCM Music & Voice Recorder, 4 GB Speicher, microSD Slot, USB-Direct
Preis: EUR 148,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Modellvergleich LS-P1 vs. LS-3, 16. April 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Seit Jahren mache ich Konzertmitschnitte mit dem Vorgängermodell LS-3, von dessen Aufnahmequalität ich restlos begeistert bin. Für den Preis war der Rekorder damals unschlagbar, jetzt gibt es den sogar noch billigeren "jüngeren Bruder" LS-P1. Aber ist billiger auch günstiger? Schauen wir mal:

Lieferumfang
Neben dem Aufnahmegerät liefert Olympus einen Ni-MH-Akku (AAA, 750 mA) sowie einen Stativadapter von 1/4" auf 3/8". Das war es dann auch schon. Auf Tasche, Trageriemen, Kopfhörer, Popp- und Windschutz oder sonstiges Zubehör wurde verzichtet. Ohne Tasche sollte man den Rekorder nicht transportieren, denn die Mikrofone liegen sehr exponiert und können sonst beschädigt werden. Hier schneidet der LS-P1 gleich in mehrerer Hinsicht schlechter ab, denn der LS-3 hat eine Schutztasche und einen Poppschutz. Außerdem ist das 1/4'' Gewinde bei Stativen fast nirgendwo Standard (außer bei Selfiestangen...), sodass man beim LS-P1 eigentlich immer den Adapter aufschrauben muss.

Verarbeitung
Die Verarbeitung macht einen recht hochwertigen Eindruck. Das kompakte und passgenaue Gehäuse ist eine Kombination aus einem soliden Metallgerüst und Abdeckungen aus Kunststoff. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, sprechen direkt an und das beleuchtete monochrome Display ist gut ablesbar. Insgesamt ist der LS-3 aber weniger klapprig und macht daher einen etwas solideren Gesamteindruck. Auch hier Sieg nach Punkten für den LS-3.

Anschlüsse
An der Seite befinden sich zwei Buchsen für einen Kopfhörer sowie ein externes Mikrofon (3,5 mm). Auf der Rückseite kann ein Stativ angeschraubt werden. Da das kleine 1/4" Gewinde relativ unüblich ist, hat Olympus einen Adapter auf 3/8" beigelegt.
Über einen seitlichen Schieberegler wird der USB-Anschluss herausgeschoben und arretiert, um Daten auf den PC zu übertragen oder das Gerät aufzuladen (Dauer rd. 3 Stunden). Ist gerade kein Stromanschluss vorhanden, kann statt des mitgelieferten Akkus auch eine handelsübliche AAA-Alkali-Batterie verwendet werden. Diese Einstellung muss aber im Menü hinterlegt werden.
Im Batteriefach befindet sich noch ein Kartenslot, um den internen Speicher von 4 GB zu erweitern. Es können microSD-Karten bis 32 GB verwendet werden.

Handhabung
Die Handhabung ist sehr intuitiv, aber dennoch sollte man sich mit der Bedienungsanleitung näher beschäftigen, um alle Einstellmöglichkeiten kennenzulernen. Die gedruckte mehrsprachige Anleitung, die im Lieferumfang enthalten ist, ist mehr eine Kurzableitung. Auf der Olympus-Webseite kann man aber das ausführliche 127 Seiten starke Handbuch als PDF herunterladen.

Klangqualität
Das LS-P1 genau wie der LS-3 einen glasklaren, durchgezeichneten und brillanten Sound mit breitem Stereoton (ideal für Musikaufnahmen) oder wenn gewünscht auch mit einer individuell einstellbaren Richtcharakteristik. Die Mikros sind ungeheuer empfindlich und werden von der internen Software selbst im Automatikmodus sehr gut ausgesteuert. Allerdings schalte ich den Limiter und den Cut Off Filter bei Musikaufnahmen grundsätzlich aus, stattdessen mache ich vorher einen Test mit der Band zur Max-Lautstärke und regele die Empfindlichkeit entsprechend ein. Das hat den Vorteil, dass die Aufnahme später nicht pumpt. Das Gerät ist angesichts der empfindlichen Mikros erstaunlich unempfindlich gegen Griffgeräusche am Gehäuse. Man kann es während der Aufnahmen problemlos frei in der Hand halten. Im Gegensatz zum LS-3 hat der LS-P1 kein zuschaltbares Mittenmikrofon. Schade.
Die Aufnahmen sind sehr rauschfrei und lassen sich am Computer hervorragend nachbearbeiten.
Achtung: Das Gerät hat keinen Popp- oder Windschutz, ist also für Open Air nicht geeignet, es sei denn, man kann es sehr (!) windgeschützt aufstellen. Den Poppschutz muss man leider zusätzlich kaufen, einen darübergezogenen Windschutz habe ich mir aus einem Langhaar-Fellstoff selber geschneidert. Ein bisschen fummelig, aber das Ergebnis überzeugt. Ich benutze den selbstgebastelten Popp/Windschutz beim LS-3 seit Jahren mit Erfolg.

Aufnahmeformate
Das Gerät kann sowohl im MP3- als auch WAV-/lineares PCM-Format aufnehmen. Dabei sind unterschiedliche Abtastfrequenzen bis 96 kHz einstellbar. Zu beachten ist, dass bei höchster Qualität im PCM-Format der interne Speicher bereits nach rd. 90 Minuten erschöpft ist. Hier bietet sich dann eine Erweiterung über eine microSD-Karte an. Mit 32 GB könnten so über 14 Stunden aufgenommen werden, wobei der Rekorder längere Aufnahmen immer in 2 GB-Dateien aufteilt. Ist der gerade angewählte Speicher voll, wird in der nächsten Datei weitergeschrieben und zwar ohne Verluste! Nicht mal der kleinste Knackser ist zu hören. Hier gibt es insgesamt keine Unterschiede zum LS-3.

Fazit
Ein preisgünstiger Rekorder, der semiprofessionelle Ergebnisse liefert, die sich hören lassen können, aber im Vergleich zum LS-3 fehlt doch einiges an Ausstattung und das Gerät wirkt etwas klappriger. Man sollte sich wirklich überlegen, ob der LS-3 nicht die bessere und dabei nur unwesentlich teurere Wahl ist, zumal man Schutztasche und Poppschutz beim LS-P1 zusätzlich erwerben muss.


Total berechenbar?: Wenn Algorithmen für uns entscheiden
Total berechenbar?: Wenn Algorithmen für uns entscheiden
von Christoph Drösser
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,90

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Algorithmen sind die neue Weltmacht", 15. April 2016
Christoph Drösser beschreibt, wie sich unser Leben im Zeitalter der Algorithmen rasant verändert. Mit leicht verständlichen und nachvollziehbaren Beispielen erläutert er einige der Prinzipien, nach der die Rechenverfahren funktionieren, wie sie unser Leben vereinfachen sollen und wo ihre Grenzen liegen. In 11 Kapiteln beleuchtet Drösser die interessantesten und für unseren Alltag relevantesten Aspekte.

Ohne es bewusst zu merken, haben wir es täglich mit Algorithmen zu tun. Wie funktionieren Suchmaschinen mit ihrem Ranking-Algorithmus? Wie wird für die Routenplanung die kürzeste bzw. schnellste Entfernung zwischen zwei Orten ermittelt? Wie funktioniert der Empfehlungsalgorithmus bei Onlineshops? Was ist eine zielgruppenorientierte Werbung? Wie wird meine Kreditwürdigkeit ermittelt?
Auch das soziale Netzwerk Facebook arbeitet mit vielen - teils hoch komplexen - Algorithmen, die streng geheim sind und permanent angepasst werden. Wie funktioniert eigentlich ein "Newsfeed" ? Es ist das bestimmende Element und der Hauptgrund für den Erfolg von Facebook. Auf seiner persönlichen Seite erhält der Nutzer laufend neue Nachrichten, die raffiniert gefiltert werden. Statt auf die Webseite der Nachrichtenanbieter zu gehen, loggen sich immer mehr Menschen lieber bei Facebook ein, um sich über die neuesten Nachrichten zu informieren. Etwa 20 Prozent der Besucher von Nachrichtenseiten kommen bereits heute aufgrund eines auf Facebook geteilten Links dorthin.
Besonders anschaulich hat der Autor die verschiedenen Verschlüsselungstechniken zur Wahrung der Privatsphäre im E-Mail-Verkehr und die modernen Komprimierungsverfahren dargestellt. Die Textkomprimierung ist heute kaum noch interessant, aber bei Bildern, Musik und Videos sind noch große Speichereinsparmöglichkeiten vorhanden. Komprimierungsalgorithmen wie JPEG, MP3 und MPEG sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Drösser erläutert den Unterschied zwischen verlustfreier und verlustbehafteter Kompression und wie solche Algorithmen grundsätzlich funktionieren.
Auch Online-Partnervermittlungen arbeiten mit Algorithmen, um aus dem riesigen Pool von Interessenten den potentiellen Partner herauszufiltern. Wieviel Übereinstimmung ist notwendig und sollen sich Partner eher ergänzen ("Gegensätze ziehen sich an") oder gleich sein ("gleich und gleich gesellt sich gern")? Der "Matching"-Algorithmus ist ein gut gehütetes Firmengeheimnis und das Kapital des Unternehmens. Drösser erklärt das Prinzip anhand eines vereinfachten Auswahlprozesses, der Antworten unterschiedlich gewichtet.

Algorithmen verrichteten früher nur stumpfsinnige und sich wiederholende Aufgaben, z. B. rechnen und suchen. Es folgten komplexere Aufgaben wie das Navigieren und Vorhersagen, neuronale Netze hauchen heute den Algorithmen sogar künstliche Intelligenz ein. Dennoch bleibt der menschliche Geist unberechenbar, denn das Gehirn ist kein Computer und geht nicht algorithmisch vor. Noch sind wir im Alltag der Maschine überlegen. Noch.


Die Stauden und ihre Lebensbereiche
Die Stauden und ihre Lebensbereiche
von Richard Hansen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 59,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gehört auf jeden Schreibtisch - und nicht ins Bücherregal, 13. April 2016
Wer heute einen Garten im "New German Style" anschaut, der sollte wissen, dass er diese prachtvollen, dynamischen Anlagen zu einem nicht geringen Teil Richard Hansen und Friedrich Stahl verdankt. Die beiden Gartenbauwissenschaftler entwickelten aus bestehenden Gartenkonzepten, wie sie aus dem englischen Bordergarten und Karl Foersters naturnahen Pflanzengesellschaften bereits bekannt waren, eine neue Herangehensweise, um Pflanzen nach ihren Lebensbereichen auszuwählen und dabei die Dynamik ihrer Entwicklung einzubeziehen. Es war der logische Schritt von den pflegeintensiven Gartenkonzepten der Vergangenheit hin zu pflegeextensiven Gartenlandschaften, die tiefergehende Aspekte der Pflanzensoziologie mit einbeziehen - weg vom statischen hin zu einem dynamischen Garten, der natürliche Prozesse wie z. B. Alterung und Selbstaussaat aktiv nutzt.

Richard Hansen war ein Foerster-Schüler und damit wird auch klar, warum das Konzept der Lebensbereiche in vieler Hinsicht den Foersterschen "Lebenden Pflanzentabellen" ähnelt, auch wenn er nicht rein tabellarisch vorgeht, wie es das große Vorbild tat. Hansens Ansatz ist letztlich viel feinteiliger und stärker durch Vegetationskunde und die Pflanzensoziologie geprägt. Die Herangehensweise ist wissenschaftlicher ausgerichtet als es der "gefühlsbetonte" Praxismensch Karl Foerster hätte leisten können. Das äußert sich dann auch im Sprachstil: Während Foersters Werke fast schon literarisch angelegt sind, mit hymnischen Lobpreisungen der Natur und deren Schönheit, bleiben Hansen und Stahl "hanseatisch trocken", gleichwohl nicht weniger praxisbezogen und anschaulich.

Als das Werk 1981 erstmals erschien, löste es eine Revolution in der Gartengestaltung aus. Vor allem die öffentliche Hand äußerte großes Interesse, ließen sich doch mit dem Konzept der Lebensbereiche relativ kostengünstig attraktive Grünflächen gestalten. Es war keineswegs ein Strohfeuer, sondern bis heute werden immer mehr Anlagen im Hansen/Stahlschen Sinn umgebaut. Als 1993 das Buch ins Englische übersetzt wurde, trat es, gefördert durch beispielgebende Gartenschauen, seinen internationalen Siegeszug an, der letztlich zur Begriffsprägung des "New German Style" führte.

Die nunmehr 6. unveränderte Neuauflage zeigt, dass dieses Buch inhaltlich immer noch aktuell ist, was vor allem daran liegt, dass zu den eigentlichen Pflanzentabellen ein starker fachlich-theoretischer Hintergrund tritt. Wo Foerster noch den gestalterischen Aspekt mit Listensortierungen nach Pflanzhöhe und -farbe betonte, fokussieren sich Hansen und Stahl vor allem auf die speziellen Biotopanforderungen und Fragestellungen wie Geselligkeit und Dauerverhalten. So sind die Kapitel nicht nur nach den Lebensbereichen strukturiert (die noch viel feiner unterteilt sind als bei Foerster), sondern betrachten immer wieder auch besondere Standortanforderungen und Probleme einzelner Gattungen und Arten. Damit entfällt auch das Risiko, dass viele kommerzielle Sorten im Lauf der Zeit aus unterschiedlichen Gründen aus dem Sortiment verschwinden und damit der Nutzen des Buches geringer wird. Richard Hansen meinte zu Recht, dass "Die Stauden und ihre Lebensbereiche" auf den Schreibtisch gehört, nicht ins Bücherregal. Es ist Lehrbuch und Nachschlagewerk in einem, ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt, weil es in kondensierter Form vieles von dem vermittelt, was man bei der Pflanzplanung braucht. Allerdings muss man wissen, dass Hansen, der die These vertrat, dass man heimische und nicht heimische Pflanzengesellschaften nicht mischen sollte, einen starken Fokus auf europäischen Arten setzt. Das wirkt sich zwar auf die Auswahllisten aus, nicht jedoch auf das Konzept als solches. Es bleibt jedem überlassen, Tabellen nach eigenen Vorstellungen zu erweitern und da viele Staudengärtnereien mittlerweile sehr präzise Angaben zu den Lebensbereichen einer Pflanze machen, ist das in der Regel auch kein Problem. Foersters Lebende Pflanzentabellen wurden kürzlich sogar aktualisiert, und so kommt der Großmeister der Gartengestaltung zu neuen Ehren, denn hier lassen sich zusätzliche Anregungen finden.


Samsung Memory Fit USB Flash Drive Speicherstick 64GB (USB 3.0, abwärtskompatibel zu 2.0, bis zu 130MB/s) silber/weiß
Samsung Memory Fit USB Flash Drive Speicherstick 64GB (USB 3.0, abwärtskompatibel zu 2.0, bis zu 130MB/s) silber/weiß
Preis: EUR 24,50

5.0 von 5 Sternen Klein aber fein, 11. April 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der USB-Stick ist kaum größer als ein Daumennagel und erinnert von der Form und Größe eher an meinen Bluetooth-Adapter als an einen Speicherstick. Das "Gerät" verschwindet quasi im USB-Anschluss.

An meinem Windows 8.1-System wurde der Stick schnell und problemlos erkannt und brachte am USB 3.0-Anschluss eine überzeugende Schreibrate von 70 MByte/s und Leserate von 119 MByte/s (gemessen mit dem Heise-Werkzeug "H2testw").
Lt. Umverpackung ist der Stick kompatibel mit Windows 8, 7, Vista, XP, 2000 sowie Mac OS v. 10.4 oder später und Linux v. 2.4 oder später. Leider stand mir kein Windows 10-System für den Test zur Verfügung. Der Stick ist abwärtskompatibel mit USB 2.0.

Der Stick macht einen stabilen Eindruck und ist spritzwassergeschützt. Aufgrund seiner kompakten Bauweise wurde auf eine LED-Anzeige verzichtet. Auch fehlt weiteres Zubehör wie ein Kappe oder eine Handschlaufe. Lt. Verpackung vergibt Samsung eine Garantie von 5 Jahren ("Limited Warranty").

Fazit: Aufgrund seiner Schnelligkeit ein vielseitig einsetzbarer USB-Stick im Miniformat.


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