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Beiträge von Volker M.
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Rezensionen verfasst von
Volker M.
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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The Young Pope - Staffel 1 [Blu-ray]
The Young Pope - Staffel 1 [Blu-ray]
DVD ~ Jude Law
Preis: EUR 24,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visuell überragend, vielschichtig und mitreißend, 10. April 2017
Der Papst ist tot. Es lebe der Papst! Lenny Belardo alias Pius XIII. sollte eigentlich Wachs in den Händen der Kurienkardinäle sein, aber schon sehr schnell ist klar, dass er stattdessen zum unkalkulierbaren Risiko für die katholische Kirche wird. Er kümmert sich nicht um Konventionen und setzt seine höchst unpopulären Maßnahmen mit der absolutistischen Macht seines Amtes gnadenlos durch. Sitzt da vielleicht der Teufel persönlich auf dem Papstthron? Oder doch ein Heiliger? Den Menschen kommen jedenfalls langsam Zweifel, ob Pius XIII. seiner Aufgabe wirklich gewachsen ist.

Nach der ersten Folge von "The Young Pope" war ich sowohl fasziniert als auch verstört. Diese Bilder gehen einem schlichtweg nicht aus dem Kopf. Nichts, aber auch gar nichts ist in diesem Film ohne Bedeutung. Jede einzelne Kameraeinstellung kann man sich bedenkenlos an die Wand hängen. Die ganze Serie durchzieht eine symbolisch aufgeladene Ästhetik, die absolut einzigartig ist. Ich habe so etwas jedenfalls noch nie gesehen. Man weiß nie sicher, ob die Bilder einem Traum, einer Vision oder der Realität entspringen und trotzdem ist die Geschichte nie abgehoben oder wird zur akademischen Fingerübung. Die Dialoge sind auf den Punkt formuliert, witzig und melancholisch, oft von einer Tiefe und Schönheit, dass man lange darüber nachdenken kann und wer sich ein wenig in der christlichen Überlieferung auskennt, der wird unzählige symbolische Bezüge finden, sowohl im Wort als auch im Bild. Alleine die Drehorte sind atemberaubend. Wer lässt ein amerikanisches Filmteam schon in der Sixtinischen Kapelle drehen? Oder in einem menschenleeren Petersdom? In den vatikanischen Gärten? Oder in den Privatgemächern des Papstes? Nun, der Vatikan hat es jedenfalls nicht erlaubt. Alles wurde in unfassbarer Perfektion nachgebaut oder nachempfunden. Die Räume sind angefüllt mit Geschichte, ausgestattet mit den erlesensten Antiquitäten und Kunstwerken. Der Film lässt Einblicke in eine sonst der Öffentlichkeit völlig verschlossene Welt zu, alleine das ist schon in höchstem Maße sehenswert. Die Art und Weise wie Paolo Sorrentino die Geschichte erzählt, wie er sie in suggestive Bilder umsetzt, wie er ihr psychologische Tiefe gibt, den Figuren eine vielschichtige Persönlichkeit, weit ab von jedem Schwarz-Weiß Denken, das ist einfach großartig gelungen. Ich hätte Jude Law eine so hochkarätige schauspielerische Leistung niemals zugetraut, aber er spielt den janusköpfigen, innerlich zerrissenen Papst in jeder Facette überzeugend. Anfangs ist man noch über die Boshaftigkeit und Arroganz verstört, aber mit jeder weiteren Folge wächst die Sympathie für ihn und seinen Weg. Wenn es eine Regel gibt, der Sorrentino folgt, dann ist es die, dass er eindimensionale Figuren verabscheut. Das gilt für Pius XIII. ebenso wie für den liebevoll-gerissenen Kardinalstaatssekretär Voiello, Belardos dominante Ziehmutter Schwester Maria oder die vielschichtigen Nebenfiguren im päpstlichen Umfeld. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind fließend, eine Welt ohne Lüge wäre unerträglich. Und so verkündet die Geschichte, auch wenn es anfangs überhaupt nicht so erscheinen mag, eine durch und durch positive Botschaft, geprägt im christlichen Glauben, ohne jemals aufdringlich oder missionarisch zu sein. Der Papst ist letztlich auch nur ein Mensch. Dass die Geschichte ein echtes erzählerisches Ende hat, ist ebenfalls ein positiver Aspekt.

Die Bonus Tracks sind leider sehr enttäuschend. Kein Wort zu den atemberaubenden Drehorten (die Infos habe ich aus der Presse), dafür sich inhaltlich wiederholende Schauspielerinterviews. Die Serie dagegen ist einfach genial. Ein Fest für die Augen, für das Herz und das Hirn. Mich hat der Film jedenfalls bis in die Träume verfolgt und das passiert mir wahrlich nicht oft.


Türgarderobe mit 5 variablen Haken, silber lackiert
Türgarderobe mit 5 variablen Haken, silber lackiert
Wird angeboten von Thats Shopping GmbH
Preis: EUR 10,38

3.0 von 5 Sternen Nicht ganz passend, 7. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beim Schließen der Türe spreizt sich die Halterung etwas vom Türblatt ab. Könnte auf Dauer Spuren an der Oberkante hinterlassen. Die Haken könnten insgesamt etwas länger sein, weil z. B. ein Schal kaum zum Halten gebracht werden kann und runterrutscht. Jeweils gut für ein einzelnes Kleidungsstück mit Aufhängeschlaufe.


Was Sie über Inflation wissen sollten: Die Wahrheit darüber, warum Ihr Vermögen schrumpft
Was Sie über Inflation wissen sollten: Die Wahrheit darüber, warum Ihr Vermögen schrumpft
von Henry Hazlitt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spiel mit dem Feuer, 6. April 2017
Über Nacht ist ein Wunder geschehen und alle haben plötzlich viermal so viel Geld auf der Bank wie am Abend zuvor. Jeder kauft jetzt nach Herzenslust Dinge, die er sich schon seit Langem wünscht, sich aber bisher nicht leisten konnte. Die Ersten, die im Geschäft eintreffen, können die Dinge zum günstigen Preis von gestern einkaufen, aber schnell merkt der Händler, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt und erhöht die Preise. Die Lager der Einzelhändler leeren sich schnell und auch die Großhändler werden von der Nachfrage überrannt und erhöhen ihre Preise. Die Hersteller müssen die Produktion erhöhen, stellen Arbeitskräfte ein und die Löhne steigen.
Auch wenn das Bild, das Henry Hazlitt stark vereinfacht ist, zeigt es aber deutlich das Prinzip von Ursache und Wirkung. Oft wird der Preisanstieg, der einfach eine Konsequenz der Inflation ist, so behandelt, als wäre er selbst die Inflation. Dieses Missverständnis führt dazu, dass viele Leute die eigentliche Ursache der Inflation - das Wachstum der Geldmenge - übersehen.

Henry Hazlitt beschreibt in seinem Buch "Was Sie über Inflation wissen sollten" anschaulich und verständlich, was Inflation ist, wie sie entsteht, wer sie macht und warum sie nicht dauerhaft auf geringem Niveau zu halten ist. Als Vertreter der Österreichischen Schule befürwortet er den Goldstandard, um das zügellose Gelddrucken der Notenbanken zu unterbinden und somit die Inflation einzudämmen. Bereits 1968 erschienen, ist das Buch aktueller denn je (Zitate): "Einer der wichtigsten Gründe für die anhaltende Inflation ist, dass die Regierungen oder Zentralbanken an zu niedrigen kurzfristigen Zinsen festhalten.",
"Unsere Politiker scheinen sich an einer offenen Verschwörung zu beteiligen, deren Ziel es ist, die Staatsschulden nicht zurückzuzahlen, jedenfalls nicht in Geld, das dieselbe Kaufkraft hat wie jenes, das sich der Staat geliehen hat." oder "Inflation macht sichere und konservativere Geldanlagen unattraktiv und zwingt jedermann, sich in einen Spekulanten oder Spieler zu verwandeln.".

Inflation kann man nicht dosieren, wie es die EZB heute mit ihrer Zielmarke von 2 % dennoch behauptet. Dabei verbiegt sie beim Überschreiten der Grenze noch schnell die Kriterien, um möglichst lange ihre bisherige Politik des billigen Geldes fortführen zu können. Selbst bei einer Inflation von "nur" 2 % im Jahr würde sich die Kaufkraft innerhalb einer Generation um die Hälfte verringern - denn Sparzinsen gibt es nicht mehr. Und es ist nicht abzusehen, dass die Realrendite, also die Differenz zwischen Zins und Inflation, wieder positiv wird. Anleger werden in riskantere Anlageformen gezwungen und der Staat kann seine Schulden bequem weginflationieren.
Eine Strategie der EZB aus der Nullzinspolitik auszusteigen, ist nicht zu erkennen und ich habe die Befürchtung, dass die Notenbank bei der epischen Geldschwemme bleiben wird. Würden die Zinsen steigen, kollabieren die Südländer unter der Zins- und Schuldenlast. Bleiben die Zinsen weiterhin künstlich auf null oder werden negativ, wird die EZB die Büchse der Pandorra nicht mehr schließen können und die Folgen werden dramatisch.

Ein auch heute noch richtiges, absolut lesenswertes Buch über Inflation, ihre Ursachen und Auswirkungen. Wir sind leider in den Fängen von Verbrechern, die sich ihre Gesetze selber machen.


VW Käfer - Das Buch
VW Käfer - Das Buch
von Keith Seume
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 21.529.464, 4. April 2017
Rezension bezieht sich auf: VW Käfer - Das Buch (Gebundene Ausgabe)
Keith Seume ist Herausgeber des Magazins "Volksworld and Classic Porsche" und ausgewiesener Käfer-Spezialist. Der Wagen auf dem Titelbild ist ebenfalls aus seiner Sammlung. Der Mann weiß also, wovon er schreibt.

Ich bin in meiner Liebe für den knuffeligen Spritfresser sicher nicht alleine. Mein erstes Auto war ein Käfer, Baujahr 1961 und schon damals ein Oldtimer, wenn auch nicht gerade ein Sammlerstück. Er brachte mir Freiheit und Unabhängigkeit, rasselnd fuhr ich mit ihm bis nach Italien, Unterhaltung war während der Fahrt nur im Bundeswehrton möglich. Anschließend habe ich zwei Stoßdämpfer und ein Steißbein getauscht.

Und trotzdem, ich liebe Käfer immer noch und jedes Mal, wenn ich einen sehe, bringt er ein Lächeln auf mein Gesicht. Für genau solche Menschen ist das Käfer-Buch geschrieben.

Auf rund 50 Seiten entrollt sich die Geschichte dieses Kultautos. Die Anfänge liegen im Dritten Reich, als Hitler die Entwicklung eines preisgünstigen KdF-Wagens in Auftrag gab, der jedoch nie an die Allgemeinheit ausgeliefert wurde. Sämtliche Anzahlungen waren nach dem Krieg wertlos. Doch die zivile Produktion lief bereits 1946 an und erreichte schon Mitte der Fünfziger die Millionengrenze. Am Ende wurden 21.529.464 Exemplare gebaut, das bis heute meistverkaufte Auto der Welt. Wenn man das bedenkt, sind sie schon verdammt selten geworden...

Das Buch besticht durch zahlreiche Detailfotos, ausnahmslos im Studio entstanden, und umfangreiche technische Daten (Motorisierung, Besonderheiten in Konstruktion, Fahrleistung, Abmessungen, Stückzahl), auch zu weniger häufigen Modellvarianten. Man wundert sich immer wieder, wie "aufgeräumt" so ein Käfermotor aussieht und dann wundert es wiederum nicht, dass es geradezu Volkssport war, das Gefährt selber zu reparieren. Werkstatt? Fehlanzeige! Die erweiterte Produktpalette, wie z. B. der "Bulli" und der Karman-Ghia ist übrigens auch berücksichtigt. Meistens handelt es sich bei den abgebildeten Wagen allerdings um Rechtslenker, da die Originalausgabe des Buchs aus England stammt. Der Käfer war ein internationaler Exportschlager und daher ist auch die Sicht des Autoren international. Besonders interessant sind dabei die regionalen und nationalen Vorlieben, die sich in Ausstattung und Design äußern.

Eine vollständige, sehr umfangreich bebilderte Biografie eines automobilen Denkmals. Für die einen Nostalgie, für die anderen Leidenschaft.


Permakultur: Grundlagen und Praxisbeispiele für nachhaltiges Gärtnern
Permakultur: Grundlagen und Praxisbeispiele für nachhaltiges Gärtnern
von Christoph Bachmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hoffentlich darf ich heute noch tun, was ich morgen tun muss., 2. April 2017
Sie ist naheliegend, sie ist logisch und letztlich unvermeidlich. Permakultur nutzt die Prinzipien der Natur für eine nachhaltige Landwirtschaft, denn um Nachhaltigkeit werden wir mittelfristig nicht herumkommen. Ob die Permakultur, wie von ihren Erfindern erhofft, das Überleben der Menschheit auf unserem Planeten sicherstellen wird, das bezweifele ich zwar stark, angesichts von Überbevölkerung, religiösem Fanatismus und Krieg, aber man kann es ja mal versuchen, nein, man muss es einmal versuchen.

In einem ersten, umfassenden Kapitel erklären die Autoren die Regeln der Permakultur anhand von anschaulichen und nachvollziehbaren Beispielen, die zwar teilweise auf uraltem Erfahrungswissen beruhen, heute aber auch wissenschaftlich erklärbar sind. Überhaupt ist die Wissenschaftlichkeit ein großer Pluspunkt der Permakultur. Hier findet man weder Mondkalender-Hokuspokus noch Gemüse-Homöopathie, dafür jede Menge Ökologie und Pflanzenphysiologie. Von den verschiedenen möglichen Methoden Permakultur umzusetzen wird im Buch die sogenannte TEEPUR Methode vorgestellt, die letztlich nichts anders ist als klassisches Projektmanagement auf der Basis der vorgegebenen Regeln.

Die Permakultur setzt sich zum Ziel, die Mechanismen auszunutzen, die in der Natur zu einem Gleichgewicht führen. Es ist dabei wichtig festzuhalten, dass Gleichgewichte nie auf Dauer stabil sind. Sie sind gegenüber Störungen mehr oder weniger empfindlich und daher achtet die Permakultur darauf, möglichst resiliente, also unempfindliche Systeme aufzubauen, die mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen auskommen. Solche Systeme kommen z. B. mit Trockenheit oder Schädlingsbefall wesentlich besser zurecht. Sie sind charakterisiert durch Vielfalt, Vernetzung und Effizienz und sie schaffen keine starren Raster, sondern sie "fließen". Wie man das in den unterschiedlichsten Zusammenhängen realisiert, wird im zweiten Teil des Buchs anhand von Beispielen dargestellt. Das sind zum einen unterschiedliche Gartenformen (Kleingarten, Gemeinschaftsgarten, Gewächshäuser, Balkon, urbane Gärten etc.), aber auch unterschiedliche Nutzungstypen wie Obstgärten, Gemüsegärten, Kultur im Winter, Tierhaltung im Garten u.a.. Ich muss erwähnen, dass die Beispiele nicht in allen Einzelheiten dargestellt werden, d. h. es fehlen z. B. Pflanzpläne, Anweisungen zur Kulturfolge, Ansprüche an Böden, Licht und Wasser, Sortenempfehlungen oder Bauanleitungen. Die Autoren weisen zu Recht darauf hin, dass jeder Garten individuelle Bedingungen hat, die individuell gelöst werden müssen. Noch so viel Vorausplanung wird zumindest anfangs nicht in allen Aspekten Erfolg haben - letztlich eine Binsenweisheit für Gärtner. Aber das dahinterliegende Prinzip wird durch die Beispiele erkennbar und die Ausführungen enthalten zahlreiche sehr kreative Ideen, um den Nutzen oder auch den Ertrag zu fördern. Nicht jede Idee ist bei näherem Hinsehen allerdings neben kreativ auch sinnvoll (z. B. Regenrohre zwecks Vorwärmen des Wassers durch einen Komposter zu leiten benötigt entweder einen gewaltigen Komposter oder hat außer Problemen beim Komposterumsetzen nicht viel Auswirkung), aber das kann man ja selber bewerten. Wie überhaupt die eigentliche Arbeit erst nach der Lektüre beginnt. Man bekommt Anregungen, man bekommt Methoden und Prinzipien, aber man bekommt keine schematischen Arbeitspläne, Flussdiagramme oder Listen. Die muss man letztlich selber entwickeln, je nach Standort, Anforderungen, Budget und Zeit. Bis so ein Garten im Gleichgewicht ist, vergehen Jahre, in denen probiert und getestet werden muss. Ganz wichtig ist dabei die Beobachtung dessen, was im Garten passiert, denn durch die Beobachtung lernt man am meisten.

"Permakultur" ist ein Buch für den Einsteiger, eine Ideensammlung mit zahlreichen Abbildungen, kreativen und oft sehr sinnvollen Vorschlägen zur Gestaltung, Planung und Umsetzung, aber es legt nur die Grundlagen. Die Praxis ergibt sich erst aus der Praxis.


Die Geschichte Chinas [2 DVDs]
Die Geschichte Chinas [2 DVDs]
DVD ~ Michael Wood
Preis: EUR 18,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderschöne Bilder aber historisch nicht neutral, 31. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte Chinas [2 DVDs] (DVD)
Michael Wood ist vor allem im angelsächsischen Raum seit 40 Jahren als Moderator von Geschichtsdokus bekannt und genießt einen guten Ruf. Diesmal zieht es ihn nach China und die Aufgabe, die er sich gestellt hat, ist fast so gigantisch wie das Reisenreich: Er versucht, die komplexen historischen Abläufe über den Zeitraum von 4000 Jahren so ins Bild zu setzen, dass der Zuschauer nicht die Orientierung verliert. Das gelingt ihm vor allem durch eine thematische Verdichtung auf die "großen" Dynastien (Zhou, Han, Tang, Song, Ming, Qing). Wood reist dafür durch ganz China und besucht alle wichtigen Hauptstädte und die Orte von Schlüsselereignissen der Geschichte, er zeigt das bunte Leben in den pulsierenden Städten, Traditionen und Feste, aber auch historische Aufnahmen und Ausschnitte aus Spielfilmen. Durch die schnelle Schnittfolge werden die Sequenzen zu einem Ganzen verschmolzen und schaffen ein Kaleidoskop aus Vergangenheit und Gegenwart. Das entwickelt eine große Sogwirkung und Faszination. Ich befasse mich seit 30 Jahren intensiv mit China und der chinesischen Geschichte, war seit den frühen 90igern sehr oft im Land unterwegs und glaube daher, mich etwas auszukennen. Mit diesem Hintergrundwissen ist es auffällig, dass sich Michael Woods Geschichtsauffassung stets eng an der Parteilinie orientiert, die allerdings in einigen wichtigen Punkten von der neutralen Sicht der Historiker abweicht. Wood suggeriert stets, dass China über 4000 Jahre ein mehr oder weniger einheitliches Staatsgebiet mit einer Zentralmacht war, was jedoch nur für einige Epochen relativer Stabilität stimmt. In der Regel war China territorial zersplittert, ein Fakt, der allerdings von der Partei gerne verschwiegen wird, widerspricht es doch der "Ein China"-Doktrin. Auch die Kommunisten leiten letztlich ihren Machtanspruch aus dem Kaiserreich ab. In die gleiche Richtung eines geschlossenen, seit Jahrtausenden bestehenden Staatsgebiets gehen z. B. Beiträge, in denen Woods muslimische Gemeinden im Nordwesten Chinas zeigt, die einen moderaten Islam chinesischer Prägung praktizieren, während die zahlreichen Konflikte komplett außen vor bleiben. Tibet oder andere Minderheiten werden mit keinem Wort erwähnt. Und Mao wird für seinen "Großen Sprungs nach vorne" und die Kulturrevolution genau bis zu dem Punkt kritisiert, wie es auch die offizielle Parteidoktrin vorsieht, ansonsten war er "ein sympathischer Mann". Viele der bunten, "traditionellen" Feste und Rituale, die im Film gezeigt werden, wurden dagegen erst kürzlich als Touristenattraktion von Marketingstrategen neu ausgedacht (inklusive Phantasiekostümen), denn nach 1949 wurden alle klassisch konfuzianischen und buddhistischen Traditionen radikal ausgemerzt. Auch das hätte Wood durchaus einmal erwähnen können, denn es ist ja nichts Verwerfliches, an alte Traditionen im Abstand von 60 Jahren wieder anzuknüpfen. So wird aber wieder eine Kontinuität suggeriert, die es nicht gibt. Die Liste von auffälligen Weglassungen oder Beschönigungen ist leider noch viel länger, der aufmerksame Zuschauer wird sie schon entdecken. Immerhin hat es das Tiananmen-Massaker zu einem 30-Sekunden Auftritt geschafft. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Spielfilmsequenzen ausschließlich aus chinesischen (Staats)Produktionen stammen, dann frage ich mich schon, ob insgesamt die nötige Distanz gewahrt blieb. Vielleicht ist es auch eine Form der Selbstzensur, denn die BBC ist in China recht aktiv und möchte es natürlich bleiben. Dass die deutschen Sprecher viele chinesische Eigennamen nicht einmal ansatzweise richtig aussprechen, ist ebenfalls bedauerlich.
China ist flächenmäßig so groß wie Europa und seine Geschichte ist ebenso komplex wie die Europas. Niemand bezweifelt, dass es eine durchgehende Linie chinesischer Kultur seit der Antike gibt, denn das Gleiche gilt für jede andere Kultur auch. Aber es gab, wie in Europa, zahlreiche Brüche. Michael Wood hätte gut daran getan, dies deutlich zu betonen. Er findet ausgesprochen schöne, exotische Bilder und auch interessante Geschichten, nur inhaltlich sollte der Zuschauer besser kritische Distanz wahren.


Einfach richtig Geld verdienen mit ETFs (Mein Finanzkonzept)
Einfach richtig Geld verdienen mit ETFs (Mein Finanzkonzept)
von Judith Engst
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Einsteiger und Fortgeschrittene, 29. März 2017
ETFs werden immer beliebter und laufen den aktiv gemanagten Fonds den Rang ab, denn sie sind kostengünstiger und über einen längeren Anlagezeitraum schneiden sie meistens auch noch besser ab.

Neben den Grundlagen von ETFs (Arten, thesaurierend/ausschüttend, Replizierungsmethode, Kosten, wichtige Anbieter) werden zur Abgrenzung auch die verwandten Produkte wie Index-Zertifikate und ETCs ausführlich behandelt. Während Geldanlagen in ETFs zum Sondervermögen zählen und somit recht sicher sind, sind ETCs und Index-Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen und unterliegen damit dem Emittentenrisiko. Geht die Bank pleite (siehe Lehman Brothers), verliert der Anlieger einen Großteil seiner Investitionen. Aber es gibt diverse Alarmgrößen wie CDS (Credit Default Swaps, vergleichbar mit Versicherungsbeiträgen gegen Kreditausfall), auf die der Anleger unbedingt achten soll, um das Risiko richtig einschätzen zu können.

Die meisten ETFs bilden einen Index nach und daher sollte der Anleger auch wissen, wie sich dieser Index berechnet. Engst geht ausführlich auf die Gewichtungsunterschiede sowie Berechnungsweisen der gängigsten Indizes ein. Mir war z. B. neu, dass die Zusammenstellung des Dow Jones recht antiquiert und wenig transparent ist: Der Herausgeber des Verlagshauses Dow Jones & Company sucht sich die 30 "wichtigsten" (!) börsennotierten US-Unternehmen heraus, summiert deren Kurse und teilt sie dann durch die Anzahl der Mitglieder. Der Dax enthält zwar auch 30 Unternehmen, aber hier erfolgt die Zusammensetzung nach der Marktkapitalisierung ihrer Aktien im Streubesitz.
Aber es gibt deutlich mehr Indizes, die ausgesuchte Länder, Regionen, Branchen oder Sektoren beinhalten. Engst beschreibt die Besonderheiten, bewertet sie und erläutert, worauf man achten muss. So ist der MSCI World bei Weitem nicht so global aufgestellt, wie er immer dargestellt wird. Er umfasst zwar mehr als 1.600 Aktien aus 23 Ländern, ist aber mit einem Indexgewicht von über 60% sehr USA-lastig.

Auch besondere Strategien wie Dividenden-Indizes (wie DivDax oder Dax plus Maximum Dividend) werden von Engst kritisch beleuchtet: Welche Unternehmen kommen in den Index? Wie wird die Dividendenrendite berechnet? Werden die gezahlten, angekündigten oder erwarteten Dividenden zugrunde gelegt? Wie ist die Ausschüttungsquote? Wird die Dividende aus der Substanz erwirtschaftet oder aus den Gewinnen? Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Dividendenrendite immer dann besonders hoch ist, wenn der Kurs niedrig ist. Wie wird also sichergestellt, dass nur nachhaltig erfolgreiche Unternehmen im Index verbleiben?

Weiterführende Literaturempfehlungen sowie hilfreiche Weblinks fehlen leider.

"Einfach richtig Geld verdienen mit ETFs" richtet sich vornehmlich an Einsteiger, aber auch fortgeschrittene Anleger kommen auf ihre Kosten. So erfahren sie mehr über die Risiken von ETCs und Index-Zertifikaten und erhalten detaillierte Informationen über die gängigsten Basiswerte.


Handschriften des Mittelalters - Grundwissen Kodikologie und Paläographie
Handschriften des Mittelalters - Grundwissen Kodikologie und Paläographie
von Mathias Kluge (Hrsg.)
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Einführung, 27. März 2017
Mittelalterliche Handschriften sind faszinierende Zeitzeugnisse. Sie bilden die Brücke zwischen der Antike und der Gegenwart, sie zeigen die historische und auch technische Entwicklung des Buches vom Papyrus bis zum Papier, vom Rotulus, der Buchrolle, bis zum gebundenen Codex und sie sind Wissensspeicher, Lebenszeichen und Kunstobjekte. Ohne die Tradition der zunächst klösterlichen Kopisten wäre die Kultur der Antike vollständig verloren gegangen. Es lohnt sich also, das Thema näher zu beleuchten und das ist Matthias Kluge und seinen Co-Autoren in einer sehr anschaulichen und nachvollziehbaren Weise gelungen. In kurzen und prägnanten Einzelkapiteln werden sämtliche Aspekte der Buchgeschichte des Mittelalters dargestellt oder zumindest angerissen und dort, wo die Eindringtiefe aus praktischen Gründen nicht weiter gehen kann, finden sich wertvolle Links zu hilfreichen Webseiten. Aber selbst bei solchen komplexen Themen bieten die Autoren trotzdem so viel Informationen, dass man am Ende das Gefühl hat, zumindest mitreden zu können.

Der Aufbau ist didaktisch wohlüberlegt. Im ersten Hauptkapitel geht es um die zur Herstellung von Handschriften benötigten Materialien und deren Produktion, sowie um die Technik der Buchproduktion im Mittelalter, die bereits in hohem Maße arbeitsteilig war. Es ist erstaunlich, dass viele bis heute gültige Prinzipien des Layouts und der Typologie bereits im Mittelalter angelegt wurden. Einige weit verbreitete Irrtümer über das angeblich "dunkle" Mittelalter werden von den Autoren ganz nebenbei noch korrigiert. Das Kapitel schließt mit einer kurzen Übersicht zur Geschichte des Bucheinbands mit einigen hochseltenen Beispielen und erörtert die Frage der Überlieferung originaler Handschriften, die nicht nur vom Material abhängig war. Die Zahl der erhaltenen Handschriften ist auch ein Spiegel der allgemeinen Alphabetisierung.

Das zweite Kapitel widmet sich der wissenschaftlichen "Primärauswertung" von Handschriften. Das beginnt bei scheinbar einfachen Fragen, wie z. B. den mittelalterlichen Quellenangaben. In einer Zeit ohne exakt reproduzierbare Buchseiten, in der es üblicherweise weder Titel noch Kapitelüberschriften gab, ist die Orientierung in einem Text nicht selbstverständlich. Die wissenschaftliche Aufarbeitung beginnt mit der Transkription, die ein erhebliches Spezialwissen erfordert. Der Schreibstoff Pergament war teuer und daher nutzten mittelalterliche (aber auch frühneuzeitliche) Schreiber in teilweise exzessivem Ausmaß Abkürzungen. Diese aufzulösen ist nicht trivial und zieht eine ganze Reihe Fragen in der Transkription nach sich. Gerade dieses Kapitel fand ich besonders gelungen, da es zahlreiche Beispiele liefert und trotz der Komplexität sehr anschaulich bleibt.
Mittelalterliche Handschriften sind in der Regel nicht datiert, aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Erscheinungszeit und -ort einzugrenzen. Dieser Aspekt taucht in den Kapiteln zur Einbandkunde, der Typografie aber auch bei den Wasserzeichen auf, die mit der breiten Verwendung von Papier Einzug halten. Zu einigen Punkten verweisen die Autoren auf Internetseiten, die auch von Profis genutzt werden. Überhaupt werden mittelalterliche Handschriften weltweit zunehmend digitalisiert und erschließen sich damit auch dem interessierten Laien. In der Regel machen die Digitalisate den Zugriff auf die Originale unnötig. Wer es dennoch muss, erhält in einem der Kapitel einige sehr nützliche Praxistipps, damit die Reise auch maximalen Nutzen hat.
Das letzte Kapitel zeigt anhand von Beispielen aus der Klosterbibliothek St. Emmeram die praktische Arbeit eines Paläografen. Unter Verwendung aller vorher erklärten Techniken werden Fragen wie die Identität eines Schreibers, Datierung oder Lokalisierung untersucht. Das bisher nur am Rande gestreifte Thema der Illustration im jeweiligen Nutzungskontext wird hier auch noch vertieft. Warum ein so durchdacht aufgebautes Buch keinen eigenen Index hat, hat sich mir allerdings nicht erschlossen.

Dieses Buch ist eine didaktisch hervorragende, fachkundig bebilderte Einführung in ein hochinteressantes Thema. Es richtet sich ebenso an den Laien wie Studienanfänger der Mediävistik, vermittelt solide Grundkenntnisse und verweist auf gute, oft frei verfügbare weiterführende Quellen.


Franz Kafka: Ein Landarzt: Illustrierte Buchreihe
Franz Kafka: Ein Landarzt: Illustrierte Buchreihe
von Kat Menschik
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar gestaltet, 25. März 2017
Nach erheblichen, kriegsbedingten Verzögerungen erschien im Jahr 1920 Franz Kafkas Erzählband "Ein Landarzt", in dem 14, zum Teil schon vorab veröffentlichte Geschichten versammelt sind. Einige dieser Geschichten, wie z. B. "Vor dem Gesetz" oder "Eine kaiserliche Botschaft", gehören zum allgemeinen Bildungskanon und sind immer noch Schullektüre. Sie stehen exemplarisch für die surreale, ja verstörende Welt Kafkas, in der alle Bemühungen zwecklos, alles Streben nach Erkenntnis oder Verstehen letztlich zum Scheitern verurteilt sind.

Kafkas Sprache ist nicht nur auffallend rhythmisch, sondern sie ist auch ungeheuer suggestiv. Es drängt sich geradezu auf, diese Geschichten zu illustrieren und es gab seit den Zwanzigerjahren immer wieder schöne Ausgaben, die zum Teil selber gesuchte Sammlerstücke sind (die Originalausgabe gehört sowieso zu den ganz großen antiquarischen Raritäten). Kat Menschik hat sich nun ebenfalls an Kafka getraut. Ihre Werke sind mir schon öfter über den Weg gelaufen und jedes Mal haben sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht nur, dass sie eine sehr charakteristische, sofort wiedererkennbare Handschrift besitzt, sie hat darüber hinaus ein bewundernswertes Gespür für Ästhetik. Stilistisch passt sie auch wunderbar in Kafkas Zeit, denn sie arbeitet sehr gerne mit dem Medium Holzschnitt, das sie virtuos beherrscht, und das im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts eine besondere Blütezeit hatte. Wie sie mit Form und Farbe umgeht und die oft alptraumhaften Bilder aus Kafkas Geschichten umsetzt, das ist faszinierend, manchmal witzig (wie in "Elf Söhne") aber immer grafisch auf allerhöchstem Niveau.

Der Grund, warum ich überhaupt auf diese Ausgabe gestoßen bin, ist jedoch, dass mir kürzlich ein anderes von Kat Menschik illustriertes und entworfenes Buch aus dem Galiani Verlag in die Hände gefallen ist: "Die Bergwerke zu Falun", dessen Layout und Ausstattung mich sofort begeistert hat. "Ein Landarzt" ist nun der eigentlich erste Band dieser Reihe, genauso sorgfältig gestaltet und auch handwerklich ein kleines Kunstwerk, mit Farbschnitt, aufwendiger Deckelprägung und Fadenbindung. Ich bin absolut sicher, dass sich Kat Menschik sehr gut mit historischen Büchern auskennt, denn die Anklänge an klassische Einbände des deutschen Jugendstils um 1900-1910 sind offensichtlich. Gleichzeitig verfremdet sie die Vorlagen aber mit einem ironischen Augenzwinkern, was für einen Bücherfreund wie mich ein besonderes Vergnügen ist. Da merkt man einfach, dass hier Leute am Werk sind, die Bücher lieben und auf Details achten. Wem aber die Gestaltung von "Ein Landarzt" genauso gut gefällt wie mir, dem muss ich "Die Bergwerke zu Falun" unbedingt noch ans Herz legen. Das sind wirklich schöne Bücher, die man gerne in die Hand nimmt und liest.


Conté 9277871 Watercolour Buntstifte zum Aquarellieren Metallbox mit 24 Stück
Conté 9277871 Watercolour Buntstifte zum Aquarellieren Metallbox mit 24 Stück
Preis: EUR 19,00

4.0 von 5 Sternen Gute Farbtonauswahl - ein paar Fragen bleiben offen, 23. März 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Box hat eine sehr praxisnahe Auswahl der unterschiedlichen Farbtöne. Hiermit lassen sich fast alle Zeichensituationen meistern, besonders sinnvoll sind die zahlreichen Grün- (5) und Blautöne (5), darunter auch ein Indigofarbton, den ich standardmäßig bei der Schattengebung verwende (meine wichtigste Farbe überhaupt). Die Pigmente sind sehr fein, sodass sich beim Ausaquarellieren keine störenden Körnchen und damit Farbflecken bilden. Auch verschwindet der unterliegende Strich vollständig beim Aquarellieren, es bleibt eine absolut ebenmäßige Farbfläche übrig. Die Minenhärte entspricht etwa 3B, es malt sich sehr leicht damit, bei guter Farbdeckung und trotzdem sehr wischfest. Der beiliegende Pinsel ist qualitativ eher minderwertig, die Borsten sind relativ steif und widerspenstig.
Ein paar Dinge sind verbesserungswürdig: Die Stifte haben keine Farbbezeichnung, weder als Code noch in der üblichen Wortwahl, sodass eine Ersatzbeschaffung schwierig wird. Außerdem entsprechen die Musterfarben am Stiftende nicht unbedingt der tatsächlichen Farbe, weshalb ich öfter mal auf einem separaten Blatt Probestriche machen muss, bevor ich die Stifte einsetze. Wenn die Farbbezeichnung eindeutig wäre (z. B. "Chromgrün"), hätte ich damit keine Probleme. Ein zweiter Punkt ist die Stiftoberfläche, die ich als übermäßig glatt empfinde, worunter die Kontrolle über die Strichführung etwas leidet. Über die Lichtechtheit der Pigmente gibt es leider keine Angaben.
Ich denke, für Anfänger ist dieses Set hervorragend geeignet, die Ansprüche von Fortgeschrittenen werden dagegen nicht ganz erreicht.


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