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Beiträge von Volker M.
Top-Rezensenten Rang: 31
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Rezensionen verfasst von
Volker M.
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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Bosch DIY Kreuzlinien-Laser Quigo 3. Generation Plus, 2 x AAA Batterien, Schnell-Montage Platte, Stativ, Karton (Reichweite 7 m, Neigungsfunktion, Selbstnivellierend)
Bosch DIY Kreuzlinien-Laser Quigo 3. Generation Plus, 2 x AAA Batterien, Schnell-Montage Platte, Stativ, Karton (Reichweite 7 m, Neigungsfunktion, Selbstnivellierend)
Preis: EUR 66,32

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas kurz gedacht, 13. Juli 2016
Eigentlich habe ich so was schon lange gesucht: Statt sich beim Aufhängen von großen Bildern jedes Mal über die zu kurze Wasserwaage zu ärgern, kann man sich die Linien doch auch mit dem Laser an die Wand projizieren lassen. Mit Einschränkungen schafft das dieser Kreuzlinien-Laser auch. Aber eben nur mit Einschränkungen.

Hier die aus meiner Sicht besonders erwähnenswerten Vor- und Nachteile:

+ Die Inbetriebnahme ist einfach: Batterien rein, auf das im Lieferumfang enthaltene Stativ schrauben und die Abdeckklappe nach oben schieben. Schon wird auf der Wand ein lot- und waagerechtes Laserkreuz projiziert.

+ Die Ausrichtung geht schnell (ca. 4 Sekunden) und ist sehr präzise, wenn der Neigungswinkel 4° nicht überschreitet. Ich habe es mit der Wasserwaage überprüft. Bei mehr als 4° Neigung gibt es eine Fehlermeldung (blinkender Laser).

+ Auf den horizontalen und vertikalen Laserlinien werden zusätzliche Markierungen angezeigt. Je weiter der Quigo von der Wand steht, umso größer sind die Abstände der Markierungen. Sie dienen dazu, Mittelpunkte leichter zu bestimmen, aber das funktioniert nur, wenn das Laserkreuz perfekt im 90°-Winkel steht. Das prüft man manuell mit der Laser-Zieltafel (einem kleinen beiliegenden Kunststoffteil).

+ Bei Online-Registrierung kann man - auch wenn es nicht extra beworben wird - die Hersteller-Garantie kostenlos von 2 auf 3 Jahre verlängern.

- Wenn man zuverlässig waagerechte Linien haben will, muss der Quigo stabil auf der Höhe angebracht werden, auf der man etwas aufhängen will. Bis zu 4 Grad kann die Nivellierautomatik selbständig ausgleichen, alles, was darüber hinausgeht, wird als Fehler quittiert. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen (sehr einfachen) Stativ kann man den Quigo allerdings nur auf maximal 1,20 m Höhe bringen. Das schränkt die Nutzung sehr stark ein und man muss zum Anbringen von Bildern in der Regel ein längeres Stativ verwenden oder sich kreativ mit einer Leiter, einem Regal oder sonstigen Hilfsmitteln behelfen. Das kann eine ziemliche Fummelei werden. Leider ist in der Plus-Version nicht die Universalklemme (MM2) aus dem Standard-Paket enthalten, die insgesamt flexibler zu verwenden ist als das Stativ. Aus meiner Sicht ist das alles zu kurz gedacht, denn wer hängt seine Bilder schon auf 1,20 m?

- Bei Tageslicht ist die Lichtstärke des Lasers nicht immer ausreichend.

Kennt man die technischen Einschränkungen des Quigo, ist er eine saubere und sehr präzise Hilfe. Allerdings würde ich empfehlen, die günstigere Standard-Version mit der Universalklemme zu kaufen. Der Quigo passt im Übrigen auf jedes normale Fotostativgewinde.


Adolph Menzel: Auf der Suche nach der Wirklichkeit
Adolph Menzel: Auf der Suche nach der Wirklichkeit
von Werner Busch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 58,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungene Künstlermonografie, 11. Juli 2016
Werner Busch gelingt in seiner Monografie das Kunststück, nicht nur den Menschen Adolph Menzel und seine Zeit lebendig werden zu lassen, sondern gleichzeitig anschaulich darzustellen, wie Kunsthistoriker arbeiten. Anders als viele seiner Berufskollegen setzt Busch dabei nicht die Kenntnis eines breiten Kunstkanons voraus, sondern er zeigt vergleichendes Bildmaterial grundsätzlich in Abbildungen, sodass jeder Leser auf seinem Kenntnisstand abgeholt wird. Außerdem verzichtet er gänzlich auf wolkige Umschreibungen, zu denen sich Kunsthistoriker gerne flüchten, wenn sie sich in Spekulationen verlaufen. So bleibt der Text stets klar und verständlich, nicht zuletzt, weil Busch sehr systematisch und strukturiert an das Thema herangeht.

Der Aufbau ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, streng chronologisch und beleuchtet die künstlerische Entwicklung Menzels ebenso wie die Konstanten in seinem Werk. Bereits im gebrauchsgrafischen Werk Menzels (Busch konzentriert sich hier besonders auf die Illustrationen zu Kuglers "Geschichte Friedrichs des Großen") zeigt sich eine Auffassung von Wirklichkeit, die es zu diesem Zeitpunkt in der offiziellen Kunst noch nicht gab. Menzel ist äußerst detailversessen und rückt dem Gegenstand seines Interesses gerne sehr nah. Oft wählt er extreme Perspektiven und versucht schon früh, das Flüchtige in der Bewegung darzustellen. Diese Prinzipien werden sein Werk lebenslang begleiten.

Busch wählt aus dem Oeuvre sehr geschickt Beispiele aus, die nicht nur die zeichnerische Meisterschaft Menzels demonstrieren, sondern auch die malerische Technik offenlegen. Menzel hat zahlreiche Skizzen und unvollendete Werke hinterlassen, an denen sich die Herangehensweise wunderbar ablesen lässt. Immer wieder faszinierend ist die ungeheure Sicherheit, mit der Menzel zeichnet und malt, ohne dass er jemals eine akademische Ausbildung genossen hätte. Als er in den 1840iger Jahren erstmals in Öl malt, ist diese Form sofort technisch ausgereift und man fragt sich, wie so etwas möglich ist. Busch lässt den Punkt zwar weitgehend offen, aber er zeigt, wie Menzel in dieser Zeit um Anerkennung kämpft und dass ihm die königliche Ablehnung sehr getroffen hat. Die berühmten Friedrich-Bilder wurden tatsächlich nicht vom Hof angekauft, sondern entstanden auf eigenes Risiko und ohne Auftrag. Menzel war lange Zeit künstlerischer und zeitlebens gesellschaftlicher Außenseiter. Selbstbehauptung wird daher ein immer wiederkehrender Topos in seinem Werk sein.
Während die historisierenden Bilder eine vorübergehende Phase waren, wird die Darstellung des Alltags Menzels Interesse dauerhaft fesseln. Mehrere Reisen nach Paris haben ihn dabei ganz sicher maßgeblich beeinflusst. In diese Periode fallen auch seine grandiosen Massenszenen, wie das "Eisenwalzwerk" oder die "Piazza d'Erbe in Verona".

Busch folgt nicht der verbreiteten Ansicht, dass das zeichnerische Werk Menzels dem malerischen überlegen sei, sondern führt den Leser mit anschaulichen Interpretationen durch die komplexe Bildwelt Menzels, ja ich möchte sogar so weit gehen, dass er den Leser behutsam zum Sehen anleitet. So entwickelt sich Menzels Malerei geradezu zwingend aus der Zeichnung weiter. Die frühen Ölskizzen sind absolute Meisterwerke und nehmen Entwicklungen im Privaten vorweg, die in der Kunst erst 30 Jahre später "Mode" werden. Busch ist auch, aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, der Meinung, dass der "Spaziergang im Garten", dessen Echtheit angezweifelt wurde, doch eigenhändig ist. Es sind seine, manchmal geradezu detektivischen Recherchen, die der Biografie eine besondere Spannung verleihen.

Trotz der Fülle an Detailinformationen bleibt der erzählerische rote Faden stets erkennbar, der Leser wird weder unter- noch überfordert und Buschs anschauliche, klare Sprache macht die Lektüre zum Vergnügen. Dass man ganz nebenbei auch noch lernt, wie sich Kunsthistoriker Schritt für Schritt und aus verschiedenen Richtungen einem Bild nähern, das ist ein interessanter Nebeneffekt.


Smarte Maschinen: Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert
Smarte Maschinen: Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert
von Ulrich Eberl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geister, die wir riefen, 9. Juli 2016
Die nächste technologische Revolution steht vor der Tür: Autonom fahrende Autos, Lieferdrohnen und Pflegeroboter sind - zumindest als Prototypen - längst keine Utopie mehr. Alle Lebensbereiche des Menschen stehen vor einem grundlegenden Wandel und wir müssen Antworten auf Fragen finden, die sich bisher nicht stellten: Was dürfen Maschinen? Was passiert, wenn uns die Maschinen in puncto Intelligenz ebenbürtig werden? Welche Auswirkungen werden die Entwicklungen auf Gesellschaft, Berufs- und Alltagsleben haben? Sind intelligente Maschinen eine Bedrohung oder eine Chance, die vielfältigen Herausforderungen z. B. im Gesundheitswesen zu meistern? Mit zahlreichen Beispielen aus der aktuellen Forschung gelingt Ulrich Eberl ein umfassender, spannender und äußerst kurzweiliger Bericht, nicht zuletzt durch seinen kurzen Fortsetzungsroman, mit dem er den Leser zu Beginn jeden Kapitels auf die behandelten Themen einstimmt.

Seit 50 Jahren versuchen Wissenschaftler die Roboter aus der Industrieumgebung zu befreien und in den Alltag der Menschen zu integrieren. Miniaturisierte Sensoren (wie Kameras und Laser), leistungsfähigere Algorithmen und eine Vervielfachung der Rechenleistung, Speicher- und Kommunikationsfähigkeit haben die Entwicklungen gerade in den letzten Jahren enorm angetrieben. Wer kennt nicht den tanzenden Honda-Roboter Assimo oder den autonomen "Atlas" von Boston Dynamics? Japan ist fest entschlossen, Roboter zu einem Eckstein seiner wirtschaftlichen Wachstumsstrategie zu machen, aber auch internationale Firmen mischen mit, wie Google, Tesla, Mercedes-Benz oder Kuka zeigen. Aus dem Prototyp-Stadium herausgewachsen, werden die Maschinen zunächst einige wichtige, viel Umsatz und Gewinn versprechende Märkte vor allem im Transportwesen und der Logistik, mit autonom fahrenden Autos, Zügen, Landmaschinen oder Gabelstaplern erobern. Im Gesundheitswesen werden Pflege- und Serviceroboter bald zeigen, dass maschinelles Lernen, Robotik und Künstliche Intelligenz immer mehr zusammenwachsen.

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten: Für welche Aufgaben und Jobs werden in Zukunft noch Menschen gebraucht? Besonders betroffen von der kommenden Automatisierungswelle sind Routinejobs, egal ob in der Fabrik, in der Verwaltung oder im Einzelhandel. Selbst Facharbeiter wie Maurer werden bereits durch Bauroboter abgelöst und Journalisten lassen sich von intelligenten Computern unterstützen. Ob das derzeit wirklich "smart" ist, bezweifle ich allerdings.
Eberl warnt auch vor den Schattenseiten der Entwicklung: Die Cyberkriminalität wird noch weiter zunehmen und irgendwann werden smarte Maschinen sicher auch zu Killerrobotern ohne innere Hemmschwelle. Es wird unsere Gesellschaft verändern und neue Sicherheitsfragen aufwerfen. Möglicherweise werden wir die Geister, die wir riefen, dann nicht mehr los...


Lurch 230025 Tango Eisportionierer, schwarz
Lurch 230025 Tango Eisportionierer, schwarz
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie durch Butter, 7. Juli 2016
Ich habe den Eislöffel gleich mit der härtesten Bewährungsprobe getestet: Das Macadamia-Eis von Aldi, an dem ich schon mehr Löffel verbogen habe als Uri Geller in seiner ganzen Karriere. Frisch aus dem Tiefkühlfach ist es steinhart und dazu noch zäh, aber der neue Eislöffel hat die Aufgabe tadellos gemeistert. Er ist enorm stabil (der Stahl ist 3 mm dick!) und liegt vor allem sehr gut in der Hand. Der etwas dickere Griff bietet genau den richtigen Pack-an, damit man beim Eiskratzen keinen Krampf in der Hand bekommt und die an den Kanten leicht angeschärfte Laffe erreicht auch noch die letzten Ecken. Wenn man das Gerät kurz vorher in warmes Wasser taucht, geht es durch jedes Eis wie durch Butter, was auch daran liegt, dass relativ viel Material verarbeitet wurde. Je mehr Metall, umso mehr Reservewärme wird gespeichert, und umso besser wird das Eis an der Kontaktfläche aufgeschmolzen.
Der Löffel ist übrigens spülmaschinentauglich.


Leonhart Fuchs. Das Kräuterbuch von 1543
Leonhart Fuchs. Das Kräuterbuch von 1543
von Werner Dressendörfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Botanik, 6. Juli 2016
Es ist in keiner Weise übertrieben, wenn ich feststelle, dass mit der Veröffentlichung von Leonhart Fuchs' Kräuterbuch eine epochale Wende vollzogen wurde. Sein wissenschaftlicher Ansatz unterschied sich grundlegend von seinen Vorgängern, da Fuchs keinen Beitrag in sein Buch aufnahm, dessen Referenzen er nicht überprüft und dessen Pflanzen er nicht selber gesehen hatte. Insbesondere die Pflanzendarstellungen erreichen eine bis dahin nicht gekannte Wirklichkeitsnähe und diese beschränkt sich keineswegs auf die charakteristischen Blüten oder Blätter. Fuchs zeigt die ganze Pflanze, inklusive des naturgetreuen Wurzelsystems, wodurch ein wichtiges Bestimmungsmerkmal erstmals in der botanischen Literatur auftaucht. Zwar haben auch andere Autoren "ganze Pflanzen" dargestellt, aber diese bestehen bei näherem Hinsehen aus stereotypen "Codes" und sind nicht nach der Natur gezeichnet. Fuchs' Pflanzen lassen sich dagegen auch nach fast 500 Jahren problemlos und artgenau identifizieren. Darüber hinaus besitzen die Holzschnitte eine ausdrucksstarke Ästhetik, die Fuchs' Kräuterbuch zum meiner Meinung nach schönsten Kräuterbuch der Renaissance machen.

Die erste Ausgabe von 1542 wurde noch auf Latein gedruckt, aber bereits ein Jahr später erschien in der Insingrin Offizin in Basel die deutschsprachige Fassung, die einige Auflagen erlebte und zur anerkanntermaßen wichtigsten botanischen Publikation des 16. Jahrhunderts wurde. Wie sehr Leonhart Fuchs' Nachruhm wirkte, kann man bereits daraus erkennen, dass zahlreiche Artnamen auch heute noch das Namenskürzel von Fuchs tragen und die Gattung Fuchsia (Fuchsie) nach ihm benannt wurde. Die gleiche Sorgfalt, die er in die Illustration setzte, legte er auch auf die textlichen Beschreibungen, die vor allem auf taxonomische Eindeutigkeit zielten. So sammelt er z. B. Synonyme aus unterschiedlichem Kontext, um klarzustellen, dass ein und dieselbe Pflanze unter verschiedenen Namen verwendet wird und jede Monografie ist systematisch gleich aufgebaut (Namen, Geschlecht, womit manchmal Sorten, manchmal aber auch ähnliche Arten unterschieden werden, Habitus, Vorkommen, Blütezeit und Heilwirkung). Die heilkundlichen Anmerkungen (Fuchs war Mediziner) sind sehr umfassend, aber aus heutiger Sicht mit Vorsicht zu genießen (im wahren Sinn des Wortes). Es gibt in der Regel keine Dosisangaben und auch toxische Pflanzenteile werden zuweilen in Anwendungen gegeben, die man heute so nicht empfehlen kann. In ihrer Zeit hatten diese Indikationen in Ermangelung standardisierter Wirkstoffe vielleicht ihre Berechtigung, Werner Dressendörfer hat die Fuchsschen Wirkungen aber kritisch geprüft und im Anhang die auch heute noch gültigen Anwendungsgebiete zu den jeweiligen Heilpflanzen aufgelistet. Ebenfalls aufgenommen wurden Indizes mit den heute gebräuchlichen wissenschaftlichen und deutschen Pflanzennamen, sowie eine kurze Bibliografie.

Der Reprint ist zwar verkleinert, statt Folio eine Oktavausgabe, aber er lässt sich problemlos lesen und ist solide und handwerklich tadellos verarbeitet. Als Grundlage diente die sorgfältig kolorierte, persönliche Handausgabe von Leonhart Fuchs, die heute in der Stadtbibliothek Ulm verwahrt wird. Eingeleitet wird das Werk durch eine kurze Fuchs-Biografie.

Ein Meilenstein der Botanik, der (vor allem bei dem unschlagbaren Preis) einfach in jede Liebhaberbibliothek gehört.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2017 6:44 PM CET


In der ersten Reihe sieht man Meer: 7 CDs
In der ersten Reihe sieht man Meer: 7 CDs
von Volker Klüpfel
  Audio CD
Preis: EUR 15,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nogger dir einen! (Hörbuch), 2. Juli 2016
Ja, so waren sie, die Achtzigerjahre. Zum Telefonieren von unterwegs bediente man sich gelber Telefonzellen, deren Zweitverwertung als Urinal sich großer Beliebtheit erfreute, die Mode war nach heutigen Maßstäben ein Verbrechen an der Menschlichkeit, und wenn man fremde Völker besichtigen wollte, ging man nicht in die Innenstadt, sondern auf Urlaub. Alexander Klein, 45 Lenze alt, verheiratet, zwei Kinder, erwacht eines Morgens und glaubt angesichts seiner piepsigen Stimme zunächst an eine Erkältung, bis ihm klar wird, dass er mal eben 30 Jahre in die Vergangenheit teleportiert wurde. Der Geist eines gestandenen Werbemanagers im Körper eines pubertierenden Pummelmonsters. Schlimmer noch: Es ist Ferienbeginn und die ganze Familie rüstet sich gerade für eine Fahrt in den Süden. Mama, Papa, Schwester und die Oma zockeln also in einer unklimatisierten Blechbüchse über den Brenner bis nach Italien, im Gepäck Weißkohl, Kekse und jede Menge Vorurteile. Papa Klein wittert hinter jedem Italiener einen Ganoven, Mama Klein widmet sich hingebungsvoll ihrer Rolle als dienende Hausfrau und Oma lässt keine Gelegenheit aus, den peinlichen Schwiegersohn runterzumachen und ihrer Tochter die Scheidung nahezulegen. Abgerundet wird das Familienglück durch Alexanders hormongesteuerte Schwester, deren Laune sich minütlich ändert wie das Wetter im April.

Und wie das in den Achtzigern eben so war: Ohne Internet, ohne Handy aber mit Gesichtskontrolle an den Landesgrenzen, das Eis hieß Nogger und der Karamellriegel Raider. Wer sich daran erinnert, merkt ziemlich bald, wie sehr sich unsere Welt verändert hat. Urlaubs-Reinfälle mit schlechten Unterkünften oder labyrinthische Suchfahrten gehören dank Info-Webseiten und Navi der Vergangenheit an. Zum Telefonieren im Ausland greift man einfach in die Tasche und muss sich nicht stundenlang an der einzigen Telefonzelle des Ortes anstellen und Kopfrechnen muss man bei der Preisauszeichnung in Italien auch nicht mehr. Aber es gibt immer noch Probleme, die man heute genauso haben kann. Mama Kleins Italienischkurs an der VHS diente scheinbar eher als Vorwand, mal aus dem Haus zu kommen, denn der Sprachförderung. Jedenfalls lassen die Ergebnisse in der Praxis zu wünschen übrig und sie werden nur noch dadurch übertroffen, was Papa Klein als Retter der Situation anschließend daraus macht. Da landet man statt beim Hausarzt schon mal beim Veterinär. Aber Alexander beweist mit seinem in die Zukunft reichenden Verstand Weitsicht, Einsicht und Vermittlungsgeschick. Und dass ihm sein Marketingwissen einmal so nützlich werden würde, hätte er wohl auch nie gedacht.

Volker Klüpfel und Michael Kobr haben einen netten, unterhaltsamen Urlaubsroman geschrieben, von der Sorte, die man gemütlich am Strand liest und aus dem zu Hause noch jahrelang der Sand rieselt. Ein Gute-Laune-Buch für Mid-Agers, die sich gerne an ihre Jugend erinnern, an eine etwas spießige, dafür langsamere und überschaubarere Welt. Die Menschen, denen man begegnet, sind letztlich alle gutmütig und die kleinen Katastrophen sind bei Licht betrachtet lustig, aber harmlos. So war das eben damals. Vieles, was wir heute kurz im Internet recherchieren, musste man erst mühsam am eigenen Leib erfahren und alleine dadurch wurde das Leben bereits entschleunigt. Vielleicht gab es damals auch mehr wirkliche Überraschungen auf Reisen.

Nicht jede Geschichte um die Kleins ist ein echter Brüller. Klüpfel und Kobr bedienen eher einen dezenten Humor. Nicht Schenkelklopfen, sondern leises Schmunzeln mit Nostalgiefaktor. Bastian Pastewka liest die Geschichte großartig, mit äußerst wandlungsfähiger Stimme und präziser Stimmführung. Ihm zuzuhören ist ein wahrer Spaß. Aber Vorsicht! CDs sind bei Kontakt mit Sand etwas weniger tolerant als Buchseiten. Noch ein Problem, das die Kleins nicht hatten.


Im Windschatten des roten Sturms: Die chinesische Kulturrevolution - ein Augenzeugenbericht
Im Windschatten des roten Sturms: Die chinesische Kulturrevolution - ein Augenzeugenbericht
von Werner Gille
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 50 Jahre zu spät geschrieben, 25. Juni 2016
Werner Gille gehörte zu den wenigen westlichen Besuchern, die zu Beginn der Kulturrevolution nach China reisen durften. Warum man ihn hineinließ, war ihm damals selber nicht ganz klar, denn als Journalist gehörte er zu einer eher verdächtigen Berufsgruppe. Trotzdem nahm ihn das maoistische China ausgesprochen freundlich auf und immer wieder bringt ihn die Offenheit der Roten Garden in Gewissensnöte. Er sieht in der Kulturrevolution zwar eindeutige Parallelen zur propagandistischen Gehirnwäsche im Nazideutschland, das er selber als Jugendlicher erlebte, er ist vom Personenkult abgestoßen und doch erscheint ihm die Begeisterung der jungen Menschen ungekünstelt und ehrlich. Auch begegnet man ihm, dem Fremden aus dem feindlichen System, mit geradezu herzlicher Fürsorge. Man will ihn bekehren, nicht verurteilen.
Und so wird er als Ehrengast zu Kundgebungen eingeladen, er diskutiert mit Bauern und Arbeitern, besucht die revolutionäre Pekingoper und die Chinesische Mauer. Aber er sieht eben auch die Kulturzerstörung und den Psychoterror der Roten Garden. Natürlich hält man ihn von den Foltergefängnissen fern, aber es gibt genügend indirekte Hinweise, die dunkle Flecken auf der weißen Weste hinterlassen, die man ihm präsentieren will. Ununterbrochen schallt Propaganda aus den Lautsprechern, die überall herumhängen. Das ganze Volk scheint permanent im Roten Buch des Großen Vorsitzenden zu lesen und der Begriff Mao-Bibel ist keineswegs im übertragenen Sinn gemeint. Maos Worte werden in jedem nur denkbaren Zusammenhang ständig neu ausgelegt und man überbietet sich geradezu in parteitreuer Gesinnung.

Es war eine sehr interessante Zeit, in die Gille 1967, auf dem Höhepunkt der Rote-Garden-Periode, hineingeriet. Die meisten Besucher waren Teil von Wirtschaftsdelegationen und Gille, der ein kulturelles "Sonderprogramm" erhält, war geradezu Exot unter Exoten. Da hätte man einiges draus machen können. Nur leider liegt zwischen Gilles Erlebnissen und dem Buch eine Zeitspanne von einem halben Jahrhundert und der Autor, mittlerweile 88, nutzt vor allem sein Tagebuch, Mitschriften und Material, das er damals ausgehändigt bekam, um die Ereignisse zu rekonstruieren. Es ist also nicht verwunderlich, wenn der Bericht die Lebendigkeit vermissen lässt, wie sie eine gute Reisereportage haben sollte. Auf mich machten die Beschreibungen oft einen reichlich spröden Eindruck, wenn wieder einmal der staatstragende Politsprech in ausufernden Originalzitaten das immer Gleiche in neue Worte gießt. Das mag für einen Historiker von Interesse sein, auf einen "normalen" Leser wie mich wirkt es auf Dauer sehr ermüdend. Viel mehr hätten mich die Details des täglichen Lebens interessiert, aber die kommen, wenn überhaupt nur am Rande vor. Die historischen Fakten dieser Zeit sind (außerhalb Chinas) hinreichend bekannt und da kann auch Gille nichts historisch Neues hinzufügen, zumal er sich inhaltlich häufiger wiederholt.
Es ist vielleicht kein Zufall, dass Werner Gille aus seiner Reise 1967 noch kein Kapital schlägt, denn die Reise bietet letztlich zu wenig Stoff. Erst 1976 erscheint von ihm ein Buch über China, und selbst da hätten die Ereignisse schon so weit in der Vergangenheit gelegen, dass das unmittelbare Erleben und Fühlen bereits durch äußere Faktoren beeinflusst gewesen wäre.
Es gibt ganz hervorragende Beispiele, wie man persönliches Erleben und politischen Hintergrund miteinander verbinden kann (immer wieder lesenswert: Lois Fisher-Ruge: Alltag in Peking über das China Mitte der Siebzigerjahre). In diesen Büchern werden Menschen lebendig. Bei Werner Gille bleiben sie leider nur Papier.


Kosmetisches und medizinisches Gerät: Erkennen - Bestimmen - Beschreiben (Bestimmungsbuch Archäologie)
Kosmetisches und medizinisches Gerät: Erkennen - Bestimmen - Beschreiben (Bestimmungsbuch Archäologie)
von Ulrike Weller
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Fokus auf kosmetische Geräte, 23. Juni 2016
Dieses Buch bedient gleich zwei Desiderate der Archäologie: Das nach einer einheitlichen Nomenklatur in der Beschreibung kosmetischer Geräte und einer zusammenfassenden Typologie mit Angaben zu Alter und Verbreitungsgebiet (ich erwähne hier absichtlich die medizinischen Geräte nicht, s. u.). In den Jahren 2012 und 2014 gingen diesem Band bereits Publikationen mit den Themenschwerpunkten "Fibeln", "Äxte und Beile" und "Nadeln" voraus.

Die Artefakte sind durchgehend als wissenschaftliche Zeichnungen dargestellt, da hier Details viel besser erkennbar sind als auf Fotos. Wo erforderlich, sind mehrere Seitenansichten abgebildet, sodass man eine gute räumliche Vorstellung der Stücke entwickelt.
Im Themenkomplex "kosmetische Geräte" sind die Beschreibungen umfassend und zu jedem Typus finden sich eine Reihe Literaturverweise als Quellenbezug. Die Systematik erschließt sich intuitiv über das Inhaltsverzeichnis, sie ist übersichtlich und nachvollziehbar. Neben der eigentlichen Beschreibung werden in der Literatur verwendete Synonyma benannt, sowie eine Datierung und die regionale Verbreitung verzeichnet.
Der zeitliche Rahmen reicht vom Frühneolithikum bis in das Frühmittelalter, mit starkem Fokus zwischen Bronze- und römischer Kaiserzeit. Der Kulturraum erfasst ganz Europa.

Anders als die kosmetischen werden die medizinischen Geräte summarisch behandelt und das Buch liefert hier leider nur sehr oberflächliche Informationen. Eine grobe Kategorisierung erlaubt es zwar, Fundstücke korrekt anzusprechen, die Detaillierung geht aber nur bis zu Oberbegriffen ("Wundhaken", "Knochenheber", "Starnadel"...). Auch sind bei Weitem nicht alle Gerätschaften abgebildet und es wird lediglich auf weiterführende Literatur verwiesen (z. B. Künzl 1996 als Referenzbibliografie zu medizinischen Geräten). Letztlich werden die medizinischen Geräte auf 10 Seiten abgehandelt, ohne dass im Vorwort oder im Textbeitrag erwähnt würde, warum sich die Eindringtiefe der beiden Kapitel so auffallend unterscheidet.

Aus meiner Sicht führt der Titel etwas in die Irre, zumindest hätte ich das (durchaus interessante) "Bonuskapitel" mit der kurzen Übersicht zu medizinischen Geräten im Titel nicht extra ausgewiesen.


Inrō: Gürtelschmuck aus Japan.  Die Sammlung Trumpf
Inrō: Gürtelschmuck aus Japan. Die Sammlung Trumpf
von Linden-Museum Stuttgart
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 98,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragende Sammlung, 21. Juni 2016
Das Linden-Museum in Stuttgart besitzt mit der Sammlung Trumpf eine der bedeutendsten Japan-Kollektionen Deutschlands. Christian Trumpf erwarb in den späten 50iger und frühen 60iger Jahren über nationale und internationale Quellen fast 2000 Netsuke, Inro und andere Lackarbeiten, die er enzyklopädisch und mit großem Sachverstand zusammentrug und 1965 dem Linden-Museum schenkte. Heute wäre es nahezu aussichtslos, eine derart qualitätvolle Sammlung zu begründen.

Im Jahr 2000 wurden bereits die Trumpfschen Netsuke in einem Bestandskatalog umfassend publiziert, nun folgt dieser weitere Band mit Gürtelschmuck, den Inro, die als Behälter für persönliche Siegel oder Medizin mit den Netsuke als Gegengewicht am Gürtel getragen wurden. Die traditionelle Bekleidung der Männer besaß keine Taschen, sodass Kleinigkeiten entweder in den Ärmeln verstaut oder in den Inro bewahrt wurden. Spätestens seit dem 17. Jahrhundert dienten die "sagemono", die (am Gürtel) "hängenden Dinge" als Statussymbol und Ausweis von Bildung und Geschmack ihres Trägers. Sie wurden in begüterten Samuraifamilien gesammelt, dem Anlass und den Jahreszeiten entsprechend ausgewählt und ihr Bildinhalt in gesellschaftlichem Rahmen begutachtet und diskutiert. Allerdings hatten diese Sammlungen niemals den Umfang und die Eindringtiefe der Trumpfschen Kollektion.

Das Besondere an der Trumpf-Sammlung ist der enzyklopädische Ansatz, der nahezu alle bedeutenden Werkstätten des 18. und 19. Jahrhunderts vereint, aber auch einige der frühen und extrem raren Beispiele aus dem 17. Jahrhundert umfasst. Die (bei Inro recht seltenen) Signaturen lesen sich wie das Who-is-Who der Lackkünstler ihrer Zeit. Der verwendete Bilderkanon ist extrem vielfältig und die ästhetische Qualität und der Erhaltungszustand der Stücke befindet sich auf höchstem Niveau. Sämtliche Lacktechniken sind zu sehen und zeigen die unerreichte Präzision japanischen Lackhandwerks, bei der die Identität der Materialien in einzigartiger Art und Weise verschwimmt. Es werden unterschiedliche Oberflächen und Metalle perfekt simuliert, Mikroschnitzereien in Perlmutt und Holz in den Lackgrund eingearbeitet und im Idealfall spiegelt sich Technik und ikonografischer Inhalt des Inro auch im zugehörigen Netsuke.

Auf eine kurze Einleitung mit einer Übersicht über die Sammlungsgeschichte und einer kunstgeschichtlichen Einordnung folgt der eigentliche Bestandskatalog. Technisch einwandfreie Aufnahmen sämtlicher Inro zeigen beidseitige Ansichten, sowie die (wenn vorhanden) zugehörigen Ojime und Netsuke. Alle Objekte sind in Originalgröße abgebildet, teilweise auch in Ausschnittsvergrößerungen. Sie zeigen die herausragende Materialbeherrschung der Inro-Meister und lassen den Betrachter sprachlos vor soviel technischer und ästhetischer Präzision.
Die Beschreibungen umfassen neben den Maßen die verwendeten Lacktechniken, Materialien, Begleitutensilien und den Erhaltungszustand. Außerdem wird der ikonografische Bildinhalt entschlüsselt und z. B. in Bezug zur japanischen Literatur oder Brauchtum gesetzt. Der Band ist durchgehend zweisprachig deutsch-englisch.

Dieser Katalog schließt den Themenkomplex Gürtelschmuck im Linden-Museum ab, der mit der Trumpfschen Netsukesammlung im Jahr 2000 begonnen wurde. Eine in jeder Hinsicht publikationswürdige Kollektion.


Medisana HG 100 Digital Thermo-Hygrometer (Anzeige von Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, Uhrzeit, Komfortzonen Indikator)
Medisana HG 100 Digital Thermo-Hygrometer (Anzeige von Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, Uhrzeit, Komfortzonen Indikator)
Preis: EUR 11,48

4.0 von 5 Sternen Gutes Preis-/Leistungsverhältnis, aber Display nicht optimal, 19. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
+ Kompaktes (rd. 8 cm breit, 7 cm hoch, 2 cm tief) und leichtes Gerät (rd. 60 g mit Batterie).

+ Schlichtes Design.

+ Anzeige von Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Uhrzeit. Die Luftfeuchtigkeit wird mit einem Smiley klassifiziert.

+ Gerät kann über die ausklappbare Stütze aufgestellt oder über den eingebauten Magneten an Metallgegenständen befestigt werden.

+ Batterie (AAA) im Lieferumfang enthalten.

- Anzeige ist nur gut ablesbar, wenn man frontal davor steht. Bei größeren Ablesewinkeln ist die Anzeige schwer zu entziffern, besonders wenn man schräg von oben oder unten auf das Display schaut. Daher für den Schreibtisch oder höher gelegene Regale eher ungeeignet.


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