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Rezensionen verfasst von
Volker M.
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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Lesereise Peking: Vorfahrt für die Rote Fahne (Picus Lesereisen)
Lesereise Peking: Vorfahrt für die Rote Fahne (Picus Lesereisen)
von Johnny Erling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reportagen aus einem optimistischen Land, 25. Juli 2017
Johnny Erlings Reportagen beschreiben das Peking von heute, aber mit einem Blick in die jüngere Vergangenheit, insbesondere die Zeit des gewaltigen Aufbruchs nach dem Ende der Kulturrevolution. Der Gegensatz könnte nicht krasser sein: Als Erling in den Achtzigern nach China kam, gab es in Peking noch keine Straßenlaternen und das Fahrrad war das wichtigste Fortbewegungsmittel. Gleichzeitig ist es die Zeit, in der das Unternehmertum langsam erblüht und wer genügend Mut, Ausdauer, Fleiß und Glück hat, der wird es in den folgenden Jahren zu etwas bringen. Von diesen Menschen, aber auch von denen, die es nicht geschafft haben, handeln seine Reportagen.
Das Spektrum reicht von Gemüsebauern, die heute ein Supermarktimperium leiten, über Chinas größten Antiquitätensammler, eine reuige Rotbrigadistin, den Schneider der Politbonzen, aber auch einen kleinen Obsthändler, der sich mühsam gegen Konkurrenz und Behördenwillkür durchschlägt, oder eine Amerikanerin, die Pekings erstes Käsediplom hält. Die Biografien lassen erkennen, wie die chinesische Regierung Innovation und Entwicklung fördert. Bei aller Unsicherheit, die Korruption, das willkürliche Rechtssystem und Kriminalität darstellen, werden Unternehmen nach Kräften gefördert. Wer Erfolg hat, hat recht. Außerdem verbindet alle erfolgreichen chinesischen Unternehmer der Wille, sich nie unterkriegen zu lassen.
Es sind aber nicht nur Erfolgsgeschichten, die Erling erzählt. Auf der Gegenseite stehen die katastrophalen Fehlentscheidungen in der Ära Maos, angefangen vom "Großen Sprung" oder der Kulturrevolution, bis hin zu den dramatischen ökologischen Folgen, als der Große Vorsitzende die Spatzen zu Volksschädlingen deklarierte und sie nahezu ausrotten lies. Bis heute hat sich die Population nicht wieder erholt.

Johnny Erling portraitiert ein Land, das Fehler der Vergangenheit verdrängt, statt sich ihnen zu stellen (um damit möglicherweise eine Wiederholung zu vermeiden) und das mit ungebremstem Optimismus in die Zukunft schaut. Während in Europa und speziell Deutschland die Politik und die Behörden in erster Linie dafür da sind, etwas zu verhindern, stehen sie in China dafür, etwas zu ermöglichen. Studenten dürfen ihr Studium z. B. jederzeit unterbrechen, wenn sie ein Start-up gründen, Patente werden als Studienleistungen anerkannt. Von so viel Pragmatismus kann man hierzulande nicht einmal träumen. Allerdings kümmert sich die chinesische Regierung auch nicht darum, wenn diese Studenten später scheitern. Es gibt keine soziale Hängematte und die permanente Unsicherheit ist eine Triebfeder für Chinas Aktivismus.

Die Reportagen sind exzellent geschriebene, aufschlussreiche Portraits, die Chinas Weg aus dem Bauernstaat zur ökonomischen Weltmacht begleiten. Erling hat diese Entwicklung hautnah in Peking miterlebt, über einen Zeitraum von fast 40 Jahren. Er kennt die dunklen und die hellen Seiten. Es ist eben nicht alles Gold, was in China glänzt.


Einfach richtig Geld verdienen mit Fundamentalanalyse (Mein Finanzkonzept)
Einfach richtig Geld verdienen mit Fundamentalanalyse (Mein Finanzkonzept)
von Clemens Kustner
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hartes Stück Arbeit, 24. Juli 2017
Wer der Meinung ist, dass Marktpreise an der Börse immer dem wahren Wert eines Unternehmens entsprechen, sollte auf passive Investmentstrategien wie z.B. ETFs setzen und kann dieses Buch getrost zur Seite legen. Ebenso die Verfechter der Markttechnik, die glauben, dass Kursbewegungen bestimmten Mustern folgen und bei Kauf- bzw. Verkaufsignalen aktiv werden, z.B. wenn der aktuelle Preis bestimmte Linien oder Durchschnittswerte durchkreuzt. Die fundamentalen Investoren aber glauben nicht an effiziente Märkte und wissen, dass "Mr. Market" (wie ihn Benjamin Graham mal nannte) sehr labil und launisch ist - mal extrem euphorisch und mal extrem pessimistisch. Sie hinterfragen Marktpreise, prüfen, ob ein Unternehmen unterbewertet ist und investieren erst dann, wenn ihre Annahmen durch eine ausreichend große Sicherheitsmarge abgesichert sind.

Clemens Kustner und Ulrich Krings erklären zunächst die Grundzüge der Fundamentanalyse, grenzen sie von anderen Investmentansätzen ab und zeigen, was diese Methodik leisten kann und was nicht. Dabei machen sie immer wieder konkret deutlich, dass im Mittelpunkt der Fundamentalanalyse die tatsächliche und zukünftige Fähigkeit eines Unternehmens steht, Werte zu erwirtschaften. Wie der Wertzuwachs auf Basis von Jahresabschlüssen ermittelt werden kann, beschreiben sie sowohl theoretisch als auch praktisch an einem Fallbeispiel eines real existierenden Unternehmens. Genauso wichtig wie eine fundierte Datenanalyse ist aber, sich zuvor grundsätzlich mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen: Welche Produkte stellt es her und auf welchen Märkten ist es aktiv? Wie attraktiv ist die Branche? Wie groß ist der Wettbewerb und wie einfach können neue Mitbewerber konkurrieren? Wer sind die Kunden und die Zulieferer? Anhand von 14 Kernfragen zeigen die Autoren, wie wichtig es ist, das Unternehmen intensiv kennenzulernen und als Unternehmer zu denken. Erst wenn diese Vorarbeiten erledigt sind, sollte der zweite Schritt, die Datenbeschaffung und -analyse erfolgen, um Werttreiber wie Gewinnmarge oder Kapitalumschlag zu berechnen. Anhand konkreter Beispiele helfen die Autoren, aus dem Wust an Finanzdaten, die relevanten Daten für das operative Geschäft herauszufiltern, umzugliedern und richtig zu interpretieren. Denn nur das operative Geschäft erwirtschaftet nachhaltig und wiederholend Werte und auf diese kommt es bei der Fundamentalanalyse an. Aber Unternehmen haben auch Bilanzspielräume, um den operativen Gewinn zu erhöhen, wie z. B. den Etat für Forschung & Entwicklung oder Marketing kurzfristig zu reduzieren oder Rückstellungen aufzulösen. Auch hier geben Kustner und Krings wertvolle Hinweise, diese "Kosmetik" zu erkennen.

Mit dem Arbeitsbuch "Einfach richtig Geld verdienen mit Fundamentalanalyse" ist den Autoren eine verständliche und sehr praxistaugliche Einführung in die Thematik gelungen. Aber "Einfach" wie der Titel verspricht, ist es dennoch nicht, da eine gewissenhafte Fundamentalanalyse dem Anleger einiges an Zeit, Wissen, Übung und vor allem Hartnäckigkeit abverlangt.


Maria Sibylla Merian zwischen Malerei und Naturforschung: Pflanzen- und Schmetterlingsbilder neu entdeckt
Maria Sibylla Merian zwischen Malerei und Naturforschung: Pflanzen- und Schmetterlingsbilder neu entdeckt
von Carin Grabowski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 79,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Werkstatt Maria Sybilla Merian, 22. Juli 2017
Leben und Werk der Maria Sybilla Merian wurden verschiedentlich bereits monografiert, allerdings reicht die Dissertation von Carin Grabowski über das Bekannte hinaus und erschließt neue Aspekte, insbesondere zur Werkschronologie, der Arbeitsteilung und der Frage nach der Eigenhändigkeit einzelner Blätter. Hierzu zieht die Autorin vor allem das von Zar Peter dem Großen 1717 angekaufte Konvolut an Zeichnungen heran, die heute in St. Petersburg lagern. Es zeigen sich auch für den kunsthistorischen Laien auffällige Unterschiede in der Malqualität, die Grabowski überzeugend auf unterschiedliche Hände zurückführt. Indem sie biografische mit bildanalytischen Erkenntnissen kombiniert, identifiziert sie insgesamt sechs Werkgruppen, die sich zeitlich voneinander differenzieren. Eine ebenfalls neue Einsicht ist der Umstand, dass die Petersburger Blätter offenbar nicht nur Vorlagen für die berühmten Publikationen der Raupenbücher und der "Metamorphosis" waren, sondern auch der malerischen Ausbildung der Töchter Johanna Helena und Dorothea dienten. Die Mutter Sybilla legte die Zeichnungen an, während die Töchter mit zunehmender Erfahrung die Ausgestaltung im Detail übernahmen. Es zeigt sich ein ausgeprägter Werkstattcharakter, der in der Vergangenheit oftmals übersehen oder sogar negiert wurde. Die von Carin Grabowski zusammengetragenen Argumente und Belege sind allerdings so schlagend, dass diese Diskussion in der Zukunft wohl nur noch verfeinert, nicht aber in Zweifel gezogen werden kann. Am Beispiel des dritten Raupenbuchs, das posthum nach Sybillas Tod erschien, lasst sich die Händescheidung ebenfalls überzeugend belegen, mit charakteristischen Stilmerkmalen und Markenzeichen.
Grabowski prägt den Begriff des "Biotopbilds" als einen die Gesamtheit der wechselwirkenden Organismen darstellenden Komplex (also Futterpflanze, Raupe, Parasit), der von Maria Sybilla erstmals in der Wissenschafts-/Kunstgeschichte so konsequent umgesetzt wurde. Auch wenn die Wortwahl Biotopbild vielleicht neu ist, so ist es die Erkenntnis, dass Merian diese Darstellungsart mit wissenschaftlicher Intention wählte, dagegen nicht. Interessanter sind da schon die vergleichenden Analysen der Petersburger Vorlagenblätter mit den Kupferstichen der Druckwerke. Hier zeigen sich zahlreiche Abweichungen, die teilweise sogar Merians Absichten unterlaufen. Die erstmals in der Kunstgeschichte gleichzeitig verwendete Darstellung von fliegenden und sitzenden Exemplaren desselben Schmetterlings hatte nicht nur gestalterische, sondern auch wissenschaftliche Gründe.

Nach einer einleitenden Kurzbiografie fokussiert sich die Autorin auf die einzelnen Schaffensphasen, immer mit dem Blick auf den Werkprozess innerhalb der Familie. Dabei werden thematische Entwicklungen, von den religiös motivierten ersten Raupenbüchern zu der zunehmenden Verwissenschaftlichung im monumentalen Surinam-Band erkennbar, aber auch konvergierende Entwicklungen in der künstlerischen Sprache von Mutter und den beiden Töchtern. Ein sehr umfangreicher Katalog mit 124 faksimilierten Blättern des Petersburger Konvoluts schließt den Band ab. Sämtliche Bilder werden gestalterisch analysiert, naturwissenschaftlich aktualisiert und den sechs chronologischen Werkgruppen und jeweiligen Händen zugeordnet. Eine umfangreiche Bibliografie, ebenso wie eine Konkordanzliste der Katalogabbildungen mit der Publikation der Petersburger Zeichnungen von Ullmann (1974) und eine Zeittafel schließen das Werk ab.

Die Zielgruppe ist aufgrund der für eine Dissertation ungewöhnlich umfangreichen Bebilderung und der klaren Sprache nicht nur in wissenschaftlichen Kreisen zu suchen, sondern richtet sich auch an Laien, die sich für den neuesten Forschungsstand zu Maria Sybilla Merian und ihrem Umfeld interessieren.


Philips V-Track PRO 3 Ersatzscherköpfe für Shaver Series 9000 (SH90/60)
Philips V-Track PRO 3 Ersatzscherköpfe für Shaver Series 9000 (SH90/60)
Preis: EUR 64,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für Serie 8000 geeignet, 20. Juli 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Scherköpfe sollen lt. Philips alle 2 Jahre ausgetauscht werden, allerdings halten sie bei mir deutlich länger. Wichtig ist, dass beim Reinigen der Korb und die Scherblätter immer als Paar zusammenbleiben. Die schleifen sich nämlich gegenseitig ein, und wenn man dann einen falschen Korb für ein eingeschliffenes Scherblatt verwendet, wird das Scherblatt schnell stumpf. Mit ein bisschen Glück sind bei guter Pflege Akkus oder Folientasten hin, bevor man den Scherkopf austauschen muss, wenn nicht, dann gibt es zumindest das teure Systemgeschäft mit den Ersatzteilen.

Der Austausch ist simpel, wie beim Reinigen der Köpfe.

Wichtig: Diese Scherköpfe passen, anders als bei Amazon angegeben, auch auf die 8000er Serie.


Tomato-Pronto, 1er Pack (1 x 2000 g)
Tomato-Pronto, 1er Pack (1 x 2000 g)
Preis: EUR 9,71

4.0 von 5 Sternen Gut abgeschmeckt, für Leute mit wenig Zeit, 19. Juli 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Bei Tomato Pronto handelt es sich nicht um einfache Tomaten in Dosen, sondern um eine fertige Zubereitung, die als Grundlage für Suppen und Soßen dienen kann. Sie ist mild gewürzt, sodass man noch alle Freiheiten hat, das Gericht zu verfeinern. Erinnert geschmacklich etwas an eine Gazpacho. Die Konsistenz der Tomaten ist noch leicht stückig, aber die Strünke sind entfernt.

Die Haltbarkeit liegt bei etwas über einem Jahr. Wichtig ist noch, dass man einen Dosenöffner braucht. Die Dose hat keine Aufreißlasche.

Aus meiner Sicht ist der Preis etwas hoch, wenn man bedenkt, wie wenig Arbeit es ist, diese Grundsauce aus den Zutaten (Tomaten, Tomatenmark, Zwiebeln, Zucker, Öl und Salz) selber herzustellen. Für Leute mit wenig Zeit ist es dagegen eine echte Alternative.


Die Sprachen der Welt: Ernst Kausen erzählt
Die Sprachen der Welt: Ernst Kausen erzählt
von Ernst Kausen
  Audio CD
Preis: EUR 25,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweilig, systematisch und sehr spannend, 17. Juli 2017
Die Frage klingt auf den ersten Blick simpel: Wieviele Sprachen gibt es auf der Welt? Man muss sie doch nur zählen. Aber je näher man sich mit dem Problem beschäftigt, umso komplexer wird das Universum, das sich auftut, denn nahezu zwangsläufig ergeben sich weitere Fragen: Wie grenzen sich Dialekte von Sprachen ab? Nach welchen Kriterien bündelt man Sprachfamilien? Lassen sich ausgestorbene Vorläufersprachen aus ihren Relikten in rezenten Sprachen rekonstruieren? Kann man dieses Prinzip bis zu einer fernen Ursprache zurückverfolgen?

In freier Rede führt der Linguist und Mathematiker Ernst Kausen den Hörer sowohl geografisch als auch zeitlich durch die Welt der Sprachen. Nach der allgemeinen Einführung in die Sprachgenealogie untersucht er ausgehend von Europa und der größten Sprachfamilie überhaupt, dem Indo-Germanischen mit über drei Milliarden Sprechern weltweit, zunächst Sprachverwandtschaften innerhalb dieser Gruppe. Europa dient auch als Ankerpunkt für die Untersuchung sogenannter isolierter Sprachen, deren genaues Verwandtschaftsverhältnis zu anderen nicht zu ermitteln ist. Sie entstehen dadurch, dass sie quasi die letzten Inseln lange vergangener Sprachräume sind, oft in unzugänglichen Regionen angesiedelt und weitgehend von expansiven Sprachen verdrängt, wie Kausen am Beispiel des Baskischen erklärt. Sprachlich ähnlich homogen wie Europa zeigt sich Asien. Im Gegensatz dazu sind Afrika und Amerika äußerst divers und besitzen auch heute noch eine enorme Sprachenvielfalt, auch wenn sich diese seit der Kolonisation in stetem Rückgang befindet. Auf das Problem aussterbender Sprachen und dessen Konsequenzen wird Kausen am Ende noch einmal zurückkommen. Am Beispiel Afrikas zeigt er, wie sich die Wahrnehmung der Wissenschaft im Laufe der Zeit durch neue Methoden und Erkenntnisse geändert hat und dass es auch heute noch Kontroversen in der vergleichenden Sprachwissenschaft gibt. In jedem Fall lässt sich feststellen, dass neben der Kolonisierung auch Reisemöglichkeit und Handel die Zersplitterung und Zerstörung von Sprachen befördert haben. In Nordafrika sind seit der Islamisierung bis auf wenige verbliebene Berbersprachen alle ursprünglich vorhandenen Sprachen durch das Arabische verdrängt worden. Etwas weniger rigoros gingen die Kolonisatoren in Amerika vor, wurden doch zunächst noch die Lokalsprachen in der Kolonialverwaltung verwendet. Das änderte sich im späten 16. Jahrhundert und führte insbesondere in der Karibik zur Bildung der sogenannten Kreolsprachen, die eine Synthese aus der dominierenden Kolonialsprache und den jeweiligen Lokalsprachen sind. Kreolsprachen gibt es jedoch überall auf der Welt und einige davon haben durchaus mehrere Millionen Muttersprachler. Zum Schluss geht Kausen noch einmal auf die interessante Diskrepanz zwischen der Zahl (noch) existierender Sprachen und ihrer Schriftlichkeit ein. Nur eine von 10 Sprachen kennt die Schrift, noch weniger haben eigene Schriftsysteme entwickelt.

Neben der unglaublichen Faktenfülle sind es die zahlreichen Exkurse zu Nebenaspekten, die den Hörer ununterbrochen fesseln, seien es die praktischen Probleme schriftzeichenbasierter Schriften, die grammatikalischen Besonderheiten des Baskischen oder die gezielte Ausrottung des letzten hocharamäischen Dorfes (und damit der Muttersprache Jesus von Nazareths) durch islamische Milizen im aktuellen Syrienkrieg. Geschichte und Sprachgeschichte lassen sich oftmals nicht voneinander trennen und so ist Kausens Ausblick zum Schluss etwas gedämpft. Viele der ca. 6000 lebenden Sprachen werden das nächste Jahrhundert nicht erleben und damit erlischt jeweils nicht nur eine Sprache, sondern oft eine ganze Welt, da wie gesagt die meisten Sprachen keine Schrifttradition haben.

Wer sich für die Zusammenhänge und Verwandtschaften der Sprachen, die Mechanismen bei der Entstehung neuer Sprachen, die Geschichte der Schrift oder der Frage nach der Zukunft der Sprachen interessiert, den nimmt Ernst Kausen mit auf eine rasante Fahrt durch die Zeit und über alle Kontinente. Wer glaubt, das sei ein trockenes Thema, der wird sich ohne Zweifel wundern, wie lebendig man diese Reise gestalten kann.


AVI-8 Herren- Armbanduhr Hawker Harrier II Chronograph Quarz AV-4001-02
AVI-8 Herren- Armbanduhr Hawker Harrier II Chronograph Quarz AV-4001-02
Preis: EUR 189,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen So lala..., 16. Juli 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die junge britische Herstellerfirma AVI orientiert sich mit der AV-4001 am Design der Beobachtungsuhren aus dem zweiten Weltkrieg, insbesondere der berühmten Schweizer Firma mit den drei großen Buchstaben. Ich habe bei AVI angefragt und die Auskunft erhalten, dass sie Werke vom Typ VD57 der in Hongkong ansässigen Firma Time Movement (TMI) verbauen. TMI gehört zu 100% Seiko, allerdings vertreiben sie ihre Produkte nicht unter dem Markennamen Seiko und sie sind auch nicht ganz baugleich mit den Seiko-Werken. Das VD57 gehört nicht zur Premium-Reihe von TMI und mit ca. 25 € im Einkauf sollte man bei dem Werk jetzt kein Qualitätswunder erwarten.
Aus meiner Sicht wirkt die Uhr insgesamt nicht sehr wertig. Das Gehäuse ist ok, dem Zifferblatt sieht man aber auf den ersten Blick an, dass es aus Kunststoff ist und die verschiedenen Sekundenzeiger zeigen immer genau zwischen die Markierungen, was das Ablesen sehr erschwert (und damit eine Pseudogenauigkeit vortäuscht, die die Uhr eigentlich nicht hat). Der Minutenzeiger der Stoppfunktion ist so dick, dass man ihn nur auf +/- eine Minute genau ablesen kann. Das Armband hat eine zu große Halteschlaufe und die Box ist nicht gut verarbeitet. Schiefe Nähte, grober Innenstoff.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Schein und Sein etwas zu sehr auseinanderklaffen und der Preis doch etwas ambitioniert ist. Da gibt es Uhren mit exzellenten Markenwerken zum gleichen Preis.


Orchideenparadiese Europas: Die schönsten Orchideenziele von Schweden bis Zypern
Orchideenparadiese Europas: Die schönsten Orchideenziele von Schweden bis Zypern
von Norbert Griebl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausführliche Fundortbeschreibungen, taxonomisch etwas eigenwillig, 15. Juli 2017
Gleich zu Anfang eine Replik zu einem anderen Rezensenten dieses Buchs: Es stimmt einfach nicht, dass die Beschreibungen der Standorte so allgemein gehalten sind, dass man sie nicht finden würde. Kleinere Habitate werden teilweise mit Angabe des nächstgelegenen Parkplatzes beschrieben oder es werden ausgeschilderte Wanderwege empfohlen und bei großflächigen Fundorten macht es einfach keinen Sinn, sich örtlich einzuschränken, wie z. B. auf einer größeren Alm. Es ist nicht zu viel verlangt, ein bisschen die Augen aufzumachen, dafür ist man schließlich im Gelände. Das ist alles sehr nachvollziehbar und den jeweiligen Umständen entsprechend präzise beschrieben.

Hut ab vor dem persönlichen Aufwand, den Norbert Griebl betrieben hat, denn fast alle Standorte hat er selber besucht, teilweise sogar mehrfach. Fast 90 Fundorte in ganz Europa werden portraitiert, darunter auch exotische Ziele wie Albanien und überraschende wie Schweden (das ich bisher nicht mit einer besonders artenreichen Orchideenflora in Verbindung brachte).
Jeder Fundort wird eingeleitet mit einem Foto vom Habitat und einer knappen öko-botanischen Beschreibung inklusive einiger Charakterarten, Hinweisen zum Naturschutz, zur besten Orchideenzeit, der Landschaftspflege (nicht zu unterschätzen für den Erhalt vieler Fundorte!!) und der Gefährdung ergänzen das Kurzportrait. Ebenfalls erwähnenswert sind die Listen mit touristisch lohnenswerten Orten in der Umgebung, für die Besucher, die sich nicht nur für Orchideen begeistern. Dann folgen die empfohlenen Fundorte, manchmal nur ein einziger, manchmal sind es mehrere. Neben der Anfahrtbeschreibung gibt es immer eine Aufzählung mit den dort vorkommenden typischen und besonderen Orchideenarten, die oft noch ergänzt werden durch weitere seltene, auffällige oder besonders schöne Begleitpflanzen. Man bekommt jedenfalls einen guten Überblick über Diversität und auch botanische Bedeutung des Standorts. Auf der Folgeseite befindet sich jeweils eine Fotogalerie mit neun Orchideenarten und -hybriden, deren Zusammenhang mit dem Buch sich mir allerdings nicht ganz erschlossen hat. Es sind weder die im Fundortportrait genannten Spezies (obwohl es oft Überschneidungen gibt), noch gibt es Fundortangaben bei den Fotos. Zum Teil werden auch recht exotische Hybriden abgebildet, die für den Laien schwer einzuordnen sind. Hier setzt auch mein Kritikpunkt an, denn Griebl lässt seine angewandte Systematik ziemlich im Dunkeln. Zwar erklärt er im Vorwort ansatzweise sein Vorgehen, aber letztlich läuft es darauf hinaus, dass er ein eigenes System entwickelt hat, das er allerdings nicht ausreichend erläutert. Auch die Bibliografie im Anhang ist unvollständig, sodass sich der interessierte Leser nicht unbedingt weiter informieren kann. So ist zum Beispiel die referenzierte Quelle von Kreutz (2017) "Die Orchideen Europas, Vorderasiens und Nordafrikas" noch nicht einmal erschienen. So etwas gehört sich nicht im wissenschaftlichen Betrieb. Ich gebe zu, dass kaum eine Familie so unübersichtlich und durch ungehemmte Hybridisierfähigkeit so komplex geraten ist wie die der Orchideen, aber wenn man sich von der etablierten, wenn auch nicht perfekten Systematik entfernt, muss man das auch im Detail dokumentieren. Sonst ist die erworbene Erkenntnis, und ich zweifele nicht daran, dass Griebl ein großes Wissen hat, für die Wissenschaft nicht von Nutzen.

Neben den Fundortportraits finden sich jeweils sehr schöne Pflanzenportraits von ungewöhnlichen Orchideen mit Verbreitungskarte, oft begleitet von interessanten Informationen zur Entdeckungsgeschichte oder der Pflanzenbiologie.

Das Buch ist eine einzigartige Quelle mit Pflanzenreisen für Orchideenfreunde in ganz Europa. Ausführlich beschrieben und anschaulich, wenn auch pflanzensystematisch etwas eigenwillig.


Die Welt vor dem Geldinfarkt: Wie Sie sich mit finanzieller Selbstverteidigung Ihr eigenes Fort Knox schaffen
Die Welt vor dem Geldinfarkt: Wie Sie sich mit finanzieller Selbstverteidigung Ihr eigenes Fort Knox schaffen
von Markus Miller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viele Themen, aber Bewertungskriterien bleiben unscharf, 13. Juli 2017
Es gibt viele Autoren, die einen drohenden Zusammenbruch unseres Finanzsystems befürchten. Sie analysieren zwar die Gründe, warum unser Geldsystem krank ist und es zwangsläufig auf einen Crash hinauslaufen muss, aber Mittel und Wege, um sein Vermögen in Sicherheit zu bringen, geben die wenigsten Crash-Propheten an die Hand. Hier unterscheidet sich Markus Miller von vielen seiner Kollegen. Er zeigt praktische Lösungsansätze auf, beschreibt Handlungsalternativen und gibt sehr konkrete Empfehlungen.

In kurzen Kapiteln, die an einen Newsletter erinnern (und vielleicht auch mal einer waren...), bereitet Miller seine Themen auf. Dabei spielt physisches Gold eine wesentliche Rolle. Für ihn ist es allerdings ein Irrglaube anzunehmen, dass in einer Systemkrise im Supermarkt mit kleinen Goldbarren oder Silber bezahlt werden kann. Diese Zahlungsmittelfunktion ist für ihn ein Marketingmythos von Edelmetallhändlern, die ihre Kleinbarren und Münzen mit hohen Preisaufschlägen verkaufen wollen. Für Miller eignet sich Gold eher für die Wertaufbewahrung. Um Goldverboten vorzubeugen, empfiehlt er aber, das Edelmetall nicht im Safe bei seiner Bank aufzubewahren, sondern in soliden ausländischen Staaten wie z. B. Liechtenstein. Hier gibt er zahlreiche Tipps, welche Banken und Unternehmen hierfür aus seiner Sicht in Frage kommen.

Überhaupt ist es für Miller ein Anliegen, immer wieder darauf hinzuweisen, dass Diversifikation nicht an der EU-Ländergrenze aufhört. Zu laut ticken für ihn die Zeitbomben Italien, Frankreich und Schweden. Da wundert es nicht, dass seit Jahren Millionäre die EU verlassen und ihr Vermögen in Länder mit stabilen Rechtsräumen und Rechtsstrukturen verlagern oder gleich auswandern.

Neben Gold präferiert Miller auch die digitale Kryptowährung Bitcoin. Wie bei vielen seiner Themen - und da kommen wir zum Hauptkritikpunkt an dem Buch - zählt er auch hier nur die Vorteile auf. Ich erwarte aber von einem Ratgeber, dass er auch auf potentielle Gefahren hinweist. Miller betont, wenn er z.B. Banken, Versicherungen oder konkrete Produkte empfiehlt, dass er ausgiebig recherchiert hat, jedoch macht er keinerlei Angaben zu den angewandten Kriterien und genauen Analyseergebnisse. Lediglich die genaue Bezeichnung des Fonds/Produkts/Händlers - also die Schlussfolgerung seiner Recherchen - wird offenbart. Und wenn er dann noch konkrete Anlagen mit einem Gutscheincode verknüpft, der meiner Meinung nach auch mit einer Rückvergütung verbunden sein kann (Beispiel Exporo), ist der Weg von der Sachinformation zum Eigeninteresse nicht mehr weit. Mehr Transparenz hätte der Glaubwürdigkeit sicherlich gut getan, zumal der Text aus meiner Sicht ein etwas übersteigertes Selbstbewusstsein erkennen lässt: "Mit diesem Buch gebe ich Ihnen eine hochqualifizierte Profilösung an die Hand, die in dieser Ausgestaltung am Markt absolut einzigartig ist." Dafür ist die thematische Eindringtiefe dann doch ein wenig dünn.

Miller zeigt in seinem Buch viele interessante und mögliche Lösungsansätze auf, um Vermögenswerte international zu diversifizieren. Der Leser sollte die Empfehlungen wegen fehlender Dokumentation der Rechercheergebnisse in jedem Fall kritisch hinterfragen. So bleiben ihm letztlich eigene Recherchen und Analysen nicht erspart, zumal der Autor auch auf ein Quellen- und Indexverzeichnis verzichtet hat.
Aber es gibt trotzdem noch viel Nützliches im Detail zu finden: z. B. der Tipp, für eine Überweisung ins EU-Ausland den Dienst von TransferWise zu nutzen, spart schnell den Buchpreis wieder ein. Dafür gibt es von mir einen Extra-Punkt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2017 10:29 PM MEST


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Preis: EUR 26,04

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur für bestimmte Unkräuter empfehlenswert, 13. Juli 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dieses Unkrautvernichtungsmittel funktioniert anders als gewöhnliche Herbizide. Der Wirkstoff Pelargonsäure zerstört alle grünen Blattteile bei Kontakt, dringt jedoch nicht weiter in die Pflanze ein. Anders als bei systemischen Herbiziden, wie Glyphosat, ist die Wirkung daher nicht dauerhaft, sondern aus den Wurzelreserven treiben ausdauernde Unkräuter wie z. B. Löwenzahn oder Hahnenfuß nach 3-5 Wochen wieder aus. Einjährige Unkräuter sind nach meiner Erfahrung allerdings nach einer Behandlung wirklich tot.

Dieses Wirkprinzip hat Vor- und Nachteile, die man kennen muss: Dadurch, dass nur die grünen Pflanzenteile geschädigt werden, die in direkten Kontakt mit der Spritzbrühe kommen, kann man das Produkt sogar zwischen Nutz- und Zierpflanzen verwenden. Stämme und Äste von Gehölzen sind absolut unempfindlich (die Blätter dagegen schon). Auch ist Pelargonsäure nicht giftig für den Menschen und Haustiere, sieht man von der haut- und augenreizenden Wirkung einmal ab. Nach dem Spritzen kann man also Hunde und Katzen bald wieder in den Garten lassen. Pelargonsäure kommt in der Natur überall vor, selbst unsere Haut produziert sie in geringen Mengen.
Der Nachteil ist die kurze Wirkdauer, die eine regelmäßige Nachbehandlung erfordert. Außerdem ist Pelargonsäure schädlich für Wasserorganismen, wie im Übrigen fast alle langkettigen Fettsäuren, aber das nur am Rande. Selbst Speiseöl gehört in diese Kategorie, was allerdings nicht heißt, dass man beim Spritzen in Teichnähe nicht aufpassen muss. Ein weiterer Nachteil ist, dass die verwelkten Blätter meistens noch länger sichtbar bleiben. Nach meiner Erfahrung wirkt Vorox kaum gehen Quecke und nur sehr kurzzeitig gegen Löwenzahn.

Übrigens: Die verlängerte Kammer des Schraubverschlusses dient als Dosierkappe und fasst 50ml.

Aus meiner Sicht bietet sich das Produkt vor allem dann an, wenn einjährige Unkräuter wie Täschelkraut, Wicken oder Schaumkraut bekämpft werden sollen. Der Rat auf der Packungsbeilage, man könne die ausdauernden Wurzelunkräuter "nach der Behandlung leicht ausgraben" ist ziemlicher Schwachsinn, denn dafür braucht man aus meiner Sicht keinen Unkrautvernichter.


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