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Rezensionen verfasst von
Sovaros "vennizelos" (wien)

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Elisabeth, Sonderausgabe
Elisabeth, Sonderausgabe
von Johannes Thiele
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Eine interessante und umfangreiche Biografie mit schönen Ausschmückungen, 14. September 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth, Sonderausgabe (Gebundene Ausgabe)
Der ersten Bewertung kann beigepflichtet werden: Die Biographie über Kaiserin Elisabeth von Johannes Thiele ist die umfangreichste, die es derzeit gibt. Der Autor hat sich bemüht, möglichst unterschiedliche Quellen heranzuziehen, also nicht nur die üblichen (Conte Corti, Brigitte Hamann), sondern auch eher ungewöhnliche (z.B. Cioran) und weniger bekannte (z.B. die Memoiren von Zeitgenossen wie Louise Coburg und Kronprinzessin Stephanie), bisweilen allerdings auch historisch fragwürdige Quellen (Marie Larisch-Wallersee, Gabriele Praschl-Bichler u.a.).
In einer im großen und ganzen linearen Struktur schildert Thiele in oft sehr prosaischer, ja fast poetischer Weise das Leben und Schicksal der legendenumrankten österreichischen Kaiserin. Er versucht ihre Geheimnisse zu lüften und gewährt durch psychologische Analysen und rhetorische Fragen einen tieferen Einblick in die faszinierenden Charaktere jener Zeit. Allein von diesem Standpunkt aus ist das Buch absolut empfehlenswert!
Vor allem die vielseitige malerische Sprache des Autors ist mitreißend, er wiederholt sich jedoch tatsächlich in vielen Aussagen. Auch die Chronologie kommt in den letzten Lebensjahren der Kaiserin (ab ihren Reisen, dem Bau des Achilleions und der Zeit mit ihren Vorlesern) ein wenig durcheinander. Es entstehen für den Leser einige eher verwirrende Zeitsprünge.
Für Historiker ist Thieles Werk weniger empfehlenswert, da der Autor im Gegensatz zu anderen Biografen nicht mit Fußnoten arbeitet, was viele Fragen nach Quellenangaben und der Authenzität diverser Aussagen offen lässt. Außerdem werden Zitate oftmals aus dem Zusammenhang gerissen, was ebenfalls nicht der Fall sein sollte.
Das Buch müsste schließlich neu aufgelegt werden und einige wichtige Quellen, etwa die Tagebücher der Gräfin Marie Festetics, miteinfließen lassen.


Mein Leben
Mein Leben
von Peter Scholl-Latour
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Genre etwas verfehlt - trotzdem recht interessant, 25. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Mein Leben (Gebundene Ausgabe)
Peter Scholl-Latour lässt sein Leben revue passieren und tut dies in seinem ihm typischen analytisch-kritischen Stil mit unsagbarer Ausdruckskraft und stilistischer Gewandtheit. Ich habe fast alle Bücher des Autors mit Spannung gelesen und mir deshalb dieses, sein letztes Werk, das er leider nicht mehr vollenden konnte, gekauft.
Leider muss ich aber sagen, dass es mich nur zum Teil befriedigt hat. Denn nur wenig geht PSL auf seine eigene Person, seine eigenen Gedanken ein, sondern fasst vielmehr politische Analysen und die prägendsten Ereignisse in seinem Leben zusammen. Während seine Kindheit und Jugend noch recht spannend geschildert werden, erwähnt er seine Ehe kaum, Familie kommt so gut wie gar nicht vor. Im Vordergrund des Buches stehen eindeutig sein Berufsleben und seine Tätigkeit als Reporter in Krisengebieten. Eine Autobiographie sollte meiner Ansicht nach aber alles enthalten oder zumindest von jedem ein bisschen - nicht nur rein Politisches, sondern auch viel Persönliches und noch Ungesagtes. Dieses In-Sich-Kehren, das ich mir erwartet habe, fehlt leider bei diesem Werk völlig.
Außerdem ist das Buch eher nur für Insider geeignet, denn PSL setzt hier bereits schon sehr viel voraus! Er wirft mit Namen und Ereignissen hin und her und springt auch chronologisch zwischen Vergangenem und der Gegenwart. Das macht das Buch einerseits spannend und interessant, andererseits aber durchaus schwierig und nicht besonders leicht verdaulich.
Es scheint mir so, als hätte der Autor und Journalist geahnt, dass sein Ende bald kommen würde. Er hat sich daher wenig um den Feinschliff seiner Memoiren gekümmert und konnte diese bedauerlicherweise nur mehr bis zur Hälfte vollenden.
Trotzdem lässt das Werk Herrn Scholl-Latour ein letztes Mal, wie wir es gewohnt sind, zu Wort kommen.


The New Silk Road: How a Rising Arab World is Turning Away from the West and Rediscovering China
The New Silk Road: How a Rising Arab World is Turning Away from the West and Rediscovering China
von Ben Simpfendorfer
  Taschenbuch
Preis: EUR 28,88

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen A very interesting topic - however poorly written and edited, 15. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Simpfendorfer's book on the "New Silk Road" covers a highly interesting and still quite relevant political topic, considering that China announced another investment in this project to revitalize one of the oldest and most popular trading routes in Eurasian history. The 2nd edition was made in 2011 and obviously published before the "Arab Spring". Therefore, all the author's speculations on Syria's future development and her possible economic boom have become irrelevant at the moment.
Even though the author's thoughts are interesting, some historical facts have been omitted. Readers would need to know a bit more about this old tradiing route and the cultural implications it had over centuries. Simpfendorfer includes his economic and financial expertise, which he often takes for granted though. "The New Silk Road" is certainly no literary classic, as the author's writing style would match with a college graduate, at most. His sentences are short, simple and often begin with the same words. The impression comes up that the book has not been edited or proofread at all - quite amazing that "The New Yorker" sings Simpfendorfer's praises...
Do not expect too many facts as a reader. The author undermines his arguments with many personal anecdotes and experiences while he does not forget to mention totally redundant things, like when he was staying in Dubai (as if it had any meaning for the argument itself.)
The idea of a new silk road certainly is very intriguing, but I would not recommend the book to readers with a deeper interest in that matter.


Eine Frau fährt um die Welt: Die Reise 1846 nach Südamerika, China, Ostindien, Persien und Kleinasien (Edition Frauenfahrten)
Eine Frau fährt um die Welt: Die Reise 1846 nach Südamerika, China, Ostindien, Persien und Kleinasien (Edition Frauenfahrten)
von Ida Pfeiffer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessante Story, aber keine überzeugende Edition, 4. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Um es einmal vorwegzunehmen: Die Person Ida Pfeiffer und ihr Leben sowie ihre Reisen um die Welt sind ein hoch interessantes und spannendes Thema. Dieses Buch schildert auf über 300 Seiten, die recht gut komprimiert wurden, die wichtigsten Stationen ihrer Reise um die Welt. Ida reiste mit ungefähr 40 Jahren um die Erdkugel: Über den Atlantik, durch Brasilien, um das Kap Horn nach Chile, dann weiter quer durch den Pazifik mit Aufenthalt in Tahiti, weiter nach China, mit dem Schiff nach Ceylon und Indien, durch die Wüsten und Steppen des Irak und des heutigen Iran (Persien) weiter in den Kaukasus, bis sie wieder in Europa ankam. Besonders bemerkenswert ist der relativ moderne Schreibstil der Autorin, der mit heutigen Erzählungen durchaus mithalten kann.

Leider wurde jedoch dieses Buch nicht besonders gut editiert. Obwohl die Herausgeberin Gabriele Habinger eine Ethnologin ist, so wundert den Leser doch das völlig unkritisch verfasste Vorwort. Ida beschreibt Episoden, die doch nach allen Werkzeugen der Quellenkritik eher "reich ausgeschmückt" wurden - so z. B. einen Kampf mit entflohenen Sklaven, die Ida in die Flucht schlug. Auch die Tatsache, dass sich die Reisende ohne Dolmetscher mit den indigenen arabischen und persisichen Führern und Dorffrauen unterhalten habe und Unannehmlichkeiten besprochen haben soll, scheint wenig glaubwürdig. Dann erwähnt Habinger, dass Frau Pfeiffer - ich zitiere - "nur über geringe finanzielle Mittel verfügte". Auch das scheint wenig glaubwürdig, bedenkt man doch, wie hoch die Ausgaben einer solchen Reise waren und dass sie trotz ihrer guten Kontakte mit höher gestellten Leuten dort selbst dafür aufkommen musste. Ida Pfeiffer hatte Zugang zu Prinzen, Gouverneuren und ausgewanderten europäischen Lords - auch das wird von der Herausgeberin im Vorwort nicht einmal ansatzweise erwähnt.

Was bei einem Reisebuch dieser Art überhaupt nicht sein darf ist, dass es im Buch nicht einmal eine Karte mit Idas Reisen gibt, die alle Stationen abbildet. Entweder hat die Verlegerin einfach darauf vergessen, es erschien ihr unwichtig oder aber viele Stationen und Orte, die auch nicht in Fußnoten erklärt werden, konnten von ihr nicht lokalisiert werden.
Wie gesagt - der oft romanhaft erscheinende Reisebericht von Frau Pfeiffer ist sicher lesenswert, aber sollte quellenkritisch hinterfragt werden, was die Verlegerin leider nicht getan hat. Daher kann das Buch nur bedingt weiterempfohlen werden.


Das Tagebuch der Gräfin Marie Festetics: Kaiserin Elisabeths intimste Freundin
Das Tagebuch der Gräfin Marie Festetics: Kaiserin Elisabeths intimste Freundin
von Gudula Walterskirchen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine sehr wichtige und absolut empfehlenswerte historische Quelle zur Kaiserin Elisabeth, 24. September 2014
Lange Zeit haben alle jene, die sich für das legendäre Leben der Kaiserin Elisabeth (Sisi) interessieren, auf die Herausgabe der Memoiren ihrer engsten ungarischen Hofdame, der Comtesse Marie Festetics, gewartet, die ab den 1870ern bis zu deren Tod 1898 stets als eine der intimsten Vertrauten - wenn man sagen kann, Freundinnen - über Elisabeth und den Wiener Hof Tagebuch geführt hat.
Die beiden Herausgeberinnen haben nun sorgsam eine Auswahl der über 2000 geschriebenen Seiten aus den Archiven aufgearbeitet und in Form dieses Buches sortiert. Erfasst sind darin die Aufzeichnungen 1871-1884 und dann wieder Einträge ab 1904. Mysteriöserweise sind jene Tagebücher, die die interessantesten Jahre (den Tod des Kronprinzen Rudolf und die Ermordung Elisabeths) betreffen, verschollen, was sehr bedauerlich ist, denn man hätte womöglich Biographien umschreiben müssen... Das Buch ist nicht chronologisch gegliedert, sondern thematisch - zuerst werden Einträge über die Familie von Marie Festetics gezeigt und mit kurzen Beschreibungen erläutert, dann, ab Seite 41, wie sie an den Wiener Hof berufen wurde, um der Kaiserin von Österreich zu dienen. Sehr gut beschreibt die Gräfin ihre anfänglichen Gewissensbisse und Ängste, bis sich eine tiefe Zuneigung zur schicksalsgeprüften und damals schon völlig vereinsamten Kaiserin entwickelt hat.
Gräfin Marie Festetics schrieb in keinem besonders leserfreundlichen Stil, ihre Sätze sind oft kurze Gedanken, Stichworte und grammatikalisch nicht immer korrekt - Beschreibungen sind kurzbündig, aber stichhaltig und sehr analytisch. Ein Lesefluss kommt dadurch nicht auf, jedoch erfährt man in ihren Einträgen Dinge, die oft niemals an die Öffentlichkeit kamen: So die Intrigen der Hofcamarilla, wo tatsächlich jeder nur an sein eigenes Interesse dachte und die wenigsten sich vollkommen dem "Königsdienst" verschrieben. Amüsant und oft schockierend sind die Berichte über die tratschenden Kindermädchen Marie Valeries, die sogar versuchten, das Kind der Kaiserin zu entfremden, die Intrigen der Grafen Bellegarde und Grünne (engste Berater des Kaisers) gegen Marie Festetics und ihre Herrin oder die Versuche des Erzherzogs Ludwig Viktors, des Bruders Kaiser Franz Josephs, Elisabeth am Hof schlecht zu machen. Mit ihrem starken Sinn für Gerechtigkeit und dem Mut einer Löwin verteidigt Marie Festetics ihre Herrin, erkennt jedoch auch treffend Elisabeths Schwächen, ihren Egoismus und ihre "Bequemlichkeit", so leicht nachgegeben zu haben und dem Hof zu entfliehen.
In Marie Festetics hatte Elisabeth nicht nur eine treue Ungarin, sondern eine Vertraute gefunden, der sie sogar - vollkommen ungewöhnlich für ihren Charakter - ihre Gefühle offenbarte, wie jene Szene beweist: "...große Thränen waren in Ihren Augen, und mit vor Rührung zitternder Stimme sagte Sie: 'Sie sind die erste Dame, die gern dort ist, wo ich bin. Danke!' Und Sie küßte mich!"
Die Tagebücher der Gräfin Marie Festetics sind eine absolut authentische zeitgenössische Quelle, die alle unobjektiven Bücher und Verklärungen, die noch heute über Kaiserin Elisabeth publiziert werden (z.B. jene von Gabriele Praschl-Bichler) in den Schatten stellen und den Lesern ein seltenes, aber hoch interessantes Bild der Kaiserin vermitteln. Absolut empfehlenswert und hoffentlich folgt ein 2. Teil !!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2015 9:56 PM CET


Unsere liebe Sisi: Die Wahrheit über Erzherzogin Sophie und Kaiserin Elisabeth. Aus bislang unveröffentlichten Briefen
Unsere liebe Sisi: Die Wahrheit über Erzherzogin Sophie und Kaiserin Elisabeth. Aus bislang unveröffentlichten Briefen
Preis: EUR 14,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absolut voreingenommenes und unobjektives Geschichtsbild, 24. September 2014
Wieder einmal hat es Gabriele Praschl-Bichler geschafft, anhand sorgsam ausgewählten Materials ihr gegenüber der Kaiserin Elisabeth stark voreigenommenes, negatives Bild mit zum Teil unvollständigen Zitaten und an den Haaren herbeigezogenen Interpretationen auszuschmücken und ein Büchlein daraus zu machen. Wissenschaftlich objektiv? Nein. Den historischen Tatsachen entsprechend? Nein. Quellenkritisch? Nein, denn die Autorin zitiert nicht einheiltich und oft sogar falsch und lässt sich zu Interpretationen hinleiten, wo jeder seriöse Historiker und Biograph nur den Kopf schütteln kann.
Genügt es denn nicht, dass zahlreiche Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, angefangen von den engsten Hofdamen Elisabeths bis hin zur eigenen Tochter Marie Valerie, vom schlechten Verhältnis zwischen Erzherzogin Sophie und Elisabeth ausführlich berichtet haben? Das ignoriert Prasch-Bichler vollkommen bzw. blendet es aus. Natürlich muss man auch die Motivation der Erzherzogin verstehen, die sich eben an das rigide spanische Hofzeremoniell gehalten hat. Daraus aber zu schließen, dass sie es gar lieb mit Elisabeth meinte und ihr deshalb zwei Kinder vollkommen entfremdete, zeigt eigentlich, wie wenig reflektiert und unkritisch Gabriele Praschl-Bichler arbeitet.
Wer ein seriöses, historisch getreues Bild des Verhältnisses will, sollte lieber Zeitzeugenberichte und authentische Biographien lesen, anstatt sinnlos Zeit mit den Gefühlsausbrüchen der Autorin - denn nichts anderes steckt dahinter - zu vergeuden.


Aus den  letzten Jahren der Kaiserin Elisabeth
Aus den letzten Jahren der Kaiserin Elisabeth
von Irma Sztaray
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten zeitgenössischen Bücher über Kaiserin Elisabeth, 9. Juni 2014
Ich habe dieses Buch lange Zeit vor seinem Erscheinen bzw. der Neuauflage als Originalkopie erworben. Die Verkäuferin sagte mir bereits im Email: "Sie werden davon begeistert sein." Und dies hat sich auf wundersame Weise auch bewahrheitet.

Neben den "Tagebuchblättern" des griechischen Vorlesers der Kaiserin Elisabeth, Konstantinos Christomanos, sind die Aufzeichnungen der letzten ungarischen Hofdame der Kaiserin, Gräfin Irma von Sztáray, ein einfühlsames, authentisches und mitreißendes Portrait der Kaiserin in ihren letzten vier Lebensjahren (1894-98), die sie meist auf Reisen durch Europa und das Mittelmeer verbrachte.

Der Autorin war es aufgrund ihres jugendlichen Alters und ihrer guten Kondition vergönnt, die Kaiserin auf ihren strapaziösen Wanderungen, Touren und Seereisen als Hofdame, vielmehr aber als Freundin und engste Vertraute zu begleiten. Selbst bei der Ermordung der Kaiserin in Genf am 10. September 1898 war Irma Sztáray an Elisabeths Seite; ihr fiel auch die wohl schwerste Prüfung ihres Lebens zu, nämlich den Kaiser über den Tod seiner Gattin zu unterrichten (hier endet das Buch).

In einem sehr lebendigen und malerischen, doch auch nostalgisch-verklärenden Schreibstil schildert die Autorin zahlreiche Eindrücke während der zahlreichen Reisen, die sie mit ihrer Königin unternahm. Da das Buch noch zu Lebzeiten des Kaisers, im Jahr 1909, abgedruckt wurde, darf man sich keine kritischen Darstellungen erwarten. Irma Sztáray hat Kaiserin Elisabeth in ihren Erzählungen zweifellos auf sehr verträumte Weise verklärt, doch sie hat sie auch verehrt, bewundert und wegen ihrer Schicksalsschläge bedauert. Neben genauen Landschaftsbeschreibungen hat die Gräfin dank vieler persönlicher Anekdoten ein "Sisi-Bild" entworfen, das wegen seiner Authentizität umso interessanter und mitreißender ist als alle herkömmlichen Darstellungen, die man von gängigen Biographien und anderen Medien kennt. Wir erleben Elisabeth als eine Person, die die Unabhängigkeit der Frauen (im 19. Jahrhundert noch revolutionär!) stark befürwortete, die mit dem einfachsten Bauern die schönsten und liebenswürdigsten Gespräche geführt hat, die sich nachts in der Dunkelheit fürchtete, die Bescheidenheit zu einer ihrer größten Königstugenden gemacht hat. Kurz: Irma Sztáray hat für die Nachwelt das Bild einer Monarchin gezeichnet, wie es die wenigsten kennen und wie es sie auch kein zweites Mal mehr geben wird.

Jedem, der sich für die letzten Lebensjahre dieser beeindruckenden historischen und stark mystifizierten Persönlichkeit und die Einzelheiten über ihren unvermuteten und plötzlichen, aber ersehnten Tod auch nur annähernd interessiert, ist dieses Buch aufs Wärmste zu empfehlen!


Aus den letzten Jahren der Kaiserin Elisabeth
Aus den letzten Jahren der Kaiserin Elisabeth
von Irma Grafin Sztáray
  Taschenbuch
Preis: EUR 31,01

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten zeitgenössischen biographischen Bücher über Kaiserin Elisabeth, 14. Juli 2013
Ich habe dieses Buch lange Zeit vor seinem Erscheinen bzw. der Neuauflage als Originalkopie erworben. Die Verkäuferin sagte mir bereits im Email: "Sie werden davon begeistert sein." Und dies hat sich auf wundersame Weise auch bewahrheitet. Neben den "Tagebuchblättern" des griechischen Vorlesers der Kaiserin Elisabeth, Constantinos Christomanos, sind die Aufzeichnungen der letzten ungarischen Hofdame der Kaiserin, Gräfin Irma von Sztáray, ein einfühlsames, authentisches und mitreißendes Portrait der Kaiserin in ihren letzten vier Lebensjahren, die sie meist auf Reisen durch Europa und das Mittelmeer verbrachte.
Der Autorin war es aufgrund ihres jugendlichen Alters und ihrer guten Kondition vergönnt, die Kaiserin auf ihren strapaziösen Wanderungen, Touren und Seereisen als Hofdame, vielmehr aber als Freundin und engste Vertraute zu begleiten. Selbst bei der Ermordung der Kaiserin in Genf im Jahre 1898 war Irma Sztáray an Elisabeths Seite; ihr fiel auch die wohl schwerste Prüfung ihres Lebens zu, nämlich den Kaiser über den Tod seiner Gattin zu unterrichten (hier endet das Buch).
In einem sehr lebendigen und malerischen, doch auch nostalgisch-verklärenden Schreibstil schildert die Autorin zahlreiche Eindrücke während der zahlreichen Reisen, die sie mit ihrer Königin unternahm. Da das Buch noch zu Lebzeiten des Kaisers, im Jahr 1909, abgedruckt wurde, darf man sich keine kritischen Darstellungen erwarten. Irma Sztáray hat Kaiserin Elisabeth in ihren Erzählungen zweifellos auf sehr verträumte Weise verklärt, doch sie hat sie auch verehrt, bewundert und wegen ihrer Schicksalsschläge bedauert. Neben genauen Landschaftsbeschreibungen hat die Gräfin dank vieler persönlicher Anekdoten ein "Sisi-Bild" entworfen, das wegen seiner Authentizität umso interessanter und mitreißender ist als alle herkömmlichen Darstellungen, die man von gängigen Biographien und anderen Medien kennt. Wir erleben Elisabeth als eine Person, die die Unabhängigkeit der Frauen (im 19. Jahrhundert noch revolutionär!) stark befürwortete, die mit dem einfachsten Bauern die schönsten und liebenswürdigsten Gespräche geführt hat, die sich nachts in der Dunkelheit fürchtete, die Bescheidenheit zu einer ihrer größten Königstugenden gemacht hat. Kurz: Irma Sztáray hat für die Nachwelt das Bild einer Monarchin gezeichnet, wie es die wenigsten kennen und wie es sie auch kein zweites Mal mehr geben wird.
Jedem, der sich für die letzten Lebensjahre dieser beeindruckenden historischen Persönlichkeit und die Einzelheiten über ihren unvermuteten und plötzlichen, aber ersehnten Tod auch nur annähernd interessiert, ist dieses Buch aufs Wärmste zu empfehlen!


Darum nerven Österreicher
Darum nerven Österreicher
von Walter Lendl
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt gebracht, komisch, ironisch und stilistisch gut!, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Darum nerven Österreicher (Taschenbuch)
Das "Österreichische" zu beschreiben haben bereits viele Autorinnen und Autoren versucht, die meisten - und seien es noch so empfohlene Wissenschaftler (wie z.B. Oliver Rathkolb mit "Die paradoxe Republik") ist es leider nicht gelungen. Das liegt daran, dass sich das "Österreichische" eben nicht festmachen oder einem Außenstehenden gut erklären lässt, es ist viel zu komplex, viel zu undurchsichtig und subtil.
Walter Lendl hat es mit seinem Buch "Darum nerven Österreicher" allerdings geschafft, die Dinge auf den Punkt zu bringen - und das auf eine stilistisch einwandfreie, durchaus komisch-satirische Weise! Dass Lendl sicher keiner ist, der jedes Wort auf die Waagschale legt und nach Prinzipien wissenschaftlicher Objektivität geht, verrät einem schon der Titel des Buches. Wer sich also eine Studie erhofft, wie sich das anscheinend viele Leserinnen und Leser vom Buch erwarten, wird sicherlich enttäuscht sein, denn das ist nicht Ziel und Zweck. Vieles ist natürlich "dick aufgetragen", übertrieben dargestellt und nicht immer widerspruchsfrei - doch einmal ehrlich, wie widerspruchsfrei ist das "Österreichische" an sich (man denke nur etwa an den "Wiener Charme" der Kellner, den wirklich selten jemand als Charme wahrnimmt oder empfindet...)?
Die Mentalität eines Landes wird von vielerlei Faktoren beeinflusst - zu einem Großteil aber von historischen Entwicklungen. Diese bringt der Autor gezielt in seine Kapitel mit ein. Ziel des Autors ist es, vielen Österreicherinnen und Österreichern einmal einen Spiegel vor die Augen zu halten - nicht etwa andere Nationen dadurch aufzuwerten. Ich habe in den unterschiedlichsten Berufsfeldern mit den unterschiedlichsten Leuten zu tun gehabt, bin selbst in vielen Ländern gereist und hatte mit Menschen aus verschiedenen Kulturen Kontakt. Von den vielen Details, die Walter Lendl in seinem Buch auf ironische Weise (und auch dies ist Teil der österreichischen Mentalität) schildert, kann ich aber nur sagen, dass ich jede beschriebene Situation wiedererkennen kann - und dass sie wie der Deckel auf den Topf für Österreich "maßgeschneidert" sind!


Die paradoxe Republik. Österreich 1945 bis 2010 (HAYMON TASCHENBUCH)
Die paradoxe Republik. Österreich 1945 bis 2010 (HAYMON TASCHENBUCH)
von Oliver Rathkolb
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,95

5 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut gegliedert, recht subjektiv verfasst, 2. Mai 2011
Der Austrofaschismus und der Zweite Weltkrieg verfolgen Österreichs Geschichte wie ein dunkler Schatten, wie ein nicht wegzudenkendes Stigma - dies ist der Grundtenor in Oliver Rathkolbs historischer Aufarbeitung Österreichs zwischen 1945 und 2010 in seinem Buch "Die paradoxe Republik".
In insgesamt 10 Kapiteln geht der Historiker auf wesentliche Aspekte und Grundzüge Österreichs ein, wie zum Beispiel auf die Entstehung der Demokratie, die Entwicklung der Wirtschaftspolitik, die Rolle der Kanzler, der Medien, der Neutralität, der Kulturpolitik und des Wohlfahrtsstaates. Der Schreibstil Rathkolbs ist dabei durchgehend klar und gut strukturiert, sozialwissenschaftliche Objektivität oder gar Unvoreingenommenheit darf man sich bei diesem Buch allerdings nicht erwarten. Der Autor schreibt nicht ideologiefrei und bringt häufig persönlich-subjektive Anschauungen zum Ausdruck, die in einem Werk mit wissenschaftlichem Anspruch und bei einer Person in einer doch hohen akademischen Position wenig verloren haben.
In den einzelnen Kapiteln geht Rathkolb chronologisch in seiner Analyse vor, verliert jedoch hin und wieder den Faden und lässt sich zu konfusen Assoziationen und Gedanken hinleiten: Die Neutralität sei Österreich nach 1945 keineswegs von den Alliierten auferzwungen worden, die Mehrheit habe sich freiwillig und wohlwollend dafür ausgesprochen. Bezüglich Autoritarismus schreibt der Autor (S.44) "Dazu gehören der Ruf nach einen 'starken Mann', die Suche nach Sündenböcken...Kennzeichnend ist ein starker Irrationalismus, verstärkt durch den Glauben an Astrologie oder unsichtbare Mächte." Was Astrologie mit Autoritarismus zu tun hat, muss der Leser sich selbst fragen.
Wer sich eine Analyse der österreichischen Mentalität und politischen Kultur erwartet, wird leider mit diesem Buch enttäuscht sein. Ansatzweise geht der Autor zwar im ersten und letzten Kapitel seines Buches darauf ein (wobei er sich wiederum auf subjektive Meinungsumfragen als Quellen stützt) und spricht dabei Themen wie Antikommunismus, Deutschnationalismus, EU-Ressentiments an, das gespannte Verhältnis zwischen Österreich und der USA wird dabei allerdings fast kaum erörtert. Wesentliche alltagspolitische Themen wie die Raucherdebatte, die Bundesheer(reform)debatte, die Asylfrage - brennende Diskussionen also, die es schon länger als fünf Jahre gibt - werden im Buch fast völlig ausgespart bzw. nur marginal erwähnt.
"Die paradoxe Republik" von Oliver Rathkolb eignet sich gut als Nachschlagewerk, das allerdings mit Vorsicht und stets quellen-und autorenkritisch betrachtet werden sollte, da der Autor nur zu oft seine persönliche Ansichten miteinfließen lässt. Oft werden Meinungen plakativ als Tatsachen hingestellt, ohne sie - wie es etwa ein Sozial- oder Politwissenschaftler machen würde - näher zu hinterfragen bzw. besser zu erläutern.
Gewöhnungsbedürftig ist vor allem die Druckweise dieser Ausgabe, da noch die alte Rechtschreibung (!) verwendet wird und sogar 5-6 stellige Ziffern nicht mit Punkten oder Kommas getrennt werden, was große Zahlen schwer leserlich macht!


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