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True North - Wo auch immer du bist (Vermont-Reihe, Band 1)
True North - Wo auch immer du bist (Vermont-Reihe, Band 1)
von Sarina Bowen
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

4.0 von 5 Sternen eine süße aber auch prickelnde Story mit interessanten Figuren und gelungener Kulisse, 16. September 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meinung:
An True North kommt man derzeit ja irgendwie nicht vorbei. Nachdem mir die Paper-Reihe bei meinem kurzen Genre-Ausflug in den unfantastischen Bereich gut gefallen hatte, wollte ich es noch ein weiteres Mal probieren. Eins vorweg: Das Buch las sich weg wie nichts und kommt mit einer sympathischen Protagonistin daher:

Audrey hat einen absolut miesen Job, doch den braucht sie, um sich ihren Traum von einem eigenen Restaurant zu erfüllen. Ihr Job führt sie nach Vermont, wo sie als Einkäuferin für ihre Firma tätig sein soll - und Angebote im Gepäck hat, über die alle Farmer dort nur abfällig den Kopf schütteln können. So auch Griff, den Audrey noch von ihrer Collegezeit her kennt - eine kurze Affäre inklusive. Schnell "stört" die Chemie zwischen den beiden die Verhandlungen und dieses etwas zwischen ihnen beschwört alte Gefühle herauf.

Sowohl Audrey als auch Griff kommen zu Wort und erzählen jeweils in Ich-Perspektive. Sie alle schleppen ihre Vergangenheit, Ängste und Träume mit sich herum, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Das Knistern der beiden mochte ich und die bissigen Dialoge waren immer wieder ein Highlight - ebenso wie die Sexszenen, die genau im richtigen Maße explizit waren und gut in die Geschichte integriert.

Das Setting von Vermont und die Arbeit auf der Farm wurde gut rübergebracht, ebenso wie die halsabschneiderischen Großkonzerne, die es wohl überall gibt.

Doch ich für meinen Teil - die in diesem Genre alles andere als Zuhause ist - fand die Geschichte etwas zu normal. Ich habe sie gerne verfolgt und sie war schnell weggelesen, aber wirklich mitgefiebert habe ich eigentlich nicht. Dafür ist mir vermutlich zu wenig passiert, mir war es einen Hauch "zu normal". Auch mochte ich Griff als Figur, seine Art und seinen Umgang mit allen. Für das stetig erwähnte Aussehen (Vollbart ist nicht meins) konnte ich mich jedoch nicht erwärmen und so sehr ich auch versucht habe, dieses auszublenden - es war nicht ganz möglich.

Schon dieser erste Band kommt zu einem Ende für das Pairing Audrey und Griff. In den nächsten Teilen der Reihe geht es um die bisherigen Nebenfiguren, die alle auch ihre eigenen Geschichten zu erzählen haben.

Urteil:
"True North: Wo auch immer du bist" war eine süße aber auch prickelnde Story mit interessanten Figuren und gelungener Kulisse. Darüber hinaus war sie mir aber einen Tick "zu normal". Für meine Ausflüge in dieses Genre favorisiere ich dann wohl doch etwas übertriebenere und gestelltere Szenarien, die mich scheinbar mehr fesseln können.
Was aber natürlich genau der Punkt ist, der Genre-Kenner wiederum mit dieser "Natürlichkeit" überzeugen kann.
Reihe:
1. True North: Wo auch immer du bist
2. True North: Schon immer nur wir
3. True North: Du bist alles für immer

© hisandherbooks.de


Im leuchtenden Sturm (Götterleuchten)
Im leuchtenden Sturm (Götterleuchten)
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen startet ruhig und wird dann doch zum rasanten Abenteuer, 16. September 2017
Inhalt:
Josie ist wohlbehalten im Covenant untergebracht und geht dort ihrem Training mit Seth nach – und nicht nur das. Auch ihre Beziehung wird immer tiefgehender. Bis zu jenem einen Tag, an dem etwas geschieht, das Seth verändert. Er distanziert sich von Josie und sie weiß nicht einmal, wieso er sich so kalt verhält – und doch haben sie und die anderen größere Probleme: Die Streitigkeiten zwischen Halb- und Vollblütern nehmen neue Ausmaße an, es kommt zu mehr als nur Handgreiflichkeiten. In all dem Chaos gilt es aber nicht außer Acht zu lassen, dass es noch drei weitere Halbgötter gibt, die die Gruppe noch vor den Titanen aufspüren muss. Wer ihnen da aber zur Hilfe kommt, hätte niemand erwartet.

Meinung:
Endlich geht es mit Seth und Josie weiter! Kaum begonnen, war das Buch auch schon beendet.
Jennifer L. Armentrout versteht es wieder perfekt, den Leser in die Geschichte zu ziehen. Josie hat immer häufiger diese düsteren Albträume, von denen sie jedoch niemandem erzählt. Das Leben im Covenant ist auch so schon anstrengend genug. Ihr tägliches Training mit Seth bringt sie an ihre körperlichen Grenzen, aber auch die Unruhen unter den Mitschülern sorgen dafür, dass sie sich nicht nach vorne drängen will. Bis sie zum Ziel solcher Anfeindungen der Vollblüter wird und zum Schutz des Halbbluts Colin ihre besondere Gabe offenbart – und sich herumspricht, dass sie eine Halbgöttin ist.
Als für Josie endlich alles perfekt ist – sie und Seth auch endlich Sex hatten – verändert sich alles. Denn in Seth schlummert noch immer etwas, das nach einem Teil von Josie lechzt, den er nicht begehren sollte.
Im zweiten Band der Götterleuchten-Reihe bringt Jennifer L. Armentrout wieder jede Menge Mythologie ein. Neben den Titanen, die es zu besiegen gilt, haben auch weitere bekannte Sagengestalten ihren Auftritt. Doch nicht nur sie: denn es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten, was mich durchaus gefreut hat.
Der Schreibstil ist gewohnt locker, die Dialoge strotzen nur so von Biss und Sarkasmus und dennoch geht das Gefühl nie verloren, wenn es ernst wird. Erneut erzählen Seth und Josie abwechselnd in Ich-Perspektive, sodass beide Seiten beleuchtet werden und der Leser den Protagonisten ein ums andere Mal voraus war – was die Spannung leider ein wenig verringerte. Nichtsdestotrotz fieberte ich dem Moment entgegen, in denen die Geheimnisse offenbart werden.
Die Figuren und die Beziehungen zueinander haben sich weiterentwickelt. Was mich an Seth ein wenig gestört hat, war dieses stets betonende nicht-verdient-haben, das Josie stets dementiert. Aber das war noch in erträglichem Maß, sodass ich mich sehr gut auf die anderen Parts ihrer Beziehung konzentrieren konnte: dem Näherkommen. Besagte Szenen prickeln vor Leidenschaft, sind weder zu vage, noch zu detailliert geschildert – egal aus welcher der beiden Sichten gerade berichtet wird.
Das Tempo zieht nach dem ruhigeren ersten Drittel kontinuierlich an und so rauscht man unaufhaltsam der unausweichlichen Konfrontation mit dem Gegner und dem großen Showdown entgegen – der es dann durchaus in sich hatte und mit einer Wendung aufwartet, die mich sehnsüchtig auf die Fortsetzung zurücklässt.

Urteil:
Band 2 der „Götterleuchten“-Reihe startet ruhig und wird dann doch zum rasanten Abenteuer. Eine gelungene Entwicklung und neue mythologische Aspekte runden dieses ab. 4 Bücher für „Im leuchtenden Sturm“.

Reihe:
1. Götterleuchten: Erwachen des Lichts
2. Götterleuchten: Im leuchtenden Sturm
3. Götterleuchten: Glanz der Dämmerung

© hisandherbooks.de


Schwarzer Horizont: Roman (Dark World Saga)
Schwarzer Horizont: Roman (Dark World Saga)
von Ivo Pala
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen authentische Charaktere und eine perfekte Umsetzung einer grandiosen Idee, 16. September 2017
Zitat:
„Der Schrei echote grell und gespenstisch durch das nur von wenigen Fackeln erleuchtete Zwielicht und erstarb dann abrupt – vermutlich zusammen mit dem, der ihn ausgestoßen hatte.“
(S.88)

Inhalt:
Der Weltendonner hat auf einen Schlag die Welt verändert. Es herrscht überall Dunkelheit, Der Hunger greift um sich, Menschen sterben.
Raymo, der durch den Weltendonner seine Braut am Tag der Hochzeit verloren hat, zieht nun auf der Suche nach Frieden und Freiheit durch die Welt. Durch eine Verkettung von Umständen gerät er zwischen die Fronten und begibt sich in ungeahnte Gefahren.
Die Sklavin Lizia lebt als niedrigste Dienerin auf dem Hofgut „Cassias Hain“. Und nun, da ihr Körper langsam weibliche Formen annimmt, droht ihr die Vergewaltigung. Lizia versucht, sich umzubringen. Doch sie wird von Raymo gerettet, dessen Weg zufällig hier vorbeigeführt hat. Gemeinsam nehmen sie den Weg nach Dunuum. Hier trennen sich dann ihre Wege. Aber auch in Dunuum trachtet scheinbar jeder nach Lizias Jungfräulichkeit. Lizia schwebt in ständiger Gefahr, nichtsahnend, welcher Weg ihr bestimmt ist.
Ash wird Zeuge eines Gemetzels an seinen Brüdern im Kloster. Doch plötzlich spricht sein Gott zu ihm und rettet ihn. Ash bekommt von Gott eine Aufgabe. Wenn diese Aufgabe nicht erfüllt wird, ist die Menschheit dem Untergang geweiht.

Meinung:
Zu „Schwarzer Horizont“ habe ich schon viele Meinungen, darunter auch sehr viele positive, gelesen. Nun war meine Neugier auf die Geschichte nicht mehr im Zaum zu halten und ich musste mir selbst ein Bild machen. Gesagt, getan. Ich habe das Buch gekauft und es musste nicht lange im Regal warten, bis ich mit dem Lesen begann.

Ivo Pala zögerte dann auch gar nicht lange und warf mich mitten in seine Welt. Schon nach den ersten Seiten wurde ich mehr und mehr gefesselt. Ich konnte eintauchen in diese absolut mitreißende Idee des Autors. Zuerst begegnete ich Raymo, der sich gerade in einer für ihn sehr gefährlichen Situation befand. Zu Raymo hatte ich von Beginn an einen Draht. Immer wieder werden Hürden vor ihm aufgebaut, die man kaum überwinden kann. Doch genauso physisch stark so intelligent ist Raymo. Ihm gelingt es, schwierige Aufgaben zu lösen und einen Ausweg zu finden. Doch ob ihm das Glück tatsächlich immer hold ist? Auf der Suche nach Glück und Frieden nimmt er dabei vieles auf sich.

Lizia hatte von der ersten Begegnung an meine volle Zuneigung. Aufgewachsen auf dem Hofgut „Cassias Hain“ lebt sie nun auch hier. Sie hat kaum Rechte, die niedersten Aufgaben werden ihr übertragen. Nun ist sie zu einer jungen und schönen Frau herangewachsen, sodass seitens der auf dem Gut lebenden Männer Begehrlichkeiten geweckt werden. Der Mordomo, der Oberste Diener auf dem Gut, hat es nun auf sie abgesehen. Lizia soll sich nach getaner Arbeit ihm am Abend zur Verfügung stellen. Sie hatte schon mit dieser Entwicklung gerechnet, doch die Ausweglosigkeit ihrer Lage wird ihr nun umso mehr bewusst und so entschließt sie sich zu einem notwendigen Schritt. Sie will sich umbringen. Doch mit der Rettung in letzter Sekunde durch Raymo nimmt das Schicksal für sie einen Lauf, wie es nicht vorhersehbar war.

Auch Ash, der Mönch, hatte meine Sympathien sofort erobert. Zu Taten gezwungen, die er sich nie im Leben träumen lassen hätte, geht er hartnäckig den von ihm abverlangten Weg, der von nun an auch Sachen bedingt, für die Geistliche nicht unbedingt bekannt sind.

Ivo Pala setzte bei der Erzählung seiner Geschichte auf eine Präsentation in dritter Person Vergangenheit und wechselt dabei immer wieder die Perspektive aus. So hatte ich jeweils immer einen guten Überblick auf die Erlebnisse von Raymo, Lizia und Ash. Die dargestellten Charaktere wirken unverfälscht und authentisch. Die in der Geschichte enthaltenen Gewalt- und Sexszenen kamen nicht gestellt oder überbordend bei mir an, sondern gliederten sich nahtlos in die Handlung ein. Mehr als einmal las ich innerlich schockiert über die Seiten. Die Leiden, die Ivo Pala seinen Charakteren zugedacht hat, griffen nahezu ungefiltert auf meine Empfindungen über. Der Autor spielte nahezu in gekonnter Weise mit der Mischung aus Emotionen, Gewalt und Sex.

Es ist selten, dass ich ein Buch lese, an dem ich von der ersten bis zur letzten Seite keine Anmerkungen oder Einwürfe hätte. „Schwarzer Horizont“ ist allerdings so ein Buch. Ivo Pala konnte mich von Beginn an nahezu begeistern und mitreißen. Seine Geschichte verlangte mir eine ganze Palette an Gefühlen ab, die ich nun erstmal verarbeiten muss. Denn auch mit den Entwicklungen zum Ende der Geschichte hin, hat Ivo Pala nochmals ganz großes Kino geliefert. Wie froh kann ich da sein, dass der zweite Teil der Reihe bereits griffbereit zum Lesen bei mir liegt!

Urteil:
„Schwarzer Horizont“ konnte mich mit seiner Idee, den authentischen Charakteren und einer perfekten Umsetzung förmlich begeistern und war für mich eine emotionale Achterbahnfahrt. Meine Erlebnisse in Ivo Palas Welt nach dem Weltendonner belohne ich deshalb mit grandiosen 5 Büchern.

Für alle, sich Strapazen und Entbehrungen stellen können, dabei darauf achten, falschen Freundschaften aus dem Weg zu gehen und niemals auch nur im Ansatz die Hoffnung auf einen guten Ausgang verlieren. Lest dieses Buch!

Reihe:
1. Schwarzer Horizont
2. Schwarzer Sturm

© hisandherbooks.de


Wédora - Schatten und Tod: Roman (Die Sandmeer-Chroniken)
Wédora - Schatten und Tod: Roman (Die Sandmeer-Chroniken)
von Markus Heitz
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen noch spannender und bildgewaltiger als Band eins, 16. September 2017
Zitat:

„Aus der Langeweile, die Liothan zu Beginn des Tages verspürt hatte, war ein Abenteuer geworden, wie er es in Büchern nicht besser hätte finden können. Ein geheimnisvoller Schacht im eigenen Haus, eine magische Reise in die Wüste, eine mutmaßliche Verschwörung verborgener Kejo und Echsen gegen die Stadt.“
(S. 107)

Inhalt:

Auch im Zweiten Band von Wedora entführt Markus Heitz seine Leser zurück in die ebenso geheimnisvolle wie tödliche Wüstenmetropole. Längst sind nicht alle Geheimnisse gelüftet, Dunkles lauert in den Tiefen der Stadt. Liothan, der eigentlich seine magischen Fähigkeiten schulen soll, verfällt in alte Gewohnheiten und liebäugelt mit Wedoras Unterwelt. Tomeija dagegen wird von dem geheimnisvollen Herrscher der Stadt zur obersten Gesetzeshüterin berufen. Eine Arbeit, die ihr ebenfalls nicht fremd ist. Schon hat sie den ersten Mord aufzuklären, dem noch viel seltsamere Dinge folgen. Beide Freunde geraten in einen Strudel aus Ereignissen, Magie, Tod und Abenteuer.

Meinung

Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut, hatte aber auch etwas Sorge, weil ich nicht mehr alle Details aus Band 1 im Kopf hatte. Es gibt aber am Anfang der Geschichte eine kurze Einführung über den letzten Band, was ich sehr sehr gut fand!

Im ersten Kapitel lernen wir neue Figuren kennen, eine Söldner Truppe, die sich „Die Krähen“ nennen. Sie sind im Auftrag eines Unbekannten unterwegs, geraten in seltsames Terrain, wo ihnen schließlich ein grausamer Zauber zum Verhängnis wird. Markus Heitz startet seine Geschichte sehr bildgewaltig, ich war sofort gefesselt und konnte das Buch nicht weglegen. In den Erzählperspektiven von Liothan und Tomeija habe ich mich direkt wohl gefühlt. Es war schön, die beiden wieder zu treffen. Sie leben jetzt in einem der reichen Viertel von Wedora in einer riesigen Villa. Als Retter der Stadt sind sie zu ordentlich Geld gekommen.

Tomeija soll Priesterin des Gottes Driochor werden, wird dann aber plötzlich zur Vertreterin des Darémo, des Herrschers der Stadt, gerufen. Scheinbar hat der geheimnisvolle Herrscher Großes mit ihr vor, er will sie zur obersten Gesetzeshüterin machen. Ihr erster Auftrag lautet in Sandwacht einer Festung außerhalb von Wedora einen Mord aufzuklären. Diese Festung hat mich irgendwie an die Mauer aus Game of Thrones erinnert. Sie ist eine Art Wachposten, viele Geschichten ranken sich um das Gemäuer, in dem angeblich Geister ihr Unwesen treiben sollen. Und tatsächlich trifft Tomeija dort ziemlich seltsame Umstände an, die sie zeitweise sogar um ihr Leben fürchten lassen.

Währenddessen packt Liothan die Langeweile. Eigentlich sollte er seine magischen Fähigkeiten durch Lesen und Üben schulen, doch die Abenteuerlust packt ihn. Er findet einen geheimen Gang und was er dort findet, wäre lieber im Verborgenen geblieben. Eine Verschwörung braut sich unter der Stadt zusammen und Liothan muss einen Weg finden zu überleben, was sich als gar nicht so leicht herausstellt. Doch bald schon hat er einen Ruf als angehender König der Unterwelt und rasselt damit aber voll in Tomeijas Pläne hinein.

„Liothan hätte es lustig gefunden, als sein eigener Geist in seiner alten Heimat Walfor zu erscheinen und Gutes zu tun.“
(S 53)

Irian Ettras, der Herzensfresser, taucht wieder auf und stellt sich in Sandwacht auf Tomeijas Seite. Ich fand es so cool, dass er wieder vorkommt! Er ist faszinierend, aber irgendwie böse, hilft aber den Figuren ... ich mag ihn echt, auch wenn er eklige Essgewohnheiten hat!

Jedes Kapitel ist in zwei Teile gegliedert, je ein Teil für eine Erzählweise der beiden Hauptcharaktere. Zwischendurch kommt mal eine Szene aus Irians Sicht oder aus der von Atha, die Söldnerin vom Anfang, die mittlerweile mit dem König von Liothan zusammenarbeitet, um das Böse in ihrer Welt zu bekämpfen. Zwischendurch kommen kurze Einblicke aus noch anderen Perspektiven, aber eher selten und es war nicht störend, sondern hat sich schön ergänzt und noch neugieriger gemacht.
Der Autor hat die jeweiligen Szenen ziemlich oft sauspannend enden lassen, so dass man wie verrückt den nächsten Part aus der neuen Sicht gelesen hat, in dem es dann aber auch wieder super spannend wurde. Teilweise war ich echt ein bisschen aus der Puste und konnte das Buch nicht weglegen.

Was mich ein bisschen gestört hat, waren die vielen Bezeichnungen für Menschen, Dinge und Wesen. Ich wusste teilweise nicht, was dahintersteckt. Es gibt ein Glossar, das ist auch hilfreich, meiner Meinung nach hätte es aber ruhig noch etwas ausführlicher sein können. Irgendwer taucht mit einem ultraspektakulärem Namen aus dem Nichts auf und man denkt „Ohaa der ist total special, Gänsehaut wuhu ... halt stopp wer genau ist das jetzt und warum und von wem und hää?“ Das fand ich teilweise ein bisschen doof, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Ich mag die Charakterausarbeitung unglaublich gerne! Tomeija ist mein Liebling und auch die mysteriöseste von allen. Sie kämpft mit aller Macht für die Unterdrückten und ist einfach ein toller Charakter. Nur wie sich ihre Kräfte gegen Ende verändern fand ich mehr als blöd.

„Übertreibt es nicht, Driochor-Priesterin. Ihr könnt nicht alle retten.“
(S. 529)

Aber auch Liothan hat riesig viel Herz und Humor. Er ist eine Mischung aus Aladin und dem Typ aus den Mumienfilmen und es hat riesig Spaß gemacht, seine Geschichte weiter zu verfolgen! Kadir taucht auch nochmal auf. Leider nur kurz, aber egal.
Das Ende war toll, super cool! Aber ich hab noch ein paar Fragen und die Danksagung lässt nicht darauf schließen, dass wir einen dritten Wedora Band bekommen.

Urteil
Der zweite Band von „Wedora“ ist noch spannender und bildgewaltiger als Band eins. Handlung und Charaktere haben mich völlig überzeugt und in eine fremde Sandwelt entführt. Die Geschichte erhält vier dicke Bücher und eine ganz klare Leseempfehlung! Mein absolutes Lesehighlight für diesen Monat! Gebt mir mehr!

Die Reihe:

Wedora Band 1 – Staub und Blut
Wedora Band 2 – Schatten und Tod

©hisandherbooks.de


Riders - Schatten und Licht: Roman
Riders - Schatten und Licht: Roman
von Veronica Rossi
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen jede Menge Action und Dämonen rund um die Reiter der Apokalypse, 2. September 2017
Inhalt:
Gideon Blake findet sich nach einem vermeintlich tödlichen Unfall nahezu vollständig genesen in einem Krankenhaus wieder, ein Armband am Handgelenk, das er nicht abbekommt. Doch das ist nur der Anfang der Merkwürdigkeiten. Denn als er Daryn kennenlernt und sie ihm erzählt, wer er genau ist, nimmt das Chaos seinen Lauf. Dicht gefolgt von einer Horde Dämonen machen sich die beiden auf die Suche nach den anderen Reitern der Apokalypse.

Meinung:
Veronica Rossi konnte mich bereits mit ihrer "Gebannt"-Trilogie begeistern, daher war mir auch ohne einen detaillierten Blick auf den Inhalt klar, dass ich "Riders - Licht und Schatten" lesen musste.

Die Autorin warf mich dann auch sofort direkt ins Geschehen.
Der im Präsens und Ich-Perspektive erzählende Protagonist Gideon Blake findet sich nach dem Aufwachen an einen Stuhl gefesselt wieder, ihm gegenüber eine Frau, die sich als Natalie Cordero vorstellt und ihm Fragen stellen will.
Gideon will sie eigentlich nicht beantworten und doch drängen die Worte - einfach alles - nur so aus ihm heraus, Wahrheitsserum sei dank. Und so erzählt er - immer wieder unterbrochen von kurzen Abrissen in die Gegenwart - was die letzten Monate in seinem Leben so völlig anders verlief, als es sollte, angefangen bei seinem tödlichen Fallschirmsprung.

Diese Erzählweise, als würde der Leser hinter Gideon stehen und live miterleben, wie er "Cordero" detailliert alles schildert, macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, teilweise aber auch etwas verwirrend. Natürlich ist das Erzählte in Vergangenheit geschrieben, während die Situation im Jetzt im Präsens geschildert wird, dennoch kam es vor, dass ich manchmal an einem Absatz hängen blieb, um wieder in die jeweilige Zeit zu kommen. Der Grundgedanke ist jedoch absolut genial, denn auch im Laufe des "Jetzt" verändert sich Gideons Situation, was Spannung auf mehreren Ebenen erzeugte, da er in der Lage ist, uninteressante Abschnitte seiner Erlebnisse zusammenzufassen und so nur das Essentielle zu erzählen. 

Die Grundidee des Buches, der Kampf gegen die Dämonen, die Reiter der Apokalypse bietet jedoch bei weitem eigentlich schon genug potential für unterhaltsame Lesestunden. An Action mangelt es dem Buch ebensowenig wie an interessanten Figuren, die - allen voran Gideon - eine gelungene Entwicklung durchmachen, auch als Team.

Der Erzählstil von Veronica Rossi ist in diesem Buch passend zum Army-Mitglied Gideon knapp und nüchtern. Die zahlreichen kurzen Sätze wirken etwas gehetzt, Emotionen dringen durch diese Erzählweise kaum bis zum Leser durch, auch wenn sie durchaus erwähnt sind. Vielleicht liegt es an der emotionalen Kühle, die Gideon durch seine Art einfach umgibt, aber auf mich wirkte das Buch daher etwas berichtsartig ... wie der Bericht, den Gideon seinem Gegenüber abliefert.

Die Spannung wird vom ersten Kapitel an geschürt, da Gideon teils Dinge vorwegnimmt und andeutet, die neugierig machen. Das zieht sich durch das gesamte Buch, wobei Veronica Rossi durchaus die eine oder andere Überraschung bietet, was die Spannung weiter anheizt, ehe sie in einem kämpferischen und blutigen Showdown gipfelt und vorerst befriedigt, aber mit jeder Menge Neugier auf die Fortsetzung endet.

Durch das Alter des Protagonisten und seiner Zugehörigkeit zur Army bin ich mir unschlüssig, ob die Geschichte wirklich ins Label FJB passt, tatsächlich ein Jugendbuch ist, ein Eindruck, den die fehlende Altersangabe ebenfalls erweckt. Dafür las es sich einfach zu erwachsen, hier empfehle ich aber einfach die Leseprobe. Wenn diese überzeugt, könnt ihr getrost zum Buch greifen.

Urteil:
Die Erzählweise von "Riders - Schatten und Licht" ist etwas gewöhnungsbedürftig, dafür überzeugt die Geschichte mit jeder Menge Action und einer neuen Herangehensweise an das Thema Dämonen umso mehr. Solide 4 Bücher für Gideon und die anderen Reiter der Apokalypse. 

Reihe:
1. Riders – Schatten und Licht
2. Originaltitel: Seekers

© hisandherbooks.de


Spiegelgasse: Das geheime Wissen von Scripton:
Spiegelgasse: Das geheime Wissen von Scripton:
von Sascha Blum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine wirklich fantasievolle Geschichte mit Botschaft: Wissen ist Macht, 2. September 2017
Meinung:
Von dem bezaubernden Cover und dem Klappentext neugierig gemacht, musste ich "Spiegelgasse" unbedingt lesen.

Sascha Blum warf mich dann auch sofort mitten in die Handlung - mitten in eine fremde Welt, in der auf den Köpfen seltsame Auswüchse wachsen, die Begabungen und Weisheit anzeigen und in der es Spiegel gibt, durch die man hindurchgreifen kann. Neben der Schülerin Blue, die scheinbar ein normales Leben führt, begleitet der Leser im anderen Handlungsstrang Elek, der auf seinen Streifzügen durch die Umgebung des Zirkusses, in dem er arbeitet, eine mysteriöse Hütte findet, deren Besitzer ihm das wertvolle Chronal anvertraut, das er zu den Ruinen von Scripton bringen soll.
Elek kann in dem Buch rein gar nichts lesen, aber er spürt, dass er dem Wunsch des Alten nachkommen muss. Und so macht er sich auf den langen Weg zu dem mysteriösen Ort jenseits der Landesgrenzen, während Blue ihrerseits das Chronal ihrer verstorbenen Großmutter findet.

Für ein Buch der Altersempfehlung ab 10 empfand ich die Erklärungen teils dürftig und den fantastischen Anteil der Geschichte beinahe als zu viel. Anfangs habe ich mich gefragt, ob ich einen Fortsetzungsband in der Hand halte, weil mir so viele Erklärungen und Informationen zum - äußerst komplexen - Weltenbau fehlten. Es handelt sich um eine komplett der Fantasie entsprungenen teils altertümlich anmutenden, aber hochtechnisierten Welt, in der aber oftmals Vergleiche und Bezüge zu der unseren gezogen werden, was ich persönlich immer als unlogisch empfinde.
Auch werden teilweise Mythen von uns übernommen und als welche der dortigen Völker ‚verkauft’. Diesen Aspekt muss man akzeptieren, um "Das Geheimnis von Scripton" genießen zu können.

Ist einem dies gelungen, erlebt man an der Seite von Blue, Elek und ihren Freunden ein gelungenes Abenteuer voller fantastischen Wesen und jeder Menge zu entdecken, während die jungen Helden gegen den Verlust des Wissens ankämpfen und sich den bösen Mitgliedern der Geheimorganisation PARDESSA entgegenstellen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen, die vielen fremden Begriffe der Völker und Länder könnten für die Zielgruppe ab 10 aber teils zu stockend sein. Die Geschichte wird von einem Erzähler aus mehreren Sichten geschildert, sodass man auch die Gegenseite nie aus den Augen verliert.

Gen Showdown ging dann alles rasend schnell, ein Ereignis folgte dem nächsten, ehe der Autor den ersten Band von dem "Geheimen Wissen von Scripton" beruhigend ausklingen lässt - nicht jedoch ohne die Andeutung, dass das Abenteuer noch nicht zu Ende ist.

Urteil:
"Spiegelgasse: Das geheime Wissen von Scripton" ist eine wirklich fantasievolle Geschichte mit Botschaft: Wissen ist Macht. Für mich war die Umsetzung für die Zielgruppe beinahe zu komplex und ich hätte mir etwas mehr Erklärungen zum Weltenbau gewünscht. Sehr gute 3 Bücher für Blue und Elek.

© hisandherbooks.de


Inventory (1). Tresor der gefährlichen Erfindungen
Inventory (1). Tresor der gefährlichen Erfindungen
von Andy Briggs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Spannung, Action und jede Menge Hightech - ein Muss für Jungs, 2. September 2017
Meinung:
Das Äußere von "Inventory: Tresor der gefährlichen Erfindungen" ist absolut gelungen und wirkt mit seinem 'technischen' Metalliceffekt anziehend auf die männliche Zielgruppe - ein Versprechen, das auch das Innere des Buches hält. 

Dev(on) lebt mit seinem Onkel Charles in einer geheimen Basis des Weltkonsortiums, das Inventory genannt wird. Hier lagern alle Gegenstände, für die die Welt noch nicht bereit ist. Doch Dev ist es natürlich nicht erlaubt, mit den teils ultragefährlichen Gegenständen zu spielen.

Doch die Geheimhaltung der Basis macht aus ihm einen Einzelgänger. Er hat keine Freunde in der Schule und wird von einem Mitschüler, Mason, gemobbt. Umso erfreuter war er, dass Lot, ein intelligentes Mädchen, Dev zu einer Party einlädt. Doch dort gerät Dev wieder einmal in einen Streit mit Mason.

Als Lot und Mason beim Inventory - bzw. bei der Ranch, der Tarnung, in der Dev mit seinem Onkel lebt - ankommen, passiert es: Das Inventory wird wieder einmal überfallen - nur scheinen die Angreifer dieses Mal zu wissen, wie sie das Sicherheitssystem überlisten.

"Inventory" wird alterstypisch von einer dritten Person aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man gleichzeitig den Protagonisten Dev, sowie auch den Antagonisten und weitere Blickwinkel im Auge hat. Für die jüngere Leserschaft ist dieser Überblick sehr von Vorteil, doch auch ich - jenseits des direkt angesprochenen Publikums - war dem Helden des Buches niemals einen Schritt voraus, damit es nicht langweilig wird. 

In zum hochtechnisierten Inhalt passender kühler Sprache schildert Andy Briggs die Geschichte rund um das Inventory. So gerieten natürlich Emotionen etwas zu kurz, was aber kaum störte. Denn das Buch ist eindeutig auf Spannung und Action angelegt - neben der vielen fantastischen Erfindungen, die in jedem der kurz gehaltenen Kapitel auftauchen. So entsteht auch ohne emotionale Bindung ein Lesesog und man fiebert mit den Figuren mit.

Die Entwicklung dieser ist ebenfalls deutlich spürbar. Mitunter hat der Autor hier Wendungen eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte - das Zielpublikum dürfte ebenso überrumpelt sein.

Action steht an wirklich erster Stelle. Man wird durch das Buch gehetzt, getrieben, die kurzen Kapitel schüren diesen Eindruck noch und es kommt so gut wie nie Langweile auf. Im Showdown setzt Andy Briggs dann noch auf das Auflösen von Geheimnissen und Überraschungen, sodass man den ersten Band der Reihe beruhigt zur Seite legen kann - nicht ohne die drei jungen Helden zu feiern, die an diesem Buch gewachsen sind.

Urteil:
"Inventory - Tresor der gefährlichen Erfindungen" macht nicht nur optisch etwas her, sondern setzt auch im Inhalt die 'männliche' technisch-kühle Art des Covers fort. Spannung, Action und jede Menge Hightech machen das Buch jedoch auch für die weibliche Leserschaft zu einem gelungenen Abenteuer - es wird aber garantiert auch lesefaule Jungs überzeugen. 4 Bücher für den ersten Band der "Inventory"-Reihe.

Reihe:
1. Inventory: Tresor der gefährlichen Erfindungen
2. Originaltitel: Gravity
3. Originaltitel: Black Knight

© hisandherbooks.de


Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt: Roman
Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt: Roman
von Akram El-Bahay
  Broschiert
Preis: EUR 14,00

4.0 von 5 Sternen eine imposante Bücherstadt mit spürbarem orientalischen Charme, 2. September 2017
Zitat:
„Der Duft von altem Papier stieg ihm in die Nase, und fast glaubte er die Geschichten, von denen sie erzählten, riechen zu können.“
(S.27)

Inhalt:
Nach dem Tod seines Bruders Jamal beschließt Samir, kein Dieb mehr sein zu wollen. Er will sein Leben ändern. Durch eine List gelingt es ihm tatsächlich, in der Wache des Königs aufgenommen zu werden. Sein Plan war, direkt in der Palastgarde aufgenommen zu werden. Doch nun soll er ein altes Tor zur Bücherstadt bewachen. Samir findet sich damit ab und will beweisen, dass er die Aufgabe ernst nimmt und sich für die Palastgarde empfehlen. Samir ahnt nicht, welche Geheimnisse zwischen den vielen Büchern schlummern und sieht sich bald nicht geahnten Gefahren gegenüber, die ihm das Leben kosten könnten.

Meinung:
Bereits als ich das erste Mal gehört hatte, dass Akram El-Bahay „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ veröffentlichen wird, hatte ich sofort Lust auf die Geschichte. Bei einer Geschichte, in der Bücher vermeintlich eine Hauptrolle spielen, kann ich nicht nein sagen. Nun war es dann auch soweit, das Buch lag lesebereit vor mir.

Gleich machte ich auch Bekanntschaft mit Samir, der mich auf einen Beutezug mitnahm. Denn Sam, wie er genannt wird, ist ein Dieb. Ein hervorragender Dieb. Doch er will sein Leben ändern. Der Tod seines Bruders hat ihn zu diesem Entschluss gebracht. Und so soll dies nun sein letzter Auftrag sein. Tatsächlich gelingt es ihm, in der Wache aufgenommen zu werden. Allerdings soll er ein Tor bewachen, welches in das Herz von Paramythia, der Stadt der Bücher führt. Paramythia liegt unter der Stadt an der Oberfläche Mythia. Gigantische Bücherstraßen verlaufen in Paramythia, es gibt Bücher über Bücher. Sam stellt sich der scheinbar langweiligen Aufgabe, muss jedoch bald schon feststellen, dass er sich geirrt hat. Denn zwischen all den Büchern lauert Unvorstellbares.

Akram El-Bahay setzte seine Idee mit flüssigem, gut lesbaren Schreibstil um. Ich erlebte die Geschichte aus der Sicht von Sam in dritter Person Vergangenheit. Die Charaktere waren vorstellbar beschrieben, so dass Verwechslungen ausgeschlossen werden konnten. Sam selbst will seiner Linie an sich treu bleiben, die Schatten seiner Vergangenheit holen ihn aber immer wieder ein. Stellenweise wirkte er auf mich etwas zu selbstzweifelnd, dennoch schaut er immer nach vorn und stellt sich den Aufgaben. Auch wenn sowohl er als auch ich von manchem Geschehen überrumpelt wurden, kommt ihm nicht in den Sinn aufzugeben.

Die Idee des Autors selbst ist natürlich klasse. Welcher Bücherliebhaber träumt nicht von Unmengen von Regalen voller Bücher. Dass hier dann auch noch ein Geheimnis zwischen so mancher Seite lauert, wirkt dann noch umso reizvoller.

Beim Lesen der Geschichte fühlte ich mich durchweg in einem orientalischen Flair gefangen. Nicht nur die gewählten Namen der Charaktere, auch die vom Autor steuernd beschriebenen Handlungen ergänzten dieses Feeling. Bei den enthaltenen Handlungen hatte ich durch die von Akram El-Bahay gewählten Beschreibungen entsprechende Bilder im Kopf, die meine Vorstellungen ergänzten und gegebenenfalls korrigierten. Ergänzt wird die Geschichte durch eingebaute sinnvolle Dialoge, die die Geschichte abrunden konnten.

Ein zum Ende hin eingebauter Showdown, der den Charakteren nochmals so einiges abverlangt hat, gemeinsam mit dem gewählten Ausklang machen Lust darauf, gleich die Fortsetzung lesen zu wollen. Doch auf diese werden wir noch etwas warten müssen.

Urteil:
„Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ ist ein solider Auftakt zur Buchreihe von Akram El-Bahay und glänzt neben der imposanten Bücherstadt mit seinem spürbaren orientalischen Charme. Leserinnen und Leser, die Bücher über Bücher mögen, werden hier angesprochen werden und sich wohl fühlen. Darüber hinaus wird die Geschichte allen gefallen, die mit Buchcharakteren mitfiebern können und dabei auch die ein oder andere Niederlage verkraften können, ihren Blick jedoch immer auf das Ziel richten und nicht ans Aufgeben denken.

3,5*
© hisandherbooks.de


Arena: Roman
Arena: Roman
von Holly Jennings
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

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5.0 von 5 Sternen Gewalt und Brutalität in einer Virtual-Reality-Zukunft, 2. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Arena: Roman (Broschiert)
Zitat:
„Ich holte Luft, lehnte mich zurück und verschwand an den Ort, an dem es weder Hochglanzmagazine noch Sponsoren oder sonstigen Mist gab. Den Ort, wo alles möglich war.
Wo ich ein Gott sein konnte.“
(S.146)

Inhalt:
Klassische Computerspiele waren gestern. Willkommen in der Virtuellen Realität (VR).
Mit ihren zwanzig Jahren hat Kali viel erreicht. Sie ist Teil eines Teams in der Virtual Gaming League. Das RAGE-Turnier steht vor der Tür. Das Team Defiance ist gut vorbereitet. Und doch verlieren sie ein entscheidendes Match und werden der Verlierergruppe im Turnier zugeordnet. Nun darf kein Fehler mehr passieren!
Kalis Teamkollege Nathan stirbt kurz vor dem Turnier an einer Überdosis. Aber „The Show must go on“. Schließlich stehen große Summen auf dem Spiel, Sponsoren dürfen nicht verloren werden. Schnell muss deshalb ein Ersatz her. Doch Kali kann Nathans Tod nicht so schnell überwinden. Sie wird von Albträumen geplagt. Mehr und mehr versinkt sie in einem Sumpf aus Tabletten, Drogen und Alkohol. Rooke, der für Nathan ins Team rückt, ist zudem arrogant und will sich scheinbar nicht ins Team integrieren. Eine schwere Aufgabe für Kali, die nun Teamkapitän ist. Kali muss sich der schweren Aufgabe stellen. Doch es warten übermächtige und schier unbesiegbare Gegner auf sie und ihr Team!

Meinung:
„Arena“ ist so ein Titel, den ich definitiv auf meinem Buchradar hatte. Idee und Klappentext klangen direkt so, als sei die Geschichte für mich gemacht. Also war ich froh, als das Buch bei mir ankam und ich stürzte mich gleich in die Geschichte.

Die Autorin hielt sich dann auch gar nicht lange mit einer Einführung auf, sondern warf mich gleich in den ersten Kampf in der Virtual Gaming League. Der Kampf war brutal und blutig. So tapfer das Team Defiance auch sein mochte: Gegen diesen Gegner hatten sie keine Chance. Und so kam, was kommen musste. Defiance hatte verloren, alle Teammitglieder waren tot! Doch dies geschah zum Glück nur in der Virtuellen Realität.

Im Jahr 2054 hat die VR einen hohen Stellenwert. Die meiste Unterhaltung erhalten die Menschen in der VR. Regelrechte Massen schauen sich jeden Samstag die Kämpfe zwischen den Teams an. Und es werden mehr und mehr. Doch es lauern gerade für die Gamer Gefahren. Auch wenn sie in der VR nicht wirklich sterben. In der Realität ist der Tod unumkehrbar. Und so verschwimmen aufgrund von Drogen und Alkohol bei einigen die Grenzen. Das Problem wird jedoch komplett totgeschwiegen. Zu wichtig sind die Sponsoren, durch die viel Geld fließt.

Holly Jenning begann ihre Geschichte mit viel Tempo zu erzählen. Durch die Sicht aus Kalis Ich-Perspektive in Vergangenheitsform war ich wortwörtlich immer nah an der Geschichte. Ich erlebte enorme Brutalität, Exzesse in allen Variationen, doch auch ehrliche Emotionen musste ich nicht lange suchen. Der angenehme und flüssige Schreibstil der Autorin trug zudem einen großen Anteil zu meinem großartigen Lesegenuss bei.

„Arena“ ist so ein Buch, dem man sich wirklich stellen muss. Auch wenn die Geschichte selbst erst in weiter Zukunft spielt, werden Probleme aufgeworfen und dargestellt, die auch in der heutigen Zeit weitläufig zu finden sind. Für die Spieler in der virtuellen Welt ist es außerdem erforderlich, auch körperlich in fittem Zustand zu sein. Denn jeder Avatar ist mehr oder weniger ein fast komplettes Spiegelbild – vor allem physisch - seiner selbst. Schwächen darf man sich nicht erlauben. Und so ist es an sich kein Wunder, dass der ein oder andere mit diesem Leben nicht zurechtkommt. Die Spieler werden gefeiert wie Popstars. Es ist schwierig, VR und Realität zu trennen. Jeder hat sein eigenes Rezept, nicht daran zu zerbrechen. Und doch scheitern viele daran.

Die Charaktere waren vorstellbar dargestellt, die Geschichte entwickelte mehr und mehr einen Sog. Gerade bei der Protagonistin Kali war auch eine enorme Entwicklung festzustellen und ich mochte sie wirklich, auch wenn ihr Handeln in einigen Szenen doch etwas zu konstruiert wirkte. Darüber hinaus erschien mir die eingeflochtene Liebesgeschichte ein wenig zu gewollt. Für mich selbst wäre diese womöglich entbehrlich gewesen.
Rooke ist ein Charakter, der anfangs schwer durchschaubar war, sich dann aber mehr und öffnet. Seine Entwicklung war mir mitunter etwas zu klischeehaft. Dennoch konnte man auf seine Stärke bauen und sich auf ihn verlassen. Der Geschichte an sich hat dieser Charakter auf jeden Fall aber ebenfalls gutgetan.

Dachte ich noch während des Showdowns, dass die Geschichte ein Ende nehmen wird, wie ich es vorausgeahnt habe, wurde ich auf der einen Seite hier nicht enttäuscht und auf der anderen Seite dennoch über eine Entwicklung überrascht. Ein hervorragend gestaltetes Ende, das mich das Buch nun beruhigt zur Seite legen lässt.

Urteil:
„Arena“ beinhaltet viel Gewalt und Brutalität, zeigt immer wieder dennoch ehrliche Emotionen und zeigt gesellschaftliche Missstände heute wie zukünftig auf. Meine Zeit mit Kali und ihrem Team ist mir auf jeden Fall knappe 5 Bücher wert.

Für alle, die einen Blick in die Zukunft riskieren wollen, vor Brutalität und Gewalt in Reinkultur nicht abschrecken und dabei den Bezug zur Realität nicht verlieren.
Reihe:
1. Arena
2. Gauntlet (OT)

© hisandherbooks.de


Aquila
Aquila
von Ursula Poznanski
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,95

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5.0 von 5 Sternen überraschende Wendungen und gut ausgearbeitete Charaktere - ein typischer Poznanski, 2. September 2017
Rezension bezieht sich auf: Aquila (Taschenbuch)
Zitat:
„Sie zählte zweimal bis hundert, dann noch einmal, um sicherzugehen. Die ganze Zeit über lauschte sie, doch es war nichts mehr zu hören, nur das Hämmern ihres eigenen Herzens.“
(S52)

Inhalt:
Nika befindet sich zu einem Auslandssemester in der italienischen Stadt Siena. Gemeinsam mit ihrer Mitbewohnerin Jenny teilt sie sich eine Wohnung. Nach einem Wochenende, das mit einer Party begonnen hatte, wacht Nika in ihrem Bett auf. Erschrocken muss sie feststellen, dass es bereits Dienstag ist. Doch ihr fehlt jegliche Erinnerung an die letzten zwei Tage. Was war passiert? Hat sie trotz ihrer Vorsätze derart über die Stränge geschlagen?

Auch von ihrer Mitbewohnerin findet sich keine Spur. Daneben fehlen noch ihr Handy, die Wohnungsschlüssel und ihr Reisepass. Nur einen seltsamen Zettel mit unzusammenhängenden Mitteilungen findet Nika in ihrer Tasche. Nika macht sich auf die Suche nach Informationen zur fraglichen Zeit. Doch dabei stößt sie auf Dinge, die sie nicht erwartet hat. Denn sie könnte schreckliche Schuld auf sich geladen haben.

Meinung:
Bücher von Ursula Poznanski begleiten mich schon lange Jahre. Wenn eine neue Geschichte von ihr erscheint, steht diese natürlich auf meiner Must-Read-Liste. So habe ich dem Erscheinen von „Aquila“, ihrem neuesten Werk, entgegengefiebert. Nun hatte mich das Buch endlich erreicht, und so begann ich unmittelbar zu lesen.

Schon mit einem interessanten und neugierig machenden Einstieg in die Geschichte gelang es der Autorin dann gleich, mich auf den weiteren Fortgang einzustimmen. Ich erlebte Nika, als sie nach einem Wochenende erwacht, das mit einer Party in einem Club begann. Ohne Erinnerung. Gemeinsam mit ihr versuchte ich Puzzleteile zu entdecken, die eine Erklärung dafür abgeben könnten, was in den vergangenen Stunden passiert war. Doch da war nichts. Schlimmer noch, Nika und ich entdeckten, dass mehr Zeit vergangen war als gedacht. Ihr fehlten sage und schreibe komplette zwei Tage. Tage, in denen etwas geschehen sein muss, was Nika sich gar nicht ausmalen möchte.

Gemeinsam machten wir uns nun auf den Weg, die Lücken zu schließen. Doch das war natürlich nicht so einfach. Es stellten sich immer wieder Hürden in den Weg. Erkenntnisse führten in Sackgassen, es ergaben sich hinter so manchen menschlichen Fassaden tiefe Abgründe, nichts schien so, wie man auf den ersten Blick dachte.

Doch natürlich hat Nika nicht ans Aufgeben gedacht. Umso mehr, als dass sie nun plötzlich in richtigen Schwierigkeiten steckt und nichts auf der Welt sie aus dieser Spiralen befreien kann.

Zum Schreibstil von Ursula Poznanski muss man wohl nicht mehr viel sagen. Mit gewohnter Sorgfalt führt sie mit flüssigem Schreibstil durch die Geschichte, nutzt für die Erzählung dabei die dritte Person in Vergangenheitsform aus der Sicht von Nika. Die Autorin hat ein Geschick dafür, ohne ausufernde Beschreibungen die von ihr gewollten Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Dabei verpasst sie ihren handelnden Personen prägnante charakteristische Züge, die das zur Verfügung stehende Spektrum an Emotionen hervorrufen können.

So hat mir auch die Darstellung von Nika hervorragend gefallen. Anfangs machte sie einen verschüchtert hilflosen Eindruck, der aufgrund der Situation auch völlig nachvollziehbar war. Auf den weiteren Seiten konnte ich ihre Entwicklung mitverfolgen und genießen. Das zunehmende Selbstvertrauen war spürbar und mehr und mehr gelang es ihr, ihre getroffenen Entscheidungen fortzuführen. Auch die anderen Charaktere wirkten auf mich sehr vorstellbar und rundeten die Geschichte logisch ab.

In „Aquila“ ist es Ursula Poznanski wiederum gelungen, mich auf falsche Fährten zu locken und doch immer wieder für einen „Aha-Effekt“ zu sorgen. Ich genoss es, die Idee der Autorin zu verfolgen und mit Nika Geheimnissen auf die Spur zu kommen. So war es auch kein Wunder, dass ich förmlich an die Seiten gefesselt wurde. Und so sehr ich auch einer Auflösung entgegenfieberte, genauso wünschte ich mir, dass ich nicht von der Geschichte loslassen müsste.

Doch irgendwann endet eben jede Geschichte. Und so löste Ursula Poznanski die Geschichte in meinen Augen schlüssig und nachvollziehbar auf, nachdem sie es sich allerdings nicht nehmen lassen hat, die Spannung vorher nochmal auf ein hohes Niveau zu heben. Nun kenne ich die Geschichte hinter „Aquila“ und kann das Buch nun zu den anderen Poznanski-Büchern ins Regal stellen.

Urteil:
„Aquila“ konnte mich mit überraschenden Wendungen und gut ausgearbeiteten Charakteren begeistern. Meine Suche nach Geheimnissen an der Seite von Nika belohne ich daher mit vollen 5 Büchern.

Für alle, die in schwierigen Situationen nicht aufgeben, dabei auch vor unerwarteten Lösungen nicht erschrecken und sich von scheinbaren Offensichtlichkeiten nicht verwirren lassen.

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