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Dante Walker - Seelensammler (Die Dante Walker-Romane, Band 1)
Dante Walker - Seelensammler (Die Dante Walker-Romane, Band 1)
von Victoria Scott
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen nicht ganz wie erhofft, 4. Februar 2016
Inhalt:
Dante ist die Nummer 1 des Teufels. Er sammelt die meisten Seelen ein und steht kurz vor einer Beförderung, die ihn für den Rest seines 'Lebens' auf der Erde bleiben ließe.
Für diesen Job und das dauerhafte Entkommen aus der Hölle würde er alles tun.
Sein letzter Auftrag als Sammler klingt einfach, entpuppt sich jedoch als etwas ganz anderes. Denn Charlie ist ganz anders als das, was Dante beim ersten Blick auf das brillen- und zahnspangentragende, humpelnde und zerzauste Mädchen sieht und plötzlich verändert sich einfach alles.

Meinung:
Nach mehreren Rezensionen und Meinungen zum Buch, hat mich "Dante Walker" doch neugierig gemacht und ich musste zuschlagen.

Nach einer kurzen Erklärung von Dante, wie die Autorin zu dieser Geschichte kommt, geht seine Geschichte auch schon los.

In Ich-Perspektive und Gegenwart erzählt Victoria Scott aus dem Leben von Dante, dem Seelensammler, ein vermeintlicher Bad Boy par excellence. Und schon auf den ersten Seiten lag genau da mein Problem mit ihm. Nicht dass ich etwas gegen Bad Boys hätte, nein, ganz sicher nicht. Es war das Problem, dass Dante nur davon redet, sich erinnert, wie toll er doch ist, wie knallhart usw. Er verhält sich nicht so, selbst als er dann auf seinen Auftrag trifft.
Anfangs war ich noch versucht, ihm die Rolle abzunehmen, die ganzen Sprüche (Gedanken), die vermutlich humorvoll und sarkastisch sein könnten, wenn es nicht so gewollt wirken würde.

So konnte ich jedoch nur drauf warten, dass aus diesem Biest und arroganten Typen Dante etwas anderes werden würde. Die Autorin erlöste mich dann auch irgendwann, jedoch blitzte nur sehr selten dieser Bad-Boy-mit-Herz-Charme durch, denn von diesem Pseudo-Obermacker wird er zum zweifelnden Typen, der mich ebenfalls nicht wirklich überzeugen konnte. Das ständige 'Es ist mein Job, ich muss es tun, um endlich aus der Hölle herauszukommen, auch wenn Charlie mir leid tut' wurde im Laufe der Zeit immer anstrengender.
Als sich die Fronten dann endgültig geklärt hatten, nahm die Geschichte aber dann an Fahrt auf, neue Charaktere kamen hinzu und das Spiel um Charlies Seele bekam eine neue Tiefe, ehe es zu einem dramatischen Showdown kam und alles in einem nahezu all-over-Happyend endete. Dennoch gibt es genug Stoff für die Fortsetzungen.

Urteil:
Die Grundidee des Buches rund um Seelensammler und Bad Boy "Dante Walker" fand ich sehr gelungen. Leider nahm ich ihm die Rolle nie ab und so hatte ich Probleme, seine Gedanken und Gefühle wirklich mitzuerleben, alles wirkte zu gewollt auf mich. Im Laufe der Geschichte hat Victoria Scott jedoch etwas mehr Tiefe geschaffen und so dafür gesorgt, dass "Dante Walker, Seelensammler" noch gute 3 Bücher von mir bekommt.

Die Reihe:
1. Dante Walker – Seelensammler
2. Originaltitel: The Liberator
3. Originaltitel: The Warrior

©hisandherbooks.de


Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen
Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen
von Rick Riordan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die wichtigsten griechischen Götter - entstaubt und humorvoll präsentiert, 4. Februar 2016
Inhalt:
Von der Entstehung der Welt aus dem Chaos, Gaia und Uranos, den Titanen, deren teils sehr seltsame Art mit Neugeborenen umzugehen bis hin zu dem Sieg der Olympier über die Titanen und die wichtigsten griechischen Götter – in diesem Buch findet alles Erwähnung, was Halbgott Percy Jackson für wichtig hält. Und er sitzt ja direkt an der Quelle und kassiert vielleicht sogar jede Menge Ärger dafür, dass er all die Geheimnisse preisgibt…

Meinung:
Wer sich für griechische Mythologie interessiert kennt sie alle: Die Geschichten über die Titanen, die Götter und ihre zahlreichen Abkömmlinge. Ein mitunter recht trockener Stoff und aufgrund der teils vorherrschenden Brutalität alles andere als witzig.

Genau hier liegt der größte Unterschied von normalen Büchern über Mythologie und „Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen“. Nicht nur, dass wir hier „die Wahrheit aus erster Hand“ erfahren, wie der Erzähler Percy Jackson uns weißmachen will (schließlich ist er ein Sohn des Poseidon – wer SEINE Geschichte nicht kennt, braucht vermutlich nicht weiterlesen). Es ist Percys (oder Rick Riordans) großartiger Humor, der aus so trockenem Lehrstoff ein absolut unterhaltsames Buch macht, obwohl ich alle Geschichten kannte und daher absolut nichts Überraschendes passiert ist.

Doch trotz der Tatsache, dass ich unzählige Bücher über Mythologie gelesen habe, den Inhalt des Buches quasi selbst erzählen könnte, schaffte es Rick Riordan, die eine oder andere Information mit einfließen zu lassen, die mir bisher entgangen ist.

Was vielleicht an der Tatsache liegt, dass er im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Büchern nicht chronologisch erzählt, sondern größtenteils götterbezogen. Dazu wiederholt er mit zwinkerndem Auge wichtige Details, die evtl. schon zig Kapitel vorher angerissen wurden. So schafft es Rick Riordan, das gesamte Paket vom Urchaos über Titanen zu den ersten Olympiern wirklich alles Wichtige in dieses Buch zu packen. Und das tatsächlich so, dass man es auch verstehen kann, ohne dabei einzuschlafen (das Lachen hielt mich eindeutig davon ab und das Buch war in anderthalb Tagen ausgelesen).

Der bereits erwähnte Humor ist wirklich göttlich. Seitenhiebe auf Götter, mit denen Percy im Laufe seiner Abenteuer im Clinch lag, Augenverdrehen und Auslassen über die teils seltsamen Namen, Vergleiche wie „er hatte Glück, Schule war ja noch nicht erfunden“ oder die Götter, die fleißig Fotos davon machten, um es auf Instagram zu posten – alles war dabei und so zog der Autor eine fantastische Verbindung zur Moderne.

Ich jedenfalls freue mich schon auf zahlreichen Helden und Nebengötter, die hoffentlich in der Fortsetzung erwähnt werden (die hoffentlich ebenfalls übersetzt wird).

Urteil:
Wer mehr über Mythologie erfahren will oder sein eingestaubtes Wissen auf humorvolle Art auffrischen will, muss dieses Buch lesen.
Ein gelungener Schreibstil, eine frische moderne „Erzählstimme“ von Percy Jackson und dessen unverblümte Art machen selbst die altbekannten Geschichten zu einem absoluten Lesegenuss. Absolut gerechtfertigte 5 Bücher für "Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen".

Die Reihe:
1. Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen
2. Originaltitel: Percy Jackson’s Greek Heroes

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In meinem Körper ist was los!
In meinem Körper ist was los!
von Sibylle Mottl-Link
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine kurze und anschauliche kindgerechte Darstellung der Vorgänge im menschlichen Körper, 4. Februar 2016
Meinung:
Die älteren Generationen (die vermutlich nun indirekt die Zielgruppe sind, weil sie schon Kinder haben) werden die Serie „Es war einmal das Leben“ kennen. Ich erinnere mich sehr positiv daran und war ständig auf der Suche nach einer modernen Version davon, die dennoch so anschaulich erklärt, was im Körper vor sich geht.

Mit „In meinem Körper ist was los“ habe ich diese gefunden.

Der Fokus dieses Buches liegt meiner Meinung zwar etwas auf Ernährung/Verdauung, dennoch werden auch andere Themen angeschnitten, beispielsweise die Heilung von Wunden oder das Eindringen von Krankheitserregern oder der Sauerstoffaustausch in der Lunge thematisiert.

Doch beginnen wir am Anfang:
Die erste Doppelseite zeigt den menschlichen Mund – von innen. Zahlreiche kleine Wesen tummeln sich hier, manche von ihnen sind gut, die anderen böse. Die Mundhöhle stellt ein großes Portal für Bakterien, Viren und Krankheitserreger dar, die Mithilfe der Gaumenmandel bekämpft werden, was dann evtl. zu Halsschmerzen führen könnte. Die kurzen altersgerechten Texte geben einen ersten Einblick über das Gesehene, mehrere Klappen führen zu Ergänzungen und weiteren Erklärungen zu Abläufen im Körper, beispielsweise zu örtlichen Erkrankungen.

Von der Mundhöhle aus geht es über Atmung, Blutbahnen (mit weißen Blutkörperchen, Fibrinfäden und der Heilung von Wunden) und Lunge (Sauerstoffaustausch) zum Magen und dem Zersetzungsvorgang, ehe auch die letzte Station der Nahrungsverwertung – der Darm – seine Erwähnung findet.

Neben den kindgerechten Illustrationen, die mit vielen Details ausgeschmückt wurden, die zum langen Verweilen auf den Seiten einladen und den bereits erwähnten Klappen hat mir gut gefallen, dass zu jeder Station des Körpers Hinweise auf dortige Erkrankungen zu finden sind. Von Halsschmerzen, Schnupfen oder blutigen Wunden zu Husten, Erbrechen und Durchfall – hier findet man kurz und knapp das Warum und Wieso und einen Behandlungstipp oder wann man einen Arzt aufsuchen sollte.

Urteil:
„In meinem Körper ist was los“ ist bietet genau das, nach dem ich lange gesucht habe: Eine kurze und anschauliche kindgerechte Darstellung der Vorgänge im menschlichen Körper, die auch dazu animieren, weitergehende Details zu erklären und besprechen. Dafür kann es natürlich nur 5 Spielsachen geben.

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one space kids Weltall Spielatlas - Astronauten, Satelliten, Planeten: Kinder Weltall Spielatlas mit 80 Magneten, großformatiger Weltraumtafel und Begleitbuch
one space kids Weltall Spielatlas - Astronauten, Satelliten, Planeten: Kinder Weltall Spielatlas mit 80 Magneten, großformatiger Weltraumtafel und Begleitbuch
von Markus Eisl
  Pappbilderbuch
Preis: EUR 39,90

5.0 von 5 Sternen Das große Magnetspielbuch macht Wissen über das Weltall greifbar, 23. Januar 2016
Meinung:
Als ich „One Space Kids – Entdecke den Weltraum“ entdeckt habe, wusste ich: Das werden die Kids lieben! Und genauso erging es uns dann auch, als das gigantische Buch eintraf.
Trotz der angeschauten Videos und der angegebenen Maße war ich doch etwas schockiert von der Größe. Doch genau diese ist mit der Grund, der dieses Buch erlebbar macht, zu etwas ganz Besonderem macht.

Aufgeklappt umfasst unser nun eigenes Weltall die Größe eines Tisches, weshalb wir überwiegend auf dem Boden gespielt haben. Über 80 Magnete (die in einem mitgelieferten Stoffbeutel sicher aufbewahrt werden können) - von Planeten über Satelliten und zusammensetzbare Raketen - können an die gewünschte Stelle im Weltall platziert werden.

Allein beim ersten Blick auf unser Sonnensystem (die Rückseite zeigt die Erde und den Mond im Fokus) wird schnell klar, wie unfassbar die Dimensionen sind: Eine Zeitleiste unten zeigt die Entfernungen der Planeten unseres Sonnensystems zur Sonne an – in Kilometern und der Dauer, die das Licht braucht, um dort anzukommen.

Dies bleibt jedoch nicht das einzige Wissen, das „One Space Kids“ vermittelt. Im DIN A4-Begleitheft zu dem großen magnetischen Weltatlas steht wirklich alles, was die Zielgruppe der 7- bis 12-Jährigen wissen wollen könnte.

Neben einem groben Blick auf unser Sonnensystem, seinem Zentrum mit all seinen Besonderheiten und den Planeten berichtet das Buch auch über die eher unbekannteren Monde wie Io, Europa, Kallisto und Ganymed und „kleinere Objekte im Sonnensystem“ wie Asteroidengürtel, den degradierten Pluto, Ceres oder den Halleyschen Kometen – bei Letzterem wird sogar erwähnt, dass er zu damaliger Zeit mit dem Weihnachtsstern gleichgesetzt wurde (um einmal aufzuzeigen, WIE VIEL WISSEN in diesem Buch steckt).

Dem Sonnensystem folgt ein großer Abschnitt über Raumfahrt: die unterschiedlichen Raketen und ihre Besonderheiten, Weltraumbahnhöfe und die Steuerung über Bodenstationen. Diesem Abschnitt folgt die Weltraumforschung und der Drang, Mithilfe von Teleskopen, Sonden und Satelliten immer mehr über das Weltall herauszufinden. Diese Technik schaut jedoch nicht nur nach draußen, sondern bietet auch eine besondere Ansicht auf unsere Erde.

Im Abschnitt über Raumfahrt werden die bekanntesten Raumfahrer vorgestellt und thematisiert, wem der Mond gehört, ehe es mit dem weiten Weltall weitergeht: Vom Urknall über rote Riesen, weiße Zwerge und Exoplaneten bis hin zu Neutronensternen und schwarzen Löchern – wirklich ALLES findet sich in kompakter und gut aufgemachter Form in dem Begleitheft.

Die Platzierung der Magnete an der im Begleitbuch erwähnten passenden Stelle macht das Wissen erlebbar, greifbar und festigt so nebenbei Gelerntes spielerisch.

Ich empfehle aber definitiv, nicht alles auf einmal durchzuackern, sonst wird man von Informationen überflutet.

Im Anschluss an den „Wissensteil“ folgt am Ende des Hefts noch ein Mitmachteil mit Spieltipps mit dem großen Magnetbuch.

Fazit:
„One Space Kids“ macht das Wissen über den Weltraum greifbar. Auch wenn das überdimensionierte Buch im ersten Moment unhandlich erscheint, so ist es doch diese Größe, die das Weltall begreifbar macht.
Das Begleitbuch vermittelt altersgerecht alles Wissenswerte rund um unser Sonnensystem, die Raumfahrt und weitere Galaxien. Für dieses besondere Erlebnis können wir nur volle 5 Spielsachen vergeben. Eine absolute Empfehlung für Raumfahrt-Fans und solche, die es werden wollen.

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Magisterium: Der kupferne Handschuh. Band 2
Magisterium: Der kupferne Handschuh. Band 2
von Holly Black
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trotz guter Ansätze leider nicht den Erwartungen entsprochen, 14. Januar 2016
Meinung:
Nach dem sehr durchwachsenen Auftakt der Reihe war ich doch neugierig auf die Fortsetzung und wie Callum sein weiteres Leben bewerkstelligen würde – mit dem Wissen, wessen Seele in seiner Brust schlägt.

Gleich zu Beginn zeigte mir Callum sein Leben zu Hause (während der Ferien) und schon folgt der erste Schicksalsschlag: Sein Vater möchte nicht, dass Call ans Magisterium zurückkehrt. Aber Call widerspricht und findet mehr über die üblen Pläne seines Vaters heraus, die ihn und seinen chaosbesessenen Wolf Mordo zwingen, sofort zu fliehen.
Nach einem kurzen Aufenthalt bei Tamara, deren Familie auch den Makar Aaron beherbergt, geht es zurück ans Magisterium. Doch schon bald ist Call gezwungen, die Schule zu verlassen, um seinen Vater – oder die ganze Welt der Magier – zu beschützen, denn der „Alkahest“ (der aussieht wie ein kupferner Handschuh) wurde gestohlen. Nur Callum kennt den wahren Grund für den Diebstahl und ehe die Magier Jagd auf den Dieb machen, will Call es selbst versuchen. Mit dabei sind seine besten Freunde Aaron und Tamara und auch Jasper, der mit hineingerutscht ist. Ein magischer Roadtrip mit vielen Gefahren beginnt.

Das Autorenduo Holly Black und Cassandra Clare hat seine Idee um den Anti-Helden Callum Hunt konsequent weitergesponnen. Gleich zu Beginn stellt Call seine „Bin ich gut oder böse“-Liste vor, die immer wieder thematisiert wird, wenn er Entscheidungen zu treffen hat. Ich weiß nicht, ob mir die Reihe aufgrund des „Antihelden“ Callum nicht ganz so liegt, aber meine Sympathie hat er trotz aller Versuche und Aufopferung nicht gewonnen.
Den erwarteten/erhofften inneren Kampf, den er gegen seine vermeintlich dunkle Seite austragen muss, trägt Call - in diesem Band zumindest - nur auf seiner Liste aus. Auch wenn er stets um Sorge um die Freundschaft seiner erst im Magisterium kennengelernten ersten Freunde überhaupt ist, konnte mich auch seine Angst um die Konsequenzen seines Geheimnisses nicht milder stimmen.

Gutheißen kann ich den Autorinnen jedoch ihren wundervollen Schreibstil, der mit etwas Humor gespickt durch die Seiten trägt, und dass sich die Story für mich (abgesehen von Tamara) etwas von dem Harry Potter-Déjà-vu entfernt – einer der wohl meistgenannten Kritikpunkte des ersten Bandes. Ich durfte Bekanntschaft mit gefährlichen Elementariern machen, war mehrmals Zeuge von Chaosmagie und es gab auch die eine oder andere Überraschung. Ich erfuhr etwas über die Hintergründe von Constantine Madden, dem Feind des Todes, und seine damaligen Freunde, was ich durchaus interessant fand und Raum für Spekulationen lässt.

Am meisten überzeugt haben mich letzten Endes jedoch Alastair Hunt – Callums Vater – und Master Joseph, denen eigentlich der Verlauf der gesamten Geschichte zuzuschreiben ist und ohne deren Pläne und Intrigen der Plot wohl in Nichts aufgegangen wäre. Mit diesem Wissen jedoch fühlt sich „Der kupferne Handschuh“ am Ende an, als hätte man eine (etwas lange) Überleitung zum nächsten Teil gelesen. Denn natürlich ist noch nicht im Ansatz alles vorbei. Ich warte immer noch darauf, dass es endlich richtig losgeht und mehr passiert.

Urteil:
Trotz guter Ansätze wirkte „Der kupferne Handschuh“ auf mich wie ein Übergangsteil, der zu etwas Großem führen soll – das dann natürlich nicht (mehr) kam. Dieses Gefühl vermischt mit meiner Antipathie gegenüber Protagonist Callum geben mir keine andere Möglichkeit, als auch für den zweiten Band des „Magisteriums“ 3 Bücher zu vergeben.

Die Reihe:
1. Magisterium – Der Weg ins Labyrinth
2. Magisterium – Der kupferne Handschuh
3. Originaltitel: Magisterium #3 – The Bronze Key
(voraussichtlicher Erscheinungstermin: September 2016)
4. Originaltitel: Magisterium #4 – The Golden Boy
(voraussichtlicher Erscheinungstermin: 2017)
5. Originaltitel: Magisterium #5 – The Enemy of Death
(voraussichtlicher Erscheinungstermin: 2018)

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Das Buch der Finsternis (Jugendliteratur)
Das Buch der Finsternis (Jugendliteratur)
von Richard Dübell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Magie in einer dunklen Epoche, 14. Januar 2016
Zitat:
„Sein Leben war nicht mehr als ein Stück Blei, das zufällig das richtige Gewicht besaß, um das Gold in der anderen Schale aufzuwiegen.“
(S.17)

Inhalt:
Salzburg im Jahr 1486. Um das Lehrgeld für den erstgeborenen Sohn aufzubringen, wird der dreizehnjährige Quirin von seinem Vater als Hilfsarbeiter an Meister Lukas, einem angesehenen Buchdrucker gegeben. Ein Großauftrag führt Meister Lukas in das Kloster Admont. Auch Quirins Arbeitskraft wird benötigt und so begleitet er den Meister.
Kurze Zeit später wird Quirin völlig überhastet von seinem Meister dazu genötigt, eine kleine Truhe zu Bischof Johann nach Salzburg zu bringen. In der der Truhe befindet sich „Das Buch der Finsternis“, in dem der Teufel die ihm versprochenen Seelen verzeichnet haben soll. Ab jetzt befindet sich Quirin in großer Gefahr. Anna, ein Mädchen aus der Gegend, steht ihm zur Seite. Doch nun hat Quirin gefährliche Feinde. An jeder Weggabelung lauert der Tod.

Meinung:
Beim Ravensburger Buchverlag konnte ich bisher schon so manche Buchperle entdecken. So wurde ich auch auf „Das Buch der Finsternis“ aufmerksam. Allein der Umschlag dieser Hardcoverausgabe ist schon ein echter Hingucker. Dies in Verbindung mit meinen über das Buch vorliegenden Informationen ließ mir gar keine andere Wahl, als unbedingt zu dieser Geschichte zu greifen.

Gleich zu Anfang der Geschichte traf ich auf Quirin, der unmittelbar in eine seltsame Szene geraten ist. Diese Szene legte letztendlich einen Grundstein für das spätere Verständnis der Geschichte. Natürlich wusste ich dies zu diesem Zeitpunkt noch nicht, verrate damit aber auch definitiv nichts.

Kurz darauf begab ich mich zusammen mit Quirin auf die Reise zum Kloster Admont, in dem sein Meister einen Großauftrag des Abtes zu erledigen hatte. Im Kloster trifft Quirin auf Anna, einem Bauernmädchen aus der Gegend, der er bald etwas schuldig bleiben sollte. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Quirin erhält den eiligen Auftrag, dem Bischof in Salzburg die Truhe mit dem „Buch der Finsternis“ zu überbringen. Nichtsahnend, dass er damit zwischen alle Fronten gerät, versucht er seinen Auftrag zu erfüllen. Mit Anna an seiner Seite gerät er in Gefahrensituationen, wie er sie sich bisher nicht auszumalen vermochte.

Quirin begegnete mir anfangs als ziemlich naiver Charakter mit einem Hang zu Selbstzweifeln. Einerseits seine Erziehung, andererseits die Gepflogenheiten zum Ende des Mittelalters in Verbindung mit seinen gerade erst dreizehn Jahren rechtfertigten sein Wesen. Lesen und Schreiben gehörte zu dieser Zeit nicht zum Standardrepertoire der Menschen. Heutzutage kann man sich das nicht mehr vorstellen. Dennoch wurde es mir immer wieder überdeutlich vor Augen gebracht, welche Errungenschaft diese Vorteile für die heutige Gesellschaft im Vergleich zu früheren Lebensweisen sind.
Im Laufe der Geschichte konnte ich bei Quirin deutliche Veränderungen spüren. Er wird aufgrund der Ereignisse erwachsener, sein Denken wird klarer und sein Selbstbewusstsein festigt sich. Nicht zuletzt ist es aber auch Anna, der er diese Entwicklung verdankt.

Bei Anna hatte ich eigentlich von Beginn an den Eindruck, dass sie genau weiß, was sie will. Die Begegnung mit Quirin ist ihre Chance, dem für sie vorausgeplanten Leben zu entfliehen. Und doch entwickelt sich die Handlung zwischen Anna und Quirin nicht so, wie man grundsätzlich vermuten würde. Quirin lernt, mit Enttäuschungen umzugehen und Chancen zu nutzen, wenn sie sich ergeben und nicht einfach abzuwarten.

Richard Dübells Schreibstil ist nicht ausufernd erzählend, dennoch gelingt es ihm mit einfachen Mitteln, die Szenerie anschaulich und vorstellbar zu beschreiben. Die Geschichte wird zum Großteil aus Quirins Perspektive in dritter Person Vergangenheit erzählt, andere Sichtweisen flossen dabei immer wieder mit ein. Dabei schafft es der Autor, immer wieder interessante Informationen über diese Zeit einzuflechten, dabei aber nicht lehrerhaft zu wirken.

Auch wenn die Spannungsbögen nach meinem Empfinden mitunter gestrafft werden könnten und für einen Dreizehnjährigen nachvollziehbare naive Handlungsansätze mich mitunter die Augen verdrehen ließen, fühlte ich mich wohl mit dieser Geschichte und war neugierig, was mich auf den vor mir liegenden Seiten erwarten würde.

Hatte ich lange den Eindruck, dass ich den Handlungsverlauf vorherahnen könnte, führte mich der Autor dann doch auf falsche Fährten und zeigte mir eindrucksvoll auf, dass nichts tatsächlich so war, wie es schien. Richard Dübell konnte mich mit dem Ablauf und den gewonnenen Erkenntnissen tatsächlich überraschen.

Die Geschichte endet, wie ich es nicht unbedingt erwartet hatte. Dennoch ist das gewählte Ende für mich absolut akzeptabel und stellt mich definitiv zufrieden.

Urteil:
„Das Buch der Finsternis“ führte mich in eine dunkle Epoche der Menschheit, zeigte mir dabei immer wieder die Schrecken dieser Zeit auf, konnte mich dabei aber wirklich gut unterhalten. Für meine Lesestunden an der Seite von Quirin vergebe ich deshalb absolut solide 4 Bücher.

Für alle, die ihnen auferlegte Bürden schultern können, dabei ungewohnte Wagnisse eingehen und sich von überraschenden Entwicklungen nicht einschüchtern lassen.

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Dark Wonderland - Herzbube (Die Dark Wonderland-Reihe, Band 2)
Dark Wonderland - Herzbube (Die Dark Wonderland-Reihe, Band 2)
von A.G. Howard
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Neue Intrigen, neue Feinde, überraschende Wendungen und Hintergründe, 14. Januar 2016
Meinung:
Mit dem Auftakt der „Dark Wonderland“-Reihe konnte mich Autorin A. G. Howard an die Seiten binden. Ihre düstere Version von Lewis Carolls „Wunderland“ war faszinierend und ich fieberte mit Alyssa während ihrer Prüfung. So musste ich natürlich auch zur Fortsetzung greifen und befand mich schon nach wenigen Seiten wieder im Leben unserer „Alice“.

Ihr Leben scheint wieder normal, richtig perfekt. An der Seite von Jeb, als seine Freundin, ist für Alyssa ein Traum in Erfüllung gegangen. Nur leider muss sie ihm verheimlichen, was sie wirklich ist: ein halber Netherling und die Königin von Wunderland. Denn all die Erinnerungen wurden Jeb genommen.
Während sie nun tagsüber ihr Menschenleben lebt, wird sie in ihren Träumen von Morpheus besucht. Dem dunklen Gefährten, dessen Anziehungskraft auch Alyssa nicht kaltlässt. Als sie sich ihm verschließt, taucht er in der Realität auf – und er bleibt nicht der einzige Netherling in der Menschenwelt.

A. G. Howard hat ihren Weltenentwurf konsequent fortgesetzt. Hangelte sie sich im ersten Band noch manchmal an bekannten Szenen der Originalgeschichte entlang, wartet Band 2 mit Neuem auf. Denn auch wenn während des ganzen Teils zu keinem Besuch in Wunderland kommt, besitzt er doch die Faszination dieser Welt. Allen voran natürlich Morpheus, dessen Hintergründe, Vergangenheit und Träume in „Herzbube“ ebenso näher beleuchtet werden wie die Vergangenheit von Alyssas Mutter.
Diesen Backgroundinfos ist zu verdanken, dass die Geschichte oftmals ungeahnte Wendungen nimmt und man nie sicher sein konnte, wer auf welcher Seite steht. Dennoch war auf Dauer der alleinige Aufenthalt in der Realität zu langweilig, die Faszination ging im Gegensatz zu Teil 1 im Laufe der Geschichte verloren, insbesondere als die ersten Bedrohungen aufgelöst wurden.
Die Autorin hat zwar weitere Spannungsbögen eingebaut, doch die vergingen teilweise recht schnell. Insbesondere der Showdown ging sehr schnell vonstatten – er bietet jedoch die perfekte Überleitung zu Teil 3, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Urteil:
Mit „Herzbube“ hat A. G. Howard ihre Interpretation des Wunderlands konsequent fortgesetzt. Neue Intrigen, neue Feinde, überraschende Wendungen und Hintergründe malen ihre Welt weiter aus. Eine gelungene Fortsetzung mit kleinen Mängeln. 4 Bücher für den zweiten Band von „Dark Wonderland“.

Die Reihe:
1. Dark Wonderland – Herzkönigin
2. Dark Wonderland – Herzbube

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Die Königin der Schatten: Roman
Die Königin der Schatten: Roman
von Erika Johansen
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen spannend und schockierend, 14. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Königin der Schatten: Roman (Broschiert)
Zitat:
„Ab und an schienen die Bäume weit weg und dann wieder so nah, dass Zweige gegen ihren gepanzerten Körper peitschten. Ein eisiger Wind pfiff ihr um die Ohren und tief in ihrer Kehle schmeckte sie bitteres Adrenalin.“
(S.72)

Inhalt:
Die Überfahrt vor Jahrhunderten versprach den Menschen ein besseres Leben. Doch die Entwicklung nahm einen anderen Verlauf. Nun ist das Königreich Tearling verarmt, nur wenigen der Reichen im Land ist ein Leben in Wohlstand vergönnt.

Kelsea, Tochter der verstorbenen Königin Elyssa, wächst heimlich und in Abgeschiedenheit bei ihren Pflegeeltern Carlin und Bartholemew Glynn auf. Hier wird sie auf ihr zukünftiges Amt als Königin vorbereitet. Und dann kommt der Tag, an dem die Garde der Königin sie holt. Nun soll Kelsea herrschen. Doch sie trifft auf Neid und Missgunst genauso wie auf Intrigen und Korruption. Ihr Leben ist in ständiger Gefahr. Und diese vergrößert sich noch, als Kelsea das verhängnisvolle Abkommen mit dem Nachbarland Mortmesne in Frage stellt. Die Königin von Mortmesne ist außer sich. Tearling scheint dem Untergang geweiht.

Meinung:
„Die Königin der Schatten“ stand jetzt schon eine ganze Weile auf meinem SuB-Regal. Zu der Geschichte habe ich sehr viele unterschiedliche Meinungen gehört. Viele lieben das Buch, andere wiederum konnten mit der Idee gar nichts anfangen. Nun wurde es also Zeit, mir eine eigene Meinung zu bilden.

Aufgrund der unterschiedlichen Meinungen bin ich etwas skeptisch gewesen, ob die Geschichte etwas für mich sein könnte. Also ging ich völlig ohne Erwartungen an das Buch heran und begann zu lesen.

Der Einstieg in „Die Königin der Schatten“ gelang mir dann auch wirklich leicht. Natürlich kannte ich die Zusammenhänge noch nicht, war deshalb auch anfangs ansatzweise etwas verwirrt, doch die Idee selbst konnte mich schon mal neugierig auf den weiteren Verlauf machen.

Kelsea konnte mich auch sogleich für sich einnehmen. Ich begann – wenn auch noch nicht in der Tiefe - zu verstehen, weshalb sie bei Pflegeeltern aufwachsen musste. Und als dann der Tag kam, an dem Kelsea von den Gardisten der Königin geholt wird um ihr Amt anzutreten, war ich mindestens genauso schockiert wie sie selbst.

Doch bei diesem Schock sollte es nicht bleiben. Gemeinsam mit Kelsea erlebte ich anschließend viele weitere Momente, in denen sich mir die Nackenhaare sträubten. Angefangen von den Verhältnissen im Königreich Tearling überhaupt bis hin zu diesem verhängnisvollen Abkommen mit dem Nachbarland Mortmesne. Nach und nach erfährt Kelsea Einzelheiten zum Handeln ihrer verstorbenen Mutter und beginnt nachzudenken. Sie will es besser machen, will eine gute Königin für alle Bevölkerungsschichten sein. Doch nicht jeder ist mit ihren Taten einverstanden. Auch wenn sie von einem Großteil der Menschen bewundert wird, schwebt eine große Gefahr über dem Königreich. Schon einmal musste man sich dem Nachbarland Mortmesne geschlagen geben. Die Nachwirkungen dieses Kriegszuges waren und sind verheerend. Angst breitet sich zusehends aus.

Mit ihrer Geschichte traf Erika Johansen wirklich einen Nerv bei mir. Ich verlor mich in den Seiten, konnte teils nicht glauben, was ich da gelesen habe. Die Grausamkeiten, die nach der Überfahrt bis in die heutige Zeit passiert sind, ließen mich ungläubig durch die Geschichte gleiten. Gewalt, körperliche und sexuelle, gegenüber Frauen und Kindern waren an der Tagesordnung, wurden mitunter sogar gefördert und gesellschaftlich akzeptiert. Die Geschichte ging mir deshalb nicht mehr aus dem Kopf, machte mich nachdenklich.

Erika Johansen sparte nicht mit Tabubrüchen. Eine entsprechende Wirkung erreichte sie dabei, indem eher andeutend denn detailliert beschrieben wird. Dabei lief das Kopfkino bei mir umso mehr auf Hochtouren auf, abstoßend und erschreckend auf der einen Seite, neugierig machend aber definitiv. Denn ich war gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln wird, welchen Einfluss Kelsea ausüben wird und überhaupt kann, und vor allem, welche Meinung sie zu dem Ganzen vertritt.

Ich kann sagen, dass mich Kelsea nicht enttäuscht hat. Sie ist eine wirklich starke Protagonistin. Nein, Kelsea ist nicht die kraftstrotzende Schönheit, die man in so einer Geschichte erwarten könnte. Sie hat Makel, sieht durchschnittlich aus. Doch durch ihre Taten sticht sie heraus und blieb mir damit einprägsam im Gedächtnis.

Die Geschichte wird führend aus Kelseas Sicht in dritter Person Vergangenheit erzählt. Ab und an wurden weitere Sichten eingebaut, die meinen Leseeindruck gut abrunden konnten. Auch auktoriale Ansätze wurden von der Autorin eingebaut, die aus meiner Sicht zwar nicht unbedingt erforderlich waren, die Leseneugier dennoch anheizen konnten.

Die der Geschichte enthaltene Gewalt, die wirklich reichlich vorhanden ist, wird nüchtern sachlich, nahezu emotionslos und düster distanziert dargestellt. Auch wenn für mich einige Fragen in der Geschichte noch offen sind, hat sie einen Tiefgang, der mich fesseln und begeistern konnte. Die Charaktere sind einprägsam beschrieben, die Protagonistin herausragend. Den Schreibstil der Autorin empfand ich angenehm flüssig zu lesen, Spannungspunkte wurden an genau den richtigen Stellen gesetzt.

Erika Johansen treibt ihre Geschichte zum Ende hin nochmals auf einen enormen Spannungslevel, der mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Nach diesem atemberaubenden Ereignis lässt die Autorin die Geschichte beruhigend ausklingen. Zufrieden mit dem Ausgang, aber neugierig auf die Fortsetzung kann ich „Die Königin der Schatten“ nun vorerst ins Regal stellen.

Urteil:
„Die Königin der Schatten“ führte mich in Abgründe gesellschaftlichen Bewusstseins, konfrontierte mich mit wahren Gewaltexzessen und ließ mich dabei immer auf eine Besserung der Situation hoffen. Meine Lesestunden im Königreich Tearling an der Seite von Kelsea belohne ich deshalb mit 5 Büchern.

Für alle, denen Gewalt und Ungerechtigkeit nicht den Kampfgeist nehmen, ausweglose Situationen überstehen können und dabei immer die möglichen Konsequenzen bedenken.

Die Reihe:
1. Die Königin der Schatten
2. Die Königin der Schatten: Verflucht (ET: Mai 2016)
3. The Fate oft the Tearling (Originaltitel, ET: November 2016)

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Das Nimbusmädchen: Seelenliebe 1
Das Nimbusmädchen: Seelenliebe 1
von Emily Thomsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine faszinierende Mischung aus Dystopie, Fantasy und Sci-Fi, 25. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zitat:
„Mein Herz schlug heftiger. Ich starrte in die Finsternis, konnte den Blick nicht von dem dunklen Schemen lösen, der sich zwischen den Zweigen hindurch langsam auf mich zu bewegte.“
(Pos.271, 6%)

„Als ich die Augen öffnete, umgab mich Nacht. Was mich geweckt hatte, wusste ich nicht mehr. Zu schnell entglitt mir alles.“
(Pos.1204, 28%)

Inhalt:
Der Imperator Tyrzon strebt nach immer größerer Macht und unterwirft einen Planeten nach dem anderen. Auch den Scions ist es nicht gelungen, sich gegen den Imperator zur Wehr zu setzen. Sie müssen Tyrzon nun dienen.

Der junge Scion Galad hat eine besondere Gabe. Deshalb hat Tyrzon ihn ausgewählt, in seinem Auftrag Hüterinnen zu töten. Galad kann sich nicht dagegen wehren. Verweigert er dem Imperator den Gehorsam, muss seine Familie leiden. Tyrzon schreckt vor keinem Druckmittel zurück.

Sein nächster Auftrag – er soll die Hüterin Naemi ermorden - führt Galad auf die Erde. Der Planet leidet unter den Folgen eines großen Vulkanausbruchs vor 90 Jahren. Eine neue Eiszeit ist ausgebrochen.

Naemi weiß nichts von ihren verborgenen Eigenschaften. Gerade erst hat sie ihre Mutter verloren, nun lebt sie allein mit ihrer Oma in der Kuppelstadt Konstanz. Galad lauert Naemi auf und kann sie überwältigen. Doch sie zu töten ist er nicht in Lage. Denn plötzlich bildet sich in ihm eine Erkenntnis, die sein Handeln neu definiert. Sie müssen vorsichtig sein und geschickt vorgehen. Vieles steht auf dem Spiel. Nicht nur das Leben Naemis ist in Gefahr, die gesamte Menschheit steht kurz vor ihrem Untergang.

Meinung:
„Das Nimbusmädchen“ ist vor nicht allzu langer Zeit bei mir eingezogen. Ich hatte schon sehr viel Gutes über das Buch gelesen und gehört, das mich alles sehr neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Nun war der Zeitpunkt gekommen, das Buch zur Hand zu nehmen.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas skeptisch war, ob „Das Nimbusmädchen“ wirklich eine Geschichte für mich sein wird. Aber ich war viel zu gespannt auf diese Geschichte, als dass ich sie nicht lesen würde.

Nachdem ich im Prolog die Situation im Großen und Ganzen kennengelernt hatte konnte Emily Thomsen anschließend auf den ersten Kapitelseiten bereits mit der dystopischen Grundbasis ihres Weltentwurfs punkten. Die Idee, dass ein Supervulkan die Erde in eine neue Eiszeit stürzt ist zwar nicht neu, die Umsetzung dieser Idee ist der Autorin jedoch phänomenal gelungen.
Neben den dystopischen Ansätzen erlebte ich in der Geschichte auch noch Elemente aus dem Fantasy-Bereich bis hin zu Sci-Fi-Welten. Dieser Genremix gibt der Geschichte das gewisse Etwas, Emily Thomsen konnte mich damit mehr und mehr für ihre Geschichte einnehmen.

Die Autorin hat mich mehr oder weniger direkt in ihre Geschichte hineingeworfen. Recht schnell traf ich auf Naemi, lernte ihr Umfeld kennen. Die Situation, in der sich Naemi befindet, ließ meine Sympathiekurve für sie gleich heftig in die Höhe steigen. Gerade erst war ihre Mutter gestorben, Freunde hat sie kaum und nun ist auch noch ein Killer hinter ihr her. Dies alles hat Emily Thomson sehr clever inszeniert, so dass man gar nicht anders kann als Partei für Naemi zu ergreifen.
Klasse gefallen hat mir außerdem, dass Naemi von Beginn an kein perfekter Charakter war. Gerade ihre Ecken und Kanten bis hin zu kleinen naiven Anflügen machen sie in meinen Augen absolut liebenswert. Sie kämpft sich durchs Leben, nimmt Herausforderungen an und wächst im Laufe der Geschichte förmlich an ihren Aufgaben. Anfangs fällt es ihr schwer ihr Los und ihre Bestimmung zu akzeptieren. Doch ich erlebte hier eine junge Frau, die zunehmend an Stärke gewinnt und sich ihrem Schicksal stellt.

Galad wurde ebenfalls hervorragend getroffen. Ich verstand, weshalb er genau so handeln musste, wie ich ihn erlebte, fühlte den Druck, unter dem er stand. Dies alles kann sein bisheriges Handeln zwar nicht entschuldigen, dennoch hatte er letztendlich keine andere Wahl. Bis zu diesem Zeitpunkt, als er auf sie, auf Naemi, trifft. Denn nun ändert sich alles. Er bringt den entsprechenden Mut und die Kampfbereitschaft mit, um seine Fesseln zu sprengen. Die Verbindung zu Naemi ist stark, Galad kann sich gegen seine Gefühle nicht wehren, selbst wenn er es wollte. Und auch Naemi scheint etwas zu spüren.

Emily Thomsen präsentierte mir ihre Geschichte aus der ich-erzählenden Sicht Naemis in Vergangenheitsform. Daneben erlebte ich die Handlung immer wieder aus Sicht von Galad in dritter Person und Vergangenheit. Geschickt wechseln die Perspektiven immer wieder, so dass mein Blickwinkel abgerundet und vervollständigt wurde. Eine wirklich perfekte Leistung.

Kleine Fehler, die sich ab und an in die Geschichte geschlichen haben, konnten meinen Lesefluss nicht eindämmen. Bei einer Geschichte, die mich dermaßen fesseln kann, dass ich nahezu in einem Rauschzustand versinke, kann ich darüber hinwegsehen.

Emily Thomson hat es geschafft, von Beginn bis zum Ende ihrer Geschichte eine Spannung zu erzeugen, die es wirklich schwer macht, das Buch zur Seite zu legen. Die Autorin hat Elemente aus Dystopie, Fantasy und Sci-Fi wundervoll miteinander verknüpft und daraus eine absolut lesenswerte Geschichte gestrickt.

Zum Ende hin steigert Emily Thomsen nochmals das Tempo der Geschichte, bevor diese dann in einem schönen Showdown endet. Das Ende wiederum macht sehr, sehr neugierig auf die weitere Handlung im Fortsetzungsband, auf den ich nun sehnsüchtig warten muss.

Urteil:
„Das Nimbusmädchen“ fasziniert mit einer Mischung aus Dystopie, Fantasy und Sci-Fi, entwickelt dabei einen Lesesog, dem man unmöglich entkommen kann. Meine Lesestunden im dystopischen deutschen Konstanz belohne ich deshalb mit klaren 5 Büchern.

Für alle, die sich übermächtigen Bedrohungen stellen können, vergangene Taten ruhen lassen und von fortlaufenden Rückschlägen unbeeindruckt bleiben.

Die Reihe:
1. Das Nimbusmädchen – Seelenliebe 1
2. Das Nimbusmädchen – Seelenliebe 2
(Erscheinungstermin Mai/Juni 2016)

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Obsidian, Band 4: Origin. Schattenfunke
Obsidian, Band 4: Origin. Schattenfunke
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen wieder so toll wie Band 1!, 25. Dezember 2015
Inhalt:
Katy und Daemon sind getrennt und Katy befindet sich in Gefangenschaft von Daedalus und muss alle möglichen Torturen überstehen, die andere wie sie zu einem Schatten ihrer selbst gemacht haben.
Doch Daedalus birgt auch bisher unbekannte Informationen. Ist die Organisation wirklich so schlecht, wie Katy immer dachte? Gibt es dort draußen wirklich Lux, die die Menschheit vernichten sollen?

Meinung:
Wie so viele andere habe ich nach dem schockierenden Ende von „Opal“ dem nächsten Teil der Lux-Reihe entgegengefiebert. Als kleiner Appetizer diente mir die Gratis-Kurzgeschichte „Daemon & Katy – Verloren“, die die letzten Szenen aus „Opal“ noch einmal aus Daemons Perspektive zeigt.

Als ich das Buch aufgeschlagen habe, hat mir gleich die erste Kapitelüberschrift ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert: Kapitel 1 – KATY. Dieser dritte Teil ist nicht mehr ausschließlich aus Katys Perspektive geschrieben, sondern wir bekommen auch teilweise Daemons Sicht auf die Dinge (und seine sarkastischen Gedanken) zu lesen, was für mich natürlich ein wahres Highlight war. Lediglich die Tatsache, dass beide in Ich-Form erzählen, sorgte ab und an für etwas Verwirrung, weil bei einem Wiedereinstieg zu Kapitelbeginn nicht immer sicher war, wer denn gerade erzählt.

Ihren flüssigen Schreibstil behält Jennifer L. Armentrout natürlich bei. Während Katys Perspektive anfangs sehr viel Schwermut innewohnt, sorgt Daemons Handlungsstrang für Kampfgeist und Biss. Nach ihrem Zusammentreffen glichen sich die Denkweisen nahezu an, auch wenn Daemon immer etwas aggressiver „denkt“ als Katy, deren Gedanken von viel Schuldgefühlen getränkt sind, die auch wie ein Damoklesschwert über dem Paar hängen. Eben dies sorgt für eine gewisse Distanz, Geheimnisse, wo doch nach dem ausgesprochenen „Ich liebe dich“ in Sachen Beziehung alles gut sein sollte. Doch auch dieses Problem lösen unsere allerliebsten Turteltäubchen, erkennen selbst, wie inflationär das L-Wort genannt wird und die Beziehung wird immer kitschiger.

Während all dem baut die Autorin ihren Weltenentwurf weiter aus. Haben wir die Wirkungsweise von Obsidian, Onyx und Opal auf die Lux und Hybriden bereits kennengelernt, war ich natürlich sehr gespannt, was es denn mit dem Buchtitel „Origin“ auf sich hat. Ich werde nichts verraten, aber damit konnte mich die Autoren erneut begeistern.

Ich fieberte mit Katy und Daemon wie seit Band 1 nicht mehr, es gab kaum Zeit für die zuletzt von mir kritisierten „zu ausführlichen Beschreibungen unwichtiger Dinge“ und die Handlung schritt schnell voran, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Irgendwann kam dann der Moment, an dem man das Buch und die Reihe eigentlich fast hätte abschließen können, vor Kitsch nahezu triefend und mit kleinen Abstrichen… Aber Jennifer L. Armentrout zerstörte diese Wattewelt-Atmosphäre mit einem gezielt gesetzten Plotpoint und einer Wendung kurz vor Schluss, die einfach alles wieder veränderte und mich mit Spannung auf den finalen Band „Opposite“ warten lässt.

Urteil:
Mit ihrem vierten Band der Lux-Reihe konnte mich Jennifer L. Armentrout endlich wieder so begeistern wie mit dem Reihen-Auftakt. Action, Spannung, viiiiieeeel (teils kitschige) Romantik – all das und dazu Enthüllungen und mehr. Haarscharfe 5 Bücher für „Origin“.

Die Reihe:
1. Obsidian – Schattendunkel
2. Onyx – Schattenschimmer
3. Opal – Schattenglanz
4. Origin – Schattenfunke
5. Opposition - Schattenblitz
(Erscheinungstermin: 29.04.2016)

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