Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos Learn More Learn more HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip longss17
Profil für Eva Sattler > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Eva Sattler
Top-Rezensenten Rang: 2.280.377
Hilfreiche Bewertungen: 66

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Eva Sattler

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Ohne Leib, mit Seele
Ohne Leib, mit Seele
von Georg Fraberger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch eines beeindruckenden Autors, 5. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ohne Leib, mit Seele (Gebundene Ausgabe)
Von dem Buch "Ohne Leib, mit Seele" habe ich durch ein Interview mit dem Autor erfahren. Georg Fraberger, der klinischer Psychologe ist und außerdem ohne Arme und Beine geboren wurde, geht in seinem Buch der Frage nach, wie viel Körper der Mensch eingentlich braucht. Er beschriebt auf sehr klare und verständliche Weise, warum es Sinn ergibt, sich selbst nicht zu sehr durch den eigenen Körper zu definieren bzw. den eigenen - wie er schreibt - "gesellschaftlichen Marktwert" darauf aufzubauen, da der Körper etwas sehr fragiles ist. Beispielsweise kann der (schöne, durchtrainierte, ...) Körper ja durch einen Unfall oder ein Erkrankung jederzeit verletzt und dadurch verändert werden. Das gleich gilt laut Fraberger auch für die geistigen Fähigkeiten, die können ja z.B. durch geistige Behinderung von Geburt an nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen oder etwa auch durch Demenz oder ähnliches im Laufe der Zeit verloren gehen.
Georg Fraberger macht sich in seinem Buch auf die Suche nach der Seele und erläutert, warum es wichtig ist, auf die eigene Seele zu schauen, sie zu pflegen und warum die Seele auch im wissenschaftlichen Diskurs eine wichtigere Rolle spielen sollte.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, ich finde es ist verständlich und kurzweilig geschrieben. Am besten haben mir die Passagen gefallen, wo der Autor von seinen persönlichen Erlebnissen mit seiner Behinderung und seiner Biographie erzählt. Ganz toll!


Claustria
Claustria
von Régis Jauffret
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der literarische Weg in den Keller, 13. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Claustria (Gebundene Ausgabe)
Ein Roman, der vom österreichischen Kriminalfall Fritzl handelt? Geschrieben von einem Franzosen? Das stimmt erst einmal skeptisch. Will man das überhaupt lesen? Die Antwort auf diese Frage zeichnet sich frühestens nach der Lektüre der ersten Seiten Claustrias" ab und steht spätestens nach der letzten Seite fest: Man muss.

Denn zum einen ist Claustria" ein großartiger Roman. Mit unaufgeregter und nüchterner, aber stets präziser Sprache schildert Jauffret die Geschichte aus der Perspektive des Schriftstellers Régis Jauffret, der mit einer einheimischen Bekannten in Österreich den Fragen rund um den Fall Josef Fritzl auf die Spur geht. Er spricht mit Zeugen, Familienmitgliedern, Gerichtspsychologen und Akustikern. Er besucht die Stätte des Verbrechens, das Haus in Amstetten. Er stellt sich das Leben im Keller vor, die Beweggründe Fritzls für seine wahnsinnige Tat, das Versagen der Behörden. Immer getrieben von der zentralen Frage des Romans: Wie konnte Josef Fritzl mehr als zwanzig Jahre lang eine - seine - Familie in den Keller eines Wohnhauses mitten in einer Stadt sperren, ohne dass diesen Wahnsinn jemand bemerkt hat? Diese Frage ist der rote Faden, der sich durch Claustria" zieht, stets begleitet von der beißenden Ironie, mithilfe derer Jauffret all die fadenscheinigen Erklärungen erwägt, die sich die Mieter von Fritzls Haus, die hiesigen Polizeibeamten und alle anderen in den Fall Fritzl verwickelten Bürger für die mysteriösen Geschehnisse im Hause Fritzl zurechtlegen. Dem Leser stehen dabei die Haare zu Berge, mindestens.

Somit steht eben auch bereits der zweite Grund fest, weshalb Claustria" lesenswert ist: Zum anderen ist dieser Roman nämlich ein Buch über einen Kriminalfall unvorstellbaren Ausmaßes, der trotz seiner Brisanz und all den unbeantworteten Fragen, die ihn umgeben, ziemlich schnell in die öffentliche Vergessenheit geraten ist. Régis Jauffret stochert in Claustria" unnachgiebig in einer schlecht verheilten, eiternden Wunde der österreichischen Kriminalgeschichte. Eine Frage ist ständige Begleiterin des Lesers: Was von dem, was Jauffret in seinem Roman erzählt, könnte wahr sein? Wo beginnt der Dichter mit dem Fantasieren, und wo hört er auf?

Der literarische Weg in Fritzls Keller gehört wohl zu den grauenhaftesten der Literaturgeschichte. Unten warten die Ratten und die Luft einer über zwanzig Jahre währenden Gefangenschaft. Doch Claustria" ist in erster Linie ein spannender Roman, den man kaum aus der Hand legen kann. Dass man beim Lesen nie das Gefühl hat, als sensationslüsterner Voyeur dem Verbotenen über die Schulter zu schauen, ist dem literarischen Können des Autors zu verdanken. Nach Claustria" muss man erst einmal an die frische Luft. Aber den Geruch dieser Geschichte wird man so schnell nicht vergessen.


Das Ende der Wut
Das Ende der Wut
von Roland Düringer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlung für Nach- und Andersdenker!!, 6. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Ende der Wut (Gebundene Ausgabe)
Ich habe "Das Ende der Wut" von Roland Düringer, Eugen Maria Schulak und Rahim Taghizadegan gerade fertig gelesen und kann es nur empfehlen. Für mich beschreiben die Autoren auf gut verständliche und oftmals lustige Weise, wie jeder von uns einen Schritt zurücktreten kann um sich die Frage zu stellen: "Brauch ich diese oder jenes wirklich?" Die Autoren beschrieben dabei nicht nur Konsumsucht sonder beispielsweise auch die Berichterstattung der Medien.

Geschrieben ist diese Buch kurzweilig und in flotter Dialogform, die Autoren beschreiben am Anfang, wie sie in Düringers Küche zum philosophieren kamen und das vermittelt das Geschriebene auch. In ihren zu Papier gebrachten Ansichten denken der Schauspieler Düringer und die beiden Philosophen Schulak und Taghizadegan an vielen Stellen ihres Buches eine Utopie und als durchaus kritische Leserin frage ich mich oftmals: Wie soll das gehen? Darin aber liegt der Sinn eines philosophischen oder gesellschaftskritischen Buches: darüber nachdenken und diskutieren. Das geklingt den Autoren mit diesem Buch auf jeden Fall!


Seite: 1