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Rezensionen verfasst von
Njeviss

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Written In Red (A Novel of the Others Book 1) (English Edition)
Written In Red (A Novel of the Others Book 1) (English Edition)
Preis: EUR 4,49

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen flach..., 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Durch die guten Rezensionen habe ich mich zu einem Kauf verleiten lassen. Aber mich kann das Buch nicht überzeugen. Ich habe es nur durch ein Viertel des Buches geschafft, aber der Rest des Buches wird wohl kaum erheblich vom Bisherigen abweichen und plötzlich Niveau, Humor oder interessante Charaktere entwickeln. Das Konzept Others klingt nur spannend, bis man innerhalb weniger Seiten feststellt, dass es einfach Werwölfe, Vampire usw. sind. Also nur ein neuer Name.

Das Konzept der weiblichen Hauptfigur ähnelt Black Jewels Jaenelle nur mit anderen Superfähigkeiten: Unschuldiges naives Mädchen wickelt dadurch unschuldig und naiv bis zum Abwinken zu sein (Ponies füttern, immer höflich sein,...) all die Killer-Superwesen, die so fürchterlich sind, dass selbst die anderen Killer-Superwesen vor ihnen zittern, um den kleinen Finger und weckt große Beschützerinstinkte bei ihnen.

Die Others essen (damit man sieht wie gefährlich=>mächtig sie sind) gerne Menschen, wenn ihnen gerade danach ist bzw. reden endlos darüber es tun zu wollen/können. Es sind ja bloß "Monkeys" und schmackhaft. Da schleppt der "romantische" männliche Hauptcharakter schon mal Arme durch die Gegend, damit auch die Krähen etwas abbekommen, zerfetzt Bäuche und verspeist Organe aus saftig blutenden Körpern oder von Vampiren ausgeblutete Körper werden beim lokalen Schlachter verkauft. Also mir war danach, mich zu übergeben, aber wem's gefällt...

Dass die Heldin sich für ihre Superfähigkeiten ritzen muss und die Autorin von der "Euphorie" spricht, die dadurch entsteht, sich selbst mit dem Messer Schnitte zuzufügen, halte ich ebenfalls für beunruhigend, da es quasi dafür wirbt.

Die Welt ist ansonsten unendlich banal. Die Hauptheldin arbeitet quasi bei der Post, der Haupt"held" hat einen Buchladen. Freizeitbeschäftigungen sind in der Stadt - wenn nicht gerade Menschen gejagt und gefressen werden - z. B. gemütlich ins Bett gekuschelt Bücher lesen, Musik hören, Filme gucken, Brettspiele spielen, sich an Fitnessgeräten fit halten, shoppen. Das wird wohl der banale Traum der Autorin sein (minus Menschen fressen - hoffe ich jedenfalls ;)).

Die Probleme sind banal: Hauptfigur mit quasi Dark Angel (TV-Serie) Hintergrund wird gejagt, aber die übermächtigen Others und übrige Charaktere werden es schon richten - alleine schon weil ihm keiner was kann. Die Dialoge sind banal, die Charaktere sind flach.... für alles findet sich jedenfalls schnell eine banale Lösung. Nun ja mich haut das Buch jedenfalls nicht um.

Zu guter letzt nerven noch Abkürzungen wie BOW (Box on Wheels), AHGR (A Howling Good Reads), HLDNA (Human Law does not apply), usw..


Fool's Assassin (Fitz and the Fool, Book 1)
Fool's Assassin (Fitz and the Fool, Book 1)
Preis: EUR 4,89

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ersehnte Fortsetzung, aber langsamer Start, 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als allererstes: Es ist toll, dass die Reihe nach so vielen Jahren fortgesetzt wurde und das auch noch glaubhaft. Die Charaktere sind sie selbst geblieben, die Welt fühlt sich "echt" an und die Autorin weiß noch genau, was in früheren Bänden geschehen ist und bezieht sich darauf. Es fühlt sich auch nicht an, als würde fortgesetzt, obwohl die eigentliche Geschichte doch längst zu Ende erzählt war. Nein, es ist genau richtig, dass weitererzählt wird, denn offenbar ist doch noch nicht alles erzählt. Ich war mit Hobb's Soldier's Son Trilogy nicht völlig glücklich, auch wenn ich sie schon lesenswert fand und muss von den Rainwild-Bänden immer noch 2 lesen, weil mich die ersten beiden nicht recht einfangen konnten. Aber das hier ist Fitz und trotz ein paar Schwächen bzw. Längen den früheren Trilogien treu.

Das dicke Buch habe ich in 3 Tagen gelesen und war gefesselt davon. Jedem, der die früheren Fitz-Bände gelesen hat, empfehle ich auch diesen Band mit kleiner Warnung, dass er seine Längen hat und man am Ende unbedingt den nächsten Band möchte, weil Cliffhanger und "es ging doch gerade erst richtig los". Allen anderen rate ich, erst einmal die Vorgängerbände zu lesen, denn sonst werden sie mit diesem Band nicht gücklich.

Nun zum "aber": Ich habe keine 5 Sterne vergeben, weil das Buch bei aller Liebe nicht perfekt ist.
- viel Alltagsleben neben melancholichen Herumsinnen - einerseits freue ich mich ja für Fitz und bin froh, auch mal eine Seite zu lesen, in der er glücklich ist und nicht halb totgeschlagen, vergiftet, gefoltert oder auf dem Weg jemanden zu töten; aber eher banale Alltagsprobleme, Berichte darüber, was aus den Kindern wurde und die üblichen Fitz'schen Melancholien (nichts grundsätzlich gegen sie, aber sie treten auch auf der Stelle) ziehen sich über mehr als das halbe Buch, eher 70-80 % davon
- mehrere lange Zeitsprünge - mal 2 Jahre, mal 7 Jahre, dann wieder 2 Jahre ... das kann frisch aufgebaute Spannung ersticken und zieht alles in die Länge
- zu wenig Intrigen, bzw. Dinge, die wirklich die Geschichte vorantreiben; aufgebaute Spannung verpufft immer mal wieder, weil sich erst einmal nichts Bedeutenderes daraus entwickelt oder es wirklich nur Alltagsunfälle / Problemchen waren und nicht mehr - es geht erst am Schluss des Buches richtig los
- ein paar kleinere Unsauberkeiten, die Autoren leicht passieren können, aber das Lektorat hätte sehen müssen, z. B. aus dem Reim "One white hoof, buy it - Two white hoofes try it" wird später 2x "One white hoof, try it" zitiert oder es wird dem Leser nochmal erklärt, dass eine Tür immer leicht offenstehen gelassen wird, als ob man das nicht schon vor ein paar Seiten gelesen hätte. Nicht viele solche Sachen (vielleicht 3 oder 4 und das hier die eindeutigsten), aber sie irritierten mich
- die zweite Ich-Erzähler-Perspektive ist durchaus interessant, aber manchmal möchte ich die Person bei aller Sympathie durchschütteln und sagen "sei nicht so wehleidig, eifersüchtig selbstverliebt"
- Altersproblemchen als neuer Grund für Fitsche Wehleidigkeit und Melancholien - sowohl interessant, weil Charakterisierung, als auch nervig, denn immer wieder "Ach, die moderne Mode am Hof, wie seltsam", "Ja, in meiner Kindheit und die kommt nie wieder, da", "Nein, die Chance ist vorbei", ...


The Libertine - Sex, Drugs & Rococo
The Libertine - Sex, Drugs & Rococo
DVD ~ Johnny Depp
Wird angeboten von Movie-Panel
Preis: EUR 5,14

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wow - aber kein Film für jeden, 1. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Libertine - Sex, Drugs & Rococo (DVD)
Mit dem ersten Satz des Prologs hatte mich der Film schon eingefangen. Aber Libertine ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Der Film verstösst unuterbrochen gegen Konventionen. Ich kann nur bewundern, dass sie einen Film wie diesen wirklich durchgezogen haben. Mich wundert es kein bißchen, wenn dieser Film von vielen verabscheut wird.

Die Sprache ist derb, sehr derb. Unentwegt fallen sexuelle Anspielungen - wobei der Begriff Anspielungen noch sehr milde ist. Der Hauptcharakter ist ein arroganter Schnösel voller Selbsthaß und Zynismus, der aus Prinzip provoziert und sich ekelhaft benimmt. Das passiert auf eine derart konsequente Art, dass wir mindestens die ersten 30 Minuten des Films fast ununterbrochen gelacht haben. Wie Johnny Depp derart herrlich unangenehm Rochester verkörpert ist einfach wunderbar gespielt (ich würde sogar sagen, dass er hier seine schauspielerisch bisher beste Rolle spielt). Trotz aller Unangenehmheit von Rochester kann man sich dem Charakter nur schwer entziehen. Rochester sagt, was er denkt und Rochester denkt selbst nicht, dass das, was er tut, "nett" oder "richtig" ist. Rochester will provozieren. Und nicht nur Depp macht hier seine Sache sehr gut , sondern sämtliche Darsteller spielen ausgezeichnet.

Die Handlung ... es wird ein Ausschnitt aus Rochesters Leben gezeigt. Libertine ist kein Actionfilm oder Abenteuerfilm, sondern eher ein Beobachten systematischer Selbstzerstörung bzw. einer völlig anderen Sicht auf das Leben als ich sie habe. Ich fand die Handlung nie langweilig, sondern war fasziniert von dem Film, aber das sollte wohl jeder für sich entscheiden.

Auch nicht jedermanns Sache: Passagenweise werden Rochesters Gedichte vorgetragen oder z. B. Teile von Ophelia auf der Bühne gespielt. Das kann man atmosphärisch finden oder sterbenslangweilig oder man ist empört über die Obszönitäten (von Rochesters Gedichten). Wir mochten es - und ich hätte nie gedacht, dass ich es mögen würde, wie Ophelia aufgeführt wird. Aber es ist schlicht zu gut gespielt.

Das Bild ist zu Beginn seltsam verrauscht, so dass man denkt, die Kopie sei fehlerhaft. Danach fiel es uns gar nicht mehr auf, sondern alles passte irgendwie zum Film.

Ich habe den Film auf englisch gesehen, von der deutschen Tonspur habe ich nur kurze Ausschnitte aus Prolog und Schluss gesehen - da war der Synchronsprecher gut, aber der Text ist nicht besonders gut übersetzt. Wenn man mal englischen Ton mit deutschen Untertiteln laufenlässt spaßeshalber, merkt man das erst recht - Subtilitäten gehen verloren. "You will not like me." "Sie werden mich hassen." "And you will like me a good deal less as we go on." "Und das wird sich auch nicht ändern." ... Ich vermute, dass sich das durch den Film zieht - schade. Klar kann man nicht alles wörtlich übersetzen, aber manches schon. Außerdem ist die Sprache von meinem persönlichen Empfinden her noch etwas derber, wenn man es auf deutsch gesprochen hört als in einer Fremdsprache - albern, aber hier habe ich wirklich manchmal lachend gedacht "Ich will gar nicht so genau wissen was das auf deutsch heißt." ;).


Rango
Rango
DVD ~ Gore Verbinski
Preis: EUR 6,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich liebe diesen Film..., 23. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rango (DVD)
Für mich ist Rango einer der drei besten Animationsfilme/Trickfilme, die ich kenne, eventuell sogar der beste. Wallace und Gromit und die Jagd nach dem Riesenkaninchen (samt den anderen Wallace und Gromit Teilen), Skrek, Rango - mit großem Abstand schleichen noch ein Königreich für ein Lama und Flutsch und weg herum , mit nicht ganz so großem Abstand die alte Herr der Ringe Zeichentrickverfilmung, dann haben wir schon die Animationsfilme, die mir gerade einfallen, die ich gerne sehe. Ich sehe nicht viele Animationsfilme. Die meisten Animationsfilme mag ich nicht (mehr), weil sie mir zu süßlich kindisch sind. Rango dagegen gefiel sogar meiner Mutter, die ich noch keinen einzigen Animationsfilm habe aushalten sehen.

Was mir an Rango so gefällt sind die Musik, die "Zeichnungen" und Animationen der Gesichter und Figuren, die Ideen, die hinter den verrückten Charakteren stecken und der Humor. Rango ist eine herrliche wunderbar "gezeichnete" und vertonte Westernparodie mit ein paar ungewöhnlichen abstrakten Elementen und phantastischer Musikuntermalung. Ich bin dem Film verfallen, sobald die ersten Figuren das Vorspiel betraten, das heißt also nach ca. 30 Sekunden. Danach verwirrt der Film kurz, weil er gar kein Western zu sein scheint, aber entfaltet bald seinen Plot.

Zu einzelnen Punkten:

"Kindereignung"/Gewalt: Ob der Film für Kinder geeignet ist oder nicht, ist mir an sich gleich. Für Erwachsene geeignet ist Rango jedenfalls. Große Risiken für Kinder würde ich spontan nicht sehen (abgesehen vielleicht vom vom Auto überfahrenen Rüsseltier), habe hier aber keine Erfahrung. Mehr Gewalt als westerntypische Schießereien und cartoon/actionfilmtypische jemand wird gegen die Wand geschleudert habe ich nicht in Erinnerung.

"Musik": Wunderschöne typische klassische Italo-Westernmelodien auf (meist) Gitarre.

"Animationen": Soweit ich gelesen habe, sprachen die Sprecher ihre Rollen nicht einfach nur im Tonstudio ein, sondern hüpften auf einer Bühne umher und spielten die Szenen im wahrsten Sinne des Wortes ein. Die Zeichner hatten also einen großen Pool für Ideen für die Animationen. Man merkt es an flüssigen realistischen Animationen, die immer wieder ungewöhnliche Ideen aufweisen.

"Gesichter": Ich habe oft gelesen, dass die Gesichter der Charaktere häßlich seien, was manche damit erklären, dass es in Italowestern eben schräge Gestalten gäbe. Hmm ungewöhnlich und keine süßen Disneyesichter sind die Gesichter. Aber häßlich? Mich hat es umgeworfen, wie schön die "Zeichnungen" vieler Gesichter sind. Ich saß ganz verliebt und in Ehrfurcht vor dem Film, wie wunderbar und originell viele der Gesichter der Figuren aussehen. Verschiedene Geschmäcker... Man muss aber akzeptieren können, dass z. B. der Doc ein einohriges Kaninchen ist oder Rango verschieden große Augen hat.

"Sprecher": Ich habe den Film auf englisch gesehen, da wird Rango von Johnny Depp gesprochen, der das ganze natürlich wunderbar vertont. Auf deutsch habe ich nur einen Teil des Films gesehen, aber der Film scheint auch auf Deutsch schön vertont worden zu sein. Besonders die Sombrero?hühner/eulen? sind mir aber auf Englisch noch lieber.

"Humor": Ich habe ein paar Mal gelesen, der Film hätte keinen Humor. Manche verteidigten sogar, er solle auch keinen Humor haben, weil er schließlich so ein ungewöhnlicher ernster surrealer huch wer weiß wie intellektueller Film wäre. Das zeigt wohl wieder wie verschieden der Sinn für Humor ist. Der ganze Film sprüht für mich vor Humor. Alleine die Texte der "Sombrerohünhner/eulen" sind doch schon klasse und dann die ganzen Animationen und überhaupt alles .... Ich kann nur dazu raten, in den Film hereinzusehen und selbst zu entscheiden, ob er den eigenen Sinn für Humor trifft oder nicht. Humor ist für meinen Sinn für Humor jedenfalls reichlich vorhanden.

"Surrealismus" / ach so intellektueller Film: Nun.... der Film hat ein paar Traumsequenzen und durchbricht ab und zu die "Fourth Wall", sprich im Film wird darüber gesprochen wie erzählte Geschichten funktionieren sollten und konstruiert werden nach dem Motto "So und jetzt fehlt in meiner Geschichte noch das und das". Mir gefällt es, weil der Film so augenzwinkert mit Klischees umgeht. Aber der Film macht das nicht oft, sondern bleibt meist in seiner Geschichte. Ein rein typischer Westernfilm ist er aber nicht. Ich mag es außerdem, wie immer wieder plötzlich Elemente der modernen Welt eingeflochten werden. Aber auch das findet in Maßen statt.

"Handlung": Hier habe ich Vorwürfe gelesen, die Handlung sei langweilig und typisch. Der Film ist eine Westernparodie! Das heißt automatisch, dass typische Elemente von Western darin vorkommen. Ich hab mich immer wieder amüsiert, welche verstaubten Klischees sie zum Teil ausbuddelten, teils sagen sie doch sogar explizit, dass dieses oder jenes Element in der Geschichte jetzt passieren muss. Meiner Ansicht nach erzählt der Film auch eine eigene Geschichte. Gelangweilt habe ich mich jedenfalls nicht. Toll an dem Film ist aber nicht nur das "was" erzählt wird, sondern besonders das "wie" und "wieso".

Abschließend: Ich liebe diesen Film. Aber jeder sollte selbst entscheiden... Ein typischer Animationsfilm à la Findet Nemo / Madagaskar usw. ist Rango zum Glück nicht.


Arizona Dream
Arizona Dream
DVD ~ Johnny Depp
Preis: EUR 8,68

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen merkwürdig, 20. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Arizona Dream (DVD)
Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich dem Film 2 Sterne oder 4 Sterne geben möchte, also gebe ich 3 Sterne, auch wenn das auch wieder nicht passt. Für zwei Sterne war er zu ... interessant, für 4 Sterne war er zu durchgeknallt, sinnfrei, Kunstfilm. 3 Sterne signalisieren aber Durchschnittsfilm und das passt auch wieder hinten und vorne nicht.

In jedem Fall gilt Vorsicht, das ist auf keinen Fall ein Film für jedermann. Der Film ist ... ungewöhnlich - sehr ungewöhnlich. Surrealistisches Chaos (immer wieder fliegschwimmt z. B. plötzlich ein Fisch durchs Bild), das keinen rechten Sinn ergibt und von hier nach da nach dort springt. Trotzdem fand ich ihn nie langweilig und hab mich immer wieder amüsiert - teils auch schlicht aus Verzweiflung, wenn plötzlich aus einer normalen Szene etwas wird, wo plötzlich die Leute durch die Luft schweben.

Ich bevorzuge aber Filme mit einer nachvollziehbaren und konstanten Handlung gegenüber solchen Extremexperimentalfilmen. Und ich stehe dazu, Filme mit Happy Ends zu mögen. Ein Film wie Arizona Dreams ist mir trotzdem zigmal ansehbarer als z. B. der sterbenslangweilige Emmerich-Blockbuster 2012. Es hilft fairerweise sicher, wenn man die Filme, auf die Arizona Dreams anspielen soll (angeblich z. B. Der Pate, der Unsichtbare Dritte,...), kennt, was ich nur vom Namen her tue. So habe ich nur an manchen Stellen über Absurdheiten gelacht und war meist schlicht komplett verwirrt. Das ganze ist irgendwie faszinierend - und sehr gut gespielt -, aber es macht auf Dauer gaga.... Ich persönlich würde den Film niemals "phantastisch", "umwerfend witzig" oder "bester Film der Welt" nennen, eher "interessantes, aber sehr merkwürdiges Erlebnis".

Arizona Dreams ist sicherlich der alternativste Film, den ich bisher bis zu Ende angesehen habe und ich werde wohl noch Zeit brauchen, um zu entscheiden, ob er vergeudete Lebenszeit ist oder ein Erlebnis für sich. Einen normalen Film sollte man aber auf keinen Fall erwarten.


Zorro - Die komplette erste Staffel [4 DVDs]
Zorro - Die komplette erste Staffel [4 DVDs]
DVD ~ Duncan Regehr
Preis: EUR 22,49

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorsicht - das ist nicht die alte schwarz-weiß-Serie, 14. Juni 2011
Ich kann die vielen 5 - Sterne - Rezensionen nicht im mindesten nachvollziehen. Ich glaube, diese Serie hätte ich nicht mal als Kind gemocht - als Erwachsene ist sie mir eindeutig zu naiv und dilletantisch. Meiner Ansicht nach ist das hier ein billiger 90er-Jahre-Zorroabklatsch. Das einzig Gute an diesem Produkt ist in meinen Augen, dass man andere damit verblüffen kann, wo sich bloß die Box öffnen lässt.

Gleich zu Beginn klappt ein Menü mit scheußlicher völlig unpassender 80er/90er Jahre Musik auf. Um eins draufzusetzen schillert Zorros Mantel nylonartig.... Die Darsteller - insbesondere Zorro, der kein bißchen spanisch aussieht und derart groß gebaut und mit charakteristischen Bart versehen ist, dass es mir schleierhaft ist, wieso ihn nicht jeder sofort erkennt - empfinde ich als peinlich. Was ich von der Handlung sah, ließ mich schnell den Vorspulknopf betätigen in der Hoffnung, dass es besser wird. Irgendwann gab ich resigniert auf, obwohl ich wirklich Lust hatte, etwas mit Zorro zu sehen.

Mit meiner Rezension möchte ich nur davor warnen in die Falle zu tappen, in die ich getappt bin: Hierbei handelt es sich leider nicht um die Schwarz-Weiß-Serie aus den 60ern ?oder 70ern?, die in meiner Kindheit im Fernsehen lief.


Glimpses (Nightrunner)
Glimpses (Nightrunner)
von Reece Notley
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,37

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hübsche Geschichten, aber leider ein sehr dünnes Büchlein, 22. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glimpses (Nightrunner) (Taschenbuch)
Die Geschichten machen Lust auf mehr. Schön ist, dass sich alles wieder richtig nach der alten Nightrunnerwelt und -charakteren anfühlt (in den letzten beiden Bänden fehlte mir das etwas). Man erfährt mehr über die Vergangenheit von Seregil, Micum und Alec, außerdem gibt es einen kurzen Ausschnitt aus dem neuen Band, der sich vielversprechend liest. Ich bereue den Kauf nicht, denn die Geschichten sind schön geschrieben und vervollständigen Lücken (abgesehen davon dass ich auf die vorgangsbeschreibenden Erotikelemente wirklich hätte verzichten können ...).

Man muß sich aber bewußt machen, dass es ein sehr dünnes Buch ist. Die sehr wenigen und kurzen Geschichten enden alle ehe sie richtig anfangen, sind im wahrsten Sinne des Wortes Glimpses in mögliche längere Geschichten. Im Grunde fühlte ich mich nach jeder Geschichte so dass ich dachte "und was passiert weiter? Es ging doch gerade erst los."

Es handelt sich um eine Geschichte über Seregils Anfänge am skalanischen Hof und seine erste Begegnung mit Nysander, eine Geschichte über die Begegnung von Micum und Seregil, eine Geschichte über die Begegnung von Alecs Eltern und eine über Alecs und Seregils erstes Mal. Diese letzte war meiner persönlichen Ansicht nach als einzige Geschichte überflüssig und bestand größtenteils aus dem, was man ohnehin schon wußte bzw. sich denken konnte. Den Ausschnitt aus dem neuen Band werte ich persönlich nicht als eigene Geschichte, auch wenn das Buch es tut.

Fazit: Kaufempfelung ja, aber es ist ein sehr sehr dünnes Büchlein für seinen Preis. Ein wenig angeschummelt fühle ich mich schon, dass diese 4 (den Ausschnitt in den neuen Band mitgezählt 5) kurzen Geschichten als eigenes Buch durchgehen.


Robin Hood - Die 1. Staffel (3 DVDs)
Robin Hood - Die 1. Staffel (3 DVDs)
DVD ~ Michael Praed

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach klasse - wenn man sich daran gewöhnt, 25. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Robin Hood - Die 1. Staffel (3 DVDs) (DVD)
Ich habe die Serie als Kind geliebt, selbst wenn mich Herne (Priester mit Hirschgeweihmaske, der mit viel Nebel auftaucht, ominöse Sätze sagt, und wieder verschwindet) immer verwirrte und mir ein wenig Angst machte. Aber ich war viel zu begeistert von allem anderen, als dass mich das wirklich abschrecken konnte. Es war eben etwas geheimnisvolles, das man wohl nur versteht, wenn man erwachsen ist. Immer wieder fragte ich mich über die Jahre, wann die Serie denn endlich mal wieder im Fernsehen läuft, doch bis auf ein einziges Mal die erste Folge von Staffel 3 hatte ich die Serie 20 Jahre lang nicht wiedergefunden.
Dass ich überhaupt nach einer Serie bei Amazon gesucht habe , die ich mit vielleicht 8 Jahren zuletzt gesehen habe(und sie mir dann auch noch auf englisch gekauft habe, da es die deutsche Version noch nicht gab), zeigt wohl einiges von ihrer nachhaltigen Wirkung und Qualität, denn für das A-Team und was es noch alles gab, habe ich mir nie die Mühe gemacht. Das sind Kinderserien, während Robin of Sherwood keine ist.

Mein erster Eindruck von der Serie nach 20 Jahren war eine teilweise Enttäuschung (neben völliger Begeisterung, dass Robin of Sherwood tatsächlich immer noch eine verdammt gute Serie ist). Die Kulissen, Kostüme und Tricks sind exzellent - etwas, das mir als Kind gar nicht bewußt aufgefallen war. Die Musik ist eigentümlich, unterstreicht aber wunderbar den ganz eigenen ätherischen magischen Charakter der Serie. Doch die Helden erschienen mir wie ein Haufen naiver Dilletanten mit nicht gerade herausragenden schauspielerischen Fähigkeiten (mit wenigen Ausnahmen). Alles wirkte naiv gutherzig und schwarz weiß gemalt. Innerlich dachte ich jedes Mal oh nein, jetzt geht die ganze schöne Atmosphäre wieder flöten, wenn die Geächteten ins Bild kamen.
Aber die Bösen waren noch viel besser als ich sie in Erinnerung hatte - Guy, der Sheriff und alle anderen betreiben zwar ein wenig "overacting", aber es macht einfach Spaß, wie sie ihre Intrigen ausspinnen, sich gegenseitig und alle anderen beschimpfen, düstere Rituale intoniert werden und und und.... Die Serie hat (jedenfalls auf englisch) einen umwerfenden Sinn für subtilen Humor und wie der Sheriff seine zynischen Feststellungen ausspuckt ist genauso herrlich wie wie der arme Gisbourne dauernd eins auf den Deckel bekommt und trotzdem seine Würde als (mittelmäßig) intelligenter Charakter und Gegenspieler behält. Doch auch die ganzen Zauberer, Ritter, Adeligen und andere Bösewichte inklusive Prinz John sind wunderbar besetzt. Sehr schön ist, dass die "Bösen" nicht nur die Geächteten und die Armen anfeinden, sondern auch munter gegeneinander intrigieren (Interessen der Kirche gegen Interessen des Adels, Machtstreitigkeiten zwischen dem Adel und immer wieder schwarze Magier...). Die Serie ist zwar pure Schwarz-Weiß-Malerei, aber Schwarz hat verschiedene Fraktionen, die sich immer wieder gegenseitig auszuspielen versuchen.
Außerdem kann die Serie wunderbar düstere bedrohliche Atmosphäre aufbauen in einem Maße, dass sie sich trotz teils veralteter Tricks wie farbigen Glasscheiben vor der Kameralinse wirklich nicht verstecken muß. Es ist schlicht ein ganz eigener Stil, der wie die Musik wunderbar zur ganzen Atmosphäre der Serie paßt. Robin of Sherwood ist keine "einfache" Robin Hood Serie, sondern eine Fantasyserie, in der all die mittelalterlichen Aberglauben real sind. Vielleicht kann man es fast die erste Mysteryserie nennen - nur dass sie im Mittelalter spielt und die Robin Hood Legenden zu den Mysteryelementen dazu hereingewoben sind. Parallel bemühen sie sich aber um ein realistisches Bild des 12. Jhs. - vom Bogenschießplatz muß erst einmal ein Schwein nebenbei verjagt werden, es rennen Schweine, Ziegen und Hühner durch Straßen und Burghof, sind immer wieder im Weg, ab und zu wird auch mal ein Eimer Schmutzwasser aus einem Fenster auf die Straßen entleert, die Helden tragen grobgewebte Stoffe und Felle, Adelige schweren Goldschmuck, usw. usw..

Wenn ich sage, dass ich zuerst auch enttäuscht war vom ersten Wiedersehen der Serie, weil die Helden mir dauernd naiv dilletantisch die aufgebaute Atmosphäre zu ruinieren schienen, dann gilt das nur für das erste Sehen der Serie (und selbst da machten die Bösewichter alles wett). Nachdem ich die Serie gerade ein zweites oder drittes Mal sehe, weiß ich gar nicht mehr, wieso ich mich vor ein paar Jahren so an den Helden störte. Zur Zeit bin ich der Ansicht, dass sie sehr sympathisch und angemessen ihre Rollen erfüllen. Bis auf Will Scarlett sind sie alle schneeweiß und unendlich rein "gut", vielleicht störte mich das ja beim ersten Wiedersehen der Serie. Jedenfalls stört mich das kein bißchen mehr, es ist eher nett und entspannend, auch wenn es mir leid tut, wie beinahe jeder Plan der Bösewichte scheitern muß, wie gut durchdacht er auch war. Ganz selten dürfen sie aber auch mal triumphieren.

Die Serie ist eine klare Kaufempfehlung, auch wenn man sich an die eigentümliche Musikuntermalung, das verwaschene 80er-Bild (je nach DVD-Player und Monitor variiert der Grad des Verrauschtseins bei mir aber stark), manche Frisuren, altertümliche Trickeffekte und die ganze Magie in einer Robin Hood Serie erst einmal gewöhnen muß. Die Folgen sind abwechslungsreich, die Dialoge insbesondere der Bösewichter sind voll von subtilem Humor, die Chemie aller Darsteller ist ausgezeichnet und als Bonus sind die Outtakes umwerfend komisch (normalerweise mag ich keine Outtakes, aber die hier sind wirklich witzig). Die BBC-Serie von 2006 ist dagegen ein schlechter Witz.


Robin Hood - Series 1 [5 DVDs] [UK Import]
Robin Hood - Series 1 [5 DVDs] [UK Import]
DVD ~ Robin Hood
Wird angeboten von gameshop_fuerth - Alle Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 24,99

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lahme Actionserie XY mit zig Anachronismen, 23. Oktober 2009
Ich war wirklich neugierig auf diese neue Robin Hood - Serie, schließlich habe ich seit meiner Kindheit ein Faible für Robin Hood Filme und -bücher, bin mit der Robin of Sherwood-Serie aufgewachsen.

Zuerst sah alles optisch auch ganz nett aus, weder Schauspieler noch Musik störten spontan. Aber die Hoffnung auf eine gute Serie verging leider ziemlich schnell. Misstrauisch wurde ich schon bei Dösel-Much, der witziger Anhang sein soll, aber mich nur nervt. Doch auch Robin Hood verlor nach 5 Minuten das erste Stückchen meines Respekts, als er plötzlich aus heiterem Himmel irgendeine x-beliebige Straßenbegegnung küßte, sich dann einen Schwertkampf mit an dieser Stelle völlig überzogenen Actionsequenzen (z. B. einem Saltosprung) mit deren empörtem Vater (einem Krämer bzw. Händler) lieferte, bevor Robin und Much in buntem Trubel davonrannten. Hahaha - wie lustig. Entschuldigung, aber ich fand es bloß albern und völlig unpassend.

Nach allerhand weiteren Entwicklungen, die mich nicht wirklich mitreißen konnten, durchschießt Robin dann später dicke Stricke, an denen gerade Freunde erhängt werden, mit je einem einzigen dünnen Pfeil, pausiert nach jedem Schuss, während die Leute am Galgen vor sich hin ersticken, um Volk und Sheriff moralische Vorträge zu halten, nimmt deshalb beim nächsten Schuss à la Costner gleich 2 Pfeile um gleich 2 dicke Galgenstricke mit einem einzigen Schuss zu zertrennen.... All das, während der Sheriff und seine Mannen minutenlang direkt hinter und neben ihm stehen, aber keinen Finger rühren, bis er alle vom Galgen geschossen hat. Sowieso gibt es laufend Szenen, wo Robin einsam und alleine mitten zwischen den Wachen des Sheriffs steht oder sogar auf sie zu und an ihnen vorbei rennt, ohne dass die lange Zeit irgendetwas machen. Entschuldigung, aber es ist einfach lächerlich, wie passiv der Sheriff und seine Mannen andauernd sind. Mir persönlich nimmt es jeden Hauch einer Spannung.

Obendrein ist die Kostümierung immer wieder unpassend und macht mir die Atmosphäre kaputt. Guy of Gisbourne hat einen Ledermantel à la 18. Jh. bzw. à la irgendwelche Science Fictionfilme, der Sheriff bevorzugt offenbar japanische Kimonos und Birkenstocksandalen, die Geächtetem tragen regelmäßig mehr oder weniger verwaschene TShirts, einmal sogar ein gestreiftes - alles aus modern feinstgewobenem Stoff, Robin Hoods Kapuzengewand erinnert mich dauernd an ein Kapuzensweatshirt. Ich will nicht kleinlich sein, aber gestreifte TShirts und bedruckte Blümchenkopftücher sind mir zuviel.... Die Bösewichter tragen grundsätzlich nur pechschwarz, damit man auch ja sieht, wie böse sie sind.
Dazu kommen regelmäßige Bezüge auf den "Krieg gegen den Terror" im Heiligen Land oder Sachen wie !sarazenisches! Schießpulver oder ein Sheriff, der sich die Fußnägel schwarz lackiert(!).
Um eine zeitgemäße Darstellung wie beispielsweise die Robin of Sherwoodserie aus den 80ern, in der z. B. sogar dauernd Hühner, Ziegen oder Schweine über den Burghof oder die Dorfstraßen liefen, hat man sich nicht im geringstem bemüht. Alles ist sauber und nichtssagend - austauschbare Actionserie XY eben.

Die Serienmusik ist blabla - schmissig auf Herr der Ringe etc. gemacht und besitzt nichts eigenständiges, selbst wenn sie mich nicht stört. Stören tun mich aber die nervigen Pfeilschussgeräusche bei den Szenenüberblendungen - selbst nach 7 Folgen schaue ich noch jedesmal, wer gerade erschossen wurde, bis mir einfällt, dass sie bloß mal wieder mit dem dummen 'Tschuk'-Geräusch 'dynamisch' zur nächsten Szene überblendeten. Noch schlimmer ist aber diese sich überschlagende rote Zielschreibe, die mir bei Sznenenüberblendungen das letzte bisschen aufgebaute Atmosphäre ruiniert.

Zu guter Letzt sind da noch die Schauspieler.... Robin wirkt zuerst völlig OK, aber nach ein paar Folgen merkt man, dass er dauernd entweder spitzbübisch vor sich hin grinst oder ausdruckslos ernst guckt, nur ganz selten kommt es mal zu echten Gefühlsdarstellungen - Fazit hübsch anzusehen, aber fade. Little John ist OK, aber zu alt und obendrein langweilig, Witzel-Much nervt, Will Scarlett und Allan a Dale sind so blass, dass ich kaum weiß, wer wer ist, bei weiteren Geächteten gilt ähnliches, die Vorzeigesarazenin wäre OK, wenn es mich nicht so nerven würde, dass sie dauernd die Überlegenheit der sarazenischen Kultur reinwürgt, Marian ist mit Ausnahme von wenigen Szenen fad und fehlbesetzt. Der Sheriff sieht regelmäßig drein wie eine Ratte, scheint sich für den tollsten aller Schauspieler und superwitzig zu halten, versucht ab und zu den Sheriff der 80er Serie zu imitieren, indem er die Augen rollt und Wutanfälle hat, ist aber mehr Mafiosi-Soziopath als herrisch-überzogener Adeliger und nicht witzig, sondern mir schlicht unendlich unsympathisch. Gisbourne könnte OK sein, hat aber nicht wirklich viel interessantes zu tun und ist auch mehr Gangsterhandlanger als Adeliger. Sowieso sind die Bösewichter hier nicht schön amüsant böse intrigant arrogant herrisch, sondern Messerstecher und Folterer. Dass die Figur des Bruder Tuck fehlt, ist mir übrigens völlig unverständlich.

Von mir aus soll das hier modern, action und hipp sein, nicht ernstgemeint und witzig, aber ich lache nicht mit der Serie (wie bei Robin of Sherwood), sondern höchstens über die Serie (weil sie so grausam schlecht ist). Und um gar nicht ernstgemeint zu sein, nimmt sich die Serie dann doch viel zu ernst (all diese ewige Moralisiererei, all diese Kriegstraumatas, all diese Foltereien, das ganze hin und hergerissen sein zwischen Guy, Marian und Robin, usw. - nebenher wollen sie diffuse 'große Dinge' vermitteln). Originalität sehe ich nirgends. Sympathisch sind mir nur wenige Darsteller. Bisher habe ich mich erst 7 Folgen vorankämpfen können. Man kann die Serie ja anschauen in kleinen Dosen, denn es gibt schlimmeres auf dem Fernsehmarkt. Aber gut ist nun wirklich etwas anderes. Alles ist austauschbar und ohne Substanz. Wer die 80er Serie noch nicht kennt, sollte lieber dort zugreifen, denn Robin of Sherwood ist trotz veralteter Tricks wesentlich origineller, witziger und spannender als diese Möchtegernhitserie, die vermutlich schnell vergessen werden wird. Aus dem durchaus teilweise vorhandenen Potential wurde leider nichts gemacht.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 26, 2016 1:24 AM MEST


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