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Beiträge von Scott Kausky
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Hilfreiche Bewertungen: 159

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Rezensionen verfasst von
Scott Kausky "Coney I." (Berlin)

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Pip und Posy: Die kleine Pfütze
Pip und Posy: Die kleine Pfütze
von Axel Scheffler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Erwartungen werden enttäuscht!, 29. Mai 2017
Wer von Axel Scheffler den "Grüffelo" und "Wo ist Mama?" gewohnt ist, der wird hier enttäuscht werden! Vielleicht fehlt einfach Julia Donaldson als kongeniale Autorin. Wo bei den genannten Büchern kuriose Reime in geistreiche Geschichten und überraschende Pointen münden, findet sich hier wenig Vergleichbares. Die Story ist dünn, gradlinig, ohne Witz und Wendungen und endet in einem wenig mit dem Rest zusammenhängenden "Hurra" im Schaumbad. Wo die anderen Werke über fast so etwas wie subversiven Humor verfügen, schleicht sich hier fast so etwas wie biedere Didaktik ein. Es geht wohl ums "Trocken werden". "Ist ja alles nicht so schlimm, wenn man gute Freunde hat" scheint der Subtext zu sein. Das hat einerseits fast Conny-Niveau. Das gleichzeitig ein ganzes Buch darüber geschrieben wird und Posy auch im ersten Moment echt schockiert über die Pfütze aussieht, scheint dann auch noch eher das Gegenteil auszusagen.


Scott Pilgrim Vs. The World
Scott Pilgrim Vs. The World
DVD
Preis: EUR 2,99

5.0 von 5 Sternen Einfach nur einer der besten Filme!, 5. Februar 2017
Rezension bezieht sich auf: Scott Pilgrim Vs. The World (Amazon Video)
Prallvoll mit visuellen Ideen, unbändiger Action, gefeiltem Dialogwitz, originellen Figuren und großartiger Rockmusik! Es gibt, und das muss man einfach so sagen, wohl kaum einen Film wie diesen - unbedingt angucken!


Batman
Batman
DVD ~ Michael Keaton
Wird angeboten von SchwanHM
Preis: EUR 19,46

2 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zahn der Zeit hat gefressen!, 25. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Batman (DVD)
1989 war der Film ein grosser Kassenschlager und hat den Superheldenboom der jüngsten Zeit mit eingeleitet. Leider ist genau diese Entwicklung dem Film zum Verhängnis geworden. Wer die Nolan-Trilogie oder die Avengers-Filme gesehen hat, mit ihrer Ernsthaftigkeit, ihrer Geschwindigkeit, ihrem Humor und ihrem Timing, der kann nicht mehr zurück zu Tim Burton. Die schönen Art-Deco-Wolkenkratzer und das Batmobil haben allein noch etwas Bestand. Der Rest? Ein lächerlicher Jack Nicholson, der auf fast schon tragische Weise versucht furchteinflössend und verrückt rüberzukommen (was für (k)ein Vergleich zu der Darstellung von Heath Ledger), ein hölzerner Keaton (eigentlich ein cooler Schauspieler, aber einfach kein Bruce Wayne) und finalerweise Kim Basinger in einem haarsträubenderem 80er-Jahre-Look, die ganze Aktion unfassbar langatmig und schlecht getimed usw usw, – so stolpert das Ensemble mit pointenlosen Dialogen durch die kaum vorhandene Handlung.
Und natürlich gibt es auch keine erkennbare Metaebene oder eine Selbstreflexion über das Superhelden und Comic-Genre, wie es der fast schon zu grüblerische Nolan so vorbildlich durchexerziert hat.


Metalhead
Metalhead
DVD ~ Thorbjörg Helga Thorgilsdóttir
Preis: EUR 5,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Amibitionierter Indie-Film mit Schwächen, 21. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Metalhead (DVD)
Sicherlich hat der Film alle Zutaten, die Coming-Up-Age Indipendent-Kino braucht, um Kritiker und Publikum für sich einzunehmen: Junge, glaubwürdige Darsteller, Provinz, echtes Drama, gute Musik. Trotz allem bleibt beim Abspann kein Gefühl von restloser Glücklichkeit übrig. Vielleicht ist die Darstellerin plötzlich zu alt für ihre pubertären Probleme, vielleicht ist die vermeintlich dysfunktionale Beziehung der Eltern als Grund für die unbewältigte Trauer der Tochter nicht gut genug herausgearbeitet, vielleicht hat man zu oft das Gefühl Metal wird hier nicht echt empfunden, sondern funktioniert als pseudo-abgedrehtes Mittel zum Zweck - und vielleicht löst sich zu plötzlich alles mit Plattenvertrag und wohlmeinender Gemeinde zu schnell in Wohlgefallen auf?
Und was mir auch vollkommen unklar bleibt, aber das nur nebenbei, warum Hauptdarstellerung und Pfarrer im Auto über die zweite Platte von Judas Priest aus dem Jahr 1976 reden und sie behaubet, das wäre der Sound, auf dem Led Zeppelin, Sabbath und Deep Purpel aufgebaut hätten, die doch aber alle seit 1969 im Geschäft sind? Einfach nur schlecht recherchiert oder falsch übersetzt?


PLAYMOBIL 5574 - Luxusvilla City Life
PLAYMOBIL 5574 - Luxusvilla City Life
Wird angeboten von Kara-Handelshaus GmbH Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 129,00

10 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oh, arme Moderne!, 15. März 2015
Was sich auch in der wirklichen Architektur spiegelt, zeigt sich auch im kleinen - bei Playmobil (und es wundert mich auch nicht, dass die Villa so schnell von 120 auf 80 Euro runtergesetzt wurde. Niemals würde ich für diesen Preis etwas kaufen, das von aussen betrachtet so wenig hergibt! Die reduzierte Bauhaus-Moderne, die weisse Beton-Kiste hat einfach gestalterisch und emotional nicht das Potenzial zu gefallen! Da empfehle ich doch das alte "Grosse Puppenhaus" im Gründerzeitstil oder die Almhütte!
Diese Architekturkritik lässt sich im übrigen auch auf all die Polizeistationen, Krankenhäuser und Schulen von Playmobil übertragen (und nebenbei auch die Fahrzeuge). Hier wird vor allem auf den Spielwert und die Gimicks geachtet, was ja prinzipiell auch im Fokus stehen sollte, aber wenn die Fassaden nicht alle so lieblos und stinklangweilig wären würde es vielleicht noch mehr Spass machen, diese Städte aufzubauen (und zum Thema Marktforschung Fahrzeuge: fast alle Kinder, die ich kenne, sagen, ihnen gefallen alte Autos besser als neue!).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 26, 2016 7:15 PM CET


Was ist das Bauhaus? Kinder entdecken das Bauhaus Dessau
Was ist das Bauhaus? Kinder entdecken das Bauhaus Dessau
von Ingolf Kern
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr unkritische Lobhudelei!, 21. Februar 2015
Habe das Buch letztens im Bösner durchgeblättert und war sehr enttäuscht! Natürlich schön illustriert liest es sich leider (vermutlich da die Stiftung Bauhaus als Herausgeber fungiert) wie eine sehr unkritische Werbung für das Bauhaus. Viele Dinge werden ausgeklammert, z.b. im Abschnitt Frauen: dort heisst es, es war damals revolutionär, das Frauen an Kunsthochschulen studieren durften. Das ist nicht richtig, fast an allen deutschen Kunsthochschulen waren Frauen zugelassen - am Bauhaus jedoch plädierte z.b. Oskar Schlemmer noch recht spät dafür die Frauen wieder auszuschliessen. In die Architekturklassen wurden sie gar nicht reingelassen, Marianne Brandt hatte grosse Probleme in der Metallwerkstatt und im Prinzip blieben den Frauen am Ende nur ihre klassischen Betätigungsfelder: Weberei, Keramik, Teppiche und Textilien etc. Gunda Stölzle wurde gar mit Hakenkreuzen an ihrer Tür aus der Schule gemoppt, nachdem sie den Juden Arieh Sharon geheiratet hatte.
Immer wieder merkt man den Texten auch eine vorauseilende Abwehrhaltung an, aber auf die unausgesprochene, aber dauernd angenommene (und ja tatsächlich vorhandene) Kritik, die Bauhaus-Moderne hätte die Städte der Welt hässlich, normiert, öde und unmenschlich gemacht wird nicht ernsthaft eingegangen - statt dessen wird in blindem Eifer weitergelobt - als würde man damit jede Kritik aushebeln und alles, was das Bauhaus tatsächlich an nicht so erfreulichem in die Welt gebracht hat, ungeschehen machen!


Lone Ranger
Lone Ranger
DVD ~ Johnny Depp
Preis: EUR 8,49

5.0 von 5 Sternen Einer der besten Western!, 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Lone Ranger (DVD)
Wir sind durch Zufall in den Film gegangen, da er ja eigentlich von der Kritik kaputtgeschrieben wurde. Warum? Ist mir ein Rätsel! Wir waren vollkommen geplättet, haben ihn uns gleich auch als DVD gekauft und finden: es ist einer der besten Western! Im Gegensatz zum hochgefeierten "Django" gelingt hier auch die Mischung, die schnell mal misslingen kann, aus Humor (teilweise fast schon Klamauk) und ernsthaften, melodramatischen und tragischen Elementen. Von der Action ganz zu schweigen. Selten so eine Eröffnungsaktionsequenz wie diese mit der ersten Eisenbahnentgleisung gesehen - und schließlich das grosse Finale (etwas, was in vielen aktuellen Blockbustern selten gelingt, und gerne zur geistlosen Explosionsoper gerät: hier dagegen ein richtig vertrackter Plan, der in einer Orgie von Stunts, Schiessereien, durch die Luft fliegenden Waggons und akrobatischen Einlagen minutiös aufgeht.
Die Handlung ist vielschichtig und komplex, es dauert eine ganze Weile bis heraus ist, wer auf welcher Seite steht. Schlussendlich ist es eine ähnliche Dreiecksbeziehung wie in "Rango" und "Spiel mir das Lied vom Tod". Auf der einen Seite der Gute, ihm gegenüber sein Alter Ego, der Böse. Beide stehen aber als Outlaws, deren Zeit gekommen ist, der dritten Partei gegenüber, die die Zukunft, die moderne, kapitalistische Gesellschaft symbolisiert: dem Eisenbahnmagnaten (der im Gegensatz zu den freien Männern des Westens ein Familienmensch ist und kein Mann mehr, wie die Prostituierte Red bemerkt). Zum Guten gesellt sich der edle Wilde Tonto, auch er ein ausgestossener aus seiner Gesellschaft - neben allem anderen ist diese Beziehung auch bis zum Schluss ein hinreissend witziger Buddy-Movie.
Mit einer Kritik am modernen Kapitalismus der Jetztzeit beginnt der Film: mit einem Banküberfall - und der Jungen, dem die Geschichte, ähnlich wie in "The man who shot Liberty Valance" als Legende erzählt wird wundert sich "überfallen die Guten Banken?" - ja, im Jahr 2013 schon. Lag es an dieser Subversivität das der Film gefloppt ist? Oder daran, dass, ähnlich, wie im genauso geschmähten "Heavens Gate" die U.S. Kavallery auf der Seite der Bösen stehen? Man sieht, alles scheint einen Sinn zu haben, es gibt kaum etwas überflüssiges, selbst wenn die Banditen die Uhr (die als Zeitmesser, dass die Moderne unerbittlich voranschreitet als Dingsymbol eingesetzt wird) zücken und sagen: "Ah, die Bahn ist pünktlich" scheint hier der Subtext vom Untergang des Westens unterfüttert zu werden.
Daneben ist es aber nicht nur ein Film über den Wallstreet-Kapitalismus von heute und den Untergang des Westens sondern auch ein Film über den Western an sich. Selten sind in einem Western so viele andere Western zitiert worden. Von den humoristischen Western der 30-40er Jahren in denen weisse Pferde auf Eisenbahndächern galoppieren über "Spiel mir das Lied vom Tod", "The Man who shot Liberty Valance", "The Wild Bunch", "Für eine Hand voll Dollar mehr" bis zu "The Searchers".
Schlussendlich kann man sagen: ein auf vielen Ebenen vollkommenes Filmvergnügen mit grossen Schauwerten, tollen Darstellern und zahlreichen Metabenen


Wolfmother
Wolfmother
Preis: EUR 5,97

5.0 von 5 Sternen Rock 'n Roll will live forever!, 13. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Wolfmother (Audio CD)
Eine ultimative Scheibe, die beweist, das Rock den selbst in solchen einschlägigen Blättern wie dem Rolling Stone geforderten ständigen Weg der Innovationen nicht nur nicht braucht (die im Übrigen, da jede Strasse einmal an ihren Schlusspunkt kommt, zum Tod von klassischer Musik, Malerei, Architektur und auch Jazz geführt hat) - sondern sich dadurch sogar bester Gesundheit erfreut!
Klar, das alles kann man als Retro bezeichen, die Nähe zu Vorbildern wie Led Zeppelin und AC/DC sind unübersehbar und trotzdem ist dieses Album an keiner Stelle als Plagiat zu bezeichnen - Wolfmother ist eine absolut eigenständige Band mit einem absolut eigenen Sound - und zwar einem, der sich gewaschen hat! Und man kann es sich ja auch vorstellen, eine Band besteht aus so vielen Variabeln, das Songwriting, der Sound der Instrumente und Verstärker, die Stimme etc - wie können da jemals zwei Bands identisch klingen?
Mir bleibt nur zu sagen: es schneit seit Anbeginn der Zeit und seit dem war nie eine Schneeflocke gleich und alle waren wunderschön und betrachtenswert, aber: diese hier ist noch eine ganz besondere!


Alice im Wunderland
Alice im Wunderland
DVD ~ Mia Wasikowska
Preis: EUR 8,49

9 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einfach nur einer der schlechtesten Filme aller Zeiten!, 2. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Alice im Wunderland (DVD)
Hier passt nichts zusammen. Was anfänglich noch ganz gut beginnt, mausert sich innerhalb kürzester Zeit zur veritablen Farce. Haarsträubende Dialoge, die ins Nichts laufen. Grauenhaft-billige Optik. Eine Handlung die kaum erzählenswert ist. Keine Beziehung funktioniert oder wird glaubhaft. Wie in einer Jahrmarktsfreakshow werden die Grinsekatze, das Kaninchen, die Raupe usw auf die Bühne gezerrt, um nach ein paar leeren Flosklen über das "Verrückt-sein" und kleinen "Zaubertricks", wie unsichtbar werden, mehr oder weniger unverichteter Dinge wieder heruntergeholt zu werden. Die Bösen Figuren sind natürlich nicht mehrschichtig angelegt, so viel hätte ich nicht mal erwartet, aber leider auch überhaubt nicht furchteinflössend. Lieblingsstilmittel der Digtialprofis scheinen grauenhaft vergrösserte Augen zu sein - ja, genau, so muss das Wunderland aussehen! Und schliesslich der Hutmacher - selten eine so selbstmitleidige, weinerliche Figur gesehen, die null-komma-null "verrückt" ist - das aber die ganze Zeit von sich zu behaupten scheint. Oh Gott, aber das erhoffte "Kopf-ab" passiert dann doch leider nie. Die "weiße" Königin bleibt passenderweise blass bis zur Unsichtbarkeit, ihre Armgelenke scheinen an ihren Hüften festgeklebt zu sein (vermutlich ihre Vorstellung von "aristokratisch") - bei ihr stellt man sich das Reich auf Grund unfassbarer Inkompetenz noch schlechter regiert vor, als von der "roten" Königin. Im Finale schließlich, das etwa den ästhetischen Mehrwert einer geairbrushten Rollenspiel-Kulisse hat, erreicht das Ganze dann im "Futterwacken" seinen Fremdschäm-Höhepunkt. Ahhh - nie wieder, bitte, bitte nie wieder! Tim Burton, was hast du uns da angetan? Wie kann ein Regisseur, der schon mehr als einen Film gedreht hat, so einen ungenissbaren Cocktail zusammenbrauen!


APPETITE FOR DESTRUCTION
APPETITE FOR DESTRUCTION
Preis: EUR 7,99

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Monolith!, 24. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: APPETITE FOR DESTRUCTION (Audio CD)
Klar, zu dem Album gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Einer der ganz grossen Klassiker der Rockgeschichte, unverzichtbar neben Live at Leeds, Led Zeppelin IV, Sabbath Bloody Sabbath, Sgt.Pepper, Never Mind the Bollocks, Elvis Sun Sessions und all den anderen Meilensteinen. Habe gerade wieder "Paradise City" gehört und mich daran erinnert, was dieser Song doch für ein Wahnsinns-Inferno ist und warum am Ende der 80er-Jahre, dem Jahrzehnt von Heavy Metal, diese Band zur "härtesten Band der Welt" gekührt wurde und Metal so schnell pulverisiert wurde, wie kein Musikstil jemals zuvor. Denn, anders als in einigen anderen Kritiken hier behauptet wird: G'n'R waren kein Metal, hier gibt es keine getappten Solos, kein Rhythmusgitarrenspiel mit abgedämpften Seiten, nein, G'n'R waren die Rückkehr des Rocks (mit einem Schuss Punk und Haarspray) in der Prägung der sechziger Jahre, garniert auch mit den Drogen und Skandalen dieser Ära. Da ist Izzy Stradlin mit seiner Rolling-Stones-Ballonmütze und den dazu passenden Riffs, Slash mit seinen Led-Zeppelin-T-Shirts und den an Page erinnernden Solos und zuletzt Axl Rose: dieser Robert-Planet-meets-Janis-Joblin-auf-Speed-Blues-Exorzismus. Oh ja, gegen diesen Sturm aus holperigen Schlagzeug, hysterischem Gesang und jeder-gegen-jeden donnernden Gitarren, wo alles jeden Moment auseinanderzufallen scheint, um sich dann im nächsten Abgeh-Teil zu weiteren Höhen der Extase wiederzufinden - sehen die gedrechselten und ausgefeilten Arrangements einer Band wie Metallica aus wie das Werk solider, aber sehr bodenständiger Handwerker (die es gerne hart haben, aber das ist es dann auch schon). Die Stimmung auf diesem Album dagegen ist so einzigartig, unmittelbar, authentisch und nicht mehr zu wiederholen, das es der Band tatsächlich selbst nicht noch einmal gelang. Mit dem hochmotivierten Nachfolge-UYI-Doppel-Doppel-Album, dem Versuch diesen Millionenseller noch zu toppen, scheitert die Band und macht die Qualität von "Appeite for Destruction" um so deutlicher. Auf UYI zeigen sie sich immer noch als hervorragende Songwriter, das war neben der Härte, dem Wahnsinn und dem Chaos, das sie anrichteten ja auch stets eine ihrer grossen Qualitäten, dass sie nie das Songwriting vergassen - aber hier nun bei "November Rain", "Shotgun Blues", "Knocking on Heavens Door" und "You could be mine" fehlt das gewisse Etwas - alles was voher noch so roh und unmittelbar war, ist auf ein Mal perfekt und, nun, fast gediegen.
Wie auch immer, Kurt Cobain mag Axl Rose auf den Tod gehasst haben und sein Versuch eine Art Anitstar zu sein, basierte, ganz im Sinne klassischer Dialektik, sicherlich auch auf dem Über-Stardom von Rose - und doch hat Grunge dem Album "Appetite for Destruction" viel zu verdanken: die Koppelung von Härte und Melodiösität, Teenager-Herzschmerz und Wut, die Mischung aus Punk und Sixities-Rock (die bei Soundgarden und Pearl Jam noch deutlicher wird) - alles findet sich bereits auf diesem erratischen Monolith von 1987.


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