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Rezensionen verfasst von
gemihaus "gemi-b" (Berlin, Schöneberg)

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Wird angeboten von IVSOTEK UK
Preis: EUR 10,95

3.0 von 5 Sternen Schutzhülle ohne weitere Funktion, 12. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine passende stabile Schutzhülle ohne weitere Funktionalität, bis auf das Schliessen/Ausschalten, ok. Jedoch mehr nicht, denn eine Aufstellung bzw. Arretierung des Tabs ist nicht möglich. Wer mehr will, sollte nach Alternativen suchen, die teurer sind.


Chopin: Piano Concerto No. 1/Klavierkonzert Nr. 1
Chopin: Piano Concerto No. 1/Klavierkonzert Nr. 1
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Sokolov-Retrospektive, 12. Juli 2016
Wer erinnert noch den erst 16jährigen! Tchaikovsky-Wettbewerbs Gewinner von 1966, der den Amerikaner Van Cliburn (bis heute) vergessen macht.
Klugerweise zog sich der höchstbegabte Sokolov nach einigen öffentlichen Auftritten für intensivere Studien bis in die 70er Jahre zurück, um nicht nur pianistisch, sondern vor allem auch repertoiremässig musikalisch einer Karriere gewappnet zu sein.
Es folgten dann ein paar unspektakuläre Auftritte und
Aufnahmen wie diese aus München für Eurodisc.
Vielen ist Sokolov wahrscheinlich spätestens seit den 90er Jahren ein Begriff, als seine 'Opus 111'-Aufnahmen von div. Pariser Mitschnitten zirkulierten, Bach, Beethoven, Brahms und eben Chopin, dessen b-moll- Sonate, die Preludes und Etudes, Zeugnisse von eigener musikalischer Seriosität und Ausdruckskraft.
Inzwischen auf Marketing-Kultstatus seines raren Konzertierens und dessen selektierter Mitschnitte, verwundert es nicht, wenn eine alte Aufnahme aus den 70ern mit den Münchner Philharmonikern unter Rowicki ausgegraben und (wieder) verkauft wird, dank Sony-PR heute allemal ein Seller.
Und wenn man dieses frühe Sokolov Chopin Klavierkonzert unvoreingenommen hört, wird man weniger zweifeln, musikalisch zu wenig pianistisch Gemeistertes, als vielmehr bereits bemerkenswert Eigenes an Chopin-Gestaltung zu hören. Ist pianistisch wenig zu deuteln, bleibt musikalisch schon eher ein spielerisches Defizit an leichtem Parlieren und klanglichem Charme dieser konzentriert-herben und korrekten Tastaturarbeit, die m.E. variable Nuancen des Zugriffs vermissen lässt, auch spielerisch spontane Souveränität, wie sie die zeitlich vergleichbaren Aufnahmen von Rubinstein oder den jungen Argerich und Pollini zeigen, allesamt verschieden wie ihre Orchesterbegleitungen, aber individuell-freier und weniger streng 'geschult' und akribisch in ihrem musikalischen Ausdrucksradius.
Von solchertart Freiheiten ist der Sokolov der 70er doch noch hörbar entfernt.
Eine weitere gute Aufnahme schon, jedoch keine, die aufhorchen lässt.


Beethoven:Symphonies Nos.1-9
Beethoven:Symphonies Nos.1-9
Wird angeboten von Onlineshop der Berliner Philharmoniker
Preis: EUR 69,00

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der B-Phil Beethoven Brüter, 5. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Beethoven:Symphonies Nos.1-9 (Audio CD)
Die Berliner Philharmoniker haben sich nun auch mit ihrem quirligen Chef Sir Simon zum Ende seiner Ära einen neuen Beethoven Zyklus erarbeitet, als Resultat div. Aufführungen und multimedia Probenmitschnitten, live aus der Philharmonie Berlin. Und der kann sich durchaus sehen! wie auch hören lassen, es wurden keine Hitech- und VerpackungsKosten gescheut, zudem reist der Zyklus auch als Gastspiel um die kulturelle Welt.
Nach Karajans fulminantem Auftakt (60er! und 70er), nach wie vor gültig, wenn auch veraltet und nicht hist. informiert, und Abbados hist.orientiertem Mitschnitt aus Rom, der vor allem wegen der musikalischen Intensität und Stringenz überzeugt, sucht Rattle den Weg der musikalischen Entschlackung und Beschleunigung der orchestralen tutti-Partien, um jeden Anklang von Pathetik zu vermeiden.
Dies klingt dann bisweilen äußerst flink-sportiv wie ein Dressurakt mit div. Solisten, die sich durchaus im Detail verfeinerter Darstellung profilieren können. Da sind viele ausgehorchte und ausgesungene, jedoch auch wie vereinzelt klingende Stellen, wie Perlen einer ungleichen Kette.

Die Frage, warum spielen sie das so?, beantwortete einst der berühmte Geiger Jascha Heifetz frappierend lapidar:
weil ich es kann. (Und Nicht, weil es so sein muss.)
Diese Differenz musikalischer Transformation kommt einem auch bei diesem Berliner Beethoven in den Sinn. Ein Spiel ums Können, der Rasanz und artistischen Detailaffektion bis an die Grenzen plausibler Artikulierung und Wahrnehmung.
Was bleibt von Beethovens (auch ausser-musikalischer) Botschaft, wenn die thematischen Muster nur so um die Ohren fliegen, ohne zwingend gestaltete Durchformulierung, die soziokulturell-humanen Apelle an die Welt, einst revolutionär, heute im Klangrausch philharmonischen Durchlaufs untergehen?
Beethoven als Marathonmann auf der Strecke rhythmischer, dynamisch klangvoller Präsenz, ohne bemerkenswerten Nachhall. Sorry.


Satie
Satie
Preis: EUR 15,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Satie sans esprit, 5. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Satie (Audio CD)
Olga Scheps und ihr Klassik-Marketing haben ein Satie-Album produziert. Wen wundert's, anlässlich dessen 150. Geburtstags ergab sich eine vermutete Marktlücke: auch weil die meisten Hörer nur die erste der drei frühen 'Gymnopedies' kennen, allenfalls etwas aus den 'Gnossiennes'. Unerforschtes Potential also.
In einem BR-Interview zu ihrer neuen CD gab Scheps auch locker wie unbedarft zu, Satie eigentlich nur dem Namen nach, weniger seine Musik, klar doch die Hits, gekannt zu haben, so als, na hallo, seriöse Pianistin. Man kann, muss nicht, das Interview bei BR-Klassik nachhören, es sagt wenig über Satie und diese CD, viel über die musikalische Disposition von Frau Scheps aus, die sich eigentlich zu Tieferem, wie den tiefsinnigen Russen, befähigt fühlt. Dies hört man auch diesem Satie-Album an. Es klingt vor allem wenig französisch inspiriert und gewitzt im literarischen Sinn - absolut essentiell für Satie und sein weniger musikalisches als quasi-poetisches Fundament. Diese (musik)sprachliche Gewitztheit fehlt leider in dieser Darbietung. Wenig Kultur-Niveau-Cocteau, allerdings zuviel gleichförmig gewichtig-robuste russische Gangart, ohne nuancierten Anschlag.
Bei Sheps in München klingt Satie wie bräsiger Rachmaninov, den sie womöglich in seiner spätromantischen, virtuos-artistischen Eleganz auch ebensowenig versteht, geschweige denn so spielen kann. Wenn man ihr Spiel z.B. mit dem der Anne Quefféllec, die ein profundes Satie-Album 1988 herausgab, vergleicht, scheinen sich Abgründe pianistisch-musikalischer Art aufzutun, was geistige Ergründung und Gestaltung anbelangt: bei den mittleren 'Je te veux', ein vergleichsweise umfangreiches Stück, tun sich doch eklatante Unterschiede auf, wie bei den eher simplen 'Gymnopedies' - Spezielle Phrasierung und adäquates timing, Fehlanzeige.
Ein musikalisch überflüssiges Album, immerhin für Schep-Fans ein styliges PS-Cover. - Wenn doch Satie wenigstens so artifiziell klingen würde.


Brahms / Bartók: Violin Concertos
Brahms / Bartók: Violin Concertos
Preis: EUR 15,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pauschaler Brahms mit flottem Bartok garniert, 1. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Brahms / Bartók: Violin Concertos (Audio CD)
Janine Jansen ist eine derzeit marktgängige, höchst spielfreudige und attraktive Geigerin, wie das Booklet zeigt, weniger eine wie auch immer charismatische Erscheinung, so wie es propagiert wird (der im Konzert womöglich auch ein paar Fans erliegen), und die sich in Form rein akustischer Musikkonserven, wenn überhaupt, nur als klingendes Phänomen unerhörter Art wahrnehmen lässt. So what?

Pappano und seine Santa Cecilia Kapelle, inzwischen ein Universalorchester für div. Musikproduktionen, spielen also mit Jansen beim Brahmskonzert und Bartoks posthumen ersten Violinkonzert auf. Eine ungewohnte Kombination, die allenfalls im abschliessenden ungarisch-gefärbten Allegro giocoso beider Konzerte eine Analogie aufzeigt, jedoch keinesfalls werkimmanent. Denn Bartoks abgöttische und tönende Verehrung der jungen Geigerin Stefi Geyer, die das Werk niemals aufführte, wäre Brahms als grosse Konzertform fremd gewesen.
Dies müsste eine Interpretation auch stilistisch diffenrenzierend darstellen. Hier allerdings klingt alles im Orchestralen eher pauschal und moderat-sportiv wie im Durchlauf und partiell wenig dialogischer, besonders artikulierter Phrasierung, wenn auch auf routiniert hohem Produktions- und Spielniveau. Die Solistin setzt dagegen leider keine bemerkenswert unerhörten, eigens formulierte Phrasierungen oder Akzente. Alles blitzsauber passabel:
Bartoks Eingangs-Andante, sostenuto, wird nicht zu einer wie von Verklärung klingender, tragend-schwebender Linie, was einst Oistrakh so unübertroffen vermochte (und neulich Isabelle Faust), sondern eine hübsch dezent und zu unruhig bewegt gegeigte Melodie mit orchestraler Unterfütterung, kaum als Kontrast zum spritzigen Tanz des Allegro giocoso. Und Brahms klingt durchweg so pauschal-akzentfrei, ohne symphonisch artikulierte Gestalt, so flink-souverän wie konventionell gegeigt und begleitet, dass ein paar verschliffene und angeschliffene, wie gesoftet klingende Striche wie beim Auftakt des Schlussallegros dem klanglichen Einerlei nicht schaden.
So what? Gemessen an der neuerlichen Bartok-Konkurrenz und der überwältigenden beim Brahmskonzert, ist diese neue Einspielung keineswegs wirklich schlecht, jedoch musikalisch ziemlich überflüssig.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2016 9:50 PM MEST


Korngold / Britten: Violinkonzerte
Korngold / Britten: Violinkonzerte
Preis: EUR 17,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vilde Frang belebt Britten und Korngold, 1. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Korngold / Britten: Violinkonzerte (Audio CD)
Keine Frage, die Violinkonzerte von Britten und Korngold sind (leider) keine Reisser unsres heutigen Konzertbetriebs wie die von Bruch und Tchaikovsky , obwohl Musik unsrer Zeit, doch keinesfalls solche, die konservative Konzertgänger gerne als zu moderne Neutöner verschmähen, ohne sie zu kennen oder auch mal gehört zu haben.

Korngolds Violinkonzert, 1937 noch von Huberman und 1945 nach der Emigration in die USA auf weitere Anregung von Heifetz vollendet und von ihm 1947 erstmal aufgeführt, ist alles andre als neutönerisch, sondern ein spätromantisch und von div.Themen der Filmmusiken Korngolds klingendes Stück Musik in drei Sätzen, die Heifetz mit dem Los Angeles Philharmonic unter Wallenstein so effektvoll wie geigerisch absolut souverän 1953 einspielte, nach wie vor erstrangig. Brittens Konzert datiert aus früheren Kriegszeiten 1938-39, wurde 1940 in der Carnegie-Hall unter Barbirolli uraufgeführt, später 1950 und dann 1958 letztgültig überarbeitet. Britten klingt weniger wie Korngold thematisch (romantisch) gefällig als mehr strukturbetont, strenge Pauken- und Ostinato-rhythmen geben den Ton für die Streicher und Bläser an, das Scherzo ist eine grimmig-groteske Tanznummer zu einem Tuba-Thema (andante) zur beschliessenden grossen Passacaglia. Grosse Musik also.

Vilde Frang, die jugendliche und höchst sympathische norwegische Geigerin, derzeit in Berlin ansässig, spielt beide Konzerte mit einer frappierend schlichten, klangschönen Intensität, die alles aufgesetzte und unmusikalisch Reisserische verweist. Ihr geht es primär um die Ansprüche und Fragestellungen der notierten Musik: wie höre, spiele, gestalte ich das. Im Vergleich zu Heifetz' elegantem oder Ida Haendels robustem Aplomb hört sich das erstmal eher bescheiden, zunehmend aber musikalisch durchdacht, stringent formuliert und klingend an. So 'schön' kann sog. moderne Musik sein. Also keine Angst vor neuen Tönen, Vilde Frang weist einen Weg.
Keine Frage, zwei tolle Violinkonzert-Einspielungen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 30, 2016 9:00 PM MEST


Winterreisen (Version for Tenor & Piano Trio / Original Version)
Winterreisen (Version for Tenor & Piano Trio / Original Version)

4.0 von 5 Sternen Eine weitere erweiterte Version der Winterreise, 5. März 2016
In der Überfülle des Winterreise-Angebots könnte die Version und Interpretation Behles als lyrischer, fein artikulierender Tenor, eine erstrangige sein, wäre da nicht die lautmalerische instrumentale Begleitung, die Schuberts singuläre Klavierfassung stellenweise rhetorisch zu konterkarieren meint.
Der Abgesang des Leiermanns als ad Infinitives Motivkreiseln in der solisitischen Klavierfassung, ein wie auf der Stelle Verharren, verliert hier den Sinn, wie manch
andre zwar gut gespielte, jedoch überinstrumentierte Passage.
Schubert klingt so wie anderswo (Zender) seltsam aufgepeppt. Muss das sein?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2016 7:36 PM MEST


Beethoven: Sinfonien Nr. 4 & 5
Beethoven: Sinfonien Nr. 4 & 5
Wird angeboten von FelsenMusik
Preis: EUR 13,91

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Harnoncourts finale Klangrede, 19. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Beethoven: Sinfonien Nr. 4 & 5 (Audio CD)
Der Schöpfer der musikalischen Klangrede mit dem Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt, ist hiermit von der musikalischen Klangbühne abgetreten, als eine finale Sony-Production, nach all den Jahren unter Teldec-Warner, nicht als Vermächtnis seiner Musikhistorie, die weiter und tiefer zurückliegt.
Seine beiden grossen Beethoven-Einspielungen als Mitschnitte live aus Graz, beide mit dem Chamber Orchestra of Europe, liegen nunmehr über 25Jahre (Sinfonien) bzw 15Jahre (Klavierkonzerte mit Pierre-Laurent Aimard) zurück.
Beide wurden von der englischen Gramophone als Award-winner wie (groundbreaking) bahnbrechende Einspielungen dotiert, auch hierzulande als preiswürdig hochgelobt .- As time goes by ... inzwischen erklingen so souverän alle hist.informiert spielenden Formationen, und nicht zu vergessen die Norringtons und Gardiners, allemal auf Niveau.
Die vorliegenden Sony-Produktionen, die Harnoncourts letzten Mozarteinspielungen folgen, verdeutlichen bzw intensivieren sein Verdikt von
der musikalischen Klangrede hin zur linguistischen Aussage von Satz, Komma und Punkt: Subjekt, Prädikat, Adverbialkonstruktion, Objekt.
So klingen auch diese mittleren Beethoven-Sinfonien als klassische Konstrukte, dynamisch extrovertiert und ebenso manieriert, und als
didaktische Exempel, wie man Beethoven spielen kann, jedoch nicht spielen muss.
Insofern ein musikalisch stilgerechtes Harnoncourt-Beethoven-Album.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2016 10:18 AM CET


Water (Limited Digipack)
Water (Limited Digipack)
Preis: EUR 14,49

7 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Helene Grimaudes Gespür fürs Wasser und mehr, 19. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Water (Limited Digipack) (Audio CD)
Man mag darüber streiten, warum sich eine sehr gute und noch mehr bekannte Pianistin, abseits rein musikalischer Interessen, dafür in Szene setzt, ein allgemein längst kommuniziertes Umweltbewusstsein, hier über Wasser, ästhetisch verfeinert wie aufgeblasen zu artikulieren.
Ihre auch publizistisch erträglich umhegten Wölfe, bei aller grossen Sympathie, haben doch ihre Musikalität nicht wesentlich beeinflusst-?
Hierbei, ohne Cassandra berufen zu wollen, möchte ich keine uneigennützigen kommerziellen Interessen der Kultur-Universals vermuten.
Wie auch immer, jenseits der rein musikalischen und pianistischen Exegese, sind die visuell hübsch begleiteten statements über die Bedeutung des Wassers allen noch simply educated people und nur für sich trivial und hinlänglich bekannt. Den wirklich existentiell Betroffenen jedoch helfen solche Performance-Projekte herzlich wenig.
So what-? Musikalisch wie klangtechnisch eine bedeutungshaft aufgeblasene Produktion, die in den sog. Zwischenspielen moderne, elektronisch versampelte Weltmusik präsentiert, die mit den Klängen der Komponisten der Klavieroriginale nichts, allenfalls Stimmungshaft-
Raunendes profan verbindet.
Unbedarfte, die Einaudis Klangwelten sicherlich eher schätzen als die Lszts oder Debussys, können sich hier bestätigt fühlen, auf der Höhe der musikalischen Zeit zu sein.


Sokolov: Schubert / Beethoven
Sokolov: Schubert / Beethoven
Wird angeboten von DVDMAXXX
Preis: EUR 17,99

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sokolov-Konzerte als Event, 20. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Sokolov: Schubert / Beethoven (Audio CD)
Sokolov ist ja längst nicht mehr so ein Geheimtip, als der er gepriesen und neu vertrieben wird, nunmehr universal (DG). Die Zeiten seiner Pariser und Leningrader Mitschnitte der 70er bis 90er Jahre (Melodia, Opus 111, Naive) scheinen passé, natürlich nicht künstlerisch und musikalisch, auch im neuesten Vergleich.
Immerhin hat der Pianist nicht seine Produktionsphilosophie geändert: wenn Veröffentlichungen, nur live-Mitschnitte und keine Studioproduktionen.
Hier nun, nach dem Salzburger Recital (2008), die zweite DG-Veröffentlichung zweier Konzerte aus Salzburg und Warschau, beide von 2013, und, dem aktuellen PR-Hype ungemäß, doch nicht so ganz up-to-date.
Die Musik der Komponisten Schubert und Beethoven bildet diemal den Programmschwerpunkt, Rameau und Brahms erscheinen als Zugaben.
Musikalisch ein weites Feld also, vom 17ten zum 19ten Jhd., auch stilistisch recht divers.
Und Sokolov spielt alles dies natürlich tiefsinnig, virtuos und fern jeglicher, allenfalls monomaner Exzentrik, pianistisch untadelig, so auch die allgemeinen PR-Verlautbarungen. Und rein pianistisch können auch alle Zweifel verstummen, wegen der musikalischen und spielerischen Seriosität, die über allen Konzerten liegt.
Mir erscheint das klangliche Resultat jedoch manchmal zu gewichtig, der gewaltige dynamische Zugriff manchmal zu brütend oder schwerblütig angesichts der gebotenen Vielfalt. Diese zu gleich-gewichtige und permanent mitschwingende Tiefsinnigkeit, kann auch so weniger schwierig-schwere Impromptus Schuberts belasten, weniger seine späten Sonatenstücke.
Ein Brendel hat dies, dem (Sch)Ländler Schubert näher, doch hörbar flüssiger und nicht weniger tiefsinnig differenziert eingespielt, von einem Kempff ganz zu schweigen. Und Rameaus Clavecin-stücke, hier delikat auf den Konzertflügel abgestimmt, klingen eigentlich nur authentisch bei Christophe Rousset, Bertrand Cuiller oder Céline Frisch.
Und Sokolov ist nicht so ein Zauberer wie Horowitz, der vergleichbar mit Scarlatti seinen grossen Steinway vergessen machte, vor allem auch live.

Bleibt die grosse 'Hammerklaviersonate'. Nach Beethovens eigenen Worten unspielbar für seine Zeit, denn seine Kompositionsidee ging über die Ausdrucksfähigkeit von Interpret und Instrument hinaus und sprengte die klassische Sonatenform.
Bis heute gilt die Sonate als thematisch weniger konsumabel, auch wegen der radikal schnellen Tempi, zumal im ersten Allegrosatz, die meist ignoriert als nicht (schön) spielbar gelten, was jedoch als konstituierendes Klangextrem durchaus so beabsicht war.
Schnabel blieb für lange Zeit der einzige, der dies adäquat umzusetzen vermochte, wie man hören kann.
Wie auch immer, weitergehende Erörterungen wären hier zu umfangreich und auch deplaziert. Immerhin ist diese lt. Gould 'anti-pianistische', rein kognitive Komposition und utopische Vergewaltigung von Klaviermusik wenigen Pianisten unterschiedlich gelungen.
Auch eine Frage der Temporelationen, des timings und sinnvoller Phrasierung, wie die meisten zügigeren Spieler erweisen: wie Pollini, Gulda, vor allen, den komplexen Architektur(stil)mix durchaus rasant spielend zudem zum guten Klingen bringen, ohne zu hudeln. Und dabei gelang Pollini mit den anderen späten Sonaten m.E. die bisher gestalterisch überzeugendste Alternative nach Schnabel.

Sokolov überbewältigt mit klanglicher Opulenz. Mit mässigen Tempi und gleichsam strukturell verhalten, spielt er seinen breit und doch artikuliert geformten und dynamisch weiten Klangstrom von stilistisch diversen Gestalten hin zum straffend einigenden finalen Fugenkomplex. Eindrucksvoll. Eingangs im ersten (Allegro-)Satz klopft bei Sokolov noch immer das Schicksal an die Pforte, und sein Adagio-Hammerklavier, eins der längsten, wird zu einem kontemplativen, thematisch variabel mäandernden Klangraum eines retro-romantischen Klagegesangs.
Strukturell, mehr formbezogen denkende oder auch klanglich flexibler inspirierte Pianisten, wie ein Kempff, raffen dieses Sonatenunikum in einer überschaubareren Zeit, ev. weniger sinnlich als geist- und sinnvoller im Kontext divergenter musikalischer Formen und Gestalten ... wer weiss schon so genau, wo sich Beethovens Pudels Kern eindeutig offenbart-?
Zuletzt ist jedenfalls Brahms spätes Andante-Intermezzo für mich das highlight dieser Sokolov-Konzerte, weniger gewichtig als sehr ausdrucksvoll, kontemplativ-beschaulich und mit ruhigem Atem gespielt.
Und 2020, ein Brahms-Konzert mit den B-Phil unter Petrenko, das könnte doch eine musikalische Verheissung sein, nach all den Soli ...
Alles in allem, ein weiteres, profundes Sokolov-Dokument, musikalisch diskutabel.


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