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Beiträge von Brakiri
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Rezensionen verfasst von
Brakiri "pool132"

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Diggy Diggy Hole
Diggy Diggy Hole
Preis: EUR 1,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 29. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Diggy Diggy Hole (MP3-Download)
Ein sehr inspirierendes Lied, dem man den Ursprung Minecraft nicht anmerkt. Dieses Lied könnte easily die Hymne der Zwerge sein.
Läuft bei mir regelmässig daheim und auf Arbeit über Kopfhörer.
Kraftvoll und inspirierend sorgt es zu Beginn für wohlige Schauer auf dem Rücken. :)
Highly recommended!


LG 50LN5406 126 cm (50 Zoll) Fernseher (Full HD, Triple Tuner)
LG 50LN5406 126 cm (50 Zoll) Fernseher (Full HD, Triple Tuner)
Wird angeboten von EDV-Service Stadlauer
Preis: EUR 749,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes Bild aber schwache Ausstattung und langsame Sendersuche, 16. Juli 2014
Eins Vorweg: Mein Plan war, den Fernseher als großen PC-Bildschirm zum zocken und zum HD-Filme schauen zu nutzen.

Von dem Preis angelockt, habe ich mir den obigen 50" TV von LG bestellt.
Die Lieferung war fix und sehr freundlich.

Das Ding ist riesig und die Freude war immens.

Leider fehlt dem Gerät so ziemlich alles, was ein PC-Enthusiast benötigt.

Es gibt keinen analogen Audio-Ausgang, nur einen optischen welchen die meisten Verstärker nicht haben.
Kopfhörer oder Sogar Chinch sind nicht vorhanden.
Es gibt kein WLAN und keinen RJ45 (Netzwerk)-Anschluss.
HDMI ist vorhanden, aber da dieser nur in der Grafikkarte steckt und kein Audio-Eingang/Ausgang am TV vorhanden ist, sind die Filme stumm.
Die einzige Möglichkeit, HD-Filme ohne Blueray-Player anzusehen, ist ein USB-Eingang, dessen Encoder zumindest einige der üblichen Formate beherrscht.

Zu den anderen Eigenschaften möchte ich auch etwas sagen:

Die Sendesuche dauert ewig. Er hat 300+ Radio- und TV-Sender gefunden(UnityMedia-Kabel) und das hat locker länger als 15Min gedauert.
Ausserdem spiegelt das Display sehr stark, so stark dass man ihn fast als Spiegel zum anziehen nutzen kann.

Folgendes ist nicht die Schuld des Displays, sondern eine Warnung an Leute, die mit ähnlichen Gedanken über einen Kauf nachdenken:

FullHD mag viel klingen, aber für diese Auflösung ist der Fernseher bereits zu gross. Spiele, mein Desktop oder auch Filme sahen in HD zu grob und pixelig aus, als das man das geniessen könnte.

Ab dieser Größe macht ein 4k-Display wohl mehr Sinn und ich werde warten, bis diese erschwinglich sind.

Auch was TV schauen angeht, ist der Fernseher eigentlich ungeeignet. Die meisten Sender sind so schlecht interpoliert, dass die Bildqualität grauenhaft ist. Normale Fernsehsendungen nicht in HD sind schlierig und verschwommen, manche Gesichter kaum zu erkennen.

Ehrlich gesagt, sehe ich die Nutzbarkeit dieses Gerätes maximal im Bereich Präsentation auf Messen oder in Firmenfoyes.
Weder bei HD noch bei Anschlussmöglichkeiten oder normalem Fernsehen, macht das Gerät eine gute Figur.

Nach 1 Tag Rumprobiererei habe ich das Gerät von Amazon wieder abholen lassen.

Die 2 Sterne gibt es für den tollen Preis und das solide Display, was man in dieser Größe kaum billiger zu dieser Qualität finden kann. Das es bereits zu gross für HD ist, ist nicht die Schuld des Gerätes.
Leider für meine Zwecke völlig ungeeignet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 4, 2014 8:38 PM MEST


ITIL Edition 2011 - Alles was man wissen muss
ITIL Edition 2011 - Alles was man wissen muss
von Michael Kresse
  Gebundene Ausgabe

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rate dringend ab!, 12. Juni 2014
Von diesem Buch muss ich dringend abraten.
Der Inhalt ist so dünn, dass es nicht mal zur Vorbereitung auf die ITIL Foundation-Prüfung reicht!
Viele Dinge die in der Prüfung erwartet werden, werden in diesem Buch entweder nur ungenügend angerissen oder garnicht besprochen.

Für fast 40€ ist dieses Buch eine Frechheit. Es steckt voller Werbung für die Firma SERVIEW und 50% des Buches handeln nicht von ITIL, sondern von Produkten der Firma SERVIEW oder anderen Standards.

Als Geschenk bei einem ITIL-Seminar mag dieses Buch erträglich sein, aber dafür Geld auszugeben geht garnicht.

ACHTUNG: Als Foundation-Vorbereitung ungeeignet!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 13, 2014 1:39 PM MEST


Krups KB790T Krups Standmixer Titanium
Krups KB790T Krups Standmixer Titanium

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für schwerer Smoothies ungeeignet, 3. April 2014
Ich habe den Krups gekauft in der Hoffnung hier vernüftige Smoothies hinzubekommen.
Leider ist der angepriesene "Gleichlauf" des Motors ein sehr sehr schlechter Witz. Der Motor läuft sehr unregelmässig und für kleinere Mengen ist er total ungeeignet. Es spritzt nur sehr stark, aber das meiste bleibt aussen kleben und man muss selber nachhelfen.
Selbst einfach Sachen wie Bananenmilch sind erst ab einer grösseren Menge halbwegs passabel herstellbar.
Doch auch hier wird das Mixgut nur unzureichend zerkleinert. Ein Teil wird gemixt, der andere Teil bleibt einfach oben schwimmen und wird nicht zerkleinert.
Für so ein wattstarkes Gerät eine jämmerliche Mixleistung.

Was garnicht geht, sind so Sachen wie grüne Sosse oder Smoothies aus Salat oder Wildkräutern.

Dafür sind die Klingen zu ungünstig formt und der Mixer zu schwach trotz seiner hohen Wattzahl.
Das Ergebnis ist eine stückige Pampe (nach 3 Min volle Pulle) mit der man nichts anfangen kann.
Wer einen Ersatz zum teureren Vitamix sucht, der ist hier auf jeden Fall an der falschen Adresse.

Der Krupps taugt maximal für Shakes, Smoothies aus weichen Früchten und grösseren Mengen ab 300ml.
Für alles andere ist er ungeeignet.
Für mich ist der Krupps einer der enttäuschensten Anschaffungen der letzten Jahre.


Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?: Bewerbungswahnsinn für Anfänger und Fortgeschrittene (HERDER spektrum)
Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?: Bewerbungswahnsinn für Anfänger und Fortgeschrittene (HERDER spektrum)
von Françoise Hauser
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Mehr lustig als eine ernsthafte Hilfe, 1. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielleicht habe ich die Beschreibung nicht richtig gelesen, aber ich hatte mir mehr ernsthafte Hilfe von diesem Buch erhofft.
Aber im Endeffekt sind viele "Übersetzungen" nur humorig gemeint, und es gibt kaum Wörter/Phrasen die man scheinbar nutzen kann, ohne das einem ein Strick draus gedreht wird.
Trotzdem war es interessant und humorig zu lesen.

Einen wertvollen Ratgeber sollte aber niemand erwarten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2014 10:12 AM CET


XCOM: Enemy Unknown - [PC]
XCOM: Enemy Unknown - [PC]
Wird angeboten von maxifreund2
Preis: EUR 5,02

55 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der kleine Bruder des Originals, 4. November 2012
Rezension bezieht sich auf: XCOM: Enemy Unknown - [PC] (Computerspiel)
So, nach 30 Stunden des neuen XCOMs "habe ich nun fertig", und es ist Zeit für ein Resumeé.

Erstmal die Beschreibung:

Bei XCOM:Enemy Unknown übernimmt man, wie im alten Spiel, die Kontrolle über die eXperimentelle COMbat Unit oder kurz XCOM.

Dies funktioniert über 2 Bestandteile. Dem strategischen Teil, in dem man Dinge erforschen, herstellen, Gebäude bauen und die Abfangjäger starten kann, und den taktischen Teil, in dem 4-6 Soldaten der XCOM auf einer kleinen Karte versuchen, Aliens auszuschalten/andere Objectives zu erreichen.

Um das alles bezahlen zu können, gibt es einen Rat der geldgebenden Länder, die über den Fortschritt der XCOM wachen, und auch gerne mal Spezialaufträge vergeben.
Alle diese Länder verfügen über ein Panic-Level, welches steigt, wenn unkontrolliert UFOs über deren Terretorium rumfliegen, oder Alien-Übergriffe nicht verhindert werden.
Um UFOs aufzuspüren, benötigt man Satelliten, die über den Ländern positioniert werden müssen. Erfolgreiche Missionen, das Abfangen von UFOs, und Satellitenstarts reduzieren den Paniclevel im jeweiligen Land und sogar auf dem ganzen Kontinent. Steigt das Paniclevel auf 5, und man schafft es nicht, bis Ende des Monats vor dem Ratsmeeting diesen zu senken, steigt das Land aus, und alle Einnahmen an Geld, gestellte Wissenschaftler und Ingenieure gehen für immer verloren.
Die einzelnen Kontinente geben aber auch einen ganz speziellen Bonus. Je nach dem, wo man seine Basis baut, bekommt man einen der Bonis, was von monatlich mehr Geld, Autopsien/Befragung von Aliens kosten keine Zeit, bis hin zu weniger Kosten für Jäger/Gebäude geht. Diesen Bonus kann man jedoch auch bekommen, wenn man allen Ländern eines Kontinents einen Satelliten verpasst. Es ist also möglich, früher oder später, ALLE Bonis einzuheimsen.

Obwohl die ganze Welt von der XCOM gerettet werden soll, verfügt die XCOM nur über eine einzige Basis. Zum Glück kann man aber Abfangjänger auf jedem Kontinent stationieren.
Leider hat man aber auch nur einen Skyranger und ein Team.
Das Spiel rammt einem an diesem Punkt etwas in den Rachen, was man nur mit einem Kopfschütteln quittieren kann. Im Gegensatz zu UFO-Sichtungen, Terrormissionen und Spezialmissionen, finden Entführungsmissionen immer im Zweier-/Dreierpack statt.
Da man nur einen Skyranger hat, muss man 1-2 Missionen unbeantwortet verfallen lassen (Obwohl der Skyranger unglaublich schnell ist, und in weniger als 30min um die halbe Welt fliegt), und den Anstieg der Paniclevels in den 2 Ländern und deren Kontinenten hinnehmen, um die man sich nicht kümmern durfte(!). Im alten Teil konnte man diese UFOs vorher anfangen, um Missionen zu verhindern. Das geht hier nicht, ist aber komischerweise als Option in den Config-Dateien mit Mod aktivierbar.
Hier wird ein fest verdrahtetes Designelement genommen, um künstlich den Paniclevel zu steigern. Man kann nichts dagegen tun und nur hoffen, dass es genug Missionen und Aufträge gibt, bzw. schnell genug ein neuer Satellit von den Ingenieuren zusammengeschraubt wird, um den Paniclevel in den Ländern bis Monatsende zu senken.

Vor den taktischen Missionen kann man seine Soldaten ausrüsten. Es gibt kein Inventar mehr, sondern nur einen Rüstungsslot, einen Waffen-Slot, einen Pistolen-Slot, und einen Slot für ein anderes Item, wie eine(!) Granate, ein Medipack, Zielfernrohr usw. Die Soldaten haben zu Beginn keine Klasse oder besondere Fähigkeiten.
Überleben sie jedoch die erste Mission und haben genug Aliens gekillt, zeigt sich erst, welche Klasse sie haben. Es gibt Assault, Heavy, Sniper und Support. Man kann diese Klasse nicht auswählen, sondern dies wird random ausgewählt, und man sieht nur, wer was geworden ist. Wenn man z.B. 4 Supporter bekommt, muss man bei der nächsten Mission neue Leute mitnehmen, bis man die Leute/Klassen bekommen hat, die man gebrauchen, und weiter aufsteigen lassen will. Nach und nach gewinnen die Soldaten an Erfahrung, und jede Klasse verfügt über einen Fähigkeitsbaum, der oft je 2 "Wege" anbietet.

Sniper haben ein Scharfschützengewehr, was keine andere Klasse benutzen kann, ebenso Heavies, die eine schwere Waffe und einen Raketenwerfer mit einem Schuss tragen. Diese Klassen können NUR diese Waffen benutzen. Nur Supporter und Assaults können normale Gewehre benutzen. Die Assault-Klasse hingegen ist die einzige Klasse, die eine Schrotflinte benutzen kann.

Im Taktikmodus selber hat jeder Soldat nur 2 Aktionen pro Runde. Zeiteinheiten oder Aktionspunkte gibt es nicht mehr. Man kann entweder 2 mal laufen, einmal laufen und schiessen, oder einmal schiessen. Ausserdem gibt es noch Ducken(für bessere Deckung) und "Overwatch", was soviel bedeutet wie: Sobald ein Gegner ins Sichtfeld rennt, wird drauf geballert. So kann man sich also etwas verschanzen. Hinzu kommen die Spezialfertigkeiten, die man je nach Klasse und Rang aktivieren kann.

Im Taktikmodus ist Deckung das A und O. Ohne Deckung sind die Soldaten für die Aliens leichtes Spiel, und man wird gradezu abgeschlachtet. Leider gibt es hier einige Unstimmigkeiten. Die Line of Sight ist nicht immer eindeutig, die Prozente der Trefferchance manchmal nur schwer nachvollziehbar, und das Spiel leidet unter Clippingfehlern, so das manchmal die Waffe durch eine Wand gehalten wird usw. Nett gemacht sind jedoch die kleinen Videos, wenn die Soldaten eine Tür auftreten, eine Scheibe zerschlagen, oder einem Alien den Rest geben.

Hat man alle Aliens gekillt, und kommt zuück in die Basis, werden Verwundungen versorgt, und Beförderungen ausgesprochen. Wie schon erwähnt, darf man dann beim Aufstieg meist zwischen 2 verschiedenen Fähigkeiten auf einem Rang wählen. Diese Wahl kann nicht rückgängig gemacht werden.
Nach den Missionen kann man über den grauen Markt auch die erbeuteten Sachen der Aliens verkaufen(Am besten aber erst, wenn man diesen Gegenstand bereits erforscht hat). Leider gilt dies nur für deren Items. Im alten Original konnte man fortschrittliche Technologie die man erforscht und selber hergestellt hat, ebenso verkaufen. Das geht jetzt nicht mehr. Was man produziert hat, und irgendwann nicht mehr braucht, verrottet im Lager der XCOM, ohne das man es abstossen kann. Gleichzeitig sind Gegenstände sofort nach Bestellung fertig, nur grössere Projekte wie ein Jäger oder Satellit dauern viele Tage. Gebäudetechnisch muss man sich nicht um viel sorgen. Die Barracks halten genug Platz für viele Soldaten, es gibt keine Lager, nur ein Workshop und ein Forschungslabor, und weitere zu bauen ergibt nur wenig Sinn. Im ganzen Spiel baut man eigendlich nur Satelliten-Uplinks, um weitere Satelliten starten zu können, Kraftwerke, eine Foundry und 2-3 einmalige Spezialgebäude wie z.B. eine Zelle für gefangene Aliens.

Da es nur eine Basis gibt, wird diese von den Aliens nicht angegriffen. Die Basis-Verteidigungsmissionen/Techs/Gebäude fehlen also.
Leider gibt es auch nur wenige UFOs zum abfangen und es gibt nur eine Alien-Basis. Die Missionsvielfalt ist also begrenzt: Entführung, Terror, abgestürztes/gelandetes UFO bergen, und einige einmalige Spezialmissionen. Richtig spannend ist eigendlich nur die Terrormission, da man hier nicht rumsitzen, und sich verschanzen kann, sondern aktiv losrennen muss, um Zivilisten zu retten.

In den Missionen selber kann man aufgrund des fehlenden Inventars nichts aufheben. Keine Waffe von einem toten Kumpel benutzen oder Zeug von den Aliens aufsammeln. Man muss nur nachladen, aber da man unendlich Magazine hat, ist das ein eher fragwürdiges Feature. Darüber hinaus ist die Begegnung auf dem Schlachtfeld mit den Aliens sehr merkwürdig gelöst. Aliens bewegen sich nur in Gruppen von 2-4, und sie sind entweder stationär bis man sie findet oder sie laufen ein wenig rum. Trifft man auf Aliens, haben diese sofort eine Lauf-Aktion um in Deckung zu gehen. So erwischt man bei der ersten Begegnung nie welche unvorbereitet. Man sieht sie, "triggert" sie damit an, und sie verschanzen sich.

Sofort zu Beginn wirkt das Spiel sehr linear, da es fest vorgegebene "Meilensteine " gibt, die je nach Fortschritt getriggert werden. Auch später im Spiel, gibt es mit schöner Regelmässigkeit Entführungsmissionen, wo man sich nur eine aussuchen kann. Alles in allem fühlt sich die Invasion eher halbherzig an. In den ersten Monaten sieht man 3 oder 4 Ufos am Himmel, man macht 3 oder 4 Terror- und ein paar mehr andere Missionen, und alles plätschert so vor sich hin. Eng wird es nur manchmal durch die Entführungsmissionen, weil sie einem steigende Panic-Level aufzwingen, die man aufgrund des einzigen Skyrangers nicht verhindern kann.

Das Spiel dümpelt also so vor sich her, man erforscht, holt die Aliens schnell in Technik ein, und die Kämpfe werden so im letzten Drittel recht mühelos, auch auf Classic. Problem ist hier, dass die Waffen eine sehr kleine Schadensvarianz haben, und die Rüstungen keinen Schaden abziehen, sondern Trefferpunkte geben. So kann man später locker 2-3 Treffer aus den stärksten Waffen der Aliens vertragen ohne das jemand stirbt. Kritische Treffer machen zwar mehr Schaden, aber diese sind von Gegnerseite recht selten, und selbst dann überleben die meisten Soldaten einen Treffer. Spannungstechnisch also auch hier eher Fehlanzeige.

Leider wird bei den höheren Schwierigkeitsgraden nicht auf cleverer KI zurückgegriffen, sondern es werden einem nur mehr Gegner mit unglaublicher Treffsicherheit entgegengeworfen. 18 Jahre seit dem ersten XCOM, und keine Fortschritte in dieser Disziplin, ist schon sehr schade.

Auch die Forschung ist zum grossen Teil eher dröge gemacht. Textwände ohne richtige Bilder sind das Ergebnis von der Forschung, und anstatt wie im ersten Teil, wo jede Waffe/Technologiestufe vor und Nachteile hatte, lohnt es hier immer die beste Tech zu verwenden. Oft liegen die Zeiträume zwischen neuen Technologien nur einige Tage auseinander, so dass es nicht unbedingt lohnt z.B. auf Laser umzusteigen, und die knappen Ressourcen und das Geld dafür auszugeben, wenn man kurz davor steht, Plasma zu bekommen. Es gibt auch wenig zusätzliche Technologie oder Ausrüstung. Keine Munitionstypen, keine Leuchtmittel, keine Spengladungen usw. Es gibt sowohl ausrüstungs- als auch forschungsmässig nur das Allernötigste. "Unnütze" Tech wie im alten XCOM, um ein wenig über die Aliens, ihre Lebensart usw. zu erfahren, kann man garnicht erforschen, sondern die gefundenen Dinge nur auf dem grauen Markt verkaufen.
Ausser dem erzwungenen Paniklevel, der auch im Setting selber wenig Sinn macht(3 Angriff von Aliens in 2 Monaten, die 10 Leben fordern sorgen dafür, dass der ganze Kontinent in Panik versinkt), passiert Alien-seitig nicht sehr viel. Keine Konstruktion von neuen Basen, kein höheres UFO-Aufkommen, nicht mehr Terrormissionen usw., nichts. Alles bleibt in gescripteten Bahnen, bis man wieder einen "Meilenstein" geschafft hat, und eine Spezialmission kommt.
Nach der ersten Hälfte besteht das Spiel eigendlich nur aus Meilenstein abklappern, damit ein weiteres Event seitens der Aliens getriggert wird und zwischendurch mal eine Entführungsmission oder ein UFO-Abschuss. Die Spannung, die Eile, das Gefühl das es um den eigenen Hals immer enger wird, welches man beim alten Spiel hatte, um den immer mehr und immer schneller werdenen Aktionen der Aliens herr zu werden, fehlt komplett.
Ein freies Sandbox-Spielerlebnis wie im ersten Teil wird so unmöglich gemacht, und reduziert den Wiederspielwert darauf, vielleicht einen höheren Schwierigkeitsgrad auszuprobieren. Da hier nur mit Masse und Treffsicherheit gearbeitet wird, wird das Spiel dadurch eigentlich nur länger und frustrierender, aber nicht schwieriger, weil man den Methoden nicht mit cleverem Vorgehen, sondern nur mit Geduld, mehr Vorsicht und neuladen begegnen kann.

Leider ist die Story auch nicht so der Brüller, und nach 30 Stunden flimmert ein recht unbefriedigendes Ende über den Monitor.

Trotz aller Dinge die nicht so gut gelöst werden, macht das Spiel bis 2/3 eigendlich schon Spass. Sicher die Spannung ist nicht annähernd so hoch wie im alten Spiel, und die Taktikmissionen fühlen sich eigendlich bis auf die Terroreinsätze immer gleich an, weil man ausser den Spezialfähigkeiten wenig Optionen hat, aber die Kämpfe machen zu Beginn Spass, die Forschung kommt in Gang, man bekommt nach und nach Ausrüstung und Waffen, die effektiver sind, und die Videos an den Meilensteinen sind nett gemacht. Auch hat mir gut gefallen, dass gefangene Aliens Wissen mitbringen, die die Forschung in bestimmten Bereichen beschleunigt. Das ist eine schöne Idee, die aber leider dazu führt, das Plasma-Tech plötzlich in 4 Tagen erforscht ist, was dann doch zu schnell geht. Hat man die meisten Aliens "befragt", ist man mit der Forschung sehr schnell durch.

Beim Abfangen der Ufos hätte ich mir eine schönere Präsentation gewünscht. Gittermodell von UFO und Jäger plus Striche/Punkte, die die 2 Schiffe austauschen, da war sogar der Kampf im alten XCOM irgendwie schöner. Die einzige wirkliche Spannung im Spiel kommt auf, wenn die UFOs zu gross werden, als das man sie mit dem alten Abfangjänger runterholen könnte, und man den neuen Jäger noch nicht hat. Hier friemelt man rum, verpasst dem Abfangjäger die beste Waffe, und einige One-Shot Items die ihn z.B. ausweichen lassen, und hofft, dass man das Riesen-UFO mit 3 Jägern runterbekommt. Leider kann man auch immer nur einen Jäger schicken, was schade ist, da man ja meist mehrere hat, und man so einem grossen UFO vielleicht Herr werden könnte. Das Indi-Projekt "Xenonauts", was ebenfalls ein UFO-Remake ist, wird einen komplexen Luftkampf mit mehreren Jägern, denen man Befehle erteilen kann, enthalten. Es ist fast schon peinlich, dass Firaxis den kompletten Strategie-Teil so extrem vernachlässigt/abgespeckt hat, und sich von Indi-Projekten vorführen lassen muss.
Zu guter letzt möchte ich sagen, dass ich die PSI-Sachen später interessant, aber gleichzeitig schade finde, dass sie so "must have" ins Spiel eingebaut wurden. Ohne PSI lässt sich das Spiel übrigends nicht beenden.

Alles in allem setzt das neue XCOM mehr auf Leute, die den Taktikmodus am wichtigsten finden, und die mit Mikromanagement auf Strategiesicht nicht viel anfangen können.
Sowohl Taktik- als auch Strategieteil sind stark simplifiziert worden, viele Features wie Inventar, im Kampf Dinge aufheben, Magazine, verschiedenste Waffen/Munitypen, Verschiedene Schussmodi, Basisverteidigung, komplexes Rüstungssystem, agressiver werdendes Alien-Vorgehen, Facing und vieles mehr fehlen einfach.

Für die Fans von Taktikspielen ist das neue XCOM durchaus ein noch guter Vertreter, denn trotz der ganzen Simplifizierung bleibt der Taktikteil durchaus spassig und ermüdet den Spieler erst gegen Ende etwas. Für Leute, die das Mikromanagement, die vielen Auswahlmöglichkeiten, die vielen Ausrüstungsgegenstände, eigene Dinge herstellen und verkaufen, die spannende Forschung und vorallem das Gefühl die Situation immer beeinflussen zu können, toll fanden, werden das neue XCOM wohl eher als Pausenfüller bis zu Xenonauts (und Co), denn als richtige Neuauflage vom Original ansehen.

Pros und Kontras im Detail:

Positiv:

+ schöne Grafik mit Videos aufgelockert
+ Nette Musik
+ Bessere Inszenierung als im alten Teil, durch Videos/Sprachausgabe
+ Trotz Simplifizierung immernoch spassiger Taktikteil
+ Kleine Aktions-Animationen im Taktikteil
+ Trotz Zweifel funktioniert Klassensystem durchaus
+ Gefangene Aliens geben Forschungs-Bonis
+ PSI im Kampf nett umgesetzt

Negativ:

- sehr linearer Aufbau
- kein Inventar
- wenig Ausrüstungsgegenstände
- keine verschiedenen Schussmodi(Auto-Feuer usw.)
- Probleme mit Line of Sight im Taktikmodus
- Nachvollziehbarkeit von Deckung/Trefferchance durchwachsen
- Clippingfehler (Waffe durch Wand usw.)
- Gegenstände aufheben im Kampf nicht möglich
- nur eine Basis
- keine Basisverteidigung
- nur ein neuer Jäger
- Gegner ohne spezifische Stärken/Schwächen
- PSI zu stark erzwungen in die Geschichte gebaut
- Aliens haben auch nur eine Basis
- Move-Aktion bei Antriggern von Aliens fragwürdig
- Erzwungene Panikmache durch max. 1 von 3 Missionen gleichzeitig
- Spiel plätschert zwischen Kampagnen-Meilensteinen wegen passiver Aliens träge vor sich hin
- geringer Wiederspielwert durch railroady Kampagne
- höhere Schwierigkeitsgrade statt durch clevere KI nur durch Masse/hohe Trefferchance erreicht
- viele Waffen klassenspezifisch
- selbst produzierte Gegenstände unverkäuflich
- wenig interessante Forschung
- keine "Fluff-Items" erforschbar
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 14, 2015 6:01 PM MEST


Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1 (Fan Edition) [2 DVDs]
Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1 (Fan Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Kristen Stewart
Wird angeboten von OBIKO
Preis: EUR 16,94

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Komödie, 27. März 2012
Hab mir letztens den Spass gemacht und mir mit meiner Freundin diesen Film angesehen.

Zunächst muss ich sagen, dass ich die Bücher nicht kenne.
Ich habe auch von den ersten Filmen nur die Synopsen gelesen. Ich weiss also in Etwa wie die Story gelaufen ist.

Aufgrund der Kritiken von Leuten deren Geschmack ich teile, bin ich mit extrem geringen Erwartungen in diesen Film gegangen.
Einer meinte, wenn man diese Filme nicht ernst nimmt, kann man damit eine gute Zeit haben.

Was soll ich sagen? Er hatte recht. *Vorsicht Spoiler*

Zunächst musste ich immer wieder auflachen, bei der lächerlichen Schminke von Edward.
Er sieht aus wie ein unterdurchschnittlich attraktiver Kerl, der in die Puderdose gefallen ist.
Auch schauen sich Edward und Bella ständig an, als würden sie sich gegenseitig total eklig finden.
Die Mimik der beiden ist einfach nur brilliant. Sie tragen die ganze Zeit Gesichter vor sich her, als müssten sie sich gleich übergeben.

Die Heirat ist extrem lang ausgewalzt und man bekommt fast das Gefühl, als hätte man von der Länge eine richtige Hochzeit 1:1 auf Film gebannt.
Die Vampire dort sind ebenso wie Edward einfach nur zum schreien komisch. Gepuderte junge Leute, die mit übertriebenem Lippenstift peinlich berührt rumstehen.
Die Bühnen-Szenen wo jeder etwas beitragen will, an guten Wünschen an das frisch vermählte Ehepaar, sind allesamt extrem peinlich aber über diesen Weg auch wieder lustig.
Jacob taucht am Ende auf, macht ein wenig Rabatz und haut dann mit eingezogenem Schwanz(in grottenschlechter CGI-Wolfsform) ab.

Nach der ewigen Hochzeit gehts dann in die Flitterwochen. Carlyle hat eine eigene Insel vor Rio. Sehr schön!
Beiden sieht man an, dass sie eigendlich die folgende Bettszene garnicht spielen wollen, aber es steht im Drehbuch, also los damit. Vorher sieht man 5min lang, wie sich Bella auf die erste Nacht vorbereitet. Zähne putzen usw. Muss man das wirklich alles zeigen?

Beim Sex geht das Bett zu Bruch, und Bella hat ein paar Blessuren. Edward macht einen auf "oh tut mir leid", und danach spielen sie nurnoch Schach, weil das ungefährlicher ist.
Das Switch war einfach zu gut. Ich habe lange gelacht.

Nachdem sie mit einem Vampirbaby schwanger ist, gehts ihr zunehmend schlechter.
Hier ist die einzige gute Leistung eines der Mitarbeiter am Film (Bis auf die Kamera, dies auch gut): Die digitalen oder Schmink-Spezis die dafür sorgen, dass Bella immer ausgemergelter und dünner aussieht, machen hier einen wundervollen Job. Das sieht extrem echt aus und ist erschreckend zugleich. Gute Arbeit.
Die Stelle, wo sie (zufällig) rausfinden, dass das Baby Blut braucht, ist auch zum schreien. Carlyle packt eine Blutkonserve in einen McDonalds-Trinkbecher mit Strohhalm, und Bella trinkt das Blut. Sie meint, schmeckt garnicht schlecht und plötzlich gehts ihr besser. Das das Baby von dem Blut nichts bekommt, ist natürlich egal. Hier kann man entweder den Kopf schütteln oder über die scheinbar geplante Unlogik lachen. Ein sehr guter Teil ist die Stelle wo sie dem Baby einen Namen geben. Dieser Name klingt völlig behämmert und die Herleitung ist ebenfalls zum schreien komisch. Man bekommt mehr und mehr das Gefühl, dass der Regisseur genau weiss, was er hier für einen Mist verfilmt und vorsätzlich auf dieser übertriebenen Parody-Schiene weiterfährt.

Die Babygeburt ist dann der Brüller. Achja, das Baby ist so stark, dass es Bella die Rückenwirbel und Rippen bricht.
Am Ende schneiden sie dann Bella auf, holen das Baby raus und Edward kaut mit seinen Zähnen die Nabelschnur durch.
Davon gibts ein Outtake-Video wo Patterson bei dieser Szene zu lachen anfängt, weil er sie selber so extrem lächerlich findet. Gut zu sehen, dass den Darstellern dieser Kappes wenigstens bei den Dreharbeiten Spass gemacht hat.

Achja, die Werwölfe wollen das Baby killen, wegen irgendwelchen vorgeschobenen Gründen die in etwa so logisch sind, wie der Rest des Films.
Jacob hingegen wird zum Hündchen des Babys, wegen dem Inprinting-Kram bei Werwölfen. Er sieht dann in einer Version das Baby als junge Frau, und die Tatsache das ihn romantische Gefühle mit dem Baby(!) verbindet ist ein wenig creepy, um nicht zu sagen pedophil. Da geht einem schon ein wenig der kalte Schauer über den Rücken.

Alles in allem leider ein grottenschlechter Film. Er ist über viele Strecken langweilig, gestreckt, voller Logiklöcher, die Darsteller haben immernoch keine funktionierende Chemie, der Plot ist in 2 Sätzen erklärt, und streckt sich trotzdem über fast 2 Stunden.

Wenn man diesen Film als echten Kinofilm mit Erwartungen anguckt, wird man wahrscheinlich nur mit einem Kopfschütteln aus dem Kino gehen.

Sieht man ihn als das was er ist, kultiger Trash, so schlecht, dumm und billig gemacht das es lustig ist, so kann man doch einen recht lustigen Abend verbringen.
Für einen lustigen Video-Abend auf jeden Fall zu gebrauchen, denn nach dem Film bin ich überzeugt, das die Macher diese ganzen übertriebenen Logiklöcher, bescheuerten Dialoge und Szenen extra so gemacht haben. Als guter Vampirfilm geht dieser Schrott nie durch, aber als Parodie auf einen Vampir-Teeny-Crush ist er durchaus zu gebrauchen.
Wäre nur schön gewesen, wenn er weniger Längen enthalten würde.

Einlegen, dran denken das es eine Parody ist und lachend seinen Spass haben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2012 1:06 PM CET


Dragon Age II (uncut)
Dragon Age II (uncut)

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immernoch nicht gut., 25. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age II (uncut) (Computerspiel)
Nachdem nun nach 46 Stunden und 28 Minuten die Credits laufen, ist es Zeit für ein Resümé des Erlebten.
Dragon Age 2 knüpft zeitlich wärend der 'Story' aus dem ersten Teil an. Eine Famillie aus Lothring versucht vor den Darkspawn nach Kirkwall, einer weit entfernten Stadt, zu fliehen, da die Familie dort Verwandte hat, die sie aufnehmen könnten.
Die Familie besteht aus 3 Geschwistern und der Mutter. Man selbst spielt einen der Geschwister.
Das Spiel ist in 3 Akte aufgeteilt. Im ersten Akt kommt man in Kirkwall an, und versucht irgendwie über die Runden zu kommen, etwas Geld zu verdienen und sich einen Namen zu machen. Wärend der Akt 1 mit vielen Nebenquests gespickt ist, geht dieser Nebenquestanteil in Akt 2 und 3 stark zurück.
Es gibt also ein Gefälle. In Akt 1 mehr Quests, weniger Story, wärend in den Akten 2 und 3 die Story wichtiger wird. Die Akte 2 und 3 sind auch kürzer als der Akt 1.
Um nicht zu spoilern gehe ich nur auf die Qualitäten und Probleme des Spiels ein.

Dragon Age 2 ist ein Spiel mit Höhen und Tiefen.
Obwohl viele der Probleme die ich mit DA:O hatte, bearbeitet und verbessert wurden, gibt es immernoch eine Reihe von Problemen.

Die Grafik, obwohl ausreichend um eine Geschichte zu erzählen, ist kaum besser als im ersten Teil. Die Charaktere sehen sogar schlechter aus, als in DA:O, und die Stadt könnte aus NWN2 stammen. Ob sich das mit dem Texturpack bessert, weiss ich nicht, ich habe es nicht installiert. Grafisch ist das alles nicht sehr eindrucksvoll.

Bevor wir zu den Sachen kommen, die immernoch nicht wirklich gut gelöst sind, zuerst die verbesserten Punkte.

Zum Glück geht es in DA2 nicht um die altbackene und ausgelutschte Weltrettungsstory mit Grey Wardens und grosser dunkler Armee. Es geht um den Protagonisten, und wie sich die Ereignisse um ihn herum entwickeln. Wärend in DA:O der Held nur durch die Ereignisse eine gewisse Wichtigkeit erlangte, ist dies in DA2 zumindest in Akt 1 anders. Er formt die Ereignisse mit, macht sich einen Namen in der Stadt, auch wenn dieser Gestaltungseffekt relativ klein und im Rahmen der Handlung kaum eine Wirkung auf die Ergebnisse hat.

Der zweite Punkt sind die verbesserten Kodexeinträge. Waren diese in DA:O noch langweilig, langatmig und voller 0815-Fantasyklisches, hat man sich bei DA2 mehr Mühe gegeben. Die generische Welt die in DA:O errichtet wurde, erhält in DA2 ein wenig Fleisch an die Kochen, was auch an der Fokussierung auf einen Schauplatz (Kirkwall) liegen dürfte. Es ist nicht alles interessant und einfallsreich, aber zumindest sind im Schnitt mehr Einträge interessant als in DA:O.

Der dritte Punkt ist das Kampfsystem. Dieses wurde wesentlich beschleunigt, und nurnoch die knackigen Kämpfe mit Bedeutung können länger dauern. Die meisten anderen sind relativ schnell über die Bühne gebracht, was den Nervfaktor des, erneut sehr hohen Kampfanteils etwas abmildert.

Punkt 4 sind die wesentlich interessanteren Nebenaufgaben als in DA:O. Dort waren die meisten sehr mundan, langweilig und schon 1000 mal gespielt. In DA2 sind viele der Aufträge wesentlich spannender, gestalten das Setting und spinnen Geschichten, die sich teilweise über alle 3 Akte hinziehen. Auch die Geschehnisse in der Familie geben dem ganzen etwas emotionales, und persönliches, was in DA:O völlig fehlte.

Nun zu den negativen Punkten.

Wie bereits in DA:O sind die Companions alles andere als interessant. Viele der Charaktere sind reine Stereotypen, oberflächlich und auch in ihren Backstories wenig komplex. Das es ein Manga-Elf mit Riesenschwert ins Spiel geschafft hat zeigt, wie schwer sich das DA-Team bei Charakteren tut. Es gibt eigentlich nur 2-3 interessante Charaktere. Erstaunlich ist hingegen, dass viele NPCs interessanter sind, als die Companions. Wärend die Dialoge ok sind, zeigt sich erneut, daß das Mass Effect-Team bezüglich Companions und Dialoge, eindeutig die besseren Leute hat.

Der zweite negative Punkt ist trotz der Beschleunigung des Kampfsystems, die erneut starke Streckung des Spiels durch unnötige Kämpfe. 50%+ des Gameplays besteht aus Kämpfen. Dies fällt in Chapter 1 zunächst wegen dem beschleunigten System nicht so störend auf, aber ab Mitte des zweiten Aktes wird es zu offensichtlich. Man beginnt eine Quest, und 90% von dieser Quest bestehen aus verschiedenen Kämpfen die man in ein Dungeon oder in eine Lokation gesteckt hat. Oft muss man auf dem Weg zu einer Lokation 2 oder 3 mal Zufallsgegner bekämpfen, die nichts mit der Quest zu tun haben, und einen eigentlich nur aufhalten, die Questlokation und deren Kämpfe zu erreichen.

Ein weiterer negativer Punkt ist, daß die Macher auch hier erneut kein vernünftiges Balancing hinbekommen haben. Ich halte Level Scaling für eine Fehlentwicklung, und in DA2 zeigen sich genau wie in Oblivion die grossen Nachteile dieses Systems.
Spielt man auf normalem Schwierigkeitsgrad und skillt die Leute nicht optimal, dann kommt man ab und zu Probleme, wenn man 2-3 Stufen höher ist als wohl 'geplant'. Dann werden nicht nur die wichtigen Kämpfe zu einer Mikromanagement-Orgie.

Der Kampf hat aber auch noch ein sehr grosses, anders geartetes Problem. Viele behaupten der Kampf wäre so taktisch, dies ist er aber nur mit Einschränkungen, denn aufgrund der Tatsache, dass bei vielen Kämpfen, vorallem ab Akt 2 ständig die Gegner 'nachspawnen' wenn man die Hauptgegner nicht schnell genug wegholzt, verliert jede Planung 1min später ihre Gültigkeit.
Umgehen kann man diese Massenschlachten, die häufig in nerviges Laden und nochmal probieren hinauslaufen, indem man mit sich bei jeder Welle etwas zurückzieht, die Gegner folgen lässt und so aus dem 'Spawnpunkt' rauszieht. Hat man diese Gegner geschafft, geht man wieder hin, zieht die Gegner der neuen 'Respawnwelle' hinter sich her, bis die Wellen enden. Das ist natürlich nicht schön, aber das sind respawnende Gegnerwellen auch nicht. Dies ist eine Fehlentwicklung, die ich Bioware kaum genug um die Ohren schlagen möchte!
Im Prinzip laufen auch 90% der Kämpfe gleich ab. Lightningstorm, ein paar Kältekegel, den Rest machen die Klopper. Taktik? Ja wo laufen sie denn???

Obwohl es wieder 'Bosskämpfe' gibt, fallen diese kaum interessanter aus, als im vorigen Spiel. Während die normalen Kämpfe meist schnell und knackig ablaufen, sind mir die Boss-Schlachten ein Graus. Im Prinzip haben die Bosse einfach nur extrem viele Trefferpunkte und hohe Rüstungs-/Resistenzwerte, und der Spieler muss 20-30min Mikromanagement betreiben, den Flächenangriffen ausweichen, und zu passsender Gelegenheit Tränke einschmeissen. Es sind also lange und öde Durchhaltekämpfe, von Spannung, tollen Moves oder interessanten Entwicklungen keine Spur. Nur der Endkampf des Spiel ist ein wenig abwechslungsreicher gestaltet, kann aber auch nicht vollends überzeugen.

Im Gegensatz zu DA:O gibt es jetzt mehr Ausrüstung. Leider hat diese einen sehr unangenehmen Diablo-Beigeschmack, denn die Items könnten 1:1 aus einem H&S stammen. Jede Waffe hat x verschiedene Bonis, und keines ist so wirklich spannend oder interessant. Die Unterschiede sind auch teilweise so klein, daß man kaum einen Effekt im Spiel feststellt. Es gibt viel sinnlosen Plunder, den man nichtmal für vernünftiges Geld verkaufen kann. Hier wäre weniger aber markanter mehr gewesen.
Es lassen sich Tränke und Runen herstellen, wobei es dafür auch so gut wie keinen Bedarf gibt. Vielleicht in den höheren Schwierigkeitsstufen, aber auf Normal braucht man nur die 4 Grundtränke. Die Runen sind auch relativ schwach, so dass sie mehr ein Gimmick als eine wichtige Option im Spiel sind.

Das sich die Rüstungen der Companions nicht tauschen lassen, hat mich persönlich wenig gestört. Da die DA-Spiele itemmässig eh keine Vorzeigeprodukte sind, denn die Ausrüstung hier ist einfach nur ein notwendiges 'Übel', ist es ok, daß man nicht auch noch jeden Companion mit Schrott zupflastern muss. Die Items in DA2 haben zumindest bei mir keinen Sammeltrieb aktiviert, und irgendwann habe ich das Zeug liegengelassen.

Das Hauptproblem was DA2 hat, ist immernoch der übertriebene Kampfanteil der über 50% des 'Gameplays' ausmacht. Von den 46 Stunden, habe ich bestimmte 30 kloppend verbracht. Hier wäre weniger, mehr gewesen. Grade in der DA-Reihe wird Kampf zu stark als Spielzeitstreckung benutzt. Problem dabei ist: Whisky mit Wasser zu strecken gibt nicht mehr Whisky. Und ein RPG mit Kampf zu strecken gibt nicht mehr RPG.

Obwohl das ständige Recycling von Dungeons und anderen Lokationen bereits früh auf die Eile hindeutet, unter der das Spiel gestrickt werden musste, fällt es doch inhaltlich spätestens gegen Mitte des zweiten Chapters auf. Wie oben schon erwähnt, wird die Anzahl der Nebenquests geringer, je näher man dem Ende kommt, und auch deren Qualität schwankt recht stark.
Vorallem aber Akt 3 ist fast ausschliesslich von der Story bestimmt, und die Nebenquests sind fast alle eher langweilige Klopper-Quests, die dem Spiel an sich nichts hinzufügen. Die Akte werden zusätzlich auch immer kürzer. Wärend man die meiste Zeit in Akt 1 verbringt, ist der zweite Akt bereits merklich kürzer. Der dritte Akt ist bereits nach 5-6h durchgespielt.

Um kurz vor Ende des zweiten Aktes nicht völlig die Lust am Weiterspielen wegen Dauergekloppe zu verlieren, habe ich auf 'casual' weitergespielt, damit mich die unsinnigen Zufallskämpfe nicht länger als nötig aufhalten. Auch einige der schwachen Nebenquests in Akt 2 und 3 habe ich links liegen gelassen.

Alles in allem kann man sagen, dass ich DA2 für ein besseres Rollenspiel halte, als DA:O je war.
Speziell die Quests, ein flotteres Kampfsystem, eine interessantere Hauptgeschichte und die stärkere Beschäftigung mit der persönlichen und familiären Umgebung des Charakters macht es zu einem besseren Rollenspiel. Auch hat DA2 bessere NPCs und ein interessanteres Setting. Die Fokussierung auf eine kleinere Lokation, hat dem Spiel gut getan, wärend der interessantere Kodex und die vielen Nebengeschichten dem Setting mehr Leben einhauchen. Grade die Abkehr von einer epischen Story wirkt Wunder. Es wirkt alles persönlicher, der Held wichtiger, und durch die Reputation und die Erzählungen der Leute in der Stadt, plus die Dankesbriefe die man bekommt, hat man das Gefühl, etwas bewegt zu haben.

Das die Companions nun feste Wohnsitze haben, halte ich für keine schlechte Idee. Das Hinkommen geht schnell genug, und in einer Stadt sind Wohnsitze auch realistischer als am Lagerfeuer zu sitzen. Das sich das Spiel auf eine Stadt beschränkt stört nicht, denn dass hat viele Vorteile. Erstmal wird man vertraut mit der Gegend, die Stadt bekommt ihren eigenen Charme, was in DA:O wegen der Reise und den 0815-Orten nicht funktioniert hat. Da man in DA sowieso nicht erkunden kann, nutzt eine grössere Karte ja auch nicht wirklich was. Irgendwann fühlt man sich in Kirkwall zuhause und kann soetwas wie eine 'Verbindung' dazu herstellen. Dadurch fühlt man sich verpflichtet zu helfen.

Vielen wird sicher das komplette Entfernen der Skills übel aufstossen. Aber mal ganz ehrlich: diese Skills hatten in DA:O wenig Anwendungen, waren oft sinnlos, hielten einen bei zu geringer Höhe von Optionen und Wissen ab, und trugen im Endeffekt wenig zum Gameplay bei. Sogar der Überreden-Skill hatte so wenig Auswirkung, daß es nur konsequent ist, die Skills komplett zu streichen. Sicher wäre es schöner gewesen, wenn Bioware stattdessen an einem guten Skillsystem gearbeitet hätten, aber wie es scheint kriegen die Biowareler dies einfach nicht hin, seit dem man sich von einem richtigen Regelwerk als Unterbau getrennt hat. Ob ein schlechtes Skillsystem besser ist als ein fehlendes, darüber kann man unterschiedlicher Ansicht sein.

Trotz der Probleme, die die DA-Reihe also nach wie vor hat, ist aus RPG-Sicht DA2 klar ein besseres Rollenspiel als der erste Teil. Der Kampf hält nicht mehr so lange auf, die Quests und NPCs sind interessanter, und die Story mit grösserem Fokus auf den Helden selber, sorgt für mehr Identifizierung mit dem Char und bringt gleichzeitig mehr Spielspass als im ersten Teil. Auch das der Held nun redet macht das Spiel lebendiger.

Ein gutes Skillsystem, wirklicher Einfluss auf die Story, interessante Companions und ein vernünftiger Kampfanteil fehlen jedoch weiterhin, und so bleibt auch DA2 nur ein Schatten dessen, was heutzutage in einem RPG möglich wäre, bzw. was schon vor 11 Jahren in diesem Genre möglich war.

Hier die Pros und Kontras im Detail:

Positiv:

+ keine epische, aber eine persönlichere Story als in DA:O
+ schnellere Kämpfe
+ bessere Nebenquests als in DA:O
+ bessere emotionale Involvierung des Spielers
+ durch bessere Kodexeinträge, Erzählungen, Elfen und die Qunari beginnt die generische 0815-Fantasywelt langsam an Profil zu gewinnen.
+ in Chapter 1 akzeptabler Kampfanteil an der Spielzeit
+ Gute NPCs, oft sogar interessanter als einige der Companions.
+ Held kriegt endlich die Zähne auseinander.

Negativ:

- altbackene Grafik.
- respawnende Gegnerhorden.
- Ab Chapter 2 wird das Spiel zu kampflastig.
- bis auf wenige Ausnahmen wieder sehr schwache Companions.
- Level Scaling im Kampf immernoch nicht gut gelöst.
- Entscheidungen haben wenig bis keine Auswirkungen auf den Storyverlauf.
- Zu oft kann der Held in entscheidenden Momenten nicht eingreifen, was keinen Sinn ergibt.
- Zu wenig Feedback und Informationen was Resistenzen und Schwächen von Gegnern angeht. Im Kampf übersieht man es häufig. Hier wären Bücher oder Erzählungen von Jägern/Abenteuern usw. eine gute Lösung gewesen.
- Erneut lassen sich Kämpfe extrem selten durch Dialoge verhindern.
- Skillsystem wurde vollständig entfernt.
- ausser kloppen und reden so gut wie kein Gameplay.


Two Worlds II
Two Worlds II
Wird angeboten von pb ReCommerce GmbH
Preis: EUR 4,48

104 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Two Worlds 2 - Ein Ersteindruck, 17. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Two Worlds II (Computerspiel)
7 hours into the game..

Trotz des überall verlauteten schwachen Anfangs, fand ich den Beginn garnicht so übel. Die Flucht aus der Burg ist nett gemacht, und als kleines Tutorial nicht unbrauchbar. Unsere Ork-Diebin ist ein heisser Feger, leider kann man nicht hinter die Maske schauen. Unser "Held" ist hier, und auch nach der Flucht, sehr stark damit beschäftigt, mit der Dame zu flirten.
Auf der ersten Insel lernt man dann den Rest der Rettungs-Bande kennen. Alles Orks, und meist eher mürrisch. Nur der Schmied hat etwas mehr Zeit für einen, und natürlich die Prophetin, die aber etwas merkwürdig aufgestellt ist. Der sprichwörtliche Besenstiel..im Rücken..kommt einem da in den Sinn.

Nach einiger Erkundung auf der Insel und einigen erdolchten Groms später, hat man einen Bogen, ein paar Waffen und die erste Lederrüstung eingesammelt/bekommen. Auch Zaubern erlernt man hier, auch wenn die Zauber zu Beginn natürlich relativ schwach sind.

Das Zaubersystem mit den vielen Karten und Modifikationen gab es ja schon im ersten Two Worlds, und stellt eigendlich mit dem netten Crafting-System das Markenzeichen des Spiels dar.

So, jetzt bin ich im ersten Dorf und habe die Tutorial-Insel mittels Teleporter verlassen. Es fällt auf, dass einige Gespräche gescriptet sind. Geht man zu nahe an jemanden heran, der was beizutragen hat, wird automatisch der Dialog initiiert. Das ist zwar nützlich, zeigt aber, dass der Aufbau der Quests und Dialoge etwas merkwürdig gestaltet ist. Kommt man nicht an dieser Person vorbei, kann es sein, dass der zweite Sprecher der "Quest" von Dingen erzählt die wir garnicht wissen. z.B. das wir ja schon von Person 2 gehört hätten usw. Öh..nö..eigendlich nicht. Wer bist du nochmal?
Hier wäre es ganz klar sinnvoller gewesen, entweder diese zweite Person nichts bezüglich Quest sagen zu lassen, oder die bessere Alternative: Einen etwas anderen Dialog von sich zu geben, wenn der Trigger:"Spieler hat mit Person 51 gesprochen" noch nicht aktiviert wurde.

Ich laufe aber erstmal im Dorf Bayan rum, rede mit den Leuten, und schaue mir an was die Leute zu verkaufen haben. Man merkt, dass die Händler in sehr kurzen Abständen unterschiedliche Dinge haben. Speichert man ab, und läd neu, ist es gut möglich, dass das Sortiment gleich völlig anders aussieht.

Die Grafik ist gut, aber nicht wirklich weltbewegend. Sie erfüllt ihren Zweck, und ist an einigen Stellen nett anzuschauen. Leider gibt es eine Art permanenten Weichrechnungseffekt den man nicht in den Optionen deaktivieren kann. Dieser sorgt dafür, dass die Ränder von Bäumen und Gegenständen flimmern, und einen unscharfen Eindruck machen. Das ist nicht nur lästig, sondern verursacht aktiv Kopfschmerzen. Mit dem Befehl "Engine.HDR 0" in der Konsole, lässt sich das deaktivieren. Wie man das permanent deaktiviert, kann man im Link im ersten Kommentar der Rezension nachlesen, da ich hier keine Links integrieren darf.

Aber weiter im Text: Die ersten Quests führen mich raus in die Savanne, die auf der ersten Insel vorherrscht. Strausse, Geparden und Wildschweine leben in Harmonie miteinander. Öh..was? Ja richtig, Strausse stehen keine 2m weit von Geparden entfernt. Winnie the Pooh-Style eben. Geparden scheinen hier auch eher auf vegatarische Kost zu stehen. Spassig sind auch die Nashörner. In 90% der Fälle schicke ich ihnen Feuerblitze entgegen, und sie stehen rum und tun garnichts. Ein zweiter, sie fallen um wie nasse Säcke. Was habe ich das erste mal gelacht, als ich das sah. Bis das sechste Nashorn plötzlich in meine Richtung lief. Das Wildleben ist also immer für Überraschungen gut. Generell kann man sagen, dass die Savanne sehr leer wirkt. Ausser ein paar Kräutern und Grenzen im Sinne von Ozean gibt es nichts zu entdecken. Eine verlassene Hütte hier, ein Varn-Camp dort. Der Loot ist random, und meistens nicht der Rede wert.

Kommen wir zu den Mini-Spielchen und dem Crafting. Ich durfte Schlösser öffnen, Würfeln und ein Instrument spielen. Das Schlösser knacken ist eigendlich ganz nett gemacht. Der Dietrich bewegt sich und man klickt einfach an den passenden Momenten um eine Schlossebene tiefer zu kommen, bis man es geschafft hat. Das Würfeln hingegen fühlt sich im Vergleich zum Hexer eher "clunky" an. Man würfelt, aber die Würfel fallen als wären sie aus Pappe, und auch die Metallschale in der man würfeln wirkt nachträglich rangeklatscht.

Leider ist das Würfeln am Anfang die einzig unproblematische Möglichkeit ein wenig Geld abseits der Quests zu verdienen. Die Preise der Händler sind unglaublich überteuert, und man selber bekommt nur extrem wenig Geld für die Sachen die man gefunden hat.

Alternativ kann man auch ein Instrument spielen, wofür einem die Passanten dann Geld geben. Spielt man zusammen mit einem lokalen Spielmann, lassen die Leute für das Duo auch noch etwas mehr springen. Aber wer nicht fit in Guitar Hero ist, der kann das ausser mit der Trommel gleich stecken lassen. Mit einem Saiteninstrument ist das musizieren heftig schnell, das eher Frust als Lust aufkommt.

Am Inventar und an der etwas hakeligen Steuerung merkt man leider, dass TW2 eher für die Konsole entwickelt wurde. Die Symbole und Items sind übergross, und reduzieren so die Übersicht. Auch das Crafting findet hier statt. Wie bei Arcania geht das Craften in der Hosentasche von statten. Ausser entsprechenden Skills, benötigt man keine Werkzeuge oder -stätten.
Man kann Sachen aufwerten, indem man Rohmaterialen benutzt, die man wiederrum aus dem Zerlegen von anderen Gegenständen gewinnen kann.
Das Aufwerten hat recht starken Einfluss z.B. auf Schaden einer Waffe, hat aber merkwürdigerweise wenig Effekt auf den Verkaufspreis. Ein Schwert was mir 231 Auras gebracht hätte, hat nach 4-maligem Aufwerten fast 25% mehr Schaden gemacht, war aber nur 10 Auras mehr wert. Ein wenig merkwürdig.

Kommen wir zum Pferd. Ja man kann wieder Reiten in TW2. Zu Beginn ist man erstmal völlig perplex wie bescheiden die Steuerung ist. Viele Tester schrieben, es fühlt sich an, als würde man einen Panzer steuern. Wenn man mit den Pfeiltasten oder WASD spielt, dann stimmt das. Es gibt aber eine besser Möglichkeit. Wenn man W bzw. die "Oben"-Pfeiltaste gedrückt hält, und mit der Maus steuert funktioniert das wesentlich besser. Man gibt dem Pferdchen dann mit dem rechten Maustaste die Sporen, und muss auf die Geschwindigkeit schauen, die automatisch wieder abnimmt. Übertreibt man das, schmeisst einen der Gaul einfach ab.
Leider macht das Reiten trotzdem nicht sonderlich viel Spass. Dieses "organische" Reitgefühl was z.B. bei Mount&Blade aufkommt, fehlt hier völlig. Da das Teleportersystem sehr engmaschig ist, ist man zum Glück auf den Gaul nicht angewiesen und kann, abgesehen von ein paar Pferde-Rennen-Quests, auf das Reittier verzichten.

Die Dungeons in dem Spiel sind etwas merkwürdig aufgebaut. Verwirrend, oft wenig interessant, und Fallen, obwohl man sie selber kaufen und aufstellen kann, gibt es dort wohl nicht. Meistens ist in der Höhle ausser ein paar Gegnern dann auch nichts zu finden, ausser selten mal eine Kiste, wo ein rostiges Schwert, eine wertlose Beere und ein kleiner Heiltrank drin sind.

Die ersten 2-3 Stunden auf der Savannen-Insel sind eher qualvoll. Der Kampf ist wenig interessant, und im Nahkampf eine Totklick-Orgie. Mana und Trefferpunkte heilen, bei ein paaar Punkten auf die entsprechenden Fertigkeiten so schnell nach, dass man Heiltränke eigendlich nicht benötigt. Auch Zaubern ist wenig spannend, und die Effekte wenig bombastisch. Der Feuerblitz z.B. ist einfach nur eine kleine leuchtende Scheibe die mit Fussgängergeschwindigkeit auf die Gegner zufliegt. Das macht man dann 10 mal bis der Gegner umfällt.

Die meisten Gegner haben dann irgnedwelche Teile dabei, die man zu Tränken verarbeiten kann. Aber ehrlich gesagt: Tränke aus mutierter Pavianleber..bäh.

Kommen wir zu den Dialogen.
Diese sind eigendlich ganz nett gemacht, und von bekannten Sprechern aufgenommen. Die meisten müsste man aus Gothic oder anderen RPGs wiedererkennen. Von einem Dialogsystem kann man aber nicht sprechen. Meist hat man nur eine Möglichkeit zu antworten, und gegen Ende, z.B. wenns darum geht eine Quests anzunehmen beschränkt sich das auf ja/nein.

Die Quests sind meiner Ansicht nach das einzige an dem Spiel, was die Motivation antreibt, denn die Story um die gefangene Schwester entfaltet in den ersten 7 Stunden keinerlei Dynamik oder Dringlichkeit. Die Nebenaufgaben sind das, was eigendlich motiviert, denn zu erkunden gibt es ja auch nichts. Auch Items sammeln motiviert mich kaum, denn der Kampf ist relativ langweilig, bringt oft nur wenig interessanten Loot und taugt nur zum XP-Sammeln, um ein paar mehr Skillpunkte verteilen zu können, weil man gerne noch die fünfte Feuer-Karte auf den Blitz legen möchte.

Zu Beginn sind die Aufgaben eher wenig spannend, ziehen aber dann kurz vor Hatmandor ordentlich an, und motivieren dann schon eher.

Leider schlägt dann hier erneut das fragwürdige Quests-Triggersystem zu. Ich verabreiche der Tante eines linkischen Alchimisten einen Trank der sie heilen soll. Ich teleportiere mich in die Nähe der Stadt, und rede mit dem Herrn, der mir plötzlich was ganz anderes erzählt, nämlich das er verfolgt wird. Die Tante wird nur am Rand erwähnt, nämlich das sie tot ist. Äh..moment. WAS? Ich hab doch grade vor 20sec noch mit ihr gesprochen! Aber es ist wahr. Die Tante ist tot, ohne das ich das mitbekommen habe(Mein Typ weiss es aber!), und ohne das der Alchimist das hätte vor mir erfahren können. Nicht schlimm, aber merkwürdig.

Auch TW2 kommt nicht ohne Bugs aus. Zwischendurch bin ich mal unterwegs plötzlich gestorben und durch den Boden gefallen, und leider kann ich momentan nicht weiterspielen, weil mich der Script-Bug in den Quests daran hindert. Dieser Bug ist bekannt, und plagt derzeit eine ganze Reihe von Spielern. Sobald man einen gewisse Questfortschritt erreicht hat(können verschiedene Quests sein) kann man das nächste Gebiet nicht betreten, wo die Quest weitergeht. Das spiel stürzt dann einfach reproduzierbar ab. Neu laden nutzt nichts, auch nicht das Laden eines vorigen Savegames.

Das ist auch der Grund für den "Ersteindruck", denn ich muss auf den Patch warten, bevor es weitergeht.

Mein erster Eindruck ist dann auch eher durchwachsen. Die Gegend ist leer, und bietet keinerlei Entdeckerreize. Ein Wettersystem gibt es nicht. Tauchen um was an der Küste zu entdecken, geht ebenfalls nicht. Die Gegner-KI ist strunzdumm, und ein realistisches Wildlife gibt es auch nicht. Der Kampf macht wenig Spass, und ist nur Mittel zum Zweck um an Loot und XPs zu kommen. Es gibt zwar Tag und Nacht, aber man kann nicht warten oder sich zum schlafen hinlegen, sondern muss sich die ganze Nacht über irgendwie beschäftigen, denn Einkaufen z.B. ist nicht, weil alle ihre Läden geschlossen haben.

Das ganze Spiel hat so viele Features, die aber alle nicht richtig zusammenzupassen scheinen. Das Würfeln wirkt unbeholfen, das Reiten ist unausgereift und holprig, die Inventarsymbole viel zu gross, die Dialoge sind fest vorgegeben, die Instrumente sind unausgewogen schwer zu spielen und das Quest-Scriptsystem plagt einen mit den oben geschrieben Stilblüten. Ein grosser Flickenteppich voller Features, mit der heissen Nadel zu einem "Setting" zusammengeflickt, was bisher keinerlei Charme, Eigenständigkeit oder Konsistenz rüberbringen kann.
Das Einzige was mich persönlich motiviert, sind die zeitweise netten Quests und der Ausbau meiner Zauberfähigkeiten. Der Loot ist bisher uninteressant, und die Geldprobleme zwingen mich oft zum Würfeln, um mir wenigstens die eine oder andere Sache kaufen zu können. Musiziert habe ich 2 mal, und dann nie wieder, weil mir einfach der Spass an einem unausgewogenen Guitar Hero-Versuch fehlt.

Bisher ein "Ok"-Game was leider weniger ist, als die Summe seiner Teile. Denn dadurch das nichts richtig zusammenzupassen scheint, verliert es mächtig an Charme, und das es nichts zu entdecken gibt, ist für ein angebliches "Open-World-RPG" keine Auszeichnung.

Im Moment würde ich 2,49 Sterne geben, weil das Gebotene einfach zuwenig motiviert, und an allen Enden und Ecken nach "polish" schreit.
Sollte nach dem Patch die Sache noch besser werden, dürfte der Dritte Stern sicher drin sein. Wenn nicht, bleibt es dabei.

UPDATE:
Der Patch ist draussen, und ich habe einige Stunden weitergespielt. Bisher hat sich der eher durchwachsene Eindruck bestätigt. Technisch ist mir ein weiterer, nerviger Fehler aufgefallen. Ohne Mausrad lässt sich auf den Karten nicht rein/rauszoomen. Eine Neubelegung der Tasten nimmt er zwar an, funktioniert aber nicht. Grade in den Missionen von der Startinsel nach Hatmandor kurbelt man ewig mit der Maus, um auf den Teleporter klicken zu können. Nervig!
Was mir ebenfalls aufgefallen ist: Die Behälter und Kisten die man plündert enthalten random loot. Das wissen wir ja bereits, aber dieser Loot passt sich von der Qualität dem Spielerlevel an. Keine Verbindung mit dem Vorbesitzer oder dem Schwierigkeitsgrad der Quest. Für mich persönlich ein Atmo-Killer denn das heisst, die Welt wird noch eine Ecke unrealistischer, und was stört bei der Immersion am ehesten, wenn nicht Ungereimtheiten an jeder Ecke? Am Anfang ist es also schwer mal einen Item-Boost zu bekommen, wenn man ihn wirklich braucht, und später, wo man schon stark ist, ist der Nutzen von automatischen Power-Items eher fraglich.
Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass das Balancing im Spiel völlig in die Hose gegangen ist. Wenn man zur Magiergilde kommt, und die ersten 3 Quests annimmt, die an der Pinwand hängen, ist einer davon total leicht. Die 2 anderen hingegen drehen um 180 Grad und sind plötzlich bockschwer, zumindest als Magier. In diesen 2 Quests stürmen sofort starke Viecher auf einen ein, und man muss aktiv die strunzdumme KI ausnutzen, die dafür sorgt, dass die Gegner einfach stehenbleiben, an Kanten und Ecken hängenbleiben und dann einen Steh-Dauerlauf hinlegen usw. Das fiel mir zwar schon eher auf, wollte aber sicher gehen, dass es kein Ausrutscher war, sondern schlechtes Design und Balancing, was sich wohl durchs ganze Spiel zieht.

Ich habe die Pro/Kontra-Liste angepasst.

UPDATE2:
Wegen dem Link hat Amazon die Rezension gelöscht, obwohl sie sie vorher veröffentlicht haben. Mein Tipp: Nicht wegen Problemen bei denen melden. Ich wollte nur wissen, warum meine Updates nicht erscheinen, und die Antwort war, dass sie die Rezension löschen, weilse gemerkt habe, das ein Link drinsteckt, was vorher keinem aufgefallen ist. DAS ist Service. Also besser nicht fragen.
Ich poste den Link zur Lösung der Weichzeichnungs-Problematik in den Kommentaren.

Pros:

+ schöne Spielgrafik..
+ die auch nicht gross hardwarehungrig ist
+ weitereichendes Crafting-System
+ tolles Magie-System
+ engmaschiges Teleportersystem
+ nettes, nicht übersimplifiziertes Skillsystem
+ stimmungsvolle Musik
+ ordentliche, teilweise sogar gute Quests
+ viele nette Minigames...

Kontras:

- ...die aber teilweise sehr unausgereift wirken
- nerviger aber zum Glück deaktivierbarer Weichzeichnungseffekt
- schwache Gegner-KI
- unrealistisches "Wildlife"-Verhalten
- nichts zu entdecken
- kein Wettersystem
- kein Schlafen/Warten bei Nacht
- simples und wenig Spannendes Kampfsystem
- schwache Zauber-Effekte
- merkwürdiges Quest-Triggersystem
- Reiten wenig spassig und wegen Teleportersystem unnütz
- langweilige Dungeons
- Schwierigkeits-Balance ist völlig missraten
- übergrosses Inventar
- etwas holprige Steuerung des Charakters
- unausgewogene Kauf- / Verkaufspreis-Balance
- Zoomen in Karten ohne Mausrad nicht möglich, Tastenneubelegung wirkt nicht
- Random-Loot in Kisten und Behältern passt sich der Stufe des Spielers an, kein Zusammenhang mit dem Vorbesitzer
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 30, 2011 7:33 PM CET


Arcania: Gothic 4
Arcania: Gothic 4
Wird angeboten von RatziFatzi
Preis: EUR 14,39

21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Schmerz!, 16. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Arcania: Gothic 4 (Computerspiel)
Arcania ist ein unglaubliches Spiel!

Noch nie hat es ein Spiel geschafft, bei mir realen, physischen Schmerz auszulösen.
Das ist für mich wirklich eine Premiere.
Bisher kannte ich nur Spiele die einfach schlecht und langweilig waren. Man daddelt ein paar Stunden, dann sinkt der "Spass" unter das Niveau wo man lieber in die Küche geht und Abendessen macht, und startet es nie wieder.
Bei Arcania ist das anders.

Ich begann mit der Demo.
Oh, das ist aber hübsche Grafik. Hmm..bisschen ruckelig. Naja egal ist ja nur die Demo.
Ah, meine Angetraute. Was? Einen Kuss gibs nicht? Wie schade. Na obwohl.
Will ich mich von jemandem küssen lassen, der dem Ork, der da auf der Strasse sitzt, ähnlicher sieht, als ihrem Vater?
Aeh..ne..dann wohl lieber nicht.

Das Erste was auffällt sind die völlig unsynchronen Lippenbewegungen. DAS habe ich seit mindestens 8 Jahren nicht mehr in einem Spiel gesehen.
In übersetzten Filmen ja, aber in einem modernen Spiel? Mal auf englisch umschalten.
Hmm..immernoch asynchron. Naja, guckste eben weg beim Labern, damit dir nicht schwindelig wird.

Ich rede mit ein paar Leuten. Oh mein Gott. Was sind denn das für Dialoge?
Platt, blöde und völlig belanglos.
Ok, jetzt weiss ich wo ich bin: Auf Grenzdebil-Island.

Ich kloppe mich ein wenig mit Goblins, Wölfen und Käfern.
Naja, dass war auch schonmal spannender. Und warum brauchen die Gegner pro Schlag 5 Sekunden "Warmlaufzeit"?
Selbst auf schwer ist die KI nicht besser, die Treffer machen nur mehr Schaden.
Wie anspruchsvoll *hust*

Ich bin 45min in der Demo und bin am Ende von dem, was ich eigendlich zu ertragen bereit bin.
Das Gespräch mit der Hexe, die so stereotyp, übertrieben und nervig ist, dass ich das Gefühl habe, mir läuft Blut aus dem Ohr.
Ich rede mit meiner hässlichen und emotionslosen Angetrauten, die mich wie einen dummen Laufburschen auf belanglose Aufträge schickt.
Verstehe. Einmal verheiratet, bin ich nun der Depp vom Dienst.

Bei dem "Ich-bin-schwanger"-Gespräch, beisse ich mir vor Verzweifelung auf die Unterlippe.
So ein dämliches Gespräch habe ich seit der 1.Klasse nicht mehr gehört.
Ich kloppe mich noch gelangweilt durch ein paar sterile Höhlen, die von Untoten bevölkert sind.
Nebenher esse ich ein Brötchen. Eine Hand reicht völlig aus, und die ganze Aufmerksamkeit braucht man auch nicht.

Ich schüttle den Kopf und beende die Demo. Deinstall, runter vom Rechner.
Erstmal eine Aspirin einwerfen.

4 Tage später:
Ein Kumpel kommt vorbei, grinst fies und wirft mir die Packung Arcania auf den Tisch.
"Hier, guck dir DAS mal an!".
Ich rolle mit den Augen..na schön, na fein..wie soll ich sonst eine Rezension dazu schreiben?

Installiert (Was ewig dauert), Patch gezogen gegen Ruckler, und losgelegt.
Ein ziemlich mässiges Intro. Aha..2 grosse Feldherren sehen den Wahnsinn im König, machen aber trotdem mit dem Krieg weiter. Sehr clever.
Eine Höhle. Eine Traumsequenz in der ich völlig sinnlos ca. 50 Gegner kaputthauen soll.
Keine Lebenspunkteanzeige, nichts. Ich kann nicht sterben. Einfach 15min kloppen ohne Sinn.
Ja, das ist wirklich dramaturgisch ein toller Anfang! *facepalm*

Ich muss den gleichen Demo-Käse nochmal spielen. Danach spiele ich noch ein paar Stunden weiter, dass Knirschen meiner Zähne als Hintergrundgeräusch.

Am Ende kommt man zu folgenden Erkenntnissen:

- hübsche Grafik, die hardwarehungriger ist, als sie sein dürfte.
- ein langweiliges und völlig uninteressantes Skill-System. Ein paar Punkte auf verschiedenen Reglern verteilen. 3 Zaubersprüche.
- Crafting in der Hosentasche. Haste alle Zutaten, kannste im Regen, im Wald, in der Hostentasche Schwerter herstellen. Sogar im Kampf. Wartet mal Jungs, muss mir erstmal ein Schwert zurechtdengeln. Gleich kloppen wir weiter!
- Die Dialoge sind oft zum Weglaufen. Bescheuerte Einzeiler, auf die man meist nur mit noch blöderen Einzeilern antworten kann. Oft gibt es nur eine Antwortmöglichkeit. Wieso muss ich dann überhaupt noch draufdrücken??
- Der Held ist immer zu stark. Ob man nun besser wird oder Peng, man ist immer viel stärker als alle Anderen. Entwicklungsgefühl: 0. Magie ist btw. ziemlich schwach.
- Kampfsystem ist ok, aber die Gegner-Ki ist quasi nicht existent. Starke Schläge werden mit grünem Nebel um die Gegner angekündigt. Man hat aber 3sek zum ausweichen.
- Diebstahl ist egal. Man kann Leuten ohne Probleme, unter deren Augen die Bude ausräumen, und ihnen 1min später das Zeug verkaufen, was man ihnen grade gestohlen hat.
- NPCs angreifen ist nicht. Reagieren nicht, es passiert nichts. Einfach nur Polygonhaufen.
- Wenige und langweilige 0815-Quests. Töte dies, bringe mir 20 davon. Ach und die "Archievement"-Quests: Finde 30 Innosstatuen. Oh wie spannend! *schnarch*
- Angriff der Klonkrieger! Überall laufen Klone von Charaktermodellen rum. Die gleiche Fratze begegnet einem alle 2 Meter. Teilweise so gesetzt, dass du 2 Klone sehen kannst..gleichzeitig!
- Die Story ist ein Witz. Was Spellbound da zusammengebastelt hat, spottet jeder Beschreibung.
- Schmieden, lesen usw. sind nur Makulatur. Hat keinen Effekt. Über die Welt erfährt man auch nichts.
- Es gibt nichts zu entdecken. Leere Landschaften, mal mit ein paar Ruinen, über die man aber nichts erfährt, und in denen ab und zu gleich aussehende Kisten, mit random Loot stehen.
- Völlig lineares Spielerlebnis. Man kommt in eine Region die vorher "abgesperrt" war. Macht alle 5 Quests, Barriere zum nächsten geht auf, nächste Region. Zurückgehen ist nie nötig oder sinnvoll.
- Wasser ist tödlich. Unsichtbare Barrieren verhindern Zugang zu bestimmten Orten. Schwimmen, klettern usw. geht nicht.
- Kein Fraktionssystem, dadurch keine unterschiedlichen Handlungswege wie bei G1 und G2

Nach ca. 8h habe ich aufgehört. Ich konnte die Qualen nicht länger ertragen. Ein so schlechtes Spiel, voller verschwendeter Chancen, inhaltlicher Leere und niveauloser Dialoge habe ich seit Langem nicht mehr gespielt. Ignoriert man den Namen Gothic, bekommt man trotzdem nur ein langweiliges, austauschbares und völlig anspruchsloses Spiel, dem ich nur einen Pluspunkt abringen kann: Die Grafik ist hübsch.
Aber ob das für ein RPG reicht? Ich finde: Nein.

Ich kann nur jedem von diesem Machwerk abraten, was laut CEO von Jowood extra auf diesem Niveau gebastelt wurde, um die "Casual"-Gamer mit ödem Stoff zu versorgen, und so die Firma zu retten. Anspruchsvolle Spiele verkaufen sich eben nicht. Anstatt sich also auf den Hosenboden zu setzen, und für ihre Rettung auf ein gutes Gothic-Spiel zu bauen, wo sie mit mindestens 500k verkauften Einheiten von Gothic-Fans hätten rechnen können, bauen sie lieber einen solchen hirnlosen Murks zusammen, und hoffen das es bei den amerikanischen Spielern ankommt.

Bitte lieber Gamer: Zeigt diesen Leuten, dass ihr nicht so anspruchslos seid, wie diese Leute glauben, und macht einen grossen Bogen um dieses Spiel.
Fallt ihr nämlich auf diese Tour rein, dann kriegen wir in Zukunft noch mehr solchen Schrott.

Daher: Spielt bitte vorher die Demo!
Diese könnt ihr auf der Arcania-Seite, bei der Gamestar, bei 4Players und auf vielen anderen Seiten kostenlos runterladen.
Sollte sie euch nur mittelmässig unterhalten, seid gewarnt: Das spätere Spiel wird schlechter, nicht besser.
Gefällt es euch aber, könnt ihr mit Abstrichen zugreifen.
Es wird zwar wesentlich öder, aber vieleicht kann es euch trotzdem lange genug unterhalten, denn sehr lang ist das Spiel nicht.
Mein Kumpel war innerhalb von 16h durch.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2010 9:27 AM MEST


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