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Rezensionen verfasst von
Jörg R. "jorge_196"

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Crosley Cruiser Turntable Tragbarer Schallplattenspieler mit eingebauten Stereo-Lautsprechern im "Aktenkoffer"-Design mit EU Netzstecker - Pink
Crosley Cruiser Turntable Tragbarer Schallplattenspieler mit eingebauten Stereo-Lautsprechern im "Aktenkoffer"-Design mit EU Netzstecker - Pink
Preis: EUR 97,67

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin zufrieden, 5. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe diesen Schallplattenspieler zu Weihnachten bekommen und hatte aufgrund der ganzen schlechten Rezensionen die Befürchtung dass er auch nicht bei mir funktionieren würde. Dem war allerdings nicht so.
Er funktioniert Einwand frei! Da es mein aller erster Schallplattenspieler überhaupt ist kann ich keinen Vergleich ziehen bezüglich der Sound Qualität.. Ich kann bloß sagen dass ich zufrieden mit der Leistung bin!
Ebenfalls sehr gut hat mir die große des Plattenspielers gefallen da er nicht viel Platz benötigt - ich kann ihn nur weiter empfehlen und hoffe dass er mir lange gute Dienste leisten wird.


Monster Allergy - Die monstermäßige Gesamtausgabe 1: Episoden 1 - 4
Monster Allergy - Die monstermäßige Gesamtausgabe 1: Episoden 1 - 4
von Jano Rohleder
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUPER, 30. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war auf anhieb begeistert! Und freue mich schon auf den nächsten Band! Ich kann diesen Comic nur empfehlen - für Groß und Klein!


Vom Ende einer Geschichte: Roman
Vom Ende einer Geschichte: Roman
von Julian Barnes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erinnerung und Wahrheit, 11. Mai 2012
Tony Webster, Anfang Sechzig, geschieden, pensioniert, Großvater, erhält eines Tages ein Schreiben von einer Anwältin, in dem ihm mitgeteilt wird, er sei der Erbe von 500 Pfund und zwei 'Dokumenten', die ihm eine Frau, die er vor 40 Jahren flüchtig kennengelernt hatte, vermacht habe. Dies ist für ihn Anlass, sich zu erinnern und Kontakt zu einer ehemaligen Freundin, der Tochter der Erblasserin, aufzunehmen. Dabei stellt er bald fest, dass Erinnerung und Wahrheit oft nicht deckungsgleich sind.

Im ersten Teil beschreibt Tony, der Ich-Erzähler, die Geschichte so wie sie sich in seiner Erinnerung zugetragen hat. Er berichtet von sich und seinen beiden Schulfreunden Alex und Colin zu denen später Adrian hinzustößt, der sich als der ernsthafteste, gebildetste und vielleicht intelligenteste des Quartetts entpuppt. Als ein Mitschüler Selbstmord begeht, zitiert er aus Camus' "Der Mythos des Sisyphos" (an den ich mich später im Roman nochmal erinnert fühlte ') und im Unterricht entwickelt er sich zum intellektuellen Sparringspartner des Geschichtslehrers.

Nach der Schule schlägt jeder der Freunde einen anderen Weg ein, die Verbindungen lockern sich und Tony hat seine erste ernsthafte Beziehung zu der selbstbewussten jedoch auch etwas herablassenden, bestimmenden und seltsam unnahbaren Veronica. Schlüsselerlebnis wird für ihn dabei ein peinliches Wochenende in Veronicas Elternhaus. Die Beziehung scheitert später in einer bitteren Szene. In seinem letzten Studienjahr erhält Tony einen Brief von Adrian, in dem dieser ihm mitteilt, dass er nun mit Veronica zusammen sei und erbittet Tonys Einverständnis dafür. Tony schreibt - laut seiner subjektiven Erinnerung - zurück, dass ihn dies nichts mehr angehe und wünscht ihnen viel Glück. Dieser erste Teil der Geschichte endet mit dem Selbstmord Adrians (der in seinem Abschiedsbrief philosophische Gründe für seinen Freitod anführt) nur wenige Monate später.

Im zweiten Teil des Romans versucht Tony den Grund für das überraschende Erbe zu ergründen und dabei die 40 Jahre zurückliegenden Ereignisse aufzuarbeiten. Wofür die 500 Pfund? Bei den beiden Dokumenten handelt es sich um einen Brief, den er damals an Adrian und Veronica geschickt hatte und um das Tagebuch seines alten Freundes, beides nun in Veronicas Besitz. Bald entdeckt er, das seine Erinnerung sich nicht wirklich mit den Tatsachen deckt und das er sich seine eigene Rolle in der Geschichte im Laufe der Jahre schöngefärbt hat. Von Adrians Tagebuch erhält er nur die Kopie einer Seite auf der Adrian in einer stark an Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus" gemahnenden Art und Weise versucht, die Natur zwischenmenschlicher Beziehungen zu erörtern (wobei ich umgehend dachte, wie intelligent kann jemand sein, der versucht menschliche Beziehungen anhand logisch-mathematischer Formeln zu ergründen?). Tony versteht nichts und nimmt wieder Kontakt zu Veronica auf. Was dann folgt ist beinahe so spannend wie ein Kriminalroman und im Laufe der Geschichte sagt die verbitterte Veronica mehr als einmal zu ihm "Du kapierst nichts. Hast du nie und wirst du auch nie."

Tatsächlich liegt Tony mit seinen Mutmaßungen erstaunlich oft daneben, so dass ich, als er sich am Schluss dann sicher ist, das Rätsel gelöst zu haben, zunächst skeptisch war und mir Adrians Tagebuchseite nochmal angeschaut habe, auch weil die Auflösung so abrupt kam und so einfach erschien.

Insgesamt ein ebenso tiefgründiger wie unterhaltsamer, ja spannender Roman.


Singlespeed: Die Welt der Fixies und Eingangräder
Singlespeed: Die Welt der Fixies und Eingangräder
von Matteo Cossu
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Themen-Einsteiger perfekt ..., 29. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... für alle anderen immer noch sehr lesenswert. Wunderbares Buch über die puristischste Form des Fahrradfahrens. Gelungenes Layout, schöne Bilder und Grafiken. Gerade der Selbst(auf)bau macht für viele Fixie- und Singlespeedfahrer einen Großteil des Reizes aus, deshalb empfinde ich die Tatsache, dass das Buch hier seinen Schwerpunkt legt, nicht als Nachteil sondern sehe dies als großen Pluspunkt. Tatsächlich sind viele der Tipps ausgesprochen nützlich, wie ich ich mittlerweile aus eigener Erfahrung weiß. Zwar erschien das Buch für mich zu spät auf dem Markt, doch für denjenigen der den Auf- oder Umbau eines eigenen Rades plant, kann es durchaus eine Hilfe sein. Wenn man allerdings ein Bilderbuch mit interessanten Geschichten und amüsanten Anekdoten zum "Lifestyle" sucht, wird man woanders glücklicher. Zum Beispiel bei dem Band von Andrew Edwards und Max Leonard.


I'm With You
I'm With You
Preis: EUR 9,54

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Generation Peppers, 3. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I'm With You (Audio CD)
Als ich mir in der Woche nach ihrem erinnerungswürdigen Rockpalast-Auftritt, 1985 an der Loreley, 'Freaky Styley' kaufte, fragte mich der Verkäufer an der Kasse beim Anblick des Covers, "was für eine Musik die denn machen würden". Diese Frage stellt einem heute wahrscheinlich kaum noch jemand. Auch wenn der Stil der Band sich seit jener Zeit sukzessive geändert hat, fällt es mir doch immer noch nicht wirklich leicht, ihre Musik in wenigen Worten zu beschreiben. Wenn es denn eine Kategorie sein soll, dann habe sie die selbst geschaffen. Aber über Schubladen und Karteireiter sollen andere sich Gedanken machen ...

Vollkommen neu ist auch an dieser CD nichts. Fleas Bass ist vielleicht wieder etwas präsenter als noch zuletzt auf "Stadium Arcadium". Man meint vielleicht, den fehlenden Einfluss John Frusciantes zu spüren, seine Tendenz zu ungewöhnlichen Effekten und Klangflächen, doch das kann auch pure Einbildung sein. Josh Klingenhoffer macht seinen Job gut, doch er fügt sich auch so harmonisch in das Bandgefüge ein, dass den meisten Hörern wahrscheinlich nicht auffällt, dass hier ein neuer Gitarrist am Werk ist. Ich hatte auch sofort ein, zwei Favoriten ("Factory Of Faith", "Brendan's Death Song") und ein, zwei Tracks die mir weniger gefallen ("The Adventures Of Rain Dance Maggie", "Dance, Dance, Dance"), aber das kann sich schon nächste Woche wieder ändern, weil ich die CD bis dahin schon ein Dutzend mal mehr gehört habe.

Die Chili Peppers haben ein Kunststück vollbracht, dass nur ganz wenigen Bands gelingt: Sie haben sich ständig weiterentwickelt und sind sich trotzdem treu geblieben. Und so ganz nebenher haben sie den Soundtrack einer ganzen Generation entscheidend mitgeprägt.


Black Hole
Black Hole
von Charles Burns
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarz!, 13. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Hole (Taschenbuch)
Erwachsenwerden, erste Liebe/erster Sex, Drogen, Mystery, Horror, Science Fiction, AIDS-Metapher - das sind im Groben die Elemente aus denen sich diese Geschichte zusammensetzt. Eine Handvoll Teenager in einer amerikanischen Kleinstadt in den Siebzigern sind dabei die "Helden". Sie machen erste Erfahrungen auf mehreren Gebieten (wie man das als Jugendlicher halt so macht...) und am Ende finden sie Liebe, Einsamkeit oder den Tod und zwei von ihnen werden sogar zu Mördern. Mehr sollte man nicht verraten ...

Was ich aber außer der Geschichte noch faszinierend finde, ist die graphische Umsetzung. Harte, äußerst präzise Pinselzeichnungen und -schraffierungen in Schwarz/Weiß (mit der Betonung auf Schwarz) illustrieren die düstere Geschichte vollkommen ebenbürtig.

Übrigens: Wenn jemand der Name des Autors und Zeichners irgendwie bekannt vorkommt, mag das daran liegen, dass Charles Burns ein alter Schulfreund von Matt Groening ist. Und dieser hat ja bekanntlich die Neigung, seine Figuren nach realen Person aus seinem Leben zu benennen ...


Tutu Revisited-Live (Feat. Christian Scott)
Tutu Revisited-Live (Feat. Christian Scott)
Preis: EUR 23,20

37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit neuem Leben erfüllt, 22. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tutu war eigentlich immer schon ebenso ein Album von Marcus Miller wie von Miles Davis. Miller schrieb die meisten Stücke, spielte etliche Instrmente und war Co-Producer. Nicht nur legitim sondern auch konsequent und logisch, wenn er mit seiner Band das Album in leicht aktualisierter Form auf die Bühne bringt.

Beim Erscheinen des ursprünglichen Albums hatte ich so meine Probleme damit. Mir war es irgendwie zu steril, elektronisch überfrachtet mit dem Einsatz von Synthesizern, Sequencern und Drum Machines und jeder Menge Overdubs. Im Laufe der Jahre gefiel es mir dann immer besser, ein gutes Zeichen. Möglicherweise habe ich auch einfach dazugelernt, wurde toleranter, offener.

Das was Marcus Miller und seine Band bei diesem Konzert von 2009 in Lyon daraus gemacht ist auf jeden Fall schlichtweg der Hammer. Miller zieht förmlich alle Register. Fingerstyle, Slapping, Flageoletttöne, Akkorde, Arpeggios, beinahe Kontrabass-ähnliche Walking Bass-Linien. Mal lässt er seinen Bass wie eine Gitarre klingen (inkl. Distortion), mal nutzt er ihn als Percussion-Instrument. Er entlockt seinem Fender Signature-Jazz-Bass mit Hilfe seines Pedalboards Dub-Sounds, greift für weiche, singende Klänge zwischendurch mal zum Fretless-Bass und spielt hin und wieder die Bassklarinette (von der ich bislang überhaupt nicht wusste, was für ein gewaltiges Instrument das ist). Seinen Mitmusikern, die ihm in punkto Virtuosität und Spielfreude nicht nachstehen, lässt er dabei genügend Freiraum, jeder bekommt die Möglichkeit sich bei einem ausgedehnten Solo auszutoben. Vor allem dem damals erst 21-jährigen Alex Han an Alt- und Sopransaxophon und dem Trompeter Christian Scott wird Raum zur Entfaltung gegeben. Trotzdem ist dies keine Ansammlung von egozentrischen Selbstdarstellern sondern eine homogene Band, die Miller auf nonchalante, leichtfüßige, 'spielerische' und uneitle Art leitet. Man spürt förmlich, wie viel Spaß die Band bei diesem Auftritt hat. Für diese Leute ist Musik nicht Arbeit, sondern ebenso essentiell wie Atmen, Essen und Trinken.

Gespielt wurden das gesamte Tutu-Album, dazu noch jeweils ein Stück von "The Man With The Horn", "Amandla", "You're Under Arrest" (die Michel-Jackson-Nummer 'Human Nature') und der Miles Davis-Klassiker "So What" (von "Kind Of Blue"). Die Ton-Qualität der zusammen mehr als 130 Minuten CD-Spielzeit ist für eine Live-Aufnahme mehr als ordentlich. Die DVD bietet die Gelegenheit das Konzert auch optisch nochmal zu genießen und enthält zudem eine Dokumentation in der Miller über sein Verhältnis zu und seine Arbeit mit Miles Davis erzählt. Das Einzige, was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein etwas weniger formeller Ort und ein dementsprechend etwas ausgelasseneres Publikum gewesen. Doch das hätte die Ton-Qualität sicherlich negativ beeinflusst. Man kann halt nicht alles haben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 13, 2013 3:30 PM MEST


Die Geschichte der Liebe
Die Geschichte der Liebe
von Nicole Krauss
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und weise, 29. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Liebe (Gebundene Ausgabe)
Was für ein wunderbares Buch! Die Geschichte von Leo Gursky und seiner Liebe zu Alma ist eine der berührendsten und schönsten Geschichten, die ich je gelesen habe. Der kunstvolle Aufbau, die Mischung aus Melancholie und leisem Humor in der Sprache der beiden Ich-Erzähler und die poetisch-phantasievolle Sprache in den Auszügen aus dem Buch-im Buch sind schlicht wunderschön und ergreifend ohne die geringste Spur von Schmalz und Kitsch. Das Ende ist ... ... unbeschreiblich. Wie die fünfzehnjährige Alma (nicht Leos Liebe ...) und der achtzigjährige Leo sich im New York von heute finden, sich fast ohne Worte verstehen und Leo schließlich stirbt, das muss man selbst lesen.

Nicole Krauss war erst 31 Jahre alt, als dieses Buch veröffentlicht wurde. Ich kann kaum glauben, das ein solch weises, beinahe vollkommenes Buch von einer solch jungen Autorin stammt. Was mag da noch kommen?

Leider kann man nur maximal 5 Sterne vergeben ...


Alles ist erleuchtet: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Alles ist erleuchtet: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
von Jonathan Safran Foer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine traurige Geschichte, ..., 29. April 2011
... humorvoll erzählt.

Der Anfang ließ mich etwas zweifeln, ob mir dieses Buch wirklich gefallen könnte und ob ich bis zum Ende durchhalten würde. Am Anfang erzählt nämlich Alex. Alex ist Ukrainer, hat seine Englischkenntnisse aus einem Wörterbuch, seine Vorstellungen von der Welt außerhalb der Ukraine größtenteils aus dem Fernsehen und scheint sehr von sich überzeugt. Das ist machmal lustig, manchmal aber auch anstrengend und zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Glücklicherweise (für mich) habe ich aber durchgehalten und später dann nur noch einmal geärgert, weil ich zu müde war, um weiterzulesen. Alex erzählt von der Reise, die er, sein Großvater, dessen Hündin Sammy Davis jr.jr. und der Amerikaner Jonathan machen, um die Vergangenheit von Jonathans Großvater zu ergründen. Doch Alex' Sicht ist nur eine der Erzählebenen. Die zweite Ebene beschreibt die Geschichte des Schtetls Trachimbrod, phantasievoll, manchmal komisch und skurril, später aber mehr und mehr entsetzlich, grausam und traurig. Und dann gibt es da noch die kritischen Briefe, die Alex an Jonathan schreibt, nachdem dieser in die USA zurückgekehrt ist und an seinem Buch arbeitet - der Geschichte von Trachimbrod.

'Alles ist erleuchtet' ist die Geschichte zweier Reisen. Einer durch die Zeit, von der Entstehung des Schtetls Brod bis zu seiner Vernichtung und darüber hinaus in das heutige Nichts. Und eine Reise durch den Raum, von den USA bis in die tiefste Ukraine. Beide enden an einem Ort, dem Ort wo einst Trachimbrod stand und das nun nur noch ein leeres Feld ohne menschliche Spuren ist. Meiner Meinung nach ist Jonathan Safran Foer damit ein unglaubliches Debüt gelungen, phantasievoll, kunstvoll, traurig und komisch zugleich. Wie sagt Alex ziemlich zu Beginn:''...humorvoll ist die einzige wahrheitliche Art, eine traurige Geschichte zu erzählen ...''


Unsichtbar
Unsichtbar
von Paul Auster
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gekonntes Vexierbild, 10. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Unsichtbar (Gebundene Ausgabe)
Paul Auster ist ein wunderbarer Erzähler. Und mit 'Unsichtbar' ist ihm ein brillanter Roman gelungen. Bisher habe ich seine Bücher immer mit Genuss gelesen, doch immer wieder lässt er mich am Ende des Buches mit mehr Fragen zurück, als mir nach den ersten paar Seiten in den Sinn kamen. Er gibt Rätsel auf und die Wirkung des Romanes dauert (bei mir) noch an, nachdem man die letzte Seite gelesen und das Buch wieder ins Regal gestellt hat. Besseres kann man doch über ein Buch kaum sagen, oder?

In 'Unsichtbar' erzählt Auster primär vom Jahr 1967 und dem zu Beginn der Geschichte 20-jährigen Adam Walker. Walker macht in diesem Jahr einige Bekanntschaften und Erfahrungen, die sein Leben nachhaltig ändern werden. Er lernt einen zwielichtigen, beinahe dämonischen Politologie-Professor und dessen rätselhafte Freundin (mit der eine kurze Affäre haben wird) kennen. Er wird Zeuge eines Mordes, hat eine kurze inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester, verbringt einige Wochen in Paris, fädelt ein Vergeltungs-Komplott ein, scheitert und wird in Frankreich des Landes verwiesen.

Auster spielt virtuos mit dem Stilmittel des 'unzuverlässigen Erzählers', sät Zweifel am Wahrheitsgehalt von Walkers Erzählung, gibt Rätsel auf, spielt mit rhetorischen Figuren, Zitaten, Verweisen und Anspielungen, baut (wiedermal) ein Buch im Buch ein, springt in der Zeit, lässt Identitäten ändern, wechselt mehrfach die grammatische Person und die Erzählperspektive und macht ganz zum Schluss seinen Protagonisten gar zur Nebenfigur und überlässt das Erzählen (wieder in der 1. Person) einer bisherigen Statistin.

Trotz allem ist das Buch leicht und flüssig zu lesen, ist spannend, geistreich und unterhaltsam. Und möglicherweise will Auster ja auch nur das: anspruchsvoll unterhalten.


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