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Top-Rezensenten Rang: 1.091.038
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Rezensionen verfasst von
Christopher Krueger
(REAL NAME)   

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Noir (Limitierte Deluxe Edition im Digipak)
Noir (Limitierte Deluxe Edition im Digipak)
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 13,88

60 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Lauwarm ist scheiße!" - Dann bitte, bitte in Zukunft wieder mehr heiß und kalt!, 7. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich tu mich wirklich schwer diese Rezension zu verfassen.

Denn ich liebe diese Band. Ich gönne ihr alles und jeden Erfolg.

Auch sehe ich mich nicht als einen der Ewiggestrigen, die nur den alten Zeit nachweinen und keine Weiterentwicklung akzeptieren wollen. Für mich waren Vanitas und Santa Muerte der bisherige Höhepunkt, nur getoppt durch die live Auftritte und deren Aufnahme in Form der Santa Muerte Live Tapes. - So haben Vanitas und Santa Muerte von vorne bis hinten meinen Nerv und mein Lebensgefühl getroffen. Jeder Song und jede Zeile Text.

Noir hat sicher seine Stärken, die an die alten Alben anknöpfen, aber zum ersten Mal auch eine Menge Durchhänger. Mich stören gar nicht Begriffe und Schubladen der anderen Rezensionen wie fehlende Härte, zu viele Balladen oder zu viel Pop. Was mir fehlt ist die Frische, Energie und Lebensfreude der alten Alben. Das verspielte Ska-/Oi-Flair. Das Lächeln auf Sammys Gesicht herauszuhören.

Das hier ist mir eine Spur zu glatt. Die Songs sind gar nicht unbedingt schlecht. Im direkten Vergleich mit Santa Muerte ist aber beispielsweise Sammys Stimme ein gutes Stück weiter im Hintergrund. Mehr Soundbrei, weniger Ecken und Kannten. Dadurch driftet es für mich häufig in die Belanglosigkeit ab und ich finde mich dabei wieder Songs zu skippen.. von den Broilers.. am Releasetag!

Sammy, du hast in einem der Trailer selbst gesagt "lauwarm ist scheiße" - Dann bitte, bitte in Zukunft wieder mehr heiß und kalt!

Wo sind die Einflüsse der alten Idole hin, die auf Konzerten und den letzten Alben noch direkte Hommagen bekommen haben? Symarip, Screeching Weasel und Slime... The Clash, Judge Dread, Laurel Aitken und Desmond Dekker höre ich hier leider nicht mehr raus.

Ich habe keine Angst, dass die Konzerte der Hammer werden und freue mich sehnsüchtig auf Dortmund und Düsseldorf. Ich werde auch dem Album sicher noch ein paar Chancen geben. Aber ich glaube nicht, dass es auch nur eine kleine Chance hat, Santa Muerte und Vanitas aus meinen Playlists zu verdrängen.

Nichts gegen die Hosen, ganz im Gegenteil. Aber wenn ich die hören will, mach ich nicht die Broilers an.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2014 8:22 PM CET


Offenbarung 23 - Folge 30: Lazarus. Hörspiel.
Offenbarung 23 - Folge 30: Lazarus. Hörspiel.
von Devon Richter
  Audio CD

55 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Extrem enttäuschend..., 15. April 2009
Ich habe es ja befürchtet seit fest stand, dass Jan Gaspard von Lübbe abserviert worden war: Die Serie ist tot.

Was einem hier geboten wird, ist hanebüchener Unsinn. Es gibt keinen roten Faden, keine wirkliche Rahmenhandlung, keine halbwegs realistischen Verschwörungstheorien, sondern nur hirnlose Schnippsel, die zwanghaft auf surreal, pseudo-witzig getrimmt wurden - nur ist es eben einfach nicht lustig.

Es gibt natürlich positive Elemente wie die gewohnt überragenden Sprecher, die gute Produktion und einige nette Anspielungen (Clockwork Orange, Anruf von "Pia"s Vater), aber das tröstet leider nicht darüber hinweg, dass LPL es geschafft hat, die Serie inhaltlich zu töten und auf ein Niveau zu ziehen, das einem Grundschulkind nicht gerecht wird.

Unglaubwürdiges, oberfläches Bashen auf Computer(spiel)sucht, ohne jegliche Form fundierter Argumente (aber dann Gamedesigner von Beruf, ja ne ist klar, soll wohl witzig sein), eine total unsympathische, neunmalkluge Psychologin (und das mit der großartigen Marie Bierstedt :( so viel verschenktes Potential), ein absolut unrealistisch agierender megageheimer Geheimdienst, der zur Tarnung eine Dönerbude betreibt, "Open Portal" als neues, konspiratives Betriebssystem mit 90% Marktanteil in einem Jahr, "3B" als Abkürzung der WG.. Ne.... Das ist der Humor von Jack Slaughter, der dort noch halbwegs lustig ist, derartig auf die Spitze getrieben, dass einem jede Lust vergeht.

Mit Offenbarung 23 hat es absolut gar nichts mehr zu tun und an das Niveau der alten Folgen, die ja durchaus mal Schwachsinn beinhalteten, aber der basierte immer auf Recherchen und einigen Fakten, kommt es nicht ansatzweise heran. Die hatten nämlich immerhin einen Spannungsbogen und eine inhaltliche Rahmenhandlung, die nicht vollkommener, absoluter Schwachsinn ist.

Die neue Offenbarung 23 ist eine Soap. Eine andere Bezeichnung fällt mir für eine Geschichte, die nur aus einer losen Aneinanderreihung von Schnippseln besteht, keinen Spannungsbogen hat und auch inhaltlich weitgehend zusammenhangslos mit surrealen, erdachten Geschichten/Verschwörungen hantiert, nicht ein. Nur werden die Soaps, die man so kennt, von Autoren geschrieben, die ihr Handwerk verstehen und den Zuschauer/Hörer zumindest dazu bewegen neugierig zu sein, wie die Charaktere und die Beziehungen untereinander sich entwickeln oder wie man alltägliche Probleme löst. Das funktioniert aber nun einmal nicht mit unglaubwürdigen Geschichten und Charakteren. Soaps leben dadurch, dass man sich mit den Darstellern und ihren Sorgen identifizieren kann. Dies ist hier definitiv nicht gegeben. Oder wolltet ihr immer schon in den "Kitkat"-Club und als Ex-Onlinespiel-Suchti, der deshalb keine Konsole haben darf, Gamedesigner werden? Ich nicht.

Anfangs war ich nur enttäuscht, mittlerweile bin ich wirklich sauer, wie man eine so großartige Hörspielserie durch eine derartig dilettantische Geschichte ruinieren kann.

Sehr traurig und damit leider das Ende von Offenbarung 23.


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