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Beiträge von Philipp
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Rezensionen verfasst von
Philipp (Baden-Württemberg)

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Entweder - Oder: Teil I und II
Entweder - Oder: Teil I und II
von Hermann Diem
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

66 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kierkegaards erster Geniestreich in sparsamer Neuausgabe, 5. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Entweder - Oder: Teil I und II (Taschenbuch)
Kierkegaards erstes Hauptwerk von 1843 ist einer der Höhepunkte seiner kurzen, aber intensiven Schaffensphase. Auslöser war in vieler Hinsicht die Trennung Kierkegaards von seiner Verlobten Regine, an die sich viele Anspielungen des Werkes richten.
Verteilt auf zwei Bücher beschreibt er in "Entweder / Oder" zwei verschiedene Lebensstile. Im ersten Buch, dessen Verfasser "A" genannt wird, wird die Position des "Ästhetikers" untersucht. Unter anderem sind hier Kierkegaards kongeniale Interpretation von Mozarts "Don Juan" sowie das berühmt gewordene "Tagebuch des Verführers". Das zweite Buch, von "B" (dem Studienassessor Wilhelm) „geschrieben“, ist dem "Ethischen" gewidmet und besteht aus zwei langen Aufsätzen sowie einer Schlusspredigt. In seinem Werk „Furcht und Zittern“ widmete sich Kierkegaard ausführlich der dritten, „religiösen“, Lebenssphäre. Wer Kierkegaards provokanten, lebendigen Schreibstil kennt, weiß um die Einmaligkeit von „Entweder / Oder“, das stellenweise sehr komplex und sicherlich nicht zu lesen ist. Ich halte es für einen ersten Meilenstein dieses genialen Theologen und Philosophen.
Es würde dem Autor nicht gerecht werden, versuchte ich an dieser Stelle die genauen Charakteristika der beiden dialektischen Positionen zu summieren. Vielmehr scheint es mir sinnvoll, die neue Ausgabe zu Kierkegaards 150. Todestag zu kommentieren. Meine erste Ausgabe von „Entweder / Oder“ stammt von 1957 und ist im Diederichs Verlag erschienen. Zwei edle gebundene Bände mit ausführlichem Kommentarteil und geschichtlicher Einleitung. Das Problem dieser neuen Ausgabe ist meiner Meinung nach, dass zwei eigentliche separate Bücher in eine unhandliche Taschenbuchausgabe gepresst wurden. Das unübersichtliche Seitenlayout sorgt nicht für textliche Orientierung und der Kommentarteil ist zwar fundiert, aber für eine moderne Ausgabe meiner Meinung nach zu knapp ausgefallen.
Diese neue Ausgabe ist daher nicht mehr als eine Arbeitsausgabe und kann in Punkto Ästhetik und Verarbeitung nicht mit älteren Ausgaben mithalten. Sammler sollten bevorzugt auf die Ausgaben von Diederichs ausweichen. Andere Hauptwerke wie „Der Begriff Angst“ gibt es in einer hervorragend kommentierten Ausgabe vom Felix Meiner Verlag.


Lektürehilfen Friedrich Schiller 'Wallenstein'
Lektürehilfen Friedrich Schiller 'Wallenstein'
von Friedrich von Schiller
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Angesichts des Stoffumfangs zu knapp geraten, 30. Dezember 2005
Wallenstein als umfassende Weltschau und episch-dramatisches Welttheater ist neben dem Faust das wohl größte Drama der deutschen Literatur. Jahrelang arbeitete Schiller an dem Stoff, dessen historische Umgebung er selbst wissenschaftlich erforscht hatte in seiner „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“.
Das Problem dieser Lektürehilfe ist wie Udo Müller richtig bemerkt, den höchst umfassenden Stoff in seiner Komplexität auf knappen 115 Seiten zu rekapitulieren. Darum ist diese Interpretation gekennzeichnet von zahlreichen Kompromissen bezüglich Ausführlichkeit und Länge. Wallensteins Charakterisierung beträgt gerade einmal vier Seiten, genauso wenig ist für die Sprachanalyse vorhanden. In seiner Gesamtheit wirkt diese Lektürehilfe, was man dem Autor nicht vorwerfen kann, wie eine ausführliche Inhaltsangabe, weil der quantitative Umfang schlichtweg viel zu gering ist. Trotzdem vertieft die Lektüre dieses Buches das Verständnis des Dramas und sei daher als vertiefende Beschäftigung empfohlen.
Wer sich noch intensiver mit der Deutung und Interpretation des Dramas beschäftigen möchte, dem seien die „Oldenbourg“-Interpretation von Thomas Edelmann und die kommentierte Ausgabe des Deutschen-Klassiker-Verlags empfohlen.


Kursthemen Deutsch: Lyrik: Heimatverlust und Exil: Schülerbuch
Kursthemen Deutsch: Lyrik: Heimatverlust und Exil: Schülerbuch
von Dr. Dietrich Erlach
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,75

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Sammlung mit editorischen Defiziten, 25. Dezember 2005
Die Schwächen dieses Buches sind folgende:
1. Es fehlt ein einführendes Vorwort, das die Problematik und das Themengebiet umreißt.
2. Zu den meisten Autoren sind keine Biografien vorhanden und falls doch, sind sie sehr kurz oder (wie bei Heine) unsachlich formuliert. 3. Die Gliederung ist nicht übersichtlich, beispielsweise taucht das berühmte Heine-Gedicht „Nachtgedanken“ erst im Projektteil auf und nicht im Kapitel mit den Heine-Gedichten. 4. Impulse für die Interpretation werden nicht geliefert, der Einstieg fällt daher oftmals sehr schwer. 5. An vielen Stellen gibt es Detailfehler, z.B. ist bei Karl Schmitt-Rottluff ein falsches Geburtsdatum angegeben.
Positiv dagegen sind die Übersichten zu Stilmitteln, Reimschemata und Metren, welche schnelles Nachschlagen bei Unsicherheit erlauben und kompetent zusammengefasst sind.
Ich empfehle folgende Alternative: Wolfgang Emmerichs „Lyrik des Exils“ von Reclam. Die Auswahl ist breiter, zu jedem Autor sind Kurzbiografie und wichtige Werke aufgeführt, ein kompetentes Vorwort ist vorhanden. Allerdings behandelt dieser Band ausschließlich die Exillyrik von 1933-1945. Ist allein dieser Zeitraum für die Behandlung des Themas vorgesehen, ist Emmerichs Buch klar vorzuziehen.


Krieg und Frieden: Lesung
Krieg und Frieden: Lesung
von Leo N Tolstoi
  Audio CD

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Ehe, 22. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Krieg und Frieden: Lesung (Audio CD)
Ganze 48 Jahre hielt die Ehe von Leo und Sofja Tolstoi. Angesichts der Verschiedenheit beider Persönlichkeiten und den religiösen Wandlungen des Dichters eine beeindruckende Zeitspanne. Erst der Tod Leo Tolstois im Jahre 1910 zerriss das gemeinsame Band, welches in den letzten Krisentagen ohnehin nur noch latent vorhanden war. Diese Ehe, aus der 13 Kinder hervorgingen, war gezeichnet von hohen zwischenmenschlichen Spannungen als auch von partiellen Phasen größter Liebe und Zuneigung. Der Name dieses Hörbuchs nach dem bekanntesten Roman Tolstois gibt den Verlauf dieser Ehe treffend wieder. Sehr positiv ist, dass die beeindruckenden Tagebücher Sofjas gleichberechtigt neben jenen des Literaten wiedergegeben werden. Wer sich näher mit dieser beeindruckenden Frau, die ihr ganzes Leben für Tolstoi hingab, wird auf einen klaren und kritischen Geist treffen. Die Geschichte dieser Ehe liest sich so episch wie ein Roman von Tolstoi.
Die enthaltene Auswahl dieses Hörbuchs kann durchaus den Anspruch erheben, einen repräsentativen Eindruck der Tagebücher zu liefern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Beziehungsthematik, Tolstois künstlerische Entwicklung wird nur gestreift. Die Sprecher Martin Benrath und Hannelore Elsner sind schlichtweg exzellent und ein sehr großer Pluspunkt, ebenso wie das informative Booklet mit Informationen zu Geschichte und Sprechern.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2016 3:01 PM MEST


Tagebuch: März 1951 - Dezember 1959
Tagebuch: März 1951 - Dezember 1959
von Albert Camus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mensch in der kritischen Reflektion, 21. Dezember 2005
Das letzte Jahrzehnt im Leben Albert Camus’ ist geprägt von emotionaler Niedergeschlagenheit bis hin zu depressiven Stimmungen sowie der intensiven Arbeit am zweiten Zyklus der Revolte und dem fragmentarischen Dritten mit dem Oberthema des Maßes. Symptomatisch ist der Tagebucheintrag vom 17.Oktober 1957, der Verleihung des Literatur-Nobelpreises: „Nobelpreis. Eigenartiges Gefühl der Niedergeschlagenheit und der Wehmut...“. Dieser Ton ist für den überwiegenden Teil der sehr persönlichen Aufzeichnungen bestimmend. Wiederholt reflektiert der Literat und Philosoph über den Tod und das eigene Lebensende. Im Vergleich mit den früheren Tagebüchern ist dieses düsterer und von existenzieller Verzweiflung geprägt, wenn auch nicht gänzlich defätistisch.
Dazu ist Camus viel zu sehr Schaffer und auch in seinem Tagebuch klingen zahlreiche Projekte wie „Der Mensch in der Revolte“ und „Der erste Mensch“ an. Daneben beschäftigen ihn als Lektüre vor allem Friedrich Nietzsche, Leo Tolstoi und Goethe, dessen Faust er im Bezug auf den Don-Juan-Typus dramatisch verarbeiten wollte. Der Ausführung dieses Plans stand am Ende der absurde Tod entgegen. Auch wenn sich vieles in diesem Tagebuch kryptisch und unverständlich liest (leider fehlt ein Kommentarteil), so ist es doch ein intimer Einblick in die seelischen und kreativen Prozesse, welche sich in dieser Schaffensperiode bei Camus abspielten. Weniger Distanz ist nicht möglich.


Existentialimus
Existentialimus
von Martin Hoffmann
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kompetent und komplex, 19. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Existentialimus (Taschenbuch)
Man würde Seibert nicht gerecht werden, wenn man sein Buch als eine Einführung lesen würde und aus diesem Grund trägt das Werk auch den schlichten Titel „Existenzialismus" - ohne jedes Anhängsel. Zu Recht, denn es wird schnell klar, dass ohne Grundwissen über die philosophischen Hauptrichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts vieles partiell oder nicht verständlich bleibt. Die Texte sind sehr kompakt gefasst und in ihrer Komprimiertheit überaus detailreich. Chronologisch verfolgt Seibert die Existenzphilosophie von ihrer Entstehung im späten 19. Jahrhundert (Kierkegaard, Nietzsche) bis ins späte 20. Jahrhundert. Viele Zitate und Bilder ergänzen den Text sinnvoll.
Wem nutzt dieses Buch also? Vor allem jenen, die über Grundkenntnisse der philosophischen Moderne verfügen und die Existenzphilosophie vertieft im Kontext der soziokulturellen Relationen behandeln wollen. Für Anfänger ist dieses profunde Buch im Stil zu komplex. Besonders die Kapitel zu den einzelnen Philosophen fallen zu knapp aus.


Pocket Thema: Evolution
Pocket Thema: Evolution
von Dr. Walter Kleesattel
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zur schnellen Wissensaneignung empfehlenswert, 16. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Pocket Thema: Evolution (Taschenbuch)
Die Evolution ist die zentrale biologische Theorie der Neuzeit und prägt in vieler Hinsicht das moderne naturwissenschaftliche Weltbild. Walter Kleesattel geht in diesem kompakten Band den Hintergründen und Konsequenzen der Evolutionstheorie nach. Neben den Faktoren der Evolution (Mutation, Rekombination, Gen-Drift, Selektion, Isolation) wird auch die historische Entwicklung der Theorie besprochen; weitere Themen sind die Evolution des Menschen und die stammesgeschichtliche Evolution. Die Bandbreite an Themen ist umfassend, alle wichtigen Komplexe und Thematiken werden angesprochen. Klassische Beispiele (z.B. Darwinfinken) sind aufgeführt und erläutert. Abstriche gibt es bei Gliederung und Übersichtlichkeit: So fehlt ein Glossar und an vielen Stellen hätte eine kurze tabellarische Zusammenfassung Sinn gemacht. Die Texte sind dagegen kompetent und anspruchsvoll formuliert, werden der Thematik gerecht.
Insgesamt eine kompakte Einführung, die sich für schnelle Wissensaneignung anbietet. Für die Schule allerdings etwas schwächer als Kletts „Abiturwissen Evolution".


Abitur-Wissen - Religion Die Frage nach dem Menschen
Abitur-Wissen - Religion Die Frage nach dem Menschen
von Claudia Leuser
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prägnant und hilfreich aufgebaut, 17. November 2005
„Die Frage nach dem Menschen“ ist als Anthropologie ein fester Bestandteil geisteswissenschaftlicher Forschung und bietet Ansätze zur Beantwortung zentralen Aspekten menschlicher Existenz wie der Personalität, Sozialität und Transzendentalität. Claudia Leusers Buch bietet einen Überblick bezüglich der Dimension anthropologischer Fragestellungen und zeigt die vielfältigen Antwortversuche auf. Neben einem geschichtlichen Abriss der philosophischen Anthropologie von Aristoteles bis Sartre werden auch die Positionen der Weltreligionen nähergebracht und zentrale Begrifflichkeiten wie Freiheit, Schuld und Sinn ausführlich dargestellt. Ein profundes Kapitel zur Conditio Humana bringt die zentralen Aspekte des menschlichen Seins noch einmal gezielt auf den Punkt. Ein kommentiertes Literaturverzeichnis ist ebenfalls vorhanden, ein Glossar dagegen nicht.
Die Stärken dieses Bandes liegen in seiner komprimierten Verständlichkeit, wodurch der umfassende Stoff sinnvoll und prägnant eingegrenzt, jedoch in seiner Komplexität nicht beschnitten wird. Die Autorentexte geben sinnvolle Zusammenfassung, die Auswahl an Zitaten ist höchst gelungen und erweitert sinnvoll den Horizont des Lesers. Von trockenem Sachwissen kann angesichts der ansprechenden Gestaltung – optisch wie inhaltlich – nicht die Rede sein. Für die gezielte Abiturvorbereitung wie auch für die Erweiterung des Allgemeinwissens.


Vorbereitung auf das Abitur, Katholische Religionslehre
Vorbereitung auf das Abitur, Katholische Religionslehre
von Max Auer
  Taschenbuch

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für anspruchsvolles Arbeiten hilfreich, 15. November 2005
Zur ambitionierten Vorbereitung auf Prüfungen und speziell das Abitur im Fach katholische Religion ist dieses Buch durchaus - wenn auch eingeschränkt - geeignet. Der thematische Umfang und theologische Fachterminus sind neben der inhaltlichen Komplexität große Pluspunkte. Wem wie mir an einer intensiven Einarbeitung in die Inhalte der Religionslehre gelegen ist, der wird den vergleichsweise hohen Anspruch und die hohe Komprimierung des Wissensstoffs zu schätzen wissen. Vor allem die Themen „Gotteserkenntnis" und „Sinnfrage in der Philosophie" werden umfassend und tiefgründig dargestellt. Allerdings ist manche Anschauung in diesem Buch deutlich konservativ geprägt, was ich besonders bei der Auseinandersetzung mit den Religionskritikern störend fand, da hier zu pauschal argumentiert wird (was sonst positiver weise selten der Fall ist).
Dieses Buch ist meiner Meinung nach nicht als Unterrichtsgrundlage geeignet und ebenso nicht für Schüler, die eine allgemein-verständlichen Einführung wollen. Es richtet sich vielmehr an jene, welche bereits über Grundwissen in diesem Fach verfügen und bereit sind, sich in Eigeninitiative intensiv mit der theologischen Problematik auseinander zusetzen. Dann ist Max Auers Buch eine wirklich Empfehlung wert.


Frühling, Sommer, Herbst, Winter und... Frühling
Frühling, Sommer, Herbst, Winter und... Frühling
DVD ~ Oh Young-soo

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Parabel über dei Ästhetik des wahren Weges, 13. November 2005
Es ist eine Parabel von visueller Schönheit und inhaltlicher Poesie, die uns der koreanische Regisseur Kim Ki-Duk mit diesem stillen Film zaubert. Scheinbar unberührt von Zivilisation und Alltag liegt der Schauplatz, ein kleines Inselkloster inmitten von Wäldern und Bergketten, indem ein alter Meister und sein Schüler leben.
Die Geschichte um Vergänglichkeit, Erkenntnis und den mittleren Weg ist Ausdruck des „kulturellen Buddhismus", wie der Regisseur selbst oft die spirituelle Atmosphäre seiner Werke charakterisiert. Das Symbol ersetzt das gesprochene Wort und der leitmotivische Kontext der interfilmischen Verknüpfungen schafft inhaltliche Kohärenz.
Der Film ist von einer konsequent stilisierten Komposition getragen und zeichnet sich durch einmalig schöne Landschaftsaufnahmen aus ebenso wie durch subtile, aber einprägsame musikalische Klänge aus.
Die Thematik und speziell die buddhistische Komponente erinnern stark an ähnliche Produktionen wie das tibetische „Samsara" von Pan Nalin oder „Warum Bodhidharma in den Orient ging". Trotzdem bewahrt „Frühling..." seine Eigenständigkeit und ist mit seiner wunderbar harmonischen, von östlicher Weisheit geprägten Machart für mich einer der besten Filme zur Thematik und der mitunter beste Film von Kim Ki-Duk überhaupt.
Zur DVD: Bild- und Tonqualität sind zufriedenstellend, ebenso wie die Extras (vor allem das alternative Ende ist interessant), welche allerdings nicht sehr üppig ausgefallen sind (ein Interview mit dem Regisseur fehlt leider). Insgesamt aber eine sehr solide Produktion ohne echte Mängel.


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