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Whiz

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Dualseelen & die Liebe: Wenn das Schicksal auf zwei Herzen trifft
Dualseelen & die Liebe: Wenn das Schicksal auf zwei Herzen trifft
von Cornelia Mroseck
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,90

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Liebe leicht gemacht - mit Ricarda und Conny, 27. Dezember 2013
Ich habe dieses Buch als vermeintlicher Gefühlsklärer (männlich) von meinem vermeintlichen Loslasser (weiblich) geschenkt bekommen. Um es vorab zu sagen: Dieses Buch ist ein Seelentröster für alle, die unerfüllte Liebe verspüren und eine Anklageschrift an alle, die diese nicht erwidern können/mögen. Insofern ist es sehr ambivalent. Es eröffnet durchaus den vom Schicksal gebeutelten Loslassern einen erfolgsversprechenden Weg aus ihrer Tristesse, der sie in ihrer persönlichen Entwicklung durchaus voranbringen kann. Angereicht durch die karmisch-spirituelle Dualseelenthematik bekommt man zudem den Trost, dass es, wenn es schon nicht in diesem Leben dann doch wenigstens vielleicht im nächsten Leben mit der echten Liebe klappen kann. Dass ich dennoch nur einen einzigen Stern vergeben kann, liegt an der subtilen Manipulation und der an Naivität strotzenden Oberflächlichkeit, mit der die Autorinnen (Ricarda & Conny!)aus einem Berliner Hinterhof heraus operieren. Das Buch ist nämlich in folgenden Aspekten durchaus gefährlich:
1. Es bedient ungeniert die typischen Mann-Frau Stereotypen (er ist zu rational, sie liebt zu sehr) und bietet eine auf 197 Seiten plattgetretene banale Lösung an: Er soll sich mehr auf die Liebe einlassen und sie soll mehr auf ihren Verstand hören. Wenn beide das tun, trifft man sich in der Mitte. So weit so gut, in vielen missglückenden Beziehungen ist dies sicherlich zu beherzigen und ein möglicher Schlüssel zum Erfolg. Was aber nicht geht ist, ...
a) ... dass alle möglichen zwischenmenschlichen Konflikte auf diese an Mario Barth erinnernden banalen Geschlechtertereotypen reduziert werden.
b) ... dass Ricarda und Conny nur dem Loslasser empathisch begegenen und außer ein paar Alibizugeständnissen hier und dort den Gefühlsklärer, der "so wissen wir, fast immer der Mann ist" als Aggressor und Demütiger der Frau beschreiben. In diesem Buch ist beiden Teilen ein Kapitel gewidmet. Achten sie mal beim Lesen darauf, wessen Perspektive in beiden (!) Kapiteln beleuchtet wird - genau es ist stets die Frau, die in ihrem Kapitel mit viel Zuspruch und Verständnis der Autorinnen an ihren Aufgaben tapfer arbeiten muss, damit er ihr bei seinen Aufgaben demütig folgen kann. Läuft alles nach Plan ist sie nach 3-5 Jahren selbstbewusst und mit allem im Reinen, während er emotional und beruflich am Ende ist und um ihre von ihm einst verschmähte Liebe nun aber zu ihren Konditionen betteln muss.
2. Es steckt voller nicht-offensichtlicher Widersprüche; 2 Beispiele:
a) Im ersten Teil des Buches wird über Seelensippen, Seelenfamilien und Seelenpartner sinniert, währed im hinteren Teil des Buches ein kategorischer Strich zwischen Freundschaften auf der einen Seite und der Liebe und auf der anderen Seite gezogen wird. Dass ist mir zu einfach und wird der emotionalen Breite und Tiefe menschlicher Beziehungen nicht gerecht. Es ist nirgendwo definiert, was Liebe eigentlich ist und was unterschiedliche Personen darin sehen. Wer die psychologische Theorie kennt, z.B. Sternbergs Dreiecksmodell der Liebe mit den drei Komponenten Intimität, Leidenschaft und Bindung, der weiß, dass Konflikte oft auf Grund unterschiedlicher Interessen der Partner entlang dieser drei Dimensionen entstehen. Z.B. die klassische unerfüllte Liebe einer heterosexuellen Frau zu ihrem homosexuellen besten Freund. Was Liebe ist und welche Formen sie annehmen kann (von der platonischen Liebe bis zur rein sexuellen Verbindung) wird in diesem Buch nicht einmal im Ansatz thematisiert. Das Buch suggeriert einfache, wegen der Stereotypen plausibel erscheinende Lösungen, für in der Realität komplizierte und mannigfaltige Konstellationen unerfüllter Liebe.
b) Der meist weibliche Loslasser liebt zu viel, denkt zu sehr mit dem Herzen, so die Autorinnen. Sie ist voller Liebe, so heißt es. Ihre typischen körperlichen Beschwerden sind aber, so lesen wir 50 Seiten später, die Kopfschmerzen, weil frau offenbar zu viel über die missglückende Beziehung nachdenkt. Als ich das las, musste ich unweigerlich lachen. Was für ein Irrsinn.
3. Das Schlimmste kommt zum Schluss: Mit dem Dualseeelen-Thema wird dem Leser suggeriert, dass er ganz recht seine Wahrnehmeung von der Welt und potenziellen anderen Lebens- und Liebespartnern abwenden darf und sich im Prozess der Reifung der eigenen Seele ganz bewusst in diesem Leben auf diesen Partner und das Wachsen der eigenen Seele an der nicht glücken wollenden Liebe konzentrieren darf. Jedem haben wohl schon einmal die Beine gezittert, wenn er bzw. sie auf den scheinbar perfekten Partner getroffen ist. Wer kann behaupten, dass unter bald 6 Mrd. Menschen kein anderes vielleicht besser passendes Gegenstück zu finden ist? Am Ende des Prozesses ist die Dualseele vollwertig, also auch ohne den Gegenpart vollwertig aber eben immer noch das Ying ohne sein Yang. Indem man diese Dichotomie aufspannt, und alles auf den einen einzigen möglichen Partner ausrichtet, grenzt man gleich einen großen Teil des möglichen Alternativenraums für ein glückliches Leben aus. Natürlich schreiben die Autorinnen, dass die starke Frau am Ende ihres Reifungsprozesses auch einen anderen Partner wählen kann, aber ihrer Erfahrung nach geschieht das praktisch nicht ... Na, bravo.


Delta Machine
Delta Machine
Preis: EUR 5,99

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Depeche Mode erfindet sich zum 13x neu, 24. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delta Machine (Audio CD)
Als Mitte der 80er nach "A question of lust" die nächste Single "A question of time" lautete, meinte Stefanie Tücking, damalige Moderatorin von "Formel Eins": "Das Gute an Depeche Mode ist, dass jede Single anders klingt, selbst wenn die Namen fast gleich sind." Depeche Mode haben sich seit ihrer Gründung mit jedem Album neu erfunden. Die 1-Stern Rezensenten, die hier beklagen, dass "Delta Machine" kein neuer "Violator" ist, haben es offenbar immer noch nicht verstanden: Hier gibt's keinen Mainstream. Es freut mich, dass Euch "Enjoy the Silence" oder "Never let me down again" gefallen hat. Diese Songs hatten aber untereinander genauso wenig gemein wie sie etwas mit "People are People", "I feel you" oder später "Wrong" zu tun hatten. Freut Euch über ein Album, dass Euch gefallen habt, oder kauft Euch die "Best of" Compilations, aber erwartet weder von der Band noch vom Rest der Welt, dass Altes, wenn auch zugegebenermaßen geiles Tonmaterial, nach 6 Alben später neuverpackt wiedergekäut werden soll. Für echte Fans sind sowieso die Diamanten, die es auf jedem Album gibt, und die nie als Single veröffentlicht wurden, der eigentliche Grund die Gruppe so zu verehren. Aber das wird die halbe Welt wohl nie verstehen. Wenn's knarzt, ziept und wispert und aus dem Chaos dann kraftvoll eine Melodie entsteht, die einen wenigstens berührt, wenn nicht umhaut, ist das relevant für ein kleines Leben, wie meines. Hey, es geht um Musik, erhoffen wir uns das nicht von Musik? "Delta Machine" ist ein Album, dass einem erst beim zweiten, dritten Durchhören richtig gefällt, dann aber so, dass es einen fast vom Sockel haut. Wenn Dave Gahan mit Martin Gore bei "Heaven" zweistimmig singt, der Refrain bei "Should be higher" einsetzt, oder einen bei "Alone" die Melancholie, die wohl jeder schon mal so erfahren hat, voll umhaut, dann rührt mich das und es ist mir klar, dass das eines der besten Alben ist, die ich jemals erstanden habe. 17 Songs, die einen voll erfassen, wenn man es zulässt... Bravo, Jungs - besser hättet ihr es kaum machen können. Und bitte niemals mehr Mainstream werden! Danke!!!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 21, 2014 12:57 PM MEST


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