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Rezensionen verfasst von
Sursulapitschi
(TOP 500 REZENSENT)   

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Solarian. Tage der Rache (Solarian-Saga 4)
Solarian. Tage der Rache (Solarian-Saga 4)
Preis: EUR 4,44

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liest sich von selbst, 15. August 2016
Ein neuer Solarian-Band, super. Ich habe mich gleich draufgestürzt.

Tage der Rache heißt das Buch und die Rache ist blutig. Hier geht's zur Sache, es fliegen die Fetzen, Meteoriten und Raumschiffe, Wurmlöcher werden manipuliert und Verluste sind zu beklagen, manch einer überlebt es nicht. Dafür erwachen auch Totgeglaubte zu neuem Leben. Man kann wieder mit absolut allem rechnen.

Der vierte Band der Solarian Reihe hat es in sich. Hier wird Action großgeschrieben. Und wir kommen ihnen auf die Spur, den seltsamen Wesen, zu denen Serana gehörte, die gottgleiche Fähigkeiten zu besitzen scheinen. Man bekommt eine leise Vorstellung möglicher außerirdischer Lebensformen, aber der Deckel wird nur kurz gelüftet. Es kommen ja noch zwei Bände.

Auch dieses Buch liest sich von selbst, packt einen schon auf der ersten Seite und ist dann plötzlich vorbei, womit mal wieder das Warten auf den nächsten Band beginnt, aber zum Glück schreibt er schnell, der Thariot.


The Girls: Roman
The Girls: Roman
von Emma Cline
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

4.0 von 5 Sternen Beinahe großartig, 15. August 2016
Rezension bezieht sich auf: The Girls: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch scheint zu polarisieren. Es ist auf jeden Fall besonders, ich musste ein wenig damit kämpfen, auch wenn es durchaus beeindruckt.

Die Geschichte ist spannend und erzählenswert. Evie Boyd ist 14, als sie Suzanne trifft, die sie in eine merkwürdige Sekte einführt. Emma Cline lässt einen wieder 14 sein. Wie sich ein vernachlässigter Teenager fühlt, wie Evie nach Aufmerksamkeit sucht und alle Warnzeichen ignoriert, als sie Beachtung in dieser Sekte findet, wird plastisch und nachvollziehbar geschildert.

Der Erzählstil ist originell und schafft Atmosphäre. Trotzdem konnte ich mich nicht gänzlich damit anfreunden. Was zum Großteil eindrucksvoll Bilder schafft, ist an anderer Stelle immer wieder überzogen verformuliert.
"Und nun war ich älter, und die auf Wunschdenken beruhenden Requisiten künftiger Ichs hatten ihr Tröstendes eingebüßt."
Dauernd stolpert man über furchtbar kluge Einwürfe, über die man nachdenkt, die aber bei näherer Betrachtung nichts zur Sache tun und aufhalten, reine Wortjonglage, die eher kontraproduktiv, manieriert und störend ist. Vielleicht ist auch die Übersetzung ab und an unglücklich. Das kann ich nicht überprüfen. Auf jeden Fall ist dieses Buch zwischendrin sehr oft ärgerlich, auch wenn die Geschichte fesselt.

„The Girls“ ist ein eindrucksvolles Buch, das ohne jede Romantik die Hippiezeit der späten 60er aufleben lässt und sich an dem berüchtigten Manson Fall orientiert. Es verstört und beeindruckt, brilliert mit atmosphärischen Bildern, man spürt die Verwahrlosung, riecht den Gestank, taumelt im Drogenrausch und erlebt Evies Zerrissenheit. Man könnte darin abtauchen und sich gruseln, wenn nicht der Erzählstil streckenweise überambitioniert wäre.
Es ist ein gutes Buch, beinahe großartig.


Und damit fing es an: Roman
Und damit fing es an: Roman
von Rose Tremain
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

4.0 von 5 Sternen Fesselt, berührt und beeindruckt, 8. August 2016
Dieses Buch erzählt sehr anrührend eine eher traurige Geschichte. Melancholie durchzieht das Geschehen. Es nimmt einen mit.

Wir sind in der Schweiz im beschaulichen Matzlingen, wo Gustav und Anton sich 1947 kennen lernen. Gustav Perle und Anton Zwiebel, der eine ein Sohn einer allein erziehenden Mutter, die ihn eher als eine Last empfindet und sich in ihren Vorurteilen festgebissen hat, der andere wohl behütet und jüdisch, ein Wunderkind am Klavier, den seine Eltern nach Kräften fördern. Gustav und Anton sind fünf Jahre alt, als ihre lebenslange Freundschaft beginnt.

Gustav hat es nicht leicht. Sie haben wenig Geld, seine Mutter ist verbittert, dabei möchte er nur geliebt werden. In Rückblenden erfährt man, warum Emilie so wurde wie sie ist, wie der zweite Weltkrieg in der neutralen Schweiz erlebt wurde und wie Gustavs Vater jung starb, obwohl er an keiner Front kämpfen musste. Die Geschichte ist tragisch und vertrackt.

Sehr einfühlsam wird hier eine traurige Familiengeschichte erzählt. Hier hat jeder sein Päckchen zu tragen, macht Fehler, sucht nach Liebe und Glück, liebt den falschen Menschen, träumt den falschen Traum, hat die falschen Ziele. Daneben bekommt man ein wenig zu spüren, wie Vorurteile und Judenhass selbst in der neutralen Schweiz Auswirkungen hatten, sogar noch nach dem Ende des Krieges, und zuerst dachte ich, das wäre das eigentliche Ansinnen dieses Buches. Aber das Thema bleibt dann leider liegen. Hier geht es wohl vorrangig um die Suche nach dem Glück, um Selbstfindung auf steinigen Wegen und wie unsere Vergangenheit uns formt.

Dieses Buch liest sich leicht und ist doch auf eine ganz eigene Art poetisch. Es fesselt, berührt und beeindruckt. Das Ende hätte ich mir ein wenig anders gewünscht, aber so ist das halt im Leben…


Unterleuten
Unterleuten
von Juli Zeh
  MP3 CD
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Vom Winde verweht, 31. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Unterleuten (MP3 CD)
Unterleuten, ein Dorf in Brandenburg. Hier ist es ruhig, die Luft noch rein, die Wiesen grün, die seltenen Kampfläufer heimisch und die Bürger speziell.

Mit wunderbar leiser Ironie, führt einen Juli Zeh in das Dorfleben ein. Man hat zunächst einiges an Personal zu verdauen, trifft Typen jeder Couleur mit unterschiedlichsten Ambitionen, die nicht immer zusammenpassen. Aber je näher man sie kennen lernt, desto besser versteht man sie. Irgendwann bedauert man sogar Schaller, „das Tier von nebenan“, das ständig Autoreifen verbrennt und die Luft verpestet. Hier wird der Leser an der langen Leine spazieren geführt und stellt fest, dass in einem anderen Licht besehen, vieles ganz anders aussehen kann. Ist Linda vielleicht nicht nur das nette, pferdeverrückte Naturkind?

Der Plan, dort eine Windkraftanlage zu bauen, bringt schon im Vorfeld frischen Wind ins Dorf. Manch einer sieht darin Chancen, während es anderen gar nicht passt. Die Idylle ist dahin. Da verschieben sich Allianzen auf wundersame Weise, bis es nahezu irrwitzig wird.

„Was den Menschen vom Tier unterschied war die Fähigkeit, im Angesicht der Katastrophe, „Siehste!“ zu denken.“

„Unterleuten“ ist eine köstliche Satire auf vermeintliche Dorfidylle mit einer guten Portion post-DDR-Charme und skurrilen Typen, die alle zwei Seiten haben. Es gibt Rührendes, Überraschendes und auch Bedrohliches, über das man sich amüsiert, manchmal auch wundert.
Ich hatte großen Spaß.


Madame Curie: Eine Biographie
Madame Curie: Eine Biographie
von Eve Curie
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Eine Ausnahmefrau, 30. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Madame Curie: Eine Biographie (Taschenbuch)
Marie Curie war eine außergewöhnliche und beeindruckende Frau. Das zeigt ihre Tochter Eve Curie mit diesem Buch auf unterhaltsame und anschauliche Weise. Sie dokumentiert das Leben ihrer Mutter anhand von Briefen und selbst Erlebtem und malt ein lebendiges Bild dieser Ausnahmefrau.

Marya Sklodowska, wurde 1867 in Warschau geboren, war ein aufgewecktes Kind, das mit vier Jahren schon lesen konnte. Ihre Kindheit in Polen wird hier liebevoll geschildert. Es liest sich fast wie ein Roman. Aus Mania wird eine bescheidene, wissbegierige junge Frau, die sich ihren Traum, in Paris zu studieren, hart erarbeitet.
In Paris nennt sie sich Marie, vergräbt sich in ihr Studium, wird zur sonderlichen, genialen Außenseiterin. Mit dem Physiker Pierre Curie findet sie ihr männliches Pendant.

Dann entdeckt Marie Spuren eines unbekannten Metalls, mit ungewöhnlicher Strahlung, was ihr Leben komplett verändert. Sie nennt es Radium und die Strahlung Radioaktivität. Diese Entdeckung erregt weltweites Aufsehen. Schon bald wird Radium industriell hergestellt und medizinisch, bei der Bekämpfung von Tumoren, genutzt.
Pierre und Marie hätten damit reich werden können, haben aber bewusst darauf verzichtet. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollten der ganzen Welt gehören. Sie lebten bescheiden, ganz ihrer Arbeit gewidmet. Ihre künftige Berühmtheit fanden sie lästig. „In der Wissenschaft geht es um Sachen, nicht um Personen.“

Hoch interessant ist auch ihr Engagement im ersten Weltkrieg. Marie eignete sich das Wissen zur Röntgendiagnostik an, ließ Automobile zu fahrbaren Röntgenstationen, den „kleinen Curies“, umbauen, die dann Kriegslazarette anfahren konnten. Sie etablierte Röntgenstationen in ganz Frankreich und bildete das Personal dafür aus.

Eve Curie schafft es mit diesem Buch, eine Legende lebendig zu machen, erzählt wie eine Frau im 19. Jahrhundert die Wissenschaft so umkrempelt, dass man ihr Anerkennung zollen musste, obwohl sie eine Frau war. Sie erhielt sogar als erster Mensch überhaupt zweimal den Nobelpreis, wobei ihr Auszeichnungen nie wichtig waren. Marie Curie hat für ihre Arbeit gelebt und ist vermutlich auch daran gestorben. 1934 erlag sie einer unerklärbaren Krankheit.

Nach dem Lesen dieses Buches hat man das Gefühl, man kennt sie ein wenig. Ich bin sehr beeindruckt.


Die Eismalerin: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Die Eismalerin: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
von Kristín Marja Baldursdóttir
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außergewöhnliches Leseerlebnis, 25. Juli 2016
Dieses Buch ist sehr besonders. Wir sind in Island 1915 und es ist kalt, windig, ursprünglich, ein Land, wo man an Fjorden lebt mit Blick auf Gletscher, wo man entweder Fische fängt oder verarbeitet, Seehundspeck eine Delikatesse ist, Elfen und Trolle in den Wäldern hausen und die Menschen sehr ungewöhnliche Namen haben.

Hier wächst Karitas auf, die eine besondere Begabung zum Malen hat, was einerseits erstaunlich, interessant und ungewöhnlich ist, andererseits in dieser naturverbundenen, von Arbeit beherrschten Welt keinen praktischen Nutzen hat und deswegen von den meisten Menschen eher belächelt wird. Auch wenn inzwischen Frauen ab 40 wählen dürfen, Automobile und Telefone in den Städten Einzug halten, hat das für die Frauen der Westfjorde nur wenig Bedeutung. Man muss arbeiten, um zu überleben, Männer fangen Fisch, Frauen verarbeiten ihn, so ist das seit Jahrhunderten und es hat sich bewährt. Kunst ist was für Reiche.

Mit diesem Zwiespalt muss Karitas leben. Die Kunst ruft sie, aber sie kann sie sich eigentlich nicht leisten. Über 20 Jahre hinweg begleitet der Leser ihr Leben und das ist kein Zuckerschlecken, obwohl es auch schöne Momente gibt.

Mit diesem Buch macht man eine Reise. Es lässt einen ganz tief eintauchen in das Island vor 100 Jahren, erzählt vom aufregenden Leben einfacher Leute und schafft ganz viel Atmosphäre. Man riecht das Meer und den Fisch, fühlt die Erhabenheit der Gletscher, bisweilen glaubt man fast an Elfen. Es erzählt von unterschiedlichsten Frauenschicksalen, von Dorfgemeinschaft, Hilfsbereitschaft und von Fortschritt, den man sich erkämpfen muss auf dem Land.
Ein außergewöhnliches Leseerlebnis.


All die verdammt perfekten Tage: Roman
All die verdammt perfekten Tage: Roman
von Jennifer Niven
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deprimierende Poesie oder die Poesie der Depression?, 20. Juli 2016
Das Thema dieses Buches ist schwierig und auch wichtig. Immer mehr Teenager kämpfen mit Depressionen und haben Selbstmordgedanken. Freunde und Angehörige stehen dem oft hilflos gegenüber. Hier wird der Ernstfall durchgespielt.

Wir haben hier zwei Teenager mit großen Problemen. Während Violet den Tod ihrer Schwester nicht überwinden kann, denkt Finch bei jeder Gelegenheit an Selbstmord und will nicht schlafen. Was sein Problem ist, erfährt man nicht genau. Ist er verrückt, depressiv oder beides? Warum? Auf jeden Fall ist er höchst originell und fantasievoll. Mit seinen ausgefallenen Ideen holt er Violet aus ihrem Schneckenhaus.

Eigentlich ist diese Geschichte fesselnd, interessant und sehr dramatisch mit einer wirklich anrührenden Liebesgeschichte. Trotzdem hat sie mich nicht gepackt. Für mich hat dieses Buch in jeder Hinsicht eine Portion zu viel das Guten.
Die Protagonisten sind zu originell, um wahr zu sein. Finch ist der Traum von einem schwierigen Jungen, Violet eine geniale angehende Schriftstellerin in der Sinnkrise. Beide sind so gewollt tiefsinnig, dass man es kaum ertragen kann, werfen mit Buchzitaten um sich und lieben Virginia Woolf, sind ekelhaft begabt, Finch schreibt Lieder und schüttelt die Texte aus dem Handgelenk.
Man bekommt es mit einem Haufen großer Gefühle und maximaler Verzweiflung zu tun, die einen mitnehmen könnten, wenn man den Eindruck abschütteln könnte, hier sind die Figuren am Reißbrett entworfen worden. Ab und zu werfen sie mit dem Sch***-Wort um sich, um lebendig zu wirken.

Nach dem Lesen dieses Buches habe ich das Gefühl, ich bin durch den allertiefsten Sumpf gewatet, immerhin! Nur bestand der Sumpf zu großen Teilen aus gewollter Poesie, Moral mit dem Holzhammer und grell leuchtenden Sinnbildern. Ich mag es deutlich dezenter. Hier trieft BETROFFENHEIT aus jeder Zeile, so dass die eigentlich wichtige Botschaft nur noch nervt.

Bleibt die Frage, für wen ist dieses Buch geeignet? Immerhin begeistert es viele. Es ist ein Jugendbuch, ich kann mir aber keinen Jugendlichen vorstellen, dem ich dieses Buch an die Hand geben würde. Man muss wohl Lust darauf haben, sich sehr poetisch in tiefste Verzweiflung zu begeben. Und am Ende leuchtet der berühmte Silberstreif am Horizont nur sehr schemenhaft. Wenn man sich schon so intensiv mit der Suizidproblematik auseinandersetzt und keine Angst vor blumigen Schlenkern hat, hätte man auch ein wunderhübsch kitschiges Happy End verdient, das Hoffnung macht. Hier lernt man im günstigsten Fall ein wenig über Trauerarbeit.


Niemand sieht mich kommen: Thriller
Niemand sieht mich kommen: Thriller
von Lisa Scottoline
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychothrill in Reinform, 15. Juli 2016
"Ich bin ein Soziopath. Ich sehe ganz normal aus, bin es aber nicht. Ich bin intelligenter, besser und freier, denn ich werde weder von Regeln, Gesetzen oder Gefühlen beschränkt, noch von Respekt vor dir."

So fängt es an und schon gruselt man sich vor sich hin. Dann lernt man Eric Parrish kennen, einen angesehenen Psychiater, Chefarzt im Krankenhaus, sehr engagiert, beliebt und auf Erfolgskurs, nur seine Ehe funktioniert nicht. Seine Frau hat die Scheidung eingereicht, seine Tochter sieht er nur noch selten, sein Leben gerät gerade aus den Fugen, als er einen neuen jugendlichen Patienten übernimmt.

Ein klein wenig plätschert es anfangs, aber zwischendurch meldet sich immer wieder der Soziopath zu Wort und der ist sehr verstörend. Man rätselt die ganze Zeit: Wer mag er wohl sein? Und dann, langsam, ganz langsam, schleicht sich der Irrsinn in dieses Buch (und niemand sah ihn kommen). Absurde Dinge passieren, es wird spannend, verrückt und erstaunlich. Psychothrill in Reinform. – Mehr sage ich nicht!

Dieses Buch liest sich von selbst, ist fesselnd, spannend und kurzweilig. Das Ende überrascht maximal und ist höchst originell, allerdings hätte ich mir an dieser Stelle etwas mehr Erklärung gewünscht. Man muss da schon einiges einfach hinnehmen.

Trotzdem: Ein toller Psychothriller, der unterhält und erstaunt.


Nexus: Das Internet im Kopf (Nexus-Trilogie 1)
Nexus: Das Internet im Kopf (Nexus-Trilogie 1)
Wird angeboten von Audible GmbH

3.0 von 5 Sternen Schwieriges Hörvergnügen, 13. Juli 2016
Dieses Hörbuch ist als solches anspruchsvoll.
2040 hat man Nexus entwickelt, eine Droge, die menschliche Gehirne verbindet. Ein toller Partygag, man ist allgemein gut drauf, teilt die Freude mit allen, schwebt auf einer Woge von Freundschaft und gemeinsamen Gedanken.

Der Wissenschaftler Kaden Lane hat mit seinem Team heimlich Nexus weiterentwickelt. Mit der neuen Formel, kann man Nexus dauerhaft nutzen und auch auf digitale Systeme zugreifen. Man könnte es zur Teamarbeit nutzen, unendliches Wissen erlangen, zum besseren Menschen werden. Und während sie noch überlegen, ob man so etwas auf die Menschheit loslassen sollte, werden sie schon vom amerikanischen Geheimdienst gefangen genommen.

Damit beginnt eine actiongeladene Verfolgungsjagd. Unterschiedlichste Mächte wollen Kadens Wissen für sich nutzen.
Ein spannendes Thema, das grundsätzlich viel kluge Gedanken zur Entwicklung der Wissenschaft enthält. Wie weit sollte man gehen? Sind neue Erkenntnisse immer gut und wünschenswert? Man hätte viel zum Nachdenken, wenn man nicht viel zu sehr damit beschäftigt wäre, der Handlung zu folgen.
Hier trägt ein Sprecher höchst komplexe Sachverhalte in atemberaubendem Tempo vor. Die ersten Kapitel habe ich drei Mal gehört, bis ich halbwegs das Gefühl hatte, ich weiß worum es geht. Man muss sehr konzentriert bei der Sache bleiben, sonst hat man keine Chance. Auch bei den häufig wechselnden Orts- und Perspektivwechseln, hilft einem Herr Teschner nicht.

Vermutlich ist dieses Buch hoch interessant und spannend. Durch das Hörbuch bin ich geschwommen. Immer wieder überlegt man, wer verfolgt jetzt gerade wen und warum? Ganz schlimm sind die Kampfszenen, da kommt man kaum noch mit. Irgendwann habe ich nur noch abgewartet, wer überlebt.

„Nexus“ ist ein kluges und fesselndes Buch, allerdings sollte man es lieber lesen.


Coco Lavie: Sammelband
Coco Lavie: Sammelband
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster, poetisch, brutal und auch schön, 12. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Coco Lavie: Sammelband (Kindle Edition)
Wie schmeckt der Himmel?
Kein normaler Mensch weiß, wie der Himmel schmeckt. Ein Spiegelblut schon. Ein Spiegelblut hört den Gesang der Farben und riecht den Duft von Worten, und Coco Lavie ist ein Spiegelblut...

Coco ist 18 Jahre alt und lebt in Glasgow. Sie ist seltsam, eine Außenseiterin, sie hat ihre ganze Familie verloren, sie hat eine Spiegelphobie, sie ist traurig und wird auch noch von Vampiren gefangen genommen.

Diese Vampire sind nicht die üblichen Blutsauger, die in Särgen schlafen. Sie stammen von den gefallenen Engeln ab und sind auch irgendwie düstere, engelhafte Wesen. Tatsächlich gibt es edelmütige aber auch gewissenlose Vampire. Kaum hat Coco ( und der Leser) die Tatsache verdaut, dass es tatsächlich Vampire gibt, eröffnet sich eine ganz neue und komplizierte Weltsicht. Es gibt verfeindete Vampirclans, weltwandelnde Engel, Menschen mit magischen Fähigkeiten, die Lichtträger heißen und es gibt unter den Vampiren zwei Halbseelenträger. Einer davon ist Damontez, ein geheimnisvoller Vampirfürst. Um seine verlorene Seelenhälfte zurück zu bekommen, braucht er ein Spiegelblut. Coco wird qualvollen Tests unterzogen, die nachweisen sollen, ob sie so ein seltenes Spiegelblut ist. Während ihrer leidvollen Gefangenschaft in Damontez Schloss, lernt sie diese finstere blutdürstige Gesellschaft kennen. Und trotz aller Grauen gibt es dort tatsächlich auch Liebenswertes...

Dieses Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man taucht ein in eine düstere mysteriöse Welt, die aber auch voller Poesie ist. Die Theorie dahinter ist kompliziert und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Cocos Spiegelsicht verschafft uns viele ungewohnte aber auch treffende Bilder, die amüsant zu lesen sind. Und immer, wenn wir uns entspannt zurücklehnen, passiert wieder etwas, womit man nun gar nicht gerechnet hat.

Der Schreibstil nimmt einen gefangen. Man ist ganz tief drin in der Geschichte, erfährt sehr viel Leidvolles und hat das Gefühl, man wäre dabei. Gleichzeitig liest man aber auch eine wirklich mitreißende Liebesgeschichte. Ein Wechselbad der Gefühle.
Es ist eins von den Büchern bei denen man am Ende meint, man könnte sich jetzt so schnell nicht mehr auf ein anderes Buch einlassen, weil dieses hier einfach zu schön war.
Mondwind gibt es nicht ohne Silbersterne.


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