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Rezensionen verfasst von
Frau Crispin

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Vileda DuActiva Besen für sauberes Fegen - ideal für Allergiker
Vileda DuActiva Besen für sauberes Fegen - ideal für Allergiker
Preis: EUR 12,69

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht clever durchdacht konstruiert und eher schwache Fegleistung, 5. Februar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hat als Produkt bei dem hohen Preis leider nicht das gehalten, was es versprochen hat. Ich bin insgesamt enttäuscht. Der Stiel lässt sich leicht eindrehen und sitzt auch zuverlässig fest. Allerdings ist er nicht höhenverstellbar und für kleinere Menschen daher ebensowenig bequem zu handhaben wie für größere. Ich bin um die 1.72 m groß und da passt es perfekt. Der Stiel soll sich ja durch Drehen verstellen lassen, bei meinem klappt das nicht.

Die Fegleistung ist leider nur mittelmäßig. Die Seite mit dem Schaum ist etwas locker eingearbeitet und ich frage mich, wie lange die hält. An einer Stelle löst sich die Schaumreihe schon nach kurzer Zeit. In der Praxis ist das Fegen mit dem Schaum auch eher unpraktisch und etwas ekelig: Der Schmutz krallt sich in dem Schaum förmlich fest und lässt sich nur unter fließend Wasser lösen. Dabei kann der Abfluss verstopfen. Gleichzeitig wird dabei die andere Seite mit den Borsten überflüssigerweise auch nass. Ob das im Sinne des Erfinders ist? Die schwarzen Borsten sind zu weich, fegen daher nur unzureichend und sind zudem etwas nachlässig ungleichmäßig und optisch unschön geschnitten. Die roten Borsten im Außenbereich sind etwas länger und man kommt damit gut auch in Ecken. Das einzige Plus. Allerdings sind sie ebenfalls zu weich und fegen daher zu schwach. Insgesamt ist dieser nicht clever durchdachte und überteuerte Besen von Vileda sein Geld nicht wert. Noch einmal würde ich ihn nicht kaufen.


Familie zu vermieten
Familie zu vermieten
DVD ~ Benoît Poelvoorde
Preis: EUR 9,49

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber halbgar und mit nerviger Musik, 5. Februar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Familie zu vermieten (DVD)
In Japan gibt es ja sowas wirklich und einsame, gut verdienende Singles können sich dort Familien, Großeltern und sogar einen Onkel mieten:-). Für Europa ist das sicher eher ungewöhnlich. Ich fand den Film vor allem am Anfang ganz nett, wenn auch leider insgesamt etwas unentschlossen und wischiwaschi. Regisseur Améris - übrigens kein Belgier, sondern Franzose - packt viele heiße Eisen wie New Economy, alleinerziehende Mütter, soziale Ungerechtigkeit, gesellschaftliche Klassenschranken, Habgier und Arroganz an, ohne so richtig den Problemen auf den Zahn zu fühlen. Daher weiß der Feelgood-Streifen letztlich nicht so recht, will er Komödie oder Beziehungskiste, Satire oder einfach nur seichter Unterhaltungsfilm sein. Bitter auch für alle weiblichen Zuschauer: Natürlich ist die böse Mutti mal wieder an der Misere des einsamen Nerds mit Familiensehnsucht schuld. Für meinen Geschmack etwas zu lauwarm geköchelt, dieser belgisch-französische Pot au Feu. Die belgischen Schauspieler haben sehr nett und unverkrampft und schön uneitel gespielt (was sie angenehm von ihren amerikanischen Kollegen in ähnlich gestrickten Filmen unterschied), auch die Kids haben nicht genervt. Ein Wiedersehen gab es mit der Grande Dame des fantastischen französischen Films, Edith Scob ("Augen ohne Gesicht") als Mutter. Auch sie durfte ganz zum Schluss Herz zeigen. Komplett niedergemacht und angeprangert wurde in dem Film jedenfalls niemand und moralinsaure Behördenvertreter und Sozialarbeiter, die in solchen Filmen mit Problemmüttern und schwierigen Kids sonst gerne auftauchen und Zeigefinger schwenken, mussten erfreulicherweise draußen bleiben. Auch nett: Die prekäre, aber im Kopf durchaus fitte Kleinfamilie wohnt nicht in einem tristen Sozialplattenbau, sondern in einer Art Laubenkolonie im Grünen. Und das erwartete Happy-End blieb angenehm zurückhaltend, halboffen und mit etwas realistischer Lebensphilosophie garniert.

Ganz schlimm war die Musik der französischen Stimmkünstlerin Valérie Lindon. Ihr knödeliger, auf amerikanisch machender Gesang in kieksiger Kleinmädchen-Kopfstimme hat tierisch genervt, bis in den Abspann hinein. Das war kaum zu ertragen, daher insgesamt dann doch nur 3 Sterne minus.


Mein Ein, mein Alles
Mein Ein, mein Alles
DVD
Preis: EUR 0,00

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine unmögliche Amour Fou und die Befreiung daraus, 30. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mein Ein, mein Alles (DVD)
Vorweg: Frauen, die gerade in einer solchen wahnwitzigen Beziehung stecken oder hinter sich haben, sollten den Film eher nicht schauen: Er könnte extrem belastend und aufwühlend wirken. Wer's lange hinter sich und es überlebt hat, weiß: Auch das geht, wie alles, vorbei.....

Der französischen Regisseurin Maiwenn ist da ein beachtlicher Film über eine amour fou aus Frauensicht gelungen und sie hat völlig verdient dafür in Cannes einen Spezialpreis bekommen. Emmanuelle Bercot und Vincent Cassel geben das voneinander angezogene und abgestoßene Paar, das sich erst nach Schmerzen und vielen Niederlagen endgültig trennen kann, mit Bravour. Wenn sie auch beide mit um die 50 bei den Dreharbeiten etwas zu alt für ihre Rollen waren. Mit 50 ist man als Frau eigentlich schon zu abgeklärt, um sich nach mehr als 10jährigem Ehemartyrium einschließlich erfolgter Scheidung wegen IHM ohne Helm auf Skiern in den Abgrund zu stürzen (und das auch noch vor den Augen des kleinen Sohnes). Wie das Kind leiden mag, das kommt leider zu kurz in dem Film. Er wird trotz Horroreltern als kleiner unbelasteter Sonnenschein gezeigt. Wer's glauben mag......

Narzisstisch sind beide Partner, beide leiden auf ihre Art an Minderwertigkeitskomplexen, er kompensiert das mit Extrovertiertheit, dem Vernaschen von Models und übermäßigem Konsum von Alkohol und Drogen; sie mit einer Karriere als Anwältin und der Wahl eines völlig unpassenden Partners - nur weil der zu der verklemmten und frustrierten Frau gut im Bett ist und sie zum Lachen und Weinen bringt. Er sagt es ihr auch später nach dem Ehe-Aus einmal: Du musstest mich ja nicht heiraten, wusstest, wer ich bin, dass ich gerne feiere und trinke und oberflächlich bin. Dass ich eigentlich aus einer anderen Welt komme und nicht zu dir passe. Da ist was dran: Angebaggert hat sie ihn und nicht umgekehrt - er hatte die "graue Maus" (eine Schönheit ist die sehr herbe Emmanuelle Bercot nicht, eigentlich noch nicht einmal hübsch) zunächst überhaupt nicht bemerkt. Als Frau kann ich da nur sagen: Mit sowas hat man einen One Night Stand, allenfalls eine temporäre Affaire und gründet mit einem solchen Mann keine Familie. Sie tut es, warum auch immer. So ganz unschuldig an dem Desaster ist sie demnach nicht. Man könnte jetzt stundenlang über diese unmögliche Beziehung psychologisieren, aber das sprengte den Rahmen hier.

Gut fand ich das parallele Erzählen der Gesundung der Hauptfigur in der Reha mit Hilfe einfühlsamer Ärzte und Pflegepersonal sowie einer unbeschwerten Clique jüngerer MitpatientInnen und der in Rückblenden erinnerten verkorksten Liebesgeschichte. Am Schluss treffen sich beide zum Elterngespräch in der Schule des Sohnes. Immerhin, Verantwortung für das Kind übernehmen beide. Wird das ganze Theater wieder von vorne losgehen? - Warten Sie es ab........

Was ein bisschen anstrengend war beim Anschauen: Die Kamera verbleibt nahezu ausschließlich auf den Gesichtern der beiden Hauptdarsteller. Die übrigen Mitspieler werden zu Randfiguren degradiert, leider auch der mitfühlende Bruder und der etwas ratlos wirkende Vater unserer "Heldin". Freunde scheint sie keine zu haben. Interessant auch, dass sowohl er als auch sie keine Mutter mehr haben. Da könnte man jetzt auch wieder als Küchenpsychologe tätig werden. Der Film lässt viel Raum für eigene Reflexionen und Gefühle. Jedenfalls hat er mich noch lange beschäftigt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2017 8:14 PM MEST


Miss Austen Regrets
Miss Austen Regrets
DVD ~ Olivia Williams
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Imagined Biography" mit mehr Dichtung als Wahrheit und einer großartigen Olivia Williams, 29. Januar 2017
Rezension bezieht sich auf: Miss Austen Regrets (DVD)
Der für das Fernsehen inszenierte Film ist das, was im Englischen als "Imagined Biography", auf gut Deutsch eine zusammenfantasierte Biografie, bezeichnet wird. Zu so etwas wird gerne gegriffen, wenn über das Privatleben einer prominenten Persönlichkeit der Geschichte so gut wie nichts bekannt ist und man doch noch aus dem vagen Leben einen brauchbaren Filmstoff herauszwingen will. Das ist bei der weltberühmten Schriftstellerin und einer der Ikonen der britischen Kultur leider der Fall. Man will das Publikum bedienen, weiß aber so gut wie nichts über die Protagonistin. Dann strickt man halt um einen Kern an überliefertem Wissen um die Person eine einigermaßen plausible Geschichte aus Halbwahrheiten, Gerüchten und Mutmaßungen sowie schlichtweg Erfindungen. So ist die Figur der Nichte Fanny, die sich in Liebesdingen an die berühmte Tante wendet und dabei deren Bücher mit dem Leben verwechselt, zwar nicht erfunden, aber biografisch extrem aufgeblasen und ausgeschmückt. Die Idee mit der Nichte ist an sich nicht schlecht, sie bringt etwas Pep in die lahme Handlung und bietet Gelegenheit zu Reflexionen über die berühmten Romane der Autorin. Die Fans wird es freuen, mit der Biografie von Jane Austen hat das wenig zu tun. Auch, dass die 40jährige Tante und die 20jährige Nichte kleinmädchenhaft kichernd in Nachthemden nachts im Bett über Liebesdinge wie zwei ausgelassene Teenager palavern, dürfte eher der Fantasie der Drehbuchautorin entsprungen sein, ist aber ganz nett gemeint. Die unausgegorenen Liebesgeschichten der Austen waren leider ebenfalls weitgehend erfunden und sollten wohl ebenfalls die Handlung aufpeppen. So hätte man vor allem auf den schleimigen Arzt-Schönling, in den sich die herbe Autorin angeblich heimlich verliebte, gut und gerne verzichten können.

Die ältere Schwester Cassandra hat nach Jane Austens Sterben an einer bis heute nicht geklärten Krankheit von 3000 erhaltenen Briefen der Dichterin bis auf 160 allesamt vernichtet. Es könnte Pikantes darin gestanden haben. Aber will ich das wirklich wissen? Cassandra war ja selbst eine zu kurz Gekommene im Leben, wies Heiratsanträge ab und konnte ihr großes Talent als Zeichnerin beruflich nicht ausleben. Die einzigen Porträts von Jane, die überhaupt existieren, stammen aus ihrer Feder. Cassandra ist eine hochinteressante Figur, die das Drehbuch leider in die Ecke des Hausmütterchens stellt und von der erschreckend extrem gealterten Greta Sacchi völlig vergrämt und nichtssagend verkörpert wird. Die Brüder Austens werden für die Filmhandlung auf 2 reduziert, dabei hatte sie 6. Sie bleiben blass und nichtssagend im Film.

Vielleicht hat ja Jane Austen ihr Herz gar nicht an Männer, sondern an Frauen verloren. Das letzte Bild und der letzte Satz des Films könnten ein diskreter Hinweis darauf sein, dass es so gewesen sein könnte (die Betonung liegt auf "könnte"). Ganz aus der Luft gegriffen ist diese These nicht, auch nicht in der Austen-Wissenschaft.

Alles in allem leider etwas langweilig und zuviel zusammengesponnen. Olivia Williams hat allerdings großartig und absolut glaubwürdig die Jane Austen verkörpert. Sie war mir schon in "Hyde Park am Hudson" als Eleanor Roosevelt" positiv aufgefallen, historisch anspruchsvolle Frauenrollen scheinen ihr zu liegen. Eine sehr gute, uneitle und ernsthafte Schauspielerin. Leider die einzige in diesem etwas lauen Biopic.


Statt etwas oder Der letzte Rank
Statt etwas oder Der letzte Rank
von Martin Walser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hölderlin und der Helikopter - Abgang und Abgesang eines Selbsverliebten, 27. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Derzeit ist ja Altmännersommer in der deutschen Gegenwartsliteratur und nun durfte auch der greise Martin Walser seinen letzten Rank dazu tun. Ob es klug war, ich weiß es nicht. Gekauft habe ich mir das schmale Werk, weil ich nach Jahrzehnten mal wieder einen Walser lesen wollte und mehr als 171 Seiten Geraune der Pythia vom Bodensee verkrafte ich nicht mehr. Er gehört mit seinen selbstgerechten verschwurbelten Innerlichkeiten, seiner ewigen Nabelschau und törichten Bemerkungen zu tagesaktuellen Dingen nicht gerade zu meinen Lieblingsdichtern. Meine Antipathie gegen Walser ist nach der Lektüre noch gewachsen. Von Altersmilde oder gar -weisheit nicht die Spur, im Gegenteil. Ich, ich, ich armer, unverstandener Mann und die böse, böse, böse Welt. Alles hat sich gegen den egomanen, ausschließlich auf sich und sein Innenleben, seine kunstvoll gedrechselten und doch so hohlen Sätze fixierten Schriftsteller verschworen; "die Welt" - eine einfache Geschichte aus ICH, meinen Gegnern, meinen Feinden und meinen Freunden (die eigentlich auch keine sind, sondern sich nur in MIR spiegeln wollen). Irgendwie armselig. Du meine Güte, Herr Walser, "die Welt" kratzt sich irgendwo angesichts Ihrer Schreibereien und dreht sich auch ohne Sie weiter.

Ist es ein Roman? Ein autobiografischer Bericht, eine Reflexion in der Endlosschleife, vielleicht eine Art Gebet oder eine Beschwörung? Von allem etwas und doch wieder nicht, aneinander gereihte Gedankenfetzen, die sich gegen Ende immer mehr in der Lächerlichkeit der Banalität verheddern. Am Ende dann - hymnisch - Hölderlin. Und Robinson. Ausgerankt. Der Anfang ist ja noch recht anrührend, auch nachvollziehbar in seinen Ängsten des Greises an der Todesschwelle vor dem Einschlafen und vor der Dunkelheit, dem Aufwachen und dem Ennuie, vor dem sich ein Bild machen müssen von allem und nichts. Die Leere und die Müdigkeit, der Ekel und die Angst, mal still, mal laut - ist es das, was uns im tiefen Alter erwartet? Das verursacht schon Beklemmungen, aber Walser kann die sprachliche Stärke des Anfangs nicht halten, verliert sich in wüsten Beschimpfungen seiner "Feinde", in Tagträumen und Nachtträumen, Wehleidigkeiten und immer wieder Erinnerungen an Frauen. Frauen nicht als ebenbürtige Persönlichkeiten, sondern als Sexualobjekte mit Schattenwurf zwischen den Brüsten, ob Krankenschwester, aufdringlicher weiblicher Fan, Zufallsbekanntschaft im Hotel oder irgendwo bei einer Tagung aufgegabelte "Kollegin" mit Alkoholproblem. Wichtig ist nicht, was die Frau sagt oder schreibt, sondern wie sie sich die Blusenärmel aus den Ärmeln ihrer Jacke zieht. Ach Walser. Eine schwarze Putzfrau im Krankenhaus wird rassistisch beleidigt. "Die Farbige machte bisschen sauber. Zur ihr hätte ich den Satz nicht sagen können, sie war nur jungschön, kein Schicksal." Zum Schluss gewährt dem greisen Mann eine anonyme Frau "Barmherzigkeit", man mag es sich nicht vorstellen......

Beleidigt werden auch staatenlose Menschen ohne Staatsangehörigkeit, die seien laut Walser wie "Monster". Das betrifft dann sicher auch die zahlreichen "displaced persons", viele davon Juden, nach dem 2. Weltkrieg, alles Monster? Walser ist nun stolz darauf ein Deutscher zu sein und die deutsche Staatsangehörigkeit zu haben, sagt er. Gegen Ende rettet die Gattin den namenlosen oder vielnamigen Helden des Romans nach einem Skiunfall als Hubschrauberpilotin mit dem Heli aus den Schweizer Bergen.......

Die ganz große Lachnummer an dem Werk ist für mich die offenbar vom 90jährigen immer noch nicht verwundene Feindschaft durch Marcel Reich-Ranitzki (im Buch als "XYZ" auftauchend). Die Abarbeitung an dem längst verblichenen Kritiker zieht sich penetrant wie ein roter Faden durch die mehr als 170 Seiten und kommt und kommt nicht zur Ruhe. Das wirkt bei einem deralt alten Mann grotesk, unsouverän und beinahe spätpubertär, er sollte doch langsam darüber stehen, immerhin hat er den "Feind" überlebt. Das Buch endet in wirrem Gestammel und hinterlässt nach der Lektüre ein schales Gefühl des Angewidertseins. Wenn das wirklich der letzte Rank war, dann war es ein Abgang in Unwürde.


Perwoll, Renew Plus, weiss, Waschmittel, 1er Pack (1 x 20WL)
Perwoll, Renew Plus, weiss, Waschmittel, 1er Pack (1 x 20WL)
Wird angeboten von saymo GmbH
Preis: EUR 8,74

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Penetrant riechende Duftstoffe, die die Schleimhäute reizen, 27. Januar 2017
Die teilweise hymnischen Lobpreisungen dieses höchst überflüssigen Waschmittels kann ich nicht unterstützen. Das Produkt hatte ich als Notlösung gekauft, da mein gewohntes Sensitiv-Waschmittel kurzfristig nicht zu haben war und dieses Produkt hier im Sonderangebot war. Den Kauf habe ich bitter bereut. Für welche Zielgruppe ist dieses Produkt? Für Menschen, die meinen, für jede Art von Wäsche ein eigenes Waschmittel nutzen zu müssen und entsprechend kaufen. Es ist eigentlich so überflüssig wie ein Kropf: Für stärker verschmutzte weiße Unterwäsche und Bettwäsche ist es auch bei 60 Grad unbrauchbar (Unterhosen wurden trotz geringer Befüllung nicht sauber), für weiße andere Wäsche wie Hosen kann man auch ein Vollwaschmittel, geringer dosiert, verwenden oder halt ein neutrales und bei Bedarf etwas Soda zum Einweichen nutzen. Die weiße Hose, die ich mit dem Mittel hier gewaschen habe, war absolut nicht weißer als vorher, auch zwei T-Shirts nicht (blieben sogar fleckig). Zudem stinkt das Zeug extrem nach Duftstoffen und dringt unangenehm in die Nase und den Mund beim Atmen und reizt meine Schleimhäute. Ich bin kein Allergiker, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt bei einem Waschmittel an Parfümgestank. Der absolute Supergau. Die ganze Wohnung stinkt jetzt nach dem Waschen danach und der Geruch hat sich überall eingenistet. Auch die Wäsche hat diesen penetranten aufdringlichen Duft angenommen, obwohl ich nur die halbe Kappe hineingegeben habe. Die Flasche mit Inhalt habe ich nach der ersten Wäsche entsorgt.


Liberace
Liberace
DVD

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Beeindruckender Michael Douglas, langweiliger Film, 26. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liberace (Amazon Video)
Vorweg: Wer die Unterhaltungsfilme für große Jungs wie Ocean's Eleven von Regisseur Steven Sonderbergh kennt, wird auch bei diesem schwierigen Thema kaum Tiefgang oder ein anspruchsvolles Biopic mit künstlerischen Ambitionen erwarten. Das hab ich nicht und eigentlich nur wegen Michael Douglas geschaut. Er hat mich nicht enttäuscht und liefert schauspielerisch eine Meisterleistung ab. Und das so kurz nach seiner Krebserkrankung - dafür Hut ab! Nur dafür 2 Sterne, ansonsten ist der Film langweiliger Murks, schwul hin oder her. Er ist unendlich langweilig und sich wie Kaugummi hinziehend erzählt, bietet nichtssagende Bilder, viel zu lange Einstellungen mit Liberaces exaltiertem Geklimper und endlos lange nichtssagende Dialoge, bevorzugt im Bett. Matt Damon ist eine krasse Fehlbesetzung, wirkt nicht eine Sekunde lang wie ein Homosexueller, sondern deutlich wie ein Schauspieler, der einen Schwulen nur spielt. Somit gibt er anders als Douglas, der dem weder menschlich angenehmen noch künstlerisch bedeutenden Klavierspieler aus Las Vegas vor allem in den völlig entblößten Momenten eine Restwürde verleihen kann, seine Figur der Lächerlichkeit preis. Er setzte, wie in anderen Filmen auch, sein ausdrucksloses Nussknackergesicht auf, und das war es dann. Wer Matt Damon als Schauspieler auch sonst nicht mag und für überschätzt hält, wird hier leider bestätigt.

Die seltsame Figur des Liberace, den ich aus meiner Jugend verschwommen in Erinnerung habe, blieb trotz Douglas Meisterleistung in seiner Deutung durch den Regisseur vage, das Drama wurde zum kitschigen Dramolett, der Film kratzte nur an der Oberfläche. Vor allem war er undendlich langweilig und geschwätzig. In etwa wirkte das Ganze so, wie sich Heteros Schwule vorstellen. In einer kleinen Rolle als Liberaces Mutter ist die kürzlich verstorbene Debbie Reynolds zu sehen.


Senor Kaplan
Senor Kaplan
DVD
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SS in Uruguay........, 23. Januar 2017
Rezension bezieht sich auf: Senor Kaplan (Amazon Video)
Wir Deutschen tun uns ja immer noch schwer damit, wenn Nazis und Holocaust in einem Film makaber und schwarzhumorig zum Thema werden. Dürfen die das, fragen einige pikiert? Die dürfen! Wenn es zwei Juden aus Uruguay (Drehbuchautor und Regisseur) sind, die auf diese Weise auch die eigene Familiengeschichte mit viel Herzblut und Emotion, dabei ohne Pathos und sehr, sehr viel schwarzem Humor und auch Selbstironie, auf die Schüppe nehmen. Ohne dabei eine Sekunde lang verletzend oder oberlehrerhaft zu werden. Der Film ist einfach köstlich und er hat mein Herz berührt.

Einiges mag den deutschen Zuschauer zunächst peinlich berühren, wenn z.B. ein Damenchor mit hellen Stimmchen neckisch ein fröhliches Liedchen über "SS in Uruguay" zum Besten gibt. Aber da muss man durch. Uruguay hat ja wie viele andere Länder in Südamerika das Problem, dass hier nicht selten vor den Nazis geflüchtete Juden und nach dem Krieg ebenfalls geflohene Nazis bzw. deren Nachkommen Tür an Tür wohnen und Nachbarn sind. Das ist ein Thema in dem Film ebenso wie die tief in der Seele immer noch unbewältigte Flucht des Protagonisten als Junge über den großen Ozean als einziger Überlebender seiner Familie in Polen. Aber damit begnügt sich der Film nicht, es geht auch um jüdisches Familienleben in Uruguay heute, verschiedene gesellschaftliche Schichten im Land und die Angst, im Alter irgendwas verpasst zu haben und noch einmal etwas ganz Großes und Bedeutendes tun zu müssen. Schließlich, so sinniert unser reifer Held (sehr berührend: Hécor Noguera), hat auch Goethe mit fast 80 den Faust vollendet. So macht er sich als eine Art Don Quichote mit seinem getreuen Sancho Panza in Gestalt seines etwas verpeilten und prolligen, aber gutmütigen Chauffeurs und ehemaligen Hilfspolizisten, übrigens kein Jude,(Néstor Guzzini) frisch ans Werk, gegen die Windmühlenflügel der Bürokratie zu kämpfen und das ganz große Ding hinzulegen: einen inkocognito am Strand lebenden Deutschen als Nazi und Kriegsverbrecher zu entlarven und wie einst Eichmann übers Meer zur gerechten Strafe nach Israel zu schaffen - nur noch besser und logistisch ausgetüftelter. So der sich schrittweise zur Manie und Besessenheit auswachsende Wunsch und nahezu grotesk ausgeführte Plan. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt........Den "blonden Nazi" spielt übrigens ziemlich wortkarg und gerne in Badehose am Strand von Uruguay der deutsche Fernsehstar Rolf Becker ("In aller Freundschaft").

Wann bekommt man schon mal die Chance, einen Film aus Uruguay anzuschauen, und dann auch noch einen so sauguten, wo auch noch ein bekannter deutscher Schauspieler mitspielt? Eben. Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen und von diesem ungewöhnlichen Film bezaubern und berühren. Und auch ein wenig beschämen.


Trumbo [dt./OV]
Trumbo [dt./OV]
DVD
Preis: EUR 9,99

4 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessantes Thema halbherzig und handwerklich mau umgesetzt, 22. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Trumbo [dt./OV] (Amazon Video)
Leider konnte mich der Film nicht überzeugen. Wer sich gar nicht mit dem alten Hollywood und der Geschichte der "Hollywood Ten" und ihrer Verfolgung wegen Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei der USA auskennt, wird mit dem Streifen gar nichts anfangen können. Er setzt einfach zuviel an Fachwissen voraus, überspringt vieles und lässt anderes einfach weg. Wer das merkt, weil er sich etwas auskennt, so wie die Rezensentin, der ist maßlos enttäuscht über soviel Oberflächlichkeit und "Zurechtbiegen". Welche Zielgruppe will der Film ansprechen? Die Nichteingeweihten sind ratlos, die anderen verärgert. So ging es zumindest mir. Vielleicht war der mir unbekannte Regisseur mit dem Brocken auch überfordert. Dass "Trumbo" sang- und klanglos an der Kinokasse unterging, wundert mich nicht.

Die Inszenierung ist uninspiriert, das Drehbuch fahrig und mit der heißen Nadel gestrickt, die Darsteller schlecht gewählt. Bryan Cranston war mit seinem zerfurchten Altmänner-Gesicht viel zu alt für die Rolle, so alt machen selbst Unmengen von Zigaretten und Whiskey, auf die die Kamera unermüdlich schwenkt, einen relativ jungen Mann nun doch nicht. Die blass bleibende Diane Lane als seine liebende Ehefrau ist ebenfalls zu reif für die Rolle. Das passte nicht. Der Drehbuchautor war bei dem Skandal und seiner Inhaftierung um die 40, seine Gattin Cleo um die 30. Die Schauspieler sind um die 60 bzw. 50. Das wirkt fast schon grotesk, wenn Lane mit Kleinkind auf dem Arm die junge Familienmutter mimt. Hatte man keine passenderen Darsteller finden können? Immerhin bringt Cranston, den ich nicht kannte, die Rastlosigkeit und den Sarkasmus des Autors ganz gut herüber, viele Bonmots gehen leider unter. Auch Weltstar Helen Mirren konnte trotz toller Kostüme und Hüte leider in ihrer Rolle als böse rechtsaußenkonservative und antisemitische Hollywoodklatschtante Hedda Hopper nicht überzeugen und blieb zu brav. Gefreut hatte ich mich auf die Auftritte bekannter Hollywoodgrößen wie John Wayne und Edward G. Robinson. Leider sahen die Darsteller ihnen nicht nur überhaupt nicht ähnlich, sie spielten auch noch schlecht (besonders unterirdisch der Darsteller des "Duke"). Das hat genervt.

Für ein historisch aufrichtiges Biopic blieben zu viele Fragen offen oder wurden verwässert. So gab es keine Hinweise auf die frühen Jahre des Dalton Trumbo vor Hollywood oder darauf, warum er überhaupt Kommunist wurde, ausgerechnet in der Stalinzeit und der vor dem Kurswechsel zunächst Annäherung der Sowjetunion an die Nazis. Die KP der USA war stramm auf Sowjetkurs und hinterfragte deren jeweiligen Kurs nie. Auch der Kommunisten-Boom in Hollywood in den 1930er bis 1950er Jahren unter Drehbuchautoren, einigen Schauspielerin und Regisseuren blieb ungeklärt. Das wäre das eigentlich Interessante an dem Stoff gewesen, blieb aber ausgespart.Vielleicht ein zu heißes Eisen.

Jedenfalls schaffte es Trumbo mit viel Ehrgeiz, unermüdlicher Schaffenskraft und dem Rückhalt seiner Familie sowie einem Netzwerk aus Freunden und Kollegen trotz "Berufsverbot" in Hollywood unter diversen Pseudonymen Aufträge zu ergattern und sogar unerkannt den Oscar für "Ein Herz und eine Krone" mit Audrey Hepburn und Gregory Peck einzuheimsen. Später wird er ja dann rehabilitiert und kann eine zweite Karriere starten, wiederum erfolgreich. Der zweite Teil des Films mit der emsigen, nahezu manischen Arbeitswut des Vaters, der selbst in der Badewanne an Manuskripten feilt und das Familienleben vernachlässigt, worunter vor allem die Kinder sehr leiden, ist noch das Beste an dem Film. Insgesamt überzeugt er mich nicht, da zu viele Fragen offen bleiben oder verschleiert werden. Anstatt Hollywood zu entzaubern, strickt der Streifen auf seine Weise eilfertig und ein bisschen devot an der Legende mit. Schade eigentlich, eine Chance wurde halbherzig vertan.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 2, 2017 11:07 PM CET


Love Happens
Love Happens
DVD
Preis: EUR 2,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wie auf glühenden Kohlen......, 21. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Happens (Amazon Video)
Da mich das Thema Trauerarbeit sehr interessiert und mich die teilweise ausufernd hymnischen Lobpreisungen dieser US-Komödie, bei der das ja eine zentrale Rolle spielt, neugierig gemacht haben, war ich das mal gestreamt. Obwohl ich kein Aniston-Fan bin. Ich war bitter enttäuscht und es war eine einzige Qual. Das lag am allerwenigsten an Jennifer Aniston, die nett anzusehen war, im Rahmen ihrer Möglichkeiten routiniert und nicht affektiert gespielt hat und mich nicht genervt hat. ABER: Wer hat ihr diesen grauenhaften Mimen namens Aaron Eckhart an die Seite gestellt? Den kannte ich bislang allenfalls dem Namen nach, und das ist auch gut so. Ein unangenehm aussehender Typ mit der Mimik und den Bewegungen eines aus Holz geschnitzten Nussknackers und weitgehend talentfrei. Das war schlimm anzuschauen. Den empathischen charismatischen Lebensberater für Trauernde und erfolgreichen Buchautor sowie trauernden Witwer habe ich ihm ebenso wenig abgekauft wie den feurigen Liebhaber. Die Aussagen zum Thema Trauer und Trauerbewältigung waren plump und auf Das-Goldene Blatt-Niveau. Die Musik ein einfaches Grauen, überzuckerte, völlig verkitschte Bilder und dazu eine an Haaren herbeigezogene, auf modern getrimmte Blumenmädchen-Intellektueller-Lovestory, als hätte man "My Fair Lady" mit Eliza Doolittle und Professor Higgins aus der Mottenkiste gezogen. Als der selbsternannte "Trauer-Therapeut" dann über glühende Kohlen lief und sich die Fußsohlen verbrannte, habe ich genervt abgeschaltet.

Nur für sehr leidensfähige Menschen zu ertragen. Peinlicher Kurzauftritt von Martin Sheen inklusive.


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