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Rezensionen verfasst von
Gerald Mackenthun "segel14197" (Berlin)
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Verteilungskampf: Warum Deutschland immer ungleicher wird
Verteilungskampf: Warum Deutschland immer ungleicher wird
von Marcel Fratzscher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Von den eigenen Leuten widerlegt, 15. Mai 2016
Schrumpft die Mittelschicht in Deutschland, in Europa, in den USA? Schrumpft die Einkommensmittelschicht gar „deutlich“? Die vorliegenden Zahlen lassen eine solche Interpretation nicht zu.

Seit 1991 ist der Anteil der Mittelschicht in Deutschland und den USA um etwa sechs Prozentpunkte gesunken, bei einer etwas breiteren Mittelschicht in Deutschland als in Amerika. Während sie dort von 56 auf 50 Prozent schrumpfte, ging der Anteil hierzulande von 66 auf 61 Prozent zurück. Ist das viel oder wenig? Ist das beunruhigend oder vernachlässigbar?

Gleichzeitig legten sowohl die Unterschicht als auch die Oberschicht leicht zu. Dieses Faktum wird gerne herangezogen zu der Anklage, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Aber ist das Anwachsen der Schicht mit Niedrigeinkommen (weniger als 50 % des Median-Einkommens) um ein Prozentpunkt von 20 auf 21 Prozent (seit 1991 bis 2013) ein Lamento wert? 13 Prozent zählten 2013 zu den Gutverdienern, die mehr als das Doppelte (200 % und mehr) des Durchschnittsverdienstes erzielten. Der Anteil der gut Verdienenden stieg, von zehn auf 13 Prozent. Die Mittelschicht schrumpft ein wenig, nicht nur weil ein Teil in die Unterschicht abstieg, sondern weil ein anderer Teil auch in die Oberschicht aufstieg. Diese zweigeteilte Entwicklung wird in der Regel verschwiegen. Falsch jedenfalls ist die Aussage, dass die Mittelschicht hierzulande ebenso stark geschrumpft sein wie in den USA. Die Einkommensungleichheit in Amerika ist wesentlich deutlicher als in Deutschland.

Das Median-Einkommen stieg in Deutschland nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) von 1991 bis 2000 inflationsbereinigt um sieben Prozent auf 54.000 Euro, danach sank es real um nur ein Prozent auf 53.500 Euro. Zur Mittelschicht zählen nach der Definition dieser Studie alle Personen, die ein jährliches Bruttoeinkommen zwischen 67 und 200 Prozent des Medien-Einkommens haben, das wären zwischen 35.845 und 107.000 Euro jährlich (einschließlich Sozialtransfers).

In den USA nahm die Unterschicht durch die starke Einwanderung aus Lateinamerika zu; Afroamerikaner sind weiterhin stark überrepräsentiert in der Unterschicht. In Deutschland ist die Immigration ebenfalls ein Faktor. Zugewanderte, auch aus Osteuropa, finden sich häufiger in der Unterschicht. Die Immigrantenwelle 2015 wird den Anteil der Menschen mit niedrigem Einkommen (unter 50 Prozent des Medians) erwartungsgemäß vergrößern. Weitere Faktoren für die leicht schrumpfende Mittelschicht sind die zunehmende Anzahl von Alleinlebenden und etwas mehr Teilzeitarbeit. Die zunehmende Technologisierung moderner Gesellschaften trägt zu einer Spreizung der Einkommen bei. Die Löhne für Hochqualifizierte steigen stärker als die Löhne für Unqualifizierte. Der technologische Wandel bevorzugt die Arbeit der höher Qualifizierten; deren Arbeit wird stärker nachgefragt als die von gering Ausgebildeten.

Die vom DIW verbreiteten Zahlen sind pikant, weil DIW-Präsident Marcel Fratzscher in seinem Buch „Verteilungskampf. Warum Deutschland immer ungleicher wird“ (2016) die These aufgestellt hatte, in Deutschland existiere keine sozialen Marktwirtschaft mehr, weil die Ungleichheit sehr stark zugenommen habe und die Mittelschicht drastisch schrumpfe. Andere Ökonomen hatten diese These zurückgewiesen, und die DIW-Zahlen belegen die These ihres Präsidenten gerade nicht. Das DIW musste wenige Tage nach Veröffentlichung der Zahlen Anfang Mai 2016 einräumen, dass man sich gravierend verrechnet hatte. Zunächst hatte es geheißen, dass die Einkommens-Mittelschicht auf 54 Prozent aller Einkommensbezieher geschrumpft sei und das Median-Einkommen bei nur 29.500 Euro läge. Auf den gravierenden Rechenfehler hatte fast keine Zeitung hingewiesen, nachdem zuvor ausführlich über die aufsehenerregende Studie über das vermeintliche Schrumpfen der Mittelschicht berichtet worden war (siehe „DIW-Forscher haben sich in Mittelschicht-Studie verrechnet“, FAZ, 13. Mai 2016, S. 19).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 18, 2016 3:32 PM MEST


Fukushima 360º - Das atomgespaltene Leben der Opfer vom 11. März 2011: 44 Foto-Reportagen von Alexander Neureuter
Fukushima 360º - Das atomgespaltene Leben der Opfer vom 11. März 2011: 44 Foto-Reportagen von Alexander Neureuter
von Alexander Neureuter
  Broschiert
Preis: EUR 29,80

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unverschämtheit, 17. September 2015
Der Autor und Fotograph geht auf eine unverschämte Art an die Katastrophe heran. Die 20 000 Opfer des Tsunamis verschwinden hinter den ohne Zweifel vorhandenem Leid der Evakuierten. Er konstruiert Verschwörungen, wo keine sind, und beleidigt sogar die Ärzte und andere Helfer, die sich selbstlos eingesetzt haben, indem er sie als Teil eines Schweigekartells brandmarkt. Tatsächlich haben die Behörden weitgehend höchst professionell reagiert, viele weitere Atomkraftwerke an Japans Ostküste blieben intakt. Die Katastrophe ist nicht die leicht erhöhte Radioaktivität (auf dem Kraftwerksgelände ist sie hoch), sondern die gnadenlose Fürsorglichkeit des Staates, der die Anwohner zur Flucht zwang. Jetzt dürfen die ersten zurückkehren, in einen Landstrich, der eine nur unwesentliche Erhöhung der natürlichen Radioaktivität aufweist. – Der Autor reitet auf der in Deutschland weit verbreiteten Atomkraft-Nein-Danke-Welle, er schwimmt mit dem Strom. Er ist ein Opportunist.
Kommentar Kommentare (18) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 8, 2016 2:20 AM CET


Der Fall Mollath: Vom Versagen der Justiz und Psychiatrie
Der Fall Mollath: Vom Versagen der Justiz und Psychiatrie
von Gerhard Strate
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Strate ist Partei, da kann man nichts anderes erwarten., 5. Januar 2015
Mollath-Verteidiger Gerhard Strate veröffentlichte im Dezember 2014 in einem Buch seine Sicht auf den Fall, der in der Tat relevante Fragen aufwarf: Landet man in Deutschland zu leicht und zu schnell gegen seinen Willen in der geschlossenen Psychiatrie?

Mollath, so Strate, sei lediglich „auf den Zuruf Dritter“ als seelisch krank eingestuft und weggesperrt worden. Die Urteile gegen Mollath waren Unrechtsurteile, basierend auf Rechtsbeugung. Nicht nur das Landgericht Nürnberg-Fürth, die gesamte Justiz Deutschlands habe sich damit der Schande preisgegeben. Juristen und Psychiater hätten völlig frei von Recht und Gesetz, rein aus der Lust an der Entrechtung Einzelner gehandelt (S. 12). Strate dokumentiert das Wiederaufnahmeverfahren vollständig und lässt Reflexionen über das deutsche Justizsystem einfließen.

Als Strafverteidiger ist sein Buch notwendigerweise subjektiv. Zugleich unterliegt er der Schweigepflicht, so dass er über die Ge-spräche mit seinem Mandanten, von dem er sich im Streit getrennt hatte, nichts mitteilen könne.

Strate nennt die Verurteilung Mollaths nichts weniger als einen „Justizmord“, welcher absichtlich ins Werk gesetzt wurde (S. 15). Banken – das bezieht sich auf Mollaths Exfrau Petra M. – seien grundsätzlich skrupellos, das sei ihre zweite Natur (S. 20). Einzig Gutachter Dr. Johann Simmerl, dem Strate das Buch widmet, habe sein Denken nicht verlernt und sein Herz nicht zu Stein werden lassen. Strate geht auch kurz auf den Hochstapler Gert Postel ein, der es schaffte, mit gefälschten Zeugnissen eine Zeit lang als Psychiater zu arbeiten. Für Strate zeigt dessen Fall, dass das Motte „Mehr Sein als Schein“ zum Selbstzweck der forensischen Psychiatrie geworden sei.

Strate ist Partei, doch verrennt er sich in eine Pauschalkritik „der Justiz“ und „der Psychiatrie“. Die Rundumverurteilung der Psychiatrie erscheint wenig qualifiziert. Zudem werden Züge von sarkastischer Arroganz deutlich. Es ist dies der Ton der Blogger und Online-Kommentatoren, die mit Verachtung auf die staatlichen Institutionen und ihre Akteure herabblicken. Strate kann allerdings besser und vor allem in fehlerfreiem Deutsch formulieren. Aber wenn nach Gründen für Politikverdrossenheit und für das abgrundtiefe Misstrauen einiger Bürger gegenüber Staatsgewalten gesucht wird, dann ist in Büchern wie die von Strate eine Quelle zu finden.

Neues Material zum Fall bietet das Buch nicht. Die fast wortwörtliche Dokumentation des Wiederaufnahmeverfahrens ist verdienstvoll, kann sich der wirklich Interessierte doch authentisch informieren. Auf die mediale Seite des Falles, insbesondere der Kampf der Süddeutschen Zeitung (gegen CSU, Psychiatrie und Justiz) und des Nordbayerischen Kuriers (neutral) um die Deutungshoheit, wird nicht eingegangen.

Strate hätte dem Leser die Schwierigkeiten der Wahrheitsfindung erläutern können, er hätte die Entwicklung der forensischen Psychiatrie im Zusammenwirken mit Gerichten und den Strafvollstreckungskammern nachzeichnen können, ferner die jahrzehnetelange Zusammenarbeit von Psychiatern und Gerichten und nicht zuletzt die Probleme, die die Diagnose seelischer Krankheiten mit sich bringen. All das sind wichtige Themen, die einem verunsicherten Publikum hätten erläutert werden können. Strate entschied sich für das Ressentiment, die Polemik und die Selbstüberhöhung.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 28, 2016 10:23 AM CET


Wir sind die Guten.: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren
Wir sind die Guten.: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren
von Mathias Broeckers
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

34 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Autoren stellen die Realität auf den Kopf, 29. Dezember 2014
Putin hat der Welt gezeigt, wozu Russland fähig ist. Er hat die Krim für den russischen Staat handstreichartig und ohne unmittelbare Verluste erobert. Die russische Schwarzmeerflotte kann weiterhin das gesamte Schwarze Meer bis hin zur türkischen Küste kontrollieren. Vorbeugend hat Russland auch gleich noch die Ostukraine angegriffen. Russische Soldaten ohne Hoheitsabzeichen kämpfen auf Seiten der Separatisten. Das Ganze wird begleiten von einer Propaganda-Kampagne, deren Irrsinn ihresgleichen sucht. Die phantastischen Konstruktionen Moskaus über ein angeblich faschistisches Regime in Kiew und das Anrecht der russischen Mutternation auf ein "Neurussland" haben auch bei uns gewirkt. Doch die geschlossenen getragenen Sanktionen Europas und der USA wirken. Putin sitzt in der selbstgebauten Falle. Und die Ukrainer (wie Polen und die baltischen Staaten) können sich keine Illusionen mehr über den Nachbarn Russland machen (selbst Weißrussland rückt von Putin ab). Deren Reise geht seit 1990 immer nur in eine Richtung: nach Westen. Dort winken politische Liberalität, Rechtssicherheit und Meinungsfreiheit.
Kommentar Kommentare (24) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 15, 2016 7:29 PM CET


Amzdeal Micro USB Kabel mit magnetischem USB Anschluss 30cm High Speed USB 2.0 A Male auf Micro B Daten- und Ladenkabel (weiß)
Amzdeal Micro USB Kabel mit magnetischem USB Anschluss 30cm High Speed USB 2.0 A Male auf Micro B Daten- und Ladenkabel (weiß)

5.0 von 5 Sternen Schickes Kabel, 26. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Formschönes Kabel, dem Apple-Stil angepasst; beide Enden werden mit einem Magneten zusammengehalten. Wird in einer schicken Box geliefert. Funktioniert natürlich (was soll bei einem so einfachen Teil schon schiefgehen?).


Wie viel Moral verträgt der Mensch?: Eine Provokation
Wie viel Moral verträgt der Mensch?: Eine Provokation
von Franz M. Wuketits
  Gebundene Ausgabe

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Provokation gelungen, 26. Dezember 2014
Die Botschaft dieses schmalen Buches ist einfach zu beschreiben: Die Evolution hat den Menschen mit zwei Basisbestrebungen und –fähigkeiten ausgestattet, der Kooperation und der Konkurrenz. Beides verschmilzt in einem „reziproken Altruismus“, einem Wohlwollen auf Gegenseitigkeit bei Wahrung der eigenen Interessen und der Bedürfnisse der Anderen. Sofern nicht zu sehr von außen eingegriffen wird, funktioniert damit das Zusammenleben einwandfrei; man ist in Wohlbefinden vereint.

Leider aber, so der österreichische Zoologe, Paläontologe und Philosoph Franz Wuketits, würden Menschen und Institutionen, die mächtig geworden sind, durch zu viel „Moral“ das Zusammenleben stören und den Bürger entmündigen. Genau genommen meint Wuketits mit Moral die vielen Gesetze, die die freie Entfaltung des Individuums immer weiter einschränkten. Wir bräuchten also nicht mehr „Moral“, sprich gesetzliche Gebote, sondern weniger. Der Mensch vertrage nur ein gewisses Quantum an Vorschriften, und diese Grenze sei schon lange erreicht.

Es sind die Brüsseler Eurokraten, das öffentliche Rauchverbot, das Verbot harter Drogen und die Gängelung der griechischen Regierung durch Sparauflagen, die ihn stören. Regelungen, die das Zusammenleben der Menschen in gewisse Bahnen lenken, sind ihm nicht politische und soziale Kompromisse, sondern eine perfide Strategie von Machtinhabern, die nichts anderes im Sinn haben, als „das Individuum zu unterdrücken“ und sich auf Kosten anderer Vorteile zu verschaffen.

Verfolgt staatliches Handeln wirklich einzig den Zweck, soziale Antriebe und individuelle Lebensentwürfe totalitär zu unterdrücken (S. 161)? Kein Wort bei Wuketits, dass diese Politiker gewählt wurden und legitimiert sind, Macht auszuüben, ja geradezu eine „Pflicht zur Macht“ haben (Hellmuth Plessner). Die international verflochtene Wirtschaft kennt er nur als „Wirtschaftsterror“ (S. 63); die erweiterten Chancen für jeden Einzelnen durch offene Grenzen und der vereinfachte Austausch von Ideen und Waren sind ihm kein einziger Gedanke wert.

Letztlich könnten sich Drogensüchtige und Mörder in Wuketits Staatswesen wohlfühlen, werden sie doch von keinen einschränkenden Gesetzen und moralischen Vorhaltungen belästigt. Bedarf es noch des Hinweises, dass ein solches Gemeinwesen nicht existenzfähig ist? Die kleinen autonomen Gruppen, die dem Autor vorschweben, wären nicht in der Lage, eine Straße ins nächste Dorf zu planen, geschweige denn größere Projekte anzupacken. Wuketits Position wäre eventuell diskutierbar, wäre sie nicht getränkt mit Ressentiments, die ein verständiges, demokratieüberzeugtes Milieu nicht ernst nehmen kann.

Seine "Provokation" ist gelungen. Man ärgert sich über seine Hauptthese und noch mehr darüber, dass er sie nicht belegt, ja nicht einmal ausführt, was er eigentlich meint. Der eine oder andere mag sich von Gesetzen und Verordnungen gegängelt fühlen. Aber was folgt daraus? Ärger ist kein Argument. Die Realität stellt sich komplizierter dar.


Sony DSC-QX10 SmartShot Digitalkamera (18,2 Megapixel Exmor R CMOS Sensor, NFC, HD Videoaufnahme) inkl. Sony G Weitwinkel-Objektiv mit 10x opt. Zoom weiß
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Wird angeboten von stroeherwarenhandel
Preis: EUR 151,10

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pfiffige Idee, aber mit Nachteilen, 22. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Idee ist sehr pfiffig: Man hat ein Smartphone, möchte aber bessere Bilder als die mit der eingebauten Telefon-Kamera haben. Das Sony DSC-QX10 wird an das Smartphone (auch iPhone) mit Hilfe einer festsitzenden Klammer angeflanscht. Dann muss man im Smartphone die Verbindung zum eingeschalteten Sony-Gerät suchen und die Wlan-Verbindung herstellen. Sodann muss das kostenlose ""PlayMemoriesMobile"-App (was denken sich die Sony-Werbefuzzis eigentlich bei solchen Namen) aufgerufen werden. Erst dann können Fotos aufgenommen werden, die direkt im Smartphone gespeichert werden. Video-Aufnahmen jedoch - so stellt es sich mir dar - sind nur mit im Sony eingelegter Micro-SD-Karte speicherbar. Das Sony-Gerät wird mittels UB-Kabel am eingeschalteten (!) Computer aufgeladen.
Die Idee hat dennoch Haken: Vor jeder neuen Aufnahme muss die Wlan-Verbindung wieder hergestellt und das "PlayMemoriesMobile"-App eingeschaltet werden. Das dauert gut 10 bis 15 Sekunden. Schnelle Schnappschussaufnahmen sind so nicht möglich. Es sei denn, man lässt die Sony-Kamera eingeschaltet; dann ist aber das Objektiv ausgefahren.
Ein weiterer Grund, warum ich mich von der Kamera trenne: das Gewicht. Mein iPhone wiegt 140 Gramm, die Kamera 136 Gramm, macht 276 Gramm. Mein Casio-Exilim-Fotoapparat wiegt 134 Gramm, ist aber schneller betriebsbereit. Es scheint mir doch sinnvoller, Telefon und Kamera zu trennen.


Halbierte Wirklichkeit: Warum der Materialismus die Welt nicht erklärt
Halbierte Wirklichkeit: Warum der Materialismus die Welt nicht erklärt
von Hans-Dieter Mutschler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

11 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein weiterer verzweifelter Rettungsversuch für das Chistentum, 16. Februar 2014
Prof. Mutschler weist zu Recht auf die Grenzen der materialistischen Wissenschaften hin. Der Materialismus wird allerdings nur dann zum Problem, wenn man ihn zur Erklärung sämtlicher Phänomene heranzieht. Es dürfte Konsens sein, dass jeder –ismus, also die Verabsolutierung eines nur begrenzten Ausschnittes der Wirklichkeit, in die Irre führen muss. Die Aussage, die materialistische Weltanschauung reiche nicht aus, um das Leben in all seinen Dimensionen zu verstehen, ist weder neu noch überraschend.

Die Frage ist, welche Alternative Mutschler anzubieten hat. Eine erste Antwort ergibt sich aus seinem Buch „Die halbierte Wahrheit“: eine „narrative Theologie der Natur“. Das erinnert einerseits an Goethes Naturpantheismus, andererseits an Thomas Nagels teleologischen Evolutionismus. Ohne genauere Ausführungen Mutschlers lässt sich dazu nichts sagen. Einige von ihm gezogene Konsequenzen dürfen aber schon jetzt zurückgewiesen werden.

Es muss daran erinnert werden, dass religiöser Glaube und Dogmatismus jegliche wissenschaftliche Erkenntnis über Jahrhunderte verhindert haben. Glaube kann eine Alternative zur Naturwissenschaft sein, jedoch nur als Antagonismus. Auch sind die Naturwissenschaften niemals angetreten, „Grundlagen für ein gelungenes Leben zu liefern“. Hier verkennt der Autor das Wesen von Wissenschaft. Der religiöse Glaube mag diese Grundlagen liefern, doch muss an die bisherigen und anhaltenden verheerenden Folgen für die Betroffenen erinnert werden. Man könnte den Glauben agnostisch für sich stehen lassen, wenn er sich nicht in naturwissenschaftliche Belange einmischen würde. Der Dialog von Naturwissenschaft und Glaube kommt nämlich – kaum begonnen – sofort an ein abruptes Ende bei der Frage: Und wer erschuf Gott?

In einem längeren Artikel für den Tagesspiegel (16. Februar 2014, S. 7) wirft Mutschler den Naturwissenschaften vor, zu den fundamentalen „Fragen nach Liebe, Schuld, Glück, Freiheit, Erfüllung“ nichts zu sagen zu haben. Das ist auch gar nicht dessen Anspruch; der Vorwurf geht ins Leere. Mutschler jedenfalls kann im Materialismus keine „überzeugende Alternative zur traditionellen Form des Christentums“ sehen. Sollte Mutschler etwa das bigotte, leibfeindliche, autoritäre, dogmatische, intolerante Christentum meinen?

Sollte das die Alternative zum Materialismus sein, dann bin und bleibe ich gerne Materialist in den bewussten Grenzen seiner Erklärfähigkeit.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2015 5:42 PM MEST


Sony HDR-CX410VE HD Flash Camcorder (1920 x 1080 Pixel, G-Optik mit 30-fach Zoom, Automatikmodus) schwarz
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ausgezeichneter Recorder mit kleinen Misshelligkeiten, 16. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es wird nicht mitgeteilt, dass das Gerät ohne Speichermedium geliefert wird. Speicherkarte muss zusätzlich erworben werden. Normalerweise arbeitet Sony mit speziellen Speicher, dieses Gerät aber ist auch für SD-Karten geeignet (z.B. SDHC)! Diese positive Information wird uns vorenthalten. SDs können von PCs oder Macs gelesen werden. Es muss kein zusätzlicher USB-Speicheradapter angeschafft werden.


Psychodynamik und Neurobiologie: Dynamische Persönlichkeitstheorie und psychische Krankheit - Eine Revision psychoanalytischer Basiskonzepte
Psychodynamik und Neurobiologie: Dynamische Persönlichkeitstheorie und psychische Krankheit - Eine Revision psychoanalytischer Basiskonzepte
von Friedrich-Wilhelm Deneke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassender Überblick für Psychologen und Therapeuten, 11. Januar 2014
Wie ist zu erklären, dass Menschen seelisch erkranken? Eine Antwort ist nach wie vor schwierig, aber neurobiologisches Wissen gehört heute mit dazu. Der Autor, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytiker und emeritierter Professor in der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg, fasst seine klinische Erfahrung und das heutige Wissen über die Neurobiologie zusammen. Psychische Vorgänge jeder Art sind Hirnprozesse. Diese folgen bestimmten Regeln.

Die erste und wichtigste Regel ist die der Assoziation. Erinnerungen werden in neuronalen Assoziationsnetzen untereinander verbunden. Erinnert eine neue Situation an eine frühere Situation, die beispielsweise mit Angst assoziiert war, wird erneut Angst erlebt. Die Assoziationen müssen keineswegs logisch sein; sie sind vor allem im Traum nicht logisch. Das Bewusstsein kann nur bis zu einem gewissen Grad des Überblicks über die private Bühne unseres Lebens vordringen. In neuronalen Strukturen abgelegt werden kann nur das, was vorher erlebt wurde. Das Erlebte determiniert die seelisch-geistige Struktur innerhalb der Grenzen unserer genetischen Ausstattung.

Die zweite Hauptarbeitsweise ist die Selektion. Unter unendlich vielen Eindrücken werden bestimmte ausgewählt und nur einige im Langzeitgedächtnis abgelegt. Erinnert wird eher das, was schon vorher an Ähnlichem erfahren wurde. Aufgrund der Vorerfahrungen neigen wir zu Generalisierungen. Alte Erfahrungen werden im Lichte neuerer Erfahrungen gesehen, ein weiterer schwer zu kontrollierender Verzerrungsfaktor. Die Erfahrungsmuster bilden generalisierte Reaktionsmuster. Erleben und Struktur sind über Rückkoppelungsschleifen fortwährend aufeinander bezogen: die seelisch-geistige Struktur entwickelt sich auf der Grundlage des Erlebens, sie beeinflusst das aktuelle Erleben, wodurch wiederum die Struktur überarbeitet wird. Erleben erfolgt immer strukturabhängig, jedoch kaum je willentlich.

Psychische Erkrankungen entstehen, wenn die bewusste Regulation im Sinne einer Homöostase nicht gelingt und sich Erleben und seelisch-geistige Struktur ungünstig in einer Negativspirale gegenseitig verstärken. Der Mensch wird in ein angstvolles, depressives oder ein sonstiges Erleben von Krankheitswert hineingezogen.

Da Erleben, Strukturbildung und die strukturabhängige Regulation des Erlebens Hirnprozesse sind, sollten psychologische Modelle mit dem Wissensstand der Hirnforschung kompatibel sein. Das bedeutet, dass die klassische psychoanalytische Strukturtheorie vom Aufbau des seelischen Apparates (Ich, Es, Über-Ich) nicht haltbar ist. Ein Dynamisches Unbewusstes als relativ eigenständiges System gibt es offensichtlich nicht. Das Vergessen folgt weitgehend physiologischen Vorgaben und hat allenfalls sekundär psychische Funktion. Die Freud‘sche Traumtheorie darf als weitgehend obsolet gelten. Es gibt keine psychische Energie im Sinne einer physikalischen Kraft, jedoch gibt es nach heutigem Stand der Wissenschaft Nervenbahnenbündel, deren Inhalte bei ausreichender Aktivierung bewusst werden können. Psychoanalytiker können nicht mehr beanspruchen und begründen, dass sie über spezifische, exklusive und damit privilegierte Kenntnisse des Unbewussten verfügen.

Denekes Buch behandelt das gesamte Arsenal der psychodynamischen Konzepte unter neueren neurobiologischen Gesichtspunkten. Es läuft darauf hinaus, dass viele Phänomene unserer Psyche hirnanatomisch determiniert sind, was wiederum bedeutet, dass der bewusste oder unbewusste Wille relativiert werden muss. Vieles, was psychologische Funktionen zu haben schien, ist sowohl neurobiologisch unausweichlich als auch willentlich nur schwer steuerbar. Das wiederum bedeutet, dass therapeutische Bemühungen eine natürliche Grenze in der Neurobiologie haben. Es erklärt, warum sich Menschen so schwer therapieren und erziehen lassen. Ein ausgezeichnetes Buch, das durch Wiederholungen einige vermeidbare Längen hat.


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