Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos Learn More Learn more HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip longss17
Profil für keringsaja > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von keringsaja
Top-Rezensenten Rang: 106.271
Hilfreiche Bewertungen: 122

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
keringsaja "keringsaja" (Hamburg)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3
pixel
Requiem C-Moll
Requiem C-Moll
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 40,52

2.0 von 5 Sternen Laienproduktion zum Kennenlernen, 18. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Requiem C-Moll (Audio CD)
Hier singt ein wirklich guter Laienchor, die Solisten bedienen ebenso ordentliches Niveau. Wer andere Werke von Zelenka (v.a. sein Messen) kennt, wird ihn hier nicht wiedererkennen. Die Interpretation macht die Musik noch einmal schwerfälliger. Zum Kennenlernen der Musik ist die CD sicher geeignet, aber für mich keinesfalls ein Hörgenuss.
CDs mit dem Collegium 1704 und Václav Luks bzw. Frieder Bernius und dem Stuttgarter Kammerchor von Zelenka haben ein deutlich höheres Niveau und befriedigen damit auch anspruchsvollere Hörer. Diese CD tut das leider nicht.


Der Block: Kriminalroman
Der Block: Kriminalroman
von Jérôme Leroy
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für frankophile Leser*innen sicher ein wichtiger Roman., 4. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Der Block: Kriminalroman (Taschenbuch)
Jérôme Leroy hat schon 2011 den Roman der Stunde geschrieben: Nach eigenem Sprachgebrauch hat er das Erstarken der Rechtsextremen in Frankreich „verpixelt“ dargestellt und in eine Handlung gegossen, die nicht dem entspricht, was ich einen Krimi nennen würde. Dem ungeachtet ist er auf Platz 1 der April-Krimi-Bestenliste der FAS und des Deutschlandradio Kultur. Für deutsche Leser*innen oder zumindest für mich eine nicht immer fesselnde Lektüre, da zum einen die Handlung mich nicht allzu sehr fesseln konnte, zum anderen 40 Jahre Geschichte des Rechtsextremismus in Frankreich zumindest in Andeutungen Revue passieren. Ein analog gestrickter Roman über Deutschland hätte mir mehr Anknüpfungspunkte geboten und mich mehr interessiert. Für Frankreich-Kenner sicher packender; doch mich hat die Lektüre etwas überfordert. Wolfgang Schorlaus „München-Komplott“ z.B. hat mich entschieden mehr begeistert.


USB Ladegerät Syncwire USB Netzteil - 4-Port 6,8A/34W - Lebenslange Garantieserie - Reiseadapter mit US / UK / EU Steckdose für iPhone iPad,Samsung Galaxy,Smartphone,Tablet,Power Bank - Weiß
USB Ladegerät Syncwire USB Netzteil - 4-Port 6,8A/34W - Lebenslange Garantieserie - Reiseadapter mit US / UK / EU Steckdose für iPhone iPad,Samsung Galaxy,Smartphone,Tablet,Power Bank - Weiß
Wird angeboten von Syncwire
Preis: EUR 35,99

4.0 von 5 Sternen Läd schneller als meine anderen Ladegeräte, 1. September 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine sehr praktische Sache mit den Reiseadaptern. Leider nervt der Hersteller anschließend mit Werbemails. Darum vergebe ich nur vier Sterne.


Blindgänger: Roman
Blindgänger: Roman
von Ursula Hasler Roumois
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 32,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes Schlaglicht auf die Besatzungszeit im Mündungsgebiet der Charente – und dabei noch viel mehr, 25. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Blindgänger: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was zunächst wie ein Remake von "Stiller" anmutet, entwickelt sich schnell zu einem interessanten Roman über die Frage der Identität und wie sie mit der Erinnerung zusammenhängt.
Ein Mann erwacht aus dem Koma und hat sämtliche biografische Erinnerung verloren. Er befindet sich zu Beginn der Handlung in einer noblen Klinik für psychische Erkrankungen. Sein Psychiater ist der Rahmenerzähler des Romans.
Dass sein Patient der 58-jährige Schweizer Französischlehrer Jean-Pierre Marty ist, daran kann eigentlich kein Zweifel bestehen. Doch leider fühlt der Mann keinerlei Verbindung zu irgendwelchen Menschen aus seinem Leben: Frau, Tochter und Freund sind ihm Unbekannte, nur dem Leben „des Anderen“ zugehörig. Auch die Aufzeichnungen des Anderen, die ihm in dessen Laptop entgegentreten, kann er nicht als seine eigenen identifizieren. „Wie weiß man, wer man ist? Was, wenn mit dem Gedächtnis auch das Ich ausgelöscht ist?“ Schließlich vereinbart er mit seinem Psychiater, die Aufzeichnungen als Rohmaterial für seine eigene Geschichte zu verwenden, sie sich erfindend anzueignen, um – so die Hoffnung – seine wahre Vergangenheit schließlich zu finden.
Schnell stellt sich heraus, dass schon der vorkomatöse JP auf der Suche nach seiner wahren Vergangenheit war: Erst spät hatte er erfahren, dass er als Findelkind von seinen Pflegeeltern adoptiert worden war. Die Dokumente lassen darauf schließen, dass seine leiblichen Eltern bei einem Bombenangriff auf die Westküste Frankreichs ums Leben gekommen sind. Das hat ihn dazu bewogen, ein Sabbatical ebendort in Royan zu verbringen, um Nachforschungen anzustellen. Hier lernt er die etwas ältere, aber doch sehr attraktive Françoise kennen, die selbst über die als Historikerin, ebenfalls aus biografischen Gründen, über die Besatzungszeit recherchiert hat...
Der Roman enthält – neben den kurzen, etwas strukturierenden Bemerkungen des Psychiaters – die nach-erfundenen (oder doch erinnerten?) Berichte des Patienten über seine Erlebnisse im Sabbatical, kurz vor seinem Zusammenbruch, der ihn in die Klinik gebracht hat. Außerdem finden sich angebliche Kapitel und Auszüge aus dem Manuskript, das Françoise angefertigt hat und das die Geschichte ihrer Eltern während der Besatzungszeit enthält. Verdächtigerweise sind diese Passagen aber im selben Stil erzählt wie die übrigen Abschnitte über seine Zeit in Royan.
„Ja, ohne Gedächtnis gibt es auch keine persönliche Wahrheit, nur noch Gedankenspiele und Geschichten.“ Inwieweit das im Roman von dem Patienten geschilderte nun dessen (fiktive) „wirkliche“ Geschichte ist, oder ob alles nur erfunden ist, bleibt auch dem Psychiater verborgen. Der Roman ist spannend und meist flüssig erzählt. Die Entfremdung der Eheleute wird ebenso greifbar wie die Aufbruchstimmung durch eine neue Liebe. Und das Schlaglicht auf die Besatzungszeit an der französischen Westküste hat darüber hinaus fasziniert. Ein toller Debütroman, der für mich mindestens auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis gehört hätte, falls der Limmat Verlag ihn denn eingereicht hat.


Schneetage: Roman
Schneetage: Roman
von Jan Christophersen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Durchhaltevermögen hilft, 1. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Schneetage: Roman (Taschenbuch)
Ja, der Norddeutsche redet insgesamt ja nich so gerne, ne? Und Männer, die ausm Kriech komm' au nich, nech? Und über Gefühle und so? Hörn Se auf! Dann schon lieber Dönekens!
Obwohl die Geschichte reichlich klischeebeladen daher kommt, nimmt sie doch immer mehr Fahrt auf. Paul Tamm kommt im Krieg als Soldat zufällig ins grenznahe norddeutsche Vidtoft und fällt der Wirtstochter des Grenzkruges ins Auge, Heirat und Sohn Nils sind bald die Folge. Aus der Kriegsgefangenschaft bringt er einen weiteren Jungen ins familienbetriebene Gasthaus mit: Jannis, der als wohl Mitte 30-Jähriger den Roman in Ich-Perspektive aus dem Rückblick erzählt. In wechselnden Kapiteln wird von der Erzählgegenwart, der Jahreswende 1977/78 mit seiner Schneekatastrophe erzählt, in der Paul einen Herzinfarkt erleidet und ins Krankenhaus muss. Die Gegenwart zeigt tiefe Risse in der Familie zwischen den Eheleuten, aber auch unter den inzwischen drei Kindern Nils, Tochter Nane und Ziehsohn Jannis. Der Hauptbestandteil des Romans besteht jedoch aus den dazwischen geschalteten, bedeutend längeren Kapiteln, die von Pauls immer stärker werdenden Interesse an der Geschichte der versunkenen Stadt Rungholt erzählen. Dieser Suche ordnet Paul bald alles andere unter. Jannis darf ihn bei seinen Fahrten ins Watt begleiten, wo sie nach Spuren und Fundstücken akribisch fahnden. Was treibt Paul an? Sucht er sich in Rungholt eine selbst erschaffene Heimat mit fantastischen Wurzeln? Warum zeigt er aber an seiner wirklichen Familie bedeutend weniger Interesse? Woher kommt Jannis? Wer ist seine Familie? Warum will er es nicht spätestens als Jugendlicher mit allen Mitteln herausfinden, sondern lässt sich stattdessen als Handlanger jahrzehntelang von Paul ausnutzen? Eindeutige Antworten darauf gibt der Roman nicht. Das ist auch gut so.
Die Erzählperspektive lässt mich unzufrieden zurück, wenn im Präsens der Junge Jannis mit dem Fachvokabular oder den komplexen Satzstrukturen des Erwachsenen erlebt.
Die Aufmachung der gebundenen Ausgabe ist sehr schön, wenn die weißen Kapiteltitel auf einer grauen Seite abgesetzt sind. Eine Karte um das Gebiet mit dem sagenumwobenen Rungholt wäre eine gelungene Abrundung gewesen! Ein lesenswerter Roman, der mich aber so richtig erst nach fast der Hälfte gepackt hat.


WMF LINEO Wasserkocher 1,6 l, 3000 W, außenliegende Wasserstandsanzeige, Kalk-Wasserfilter, cromargan matt/silber
WMF LINEO Wasserkocher 1,6 l, 3000 W, außenliegende Wasserstandsanzeige, Kalk-Wasserfilter, cromargan matt/silber
Preis: EUR 88,94

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön, perfekte Funktion, etwas zu teuer, 9. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Kocher sieht klasse aus, man verbrennt sich nicht die Finger beim Eingießen, er ist schnörkellos.

Nachteile (?): Keine Sonderfunktionen; die Füllstandsanzeige ist so angebracht, dass man sie beim Einfüllen nicht gut ablesen kann - die eigene Hand schränkt die Sicht ein. (Das ist sicher eine Designentscheidung gewesen. Das Ablesen ist nicht unmöglich.)

Das Gerät ist unter diesen Umständen etwas zu teuer, finde ich. Den Kauf (vor einem Vierteljahr) haben wir aber nicht bereut - im Gegenteil, vorher hatten wir ein gutes Kunststoffgerät, an dem man sich hin und wieder beim Einfüllen oder Ausgießen verbrennen konnte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2015 4:31 PM MEST


Der polnische Boxer: Roman in zehn Runden
Der polnische Boxer: Roman in zehn Runden
von Eduardo Halfon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warnung vor dem Buche!, 9. Januar 2015
Wer einen gut erzählten, im weitesten Sinne zusammenhängenden Roman über einen polnischen Boxer in Auschwitz erwartet oder gar dem Klappentext glaubt, der behauptet: „Mit Witz und Melancholie erforscht der junge Autor aus Lateinamerika, was einen Menschen und eine Geschichte ausmacht.“ Derjenige wird herb enttäuscht sein. Im Original sind die zehn Erzählungen, die der Hanser-Verlag zu diesem „Roman“ zusammengestellt hat, nicht zusammen erschienen. Sie hängen durch den Ich-Erzähler Eduardo Halfon zusammen, der laut Perlentaucher „ lässig Guatemala, Serbien und die USA, den Holocaust, Jazz und Mark Twain, Indio-, Zigeuner- und Judentum, Sex und Literatur verknüpft.“ Mich hat das Buch nicht erreicht. Den Erzähler finde ich unsympathisch, die einzelnen Texte – mit Ausnahme des ersten – belanglos. Das narrative Spiel, das der Autor hier treibt, die auto-autoreferenziellen Bezüge mögen berufenere Leser als mich beglücken und amüsieren, ich war genervt.
Zwei Auszüge sollen beispielhaft stehen für eine Erzählweise, die mich auf keiner Ebene berühren konnte: Einen Stadtteil befindet der Ich-Erzähler Halfon als „verführerisch dekadent, wie die Wortgewandtheit eines Serienmörders.“ Offensichtlich bin ich „wie einer, der noch nicht verstanden hat, dass […] die Cowboys immer gewinnen, weil sie Gewehre haben, und dass in Wirklichkeit die Cowboys immer verlieren, weil sie Gewehre haben, und dass man Honig pur zu sich nehmen sollte, mit dem Finger und vorzugsweise allein und dass die Form der Brustwarze viel wichtiger ist als die Form der Brust selbst.“ (Beide Zitate aus dem Kapitel „Die Pirouette“, das Halfon im Original 2009 den Premio Novela Corta José María Pereda eingebracht hat.)
Zwei Sterne gibt’s, weil ich auch ein paar schöne Stellen gefunden habe und außerdem hoffe, das es an meiner Eingeschränktheit liegt, dass ich dem Buch nichts abgewinnen konnte. (Perlentaucher Roman der Herbstsaison 2014!)


Wovon wir träumten
Wovon wir träumten
von Julie Otsuka
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

5.0 von 5 Sternen Ein berührender Roman, der dazu anregen kann, Immigranten in unserer Gesellschaft mit offenerem Herzen anzuschauen., 6. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Wovon wir träumten (Gebundene Ausgabe)
Eine namenlose Gruppe von Japanerinnen wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Vereinigten Staaten von Amerika verschifft. Zuvor hatten sie nach Katalogbildern ihre Ehemänner ausgesucht, die vor langer Zeit selbst in die USA ausgewandert waren. In Kalifornien angekommen, finden sie jedoch nicht das erhoffte Paradies, sondern monotone, harte Arbeit in der Landwirtschaft unter meist unwürdigen Bedingungen. Erzählt wird das Schicksal einer ganzen Generation Frauen, die, nachdem sie gerade begonnen hatte, heimisch zu werden, als angebliche feindliche Elemente nach dem Angriff Japans auf Pearl Harbor wieder aus ihren fragilen Gemeinschaften entfernt wurden.
Die Frauen erhalten in diesem überaus berührenden Roman keine eigene Stimme, sie zählen in ihrem Alltag nicht als Individuen. Otsuka lässt sie aus der Wir-Perspektive zu Wort kommen. Indem Sätze immer wieder nur leicht variiert werden, wird deutlich, dass die Erfahrungen zwar nicht für alle im Detail, aber doch im Ergebnis gleich sind. „Eine von uns gab ihnen [den Amerikanern] die Schuld an allem und wünschte, dass sie tot wären. Eine von uns gab ihnen die Schuld an allem und wünschte, dass sie tot wäre. Andere von uns lernten zu leben, ohne überhaupt einen Gedanken an sie zu verschwenden. Wir stürzten uns in die Arbeit und wurden besessen davon, noch mehr Unkraut zu jäten. […] Wir dachten nicht mehr an Buddha. Wir dachten nicht mehr an Gott. Wir entwickelten eine Kälte, die bis heute nicht gewichen ist.“ Der Stil ist zwischenzeitlich so monoton wie die Arbeit und geht einem doch nahe. (Eine Leseprobe kann klären, ob einen der Stil erreicht.)
Auch bei uns leben viele Immigranten, die mit dem legitimen Interesse gekommen sind, ein wie auch immer besseres Leben zu führen. Gehen wir auf sie zu? Nehmen wir sie als Individuen war? Nehme ich sie als Individuen wahr? Otsuka erzählt eine Geschichte aus dem letzten Jahrhundert, aber sie kann auch heute noch bewegen.


Jungen brauchen klare Ansagen: Ein Ratgeber für Kindheit, Schule und die wilden Jahre
Jungen brauchen klare Ansagen: Ein Ratgeber für Kindheit, Schule und die wilden Jahre
Preis: EUR 15,99

27 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich eine freudvolle Pflichtlektüre (nicht nur) für Eltern von Jungen, 18. August 2014
Inhalt und Aufbau sind in anderen Rezensionen genügend ausführlich nachzulesen. Ich empfinde dieses Buch geradezu als beglückend, weil es stets wertschätzend gegenüber Jungen und Eltern gleichermaßen ist. Nicht zuletzt interessiert es sich für die Beziehung der Eltern als Paar.
Winter gibt konkrete Tipps für wichtige Alltagssituationen (Computer, Smartphone, Nach-Hause-Kommen, Aufräumen, Schule usw.), die genügend Spielraum für den eigenen Sohn und das eigene Erziehungsideal lassen. Vor allem ermutigt und drängt der Autor uns Erwachsene zu Klarheit gegenüber den eigenen Werten, Bedürfnissen und Erfahrungen, die wiederum wesentliche Voraussetzung für Klarheit in der Beziehung zu den Kindern (auch Mädchen) ist.
Muss Strafe sein? Wie finde ich angemessene Konsequenzen bei Fehlverhalten? Wie drücke ich meinem Kind gegenüber aus, dass mich sein Verhalten freut? Wie (er)finden wir gemeinsam Regel und Rituale? Diesen Fragen geht Winter tiefgründiger und konstruktiver nach, als ich es in anderen pädagogischen Werken gefunden habe.


Die blinden Passagiere: Roman
Die blinden Passagiere: Roman
von Jan Brokken
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Erzähltempo sinkt zwar, doch die Qualität bleibt!, 5. August 2014
Nach jetzt 15 Jahren habe ich den Roman wieder gelesen: Er ist wirklich so gut, wie ich ihn in Erinnerung hatte: Eine klare Empfehlung und wie schade, dass er momentan nicht mehr lieferbar ist!

Die Handlung spielt auf einem Containerschiff, das mit seiner 24-köpfigen Besatzung von Rotterdam nach Valparaíso unterwegs ist. Die Perspektive des entlang der Route linear erzählenden auktorialen Erzählers aber bestimmen kapitelweise drei andere Mitreisende: im Bauch des Schiffes zwei Russen, die als blinde Passagiere nach Amerika zu fliehen hoffen, an Deck ein niederländischer Gemälderestaurateur, der als einziger Privatpassagier auf der Suche nach sich selbst ist. („Er hatte begonnen, an sich selbst zu zweifeln, an seiner Art zu leben, an seiner Natur, an seinem Charakter.“) An Bord ist auch die Frau eines Matrosen, die ihren Mann auf See begleitet, da sie die Distanz zwischen ihnen zu verringern hofft. Während die blinden Passagiere, von Durst, Dunkelheit und Hitze geplagt, auf eine glänzende Zukunft hoffen und die Entdeckung fürchten, gleitet der Restaurator in eine Affäre mit der Frau. Dabei begegnet er immer mehr seiner Vergangenheit: Ist es zunächst nur die Erinnerung an seine vergangene Liebe, kommen bald Erinnerungen an seine Kindheit und seinen Vater hoch...
Wie hatte ihm der Kapitän zu Anfang der Reise versprochen: „Nichts bietet mehr Ablenkung als die See, gerade weil so wenig zu sehen ist. Man fängt an, auf die kleinsten Dinge zu achten, und die schenken einem mit der Zeit die größte Befriedigung. Auf meinem Schiff werden Sie wieder ganz der alte werden.“
Das Buch klingt still aus. Nicht nur die Reise des Holländers geht zu Ende


Seite: 1 | 2 | 3