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Rezensionen verfasst von
Skatersally "skatersally"
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Heidegift: Ein Fall für Inka Brandt (Ein Inka-Brandt-Krimi, Band 2)
Heidegift: Ein Fall für Inka Brandt (Ein Inka-Brandt-Krimi, Band 2)
von Angela L. Forster
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inka Brandt ermittelt wieder, 30. Januar 2017
Die Lüneburger Heide ist ein pittoresker Landstrich südlich von Hamburg. Normalerweise genießt man dort die Stille und lässt sich in einem Wellnesshotel verwöhnen. So dachten wohl auch die ehemaligen Klassenkameraden, die sich in Undeloh nach vielen Jahren trafen. Doch die unbeschwerte Zeit wird durch den Tod eines Teilnehmers überschattet. Kommissarin Inka Brandt bekommt mit ihrem Team alle Hände voll zu tun.

Angela L. Forster macht die nördliche Heide erneut zum Tatort. Dieses Mal muss ihre Protagonistin um einige Ecken denken, bevor sie den Fall lösen kann. Ihr vorgehen scheint dabei unkonventionell, aber doch nachvollziehbar. Der ansonsten im klassischen Stil strukturierte Krimi gewinnt dadurch an Spannung. Die Aussagen der Figuren lassen das vorher entstandene Bild in einem anderen Licht darstellen, sodass sich die Anzahl der Verdächtigen schnell erhöht.

Der zweite Teil schließt einige Monate nach „Heidefeuer“ an. Es wird an einigen Stellen Bezug auf den Streit mit Inkas Kollegen Amselfeld genommen, was aber mit einigen Sätzen für Quereinsteiger erklärt wird. Es wird dabei auch nicht zu viel verraten, sodass das anschließende Lesen spannend bleibt. Ebenso verhält es sich mit den begonnen Beziehungen zu Inkas Umfeld. Sie war einige Zeit fort aus ihrer Heimat und ist jetzt erst nach der Trennung von ihrem Mann und Vater ihrer Tochter nach Hanstedt zurückgekehrt. Die typische Umgebung mit den Laubwäldern und der Heidelandschaft wird wie auch die Haupt- und Nebenfiguren ausreichend beschrieben.

Wie bei einer Serie notwendig, bekommt die Kommissarin ein Privatleben, das genügend Geheimnisse birgt, um auch in den Folgebänden noch überrascht zu werden. Es werden einige Punkte angedeutet, die neugierig machen und die Entwicklung der Figuren vorantreiben. Je mehr Teile eine Serie bekommt, desto mehr Verstrickungen können dabei auftreten. Weitere Fälle sind hier jedoch wünschenswert. Der gedankliche Ausflug in die kleine Gemeinde im Landkreis Harburg war wie ein erfrischender Kurzurlaub, der ohne viel Blutvergießen auskam und dennoch spannend zu lesen war.


Das Haus in der Nebelgasse: Roman
Das Haus in der Nebelgasse: Roman
von Susanne Goga
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Londons verschwiegene Unterwelt, 26. Januar 2017
Mathilda Gray ist Lehrerin in einer Mädchenschule in Richmond. Sie bewohnt ein Zimmer bei Mrs. Westlake, die Groschenromane schreibt und für Mathilda immer einen passenden Rat parat hat. Mathilda hat nur noch ihren Bruder als Familie, der zu ihrem Leidwesen in Afrika gegen die Buren kämpft. Die junge Frau ist bei ihren Schülerinnen beliebt, sodass es nicht verwunderlich ist, dass eine ihr sogar ein streng gehütetes Geheimnis anvertraut. Laura wird überraschend von ihrem Vormund aus der Schule genommen und auf eine Genesungsreise ans Mittelmeer geschickt. Als Mathilda von ihr eine Postkarte erhält, entdeckt sie eher zufällig die Botschaft unter der Briefmarke, die sie zu einem versteckten Holzkästchen führt. Mit Hilfe eines Antiquitätenhändlers und eines Historikers macht sie sich daran, Lauras Familiengeheimnis zu lüften.

Susanne Goga bleibt ihrer Erzählkunst auch mit diesem fünften historischen Roman treu. Sie versetzt ihre Leser in das beginnende 20. Jahrhundert, dass sie bildhaft mit seinen charakteristischen Merkmalen beschreibt. Die Rolle der Frau, die sich für ihre eigenen Rechte einsetzen, ändert sich spürbar. Mathilda ist zwar modern eingestellt, muss sich aber immer wieder den Anweisungen ihrer Direktorin unterordnen, die noch an den bisherigen Traditionen festhält. Ganz anders ist ihr Verhältnis zu der ebenfalls älteren Vermieterin, die ihrer Fantasie in den Romanen freien Lauf lässt.

London mit seinen Gaslampen in nebliger Umgebung bietet obendrein eine perfekte Kulisse für Zwielichtiges. Um Lauras Geheimnis zu klären, begeben sich Mathilda und der Historiker Stephen an verbotene Stellen zu ungewöhnlichen Zeiten. Vorbeiziehende Mandelverkäufer verbreiten ihren Aberglauben und lassen ein mulmiges Gefühl zwischen den Zeilen entstehen. Manchmal scheint es, als würde das Rätsel nicht rasch genug gelöst werden können, was auch den Leser ein bisschen in Atemnot versetzt. Erklärungen zur Stadtgeschichte fließen immer wieder ein, sodass man den nächsten Besuch der Metropole sicher mit anderen Augen sieht. Zur ganzen Spannung gibt es aber auch eine Portion Romantik, wenn Stephen seine zarten Bande knüpfen will.

Gogas Schreibstil ist eingängig und schnell will man wissen, was es mit dem Inhalt des Holzkästchens auf sich hat. Nicht nur die Lösung ist geschickt angelegt, sondern auch der Vorfall in der Vergangenheit. Sie zeichnet sowohl ihre Charaktere als auch die Örtlichkeiten mit viel Liebe zum Detail. Das verrufene East-End ist ebenso plastisch dargestellt wie das noble Richmond. Trotz der atmosphärischen Dichte hat man nie das Gefühl, eine unnötige Information zu bekommen. Das Buch war wieder einmal gute Unterhaltung und hätte gerne noch mehr Kapitel haben dürfen. Ganz habe ich die Hoffnung auf ein Wiederlesen mit Mathilda und Stephen nicht aufgegeben. Gerne würde ich mich noch einmal ins ausklingende viktorianische London versetzen lassen.


Cressi ALPHA Ultra Dry, Tauchen und Schnorcheln Silikon Dry Schnorchel - 100% Made in Italy, schwarz / blau
Cressi ALPHA Ultra Dry, Tauchen und Schnorcheln Silikon Dry Schnorchel - 100% Made in Italy, schwarz / blau
Wird angeboten von Prime Scuba
Preis: EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen Nicht ganz Ultra Dry und zu unauffällig, 23. Januar 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zum Schnorcheln gehört außer einer gut dichtenden Taucherbrille auch ein Schnorchel, der ein sicheres Ein- und Ausatmen ermöglicht. Dieser ist von der Firma Cressi im Angebot. Das Model Alpha Ultra Dry hat einen patentierten Verschlussmechanismus, der das Eindringen von Wasser größtenteils verhindert. Bei einer sich überschlagenden Welle gelang nur ganz wenig Salzwasser in den Schlauch, das man schnell über das Mundventil ausgeblasen hatte. Gewöhnungsbedürftig war es, dass sich das Ventil wirklich schloss und man eben keine Luft zum Atmen hatte. Es öffnet sich sofort wieder, wenn kein Druck von oben vorhanden ist und man gleichzeitig ausbläst.

Der Schnorchel hat ein weiches Mundstück mit zwei Beißwarzen. Ich empfand ihn als bequem anliegend. Der Schlauch hat außen Falten zur besseren Beweglichkeit und ist innen glatt. Das bedeutet, dass er in einem Winkel von fast 180 Grad abgeknickt immer noch Atemluft durchlässt, weil die Falten einen kompletten Verschluss nicht zulassen. Beim normalen Gebrauch kommt das aber selten vor. Der elliptisch geformte Wasserbehälter kann ebenfalls durch ein kräftiges Ausatmen unter Wasser entleert werden. So ist die Wassermenge extrem reduziert, die bei herkömmlichen Schnorcheln mit eingezogen wird. Erfahrene Schnorchelschwimmer benötigen dieses Equipment vermutlich nicht, Anfänger erleichtert es die Ausflüge signifikant.

Vermisst habe ich in dieser Preisklasse eine Signalfarbe am Ende des Schnorchels, die andere Wassersportler warnt. Das zweifarbige Blau und Transparent ist in manchen Gewässern leicht zu übersehen. Für Spaß im Urlaub und gelegentliche Ausflüge über ein Riff ist der Schnorchel dennoch eine gute Wahl, gerade für unerfahrenere Schwimmer. Ich war damit nun insgesamt sechs Wochen im Salzwasser unterwegs und kann keine Abnutzungserscheinungen erkennen.


30 Sekunden zu spät (EDITION 211)
30 Sekunden zu spät (EDITION 211)
von Kaja Bergmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

4.0 von 5 Sternen So, oder alles ganz anders?, 23. Januar 2017
Nepomuk besucht seinen an Demenz erkrankten Opa im Seniorenheim. Dessen Erinnerungen an vergangene Tage und auch an seine Großmutter scheinen den jungen Mann in eine angespannte Stimmung zu versetzen. Als Leser kann man nun beobachten, wie er nach dem Verlassen des Patientenzimmers ein nur auf den ersten Blick unauffälliges Leben führt. Dazu gehört Miranda als Nepos feste Freundin. Beide fahren spontan an die Nordsee, weil Nepo dort eine Sache finden muss, die mit seinen Großeltern zu tun hat. Allerdings nimmt der Verlauf der Geschichte dort eine überraschende Wendung.

Kaja Bergmann beschreibt in diesem All-Ager, den ich eher zum Genre Jugendbuch zählen würde, zwei Wochen im Leben der zwei jungen Leute. Unterteilt ist die Handlung in zwei Teile, die je aus Sicht der beiden Hauptfiguren geschildert werden. Nepo macht den Anfang und nimmt die Leser mit auf die Fahrt nach Büsum, wo er eine unspezifizierte Sache sucht. Kleine Erwähnungen seiner Befindlichkeiten lassen schnell erahnen, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der möglicherweise ernsthaft erkrankt ist. Seine Kopfschmerzen, die sprunghaften Handlungen und vor allem die Erwähnung seiner Tabletteneinnahme verstärken diesen Eindruck. Miranda ist in dieser Darstellung der ruhende Pol für ihn, die wie ein Aufpasser agiert. Allerdings taucht auch immer wieder ein ominöser Tramp auf, der ein eigentümliches Interesse an dem Paar hat. Es könnte alles so harmlos sein, aber dann endet die Geschichte so tragisch.

Der zweite Abschnitt beginnt ebenfalls am 10. September und gibt die Perspektive von Miranda wieder. Schon anfangs fallen Veränderungen im Verlauf auf, obwohl doch eigentlich beide Figuren dasselbe erlebt haben. Mirandas Sicht verwirrt zunächst, da die bekannte Handlung offenbar ganz anders stattgefunden hat. Die nun geweckte Neugier lässt die knapp 180 Seiten wie im Flug vergehen. Zurück bleibt die Frage, welche Version denn nun die richtige war, da auf keinen Fall beide stimmen können. Das Buch fasziniert eher durch die geballte Ladung an Psychologie, die bei genauerer Betrachtung zum Vorschein kommt, weniger durch klassische Spannung. Dazu passend wird auch auf eine allzu detaillierte Zeichnung der Charaktere verzichtet.

Das offene Ende macht einen Großteil der Stärke des Buches aus. Alles ist möglich, nichts muss sich zwingend so ereignet haben. Jüngere Leser bekommen hier eine Ahnung von der Vielfalt an Möglichkeiten, die eine Situation bietet, auch wenn man meint, dasselbe erlebt zu haben. Die Autorin spielt zudem noch mit ernsten Themen wie Paranoia und Zwangshandlungen. Die wichtigen Themen sind nicht so häufig in Romanen zu finden und bekommen hier eine geeignete Bühne. Leser des vorangegangen Romans "Mephisto-Deal" werden die Figuren wiedererkennen. Kenntnisse sind allerdings nicht erforderlich. Der anspruchsvolle Unterhaltungswert reicht hier für eine Leseempfehlung.


Nivea Men Reiseset, 1er Pack (1 x 3 Stück)
Nivea Men Reiseset, 1er Pack (1 x 3 Stück)

5.0 von 5 Sternen Zweckmäßiges Extra, 19. Januar 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Nivea Reiseset für Männer enthält alles, was der mobile Mann auf Reisen bei sich haben sollte. Die dunkelblaue Tasche mit dem frontal angebrachten Nivea-Logo ist groß genug, um 250ml pflegendes Duschgel, 200ml Rasierschaum und 100ml After Shave Balsam aufzunehmen. Die Produkte für die empfindliche Haut sind dabei verträglich und haben einen frischen Duft. Der benötigte Nassrasierer und eine Zahnbürste passen ebenfalls noch mit in die Tasche.

Die drei Pflegeprodukte sind vor allem für empfindliche Haut geeignet. Die Pflegedusche enthält Aloe Vera, das die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Ebenfalls Aloe Vera enthält der Rasierschaum zusätzlich zum Vitamin E. Damit wird die Haut also nicht nur mit Feuchtigkeit versorgt, sondern auch zur Zellerneuerung angeregt. Die Klinge gleitet bei der Rasur leicht über Wangen und Kinn. Der anschließend aufgetragene After Shave Balsam enthält keinen Alkohol und lässt sich durch seine serumartige Konsistenz leicht verteilen, damit die vom Rasieren gereizte Haut schnell die Rötung verliert.

Werden die Utensilien nicht benötigt, kann die Tasche an jedem Haken aufgehängt werden. Netztaschen helfen dabei, Kleinteile besser zu organisieren. Das Set ist nicht nur wie vom Hersteller vorgeschlagen ein Geschenk für Männer, sondern hat vor allem einen praktischen Nutzwert.


8in1 Hund Mature & Senior Huhn (Trockenfutter für ältere Hunde ab 7 Jahre mit Hühnchen), 3 kg Beutel, 3er Pack (3 x 3 kg)
8in1 Hund Mature & Senior Huhn (Trockenfutter für ältere Hunde ab 7 Jahre mit Hühnchen), 3 kg Beutel, 3er Pack (3 x 3 kg)
Preis: EUR 21,18

3.0 von 5 Sternen Ordentliches Trockenfutter zum günstigen Preis, 19. Januar 2017
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Hundefutter bemängele ich vor allem, weil mir die Inhaltsangabe zu ungenau ist. Für allergische und sensible Hunde ist das Futter nicht geeignet, alleine weil nicht angegeben wird, was für Getreide genau enthalten ist, und ob auch Mais im Futter steckt (das ist bei Hunden ein Allergen).

Sonst ist die Zusammensetzung für ältere Hunde eigentlich in Ordnung, wobei mir für große Rassen zu wenig Fett enthalten ist. Auch von der Größe der Futterpellets sehe ich hier eher mittelgroße Senioren als Hauptzielgruppe.

Unseren beiden Jung-Senioren (9 und 10 Jahre alt) hat das Futter geschmeckt und sie haben es auch vertragen. Allerdings füttere ich nicht ausschließlich Trockenfutter, sondern als Zwischenmahlzeit oder Leckerli.

Fazit: der Preis geht für insgesamt neun Kilo in Ordnung. Aber ich würde das Futter nicht als einziges füttern, weil mir dafür zu wenig Fleisch enthalten ist und die Zusammensetzung zu ungenau angegeben ist.


Esst euer Eis auf, sonst gibt's keine Pommes: Meine Abenteuer als Alleinerziehende
Esst euer Eis auf, sonst gibt's keine Pommes: Meine Abenteuer als Alleinerziehende
von Katja Zimmermann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rama-Familie mit nur einem Elternteil, 16. Januar 2017
Cover und Klappentext haben mich als ehemalige Alleinerziehende sofort angesprochen. Oft habe ich mir in der Vergangenheit gewünscht, mir würden ebenfalls noch weitere Arme wachsen, um zwei Kinder zu versorgen, zu bändigen, zu trösten und ihnen Halt zu geben. Die Aufgaben einer Alleinerziehenden sind so umfangreich wie notwendig. Als Mutter möchte man immer das Beste für seine Kinder. Ernährung steht da ganz oben auf der Liste. Von daher lässt der Titel eine witzige Lektüre mit allerlei Anekdoten vermuten, wie man bei der einen oder anderen Situation Fünfe gerade sein ließ. Das ist aber nur bedingt richtig.

Katja Zimmermann stellt hier tatsächlich eine überraschend entspannte Lösung für ein Zusammenleben mit Kindern vor, bei dem man als einziger Erwachsener die gesamte Verantwortung für die Minderjährigen hat. Schon ihre am Beginn aufgezählten Leitsätze beinhalten so viel Richtiges. „Störe niemals ein zufriedenes Kind“ ist nur einer davon. Sie berichtet aber auch davon, dass es in ihrer Küche manches Mal aussah, als wäre ein Wirbelsturm durchgefegt. All diese Dinge konnte ich so nachfühlen. Sie erzählt von anderen Müttern, die durch Hilfe ihrer Männer mehr Freizeit hatten, was sie aber nicht zufriedener machten. Immer bemüht sie sich, beide Seiten der Medaille vorzustellen.

Das Buch ist aber weit mehr als ein humorvoller Lebensbericht der Autorin. Sie analysiert nebenbei die Ausgangssituation und später mit hoher Selbstreflektion, was ihre Bedürfnisse sind. Wer sich in dieser Zeit nicht auch selber ernst nimmt, vermittelt den Kindern ein ungewolltes Weltbild. 1,6 Millionen Alleinerziehende in Deutschland können davon ein Lied singen. Ein Großteil von ihnen hatte anfangs denselben Traum, ihren Kindern eine Familie zu geben, in der sie sich geschlechtsspezifisch gemäß ihrer Entwicklung orientieren können. Diese traditionelle Rollenverteilung ist auch in den Gesetzen noch so verankert, dass Abweichungen erhebliche Einbußen in Beruf und Finanzen bedeuten. Wer sich also wundert, wieso die Haushaltskasse immer so früh leer ist, bekommt hier weiterführende Hinweise zu Informationsquellen.

Die Kapitel handeln oft auch von befreundeten Frauen in derselben Situation. Ihre Erfahrungen fließen als weitere Möglichkeit der Umsetzung mit ein. Obwohl jede Geschichte anders ist, findet man auch immer den gemeinsamen roten Faden. Die Väter sind mal sehr engagiert in der Erziehung, mal wohnen sie auf einem anderen Kontinent, mal zahlen sie ausreichend Unterhalt, mal gar nicht. Aus allen Schilderungen finden sich betroffene Leserinnen sicher irgendwo wieder. Das Buch kann Trost spenden, mit der Literaturliste im Anhang aufklären oder eine andere Sicht auf die Dinge vermitteln. Auf alle Fälle vermittelt es ein Wir-Gefühl und ist auch für Familie und Freunde der 1,6 Millionen Elternteile lesenswert.


Fast perfekte Heldinnen
Fast perfekte Heldinnen
von Adèle Bréau
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Frauen im Alltag zwischen Lust und Frust, 13. Januar 2017
Rezension bezieht sich auf: Fast perfekte Heldinnen (Taschenbuch)
Die vier Freundinnen Mathilde, Alice, Lucie und Éva kennen sich seit Jahren. Sie sind Anfang 40 und stellen nun Veränderungen in ihrem Leben fest. Sie hatten sich das Leben nach dem Studium anders ausgemalt. Während Eva erst seit zwei Jahren mit Vincent verheiratet ist, langweilt sich Mathilde nach zehn Jahren in ihrer Beziehung mit Max. Éva wünscht sich nichts lieber als ein Kind und Lucie genießt bereits ihr Familienleben. Alle vier Frauen sind so verschieden und doch verbindet sie einiges. Diese größeren und kleineren Probleme lassen sich nur bedingt den vollen Terminplänen unterordnen, die unsere Heldinnen täglich zu erledigen haben. Kariere, Familie, eigene Bedürfnisse und Freundschaften wollen gepflegt werden. In einer Stadt wie Paris ist es zwar ungleich glamouröser, aber eben auch aufwendiger.

Adèle Bréau stellt mit diesen vier Freundinnen die gängigsten Partnerschaftsformen vor. Das getrennte Paar, die zerbrochene Familie, das Paar mit den unbefriedigten Wünschen und das gelangweilte Paar. Dennoch sind alle zusammen ein Team, das sich gegenseitig unterstützt und auf andere Gedanken kommen lässt. Die Autorin beschreibt mit einem lockeren Plauderton das Leben ihrer Figuren in der französischen Metropole und lässt sie die Anforderungen des Alltags meistern. Die Ernsthaftigkeit nimmt damit zwar den Humor der Dialoge an, wird aber nicht verdrängt. Auch hier lässt man ohne erhobenen Zeigefinger die Probleme der Charaktere lösen. Überraschend tiefsinnig werden die dazugehörigen Gedankengänge und zum Teil verborgenen Gefühle geschildert, die die entsprechenden Handlungen plausibel erklären.

Die vier Frauen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften lassen gerade bei weiblichen Lesern unterschiedlich viel Empathie entstehen. Irgendwas erkennt man in einer Figur immer wieder, das man auch schon mal so empfunden hat. Sie gewinnen damit mühelos Sympathien. Die Ecken und Kanten wecken zudem Interesse und lassen hoffen, dass die beiden Bücher den Auftakt einer Serie darstellen. Das Potential wäre sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern vorhanden. Die Lektüre bekommt eine klare Leseempfehlung für Leser von Frauenromanen. Die Sicht der Frauen ergänzt das Buch „Männer von fast perfekten Heldinnen“.


Männer von fast perfekten Heldinnen
Männer von fast perfekten Heldinnen
von Adèle Bréau
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Die Männer der Heldinnen, 13. Januar 2017
Max, Adrien, Christophe und Vincent wohnen in Paris und sind alle mehr oder weniger glücklich liiert. Moment mal, die Namen tauchten doch letztens erst in einem anderen Buch auf. Richtig! Das sind die Partner von Mathilde, Alice, Éva und Lucie, den Heldinnen, die notfalls auch ohne Mann den Alltag meistern. In diesem Roman kommt die männliche Sicht auf die Dinge zu Wort. Adrien versucht eine neue Beziehung mit seiner Freundin aufzubauen. Das scheitert kläglich und Alice wendet sich ihrem Chef zu. Oder ist Fred doch nur eine Notlösung? Max kann sich nach der Trennung von Mathilde endlich so um seine Kinder kümmern, wie er es gerne möchte und nicht wie Mathildes Terminkalender es zulässt. Vincent und Éva sind endlich einen Schritt weiter in ihrer Familienplanung. Éva ist schwanger. Doch was wird nun aus ihrer Affäre mit Jacques? Aber wenigstens könnte doch Christophe mit allem im Leben zufrieden sein. Oder?

Ich habe die beiden Romane über die Paare hintereinander gelesen. Adèle Bréau stellt hier vier verschiedene Formen der Partnerschaft vor, die trotz aller Erfolge im Leben auch ein Stück Unzufriedenheit beinhalten. Der Alltag in der Metropole stellt große Anforderungen an die Partnerschaften. Max und Mathilde hatten ein traditionelles Ziel mit ihrer Familie und sind letztlich am strengen Zeitmanagement von Mathilde gescheitert. Auch Éva setzt sich und Vincent mit ihrem Babywunsch sehr unter Druck. Ihre Partnerschaft wird ebenfalls durch den Terminkalender überschattet. Genau wie die anderen beiden Paare stellen sich hier Sinnfragen und gelegentlich keimt Hoffnungslosigkeit auf. Ohne erhobenen Zeigefinger lässt die Autorin ihre Figuren die Probleme lösen. Es werden die dazugehörigen Gedankengänge und zum Teil verborgenen Gefühle geschildert, die den Leser mit auf die Reise nehmen.

Der Erzählstil ist trotz der überwiegenden Ernsthaftigkeit locker gehalten. Man merkt den Männern an, dass sie eigentlich ein unbeschwertes Leben haben wollen, aber gleichzeitig auch an ihren Partnerinnen hängen. Manches kann man tolerieren, anderes frustriert die Figur spürbar. Die beiden Bücher geben einen guten Einblick in das Leben der Pariser, die durchaus noch mehr Geschichten bieten. In der Ankündigung hieß es „Sex and the City wird erwachsen!“, was mich auf einige Fortsetzungen hoffen lässt. Durch seine überraschende Tiefsinnigkeit bekommt die Lektüre eine klare Leseempfehlung für Leser von Frauenromanen. Auch wenn hier die Männer zu Wort kommen, ist es eine willkommene Ergänzung zu „Fast perfekte Heldinnen“.


Der Jahrhunderttraum: Historischer Roman (Jahrhundertsturm-Serie, Band 2)
Der Jahrhunderttraum: Historischer Roman (Jahrhundertsturm-Serie, Band 2)
von Richard Dübell
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Deutschlands Aufbruch in die Moderne, 13. Januar 2017
Die Jahrhunderttrilogie von Richard Dübell stellt in diesem Buch die nächste Generation der Hauptakteure aus „Der Jahrhundertsturm“ vor. Es schließt 50 Jahre nach den Ereignissen an. Leider bekommen Paul Baermann und seine Frau Louise hier lediglich am Anfang eine unglückselige Rolle, stellen damit aber die Weichen für einen spannungsgeladenen Handlungsstrang. Der Privatdetektiv Edgar Trönicke muss nun den wahren Hergang des Zugunglücks in Münchenstein ermitteln. Dabei gibt Dübell Einblicke in eine Welt voller Intrigen und Erpressung. Bis es zum Unfall kommt, wird der Leser mit einer bildhaften Ausdrucksweise um Schienenführung und Fliehkräfte vorbereitet. Wie in Zeitlupe schweben die Kohleteile vorm inneren Auge vorbei und lassen erahnen, dass Paul nicht mehr zu retten ist. Der Vorfall und der Kontakt zu Trönicke wecken bei Otto von Briest den Wunsch, ebenfalls Detektiv zu werden.

Paul und Louises Sohn Moritz ist inzwischen mit Antonie verheiratet. Sie haben drei gemeinsame Kinder, die sich mit unterschiedlichen Dingen beschäftigen, die zur Jahrhundertwende Geschichte schrieben. Moritz ist Direktor bei Siemens und Halske und wird sogar für einige Zeit nach Chicago geschickt, um dort eine Zweigstelle aufzubauen. Sein Sohn Otto begleitet ihn für einige Zeit, um sein gebrochenes Herz zu heilen. Ottos Bruder Levins Leidenschaft gilt dem Fliegen. Der Hauptteil des Buches beschreibt die Geschichte der unterschiedlichen Flugkörper wie Fesselballons und Luftschiffe, Gleitschirme oder Luftschiffe. Die von Briests kommen so in Kontakt mit den historisch belegten Charakteren wie Graf von Zeppelin, Otto Lilienthal oder den Gebrüder Wright. Die Erfindungen, die heute allgegenwärtig sind und damals einen enormen Fortschritt bedeuteten, vermitteln dem Roman Authentizität.

Es werden aber auch immer wieder gesellschaftliche Themen angesprochen und dabei ein detailgenaues Portrait gezeichnet. Tochter Amalie, deren Freundin Emma und auch Ottos spätere Frau Hermine bilden Beispiele, wie die Zeit ihre Veränderung verlangte. Die ersten Frauenrechtsbewegungen entstanden, die mehr forderten als Kochen und Sittenlehre. Zeitgeschehen wird stets mit einer emotionalen oder mitreißenden Geschichte kombiniert. Die Erzählperspektiven wechseln von Thema zu Thema und geben so einen umfassenden Überblick. Gegliedert ist der Roman in fünf Bücher, die sich jeweils einem Hauptthema der Jahre zwischen 1891 und 1909 widmen. Verbunden sind alle durch die Familie von Briest. Eine Karte von Berlin im Umschlag sowie ein Nachwort mit Quellenangabe der Sekundärliteratur runden die Ausgabe ab.

Die ausdrucksstarke Kunst beim Erzählen lässt die einmal begonnen Romane nicht mehr aus der Hand legen. Gerade diese Jahrhunderttrilogie, die mit dem ersten Reichskanzler Bismarck ihren Anfang nahm, gehört zu den Büchern, die eigentlich niemals enden sollten. Die bereits im ersten Kapitel angedeutete Verschwörung ist ein Garant für Spannung und Intrige vor einer historisch exakt recherchierten Kulisse. Das Nachwort verdeutlicht die umfassende Recherche für diese Jahrhunderttrilogie. Die Umbruchstimmung der Jahrhundertwende mit der immer weiter fortschreitenden Technik und Industrialisierung ist allein schon Spannung genug, was durch die Traditionen im Kaiserreich allerdings gebremst wird. Nicht nur die Technik bei der Luftfahrt wird explizit für die Handlung verwendet, sondern vor allem auch die Kleinigkeiten wie Postleitzahlen, gängige Frisuren und Redewendungen. Die Umgangssprache der Rebellen und Schieber in den Hinterhöfen Berlins vermittelt sparsam eingesetzt ebenfalls Flair.

Kenntnis des bereits erwähnten Vorgängers „Der Jahrhundertsturm“ ist nicht zwingend erforderlich, um dieses Buch zu verstehen. Wer ihn bereits gelesen hat, trifft ein paar alte Bekannte wieder. Die Handlung des zweiten Bandes ist jedoch so gestaltet, dass man ihn auch als eigenständiges Buch lesen kann. Um den Lesespaß zu erhöhen, bietet sich die Einhaltung der chronologischen Reihenfolge natürlich an, die mit dem Kurzroman „Der Wintersturm“ noch verlängert werden kann. Mit so vielen positiven Punkten bekommt dieser historische Roman eine unbedingte Leseempfehlung.


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