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Beiträge von Fabienne Pfeiffer
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Rezensionen verfasst von
Fabienne Pfeiffer
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Mein Bayern-Buch: Wissensspaß für schlaue Kinder
Mein Bayern-Buch: Wissensspaß für schlaue Kinder
von Susanne Rebscher
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,95

3.0 von 5 Sternen Toller Inhalt, schreckliches Lektorat, 27. Dezember 2016
Ein hochwertig und facettenreich aufgemachtes, dabei kindgerecht und ansprechend geschriebenes Sachbuch mit vielen spannenden Informationen über Bayern, von der Geschichte über Feste, Traditionen, Ernährung und Schulwesen bis hin zu Dialekten und großen Persönlichkeiten. Anregungen für Ausflüge und Mitmachtipps gibt es zudem. Allein das Schlusslektorat hat bedauerlicherweise völlig geschlafen: Flüchtige Rechtschreibfehler, falsche Jahreszahlen und auch fehlerhafte Bildunterschriften häufen sich so sehr, dass es schließlich doch ein wenig ärgerlich ist.


Hast du dir mal vorgestellt...
Hast du dir mal vorgestellt...
von Karsten Teich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wäre, wenn ..., 8. Mai 2015
„Ich denke nach und mir fällt ein, die Welt könnte ganz anders sein ...“ – so beginnt die Ente ihre Überlegungen, die sie dem Fuchs beim gemeinsamen Spaziergang durch Wald und Feld vorstellt. Denn wie wäre es, wenn jeder hätte, was ihm fehlt? Das Beuteltier einen Koffer, Tintenfische Briefpapier, das Faultier eine Hängematte und Wanderschuhe dir Wanderratte? Nett wäre es doch auch, wenn man Miesmuscheln das Lachen und Pinguinen das Fliegen beibringen könnte, wenn es Wärmflaschen für Zitteraale gäbe und ein Fußbad für den Tausendfüßler. Und in so einer Welt könnte doch auch der Fuchs ein Netter sein, der Ente ein Eis kaufen und mit ihr durch die Natur spazieren – was der wohl davon hält?

In amüsanten, gereimten Vierzeilern in verspielter Schriftart, die sich unaufdringlich in die bunten, ganzseitigen Illustrationen einfügen, entwirft die Ente ihre Fantasiewelt, und auf den Seiten werden all die lustigen, manchmal ein wenig absurden, stets aber sehr warmherzigen und auch clever durchdachten Einfälle in Bildern lebendig. Auch die Reaktionen des Fuchses, der durch die von der Ente herbeigedichteten Landschaften mit ihren neu befähigten, ausgestatteten oder anderweitig beglückten Bewohnern spaziert, und die Mimik der schulmeisterlich ihre Ideen verkündenden Ente sind herrlich treffend und ausdrucksstark gezeichnet, und kleine Details auf jedem Bild machen das Betrachten zum echten Erlebnis. Das kleiner als gewöhnlich und im Querformat gehaltene Buch macht schlicht gute Laune, regt dazu an, selbst ein wenig die Fantasie spielen zu lassen, was denn alles so möglich wäre – und verabschiedet sich völlig unaufdringlich mit der bestärkenden, fröhlich verpackten Botschaft, dass es doch sicher nicht so schwer sein kann, die Welt ein klein wenig besser und bunter zu machen. Ein tolles Lese- und Vorleseerlebnis für Groß und Klein, das vor Originalität nur so sprüht.


Sommer auf dem Sonnenhof
Sommer auf dem Sonnenhof
von Annette Moser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Déjà-lu ..., 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sommer auf dem Sonnenhof (Gebundene Ausgabe)
Eine stellenweise recht nette, leicht zu lesende Feriengeschichte - leider jedoch lässt der Text Originalität und kreative Eigenständigkeit nahezu vollends vermissen. Wer die Buchreihe um die Kinder aus dem Möwenweg von Kirsten Boie kennt, wird schnell feststellen, dass nicht nur die Personenkonstellation und die Erzählsituation beinahe identisch sind, sondern tatsächlich auch auf Textstellen stoßen, die sich fast wortwörtlich bei den Möwenwegkindern wiederfinden lassen. Das ist dann doch ein wenig enttäuschend. Zwar sind die ins Buch integrierten Rezepte und Basteltipps eine hübsche Idee, darüber hinaus aber bleiben die Abenteuer der Kinder vom Sonnenhof belanglos und austauschbar, und die Figuren entwickeln keineswegs den Charme ihrer literarischen Vorbilder aus Bullerbü und dem Möwenweg. Auch der Humor wirkt oft sehr gezwungen.
Fazit: Wer die Kinder aus dem Möwenweg noch nicht kennt, ist mit dieser Reihe besser bedient - wer sie schon kennt, wird auf dem Sonnenhof wenig Freude, sondern lediglich beständige Déjà-lu-Erlebnisse haben ...


Der Junge, der mit den Piranhas schwamm (Kinderliteratur)
Der Junge, der mit den Piranhas schwamm (Kinderliteratur)
von David Almond
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schräg und warmherzig, 13. Januar 2014
Schräg und witzig, aber auch warmherzig und gefühlvoll – wer einen richtig schönen Schmöker für einen gemütlichen Winternachmittag sucht, kann sich hier von David Almond verzaubern lassen.

Seit dem Tod seiner Eltern wächst Stanley Potts bei Tante und Onkel auf und fühlt sich dort stets geliebt und geborgen. Dann jedoch verliert sein Onkel Ernie, ein Schiffsbauer, seine Arbeit in der Werft – und da Ernie niemand ist, der untätig zu Hause sitzen kann, kommt er auf die verrückte Idee, sein Eigenheim in eine Fischfabrik zu verwandeln. Im Nu stehen in allen Zimmern Maschinen, lasterweise werden tote Heringe und Makrelen angeliefert und Stanley darf nicht einmal mehr zur Schule gehen, sondern muss beim Eindosen helfen; da für Möbel im Haus kaum noch Platz ist, schläft er von nun an im Wandschrank.

Mit all jenen Einschränkungen könnte Stanley noch umgehen, denn er liebt seine Verwandten heiß und innig; als er jedoch an seinem Geburtstag von dem Geld, das Onkel und Tante ihm geschenkt haben, vom gerade in der Stadt gastierenden Jahrmarkt dreizehn Goldfische mit nach Hause bringt und sein Onkel diese in einem Anfall von vermeintlich geschäftstüchtiger Genialität ebenfalls in die Bratpfanne wirft und als Produktneuheit vermarkten will, hält Stanley es nicht mehr aus. Ziellos und verzweifelt rennt er aus dem Haus, und als er erneut am Jahrmarkt vorbeikommt, wo die Aussteller gerade zusammenpacken, um weiterzuziehen, nimmt er das Angebot des Entenbudenbesitzers Mr. Dostojewski an, sich den Schaustellern anzuschließen und in die Welt zu ziehen.

Stanley vermisst seine Tante und seinen Onkel sehr, doch in die Gemeinschaft des fahrenden Volkes wird er unmittelbar und herzlich aufgenommen. Er wohnt mit Mr. Dostojewski und dessen zunächst recht missmutiger Tochter Nitascha, die in Stans Alter ist, im Wohnwagen, hilft an der Bude und entpuppt sich als Naturtalent, denn seine Freundlichkeit und Warmherzigkeit gewinnt an jedem neuen Ort schnell die Herzen der Jahrmarktbesucher. Die Wahrsagerin Rosi, die mit der Gruppe reist, prophezeit Stanley, dass es sein Schicksal gewesen sei, sich dem Jahrmarkt anzuschließen, und dass sie alle auf ihn gewartet hätten.

Als der Jahrmarkt wieder einmal Station macht, stößt ein berüchtigter Magier zu den Schaustellern: Pancho Pirelli, geheimnisvoll und angeblich ein wenig verrückt, ist der einzige Mensch, der es wagt, in ein Becken voller Piranhas zu steigen – und der auch lebend wieder daraus aufzutauchen vermag. Auch er scheint ein besonderes Interesse an Stan zu haben und will ihn zu seinem Schüler machen. Obwohl Stanley eigentlich nicht der mutigste Junge ist, fühlt er eine besondere Verbindung zu den Fischen, und unter Pirellis Anleitung lernt er nicht nur, im Wasser seine Angst zu überwinden, sondern auch auf dem Trockenen über sich hinauszuwachsen. Trotz allem wünscht sich Stanley Tante und Onkel herbei – er kann nicht wissen, dass die beiden sich ebenfalls bereits auf den Weg gemacht haben, um ihn zu suchen. Und auch ihre Reise verläuft nicht ohne Hindernisse ...

Trotz der turbulenten und durchweg spannenden Handlung ist Stans Geschichte mit viel Feingefühl, Humor und Wortwitz erzählt, und zudem ausgesprochen vielschichtig: Denn Stans Abenteuer berührt und verändert nicht nur ihn selbst, sondern auch Tante und Onkel, Nitascha und viele weitere Freunde, die er auf seiner Reise trifft. Ein durchweg tolles Buch!


Ravensburger 14341 - Disney Coleman: Am Strand, 500 Teile Puzzle
Ravensburger 14341 - Disney Coleman: Am Strand, 500 Teile Puzzle
Wird angeboten von Knubbelino - Spielwarenversand
Preis: EUR 9,90

4.0 von 5 Sternen Schönes Motiv in Top-Qualität, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Solide Ravensburger-Qualität und ein wirklich schönes Motiv. Die Pastellfarben sind toll, wobei auch die linke Seite, von Blautönen dominierte des Bildes wesentlich einfacher zu puzzlen ist, als ich erwartet hatte. Trotzdem hoher Spaßfaktor und sehr zu empfehlen.


Mein Opa, sein Holzbein und der Große Krieg: Was der Erste Weltkrieg mit uns zu tun hat
Mein Opa, sein Holzbein und der Große Krieg: Was der Erste Weltkrieg mit uns zu tun hat
von Nikolaus Nützel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

48 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auszeichnungswürdig!, 8. Oktober 2013
Nazidiktatur, Judenverfolgung und der Zweite Weltkrieg sind in unserer Gesellschaft noch immer weitgehend präsent – ein Schwerpunkt im Geschichtsunterricht in der Schule, und immer wieder durch die Feierlichkeiten zu Jahres- und Gedenktagen im kollektiven Gedächtnis wach gehalten. Der Erste Weltkrieg hingegen, dessen Beginn sich im kommenden Jahr zum einhundertsten Mal jährt, scheint uns viel weiter entfernt und weniger greifbar. Dass ebendies eigentlich eine Illusion ist, beweist der renommierte Jugendsachbuchautor Nikolaus Nützel eindrucksvoll in einem sehr persönlichen und kritischen Werk, dass die Brücke zwischen der Generation seines Großvaters, eines Kriegsveteranen, und unserer Gegenwart schlägt.

Mit einer persönlichen Anekdote beginnt der Text: In der Familie des Autors wurde über viele Jahre stets jener Tag gefeiert, an dem der Großvater Alfred Müller durch eine Granate auf einem französischen Schlachtfeld im Jahr 1914 das linke Bein verlor. Was ungewöhnlich klingt, hatte einen guten Grund – zwar hatte der Krieg einen jungen Mann zum Krüppel gemacht, doch letztlich rettete die frühe Verwundung dem Großvater vermutlich das Leben. Er schied aus dem Militär aus, während in den folgenden vier Jahren mehr als zwei Millionen seiner Kameraden ihr Leben verloren.

Nikolaus Nützel zeichnet in seinem Buch die Geschichte des Krieges nach, analysiert aber vor allem Zeitgeist und politische Umstände, die diesen überhaupt erst unausweichlich werden ließen, und er versucht, die Denkmuster und heute bizarr und verzerrt wirkenden Überzeugungen jener scheinbar kriegsbegeisterten Generation, die sich und ihr Land ins Verderben stürzte, besser zu verstehen und verstehbar zu machen. Die Darstellung ist dabei bemerkenswert offen, ungeschönt und kritisch: Nützel verschweigt nicht, dass auch seine eigenen Großeltern den Krieg befürworteten, ja später sogar überzeugte Nationalsozialisten waren. Viele Fotos und Originaldokumente machen das grausame Kriegsgeschehen anhand persönlicher Schicksale greifbar und verursachen beim Lesen nicht selten ein flaues Gefühl im Magen. Vor allem aber wirft der Text auch neue Fragen auf und regt intensiv zum Nachdenken an – Ist die Schuldfrage wirklich so eindeutig zu beantworten? Wie hätte man selbst damals über die Geschehnisse gedacht, wenn man von klein auf derselben unaufhörlichen Propaganda ausgesetzt gewesen wäre, die den jungen Leuten von damals eine kontinuierliche Gehirnwäsche verpasste?

Auch, wie weit der Krieg oder Bewegungen, die in dieser Zeit ihren Anfang nahmen, bis in unsere Gegenwart hineinwirken, wird eindrucksvoll deutlich: Nicht nur Schlachtfelder und Gedenkstätten sind ein Erbe des Ersten Weltkriegs, sondern auch politische Konflikte der heutigen Zeit – etwa die Differenzen zwischen EU und Türkei über die Ächtung des Völkermords an den Armeniern, die maßgeblich die EU-Beitrittsverhandlungen des Landes erschweren. Und selbst heute weltweit marktführende Unternehmen wie ThyssenKrupp oder Bayer etwa begründeten ihr wirtschaftliches Fundament zur damaligen Zeit – mit der Lieferung von Waffen oder Giftgas an die deutsche Armee.

Auch oder gerade wenn uns der Erste Weltkrieg heute fern erscheint, ist Nützels Buch eine beeindruckende, fesselnde und schockierende, aber vor allem sehr augenöffnende Lektüre, die authentisch und gut zugänglich die damaligen Gräuel und ihre Nachwirkungen bis in unsere Gegenwart verdeutlicht. Der Autor wurde bereits mehrfach für andere seiner Werke mit wichtigen Buchhandelspreisen prämiert – auch "Mein Opa, sein Holzbein und der Große Krieg" hätte wahrlich eine Auszeichnung verdient.


Carlotta 4: Carlotta - Internat und Prinzenball
Carlotta 4: Carlotta - Internat und Prinzenball
von Dagmar Hoßfeld
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 11,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nett, stimmig, unterhaltsam - ein solider Titel in einer soliden Mädchenreihe, 2. Oktober 2013
Ein neues Schuljahr, ein neues Buch – im mittlerweile vierten Band der Carlotta-Reihe setzt Dagmar Hoßfeld die Internatsgeschichte um ihre sympathische Heldin souverän und im gewohnt eingängigen Erzählstil fort.

Carlotta ist mittlerweile in der achten Klasse, und als Highlight des Schuljahres steht diesmal der große Prinzenball zum Jahresende hin an. Für Carlotta und ihre Freundin klingt die Aussicht, tanzen zu lernen und ein Abendkleid tragen zu müssen, zunächst wenig verlockend – nicht zuletzt, da die Mädchen auch so schon jede Menge um die Ohren haben. Die Fotografie ist natürlich noch immer Carlottas größtes Hobby, und Niko, der zwei Klassen über ihr und ebenfalls in der Foto-AG ist, scheint sich für sie zu interessieren. Kann das denn sein? Und stimmt es, dass auch Brendan und Jonas in Carlotta verknallt sind, so wie es ihre besten Freundinnen Manu und Sofie behaupten?

Bei all dem Gefühlschaos weiß Carlotta manchmal gar nicht mehr, wo ihr selbst der Kopf steht – und sie ist nicht allein damit, denn auch Sofie ist schwer verliebt: Julian Brentley, der neue Schüler aus Wales, hat nicht nur ihr, sondern gleich einer ganzen Horde Mädchen den Kopf verdreht. Angeblich ist er nicht nur steinreich, sondern sogar mit dem englischen Prinzenpaar verwandt, dazu noch ein begabter Polo- und Tennisspieler ... Aber auch wenn seine Manieren tipptopp sind, kommen Carlotta und Manu bald Zweifel an den Geschichten, die Julian nachgesagt werden, zum Beispiel, als er sich beim Reitunterricht bis auf die Knochen blamiert – ob er in Wirklichkeit nur ein Hochstapler ist?

Auch in Carlottas Familie geht es hoch her: Ihr Vater hat offenbar bei seiner Arbeit in den Niederlanden eine neue Freundin kennengelernt, die auch noch eine Tochter in Carlottas Alter hat – wie sie das finden soll, weiß Carlotta gar nicht so recht. Sie muss ja erst einmal ihre eigenen Gefühle sortieren, besonders, nachdem Niko sie vollkommen unerwartet zum ersten Mal küsst, und die beiden dann auch noch beim Ball zusammen tanzen sollen ...

Langweilig wird es in Carlotta – Internat und Prinzenball auf keiner Seite: Mit all den alten Bekannten, die die Leser schon aus früheren Bänden ins Herz geschlossen haben, und einigen neuen Charakteren spinnt Dagmar Hoßfeld ihre Erzählung gekonnt und lebensnah weiter und legt auch für den Folgeband, der über Carlottas neuntes Schuljahr berichten und im Herbst 2014 erscheinen wird, bereits erste Erzählstränge an. Eine kurzweilige und angenehm unbeschwerte Lektüre für alle Fans von Carlotta, Conni und ähnlichen Mädchenreihen.


Vilja und das Räuberfest: Roman (Viljas Abenteuer mit den Räubern, Band 2)
Vilja und das Räuberfest: Roman (Viljas Abenteuer mit den Räubern, Band 2)
von Siri Kolu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen Nett, aber streckenweise unerträglich langatmig, 26. August 2013
Die Geschichte um Vilja und die Räuberbergs hat mich im ersten Band direkt in ihren Bann gezogen - originell, witzig und rasant erzählt. Lustig und kreativ ist auch der zweite Band, allerdings zieht sich die Erzählung hier über weite Teile des Buches derart in die Länge, dass das Lesevergnügen darunter leidet. Umständliche, unnötig ausführliche Beschreibungen und immer wieder ähnliche Szenen lassen bisweilen Langeweile aufkommen, und der Reiz der eigentlich sehr ansprechenden Geschichte leidet darunter. Schade - hundert Seiten weniger, und an der Geschichte wäre kaum etwas auszusetzen; die Charaktere aber sind auch so wieder liebenswert wie eh und je.


Kleine Sterne-Köche: Das europäische Kinderkochbuch (Ehrenwirth Küche)
Kleine Sterne-Köche: Das europäische Kinderkochbuch (Ehrenwirth Küche)
von Inès Keerl
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessante Rezepte - aber mehr auch nicht, 21. August 2013
Eine bunte Vielfalt interessanter und unkomplizierter Rezepte aus ganz Europa, die man auch gut mit Kindern kochen kann - das bietet dieses Buch zweifellos. Darüber hinaus fand ich einige Aspekte jedoch ziemlich störend, das Konzept erscheint mir zudem wenig kindgerecht.
Zunächst einmal sind zwar zu jedem Land Kinder in Landesfarben zu sehen (die jedoch, wie man bald merkt, keineswegs unbedingt aus diesem Land kommen, sondern auch an anderer Stelle wieder auftauchen), und ein in Ich-Form formulierter Text gibt eine kurze Einführung in die (Ess-)kultur der jeweiligen Nation - tatsächlich sind es jedoch namenlos bleibende Erwachsene, die hier zu Wort kommen, und auch die Anekdoten, die erzählt werden, sprechen Kinder wenig an bzw. sind mitunter doch zweifelhaft in ihrer Kindgemäßheit (so erinnert sich an einer Stelle etwa der Erzähler daran, wie früher der Großvater dem Hasen für den Weihnachtsbraten das Fell über die Ohren gezogen hat).
Sehr enttäuscht haben mich auch die Bilder - es sind Fotos von Kindern beim Zubereiten der Gerichte, doch nicht etwa in Form von schrittweisen Anleitungen oder Anschauungsexempeln; vielmehr spielen die Kinder oftmals mit dem Essen, bewerfen und beschmieren sich etwa mit Teig, Nudeln oder Gemüse. Schade und auch ein wenig unpassend, so wurde das sogar aus kindlicher Sicht empfunden.
Zuletzt ist es vielleicht auch etwas unpraktisch, dass das Buch nahezu ausnahmslos darauf verzichtet, bei den Rezepten anzugeben, für wie viele Personen bzw. welche Menge die jeweiligen Zutaten berechnet sind. Gibt es hierzu doch einmal Angaben, sind diese nicht selten absolut absurd - Specktaschen aus Lettland zum Beispiel mögen ja lecker sein, aber wer bitte backt denn "etwa 160 bis 180 Specktaschen" auf einmal?!
Insgesamt also eher eine Enttäuschung - wer nach einem guten und auch für Kinder ansprechenden internationalen Kinderkochbuch sucht, sollte sich vielleicht einmal "Sternchenköche - Kinder aus aller Welt machen Appetit auf ihre Lieblingsrezepte" von Birgit Hasselbusch anschauen, das mir wesentlich besser gefallen hat.


Was wäre wenn? - Die Welt ohne Fische
Was wäre wenn? - Die Welt ohne Fische
von Mark Kurlansky
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow!, 22. Juli 2013
Wenn es um das Thema Tierschutz geht, stehen häufig beeindruckende, majestätische Arten wie Menschenaffen, Tiger oder Elefanten im Zentrum des Interesses – Tiere, die nicht nur schön anzuschauen sind, sondern die uns als Säugetiere auch evolutionsgeschichtlich gewissermaßen nahestehen. Vom Problem der Überfischung hört man zwar auch immer öfter, an den Schutz von Fischen denkt dennoch wohl kaum jemand unmittelbar; dass die Erhaltung des Lebens im Meer jedoch nicht nur für eine große Auswahl an der Fischtheke, sondern vielmehr für das ökologische Gleichgewicht unseres gesamten Planeten von oft unterschätzter Wichtigkeit ist, zeigt das Sachbuch "Was wäre wenn? Die Welt ohne Fische" auf spannende und eindrucksvolle Art und Weise.

Nicht nur inhaltlich, sondern in seiner gesamten Aufmachung überzeugt das Buch von der ersten Seite an – zugegebenermaßen würde man hinter einem Sachbuch über Fische und Fischerei vielleicht nicht unbedingt eine spannende, abwechslungsreiche und in jeder Hinsicht ansprechende Lektüre vermuten, doch ebendies gelingt Autor Mark Kulansky und Illustrator Frank Stockton: Der gezielte und vielfältige Einsatz unterschiedlicher Farben und Schrifttypen sowie unterhaltsame und gleichermaßen intelligente Comics lockern die Texte auf und machen das Buch optisch ansprechend, und die Informationen sind in fesselnde Reportagen verpackt, die auf keiner Seite Langeweile aufkommen lassen. Auch die Zitate aus Darwins Über die Entstehung der Arten, die jedem Kapitel als Motto vorangestellt sind, sind geschickt gewählt und regen zum Nachdenken an.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Erklärung des Problems und einer Reise in die Vergangenheit der Fischerei, um zu zeigen, wie die heutige Situation zustande gekommen ist. Auch der aktuellen Fischereipolitik ist ein Kapitel gewidmet. Porträts von Wissenschaftlern wie Darwin, Infokästen zu diversen besonders betroffenen Fischarten und zusätzliche Informationssäulen am Seitenrand ergänzen den Fließtext und sorgen oftmals für überraschende Erkenntnisse.

"Was wäre wenn? Die Welt ohne Fische" lässt es jedoch nicht bei einer kritischen Bestandsaufnahme bewenden: Der zweite Teil des Buches sucht Antworten auf die Frage, wie wir dem Problem effektiv entgegenwirken können, und findet sich nicht mit flachen Pauschalantworten ab. Motive und Beweggründe verschiedener Parteien wie der Fischer, Politiker, Umweltschützer und auch Verbraucher werden beleuchtet, und die Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln eröffnet auch für den Leser ganz neue Einsichten. Man erfährt, warum es keine Lösung sein kann, einfach mit der Fischerei aufzuhören – aber auch, warum Maßnahmen wie Fangquoten, Aquafarming oder Verbote allein keinen Erfolg versprechen.

Allein nachhaltige Fischerei kann uns vor einer Welt ohne Fische bewahren, und auch die ist nicht immer leicht umzusetzen. Auch wir als Verbraucher haben jedoch ein Gewicht, und so bietet das Buch zusätzlich Verhaltenstipps und jede Menge Hinweise auf weiteres Informationsmaterial, etwa im Internet. Somit ist der Text zwar ein Appell an uns alle, aufzuwachen und etwas zu tun; dabei schreibt der Autor jedoch keineswegs moralisierend, sondern erklärt Zusammenhänge und gibt Einsichten, die ganz von selbst dem Leser in vieler Hinsicht die Augen öffnen. In jedem Fall ist "Was wäre wenn? Die Welt ohne Fische" unbedingt eine lohnende Lektüre – auch oder vielleicht gerade für jene, die glauben, mit dem Thema wenig anfangen zu können. Man übersieht das Buch aufgrund der fehlenden Popularität der Thematik sicherlich leicht im Regal einer Buchhandlung; eine spannende und lohnende Lektüre wartet jedoch definitiv auf jeden, der sich darauf einlässt!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 1, 2013 2:08 PM MEST


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