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Rezensionen verfasst von
Dieter K.

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Die Phönizier: Handelsherren zwischen Orient und Okzident (Kröners Taschenausgaben (KTA))
Die Phönizier: Handelsherren zwischen Orient und Okzident (Kröners Taschenausgaben (KTA))
von Michael Sommer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein spannendes Thema, ein mittelmäßiges Buch, 17. Mai 2013
Nachdem der Klassiker "die Phönizier - das Purpurreich der Antike" von Gerhard Herm schon in die Jahre gekommen ist, habe ich mich entschlossen, das Buch zu kaufen. Immerhin wirbt der Autor damit, das es auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse geschrieben wurde.

Das Buch enthält folgende Kapitel:
- Die Levante in der Bronzezeit
- Intermezzo: Der Umbruch um 1200 v. Chr. als Strukturkrise
- Die Entwicklung des mediterranen Fernhandels
- Die phönizische Expansion im Mittelmeerraum
- Die Phönizier und die vorderasiatischen Großmächte
- Die Ausgestaltung politischer Autonomie
- Der lange Schatten

Der Autor gibt der Bronzezeit einen relativ großen Raum, ebenso denZeiten des Umbruchs ab 1200 v. Chr. Das ist zwar als "Vorgeschichte" recht interessant, dreht sich aber im Wesentlichen um Ägypter, Babylonier und Kanaanäer. Dies verschiebt die Schwerpunkte. Das Thema Phönizier beginnt eigentlich erst ab Seite 69. Verwirrend fand ich, das Wirtschaft und Gesellschaft der Bronzezeit einige Seiten lang sich mit Ugarit befassen und der Autor erst am Ende des Kapitels zugibt, dass es fraglich ist, ob die skizzierte Entwicklung auch für Syrien und darüber hinaus entsprechend gelten kann.
Gefallen hat mir, dass der Autor sich nicht nur auf die geschichtlichen Abläufe konzentriert, sondern etwa auch die Grundzüge der politischen und wirtschaftlichen Strukturen in "Phönizien" nachzuzeichnen versucht. Einiges kommt aber gerade für eine Einführung meiner Meinung nach zu kurz. Dass in Karthago Menschenopfer stattfanden, wird nicht ausgeführt, ebenfalls auch nicht die erste Umseglung Afrikas durch Phönizier unter Pharao Necho. Auch ist mit keinem Wort aufgeführt, dass die Phönizier auch auf den Azoren gewesen sein müssen. Dort wurden jedenfalls Münzen gefunden. Die Umbruchsphase 1200 v.Chr. wird eigentlich nicht mit dem Seevölkersturm erklärt, sondern durch eine Fülle verschiedener Faktoren. So führt er an: Druck von außen durch die Seevölker, Rückkehr zu nomadischen Lebensformen, Massenmigration und Glaubwürdigkeitsverlust der ideologischen Fundamente der Bronzezeit. Auffallend finde ich nur, dass diese komplexen Phänomen bei den Hethitern, Assyrern, Babyloniern, Kanaanäern und Ägyptern quasi gleichzeitig aufgetreten sein sollen.

Ich finde es gut, dass sich endlich wieder ein aktuelles Buch mit dem Thema "Phönizier" befasst. Die Ausführungen hätten jedoch tiefer gehen, bzw. andere Schwerpunkte gesetzt werden können. Ein Buch, das bei mir gemischte Gefühle zurücklässt.


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