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Rezensionen verfasst von
Junius Spartacus "M" (Berlin)

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Verbrechen und Strafe: Roman (Fischer Klassik)
Verbrechen und Strafe: Roman (Fischer Klassik)
von Fjodor M. Dostojewskij
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,00

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anatomie des Masochismus, 29. Dezember 2009
REZENSION ZU DOSTOJEWSKIJ: VERBRECHEN UND STRAFE - FISCHER TASCHENBUCH - 2008

Warum sollte man sich 750 Seiten eines russischen Klassikers antun?

Dafür gibt es zwei mögliche Gründe.

Erstens. Dostojewskij hat in diesem Roman das Columbo-Prinzip erfunden.
Der Mörder, aus dessen Perspektive die Handlung geschildert wird, wiegt sich überlegen und in Sicherheit, doch der ermittelnde Staatsanwalt bringt ihn durch betont harmloses Nachfragen in Bedrängnis. Der "perfekte Mord" bleibt daher nicht ungesühnt. Doch für diesen Teil der Handlung, der spannend ist, insbesondere weil der Mörder immer wieder Lust verspürt, den Staatsanwalt zu provozieren, brauche ich keinen dicken Schmöker - dafür reicht mir auch Detective Columbo im Fernsehen. Gibt es also noch andere Argumente? Die gibt es durchaus.

Zweitens: Die Innenperspektive des Mörders. Damit ist Dostojewskij meiner Meinung nach das entscheidend Neue gelungen: Ein Student entschließt sich ein Verbrechen zu begehen, und wir beobachten ihn hautnah - von den verworrenen Motiven für die Tat, über den grausamen Mord selbst, bis hin zu seiner Verfolgung, die den größten Teil ausmacht, und schließlich seiner Strafe. Dabei haben wir an seinen Gedanken gleichsam völlig ungeschützt teil, etwa an seinem wiederkehrenden, masochistisch anmutenden Bedürfnis, seine Verfolger zu provozieren, an seiner sich ins irrationale steigernden Angst, und auch an seiner zur Tat im (scheinbar) krassen Widerspruch stehenden Menschlichkeit.

Bei der Schilderung all dessen gelingt Dostojewski meiner Meinung nach eine psychologische Genauigkeit und Schonungslosigkeit in der Darstellung, wie ich sie bisher noch nicht gelesen habe. Und dabei ist es überhaupt kein kompliziertes Buch, man muss nicht stundenlang über einzelne Sätze nachdenken sondern kann die anschaulichen Beschreibungen flüssig und schnell lesen.

Na Gut... hier und dort, die eine oder andere Länge blieb nicht aus... . Trotzdem: Ein Buch, dass ich aufgrund seiner Intensität und Reife nicht vergessen werde.

Noch ein Hinweis zur Übersetzung: Früher galt die Übersetzung von E. K. Rahsin (Piper Verlag) als Standard. Seit Swetlana Geier das Werk 1994 komplett neu und "Schuld und Sühne" mit dem treffenderen Titel "Verbrechen und Strafe" übersetzt hat, gilt diese als neuer Standard.

Diese habe ich gelesen und halte sie für sehr empfehlenswert!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 4, 2012 7:38 AM MEST


Theatergeschichte in einem Band
Theatergeschichte in einem Band
von Peter Simhandl
  Gebundene Ausgabe

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gibt Besseres, 14. Dezember 2009
Die "Theatergeschichte in einem Band" von Peter Simhandl gilt als vielverkaufte Einführung für Laien, so dass es mir fast unbedenklich schien, hier zuzugreifen, um einen ersten Überblick zu erhalten.

Dem Buch zugute halten muss ich, dass es tatsächlich nicht mit unverständlichen oder fachwissenschaftlichen Details aufwartet. Trotz allgemeiner Verständlichkeit sind die 567 Seiten andererseits so nüchtern und unlebendig geschrieben, dass es kaum Freude an der Materie vermittelt.

Im direkten Vergleich dazu habe ich das Buch "Schnellkurs Theater" von Andrea Gronemeyer gelesen, dem ich aufgrund des Umfangs (192 Seiten)und der zahlreichen Bilder eigentlich nicht viele Chancen einräumte, meine Erwartungen nach einem gut lesbaren Überblick zu erfüllen. Da Gronemeyer aber nicht nur verständlich, sondern auch prägnant und pointiert schreibt, habe ich aus diesem kleinen Büchlein mehr mitnehmen können als aus dem anderen.

Als ebenfalls gut lesbar und sinnvolle Ergänzung hat sich zudem "Der Schauspieler. Geschichte eines Berufes." von Gerhard Ebert entpuppt, was mehr eine Theatergeschichte als Berufsgeschichte des Schauspielers ist.

Wer also einen Überblick sucht, dem empfehle ich die beiden genannten Alternativen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2013 5:38 PM MEST


Das Streiflicht. Verdeckte Ermittlungen zwischen Himmel und Hölle 2000 - 2004
Das Streiflicht. Verdeckte Ermittlungen zwischen Himmel und Hölle 2000 - 2004
von Wolfgang Roth
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hach, das Streiflicht!, 14. Dezember 2009
Da ich schon längere Zeit kein Leser der "Süddeutschen" mehr bin, wurde ich an ungewöhnlicher, aber angemessener Stelle (erneut) auf das Streiflicht aufmerksam:
Im Lehrbuch "Einführung in die Stilistik" von Karl-Heinz Göttert und Oliver Jungen.

Das dort erwähnte Beispiel, in welchem das Streiflicht es auf drei Triaden in einem einzigen Artikel bringt, ließ mich dann schließlich wieder zur Vernunft kommen.

Nein, dass heißt nicht dass ich die SZ wieder abonnierte, welche aufgrund ihres krisenbefördernden Wirtschaftsjournalismus der letzten Jahre auch nur noch schwer zu ertragen wäre, sondern dass ich mir vielmehr dieses hübsche Büchlein zulegte und fortan jeden Tag mit unschätzbarem Gewinn für meine persönliche Verfasstheit ein Streiflicht las.


Abschied von den Eltern: Eine Anleitung für Erwachsene, die Beziehung zu den Eltern zu normalisieren
Abschied von den Eltern: Eine Anleitung für Erwachsene, die Beziehung zu den Eltern zu normalisieren
von Howard M Halpern
  Audio CD
Preis: EUR 16,49

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lohnend!, 13. Dezember 2009
***REZENSION DES HÖRBUCHS - HOWARD HALPERN - ABSCHIED VON DEN ELTERN***

Als psychologisch reflektierter Mensch, so denkt man, weiß man bereits alles Wissenswerte über die Eltern-Kind-Beziehung in ihren verschiedenen Phasen.

Und auch wenn nicht alles neu und unerwartet in diesem Hörbuch ist, kann es mit großem Gewinn gehört werden. Denn Halpern ist ein großer Erzähler, dessen Stärke, Anschaulichkeit und Eindringlichkeit der gewählten Beispiele, hier voll zum Tragen kommt. Dazu kommt ein gutes Maß an Ironie und Humor, dass es einem das eine oder andere Mal leichter macht, eine Schwäche der Eltern als solche zu erkennen und anzunehmen, ohne die Eltern abzuschreiben oder zu verdammen.
Dennoch: Er ist kein Du-musst-Dich-um-jeden-Preis-versöhnen-Botschafter, sondern lässt die Möglichkeit des radikalen Bruchs, der manchmal notwendig sein kann, auch zu.

Insgesamt unterscheidet er sich positiv von anderen Büchern zum Thema wie "Elternliebe, Elternhaß. Das lebenslange Drama zwischen Eltern und Kindern"
von Isabelle Filliozat, da diese ihren Lesern ziemlich aufdringlich eine Schrei-Therapie empfiehlt und sich damit selbst an die Grenze des Unserösen begibt.

Vergleichsweise kurz kommt bei Halpern die Beschreibung des "Inneren Kindes", ein Konzept, was in der Psychologie derzeit immer häufiger anzutreffen ist. Wer sich für dieses Konzept interessiert, dem sei zur Ergänzung "Aussöhnung mit dem inneren Kind" von Erika J. Chopich und Margaret Paul als populäre Einführung oder "Das so genannte Innere Kind: Vom Inneren Kind zum Selbst" von Willy Herbold und Ulrich Sachsse als verständlich geschriebene Fachliteratur empfohlen.

Nach einer Weile habe ich mir auch die Textgrundlage für dieses Hörbuch zugelegt, da darin einige Kapitel mehr enthalten sind, es ist als Ergänzung ebenfalls empfehlenswert. Ein Buch liest man jedoch meist nur einmal, ein Hörbuch hingegen kann man auch öfter, z.B. zum Einschlafen hören, wenn man sich bestimmte Dinge einprägen will, daher bot das Hörbuch für mich den größeren Gewinn.


Versklavt und verraten: Der Aufstand der Bauern zu Anfang des 16. Jahrhund
Versklavt und verraten: Der Aufstand der Bauern zu Anfang des 16. Jahrhund
von Dieter Breuers
  Gebundene Ausgabe

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichtssagend, oberflächlich und gemeinplatzlastig., 13. Dezember 2009
Aufgrund der Beschreibung hatte ich ein Buch erwartet, das ohne wissenschaftliche Fachbegriffe Geschichte spannend erzählt. Vielleicht, wie dies Herbert Rosendorfer in "Deutsche Geschichte - Ein Versuch" unternimmt, selbst der Joachim-Fernau-Stil wäre noch in Ordnung gewesen.

Das vorliegende Buch ist jedoch so oberflächlich und platt, so unterfordernd und nichtssagend, dass es diesen meinen geringen (oder doch: hohen?) Ansprüchen nicht genügte.

Ein anderes, zuvor von mir gelesenes, in der "Beck'schen Reihe" erschienenes Büchlein "Der Bauernkrieg: Die Revolution des Gemeinen Mannes" von Peter Blickle erfüllt leider ein anderes Extrem; da dieser sich oftmals in fachwissenschaftlichen Details verliert. Dessen Buch ist also auch nicht lesenswert.

Ich erlaube mir daher die abschließende Bemerkung, dass es DIE gut lesbare Überblicksdarstellung zum Bauernkrieg noch nicht gibt oder aber, auch nicht unwahrscheinlich, von mir noch nicht entdeckt wurde; die beiden in dieser Rezension genannten Bücher zumindest erfüllen meine Erwartungen NICHT.


Der Tod in Venedig und andere Erzählungen (Fischer Klassik)
Der Tod in Venedig und andere Erzählungen (Fischer Klassik)
von Thomas Mann
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Obwohl ich Klaus und Heinrich lieber mag, 13. Dezember 2009
***THOMAS MANN - DER TOD IN VENEDIG UND ANDERE ERZÄHLUNGEN - FISCHER KLASSIK***

Mir liegt Thomas Mann einfach nicht.

Davon war ich bis vor kurzem fest überzeugt, da ich einmal die Buddenbrooks zu lesen begonnen hatte und am großbürgerlichen Schwulst schier erstickt war. Zudem schien mir die Kraft, die etwa sein Sohn Klaus in "Mephisto" erkennen lässt, oder der undiskrete Charme des Bürgerlichen, wie ihn sein älterer Bruder Heinrich im "Untertan" entlarvt, viel näher zu sein.

Aufgrund der unerwartet positiven Begegnung mit dem Hörbuch von "Tod in Venedig", gesprochen von Will Quadflieg, gab ich auch dem geschriebenen Wort des Bürgerlichsten aller Schriftsteller eine neue Chance und kann mich seitdem, ich muss es leider zugeben, durchaus für seine in diesem Band veröffentlichten Erzählungen begeistern!

Mehr noch als der "Tod in Venedig" schätze ich seitdem jedoch "Tonio Kröger" über das innere Empfinden, Werden und Wachsen eines Schriftstellers, dass ich so noch nie irgendwo gelsen habe. Seitdem habe ich zwar nicht meine gesamte frühere Kritik über Bord geworfen: Auch hier wirkt manches stark gekünstelt, geplant und durchkonstruiert. Neu ist für mich jedoch, dass es sich TROTZDEM lohnt, und ich freue mich dass ich diese Erfahrung gemacht und den feinen Lesegenuss gehabt habe.

Da sich der Inhalt von älteren Ausgaben mit ähnlichem Titel unterscheidet, hier noch kurz eine Auflistung der (in der 2008 unter ISBN 978-3-596-90027-5 in der Reihe "Fischer Klassik" erschienenen Ausgabe) enthaltenen Erzählungen:

Der kleine Herr Friedemann
Tristan
Tonio Kröger
Schwere Stunde
Das Eisenbahnunglück
Der Tod in Venedig
Unordnung und frühes Leid
Die Betrogene

Ich wünsche die nötige, mann'sche "Haltung" beim Lesen - und ebenso viel Vergnügen.


Perro come Perro - Den Letzten fressen die Hunde
Perro come Perro - Den Letzten fressen die Hunde
DVD ~ Marlon Moreno
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 6,69

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen No Country For Homo Homini Lupus!, 24. April 2009
Noch nicht zu kaufen, aber bereits in Videotheken ausleihbar ist dieser nicht aus Hollywood stammende, spannende Thriller mit originell-skurrilen Charakteren, einem unvorhersehbaren Handlungstrang und einer authentisch wirkenden Atmosphäre. Nicht so blutig wie Kill Bill, aber doch ziemlich brutal, vielleicht sollte er lieber mit "No Country For Old Men" als mit "Amores Perros" verglichen werden, obwohl in letzterem die Hunde-Metapher ebenfalls allgegenwärtig und angebracht ist.
Aprospos Metapher: Anstelle des "Perro Come Perro" wäre der berühmte Satz von Thomas Hobbes sicher ebenso angebracht, wenn er nicht zu lang für den Titel wäre: "homo homini lupus est, non homo, quom qualis sit, non novit":
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, kein Mensch, wenn er nicht weiß, welcher Art [sein Gegenüber] ist.
In diesem Sinne - que te diviertas!


Herz der Finsternis: Erzählungen
Herz der Finsternis: Erzählungen
von Joseph Conrad
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvolle Erzählungen, 24. September 2008
***REZENSION DER GEBUNDENEN AUSGABE - JOSEPH CONRAD - ÜBERSETZER M. ALLIE 2007***

Mir gefällt diese Ausgabe sehr.

Die Übersetzung von Manfred Allie liest sich sehr flüssig, insbesondere "Das Herz der Finsternis", aber auch "Jugend" sind sehr kraftvolle, schnell lesbare Erzählungen. "Das Herz der Finsternis" hat dabei durchaus etwas Erschütterndes, der immer tiefer in den Dschungel dringende Erzähler, der dabei gleichsam immer tiefer in sein eigenes, von exotischen Pflanzen und unbeugsamen Wilden umwuchertes Inneres dringt; nicht nur für Liebhaber des Films "Apocalypse Now" ein Ereignis.

Nach einiger Zeit habe ich mir auch noch die Reclam-Ausgabe mit der Übersetzung Daniel Göskes zugelegt, die mir beinahe ein wenig literarischer, sprachlich etwas origineller zu sein scheint, dennoch habe ich das hier rezensierte Buch mit Genuss und Gewinn gelesen und erlaube mir daher die höchste Punktzahl zu vergeben.


Die durch die Hölle gehen
Die durch die Hölle gehen
DVD ~ Christopher Walken
Preis: EUR 7,94

18 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zu "Platoon" oder "Apocalypse Now", 24. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Die durch die Hölle gehen (DVD)
Fangen wir mit dem Positiven an.
Der Film "Die durch die Hölle gehen" (Original: The Deer Hunter) von 1978 kann aufgrund der Beteiligung von Schauspielern wie Robert de Niro (Taxi Driver, Der Pate II), Christopher Walken (Pulp Fiction), John Cazale (Der Pate I und II) sowie Meryl Streep (Jenseits von Afrika, Der Teufel trägt Prada) ein Aufgebot anbieten, dass ihn allein schon sehenswert machen würde.

Der zweite positive Aspekt ist die ungewöhnliche Story.
Der Film ist in drei Teile geteilt: Das Kleinstadtleben vor dem Krieg, das Grauen des Krieges selbst, und schließlich die Heimkehr der Traumatisierten. Dabei wird das Kleinstadtleben leider ungewollt bereits so gruselig dargestellt (russisch-orthodoxe Hochzeit), dass der Krieg kaum schlimmer werden kann. Der Krieg und insbesondere die Kriegsgefangenschaft beginnt mit einer krassen Überblendung: Hochzeit vorbei, Maschinengewehre ballern los. Auch noch nicht schlimm.
Dann beginnt allerdings die Gefangenschaft, die den dramatisch-metaphorischen Bogen deutlich überspannt. Die Gefangenen werden in melodramatischen Sequenzen gezwungen "Russisches Roulette" zu spielen, während ihre Peiniger Geld auf sie wetten, gleichsam als Parabel auf die sinnlose Zufälligkeit des Krieges. Für sich genommen auch noch keine schlechte Allegorie, wirkt im Film aber arg überspitzt. Wo Apocalypse Now an dieser Stelle Selbstironie gezeigt hätte, bleiben die Höllengeher todernst. Wo der Film Platoon todernst bleibt, ist dessen Handlung tatsächlich realistisch, und nicht überspitzt oder metaphorisch. Darum funktioniert Der Film (Die Durch Die Hölle Gehen) leider nicht. Die Tatsache, dass die Schlüsselszenze (Russisches Roulette) in pervertierter Form im dritten, dem Heimkehrer-Teil wieder auftritt, ist eine originelle Idee, die aber nicht funktioniert, da sie sich selbst zu ernst unde zu melodramatisch zugleich nimmt. Woher kommen dann die fünf Oscars? Vielleicht daher, dass die Oscarverleihung eine Hollywoodinterne Veranstaltung ist?

Wie dem auch sei: Wer einen Anti-Kriegsfilm sehen will, der verstörend und originell zugleich ist und grandiose Schauspieler wie Marlon Brando, Martin Sheen, Dennis Hopper und Laurence Fishburne aufbietet, der sehe unbedingt Apocalypse Now (1979) von Francis Ford Coppola.
Und wer einen Anti-Kriegsfilm sehen will, der nicht ganz so postmodern daherkommt aber ebenfalls sehr gute Schauspieler aufbietet und sich selbst dabei durchaus ernst nimmt, der sehe Platoon (986) von Oliver Stone, mit Charlie Sheen, Willem Dafoe und Johnny Depp.

Denn beide empfehlen sich deutlich mehr als einmal durch die Hölle eines misslungenen Filmes zu gehen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2015 9:35 PM CET


Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7)
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7)
von Joanne K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit neuen Ideen und einigen – Überraschungen...!, 27. Oktober 2007
Ich will hier nicht zu viel verraten, nur, dass ich teilweise mit meinen Vermutungen, wie es weitergehen könnte, recht hatte, teilweise aber – wen wundert's - auch gar nicht! Dennoch: Diese wieder einmal wunderbare und fabelhafte Welt mit ihren Drachen und fliegenden Besen fügt sich im letzten Band zu einem großen Ganzen: Rowling beantwortet all die Fragen, die noch offen waren, und darüber hinaus einige spannende und unheimliche Fragen, die nie gestellt wurden...!

Ähnlich wie im vierten Teil beginnt diesmal alles mit der Welt des Bösen, mit Voldemort und Co. Und schon sind wir wieder in den Bann der Geschichte gezogen, in dem Harry teilweise ziemlich auf sich allein gestellt kämpfen muss, bis schließlich - nach einigen Streitereien mit seinen engsten Freunden – drei gewisse magische Gegenstände eine ganz entscheidende Bedeutung erhalten sollen... .
Zum Ende hin wächst die Dynamik und das Tempo der Story, und das Buch bleibt spannend bis zum Schluss.

Insgesamt ist die Geschichte also für mich, auch manchen Kritikern zum Trotz, ein absolut lesenswertes Highlight.


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