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Rezensionen verfasst von
Benedictu
(TOP 500 REZENSENT)   

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Vermeer
Vermeer
von Norbert Schneider
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kunst, die die menschliche Würde stärkt, 19. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Vermeer (Gebundene Ausgabe)
Der emeritierte Kunstgeschichtsprofessor Norbert Schneider führt mit ausführlichen Bildbesprechungen durch die 35 Werke des Künstlers Johannes Vermeers (1632-1675). Beim berühmten Bild "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", auf dem Einband erklärt der Autor in bezug auf die Schrift "Introduction à la vie devote" des Mystikers Franz von Sales, daß die Perle als Keuschheitssymbol interpretiert werden muß. Schneider gibt Einblicke in das Denken der Zeit, wenn er an Beispielen erläutert, daß die niederländischen Maler zwar einerseits die offiziellen volkspädagogischen Erwartungen bedienten, aber andererseits auch der Realität Rechnung tragen wollten. Sie stellten die herrschende Moral dar, unterliefen sie gleichzeitig aber ironisch und stellten sie damit in Frage. Mit Berufung auf die antike Autorität eines Cicero haben sie ihre Bilder als visualisierte Komödien aufgefaßt. Die sehr große Zahl der Genrebilder, die außereheliche Beziehungen thematisieren, dokumentiere, daß die Obrigkeiten ihre zunehmend rigideren Ehenormen nur schwer durchsetzen konnten.

Auf vielfältige Weise nähert sich der Autor der Faszination, die Vermeers Bilder auf den Betrachter ausüben - wie etwa auch die Impressionisten und Schriftsteller seine Komposition, seine Farbgebung und Malweise rezipierten. Schneider meint, daß es Vermeer wie Gracian und Montaigne um die Abgrenzung der Individuen voneinander gegangen sei, um die Verweigerung einer Kundgabe seelischer Vorgänge und die Aufrichtung kommunikativer Schranken. In den Interieurbildern macht er das am oft gewählten Vordergrund eines teppichbelegten Tisches und natürlich an den nicht selten ausdruckslosen Gesichtern fest. "Verhüllung der Gefühle" ist folglich der treffende Untertitel des Buches.

Leicht kontrastiv wird Germaine Greer zitiert (leider ohne Quellennachweis): "Vermeer möchte den Betrachter nicht verblüffen oder abstoßen, sondern ihn dazu verführen, näher zu kommen, in das Bild hineinzublicken, auf Tuchfühlung mit ihm zu gehen. Eine solche Kunst stärkt die menschliche Würde".


Samsonite S'Cure Spinner 69/25 Koffer, 49cm, 79 L, Dark Blue
Samsonite S'Cure Spinner 69/25 Koffer, 49cm, 79 L, Dark Blue
Preis: EUR 138,48

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frage ist nur, nach wievielen Reisen die Schale reißt, 9. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Gesamteindruck des Koffers ist ausgesprochen gut, nur sieht die leichte, einbeulbare Schale tatsächlich so aus, als ob sie irgendwann unter den unberechenbaren Gewalteinwirkungen im Flughafenbetrieb einmal reißen wird. Trotzdem gibt es dann keinen Grund zu jammern, denn ein Koffer, der
• eine schönere Innenausstattung hat,
• nicht aus dünnwandigem, leichten Plastik besteht (das womöglich Weichmacher ausdünstet), sondern
• aus Aluminium (s. z.B. die hochwertigen Rimova-Serien auf der Lufthansa worldshop Seite),
wiegt nämlich einige kg mehr und kostet auch etliche hundert Euro mehr.

Mit diesem einfachen, aber gut gestalteten Modell von Samsonite kann es sehr lange gutgehen, muß es aber nicht. Es dürfte Glücksache sein, ob die offenbar im Spritzgußverfahren hergestellte, nicht-faserverbundverstärkte Schale nach der zweiten oder zwölften Reise reißt oder nie. So oder so: Man muß es nehmen, wie es kommt ;-).


Man lernt nie aus
Man lernt nie aus
DVD ~ Robert De Niro
Preis: EUR 6,99

4.0 von 5 Sternen Das bezaubernde Lachen der Anne Hathaway …, 8. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Man lernt nie aus (DVD)
… kommt in dieser Beziehungskomödie, die im Milieu der amerikanischen oberen Mittelklasse spielt, zweifellos viel schöner zur Geltung als in ihrer ernsten Rolle in Interstellar. Anne Hathaway verkörpert die unternehmerisch erfolgreiche Karrierefrau Jules, der daheim ein Hausmann den Rücken freihält, der allerdings unter Vereinsamung leidet. Im Mittelpunkt steht die Beziehung der arbeitswütigen jungen Firmengründerin zu ihrem zunächst lästigen Senioren-Praktikanten Ben (Robert De Niro).

Die leichte Komödie der Drehbuchautorin und Regisseurin Nancy Meyers bedient sich nicht weniger Klischees und Idealisierungen, wird aber von den idealbesetzten Hauptrollen Hathaway und de Niro mühelos durch alle Untiefen getragen. Die Frage, inwieweit aus dem Generationenkonflikt eine Versöhnung von alt und jung werden kann, läßt sich trotz manchem Klamauks als ernstzunehmender Denkanstoß verbuchen.


Toes
Toes
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Mysterisch und inspiriert von Wells und Conrad, 7. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Toes (MP3-Download)
Das Stück der Indie-Rockband Glass Animals gilt als inspiriert von Joseph Conrads "Herz der Finsternis" (Heart of Darkness (Dover Thrift Editions)) und H.G. Wells' "Die Insel des Dr. Moreau", The Island of Dr. Moreau. Es ist Teil des Soundtracks von 96 Hours - Taken Trilogie [3 DVDs].


Frozen Ground
Frozen Ground
DVD ~ Nicolas Cage
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die einzige Überlebende und der Polizist, 6. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Frozen Ground (DVD)
Auf dem Titel sind die männlichen Hauptdarsteller und Gegenspieler, Nicolas Cage als der Ermittler Jack Halcombe und John Cusack als der Serienmörder Robert Hansen abgebildet, aber im Mittelpunkt steht über weite Strecken die Beziehung des einzigen überlebenden Opfers, der blutjungen Straßenprostituierten Cindy Paulson (Vanessa Hudgens), zum Polizisten Halcombe, der versucht ihr Vertrauen zu gewinnen. Die Gegensätze Alaskas und die schauspielerische Leistung der drei Hauptdarsteller machen den Film sehenswert.

Zugrunde liegt die wahre Begebenheit der Jagd auf den Frauenmörder Robert Hansen, der in Alaska in den 1970er und 80er Jahren sein Unwesen trieb. Der passionierte Jäger, von den Medien als "The Flying Nightmare" bezeichnet, suchte seine weiblichen Opfer im Rotlichtmilieu, mißhandelte sie, flog sie in die Wildnis, setzte sie aus und machte anschließend Jagd auf sie. Die Verfilmung ist bedrückend nicht nur wegen der monströsen Taten des mindestens siebzehnfachen Serienmörders, der sich hinter der bürgerlichen Fassade eines Familienvaters mit zwei Kindern verbarg, sondern aus weiteren Gründen: Wegen der polizeilichen Pannen, dem öffentlichen Desinteresse an den Opfern, die lange keiner vermißt meldete, und dem Beinahe-Scheitern der Polizei, den Täter zu überführen.


Bad Country
Bad Country
DVD ~ Willem Dafoe
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Böse Buben mit Bundesadler in Baton Rouge, 5. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Bad Country (DVD)
Der verdeckte Polizei-Ermittler Bud Carter (Willem Dafoe) schafft es mit Methoden an der Grenze der Legalität Jesse Weiland (Matt Dillon), Mitglied in einem Verbrechersyndikat, als Kronzeugen zu gewinnen. Weiland gehört der sog. Aryan Brotherhood (Arische Bruderschaft), die es in den USA tatsächlich gibt. Sein Körper ist mit dem Bundesadler tätowiert und derart mit nationalsozialistischen Symbolen, daß man ihn in Deutschland nicht ins Freibad ließe. In die sowieso immer schon etwas morbide, durch soziale Gegensätze geprägte Südstaatenatmosphäre Lousianas kommen Korruption und das bewährte realistische Element des Kompetenzgerangels zwischen FBI und lokaler Polizei.

Matt Dillon verkörpert den kooperativen Gangster Jesse Weiland als instrumentell denkenden Gewalttäter, der seine Verbrechen einfach seinen Aufgaben als loyales Bandenmitglied zurechnet, und im Unterschied zur Figur in The Iceman kein Psychopath ist. Etwas rätselhaft und unterbelichtet bleibt seine innere Verbundenheit zur Arischen Bruderschaft. Einerseits war Weilands Haus voller NS-Memorabilien, andererseits sein Verhalten gegenüber dem schwarzen Staatsanwalt John Nokes (Bill Duke) respektvoll und ohne die geringste Spur eines rassistischen Vorbehaltes.

FAZIT
Unterschätzter, psychologisch vielschichtiger Südstaaten-Polizeifilm mit erstklassiger Besetzung.


Mitternachtskinder
Mitternachtskinder
DVD ~ Satya Bhabha
Preis: EUR 4,99

3.0 von 5 Sternen Schöne Bilder zwischen Realität, Religion, indischer Geschichte und Magie, 4. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Mitternachtskinder (DVD)
Die Verfilmung des Romans von Salman Rushdie ist ein sehenswerter Einblick in indische Kultur und Geschichte. Wer wird sich aber mit seiner zentralen Idee anfreunden können, die sog. Mitternachtskinder, die kurz nach Mitternacht am 15. August 1947 geboren wurden, dem Tag der Unabhängigkeit Indiens, mit geheimnisvollen übersinnlichen Kräften auszustatten? Der Lebensweg der Hauptfigur, des exakt um Mitternacht geborenen telepathisch begabten Saleem Sinai (dargestellt von Darsheel Safary und Satya Bhabha) ist metaphorisch aufs engste mit der Geschichte Indiens verwoben.


Trapped By A Thing Called Love
Trapped By A Thing Called Love
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Es singt die Queen of Blues, 4. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Trapped By A Thing Called Love (MP3-Download)
Dieses schöne Stück von Denise LaSalle wird zwar in Only Lovers Left Alive gespielt, ist aber nicht Teil des zugehörigen Soundtracks Only Lovers Left Alive (Original Motion Picture Soundtrack).


Die Zucker-Lüge: Wie das Lebensmittel-Kartell uns einredet, dass Essen krank macht
Die Zucker-Lüge: Wie das Lebensmittel-Kartell uns einredet, dass Essen krank macht
von Detlef Brendel
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irreführende Information: Nicht gelogen, aber trotzdem unwahr, 4. Juni 2016
Das Buch ist ein Musterbeispiel einer an Demagogie grenzenden Desinformation, aber nicht, weil das Autorenduo, der Leiter eines Pressebüros und ein studierter Ernährungsberater das Publikum nach Strich und Faden belügen würden. Ihre polemische Streitschrift verdient einen genaueren Blick, zumal der an zweiter Stelle genannte Autor kein unbekannter Ernährungsexperte ist und für sein Engagement in der Ernährungsaufklärung 2005 sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam.

► ES STIMMT, …
… wenn Brendel und Müller auf S. 31 schreiben, daß der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker in Deutschland pro Jahr bei 35 kg, also etwa 100 g pro Tag liegt. Ihre unmißverständliche Botschaft ist, daß diese Menge NICHT reduziert werden muß. Dazu führen sie an, daß der deutsche Zuckerkonsum seit Jahrzehnten unverändert sei und daß andere Nationen deutlich mehr konsumieren. Geschickt halten sie dabei einige Informationen zurück. Was sie an dieser Stelle verschweigen, ist,
a) daß die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und die WHO (Weltgesundheitsorganisation) weit niedrigere Empfehlungswerte nennen, nämlich 19 kg pro Jahr bzw. die WHO vor einiger Zeit noch 50 g/Tag, die sie neuerdings auf 25 g/Tag reduziert hat, und also nur noch 5% der Energieaufnahme in Form von freiem Zucker empfiehlt,
b) daß der Pro-Kopf-Zuckerkonsum im Deutschen Reich noch bei 6,2 Kilogramm lag,
c) daß die USA, ein Land mit hohem toxischem Streß und den meisten Dickerchen, sagenhafte 58 kg verbrauchen
d) und daß Deutschland bei der Fettleibigkeit den USA auf dem Fuße folgt, bzw. beim Übergewicht z.T. schon übertrifft.
Erst auf Seite 148 taucht unter der Überschrift "Sonderbare Empfehlungen" der neue WHO-Richtwert von 25g/Tag auf, den man mit einem Glas gesüßten Apfelsaft (oder Cola), das etwa acht Stück Würfelzucker enthält, schon erreicht.

► PAPPERLAPAPP
Die WHO-Empfehlung, behaupten die Autoren zum Schluß, "wäre erheblich wissenschaftlicher, gesundheitsfördernder und lebensbejahender gewesen, wenn man geraten hätte, die tägliche Zuckerzufuhr zu verdoppeln und gleichzeitig jeden Tag eine Stunde moderater Bewegung nachzugehen". Was ist denn das für ein Geplapper? Denn zweifellos noch gesundheitsfördernder wäre es doch, den Zusatzzucker zu reduzieren UND gleichzeitig das Bewegungspensum zu erhöhen, oder etwa nicht? Außerdem verschafft Bewegung einen größeren Zuwachs an Lebensbejahung, als man womöglich durch Verzicht auf Süßsäfte, Light-Produkte und überzuckerte Fertignahrung verliert. Und was bedeutet es überhaupt, wenn eine Empfehlung "wissenschaftlicher" ist als eine andere? Entweder ist sie wissenschaftlich oder sie genügt wissenschaftlichen Maßstäben nicht.

► PAPPKAMERADEN
■ Im Abschnitt "»Zuckerbombe« Zwiebel" auf S. 138f polemisieren Brendel und Müller gegen Gemüse und Obst. Sie stoßen auf den bekannten Sachverhalt, daß man beim Konsum von Fruchtsaft dessen weniger gut verträglichen Fruchtzucker- oder Fructoseanteil im Blick behalten muß. Da triumphieren die beiden: "Wer hätte das gedacht? Wo doch immer gepredigt wird, Obst sei so gesund." Die Dosis macht das Gift, möchte man ihnen erklären, obwohl sie das an anderer Stelle selber sagen. Und, nein, es wird das nicht IMMER gepredigt. In Die Fructose-Falle: Wie Fruchtzucker dick und krank macht werden die Zusammenhänge vollkommen sachlich und sehr differenziert erläutert: Daß etwa die Darreichungsform wichtig ist, da unverarbeitetes frisches Obst verträglicher ist als frisch gepreßtes, selbst wenn in den Saft einmal kein Extra-Zucker hineingekippt wurde. Auch, daß Honig mit seinem hohen Zuckeranteil kein Nahrungsmittel, sondern ein Genußmittel ist. Andauernd lamentieren die Autoren über "Genußverzichtsprediger". Das ist Unsinn. Genuß ist erlaubt, aber eben in Maßen.
■ Auf S. 139f behaupten die Autoren, daß es ein Thema der öffentlichen Diskussion sei, daß Zucker zu häufig als Konservierungsmittel eingesetzt werde. Anschließend erklären sie, wie lecker Omas und Muttis selbstgemachte und traditionell mit ordentlich Zucker konservierte Marmelade ist. Wer bestreitet denn das? Wer will, kann heutzutage übrigens auch Marmelade mit höherem Fruchtanteil kaufen und jeder weiß, daß man diese Sorten nach dem Anbruch im Kühlschrank aufbewahren muß.

► POLEMISCH UND WIRR
Auf Seite 32 empfehlen die Autoren einsichtigerweise, mehr Gemüse und Frischobst zu konsumieren und sogar, weniger Zucker über Softdrinks aufzunehmen. Auf S. 238 jammern sie aber wieder wie Fertignahrungslobbyisten, deren Horrorvorstellung offenbar darin besteht, daß die Leute zu Hause mit frischen Zutaten selber kochen: "Eigentlich will man die Nahrungsmittelindustrie schlechtmachen und die Menschheit alternativ dazu auffordern, ihre Geschmacksnerven mit einem zu Hause hergestellten Gemüsegericht zu beruhigen". An anderer Stelle (S. 224f) klingen die Formulierungen noch drastischer und fast paranoid. Da heißt es, daß die Nahrungsmittelindustrie nicht der "Feind des Menschen" sei und keine Produkte erfinde, "um die Menschheit auszurotten". Das ist alles wirres Zeug. Wer selber kocht, was nicht "stundenlang" dauert, wie die Autoren übertreiben (s. z.B. Jamies 15-Minuten-Küche: Blitzschnell, gesund und superlecker) entscheidet sich gegen Fertigprodukte, er führt keinen Kreuzzug gegen Konzerne, er ignoriert einfach ihre Angebote :-).

► SCHLIMMER ALS DIE LÜGE …
… ist das Desinteresse an der Wahrheit. Nehmen wir nur einmal die Frage, ob die Deutschen zu dick sind. "Ein Spaziergang durch die Stadt zeigt überraschend viele Passanten mit normaler Figur", schreiben die Autoren allen Ernstes auf S. 212. Das ist unverhohlen verharmlosend, ja eigentlich dummdreist, statistischer Mumpitz, aber interessanterweise eben nicht gelogen. Es handelt sich um wahrheitsindifferenten Humbug, wie der Philosoph Harry Frankfurt erklären würde (s. Bullshit und Über die Wahrheit). Faktum in der Sache ist ja, daß dem Statistischen Bundesamt zufolge jeder zweite Deutsche übergewichtig, jeder sechste sogar adipös, also fettsüchtig ist.

FAZIT
Brendel und Müller verstehen ihr kommunikatives Handwerk: Ein bißchen wohlfeile Medienkritik hier, zahllose Allgemeinplätze dort, sowie viele harmlose Informationen kombiniert mit aufgebauschten Entlarvungen von Behauptungen, die von seriöser Seite keiner vertritt, und vor allem das durchgängige Weglassen oder verstreute Plazieren von Fakten. Die Botschaft der Autoren ist: Die Deutschen sollten ruhig etwas mehr als weniger Zucker konsumieren, denn Zucker macht nicht dick, und überhaupt sind die Deutschen gar nicht zu dick und wenn doch, dann nur, weil sie sich zuwenig bewegen.

Das Buch enthält zwar keine auffälligen, expliziten Falschaussagen, es ist aber viel zu geschwätzig, demagogisch, wirr, unstrukturiert und vor allem auf nervige Art polemisch. Wer will das Gejammere über die "fast religiös" betriebene "Verdammung von Zucker" und ach so furchtbare WHO-Feldzüge gegen Fettleibigkeit wirklich lesen? Als Verbraucherinformation ist es praktisch wertlos. Wer sich für Ernährungsfragen zum Zucker interessiert, dem empfehle ich quasi als Gegengift das oben schon genannte des deutschen Mediziners Pape: Die Fructose-Falle: Wie Fruchtzucker dick und krank macht und zur krankheitspräventiven Ernährung das des US-Mediziners Katz Schluss mit Ernährungstrends: Sie dürfen mehr, als Sie denken. Außer Fertiggerichte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2016 9:51 AM MEST


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Preis: EUR 20,00

4.0 von 5 Sternen Ein bißchen was von allen Fitneßelementen, 4. Juni 2016
Ein bißchen was von allen Fitneßelementen
Der Band behandelt die wichtigsten Fitneßmethoden, nämlich:
• Yoga,
• Pilates,
• Faszienfitneß,
• Muskeltraining,
• Bauch, Beine, Po,
• Dehnungstechnik und
• Cardiofitneß

Da jede Fitneßfraktion Feuer und Flamme für ihre jeweils eigene Methode ist, daß man sichkaum für eine entscheiden kann, ist ein attraktives Konzept, die besten Elemente von allen in einem Band anzubieten. Vertiefen in einer bestimmten Richtung mit einem spezielleren Fitneßratgeber (z.B. Pilates: Die Trainingsmethode für mehr Balance und Beweglichkeit oder Der Lauf-Coach: Gezieltes Training vom Einstieg bis zum Marathon) kann man dann immer noch.

Ein Ringbuchformat des Buches wäre praktisch gewesen und manchmal hätte man sich gewünscht, einen Bewegungsablauf in ein paar Einzelbildern dokumentiert zu bekommen. So muß man sich zu einer Übung, die man noch nicht kennt, die Beschreibung gut durchlesen.


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