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Rezensionen verfasst von
Daniel Zynda

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Edgar Wallace - Das Geheimnis der grünen Stecknadel - Mediabook [Blu-ray]
Edgar Wallace - Das Geheimnis der grünen Stecknadel - Mediabook [Blu-ray]
DVD ~ Joachim Fuchsberger
Preis: EUR 27,99

3.0 von 5 Sternen Puh, der zieht sich, 5. Juli 2017
Ich sah den Film zum ersten mal vor 27Jahren - und hatte ihn immer als ziemlich gut in Erinnerung. Damals galt der Film noch einfach als weiterer "Edgar Wallace". "Giallo" ging ja noch nicht, es gab noch keinen Nischenpublikum-Markt, kein Arsch ausserhalb Italiens wusste was "Giallo" ist. Na, jedenfalls kam er mir doch ziemlich anders vor als die anderen, aber da ja auch "Die Tote aus der Themse" in diese Richtung ging dachte ich nur das sei halt der 70er Stil.

Als ich ihn nun gestern wieder guckte, da fragte ich mich zuerst warum ich ihn als gut in Erinnerung hatte. Denn ich erinnerte mich an nichts mehr. Ausser an das Titelthema von Ennio Morricone. Das hat sich in mein Hirn reingefressen, das hab ich nie vergessen. Ist eine sehr schoene Komposition. Nun, der Film ist sauber produziert, die Kamerafuehrung von Joe d'amato recht fein (haette er es doch besser fuer immer bei der Kamera belassen). Es wirkt nicht sonderlich trashig, auch der Exploitation-Anteil haelt sich in Grenzen - nur das Beobachten von Maedchen beim Duschen., das haett man sich schenken koennen. Geschieht zum Selbstzweck. Besonders die Szene mit dem sabbernden Lehrer, das ist peinlich. Die Darsteller, auch ueberraschend gut. Gut, Blacky kurbelt Routine runter, trotzdem immer einfach schoen ihn zu sehen. Die Story? Ja, die Grundidee ist nicht uebel. Aber die Umsetzung! Das Drehbuch ist ebenso langsam wie Dallamanos Regie (der muss auf seinem Regiestuhl eingeschlafen sein). Frueher mal, da schrieb ich selbst Geschichten. Und wenn ich merkte, das da nichts ist, was die Handlung vorantreibt schmiss ich's nach ein paar Seiten in die Ecke und zog das nicht bis zum bitteren Ende durch. Quaelend langsam und ohne Spannungsmomente wird das hier aber getan. Ich sage bescheiden "Spannungsmomente" weil mir irgendein Giallo-Experte (weiss nicht mehr wie er sich nannte, Giallo-Gott oder so) mal sagte das Giallos nicht spannend sein duerfen, das macht sie so besonders. Hm. Sind doch aber eigentlich auch nur Krimis, oder? Ich persoenlich mags 'n bisschen spannend, wenn's so vor sich hinduempelt, langgezogen und voll Leerlauf ist gibt es mir nichts. Denn es gibt ja auch nichts anderes interessantes, ist ja kein kuenstlerisch wertvoller Film oder so. Vielleicht haetten 20 minuten weniger dem Film sehr gut getan. Ich bemueh den Edgar Wallace nochmal, mehr als 10 der Wallace Filme aus den 60ern sind besser. Leider werden die aber nicht wiederentdeckt. Woran liegts, gut, es gibt da keine Titten und die Gewalt ist verhaltener (ist hier aber auch sehr harmlos), deshalb werden sie von einigen vielleicht nicht als so meisterhaft angesehen. Wundert mich warum dieser Film und so viel aehnliches im 21. Jahrhundert in der Nische ploetzlich so hochgejubelt wird. Ich les da auf einigen Websites manchmal Ansichten - ueberschaetzt ist da noch harmlos ausgedrueckt. Etwas meisterhaftes kannst du hier nur sehen wenn du nie etwas anderes gesehen hast. Als ich das Interview mit Karin Baal guckte dacht' ich nur: Endlich redet mal einer Klartext! Herrlich, da musste ich teilweise auch lachen. Sie hat eigentlich in allem was sie sagt recht.

Eigentlich wollte ich mir diese Blu Ray kaufen, obwohl ich schon die 2015 erschienene englische von Arrow hab. Aber vorsorglich sah ich mir den Film erstmal wieder an, und kam zu dem Entschluss, das ich davon nicht noch mehr Versionen brauch'. Ausserdem aehneln die sich eh sehr, sind beides sehr gelungene Editionen.


A Kind of Loving [UK Import]
A Kind of Loving [UK Import]
DVD ~ Alan Bates

5.0 von 5 Sternen Kitchen Sink Love Story, 4. Juli 2017
Rezension bezieht sich auf: A Kind of Loving [UK Import] (DVD)
"A kind of Loving" ist Drama aus der "british new wave", entstanden 1962 unter der Regie von John Schlesinger, mit Alan Bates und June Ritchie in den Hauptrollen. In Deutschland lief der Film unter dem Titel "Nur ein Hauch Glückseligkeit" im Kino.

Eine Love-Story im "Kitchen Sink" Stil. Heisst, ehrlich, ungeschoent, realistisch und getragen von einfachen Menschen der Arbeiterklasse. Die Story beginnt mit einer Hochzeit, es ist die Schwester von Vic (Bates), die da heiratet. Unter den Schaulustigen auf der Strasse sieht er Ingrid (Ritchie), das Maedchen das in der selben Firma wie er arbeitet, und auf das er schon seit laengerem ein Auge geworfen hat. Wenige Tage spaeter im Bus spricht er sie an. In einer atemberaubend gespielten Szene offenbaren die beiden ihr gegenseitiges interesse (genau so wie's im echten Leben auch passiert) und sind wenig spaeter "zusammen", irgendwie. Was folgt ist keine suesse Romanze, sondern etwas, das damals wie heute tausendfach gibt. Er nimmt Abstand, nachdem er sie besser kennenlernt, realisiert, das sein Interesse doch wohl eher rein physisch ist, das er einfach die schoenste der Firma 'rumkriegen wollte. Sie hingegen liebt ihn, besitzergreifend, und geht schnell ueber zum Alltag eines Paares. Er hingegen fuerchtet die Bindung, macht sich sorgen so zu enden wie viele vor ihm. Mit einer Frau, die er nicht liebt gemeinsam alt werden, und sich eigentlich nichts zu sagen zu haben. Dennoch bleibt sein Interesse an ihrem Koerper. Er sagt ihr, das er sie liebt, nur wenn er mit ihr schlafen will. Allerdings ist's ihm peinlich, Verhuetungsmittel zu kaufen, und so wird sie schon bald schwanger. Was Bedeutet: Ehe. Nun, dabei will ichs belassen, schauts euch am besten selber an. Nur soviel: Das gemeinsame Eheleben wird hart, und der Film hat ein Ende, das man als Offen sehen kann. Das ganze ist so realistisch, und so wundervoll fotografiert (Kameramann Denys Coop war auch fuer die eindrucksvollen Bilder in "This Sporting Life" verantwortlich), das du in den Film hineingezogen wirst. Diese Arbeiterstadt in den fruehen 60ern wirkt so plastisch. Es war der Debut Film von John Schlesinger, und fuer mich vielleicht gleich sein bester. Obwohl die beiden Folgefilme (Billy Liar & Darling) ebenfalls vortrefflich sind. Und die wirklich ausgezeichnete Leistung der Darsteller kann ich nur nochmal hervorheben.

"A Kind of Loving" ist ein Meisterwerk, leider ausserhalb Englands ohne grossen Stellenwert, und das obwohl der Film auf der Berlinale 1962 den goldenen Baeren gewonnen hatte. Aber wer wuerde so einen Film in Deutschland schon auf DVD oder Blu Ray veroeffentlichen? In England erschien 2016 eine exzellente Blu-Ray. Der Film sieht in HD makellos aus. Als Bonus gibt es ein kurzes Essay zum Film, den Trailer, ein altes Interview mit Schlesinger und dessen Kurzfilm "Terminus" (1961). Und das Case steckt in einem huebschen Slipcover. Sehr empfehlenswert.


Raum [Blu-ray]
Raum [Blu-ray]
DVD ~ Brie Larson
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen Sehenswert, 2. Juli 2017
Rezension bezieht sich auf: Raum [Blu-ray] (Blu-ray)
Nun, auch mir hat der Film sehr gut gefallen. Nicht das ganz grosse Meisterwerk, aber sehr fesselnd und ruhig erzaehlt, ohne den Versuch, da irgendwie Thriller-Stimmung 'reinzubringen. Manche kritisieren, er waere zu seicht und wuerde nicht tief genug auf die Folgen einer siebenjaehrigen Gefangenschaft eingehen. Aber man muss dabei bedenken, das der Film aus der Sicht des Kindes erzaehlt wird. Und ein Kind, das nie etwas anderes kennengelernt hat, fuer das die Situation dadurch eine vollkommen normale war, kann sich danach nicht gross schockiert zeigen. Das ungewohnte wird zunaechst abgelehnt, aber dann wird sich schnell mit der neuen Situation arrangiert. So sind kleine Kinder! Das Kind kann nicht sagen, was nun "haerter" war, es kann letztlich nur beurteilen, was im Vergleich besser oder schlechter war. Mit fuenf funktioniert der Kopf ein bisschen anders, einfacher. Sicher, wenn die Story komplett aus der Sicht der Mutter erzaehlt worden waere, dann haette es weitaus duesterer ausfallen muessen. Und sie geht durch die Hoelle, nur sehen wir das nicht. Hier sehen wir einen ungewohnten Blickwinkel, und das macht den Film so faszinierend. Wie gesagt, ich bin nicht so begeistert wie manche, der Film wurde natuerlich durch die Filmpreise gehypt, waere sonst viel weniger beachtet worden, aber ein sehr fein gemachtes Werk ist es schon. Und Brie Larson und Jacob Tremblay sind wirklich phenomenal. Was ich leider nicht von den teilweise recht namenhaften Nebendarstellern behaupten kann.

Die Leute, denen der Film nicht zusagt, die meinen, er sei langweilig, haben sicherlich etwas anderes erwartet, naemlich einen biederen 08/15 Thriller. Besonders erheiternd ist die 1-Stern Rezension vom "Amazon Kunden". Der meint ja in sehr ernsten worten das an dem Film alles, aber auch alles schlecht sei. Der serioese Ton dieser Rezension wurde vor allem deshalb verwendet, weil der gute nicht als Doofmann da stehen wollte. Uebersetzt heisst das naemlich "Hey, ich dachte das is sowas wie Panic Room, mit Spannung und alles, wie sie da leidet, und dann wo die 'rauskommen kommt er hinterher und macht Psychoterror und bringt alles um was sich ihm in den Weg stellt, und dann am Ende sie gegen ihn und der Sohn rammt ihm dann ein Messer in den Ruecken". Solch Story wuerde den Film einem weitaus groesseren Publikum naeher bringen.


Der Jüngste Tag
Der Jüngste Tag
DVD ~ Richard Derr
Preis: EUR 8,79

3.0 von 5 Sternen Viel Luft und nichts dahinter, 2. Juli 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Jüngste Tag (DVD)
"Der jüngste Tag" ist ein US-Science Fiction Film aus dem Jahre 1951, produziert von George Pal, Regie: Rudolph Mate.

Hatte den Film ewig nich mehr gesehen, und hatte ihn besser in Erinnerung. Frueher fand ich ihn ziemlich gut, heute bin ich etwas entaeuscht. Gut, vor allem muss man anmerken: Der Film entstand sehr frueh, noch vor dem SF-Boom. Und fuer seine Zeit ist er teilweise wirklich visionaer, das Grundgeruest wird bis heute in aehnlichen Filmen kopiert. Die sehr schwachen Effekte, die naive Sicht auf die Raumfahrt die selbst die ueblesten ein paar Jahre spaeter entstandenen B-Filme in den Schatten stellt stoert mich nichteinmal so sehr, das gibt dem Film etwas nostalgisches. Aber das vollkommen ueberhastete, platte Script, das stoert mich. Es faengt in keinem Moment die Tragweite des Geschehens ein. Des Endes des Welt. Die meiste Zeit wirkt das nur so als erleben wir ein Dorf in z.b. einem Hochwassergebiet, in dem die Bewohner nun die Evakuierung vorbereiten ehe das Wasser sie erreicht. Die Leute verhalten sich unangebracht, das bereits ein paar Milliarden zwischenzeitlich umgekommen sind scheint keine Rolle zu spielen. Waer ja auch alles nicht so schlimm - wuerde der Film sich nicht so ernst nehmen! Auf diese Weise wirkts eigentlich nur komisch. Das in den letzten Tagen der Rest der welt bereits so gut wie ausgeloescht ist, wird nichtmal erwaehnt, von keinem. Und der religioese Unterton stoert mich, ist ebenfalls nur lachhaft und wirkt gar zynisch. Besonders eine Szene am Schluss, als der gelaehmte Typ im Rollstuhl ploetzlich aufsteht um doch noch ins Raumschiff zu gelangen, da musste ich schallend lachen. Wenn der jetzt noch geschrien haette: Lobet den Herrn, ich kann laufen! und im naechsten Moment der Planet explodiert (tut er ja), das waere herrlich gewesen. Der Film erfasst einfach nicht die Dimension des Geschehens, und da weder die Zerstoerungen (abgesehen vom ueberschwaemmten New York als Gemaelde) noch das Ende des Planeten gezeigt werden, erfasst es der Zuschauer auch nicht. Das Scipt zu uebereilt, oft fragwuerdig (besonders was die Auswahl der zu rettenden betrifft) die Laufzeit zu kurz, schwache Charaktere, schwache Darsteller, keinerlei tiefe (keiner scheint gross ueber seine Verluste nachzudenken). Wegen all dem scheitert der Film, hat keinen Klassiker-Stellenwert und bleibt somit nur filmhistorisch gesehen interessant. Funktionieren tut er nicht mehr. Aber, er bleibt ein nostalgischer Spass, den ich bei Root Beer und Marshmallows geniesse.

Ebenso schwach ist die DVD, die ein sehr betagtes Master des Films bietet. Sieht nicht gut aus, der Film bedarf einer Restauration. Da die Nachfrage nach 50er SF mittlerweile aber Gleich Null ist, duerfte das eher nicht zu erwarten sein.


Marvel's The Avengers - Age of Ultron [Blu-ray]
Marvel's The Avengers - Age of Ultron [Blu-ray]
DVD ~ Scarlett Johansson
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Schwache Story, starke Action, 1. Juli 2017
Naja, wie schon der erste Avengers-Film kann auch die Fortsetzung nicht mit den Einzelabenteuern mithalten. Ueberfrachtet, viel zu viele Charaktere, ganz konzentriert auf die grossen Actionszenen, das Schaulaufen der Superhelden. Die Story dient eigentlich nur als Vorwand, hauptsache es kommt irgendwie zu action. Und dabei hat der Film doch mehr stille Momente als der erste Teil. Aber jetzt verstehe ich, warum darauf zunaechst verzichtet wurde. Weil das dann schnell unfreiwillig komisch wirkt - sowas wie die Avengers Party, ungewoehnlich lang und ziemlich merkwuerdig. Dann vieles, was unnoetig ist und die Story nur in die Laenge zieht. Die Sache mit den Illusionen zum beispiel. Hey, sie wissen das die ihnen von der Scarlet Witch eingepflanzt wurden und sind doch alle fertig mit den Nerven. Wegen etwas, was nichts weiter als Traeume sind. Nur, damit sie wie im ersten Teil wieder an sich selbst zweifeln koennen. Hey, jetzt ist mal gut! Der Ausraster des Hulk ist viel zu lang fuer etwas was die Story nicht weitertreibt und ist wieder mal nur ein Action-Vehikel. Und um auf die 140 minuten zu kommen die Marvel scheinbar als Standardlaenge festgesetzt hat. Der Gegner - Ultron. Wie schon einige hier meinten, er wird leider verheizt. Das maechtige Wesen erscheint wie die Comedy Version eines Terminators und stellt sich nur dumm an. Er redet nur, wie die alten Gegner von James Bond, und demonstriert sonst nicht viel. Man kann sagen: Viele Sprueche und nichts dahinter. Er plant seine Weltvernichtung am Arsch der Welt und beginnt sie am Arsch der Welt. Und wie der tausende von Robotern in ein paar Tagen bauen konnte weiss ich immer noch nicht. Die ganzen Einzelteile muessen doch erstmal geformt werden und so. Das ist 'ne Heidenarbeit fuer einen allein. So wirkt er nie bedrohlich, sondern einfach wie ein Gimmick, oder gar nur wie ein "Mac Guffin", etwas das nur dazu dient die Story voranzutreiben. Wenn da aber sonst nicht viel mehr Story ist, dann bleibt nicht viel. Ein Robot-Clown als Gegner, naja, nicht das gelbe vom Ei (aber zumindest besser als langweilige Anzugtraeger als Boesewichte wie in Iron Man 3 und Cap 2). Nun. wie soll man auch in all die Action noch eine grosse Story einbauen? Wie gesagt, es geht nur um die Action, und die ist toll. Aber, wie es schon in einigen Kritiken hiess: Man vergisst das ganze schnell, weil es zu kalkuliert ist und man kaum beruehrt wird. Wieder mal muss ich sagen: Packt doch wieder mehr Pathos in die Filme, dann wird auch das Herz und nicht nur das Auge gepackt. Dem Auge gefaellts, ja! Der Film macht trotz allem Spass. Weil man seine Helden in Action sieht. Aber ganz ehrlich, viel steckt nicht dahinter. "Guardians of the galaxy" z.b. ist ein weitaus besserer Film.


Manhattan
Manhattan
DVD ~ Woody Allen
Preis: EUR 6,97

5.0 von 5 Sternen Ein Film wie ihn nur Woody Allen machen kann, 30. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Manhattan (DVD)
Fuer viele Woody Allens groesstes Meisterwerk. Mir persoenlich gefallen zwar einige seiner anderen Filme noch besser, aber etwas sehr besonderes ist "Manhattan" aus dem Jahre 1979 auf jeden Fall. Ein Kunstwerk.

Nicht nur wegen der exellenten Schwarzweiss-Bilder, nicht wegen der Liebeserklaerung an New York, sondern weil da einer alles von seiner eigenen Persoenlichkeit reingeschmissen hat. Woody gibt sich selbst, mehr denn je. Zeigt die guten und die schlechten Seiten, gibt so viel von sich Preis. Darueber hinaus wird sein Humor noch einmal komplexer als der in "Annie Hall". Er sagt Dinge, die teilweise nicht viele verstehen werden. Der Stadtneurotiker, dazu noch egomanisch, sich allwissend gebend, sich erhaben fuehlend wenn er Dinge ablehnt, die anderen zusagen. Gleichzeit aber wuenscht er sich die perfekte Beziehung, in der vor allem die Partnerin ihn verstehen soll und er selbst dafuer kaum etwas geben muss. Sehr kompliziert das ganze. Eben echt Woody. Um den Humor zu verstehen, und wirklich zugang zu bekommen muss man vielleicht ein bisschen sich selbst in ihm sehen. Mir gehts so. Vieles von seiner Persoenlichkeit hier erinnert mich an mich selbst. Allein schon die Art wie er redet, mit diesen Kommentaren die dem Gegenueber unverstaendlich sein koennen, sowas wie in der Szene, als Diane Keaton schluss macht, und er meint es sei wie in einer Noel Coward Komoedie, "vielleicht holt schon mal einer die Martinis". Herrlich! Der Film hat also nicht mehr viel von einer "normalen" Komoedie, ist in gewisser Hinsicht ziemlich anspruchsvoll. Von den Darstellern sticht Mariel Hemingway heraus, die hatte ihre Oscar-Nominierung wahrlich verdient. Sie spielt ihre Rolle absolut ueberzeugend. Die Beziehung zwischen den beiden ist interessant, sie, das 17 jaehrige Maedchen, er 42 haelt sie fuer zu jung, und dabei benimmt er sich kindischer als sie. Er macht Schluss, vor allem weil er in der anderen Frau mehr von sich selbst findet, das kann ja meist nicht gutgehen, und als es nichts wird will er zurueck. Typisch Mann. Werden die beiden nochmal Gluecklich werden? Unter diesen Voraussetzungen bezweifle ich das. Zu wissen, das er nur zurueck kommt weils mit der anderen nichts wurde. Was ueberwiegt da? Die Freude ueber die Rueckkehr oder der Schmerz zu wissen, das er zurueckkehrt weil die andere schluss gemacht hat? Egal, ich schweife ab. Warum Woody mit dem Film nach Fertigstellung zunaechst so unzufrieden war, verstehe ich nicht. Aber dann wieder - der Woody in diesem Film waers moeglicherweise ja auch. Mit "Manhattan" hat Woody Allen einen meisterhaften "Woody Allen Film" geschaffen, er hatte es nicht noetig so zu tun als waere er eins seiner Vorbilder (wie ein Jahr zuvor mit "Innenleben", da hatte er einen Ingmar Bergman Film gedreht). Woody war laengst selber ein Meisterregisseur. Und einer, der nur sehr schwer zu kompieren ist.

Also, ganz sicher einer der besten Woody Allen Filme. Wer seine Art versteht, der wird den Film durchweg geniessen.


Black Zombies from Sugar Hill
Black Zombies from Sugar Hill
DVD ~ Marki Bey
Wird angeboten von binedo
Preis: EUR 4,90

4.0 von 5 Sternen Sehr unterhaltsam!, 29. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Black Zombies from Sugar Hill (DVD)
"Sugar Hill" ist ein von American International produzierter Blaxploitation-Horrorfilm aus dem Jahre 1974. Der Film lief in Deutschland nicht im Kino, sondern wurde erst jahrzehnte spaeter fuers Fernsehen synchronisiert.

Na, ich kann den beiden anderen Rezensenten nur recht geben, der Film ist ueberaschend unterhaltsam und solide inszeniert. Klar, die Story (Frau will sich mithilfe von Voodoo und Zombies an den Moerdern ihres Freundes raechen und bringt nun einen nach dem anderen um) ist eindimensional und ein paar Handlungszweige extra haetten sicher nicht geschadet, aber dafuer wird das ganze flott erzaehlt, mit jede Menge Humor und coolen Charakteren. Gespannt wartet man auf welche weise sie den naechsten kaltmachen werden. Marki Bey in der Hauptrolle ist herrlich, laessig und schaut dabei ziemlich suess aus. Ebenso gut Don Pedro Colley als untoter Voodoo-Priester, der hat eine Art, die muss man einfach moegen. Als Boesewicht gibt es Robert "Graf Yorga" Quarry, der allerdings wie immer wenn er nicht der Vampir war nur ein stinklangweiliger Typ im Anzug ist. Ein toller Schauspieler war der Mann, den AIP einst zum "neuen Vincent Price" (oh gott) machen wollte, leider nicht. Dies vielleicht der Grund warum er kaum herausfordernde Rollen bekam. Aber bitte, erwartet hier keine halbverwesten Zombies die sich obwohl tot staendig den Bauch mit Menschenfleisch vollschlagen wollen. Hier gehts um Voodoo, und damit um den klassischen "Zombie", den willenlosen Koerper. Selbst diese Zombies sehen irgendwie cool aus. Und als Bonus noch der tollen Titelsong, echter Motown Soul, ein Ohrwurm: "Supernatural Voodoo Woman", wow, sang den Song dann den ganzen Nachmittag auf der Strasse vor mich hin. Das war wohl so cool, das die Leute mir schon so komische Blicke zuwarfen (die muessen wohl gedacht haben: Was ist das denn fuer ein cooler Jung? - denk ich mal...). Na, wie auch immer, der Film ist empfehlenswert, macht echt Spass. War der einzige Film, den Paul Maslansky gedreht hat. Der war eigentlich Produzent, und sollte dann 10 Jahre spaeter mit "Police Academy" den ganz grossem Coup landen.

In den USA gibts den Film auf Blu-Ray, die hab ich mir geholt. Wie so viele andere American International Filme sieht er in HD nicht gerade atemberaubend aus, aber eine leichte Verbesserung zur DVD ist zu erkennen. Was das Teil aber lohnenswert macht ist das Bonusmaterial, mit recht ausfuehrlichen, neuen Interviews mit Colley (dem Zombie-Chef) und drei anderen Darstellern, sowie eins mit Maslansky. Und den Trailer gibts auch noch.


Dracula: Monster Classics - Complete Collection [6 DVDs]
Dracula: Monster Classics - Complete Collection [6 DVDs]
DVD ~ Bela Lugosi
Preis: EUR 23,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blu Ray wuerde mehr ziehen, 29. Juni 2017
Nun, es ist sicher sehr schoen das Universal die Monster Legacy Collections auch in Deutschland wiederveroeffentlicht. Aber Leute, warum denn nur auf DVD? In England und den USA ist's Blu Ray. Und wo diese Film in HD doch wirklich sehr schoen aussehen, haette sich das viel mehr gelohnt! Ihr habt doch HD Master, wirklich gute! Ich hab mir die US-Sets geholt, zwar ist da kein deutscher Ton bei, aber dafuer kosten sie auch nur ungefaehr dasselbe wie die deutschen DVD Sets. Nur DVD, zu einer Zeit wo sowas eh nur noch Liebhaber kaufen, ist eine schlechte Entscheidung. Glaubt mir, auf Blu Ray wuerd sichs besser verkaufen. Und da gaebs ueber einen Monat nach Veroeffentlichung auch schon Rezensionen. Und wenn schon nur DVD, warum dann weiterhin nicht die "Mummy Collection"? Gerade die haette doch jetzt gepasst, auch wenn der neue Film wie erwartet beschissen ist. Bis heute gibts keinen der 40er Jahre Mumienfilme in Deutschland. Die Verantwortlichen bei Universal haben offensichtlich keine Ahnung, wie man die alten Klassiker heute an den Mann bringen kann. Wenn die schon erwarten, das es eh keiner kauft, warum dann ueberhaupt eine Neuveroeffentlichung?

Kurz noch was zu den Filmen, hab die ja schon alle einzeln besprochen: Universal's Draculas - hm, sind nicht die besten, es gibt ja eigentlich nur einen echten, den mit Lugosi. In den anderen sehen wir seine Tochter, seinen Sohn und den Grafen selbst nur als "Gaststar" in den letzten Filmen. Die Frankenstein Filme sind gelungener.


House of Dracula [UK Import]
House of Dracula [UK Import]
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 4,62

3.0 von 5 Sternen Monster gehen zum Arzt, 29. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: House of Dracula [UK Import] (DVD)
Mit "House of Dracula" (1945) beendeten Universal ihre gut 15 Jahre zuvor begonnene Serie von Horrorfilmen um Dracula, Frankenstein, den Wolfsmenschen und vielen anderen. Ein Nachschlag sollte nur noch 1948 in einer Abbott und Costello Komoedie folgen.

Obwohl Dracula im Titel ist, ist es die sechste Fortsetzung der Frankenstein-Serie. Denn lediglich das Monster weisst eine Verbindung zum vorigen Film (House of Frankenstein) auf, wenn auch nur eine ganz, ganz vage. Dracula und der Wolfsmensch hingegen, die haben hier die Kontinuitaet verlassen. Dracula war im vorigen Film doch zu Staub zerfallen! Hier isser wieder da, einfach so. Und der Wolfsmensch? Der war doch erschossen, und doch lebt er hier. Die Geschehnisse aus dem letzten Film werden ignoriert. Und die Monster auf noch plattere Weise als zuvor zusammengefuehrt. Dracula will wie der Wolfsmensch ploetzlich geheilt werden und geht zum Arzt. Noch in der selben nacht kommt auch der immer depressive Larry Talbot an und will nicht mehr Wolfsmensch sein. Am naechsten Tag findet der Arzt dann auch noch durch zufall das Frankenstein Monster unter seinem Haus. Was fuer aufregende 24 Stunden. Nun, es folgt eine konstruierte, unlogische Story. Es ist der erste Film seit Jahren fuer den nicht Curt Siodmak die Story lieferte, deswegen wohl die Verschlechterung. Wieder mal weiss Universal nichts mit dem Grafen Dracula anzufangen, er langweilt, seine Story aus "House of Dracula" wird praktisch wiederholt und er geht schon in der Mitte des Films 'drauf. Und Carradine spielt ihn genau so schlecht wie im Film zuvor, als uninteressanten Typen im Smoking. Aber vorher bekam der Arzt waehrend einer Bluttransfusion das boese Blut Draculas in den Koerper, und mutiert zum "wahnsinnigen Wissenschaftler" (der darf ja nicht fehlen). Ich sagte, die Monster werden "zusammengefuehrt", aber nicht wirklich. Wie schon in "House of Frankenstein" haben sie nichts miteinander zu tun, und keine echten gemeinsamen Szenen. Sie haben nur alle den selben Arzt. Der Grossteil konzentriert sich auf den Wolfsmenschen, auch das Monster kommt viel zu kurz, erwacht ganz am Ende fuer gut eine Minute. Diese Monster-Routine zog nicht mehr, sie alle waren nur noch Gimmicks. War es also in "House of Frankenstein" der Bucklige, der viel interessanter war, so ist es hier der "Mad Scientist" der den Monstern die Schau stiehlt. Den haben die ziemlich gut gestaltet, wirkt sogar ein bisschen unheimlich. Sonst aber ist hier abgesehen von einigen interessanten Kameraeinstellungen nichts weiter erwaehnenswert. Die Monster waren am Ende, und zumindest der Wolfsmensch bekam nach seinem dritten Tod doch noch ein Happy End. Lionel Atwill sehen wir hier in einer seiner letzten Rollen, er verstarb nur wenige Monate spaeter und man merkt schon das es ihm nicht gut geht, seine Szenen sind auch sehr kurz gehalten. Also, ein glorioses Ende der Universal Horror Filme war das nicht. Aber so weitermachen konnte man nicht mehr.

In England und den USA hat Universal auch diesen Film mittlerweile auf Blu-Ray veroeffentlicht, und so wie ALLE anderen Universal-Horrors sieht er in HD hervorragend aus, mit der gleichen Sorgfalt bedacht wie die grossen Klassiker.


Guardians of the Galaxy [Blu-ray]
Guardians of the Galaxy [Blu-ray]
DVD ~ Chris Pratt
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Spritziger als die Filme um die Avengers, 28. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Guardians of the Galaxy [Blu-ray] (Blu-ray)
Die "Guardians of the Galaxy" waren auch fuer mich etwas ganz neues, die Comics mit denen hatte ich nie gelesen. Als der Film angekuendigt wurde machte ich mir erst Sorgen, das es Marvel's erster echter Flop werden koennte. Science Fiction, nicht sehr bekannte Helden, da kann mit auf die Schnauze fallen.

Zum Glueck kam es anders! Denn der Film ist wirklich gut, halte ihn sogar fuer besser als die vorangegangenen Filme um die Avengers. Denn, hier hat man echten Spass! Action, Spannung, Humor, Pathos, kitschige Boesewichte. Und einfach ein turbulentes Abenteuer. So sollte eine Comic-Verfilmung sein. All das ist vielen anderen Marvel Filmen naemlich Abhanden gekommen, seit man Iron Man, Cap und die anderen als ernsthafe Thriller verkaufen will, in denen die Stories immer nur sie selber betreffen, ihre Gegner oft langweilige Anzugtraeger sind, und sie nie in ein Abenteuer einfach mal 'reinrutschen. Ausserdem bleiben sie aufgrund mangelnden Pathos zu kuehl und wollen nicht mehr so recht beruehren. Das ist hier anders, es wirkt unverkrampfter und experimentierfreudiger, und durch all das letztlich viel unterhaltsamer. Mit einem "Over the top" Freak als Boesewicht, was will man mehr. Zudem gute Darsteller, wirklich tolle Spezialeffekte, catchy Soundtrack und eine flotte Regie. Ein echtes Highlight in der Marvel-Filmografie.


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