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Beiträge von Daniel Zynda
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Rezensionen verfasst von
Daniel Zynda

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Vier Abenteuer von Reinette und Mirabelle
Vier Abenteuer von Reinette und Mirabelle
DVD ~ Joelle Miquel
Preis: EUR 8,49

5.0 von 5 Sternen Die mit besten Abenteuer die ich jemals sah, 8. Juni 2017
"Vier Abenteuer von Reinette und Mirabelle" entstand 1986, gleich nach "Das gruene Leuchten", und war der einzige zwischen 1981 und 1987 entstandene Rohmer Film, der nicht zu seinem "Sprichwoerter" Zyklus gehoerte.

Erstmal: Ich liebe den Film. Es ist einer meiner allerliebsten Rohmer Filme, und sogar einer der fuer mich besten 100 Filme aller Zeiten. Der Film aehnelt von der Machart her dem "gruenen Leuchten", wirkt stark improvisiert, und noch "realer" als es Rohmer eh immer tut. Diese vier "Abenteuer" werden viele sicherlich enttaeuschen, aber sie sind packender als "echte" Abenteuer und bringen uns die Charaktere naeher als es ein dreistuendiger Monumentalfilm kann. Naeher wie hier kann man im Film dem wahren Leben nicht kommen - so wirken einige Szenen fast dokumentarisch, man nehme in der ersten Episode den Besuch der beiden bei den Bauern - das sind ganz offensichtlich keine Schauspieler, das ist echt. Genauso wie die Drehorte, realer gehts nicht. Die vier Abenteuer, die Stories, nun, vielen werden die nix geben. Dabei sind sie so ungeheuer inspirierend. Zuerst die Sache mit der "Blauen Stunde", ich hatte schon vor dem Film davon gehoert, aber nie gewusst, was das genau ist. Dann das mit dem Kellner, es amusiert und macht wuetend zur selben Zeit. Jemand wird in die Enge getrieben, nur weil er (sie) jung ist. Was aehnliches passierte mir mit 15 mal in einem Geschaeft. Die Sache mit dem Ladendieb regt zum Nachdenken an, und das Bild verkaufen ist pure Kunst. Diese Vier Abenteuer sind fantastisch. Ich liebe nicht nur den Film, sondern auch Reinette und Mirabelle. Im Leben wuerd ich wahrscheinlich mit Mirabelle besser klarkommen, Reinette zeigt eine leichte Hysterie, mit der ich nicht sehr gut umgehen kann. Na, wie auch immer, es ist wahrlich ein Film, den man gesehen haben muss. Ganz einfach weil er sich schlecht in Worte fassen laesst. Wenn man ein bisschen googled wird man feststellen, das Besprechungen des Films recht knapp und kommentarlos daherkommen - wie jene von so vielen anderen Rohmer Filmen. Das besondere zeigt sich dem aufgeschlossenen Betrachter ganz von selbst. Ach ja, interessant mit was fuer Titeln Rohmer den Film beginnt - so neonfarben und 80er und mit Discomusik das du meinsy hier geht gleich der "Formel 1 Film" los. Was danach folgt ist allerdings wie immer bei Rohmer jeder Mode erhaben und wirkt kaum wie ein 30 Jahre alter Film.

Auch diesen Film gibt es in Frankreich auf Blu-Ray, und wie schon beim "Gruenen Leuchten" aus dem selben Jahr "grieselt" es manchmal sehr stark, selbst auf der DVD. Ist ok, traegt hier sogar zum "echten" Look bei.


One Million Years B.C. [Double Play] [Blu-ray] UK-Import, Sprache-Englisch
One Million Years B.C. [Double Play] [Blu-ray] UK-Import, Sprache-Englisch
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 15,16

2.0 von 5 Sternen Ehrlich gesagt ist der Film unguckbar, 6. Juni 2017
Mitte der 60er, da waren die Hammer Film Productions im Umbruch. Die goldenen Jahre waren vorbei, und 1965 und '66 rum versuchte man sich an vielem, vielem was besonders US-tauglich war. So auch an einem Dinosaurier-Film.

Fuer mich stehen die Hammer Productions eigentlich nur fuer ihre Horrorfilme. Alles andere ist meist grottiger Kommerz. "Eine Million Jahre vor unserer Zeit" wurde zu einem der erfolgreichsten Hammer Filme und gilt als Klassiker. Weil da Raquel Welch im Bikini 'rumrennt und die Spezialeffekte von Ray Harryhausen kommen. Und weil Maedchen halbnackt kaempfen. Aber macht das allein wirklich einen Klassiker? Sorry, ich fand den Film bereits vor 25 Jahren beschissen und find ihn jetzt nur noch schlimmer. Ein Nichts von einer Handlung, langezogen und uninteressant. Die Story dient als Geruest fuer die Bikinis und Dinosaurier. Immer ein schlechtes Zeichen wenn das Drehbuch von Michael Carreras kommt - der war naemlich kreativ ein Nichtskoenner. Da sag sogar ich, der sich kaum moderne Hollywood Blockbuster anguckt: Jeder davon ist interessanter als das hier. Der Film ist eigentlich unguckbar. Hammer liessen noch zwei weitere Dino-Filme folgen, "Als Dinosaurier die Erde beherrschten" (1969) und "Sex vor Sechs Millionen Jahren" (1971). Erstgenannten find ich noch den besten, obwohl sie alle fuerchterlich sind ("Der Sklave der Amazonen (1968) kann man vielleicht auch noch dazu zaehlen). Zum Glueck konzentrierte sich Hammer nur wenig spaeter wieder fast ausschliesslich auf das, was sie am besten konnten: Gruselfilme. Fast alles andere ist fuer die Tonne. Hier sind, wie gesagt, die halbnackte Raquel und die Dinosaurier das einzige Highlight. Besonders Harryhausen's Effekte sind erstaunlich. Und deshalb gibts zwei Sterne, sonst haetts nur fuer einen gereicht.

Diese britische Blu-Ray ist ganz gut, das HD Bild kann sich sehen lassen, ist aber nicht atemberaubend. Als Bonus gibts neue Interviews mit Raquel (die ist fast 80 und sieht aus wie 40, erstaunlich wozu die moderne Schoenheitschirurgie faehig ist!) und Martine Beswick. Und ein Slipcover gibts noch dazu.


The Return of the First Avenger [Blu-ray]
The Return of the First Avenger [Blu-ray]
DVD ~ Robert Redford
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Wie zuvor Iron Man geht auch Captain America in die Thriller-Richtung, 5. Juni 2017
Nachdem nach dem ersten "Avengers" Film Iron Man und Thor bereits zu neuen Ufern aufgebrochen waren und die Messlatte fuer weitere Filme recht hoch gelegt hatten, sollte auch der naechste Captain America Film eine Steigerung darstellen.

Das Rezept ist ein bisschen aehnlich dem von Iron Man 3 - die gigantische Bedrohung etwas 'runtergeschraubt, mehr SciFi-Thriller als "nur" Superhelden-Film. Und beide muessen sie die Bedrohung aus dem Untergrund bekaempfen. Zu Cap passt das vielleicht sogar noch ein bisschen besser als zu Tony Stark. Ein Stark der zu James Bond mutiert und seine Ruestung nicht mehr braucht, macht Spass, wirkt aber etwas merkwuerdig. Zu dem "Soldaten" Cap passt so eine "Privat-Story" besser, und die Szenen als Steve Rogers und Captain America halten sich schoen die Waage. Zumindest wird deutlich, das er Captain America ist, waehrend Tony Stark eigentlich nur noch Tony Stark ist. Die Story des Films ist wahrhaft klassischer 70er Jahre Polit-Thriller (natuerlich wird "Polit" eher kleingeschrieben). Der Film ist spannend, erzaehlt die Story abwechslungsreich und voller Action, und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ein Film, der fesselt und nicht nur Fans des Superhelden Genres gefallen kann. Groesser und weniger kitschig als der erste "Cap" Film. Nur eines eint beide Filme: In den emotionalen Momenten beruehren sie nicht. Wie im ersten Teil bemueht man sich sehr, aber es wirkt nur erzwungen und aufgesetzt. So beispielsweise die Szene, in der Cap seine alte Flamme besucht, die Frau ist nun ueber 90. Er sitzt da wie ein Krankenpfleger, in keinem Moment wird deutlich, was fuer ein beruehrender Moment sowas sein muss. Und warum hat er sich mit dem Besuch gut drei Jahre Zeit gelassen? So gross kann die Liebe wohl nicht gewesen sein. Da die Szene nichts mit der Story zu tun hat haette man sie streichen sollen, sie nimmt etwas von der Tragik dieser "Love-Story". Auch um die Einsamkeit dieses Mannes aus der Vergangenheit zu verdeutlichen faellt dem Drehbuch nichts anderes ein als ihm sich staendig im Museum seine eigene Vergangenheit anzugucken. Ich wuenschte mir ein bisschen mehr Pathos in den neuen Marvel Filmen, Szenen, bei denen man nickt und sich sagt: Du schaffst das. Der "Winter Soldier" ist ein erstklassiger Unterhaltungsfilm, aber innen hohl. Ein Problem vieler Marvel Filme. Da vermoegen es die Comics manchmal mehr zu beruehren. Ganz kurz, in dem Moment, als Cap seine Rede an SHIELD haelt, das ist so ein Moment. Will mehr von sowas. Davon abgesehen ist es schoen, die Black Widow und Fury erstmals in groesseren Rollen zu sehen, und sie ergaenzen Cap wirklich gut. Die "Winter Soldier" Sache - nee, nich so mein Ding. Ich komm von den Marvel Comics der 60er, 70er und 80er. Besonders mit den Ideen des 21. Jahrhunderts komm ich gar nicht mehr klar.

Warum hat der Film in Deutschland eigentlich einen anderen englischen Titel bekommen? "Captain America - The Winter Soldier" klingt doch viel cooler! Gut das die die den dritten Film nicht "The First Avenger strikes again" genannt haben :D


Dracula [Blu-ray]
Dracula [Blu-ray]
DVD ~ David Manners
Preis: EUR 9,74

5.0 von 5 Sternen Der Film lebt von seinem Ruf und von Lugosi/Frye, 4. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Dracula [Blu-ray] (Blu-ray)
Ja, ich gebe 5 Sterne - auch wenn der Film die eigentlich nicht verdient. Da spielt dann nur der Nostalgie- Faktor eine grosse Rolle. Hab den Film hundert mal gesehen, vom Kleinkindalter vor ueber dreissig Jahren bis heute. Da wird sowas einfach ein Teil von dir selbst. Ich liebe den Film. Und ich liebe Bela Lugosi.

Aber mal die eigene Gefuehlswelt beiseite gelassen, dann kann ich schon verstehen, warum der Film in den letzten Jahren vermehrt kritische Rezensionen bekommt, er war wirklich jahrzehntelang ueberschaetzt. Einfach deshalb, weils einer der Ur-Vaeter des Horrorfilms ist. Schaut man sich den Film aber ganz unbefangen an, ohne das "Klassiker-Trara" und so, dann bemerkt man doch sehr viele Schwaechen. Aehnlich wie bei "Frankenstein" ist eigentlich nur die erste Haelfte wirklich gelungen. Da hat's Atmosphaere und wundervolle Gruselstimmung. Und Bela hat reichlich Gelegenheit zu glaenzen. Dann aber, in London angekommen, trifft genau das zu, was so viele bereits kritisierten: Das ist abgefilmtes Theater ohne Hoehepunkte. Dazu bleibt jegliche Logik auf der Strecke, und ein Zeitgefuehl ist nicht vorhanden - es wirkt so als wuerde der London-Teil an einem Abend spielen. Wie ein Zusammenschnitt, so als ob zwischen den Szenen etwas fehlen wuerde. Man nehme Lucy's Tod. Keiner trauert um sie, und als sie anfaengt, als Vampir die Gegend unsicher zu machen, unternimmt keiner was. Sie darf unbehelligt weitermachen, komisch. Dracula entwickelt sich zum Freund des Hauses, kommt immer wieder vorbei, wirkt wie ein Rumhaenger. Und der wahnsinnige Renfield geht oefters mal aus seiner Zelle und streunt durchs Haus wie ein Haustier. Auch das wundert keinen. Mich wuerds stoeren wenn ein Wahnsinniger im Haus rumrennt und ein komischer Graf staendig ein und ausgeht. Es geht eigentlich nur noch darum, das Dracula Mina will und dazwischen steht Van Helsing 'rum und labert arrogant. Harker und Seward wirken nur wie Witzfiguren, besonders letzterer traegt gar nichts zur Story bei. Er ist einfach da. All das wirkt allerdings auf sympathische Weise unfreiwillig komisch, und laedt derart zum parodieren ein das es fast schon selbst wie eine Parodie wirkt. Mel Brooks hatte das wohl genauso gesehen und einige Szenen fast 1:1 in seinem '95er Film aufgenommen. Letztlich sind es eigentlich nur Bela Lugosi und Dwight Frye die den Film mit ihren tollen Darbietungen am Leben halten - besonders Frye spielt so irre das es selbst heute noch erschreckend wirkt. Die spanische Version des Films waere wirklich die bessere (allein schon deshalb weil sie eine halbe Stunde laenger ist, sich also mehr Zeit laesst), aber da ist eben kein Lugosi und kein Frye am Werk, sondern durchweg schlechte Schauspieler. Funktioniert deshalb nicht. Positiv gesehen kann man vielleicht sagen: Die London-Story wirkt wie ein merkwuerdiger Traum. Aber wirklich meisterhaft ist das nicht. Da hat Regisseur Browning zuvor mit Lon Chaney bessere Filme gemacht, selbst sein '36er Film "The devil doll" gefaellt mir heute besser als "Dracula". Aber, wie gesagt, ich nehme das Schwache war, und dennoch werde ich den Film immer wieder mit Vergnuegen gucken, weils ein Teil von mir ist.

Die Blu-Ray ist hervorragend, Universal haben aus ihren klassischen Horrorfilmen das bestmoegliche 'rausgeholt. Selbst die schwachen Fortsetzungen aus den 40ern haben die gleiche fantastische Bildqualitaet (gibts in den USA und England auf Blu-Ray, in Deutschland kommen die scheinbar nicht in HD 'raus).


The Quiet Woman [DVD] [UK Import]
The Quiet Woman [DVD] [UK Import]
DVD ~ Jane Hylton
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 7,26

2.0 von 5 Sternen Stinklangweiliger Film, 2. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: The Quiet Woman [DVD] [UK Import] (DVD)
"The quiet woman" ist ein britisches Krimi-Drama aus dem Jahre 1951, enstanden nach einem Drehbuch und unter der Regie von John Gilling. In Deutschland wurde der Film nie gezeigt.

Ich hatte von dem Film noch nie etwas gehoert, hab ihn mir nur geholt, weil ich mir mal einen fruehen Film von John Gilling (spaeter Regisseur einiger sehr guter Hammer-Horror Filme) ansehen wollte. Etwas aus der Zeit, als er lauter kurze B-Filme schuf. Zum Glueck erwartete ich nicht, das der Film gut ist. Er ist naemlich stinklangweilig. Was gut daran ist, ist genau das, was man im Internet lesen kann: Die Kamerafuehrung von Monty Berman (der bekannte B-Film Produzent stelle sich selbst hinter die Kamera), und die beiden weiblichen Darstellerinnen: Jane Hylton und Dora Bryan. Hylton war kein grosser Star, spielte fast nur in B-Filmen, ging ihre Rollen aber mit einer Ernsthaftigkeit an die fast Peter Cushing ebenbuertig ist. Und Dora war eh immer gut. Aber sowas macht ja natuerlich noch keinen guten Film! Denn ansonsten ist alles zum fuerchten. Eine Story, so langweilig, das man kaum fassen kann, das es Zeiten gab, in denen sowas verfilmt wurde. Der Film wirkt so wie ein vergessenenes Groschenheft aus den 50ern. Eines, das du dir irgendwo auf dem Flohmarkt gekauft hast, und nun am Nachmittag mal kurz 'reinlist. So ein Gefuehl stellte sich mir beim Gucken dieses Filmes ein. Etwas vollkommen belangloses und vergessenes, was nicht mehr funktionieren kann. Ich rate ab. Das hier hat nichts schoenes, ist einfach Mist von Vorvorgestern.

Aehnlich schlecht wie der Film ist die DVD. Bildquaitaet ist schwach, ein abgenutztes Uralt-Master wurde verwendet. Bonus und Untertitel sind nicht vorhanden.


Devotion [DVD] [Region 1] [NTSC] [US Import]
Devotion [DVD] [Region 1] [NTSC] [US Import]
Wird angeboten von RAREWAVES USA
Preis: EUR 18,78

2.0 von 5 Sternen Die letzten Jahre der Bronte Schwestern als plattes Hollywood Melodram, 1. Juni 2017
"Devotion" kam 1946 in die Kinos, war aber bereits 1943 abgedreht. Regie fuehrte Curtis Bernhardt.

Und wegen dem Regisseur kam ich zu diesem sehr unbekannten Film, der in Deutschland nie gezeigt wurde. Schau mir seit einiger Zeit alle Werke von Bernhardt (ein deutscher Hollywood Imigrant) an, und werde meist enttaeuscht. Ein Mann mit Talent, ein guter Regisseur, der sich zu oft mit uebelstem Kitsch der damals gaengigen Sorte beschaeftigen musste. Da ich von dem Film noch nie was gehoert hatte, war ich ganz ueberrascht, das es ein Film ueber die Bronte Schwestern ist. Ok - ich war zwar ueberrascht, aber meine Erwartungen hielten sich doch in Grenzen. Allein schon wegen des alten Kinoplakats auf der DVD. Sieht das nach einem ernsthaften Biopic aus? Nein. Da soll was als aufregendes Eifersuchtsdrama verkauft werden. Und schon nach den ersten Minuten wurden meine Befuerchtungen bestaetigt. Die "Bronte Schwestern" als Figuren in einem schwuelstigen Liebesmelodram. Anfang wird verkuendet, zwei der Brontes waren Genies (Anne war allerdings auch ganz gut). Nun, das sie Genies sind, davon spuehrt man hier leider nix. In "Little Women" Manier sind sie ganz Herz-gesteuert, rennen auf Tanzveranstaltungen und im duesteren Moor wirkts eigentlich ganz heimlich. Die "Genies" haben keine Gelegenheit, ihr Talent zu zeigen, all die vielen Tage, in denen sie sich an ihren Geschichten erbauten, sich aus ihrer Umgebung wegtraeumten (einer kargen, schmutzigen Umgebung, deren Grundwasser durch verwesende Tote auf dem Friedhof verunreinigt war), sich stundenlang hin und herlaufend gegenseitig erzaehlten und inspirierten - das findet hier nicht statt. Hier wirkt das so, als haetten drei vertraeumte Maedchen durch Zufall noch je ein gutes Buch zustandegebracht, irgendwie nebenbei, als Hobby. Das Wie bleibt hier vollkommen unbeachtet. Das "Zuhause" der Schwestern spielt eine weitaus weniger grosse Rolle, als es es in Wirklichkeit tat. Die duesternis passte wohl nicht, weswegen sich die Story auf die Zeiten konzentriert, in denen mindestens eine der Schwestern nicht zuhause war. Hauptsaechlich die Zeit in Bruessel und dann spaeter Charlotte in London. Die Story basiert also schon auf wahren Begebenheiten, nur leider wurde zuviel weggelassen und anderes zuviel geglaettet und ausgeschmueckt. Der Film endet kitschtriefend mit dem Tod von Emily. Gemuetlich im Sessel sitzend wartet sie in vollem Make-Up aufs Ende, und sieht dabei kerngesund aus. Das sie aufgrund ihrer Krankheit bis zu den Knochen abgemagert war, verschweigt der Film eben genau so wie alle allzu duesteren Aspekte der Bronte Geschichte. Hier gehts eigentlich nur um Liebeleien, die so niemals stattgefunden haben. Nun zur Besetzung: Sehr namenhaft: Ida Lupino. Olivia de Havilland. Paul Henreid, Sydney Greenstreet, Arthur Kennedy. Lupino's Darstellung der Emily ist interessant (da gebe ich einem Rezensenten bei Amazon.com recht). Olivia de Havilland passt absolut nicht in die Rolle, die ausserdem falsch auslegt ist. Wie erwaehnt erscheint sie wie die grosse Schwester in "Little Women" oder irgendeinem Drama aus den 40er Jahren. Uninteressant. Am besten gefaellt mir Greenstreet als Thackerey, sehr schoen. - Nun, so negativ das nun auch alles klingen mag: Das nimmt man nur Wahr, wenn man mit den Bronte Schwestern vertraut ist. Ist man's nicht, und sieht den Film nicht als "Biopic", dann bleibt ein recht merkwuerdiges 40er Jahre Melodram. was guckbar ist. Denke der Film koennte vielen Fans des klassischen Hollywood Kinos zusagen.

Die DVD von Warner Archive bietet den Film in sehr guter Qualitaet, als Bonus gibts den Original Trailer. Untertitel sind nicht enthalten.


Der Freund meiner Freundin
Der Freund meiner Freundin
DVD ~ Emmanuelle Chaulet
Preis: EUR 8,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rohmer ein bisschen "light", 1. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: Der Freund meiner Freundin (DVD)
Mit "Der Freund meiner Freundin", dem 1987 entstandenen letzten Film aus Rohmer's "Sprichwoerter" Zyklus, habe ich persoenlich die groessten Schwierigkeiten.

Sicher, es ist ein echter Rohmer, sehr genau in den Beobachtungen, sehr realistisch und lebensnah. Warum also gefallen mir alle anderen Filme aus dem Zyklus besser? Warum ist mein Gesamteindruck eher ablehnend? Neben den hervorragenden Dialogen ist mir bei Rohmer auch immer das Setting und die Charaktere sehr wichtig - und beides mag ich hier nicht. Diese Modelstadt ausserhalb von Paris sagt mir nicht zu, und die Charaktere werden mir nicht sympathisch. Darueber hinaus ist hier aber auch das Thema, das mich einfach nicht beruehrt. In die Situation wie in diesem Film geschildert kann ich mich nicht 'reinversetzen - wo doch Rohmer's Themen eigentlich mein Wohnzimmer sind. Vielleicht aber war ich einfach nur enttaeuscht, weil er mit seinen vorherigen Werken (Das gruene Leuchten und Vier Abenteuer von Reinette und Mirabelle) die Filme geschaffen hatte, die mir die liebsten sind. Ich sag immer: Das ist eine romantische Komoedie a la Rohmer. Natuerlich frei von jedem Kitsch und blank erzaehlt, aber auch ohne allzugrosse Abschweifungen aufs Thema konzentriert. Deshalb ist der Film besonders Einsteigern in die Welt von Eric Rohmer zu empfehlen, und deshalb ist er vielleicht auch einer von seinen populaersten Filmen. Sieben Rezensionen hier, keine mit ein oder zwei Sternen, das ist fuer einen Rohmer Film schon ungewoehnlich. Aber wenn man Rohmer-Fan und ehrlich zu sich ist, dann muss man schon sagen, das er viele bessere Filme gemacht hat.

Auch diesen Film gibt es in Frankreich auf Blu-Ray, und er sieht in HD sehr gut aus, ohne erkennbares "Grieseln" - liegt vielleicht auch daran, weil der Film kaum Dunkeltoene hat.


Let Us Be Gay / (Full B&W Mono) [DVD] [Region 1] [NTSC] [US Import]
Let Us Be Gay / (Full B&W Mono) [DVD] [Region 1] [NTSC] [US Import]
Wird angeboten von Tolle Unterhaltung
Preis: EUR 12,19

2.0 von 5 Sternen Ein Hoch auf die Spassgesellschaft anno 1930, 31. Mai 2017
Dies ist ein sehr schwache US-Komoedie aus dem Jahre 1930. Mehr kann ich hier leider nicht schreiben, da diese Rezension sonst nicht veroeffentlicht wird (habe bereits mehrere Versuche gemacht) - wahrscheinlich weil der Titel des Films missverstanden wurde - aber es gab nun mal eine Zeit, zu der das einfach "Froehlich" hiess.


Das düstere Haus
Das düstere Haus
DVD ~ Tallulah Bankhead
Wird angeboten von sofort lieferbar
Preis: EUR 11,18

2.0 von 5 Sternen Gute Story langweilig dargeboten, 30. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Das düstere Haus (DVD)
1965 - nach den Erfolgen der Bette Davis Thriller wollten die britischen Hammer Productions ein Stueck vom Kuchen und produzierten in einem Jahr gleich drei Psychothriller, alle sehr US-tauglich und einer sogar mit Bette herself.

"Die, die, my darling" (so der Originaltitel) dreht sich um eine barsche Oma, eine Religionsfanatikerin, die die Ex-Freundin ihres Toten Sohnes in ihrem Haus festhaelt, um sie irgendwann umzubringen. So weit, so gut. Klingt interessant. Ein Thema, welches es in aehnlicher Weise noch oft geben sollte. Ein Drehbuch von Meister Richard Matheson, nicht uebel. Tallulah Bankhead als wirre Oma - da Highlight des Films (und ihre letzte Rolle vor ihrem Tod - in ihren letzten Worten erwaehnte sie Whiskey). Sie vermag es wirklich zu fesseln, ihr Spiel schockiert. Im Gegensatz zu dem von Stephanie "Hart aber herzlich" Powers. Das junge Ding am Anfang ihrer Karriere ist leider arg ueberfordert, und wirkt durchweg banal. Selbst das waere noch ok. die Darsteller sind soweit ok, sogar ein unfreiwillig komischer Donald Sutherland im Zombie-Look geht noch durch. Nicht aber die schleppende Regie von Silvio Narizzano. Der Mann war leider kein guter Regisseur, hat seine "15 Minuten" mit "Georgy Girl" im Folgejahr (ein kleiner Kult-Film), war ansonsten aber meist uninspiriert, der typische Auftragsregisseur halt. Seine Regie hier ist zaeh, voller Laengen, die ein unterhaltsames Gucken fast unmoeglich machen. Verkrampft und ohne Eigenstaendigkeit nur darauf aus, den US-Markt zu befriedigen. "Das duestere Haus" ist einer dieser Hammer-Filme, die nichts von Hammer haben. Die meisten dieser seelenlosen Filme entstanden fuer Columbia und zielten ausschliesslich auf den Geldbeutel der Amerikaner. Nun, und dann, nachdem sich der "Psycho-Stress" eine endlose Weile hinzieht, gibts ein Finale im Schnellverfahren. Und ich war doch recht froh, als es zuende war. Hab den Film zwei, dreimal geguckt, so recht gefallen hat er mir nie. So wie auch alle anderen Hammer Thriller. Hat schon seinen Grund, warum die ganz im Gegensatz zu ihren Horror-Filmen kaum bekannt sind.

Um so mehr war ich ueberrascht, das dieser Film in Deutschland auf DVD veroeffentlicht wurde. Und besonders Sony bringt doch eigentlich kaum was unbekanntes altes in Europa 'raus. Dafuer hat man sich hier auch nicht viel Muehe gegeben. Anders als viele andere Columbia Filme, die auf DVD hervorragend aussehen wurde dieser Film offensichtlich nicht neu gemastered. Die Bildqualitaet ist schwach, und es wimmelt von weissen Punkten im Bild.


Iron Man 3 [Blu-ray]
Iron Man 3 [Blu-ray]
DVD ~ Robert Downey Jr.
Preis: EUR 7,41

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tony Stark wird zu einer Mischung aus James Bond und MacGyver, 29. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Iron Man 3 [Blu-ray] (Blu-ray)
Also erstmal, der Film ist auf jeden Fall besser als der zweite Teil, bietet einfach mehr, wirkt opulenter und groesser. Der zweite war unterhaltsam, hatte aber viel von einem Schnellschuss (zeig einfach schnell mehr Iron Man Action) und die Story war zu simpel, die Sache mit dem Mickey Rourke Charakter wirkte eher wie etwas aus einer Iron Man Fernsehserie (wenn es sowas gaebe), zu einfach und er selbst zu liebenswert um als echter Schurke 'rueberzukommen.

Hier ging es nicht mehr, einfach nur weiterzumachen - was zu krassen Aenderungen fuehrt. Aenderungen, die mir als Fan der klassischen Comics nicht zusagen, die aber noetig waren, um Iron Man Solo am Leben zu halten. Denn warum sollte sich ein Typ, der vor ein paar Monaten an der Seite von Goettern und Monstern gegen eine ausserirdische Invasion gekaempft und dabei die Erde gerettet hat, nun um einen komischen Typen und seinen Feuer-Leuten scheren? "Normale" Iron Man Stories wuerden nach :Avengers" banal erscheinen, So entschied man sich, den Schwerpunkt nun komplett auf Tony Stark zu verlegen, und den "Iron Man" zum Instrument zu machen. Tony Stark als so eine Art "Mastermind" der Avengers, der, der nicht staerker als die anderen ist, dafuer aber schlauer und gewiefter. Und so erleben wir hier einen Tony Stark auf den Spuren von Roger Moore's James Bond und MacGyver - und wie schon bei James Bond nach "Moonraker" musste eine "Down to earth" Story her, wo doch Steigerungen nicht mehr moeglich waren. Die meiste Zeit steckt er nicht in seiner Ruestung, und wirkt wirklich eher wie ein Geheimagent als ein Superheld. Es sollte zeigen: Er ist auch ohne seine Ruestung jemand. Ein wenig verwunderlich aber, zu was fuer einem guten Kaempfer er geworden ist. Ausserdem fragt man sich nach dem Sinn eines "Iron Man" Films, wenn Iron Man keine Rolle mehr spielt. Ein wenig so wie in manch anderen Marvel Filmen der letzten fuenf Jahre. Es wirkt so, als ob man sich insgeheim schaemt, einen Superhelden Film zu machen."Iron Man 3" hat nicht viel vom Superhelden - es ist, wie gesagt, ein Actionfilm mit SF-Einschlag, Cyber-James Bond. Und gut ist das schon! Der Film macht Spass, ist spannend, witzig und all das, was dazu gehoert. Nur der kleine Typ in mir, der mit den Marvel Comics gross wurde, der mag das nicht so. Das man den Mandarin (Starks Erzfeind in den Comics) zu einer Witzfigur degradiert, ist unverzeihlich. Warum duerfen wir keine charismatischen Schurken mit Gimmick's mehr erleben? Ist einfach ein komischer Arsch (so wie hier Guy Pearce) wirklich packender und origineller als die echten Schurken? Denn man muss immer eins bedenken: Die koennen sich noch so sehr bemuehen, die Filme "Down to Earth" zu bringen, es bleiben schrille Kitsch-Filme. Pearce ist ja nun kein Drogenhaendler oder so, sondern einer, der Leute zum Ueberhitzen bringen kann. Da koennts ruhig theatralischer zugehen. Na, und dann die Sache das Stark seinen Splitter am Herzen loswird - ja, ich weiss, in den neuen Comics ist das auch so. Aber fuer einen Puristen war das Bestandteil des Charakters. Und man fragt sich, warum Stark sich ueberhaupt fuer Jahre den Stress gemacht hat und nicht sofort nach seiner Rueckkehr im ersten Film die OP machen liess. Aber wie gesagt, ich kanns verstehen, die wollen einen Iron Man "Stripped down", als gegenstueck zum Gott (Thor), zum Monster (Hulk) und zum Supermann aus der Vergangenheit (Cap). Da ich die Comics des Silver Age liebe, kann ich mich damit nur bedingt anfreunden.

Stark ist ja in so ziemlich jedem Marvel Film mit dabei, aber bisher ist noch kein neuer Solo-Film angekuendigt worden. Ich denke, da kommt noch was, nach den naechsten Avengers Filmen, wird also noch ein paar Jahre dauern.


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