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Rezensionen verfasst von
Amerdale

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Winter is Coming: Die mittelalterliche Welt von Game of Thrones
Winter is Coming: Die mittelalterliche Welt von Game of Thrones
von Carolyne Larrington
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Winter is coming, 26. Oktober 2016
Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise quer durch Westeros und die übrige Welt aus dem Game of Thrones-Universum. Dabei bezieht es sowohl die Bücher als auch die Serie ein, was manchmal zu Verwirrung führen kann, wenn Situationen oder Figuren unterschiedlich dargestellt werden. Gleichzeitig setzt es allerdings auch voraus, dass Leser mit der TV-Serie bis zum Ende der fünften Staffel vertraut sind. Es wird auch über Ereignisse und Personen aus Staffel 6 gesprochen, diese sind aber mit einem Raben als Spoiler neben dem Text markiert. Sieht toll aus, aber ich bezweifle, dass dies eine sonderlich effektive Art der Spoilermarkierung ist.

Wie gesagt eine Reise. Dabei beschäftigt sich die Autorin immer mit einer Region und stellt diese mit ihren typischen Eigenschaften vor und zeigt Bezüge zu unserer realen Welt und deren Vergangenheit auf, bevor die Reise weiter geht. Die Konzentration liegt natürlich auf Westeros, aber das ist ja auch nur logisch, da man auch in den Büchern von Martin da die meisten Details erfährt und so eher ein Vergleich möglich ist. Aber auf auf Meereen und Co bis hin zu Qarth wird eingegangen.

Es ist ein interessanter Überblick und unheimlich informativ, aber gleichzeitig nie belehrend oder wissenschaftlich-trocken. Frau Larrington weiß geschickt in einem Plauderton zu erzählen. Natürlich kann bei dem Umfang des Buches und den Anzahl an verschiedenen Bezügen und Parallelen zu unserer Historie vieles nur kurz angerissen werden und kaum etwas wirklich im Detail dargestellt werden. Aber das Buch liefert dem Leser, auch dank seiner ausführlichen Anmerkungen und Verzeichnisse, einen guten Ausgangspunkt um selbst an den Punkten, zu denen er sich tiefer informieren möchte, zu recherchieren.

Natürlich nur was für Fans der Bücher und der Serie, wobei noch mehr für letztere nach meinem Eindruck. Aber diejenigen, gerade wenn sie auch noch etwas Interesse an Geschichte oder Mythologie haben, bekommen hier eine unterhaltsame Schatztruhe an Informationen, die einen manchen Konflikt mit ganz anderen Augen sehen lassen.


Mord auf Bestellung: Ein Agententhriller
Mord auf Bestellung: Ein Agententhriller
von Jack London
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mord auf Bestellung, 1. Oktober 2016
Das Buch wird als einer der „erste[n]Agententhriller der Weltliteratur“ erworben und davon gelockt versprach ich mir ein Buch, welches vor allem hochspannend ist und in dem viel gemordet wird. Nun ja letzteres ist zumindest voll eingetroffen. Bei dem Recht bin ich doch etwas überrascht gewesen.

Das Buch ist zwar durchaus auch spannend, aber da liegt meinem Eindruck nach gar nicht der Schwerpunkt. Der liegt viel mehr auf den langen Diskussion der einzelnen Figuren über verschiedene philosophische und ethisch-moralische Themen. Und damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Was sehr interessant war und ich hab es auch gern gelesen. Aber gleichzeitig zieht es auch die Handlung etwas in die Länge; gleichzeitig werden Themen aber auch nur kurz angerissen, so dass man als Leser auch kaum einen Eindruck gewinnen kann.

Die Handlung selbst dagegen ist spannend und auch unerwartet vergnüglich, aber gleichzeitig kam sie mir doch auch recht unrealistisch vor. Das mindert zwar den Unterhaltungswert nicht, aber ich hatte manchmal den Eindruck, das Buch spiele in einer Parallelwelt, in der nur die Mitglieder der Attentatsagentur wirklich lebendig sind und der Rest einfach nur Pappfiguren sind, welche die Szenerien verschönern. Und Polizisten so gut wie gar nicht existieren.

Das Buch wurde übrigens von Jack London nicht zu Ende geschrieben und erst 1963 (rund 47 Jahre nach Londons Tod) von Robert L. Fish beendet. Zum einen bringt mich das dazu dieses „erster Agententhriller“ etwas in Frage zu stellen (aber klar, guter Marketing-Ansatz), aber vor allem merkt man es auch stilistisch. Es gibt ein Nachwort, welches die Entstehungsgeschichte des Buches beschreibt und auch darauf eingeht, wo Fish angefangen hat zu schreiben – und sich nebenbei auch weit von Londons Plänen entfernt hat. Und ohne dieses Nachwort da schon zu kennen, hatte ich beim Lesen genau an der Stelle des ‚Autorenwechsels‘ auch das Gefühl, dass sich hier Stil und Sprache deutlich verändern. Fand ich schon etwas schade, dass das so deutlich zu merken ist. Inhaltlich geht die Handlung zwar flüssig weiter und passt auch, aber es wirkt einfach nicht mehr wie aus einem Guss.

Aber trotzdem hat mir das Buch ein aufgrund der Seitenzahl zwar nicht sonderlich langes, aber dafür sehr erfreuliches Lesevergnügen bereitet. Das auch sehr viel Ansatz für Diskussionen birgt – und damit auch nach 100 bzw. 53 Jahren noch sehr aktuell.


Blame
Blame
von Simon Mayo
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,49

3.0 von 5 Sternen Blame, 26. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Blame (Taschenbuch)
Die Idee des Buches hat mich auf den ersten Blick fasziniert und ich habe mich unheimlich gefreut als ich das Buch dann als Rezensionsexemplar lesen durfte. Aber leider finde ich die Umsetzung nur bedingt überzeugend.

Man erfährt über Ant und ihre Familie sowie deren enge Umgebung – also für den größten Teil der Handlung ein Teil eines Gefängnisses – hinaus kaum etwas über die Gesellschaft, deren Aufbau und Funktionsweise. Und das fehlte mir total, denn nach dem wenigen, was man über Andeutungen erfährt, erscheint mir das System einfach unlogisch. Es wird zwar viel daon geredet, dass die Nachfahren von Verbrechern deren Verbrechen gegenüber der Gesellschaft sühnen sollen und dieser zurückzahlen sollen, was sie durch die Verbrechen für Vorteile hatten (zum Beispiel weil ein Vater von dem gestohlenen Geld Essen für seine Kinder gekauft haben,haben diese von dem Diebstahl profitiert – für mich auch kaum nachvollziehbar diese Begründung). Aber in meinen Augen werden durch die Inhaftierung, inklusive Versorgung und Wachpersonal und alles, ja vor allem nur noch mehr Kosten für die Allgemeinheit verursacht. Also das genaue Gegenteil der eigentlichen Begründung. Und darauf wird leider in dem Buch nie eingegangen.

Und dann ist da Ant, die Hauptperson des Buches. Und ist mir Ant die meiste Zeit so auf die Nerven gegangen. Sie handelt völlig planlos und impulsiv, was man einem Teenager ja nicht mal unbedingt vorwerfen kann. Aber sie kommt mit den bescheuertsten Aktionen durch, weil sie einfach ständig ein Riesenglück hat – und irgendwann ist es nicht mehr glaubhaft oder spannend, sondern einfach langweilig -, und außerdem jeder andere bereit ist sich für Ant zu opfern, weil sie ja so toll ist. Ant ist echt so sehr die Verkörperung der „The Chosen One“-Trope.

Und auch sonst konnte ich über manche Punkte in der Handlung einfach nur den Kopf schütteln, aber die Ereignisse nicht mehr Ernst nehmen. So bewahrt eine Person in dem Buch Informationen über ein sehr dunkler Geheimnis in ihrer Vergangenheit in einem USB-Stick auf, so dass sie problemlos gefunden und gegen sie genutzt werden können, anstatt die Daten einfach zu löschen.
Aber dann wäre die Sache für Ant wohl deutlich schwieriger bis unmöglich geworden und das geht ja nicht, siehe vorige Absatz. Gnah.

Klingt jetzt sehr negativ, aber ich fand die Geschichte durchaus spannend und kurzweilig – solange ich nicht zu sehr über die zugrunde liegenden Funktionsmechanismen nachdachte. Leser, denen weniger an Worldbuilding gelegen ist, haben hier bestimmt ihre Freude.


Beschworen - Tödliche Wünsche: Roman
Beschworen - Tödliche Wünsche: Roman
Preis: EUR 6,99

3.0 von 5 Sternen Beschworen, 26. Juli 2016
Ein Buch über einen Dschinn. Allerdings einen menschlichen Dschinn, der keinerlei Magie besitzt. Und so ist es auch deutlich mehr eine Liebesgeschichte und keine Fantasy. Was sehr schade ist, denn genau das hatte ich erwartet und war dementsprechend enttäuscht.

Die Dschinn-Komponente kommt kaum zum Tragen, eben weil das einzige Besondere an Dimitri ist, dass er die Wünsche seines Herren befolgen muss, egal ob er will oder nicht. Aber hinter dem Wesen des Dschinns als Wunscherfüller steht ja viel mehr und das findet hier einfach keine Beachtung.

Das größte Problem, welches ich mit dem Buch aber hatte, war allerdings der Mangel an interessanten Figuren. Ich könnte hier nicht eine Person nennen, die auch nur ansatzweise meine Neugier geweckt hätte.
Dimitri, der Dschinn, ist entweder damit beschäftigt in Selbstmitleid zu baden, jemanden umzubringen oder Sex zu haben. Hobbys oder weitere Eigenschaften hat er sonst keine. Außer man zählt „unfähigster Auftragskiller seit Kain“. Es ist mir wirklich ein Rätsel warum Karl, sein ‚Besitzer und Gebieter‘, Dimitri nicht andere Aufgaben überträgt und die Morde von jemand ausführen lässt, der wenigstens halbwegs kapiert, wie er das machen sollte. Gut, Dim könnte natürlich nie gegen Karl aussagen, weil er ihm ja nicht schaden kann – aber ist das ein so tolles Argument, wenn er dafür bei jedem Auftrag x Versuche braucht?

Und auch der Rest wird sehr einseitig dargestellt. Karl ist der brutale Despot und erfolgreiche Businessmann, wobei man aber auch nicht erfährt, inwiefern er so erfolgreich ist und scheinbar reicher als Trump. Wirklich sein Einfluss und seine Geldreserven scheinen unerschöpflich zu sein, was wiederum erneut die Frage aufwirft warum so niemand einen besseren Auftragskiller finden kann? Und Sylvia seine Tochter ist verwöhnt und verrückt nach Dimitri. Und Sex mit Dimitri.
Überhaupt Sex. Ich bin bestimmt nicht prüde, aber jeglicher Sex, den Dimitri in dem Buch hat, wird ausführlich geschildert, ob das was zur Handlung beiträgt oder nicht. Und es war einfach zu viel. Ich hab da auch irgendwann angefangen diese Passagen zu überspringen, so unnötig fand ich sie.

Die Idee ist ganz nett und das Buch auch über weite Strecken recht unterhaltsam, aber mehr auch leider nicht. Ihm fehlen für meinen Geschmack einfach die interessanten Figuren und ein detaillierteres Worldbuilding.


Wild Cards. Die erste Generation 01 - Vier Asse: Roman (Wild Cards - 1. Generation, Band 1)
Wild Cards. Die erste Generation 01 - Vier Asse: Roman (Wild Cards - 1. Generation, Band 1)
von George R.R. Martin
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wild Cards, 25. Juli 2016
Das Buch beziehungsweise eben der erste Band der Wild Cards-Reihe ist im Penhaligon Verlag bereits früher unter den Namen „Wild Cards – Asse und Joker“ und, ganz verwirrend „Wild Cards – Vier Asse“ erschienen, allerdings sind bei der hier besprochenen Ausgabe zwei bislang unveröffentlichte Zusatzstories dabei.

Die Handlung selbst spielt hier in unserer Welt, allerdings in einer Version, in welcher Aliens – wer auch sonst – über New York einen Virus freigesetzt haben und die Menschheit als unfreiwillige Versuchskaninchen nutzen. Dabei stirbt ein Großteil (90 von 100) derjenigen, welche mit dem Virus in Kontakt kommen, ein kleinerer Teil (9 von 100), die Joker, erhält die seltsamen körperlichen Veränderungen – von leuchtender Haut über mehrere Köpfe bis hin zu einer Verwandlung in einen Haufen Schleim. Und ein ganz kleiner Teil (1 von 100) verwandelt sich in ein sogenanntes Ass, bekommt was sich praktisch als Superkraft bezeichnen lässt – die Fähigkeit zu fliegen oder super stark zu sein und dergleichen.

Und die Grundidee ist super faszinierend. Es macht unheimlich Spaß zu verfolgen, wie ein einzelnes Ereignis den Lauf der Geschichte unheimlich ändern kann. Den Autoren der einzelnen Geschichten gelingt es dabei immer wieder wunderbar, bekannte Ereignisse aus ‚unserer‘ Vergangenheit – wie beispielsweise der Vietnamkrieg oder die McCarthy-Ära – einzubauen, aber ihnen ihren ganz eigenen Wild-Card-Spin zu geben. Da die Handlung fast ausschließlich in New York spielt, ist das Ganze natürlich sehr US-zentrisch und man erfährt kaum etwas darüber, wie sich die Situation in anderen Ländern entwickelt hat oder ob sie überhaupt alle von dem Virus befallen wurden. Das fand ich einerseits etwas schade aber andererseits würden verschieden Handlungsorte das Ganze auch zu sehr aufsplittern.
Womit ich dagegen etwas meine Probleme hatte, waren die einzelnen Protagonisten der Geschichten. Der einzige, an dem ich beim Lesen wirklich ein Interesse entwickelte, war Dr. Tachyon. Der Rest war okay, aber mir ist keiner nennenswert im Gedächtnis geblieben und ich hab jetzt auch nicht das Bedürfnis über einen davon mehr erfahren zu wollen.

Was mich an dem Buch aber vor allem fasziniert hat, ist aber nicht unbedingt die Handlung, sondern die Art, wie das Buch aufgebaut ist. Es handelt sich um eine sogenannte mosaic novel (einen entsprechenden deutschen Ausdruck scheint es bisher nicht zu geben), das heißt es ist eine Zusammenstellung von Geschichten verschiedener Autoren, die aber alle das gleiche Setting haben, wo Figuren in mehreren Geschichten vorkommen, und in denen trotzdem eine lineare Handlung von einer Vielzahl von Blickpunkten erzählen.
Das klingt kompliziert und ich muss sagen, ich war auch am Anfang skeptisch, unter anderem auch weil Martin der einzige Autor war, den ich vorher kannte. Die anderen sind übrigens: Howard Waldrop, Roger Zelany, Walter Jon Williams, Melinda M. Snodgrass, Michael Cassut, David D. Levine, Lews Shiner, Victor Milán, Edward Bryant & Leanne C. Harper, Stephen Leigh, Carrie Vaughn und John J. Miller.
Und selbst einige Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, staune ich darüber, wie sehr das Buch aus einer Feder geflossen sein scheint, trotz der Vielzahl an Autor*innen. Denn genauso hat es während des Lesens auf mich gewirkt. In einem Maße, dass ich teilweise echt vergessen habe, dass es eben nicht von einem Autor allein stammt. Aber die Geschichten sind alle auf einem gleichbleibenden, hohen Niveau geschrieben und der Stil ist auch so konsistent, dass es wirklich alles zusammen passt und trotzdem noch genug Raum ist, jedem Erzähler doch etwas eine eigene Stimme zu geben.

Ein Buch, welches mich vor allem durch seinen ungewöhnlichen Aufbau fasziniert hat. So toll ich auch die Grundidee finde, so wenig konnten mich die verschiedenen Protagonisten für sich einnehmen. Es macht zwar Spaß zu sehen, was sich alles durch die Freisetzung des Wild-Cards-Virus im Vergleich zu dem ‚realen‘ Verlauf der Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg geändert hat, aber das war es auch. Zwar unterhaltsam, aber ich hab jetzt auch nicht den Drang möglichst schnell den nächsten Band zu lesen.


With Love, Mary Sue - Das Phänomen Fanfiction: Fandom-Ratgeber mit exklusiven Meinungen von Game of Thrones-Stars, The BossHoss, Bestseller-Autoren, der Perry Rhodan-Redaktion und vielen mehr!
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von Corona Magazine
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen With Love, Mary Sue, 9. Juli 2016
Fanfiction – ein Thema, bei dem die meisten nur mit einem „Was soll das denn bitte, sein?“ reagieren. Dabei gibt es diese Art der Auseinandersetzung mit den verschiedensten Werken schon seit Jahrzehnten. Und genau dieser Unwissenheit möchte dieses Buch abhelfen.

Eine Aufgabe, die es auch gut erfüllt. Das Buch bietet einen Überblick über alle relevanten Bereiche der Fanfiction, angefangen mit einer kleinen Entstehungsgeschichte über die verschiedenen Fanfiction-Seiten im Internet bis hin zu den verschiedenen Arten von Fanfiction. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Zitate von Fanfiction-Schreibern, die mit einer knappen Aussage zusammenfassen, was Fanfiction für sie bedeutet und auch immer mal wieder kurze Aussagen von den Schöpfer von Originalwerken über ihre Ansicht zu Fanfiction. Ergänzt wird dies mit einer Anleitung wie man selbst eine Fanfiction bei einem der großeren Portale veröffentlichen kann sowie mit zwei Interviews von Betreibern derartiger Portale.

Etwas störte mich, wie sehr die Autortinnen ihre eigenen Erfahrungen und Erfolge, wie beispielsweise Auszeichnungen als Fanfiction-Schreiberinnen, in den Vordergrund gerückt haben. Das passte für mich nicht zu dem ansonsten neutralen, distanzierten Ton als Sachbuch.
Dafür merkt man den Autorinnen aber auch, dass sie wirklich und aus eigener Erfahrung wissen, worüber sie schreiben und dass ihnen das Thema am Herzen liegt. Ihr Schreibstil ist eher locker, am Internet-Jargon orientiert, was ja aber auch zu der Thematik passend ist.

Ein schöner Überblick über die Thematik, der besonders für Neulinge auf dem Gebiet geeignet ist. Jemand, der sich damit schon eingehender beschäftigt hat, wird eher wenig Neues darin finden, aber auch dann ist es ein gut geschriebene Zusammenfassung, in der man alle wichtigen Infos gesammelt vorliegen hat und ohne langes Suchen etwas nachschlagen kann.


Shopaholic & Family: Ein Shopaholic-Roman 8 (Schnäppchenjägerin Rebecca Bloomwood, Band 8)
Shopaholic & Family: Ein Shopaholic-Roman 8 (Schnäppchenjägerin Rebecca Bloomwood, Band 8)
von Sophie Kinsella
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Shopaholic & Family, 6. Juli 2016
Tja, was soll ich sagen?
In meiner Rezension zu Band 7 schrieb ich noch zu Becky: „habe ich auch fast ständig den Drang dich mal heftig durchzuschütteln und dir ins Gesicht zu schreien, dass du endlich mal Vernunft annehmen sollst“. Und scheinbar wurden meiner Gebete erhört. Denn Becky wirkt in diesem Band lange wie eine völlig andere Persönlichkeit.

So ist beispielsweise das einzige Unnütze, was sie in dem ganzen Buch für sich kauft, 10 Buntstifte. Zehn Stifte! Das wäre in früheren Bänden unter nicht erwähnenswerter Kleinkram zusammengefasst worden. Nein, mit diesem Band ist Becky wirklich endgültig – naja ich hoffe es ist endgültig – erwachsen und reif geworden. Und mir damit noch sympathischer als vorher.

Aber überhaupt steht hier Becky eigentlich vergleichsweise wenig im Vordergrund, es geht viel mehr um ihre Freunde und Familie und das Verhältnis zwischen denen und Becky. Und dabei auch durchaus um ernstere Themen. So kriselt es beispielsweise heftig zwischen Becky und Suze. Und ich mochte sehr wie das hier behandelt wird, zwar durchaus mit etwas Humor, aber trotzdem wurde der Konflikt durchaus Ernst genommen und die Auswirkungen auf Beckys Wohlbefinden auch keineswegs runter gespielt.

Die schon gegen Ende des letzten Bandes angedeutete Problematik um ihren Vater und dessen Geheimnis bildet die Haupthandlung dieses Bandes und war auch ganz interessant. Allerdings war dieses große Geheimnis auch sehr offensichtlich, so dass ich mich mehrmals fragte warum Becky und Co nicht auch schon längst auf die Lösung gekommen sind. Aber gut, fesselnd war es trotzdem.
Natürlich löst Becky diese Probleme dann am Ende auf ihre ganz eigene, spezielle Art mit Ideen, die so unmöglich sind, dass sie gerade deswegen schon wieder funktionieren müssen. Was ein Riesenspaß für den Leser ist.

Der mit Abstand reifste Band der Reihe bisher und für mich eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Das Ende würde auch einen guten Abschluss der Reihe überhaupt abgeben, mit dem ich völlig zufrieden wäre.


Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
von Victoria Aveyard
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die rote Königin, 16. Juni 2016
X-Men trifft auf rebellische Katniss Everdeen. Zumindest so ähnlich, lässt sich die Grundidee des Buches zusammenfassen. Diejenigen, ich weiß auch nicht mutierten Menschen oder eine komplett andere Rasse/Art, mit silbernem Blut haben Fähigkeiten, die mich immer wieder in ihren Beschreibungen an Mutanten oder Inhumans aus den entsprechenden Comics und Verfilmungen denken ließen. Unter anderem gibt es Silberne, die durch Gedankenkraft Metall verformen, Gedanken lesen oder Wasser formen können.
Und dann gitb es noch die normalen Menschen mit rotem Blut, welche den Silbernen natürlich unterlegen sind und von ihnen beherrscht und ausgebeutet werden. Unter ihnen Mare (ich würde ja übrigens zu gern wissen, was die Autorin bewegt hat sie auf Englsich einfach mal ‚Stute‘ zu nennen..) – die, wie sich bei einem Unfall zeigt, zwar rotes Blut hat aber die Fähigkeiten einer Silbernen *Trommelwirbel*

Aber trotz der Ähnlichkeiten mit schon bekannten Geschichten nahm mich die Handlung schnell gefangen. Das lag weniger am Mare selbst, die mir bis zum Ende hin manchmal mit ihrer Art in Selbstmitleid zu baden (wobei das Mitleid viel mehr ihre Schwester verdient hat) auf die Nerven ging, als der faszinierenden Welt der adligen Silbernen, in der sich Mare zurecht finden muss. Es wimmelt nur so von Intrigen und Ränkespielen und niemand ist, wer er zu sein scheint.
Ganz besonders interessant fand ich hier Maven, der im Schatten seines Bruder, des Kronprinzen, aufwächst aber eigentlich der viel geeignetere Thronfolger wäre. Aber leider erfährt man über das gesamte Universum in dem Rote und Silberne leben nicht sehr viel. Da hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.

Während des Lesens war ich auch teilweise genervt, weil mir manche Teile der Handlung zu problemlos passierten und es mir in dem Kontext ziemlich unglaubwürdig erschien beziehungsweise alternativ der Leser nicht komplett informiert war über die Motive und Aktionen der Beteiligten. Zum Glück hat es sich in einer nicht wirklich überraschenden Wendung gegen Ende als Letzteres herausgestellt. Zwar hätte ich mich mehr gefreut, wenn die Wendung etwas weniger offensichtlich gewesen wäre, aber so ist immer noch besser als eine unlogische Handlung.

Und das Liebesdreieck… Ich konnte bis zum Schluss nicht nachvollziehen, was Cal und Mare an dem/der jeweils anderen fanden. Sie kennen sich nur eine kurze Zeit und die meiste davon verbringen sie in der Gegenwart von anderen ohne wirklich viel übereinander zu erfahren. Eine gegenseitige Faszination – Mare als das unerklärliche Wunder, Cal als der Thronfolge – ist nur zu verständlich und natürlich, aber mir ging diese tiefere Verbundenheit hier zu schnell und war mir zu unbegründet.
Maven und Mares Beziehung zu einander fand ich dagegen nachvollziehbarer, da die beiden zumindest vordergründig gleiche Interessen und Gesprächsthemen hatten. Aber auch hier entwickelt sich mir das alles zu schnell. Es wirkt so als wären sowohl Maven als auch Cal seit dem Auftauchen von Mare komplett auf sie fixiert und nichts anderes würde mehr existieren für sie.

Ein spannender und actionreicher Trilogie-Auftakt, auch wenn er sich etwas aus Motiven verschiedener anderer Werke zusammengesetzt anfühlt. Aber das recht offene Ende verspricht viel Spannung und aufregende Ereignisse in dem kommenden Band und wohl auch Antworten dazu, warum Mare so besonders ist.


Orphan X (Evan Smoak)
Orphan X (Evan Smoak)
von Gregg Hurwitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Orphan X, 11. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Orphan X (Evan Smoak) (Gebundene Ausgabe)
HarperCollins hatte zu dem Buch ein Gewinnspiel veranstaltet und da ich Gewinnspielen eh kaum widerstehen kann und die Kurzbeschreibung ganz okay klang, hab ich mal mitgemacht. Und es prompt vergessen – bis dann auf einmal ein Buch im Briefkasten lag (Danke!) und ich erst mal verwirrt war. Dementsprechend ging ich auch ohne irgendwelche Erwartungen an die Lektüre heran. Und dann ab ich zwei Tage praktisch nichts anderes mehr gemacht als zu lesen. Eine absolut positive Überraschung.

Manchmal fühlte ich mich etwas an die Bourne-Filme erinnert, auch wenn es hier um einen Auftragsmörder geht und nicht einen Spion. Aber auch Evan Smoak wird von der US-Regierung – seinem ehemaligen Auftraggeber – gesucht und das Buch ist eine Abfolge von rasanten Kampfszenen aus denen sich Smoak nur in allerletzter Sekunde und mittels unerwarteter Tricks retten kann. Und das Ganze ist super spannend und fesselnd.

Am Anfang des Buches scheint Smoak sein Leben und seine Arbeit vollkommen unter Kontrolle zu haben und präsentiert dem Leser und seinen Mitmenschen eine normale gutbürgerliche Existenz, von der keiner denken würde, dass dahinter ein gesuchter Meisterassassine steckt. Und es macht einfach Spaß als Leser zu verfolgen wie mit jeder Seite des Buches dieses geordnete Leben Stück für Stück auseinander bricht und Smoak nur noch auf die Ereignisse reagieren kann, ihm aber alles immer mehr entgleitet.

Es ist nicht immer realistisch, besonders was die Stunts von Smoak in einigen Kampfszenen betrifft, wie beispielsweise die Kletterpartie an dem Hochhaus über mehrere Stockwerke hinweg, oder die ganzen kleinen hochentwickelten technischen Spielereien. Von Smoaks finanzieller Situation ganz zu schweigen. Aber das hat mich gar nicht weiter gestört, weil es hier ganz einfach zu Atmosphäre und Ton der Handlung passt.

Und umso weiter die Handlung voranschreitet, umso komplizierter wird sie. Es gibt mehrmals Wendungen, welche Smoak – und mit ihm auch der Leser, welcher nicht mehr weiß – dazu bringen, alle bisherigen Erkenntnisse in Frage zu stellen und an seinen Einschätzungen zu zweifeln. Dies schafft eine Art grundsätzliche Unsicherheit welche der zweiten Hälfte des Buches nochmal extra Spannung verleiht.

Es ist ein Buch, bei dem ich mir eine Verfilmung super gut vorstellen kann und dementsprechend ist es auch kein Wunder, dass ich in der Rezension schon zwei Mal Zuschauer getippt hatte und es wieder zu Leser korrigieren musste… Aber noch viel mehr als auf eine mögliche (Warner Bros hat sich schon mal die Rechte gesichert) Verfilmung freue ich mich auf weitere Bände um Evan Smoak. Dieser erste Band schließt zwar seine eigentliche Handlung zum Glück sehr gut ab, bietet aber gerade genug offene Handlung um neugierig zu machen auf weitere Bände ohne einen aber mit einem Cliffhanger zu foltern.


Die kleine Bäckerei am Strandweg: Roman
Die kleine Bäckerei am Strandweg: Roman
von Jenny Colgan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Die kleine Bäckerei am Strandweg, 11. Juni 2016
Selbstgebackenes Brot und sein Duft hat für mich einen ganz besonderen Zauber. Dementsprechend neugierig wurde ich auch beim Lesen des Klappentextes, klang es doch so als würde Backen da eine relativ große Rolle spielen.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Nicht nur ist das Backen von Brot wichtig, nein, es gibt am Ende des Buches auch noch Rezepte dazu. Was sehr gut ist, denn die Lektüre von dem Buch macht einem so richtig Lust darauf selbst zu backen.
Und außerdem Neil, der Papageientaucher, der heimliche Star des Buches. Er spielt zwar für die Handlung keine sonderlich große Rolle, ist dafür aber umso niedlicher und liebenswerter.

Aber auch mal vom Brot und dem Vogel abgesehen war das Buch eine positive Überraschung und weitaus weniger klischeehaft liebesromanartig, als ich im Vorfeld erwartet hatte.
Polly ist mir unendlich sympathisch gewesen und ich habe mich auch durchaus etwas mit ihr identifizieren können. Aber auch die anderen Charaktere sind zum großen Teil sehr glaubwürdig gezeichnet – naja bis auf Reuben, der doch etwas eindimensional ist – und es macht einfach Spaß zu lesen, wie sich Polly nach und nach ein Leben auf der Insel aufbaut und sich von den Ereignissen in ihrer Vergangenheit erholt.

Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und es kommt hier auch etwas zu einem Liebesdreieck. Allerdings entwickeln sich alle Beziehungen sehr natürlich und recht langsam, so dass es wirklich überzeugend und passend ist.

Gut, Polbearne (die Insel, auf die Polly umzieht) ist etwas zu idyllisch um so wirklich existieren zu können, aber genau das trägt auch irgendwie zu dem Zauber des Buches bei. Außerdem habe ich durch das Buch gelernt, was eine Gezeiteninsel ist und das klingt unheimlich faszinierend.

Eine schöne Wohlfühl-Geschichte mit überwiegend tollen Figuren, die zwar nicht immer ganz realistisch ist, dafür aber auch nicht davor zurück schreckt ernstere Themen anzusprechen. Es ist übrigens der erste Band einer Reihe, aber mit abgeschossener Handlung. Trotzdem freue ich mich schon auf weitere Geschichten aus Polbearne.


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