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Rezensionen verfasst von
Guenterkastenfrosch (Halle)

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Über das Herzensgebet und über das göttliche Gebet - Meditationen eines Kartäusers
Über das Herzensgebet und über das göttliche Gebet - Meditationen eines Kartäusers
von Dom André Poisson
  Gebundene Ausgabe

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wunderbarer Text - in einer unzulänglichen Übersetzung, 25. März 2014
Das sind in der Tat 2 wunderbare Texte des ehemaligen Reverendus Pater des Kartäuserordens, der in ihnen über seine persönlichen Erfahrungen der Annäherung an Gott und der Zwiesprache mit ihm meditiert.
Dem angemessen ist die äußere Gestaltung des Büchleins sehr gelungen, nicht zuletzt aufgrund der stimmungsvollen Bilder aus der Kartause in Sélignac, die der Herausgeber und Übersetzer Dr. Jörg Schneider fotografiert hat.

So weit, so gut...
Was aber ein wirkliches Ärgernis darstellt, ist die völlig misslungene Übersetzung.
Zwar wird im Anhang ausführlich eine Erläuterung dazu gegeben - die ist aber völlig obsolet angesichts der wirklich schweren grammatischen, orthografischen und satztechnischen Fehler, die das gesamte Buch durchziehen.
Hinzu kommen schlimme Ausdrucksmängel, die jeder Deutschlehrer zu Recht angekreidet hätte.

Es gibt wirklich kaum eine Seite, die vor Fehlern nicht geradezu strotzt. (Ich bringe hier nur ein paar Beispiele der ersten 35 Seiten, jedoch ließe sich die Aufzählung beliebig fortführen.)

Abgesehen von häufigen Fehlern in der Kommasetzung verweigert sich der Übersetzer etwa konsequent dem Genitiv und greift immer wieder zu solch holprigen Konstruktionen wie "die Antwort von Jesus" (S. 14) anstatt "die Antwort Jesu".

Auf S. 9 heißt es: "Von was ich dir erzähle" anstelle des passenderen "wovon", S.27 und 29 bieten "aus was" statt "woraus".

Grammatische Konstruktionen werden nicht durchgehalten: ".. eine Art, sich zu öffnen, sich zum Hören bereit machen (statt: "bereit zu machen") und voranzuschreiten." (S.10)

Häufig sind auch schwere Satzstellungsmängel: "sofern er unser Herz bereit dafür hält" (S.16) anstelle von "dafür bereithält."
"Man möchte oft sich damit begnügen" (S. 23) anstatt "Man möchte sich oft..."
Das führt mitunter zu einem Holperstil, der den Leser völlig die Orientierung verlieren läßt: "Es gibt also eine Form der Reinigung, in der, vor allem anderen, man sich an Jesus wenden muss, zu ihm kommen, um von ihm die Erleichterung zu erhalten." (S.21) Warum nicht so etwas wie: "Es gibt also eine Form der Reinigung, bei der man sich vor allem anderen an Jesus wenden und zu ihm kommen muss, um durch ihn Erleichterung zu erfahren" ?
S. 28 findet man dies: "Wer von uns hat nicht diese Erfahrung gemacht, manchmal schrecklich schmerzhaft, dass man sich begrenzt, beinahe gefangen innerhalb gesundheitlicher Schwierigkeiten fühlt ?"
Und besonders "eindrucksvoll" (und damit besonders verwirrend) auf S. 33: "Wir bemerken erst im Nachhinein, wenn wir betrachten, was passiert ist, die Tatsache, dass der Geist des Herrn ... am Werk war." Ginge doch auch so: "Erst im Nachhinein, wenn wir das Geschehene betrachten, bemerken wir die Tatsache, dass...."

Mitunter wird es derart kurios, dass man den Sinn kaum noch versteht: "... was wir mit Geduld und Ausdauer der Gnade der Reinigung und Auferstehung des Herrn anvertrauen können." (S. 32) Was bitte soll die "Reinigung des Herrn" sein ? Gemeint ist vermutlich die Reinigung "durch den Herrn", die aber dann nicht in einer grammatischen Konstruktion mit der "Auferstehung des Herrn" stehen dürfte ?

Ich habe den Verdacht, dass der Übersetzer zum einen eine Wort für Wort-Übersetzung mit einer wörtlichen verwechselt hat, wobei freilich die Wort- und Satzstellungen des Französischen im Deutschen eben nicht zutreffen.
Und eine wörtliche Übersetzung ist eben andererseits auch nicht gleichbedeutend mit einer guten Übersetzung. Zu letzterer gehört vor allem ein gediegenes Sprachgefühl für die Zielsprache, und das geht Herrn Dr. Schneider offensichtlich leider völlig ab.

An den Verlag muss die Frage gestattet sein, wieso kein Lektor so ein Manuskript gegenliest und angesichts der Unzahl an Fehlern korrigierend eingreift.
Bei anderen Titeln aus diesem Hause habe ich da wesentlich mehr Sorgfalt feststellen können.

Dass solch ein berichtigendes Eingreifen offensichtlich unterblieb, ist im Fall des vorliegenden Büchleins umso bedauerlicher, als so nun die wichtigen, tiefsinnigen und schönen Gedanken Dom André Poissons in dieser korrumpierten Übersetzung überhaupt keine Wirkung entfalten können und das Lesen auf Schritt und Tritt Anstoß erregt.

Es wäre zu wünschen, dass bald eine grundlegend korrigierte Neuauflage dieses wundervollen Textes erscheinen könnte.


WAHL Profiline Bartschneider / Trimmer MINI SCION, Prolithium Serie, hochwertige Oberfläche aus gebürstetem Stahl
WAHL Profiline Bartschneider / Trimmer MINI SCION, Prolithium Serie, hochwertige Oberfläche aus gebürstetem Stahl

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Etikettenschwindel, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die "hochwertige Oberfläche aus gebürstetem Stahl" besteht, wenn mich nicht alles täuscht, schlicht aus Plastik und ist offensichtlich auch noch sehr kratzempfindlich.
Der kleinste Aufsteckkamm ergibt nicht eine Schneidlänge von 3 mm wie angepriesen, sondern von 5-6 mm.
Warum wird der Kunde derart (arglistig) getäuscht ?

Das Aufstellen in der Ladestation ist eine sehr wacklige Angelegenheit, bei der das Gerät sehr leicht herunterfallen kann.

Da ich zudem vom Versender Amazon statt der angebotenen Neuware ein Gerät erhielt, das Gebrauchsspuren aufwies, schicke ich das Ganze an diese Firma zurück.


La Mer - Magnum Kalender immerwährend
La Mer - Magnum Kalender immerwährend
von Herbert Böttcher
  Kalender

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider zu offensichtlich bearbeitet, 12. November 2011
Die Kalender der Edition Panorama wollen ja wegweisend auf ihrem Gebiet sein (sind das viell. oft auch), kommen sehr puristisch daher und kosten viel Geld. Letzteres - so wird suggeriert - vor allem deshalb, weil es sich meist um limitierte Editionen handelt, die auch noch vom Fotografen handsigniert sein sollen. Abgesehen davon, dass ein Kalender durch die Signatur des Autors auch nicht besser oder schlechter wird und ich ganz persönlich also lieber auf das Autogramm verzichten würde, wenn dann der Preis nicht derart immens wäre, abgesehen davon hege ich Zweifel an der Limitiertheit der Editionen: Denn auch jetzt noch nach Jahren gibt es diese Kalender immer noch überall - also entweder werden sie schlecht gekauft, oder das mit der "limitierten Edition" stimmt nicht.
Der vorliegende Kalender ist sicher schön; was mich aber ungemein stört, sind die beinahe schon kitschigen Wolken und Nebel, die da ganz offensichtlich hinein bearbeitet wurden. Das steht im klaren Gegensatz zum sonstigen geradlinigen Daherkommen und ist bei diesem Preis nicht akzeptabel - und deshalb gibt es von mir Punktabzug.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2013 1:01 PM MEST


Klavierkonzerte 22 & 25
Klavierkonzerte 22 & 25
Preis: EUR 9,99

6 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aber das ist doch alles Scharlatanerie.., 23. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 22 & 25 (Audio CD)
.. und der "Kaiser" ist doch bloss nackt !
Ich kann mich dem allgemeinen "Bohei" um diesen Herrn Fray überhaupt nicht anschließen - auch die hier von einem Vorrezensenten als derart begnadet befundenen Bach-Einspielungen missfallen mir aufs Äußerste, weil sie 1.) nichts neues oder auch nur irgendwie eigenes haben und (vor allem) 2.) von Fray derart aufdringlich und schon ekelerregend eitel präsentiert werden (s. den dabei gedrehten Film), dass es mir übel wird. Vielleicht muss man sich als junger Künstler heutzutage so darstellen, um im "großen" Musik-BUSINESS Aufmerksamkeit zu erregen...? (Ich denke das, nebenbei bemerkt, eigentlich nicht, da es auch wirklich gute Gegen-Beispiele gibt, und sage dies vielleicht mit einiger Berechtigung, da ich selbst junge Musiker ausbilde.)
Das Video der Plattenfirma entblößt hier doch überdies die ganze Unternehmung als völlig fahrlässig: Da treffen sich ganz offenbar 2 vom "Betrieb" zusammen-"gewürfelte" Musiker, die gerade "in" sind, und fuhrwerkeln irgendwie pseudo-esoterisch ("Ich stell' mir das wie halb-schlafend und halb-wach vor"...hatadudadudaduda...) an den Stücken herum: Ich erkenne da (als Musiker notabene !) keine "Gestaltungsvorschläge" - wie hier zuvor positivistisch dargestellt, denn Frays Einlassungen sind immer bloss "aus dem Bauch heraus" und zuallermeist "uninformiert" und also oft haarscharf am Befund des Notentextes vorbei, der bei einiger Kenntnis der Sachlage zu deren Zeit uns vieles über seine Ausführung verraten könnte (jawohl: Auch WISSEN gehört zuallererst zur Musik !), und ich bezweifle im übrigen auch, ob Fray sich für irgendeine "Orchesterstärke entschieden hat" (also ich als zuständiger Dirigent würde mir zumindest da nicht einfach dreinreden lassen...). Herr van Zweden guckt in dem Einspieler schon immer so, als ob er die Sache noch gar nicht beherrscht und probiert sich dann dirigentisch aus; und bei der Orchesterprobe merkt man schließlich, dass er in "seinem" Metier wirklich überhaupt nicht zu Hause ist - wobei (spätestens) der ganze Musikbetrieb schlicht zur Farce gefriert, weil deutlich wird, dass er - obwohl zweifelsohne sicher ein sehr, sehr guter Geiger (immerhin mal 1. Konzertmeister des wunderbaren Concertgebouw Orkest) - als Dirigent womöglich nur von ebendiesem Marktwert zehrt. (Warum - um alles in der Welt - werden an sich gute MusikerInnen so oft in Situationen (Rollen, Stimmlagen, Partien, Fächer...) hineingezwungen, die sie gar nicht beherrschen, beherrschen können, zu beherrschen brauchen ? Wieviel Talent auf diese Art schon missbraucht wurde seitens der Musik-FIRMEN...!?)
Und David Fray imitiert ständig haltungsmäßig Glenn Gould und spielt dabei einen derart langweiligen, aalglatten und uninteressanten, zumal eben auch uninformierten Mozart herunter, was alles man aber beim Hingucken allzu leicht vergisst: Denn der Mann kann einfach genial tun, was Haarschnitt und Gebärde anbelangt.
M.E. also ist da gar nichts, nicht mal was (verehrter anderer Vorrezensent) vom "jungen Pogorelich". Dies hier scheint mir reiner Hype. Um Nichts.
Denn Klavier spielen können viele....


Dragon Dictate 2.0 Mac
Dragon Dictate 2.0 Mac

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will, 10. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Dragon Dictate 2.0 Mac (DVD-ROM)
sagte einst John Steinbeck, und diese Feststellung kann man m.E. unmittelbar auf diese Software (und vermutl. alle vergleichbaren) anwenden. Der Grundgedanke scheint faszinierend, deshalb habe ich das Ganze auch mal ausprobiert. Was man dann jedoch an Zeit investieren muss zur Erstellung des eigenen Sprachprofils, zur "Justierung" des Programms und - vor allem - zur Erlernung der möglichen Befehle, die durchaus nicht immer sinnvoll und logisch sind, raubt einem derart viel Zeit, dass man in dieser den zu sprechenden Text inklusive aller Korrekturen längst über die Tastatur eingegeben hat - außer viell., man hat schwerwiegende Rechtschreibschwächen. Wenn das Programm Befehle sinnvoll sinngemäß erkennen könnte, wäre es womöglich zu gebrauchen, so aber halte ich es in seiner getesteten Ausführung für reine IT-Spielerei, die mir persönlich im Alltag nichts bringt und deren Preis mir als vollkommen unangemessen erscheint.


Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach
Wird angeboten von notendiscount24
Preis: EUR 50,11

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nun ja,..., 17. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Johann Sebastian Bach (Gebundene Ausgabe)
ich selbst besass dieses Buch seinerzeit und, wenn ich geahnt hätte, dass es derart rar sein würde, wie hier von meinem Vorrezensenten dargestellt, hätte ich es wohl behalten und heute meistbietend versteigern sollen... Aber - nach mehreren hundert Seiten intensiver Lektüre - bin ich eines Nachts aufgestanden und hab' das opus (jawohl) in den Müll geworfen. Der ausschlaggebende Anlass war - soweit ich mich erinnere - der, dass "Immanuel Tröster" (was wohl anges. seines Sujets "Bach" sicher ein schlagkräftiges Pseudonym ist ?) immerzu alles auf evangelische Choralmelodien rückbezog - eine Theorie, die man (sie beruhe, worauf auch immer) leicht entkräften kann, wenn man (wie ich damals) einfach irgendein Werk eines zeitgenössischen katholischen Autors (wie Corelli oder Vivaldi) aufschlägt und auch dort massenhaft "versteckte" protestantische Choräle entdeckt, weil deren Melodien eben immer in kleinen Intervallen wie Sekunden und Terzen verlaufen, was letztl. in jeder Stimmführung und Harmonisation jener Zeit zuhauf vorkommt. Dass mittlerweile schlagkräftigere Analysen z.B. von Helga Thoene zu Bachs Sonaten und Partiten f. Violine solo erschienen sind, die auf ähnl. Annahmen beruhen, widerlegt möglicherweise diese Antipathie nicht, weil derartige Gleichsetzungen da viell. nur partiell angewendet wurden, wo sie bei Tröster inflationär waren.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2010 11:03 AM MEST


Die Bibel (Diederichs kompakt)
Die Bibel (Diederichs kompakt)
von Konrad Dietzfelbinger
  Taschenbuch

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Büchlein, 24. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Bibel (Diederichs kompakt) (Taschenbuch)
Dietzfelbinger entzieht allen Glaubenskriegern, Kreuzzüglern und Weltverbesserern, die gern die Religion als Totschlagsargument vor sich hertragen, den Boden, indem er anhand der Bibel vollkommen klarmacht, dass es hier weder um Geschichtsschreibung, Heiligenbiographik oder Wunderbeschreibungen noch um Gebrauchsanweisungen fürs tägliche Leben geht, sondern um die symbolträchtige und metaphorische Darstellung spiritueller Wege hin zur wahren Bestimmung des Menschen. So verstanden - also eben so, wie sie gemeint war - lösen sich alle Widersprüche der Bibel auf. So verstanden, sind eigentlich auch alle Konflikte zwischen Juden, Christen und Moslems überflüssig.

Diese Rückbesinnung auf den geistigen "Urtext" der Bibel sollte zum Allgemeinwissen jedes Christen gehören.


Die Geburt des wahren Selbst im Menschen. Die Botschaft Jesu für unsere Zeit im Lukasevangelium
Die Geburt des wahren Selbst im Menschen. Die Botschaft Jesu für unsere Zeit im Lukasevangelium
von Konrad Dietzfelbinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reformatorische Tat, 24. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was man vom Autor Konrad Dietzfelbinger in der Kurzbiographie liest, ist mir auch widerfahren: Obwohl - oder gerade, weil - das Christsein von klein auf zu meinem Leben gehört, sammelten sich doch manche Fragen zu Unverständlichem an, die mir als Kind Erwachsene (immerhin gut gemeint) mit dem Satz: "Das muss man eben einfach glauben !" zu beantworten pflegten. Solche Fragen betrafen u.a. Wundertaten, in denen scheinbar die Naturgesetze nach Belieben aufgehoben wurden oder etwa Grausamkeiten und Drohungen Gottes, die zum Bild eines gütigen Geistes nicht passen wollten.

Indem Dietzfelbinger klarmacht und schlüssig belegt, dass es in der Bibel nicht um historische Sachverhalte oder Anleitungen primär fürs tägliche Leben geht, sondern um Gesetzmäßigkeiten der geistigen Welt und die Bestimmung des Menschen für einen spirituellen Weg, erneuert er das Verständnis des Christseins im Sinne des ursprünglich Gemeinten, ohne "auch nur ein Jota" zu verändern. Im Gegenteil, immer wieder bemerkt man beim Lesen, dass genau das ja so in der Bibel steht - nur wurde es selten so deutlich herausgearbeitet. So muß man Wunder - wörtlich genommen - mißverstehen als eine Art höhere Magie oder gar Zauberkunststücke. Versteht man sie aber symbolisch bildhaft und auf die geistige Materie bezogen, dann heben sie Naturgesetze keineswegs auf und erschließen sich im vollen Sinn. Wenn man entsprechende Aussagen Jesu als finstere Verwünschungen mißinterpretiert, dann entsteht das Bild eines kleinlich rachsüchtigen Gottes. Vielmehr handelt es sich aber - so Dietzfelbinger einleuchtend - um Darstellungen ganz zwangsläufiger Wirkungen im Bereich der geistigen Welt. Wenn man die Evangelien als Jesus-Biographien liest und überprüft, fallen einem vielerlei Ungereimtheiten auf. Indem sie aber - wie in diesem Buch am Beispiel des Lukasevangeliums gezeigt - als Darstellung des spirituellen Weges Jesu und Anleitung zu dessen Begehen begriffen werden, sind all' diese Widersprüche hinfällig.

Dass ich dem Werk nicht ganze 5 Sterne gebe, liegt (lediglich) am mitunter etwas langatmigen Stil des Autors. Sehr häufig wiederholt er schon gemachte Aussagen, was dem Lesefluß m.E. etwas schadet. Vielleicht hat er aber auch damit gerechnet, die Abschnitte einzeln (gewissermassen als Andachten) zu lesen, wobei freilich eine nochmalige Erläuterung bestimmter Sachverhalte einen Sinn ergibt.

Trotz dieses geringen "Makels" eines der wichtigsten Bücher, die ich jemals gelesen habe und in meinen Augen eine wahrhaft reformatorische Tat !


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