Fashion Sale Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Ein Schelm > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Ein Schelm
Top-Rezensenten Rang: 877
Hilfreiche Bewertungen: 1348

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Ein Schelm
(TOP 1000 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Jack the Reaper - Jahrmarkt des Grauens
Jack the Reaper - Jahrmarkt des Grauens
DVD ~ Douglas Tait
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 5,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlechter Spannungsbogen, 1. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Jack the Reaper - Jahrmarkt des Grauens (DVD)
Eine Gruppe von Schülern, die eine Hausarbeit nicht abgegeben haben, wird zur Strafe auf einen Sonntagsausflug ins Eisenbahnmuseum geschickt. Dort erzählt ihnen der Kurator von Railroad Jack, einem eisenbahnliebenden Irren, dem man besser nicht über den Weg läuft. Auf der Rückfahrt hat ihr Bus einen Unfall. Ein nahegelegener Vergnügungspark scheint Hilfe zu bieten, doch hier ist Jacks Reich...

'Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens' wirkt wie eine Kreuzung aus 'Breakfast Club' und 'Scream' oder einem beliebigen anderen Teenie-Slasher. Der Film leidet massiv an zwei Problemen. Das erste ist der schlechte Spannungsbogen. In einem Horrorfilm, der ohnehin nur 83 Minuten dauert, sollte schon in den ersten 50 Minuten irgendetwas Spannendes oder für die Handlung Relevantes passieren. Stattdessen nimmt sich der Film fast eine Stunde Zeit, um die Figuren vorzustellen, was eine Verbindung zum Zuschauer aufbauen soll. Das funktioniert aber nicht, denn zum einen kommt man dabei nicht über Klischees (der Bully-Sportler, der nette Schwarze, der Außenseiter usw.) hinaus, zum anderen sind die Informationen für die Handlung absolut irrelevant: Hätte man z.B. den Lichtallergiker und die Taubstumme durch einen Veganer und eine Blinde ersetzt, hätte das keine Auswirkungen auf die Handlung gehabt. Sobald es den ersten Schüler offiziell erwischt hat, gibt sich Jack alle Mühe, die verlorene Zeit aufzuholen, und metzelt sich quasi im Minutentakt durch seine Opfer. Diese Sprung von Null auf Hundert sorgt dafür, dass die beiden Teile des Films nicht richtig zusammenpassen wollen. Wesentlich sinnvoller wäre es gewesen, sich weniger auf die Figuren zu konzentrieren und die Spannung langsam aufzubauen.

Das zweite Problem sind die logischen Fehler. Damit sind nicht nur Anschlussfehler gemeint wie das Mädchen, dem eine Spitzhacke durchs Gesicht gerammt wird und das in der nächsten Szene keine Wunde mehr hat, sondern die Plotpeitsche. Da kann es dann auch passieren, dass vier Teenager, davon zwei Football-Spieler, vor einem einzigen Jack flüchten, anstatt zu kämpfen (dass er Superkräfte hat, wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht). Drehbuchautorin Kimberly Seilhamer hat auch noch nie etwas vom Grundsatz 'show, don't tell' gehört: Dass Jack Eisenbahnen liebt, wird nur behauptet, geht aber an keiner Stelle aus dem Film hervor – warum jemand, der Railroad Jack genannt wird, seine Opfer auf einen Jahrmarkt lockt und nicht z.B. auf einen verlassenen Bahnhof, bleibt ungeklärt. Auch Jacks Hintergrund wird nur durch Kommentare aus dem Off verständlich. Besser wäre gewesen, wenn sich der Hintergrund allein aus der Geschichte erschlossen hätte.

Die Schauspielkunst der Akteure ist, wohlwollend formuliert, mäßig. Allerdings gibt es auch wenig Szenen, in denen Talent gefragt ist – die meiste Zeit zicken sich die Figuren gegenseitig an oder laufen kreischend durchs Bild. Die deutschen Synchronsprecher sind ok, aber mehr auch nicht. Der Film ist dabei nicht einmal so trashig, dass es schon wieder witzig ist, sondern nimmt sich selbst völlig ernst. Einen Höhepunkt unfreiwilliger Komik liefert Brian, der seinen Namen B-R-A-I-N buchstabiert. Leider lässt sich hier nicht feststellen, ob das am deutschen Sprecher liegt oder ob der Fehler auch im Original vorhanden ist.

Bild und Ton sind für eine DVD völlig in Ordnung. An Extras gibt es nur eine Galerie und ein paar Trailer.

Der Film ist nicht gruselig und relativ unblutig, die Morde selbst sind auch nicht direkt im Bild zu sehen, sondern nur die Folgen. Die Frage, warum der Film ab 18 Jahren freigegeben wurde, ist also berechtigt. Hier hat man wieder auf den bewährten Trick zurückgegriffen, einen Trailer eines Ab-18-Films mit auf die DVD zu packen, so dass die gesamte DVD automatisch auch diese Bewertung bekommt – der Film an sich hat nämlich FSK 16.

'Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens' wäre gerne ein Horrorfilm geworden, hat dafür aber viel zu viel Teenie-Drama und viel zu wenig Horror. Beim nächsten Mal bitte mehr 'Scream' und weniger 'Breakfast Club', dann klappt es auch mit dem Teenie-Slasher.


Fire
Fire
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gobliiins in der Steinzeit, 30. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Fire (Computerspiel)
Als Steinzeitmensch Ungh während seiner Wache einschläft, erlischt das Feuer, das er eigentlich hüten sollte. Dafür setzt sein Stamm ihn vor die Tür. Ungh darf erst wiederkommen, wenn er ein neues Feuer besorgt hat...

'Fire' in ein Genre einzuordnen ist nicht ganz einfach. Es ist zwar nahe an einem Adventure, aber das trifft es nicht genau. Am besten passt hier die Bezeichnung Trial-and-Error-Knobelspiel mit einzelnen Geschicklichkeitspassagen. Am ehesten lässt es sich mit der Gobliiins-Reihe vergleichen. Die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren sind am Ende dieser Rezension schlauer.

Das Spiel ist in zehn Levels unterteilt. Ziel ist es, in jedem Level ein Glühwürmchen zu erreichen bzw. im letzten Level das Feuer mitzubringen. Damit das nicht zu einfach wird, liegen die Ziele nicht gut erreichbar herum, sondern lassen sich nur erreichen, wenn man ein paar Rätsel löst. Dazu steuert man Ungh und interagiert mit Objekten, indem man sie anklickt. Auf ein für Adventures übliches Interface wurde verzichtet; es reicht, einfach einen Gegenstand anzuklicken und Ungh entscheidet selbständig, was er tut. So kann er z.B. einen Gegenstand aufheben, einen Schalter drücken oder den Gegenstand, den er gerade in der Hand hält, mit einem anderen Objekt kombinieren. Auf ein Inventar wurde ebenfalls verzichtet, aber die Rätsel sind so gestaltet, dass man dieses nicht vermisst. Auch auf Sprache wurde fast völlig verzichtet. Unghs Rückmeldungen gibt es nur in Form von Gestik, Mimik und Bildern; falls doch gesprochen wird, ist es eine unverständliche 'Steinzeitsprache'.

Die simplifizierte Steuerung und die fehlenden Sprache sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits macht es einige Rätsel ungleich schwieriger, wenn man vorher nicht genau weiß, was Ungh genau tun wird, wenn man ein Objekt anklickt und wenn man keine Rückmeldung erhält, warum etwas nicht funktioniert. Andererseits ist der Schwierigkeitsgrad durch die Ein-Klick-Steuerung ohnehin schon sehr niedrig. Die Rätsel sind dabei – spätestens rückwirkend – erstaunlich plausibel, auch wenn man für einige Anspielungen schon Fachwissen haben muss (wie das Rätsel mit der Raupe). Nachzudenken ist meistens hilfreich, aber die Levels sind so übersichtlich, dass man auch einfach ausprobieren kann. Apropos Levels: Die einzelnen Abschnitte stehen alle unter einem anderen Thema, so dass sie zwar viel Abwechslung bieten, aber einen roten Faden vermissen lassen. Neben Rätseln gibt es auch Geschicklichkeitseinlagen zu meistern, der Level auf dem Mond setzt ausschließlich auf flinke Finger.

Sehr schön gelungen ist der Humor, der in erster Linie aus Anspielungen besteht, von '2001 – Odyssee im Weltraum' bis zu den 'Space Invaders'. Jüngere Spieler, die damit nichts anfangen können, dürfen sich über Unghs Slapstick-Einlagen freuen. Weniger schön ist die kurze Spielzeit. Selbst wenn man einfach nur durchprobiert, ist man nach spätesten drei Stunden fertig. Eine Anzeige der Interaktionspunkte hätte dem Spiel gut getan, denn einige Objekte liegen ein bisschen versteckt, so dass man sie sehr leicht übersehen kann.

'Fire' ist ein lustiges Spiel mit logischen Rätseln, aber leider viel zu einfach und viel zu kurz. Da es mittlerweile aber sehr günstig zu bekommen ist, können Spieler, die schon die Gobliiins mochten, durchaus einen Blick riskieren.


The Others
The Others
Preis: EUR 3,99

2.0 von 5 Sternen Sie sind unter uns, 27. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: The Others (Computerspiel)
Vor Jahren wurde eine Spielzeugfabrik geschlossen. Alle Arbeiter verließen die Stadt und der Eigentümer verschwand spurlos. Der Journalist George, der in diesem mysteriösen Fall recherchiert, verschwindet ebenfalls. Also wird seine Kollegin Mary Bingham auf ihn angesetzt...

'The Others' ist ein Wimmelbild-Adventure. Wie in diesem Genre üblich, arbeitet man sich durch ein Point'n'Click-Adventure, sucht in Wimmelbildern nach versteckten Objekten und darf gelegentlich Minispiele absolvieren. Das Spiel hat nichts mit dem gleichnamigen Horrorfilm mit Nicole Kidman zu tun.

Das Adventure, das den größten Teil des Spiels einnimmt, ist grundsätzlich nicht besonders schwierig. Die meisten Rätsel sind so plausibel, dass sich die Lösungen von selbst erschließen; außerdem gibt die Protagonistin hilfreiche Kommentare ab, die in die richtige Richtung weisen. Es gibt allerdings auch ein paar Aufgaben, über die man etwas länger nachdenken und die für Wimmelbild-Verhältnisse schon ganz schön knifflig sind, ohne dabei unlogisch zu werden. Hat man Schwierigkeiten, hilft eine wiederaufladbare Tippfunktion, die allerdings nicht immer ganz hilfreich ist. Ein Tagebuch gibt es nicht, es gibt aber auch keine Rätsel, die Aufzeichnungen nötig machen. Wesentlich störender ist, dass eine Karte fehlt, da das Spielfeld etwas verwinkelt ist und so lange Laufwege nötig werden.

Die Wimmelbilder sind sehr einfach. Es wimmelt zwar stark, aber die meisten Objekte sind trotzdem gut zu erkennen und man hat darauf verzichtet, Gegenstände in den Hintergrund einzuarbeiten. Findet man ein Objekt nicht, hilft auch hier die wiederaufladbare Tippfunktion.

Minispiele gibt es verhältnismäßige wenige, und die sind ebenfalls nicht besonders anspruchsvoll, das Maximum ist ein mittlerer Schwierigkeitsgrad. Neben den genretypischen Denkspielen gibt es auch Geschicklichkeitsspiele zu lösen. Alle Minispiele lassen sich nach kurzer Wartezeit überspringen.

Was dem Spiel wirklich schadet, ist die Geschichte. Was als gewöhnliche Detektivgeschichte beginnt, wird zu einer absurden Sci-Fi-Story, die nicht nur sehr vorhersehbar ist, sondern auch Logikfehler aufweist, Handlungsstränge nicht abschließt und sehr abrupt endet. Mit etwa zwei Stunden ist die Spielzeit sehr kurz.

Mit einer durchdachteren Geschichte wäre 'The Others' ein sehr interessantes Spiel für Einsteiger in das Genre geworden, aber so gibt es jede Menge bessere Alternativen.


Killer Ants - Sie kommen um dich zu fressen [Blu-ray]
Killer Ants - Sie kommen um dich zu fressen [Blu-ray]
DVD ~ Matt Tramel
Wird angeboten von Movie-Panel
Preis: EUR 7,79

1.0 von 5 Sternen Creature Feature ohne Creature, 19. Juni 2016
Künstlerin Cory und Englischlehrer Evan ziehen in ein kleines Nest in Texas. Der Empfang fällt nicht besonders freundlich aus: Schon kurz hinter der Grenze wird Cory von Feuerameisen angefallen. Das soll nicht die letzte Begegnung der beiden mit den Krabbeltieren bleiben...

Das Cover von 'Killer Ants' führt auf eine falsche Fährte. Offensichtlich hatte der verantwortliche Künstler nur die Information, dass es sich um einen Horrorfilm mit Ameisen handelt und ging deswegen in Richtung 'Formicula' oder 'It Came from the Desert', nur eine Nummer kleiner. Die Stars des Films sind aber Feuerameisen, die kaum größer sind als handelsübliche Feuerameisen. In der Masse sind die Tierchen zwar immer noch gefährlich, aber einzeln stehen die Chancen von zwei Gramm Ameise gegen 75 Kilogramm Mensch doch eher schlecht. Die Milliarden von Feuerameisen, die Texas laut Klappentext bedrohen, kommen im Film ebenfalls nicht vor; die Sechsbeiner treten nur in homöopathischen Dosen auf – außer ganz am Schluss, wo ganz miese Computereffekte verwendet werden. Die verwüstete Stadt auf dem Rückencover hat ebenfalls nichts mit dem Film zu tun.

Der Film schafft es, auf der ganzen Linie zu enttäuschen, denn er wirkt nicht, als ob er eine gute Geschichte erzähle wolle, sondern wie etwas, was jemand ohne jegliches Talent dreht, um sich selbst zu verwirklichen. Bei den Darstellern lässt sich nicht sagen, ob ihr schauspielerisches Talent oder ihr Charisma weniger ausgeprägt ist – Jack Nicholson hat mehr Ausstrahlung, wenn er nur die linke Augenbraue hebt. Die Figuren tun ihr Bestes, um möglichst unsympathisch zu wirken und lassen den Zuschauer hoffen, dass sie als Ameisenhäppchen enden. Leider fehlt dem Film ein wichtiges Element seines Genres, nämlich das mehr oder weniger kreative Dezimieren der Besetzung. Die Toten kann man an einer Hand abzählen, und der Ableben fehlt es an Witz und Kreativität. Bei Trashfilmen gibt es gerne mal Logikfehler (wie den Biss, der den Arm wechselt), aber von Logik in irgendeiner Form kann man hier schon nicht mehr sprechen: Die Handlung lässt jegliche Plausibilität und jeglichen Zusammenhang vermissen. Die Dialoge passen perfekt zu diesem Niveau und sind weder spannend noch witzig und weder informativ noch unterhaltsam, sie (und der ganze Film) sind nicht einmal unfreiwillig komisch. Dazu kommen deutsche Synchronsprecher, die anscheinend noch vor Feierabend fertig werden wollten und weder auf Betonung noch auf Lippensynchronität achten. Die computeranimierte Ameisenkönigin am Schluss ist so lächerlich, dass selbst die Biene Maja einen Lachanfall bekommen würde. Technisch stimmt auch etwas nicht: Wenn sich die Schauspieler bewegen, wirkt es oft so, als wäre entweder die Kamera mit schnellen Bewegungen überfordert oder als hätte man in jeder Sekunde ein paar Einzelbilder herausgeschnitten.

Eigentlich hat der Film eine Freigabe ab 12 Jahren. Um ihn interessanter zu machen, wurde auf den Trick zurückgegriffen, Bonusmaterial mit einer 18er-Freigabe auf die Blu-ray zu packen, wodurch die gesamte Blu-ray erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Neben ein paar Trailern gibt es noch den Film 'Basic Fear' (bzw. 'Killers'), einen Thriller um einen geplatzten Drogendeal. Der hat zwar thematisch nichts mit dem Hauptfilm zu tun, passt aber in Sachen Niveau und Qualität perfekt dazu und sorgt außerdem für den begehrten roten Sticker.

'Killer Ants' macht alles falsch, was ein Film falsch machen kann und ist ein schönes Beispiel dafür, dass man auch mit wenig Geld schlechte Filme drehen kann.


Haus der 1000 Türen: Feuerschlangen
Haus der 1000 Türen: Feuerschlangen
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen Und eine noch schönere Fortsetzung, 18. Juni 2016
Riesige Schlangen fallen über die Erde her, zerstören Städte und hinterlassen nur brennende Ruinen. Auch Kate Reed fällt den Schuppenträgern um ein Haar zum Opfer, wird aber in letzter Sekunde von einem Fremden gerettet, der sie ins Haus der 1000 Türen bringt. Eine uralte Gefahr ist erwacht, und nur Kate sie aufhalten. Dazu muss sie sich erneut in verschiedene Dimensionen wagen...

'Die Feuerschlangen' ist der dritte Teil der 'Haus der 1000 Türen'-Serie um das namensgebende Dimensionsportal. Es schadet nicht, die ersten beiden Teile zu kennen, aber notwendig ist das nicht, um der Geschichte folgen zu können. Wer Teil 1 und/oder Teil 2 kennt, dem wird allerdings auffallen, dass einige Figuren sich seit dem Vorgänger optisch verändert haben.
Wie auch bei den anderen Spielen der Serie handelt es sich bei 'Die Feuerschlangen' um ein Wimmelbild-Adventure, also ein Point'n'Click-Adventure, in dem man nebenbei noch Wimmelbild-Szenen durchsucht und Denkaufgaben löst.

Der Adventure-Teil ist ein bisschen schwieriger als in den Vorgängern. Wirklich anspruchsvoll ist er zwar immer noch nicht, aber während sich die ersten beiden Teile von selbst spielten, gibt es hier einige Rätsel, über die man zumindest ein paar Sekunden nachdenken muss. Durch die völlige Plausibilität und die hilfreichen Kommentare der Protagonistin bleibt der Schwierigkeitsgrad aber sehr niedrig, zumal einige Rätsel aus den Vorgängern übernommen wurden. Zusätzliche Hilfe bieten nach wie vor ein Notizbuch, das alle wichtigen Entdeckungen automatisch notiert, und die wiederaufladbare Tippfunktion, die konkrete Hilfestellung gibt. Etwas erweitert wurde die Karte. Diese bietet nicht nur eine Schnellreisefunktion und zeigt an, wo es noch etwas zu tun gibt, sondern zeigt jetzt auf Wunsch auch die Räume an, in denen noch ein Experten-Objekt auf seine Entdeckung wartet. Das ist aber nur für Komplettisten interessant, denn diese Objekte haben keinen Einfluss auf das Spiel.

Die Wimmelbilder sind etwas einfacher als in den Vorgängern. Das Gewimmel in den einzelnen Bildern ist überschaubarer als in Teil 1 und 2 und steigert sich im Lauf des Spiels auch nur wenig. Die meisten Objekte findet man spätestens, wenn man zweimal hinschaut; die wirklich gut versteckten Gegenstände kann man an einer Hand abzählen. Ausgesprochen praktisch ist, dass jetzt alle gesuchten Objekte von Anfang an auf der Liste stehen und nicht mehr nachgefüllt wird, so dass man nicht mehr ständig in Truhen und Fässern nachschauen muss. Es gibt gefühlt auch weniger Wimmelbild-Szenen, und selbst die Wiederholungen spielen sich jetzt angenehmer: Da es neben dem klassischen Wimmelbild auch noch das 'umgedrehte' Wimmelbild, in dem Gegenstände sinnvoll platzieren muss, wird bei Wiederholungen der Modus gewechselt, so dass man nicht zweimal das gleiche Bild auf die gleiche Art absuchen muss. Nichts geändert hat sich an der wiederaufladbaren Tippfunktion, die auch hier hilfreich zur Seite steht, wenn man einen Gegenstand nicht findet.

Ebenfalls einfacher als in den Vorgängern sind die Minispiele, die es diesmal nur in der Schwierigkeitsgraden 'sehr einfach' und 'einfach' gibt und die teilweise auch aus den Vorgängern bekannt sind. Einige der Denkaufgaben sehen zwar ganz schön knifflig aus, entpuppen sich aber in der Praxis als sehr gut lösbar. Falls man trotzdem festhängt, lassen sich alle Spiele nach kurzer Wartezeit überspringen.

Die Geschichte geht gleich in die Vollen und sorgt durch den hohen Epik-Faktor dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Dabei hilft auch, dass die große Geschichte wieder in vier kleine Geschichten unterteilt wurde, ohne den roten Faden aus den Augen zu verlieren. Das beugt nicht nur Durchhängern und Leerlauf vor, sondern sorgt auch für Abwechslung. Die Spielzeit beträgt etwa drei bis dreieinhalb Stunden für das Hauptspiel und rund eine Stunde für das Bonuskapitel, welches etwas lieblos wirkt. Hier muss häufiger von Punkt A zu Punkt B und wieder zurück, und die teils gescripteten Rätsel stören. Warum man Wasser nur in einem Eimer, aber nicht in einem Topf transportieren kann, wissen wohl nur die Programmierer.

Durch die kleinen Verbesserungen ist 'Die Feuerschlangen' der bisher beste Teil der 'Haus der 1000 Türen'-Serie. Nur beim Bonuskapitel hätte man sich ein bisschen mehr Mühe geben können.


Haus der 1000 Türen: Das Juwel des Zarathustra
Haus der 1000 Türen: Das Juwel des Zarathustra
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen Schöne Fortsetzung, 16. Juni 2016
Ein Jahr nach ihrem Abenteuer im Haus der 1000 Türen bekommt Kate Reed erneut die Möglichkeit, das Dimensionsportal zu betreten. Dessen Bewohner werden von seltsamen Feuerbällen und anderen Hitzeerscheinungen geplagt. Bevor Kate die Ursache der Probleme finden kann, muss sie wieder ruhelosen Geistern dabei helfen, Frieden zu finden...

'Das Juwel des Zarathustra' ist der zweite Ausflug in das 'Haus der 1000 Türen' und damit die Fortsetzung von 'Familiengeheimnisse'. Den ersten Teil zu kennen ist zwar hilfreich, da man sich so gleich heimisch fühlt, aber nicht notwendig, um der Geschichte folgen zu können. Wie sein Vorgänger handelt es sich bei diesem Spiel um ein Wimmelbild-Adventure, also ein Point'n'Click-Adventure kombiniert mit Wimmelbildern und Denkspielen.

Nicht viel geändert hat sich beim Adventure-Teil. Die Rätsel sind immer so einfach, dass die Lösung gleich auf der Hand liegt und man nicht lange darüber nachdenken muss. Einige Rätsel sind auch 1:1 aus dem Vorgänger übernommen (z.B. wie man einen Riegel öffnet – aber das scheint Wimmelbild-Standard zu sein). Ein automatisch geführtes Notizbuch zeichnet alle wichtigen Entdeckungen auf. Durch den Gemälderaum ist das Spielfeld ein bisschen spielerfreundlicher gestaltet als im ersten Teil, da dadurch die Laufwege etwas kürzer ausfallen. Dieser kleine Pluspunkt fällt aber nur wenig ins Gewicht, da die Karte nicht nur offene Aufgaben anzeigt, sondern auch eine Schnellreisefunktion bietet und damit lange Strecken abkürzt. Die Karte ist jetzt direkt anwählbar, man muss nicht mehr über das Notizbuch gehen und spart so einen Schritt. Nichts geändert hat sich an der wiederaufladbaren Tippfunktion, die immer noch konkrete Hilfe bietet, wenn man nicht weiterkommt.

Bei den Wimmelbild-Szenen hat sich ebenfalls nicht viel geändert. Sie beginnen wieder relativ harmlos mit Bildern, in denen man die Objekte schnell gefunden hat. Die Wimmelquote erhöht sich aber ziemlich schnell, so dass man bei der schieren Masse an Objekten schon ein bisschen Konzentration braucht. Einige Gegenstände sind ausgesprochen gut versteckt, aber unfair wird es dabei nie. Gegen Objekte, die sich zu gut getarnt haben, hilft die wiederaufladbare Tippfunktion. Leider wiederholen sich die Wimmelbilder noch immer, aber nur in Bildschirmen, die man sowieso noch einmal betreten muss; außerdem wird es auf der Karte angezeigt. Dass die Wimmelbilder nach dem ersten Durchgang wieder in den Ausgangszustand versetzt werden und man so zweimal das gleiche Bild durchforstet, hat sich ebenfalls nicht geändert.

Wenig Änderungen gibt es auch bei den Denkspielen. Die einfacheren sind so einfach, dass sie sich sehr schnell lösen lassen; die schwierigeren erfordern etwas Knobelarbeit, sind aber immer noch gut lösbar. Alle Spiele lassen sich nach kurzer Wartezeit überspringen.

Die Geschichte ist nicht ganz so packend wie im ersten Teil, aber immer noch spannend. Die Idee, aus einer großen Geschichte quasi vier kleine Geschichten zu machen, war sehr gut, da sich das ausgesprochen positiv auf den Spannungsbogen auswirkt, weil so Durchhänger vermieden werden. Durch die unterschiedlichen Welten wird viel Abwechslung geboten. Die Spielzeit beträgt etwa dreieinhalb Stunden für das Hauptspiel und eine Stunde für das Bonuskapitel.

'Das Juwel des Zarathustra' ist ein gelungener zweiter Ausflug in das 'Haus der 1000 Türen', auch wenn man sich bei den Wimmelbildern ruhig mehr Mühe hätte geben dürfen. Wem der erste Teil gefallen hat, der wird auch den zweiten mögen.


Haus der 1000 Türen: Familiengeheimnisse
Haus der 1000 Türen: Familiengeheimnisse
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Gelungener Auftakt, 13. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Autorin Kate Reed staunt nicht schlecht, als ihre verstorbene Großmutter sie bei einer Séance um Hilfe bittet. Der gute Ruf von Oma Maggie wurde durch eine Intrige zerstört. Kates Mission führt sie ins Haus der 1000 Türen, das sich als eine Art Dimensionsportal entpuppt. Bevor der gute Ruf der Familie wieder hergestellt ist, muss Kate aber erst einmal ein paar ruhelosen Seelen den ewigen Frieden verschaffen...

'Familiengeheimnisse' ist der Auftakt der Serie 'Haus der 1000 Türen'. Was den Spieler ist dieser Serie erwartet, sind Wimmelbild-Adventures, also Point'n'Click-Adventures gewürzt mit Wimmelbild-Szenen und Minispielen, die die grauen Zellen fordern.

Der Adventure-Teil ist nicht übermäßig schwierig. Die Rätsel sind so plausibel, dass die Lösungen gleich auf der Hand liegen und erfahrene Wimmelbild-Spieler häufig schon wissen, welchen Gegenstand sie in nächster Zeit finden werden. Die größte Gefahr liegt aber darin zu vergessen, wo genau der gerade gefundene Schlüssel jetzt ins Schloss passte. Besonders fies ist das bei einem Gegenstand, den man im ersten Bild braucht, den man aber erst kurz vor Schluss findet. Vor allem Spieler, die das Spiel nicht am Stück durchspielen, können hier Probleme bekommen. Aber auch an die wurde gedacht: Ein automatisch geführtes Notizbuch zeichnet alle wichtigen Entdeckungen auf; eine Karte zeigt nicht nur an, wo es noch etwas zu tun gibt, sondern kürzt mittels Schnellreisefunktion auch lange Laufwege ab und eine wiederaufladbare Tippfunktion leistet konkrete Hilfe, wenn man trotz allem nicht weiterkommt.

Etwas kniffliger sind die Wimmelbild-Szenen, deren Schwierigkeitsgrad sich im Lauf des Spiels steigert. Hat man anfangs die meisten Objekte spätestens auf den zweiten Blick entdeckt, sind gegen Ende manche Objekte wesentlich besser in den Hintergrund eingearbeitet. Auch an der Grenze zur Unfairness wird gekratzt, wenn man ein schwarzes Objekt vor einem schwarzen Hintergrund finden soll. Für den Fall, dass sich ein Gegenstand partout nicht aufspüren lässt, gibt es auch hier die wiederaufladbare Tippfunktion.
Die Wimmelbilder wiederholen sich, teilweise sogar mehrfach. Da das nur in Bildern passiert, wo man sowieso noch einmal hin muss und auch auf der Karte angezeigt wird, ist das nicht so schlimm. Weniger schön ist, dass die Änderungen nach jedem Durchgang zurückgesetzt werden und man so mehrmals das gleiche Bild vor Augen hat.

Der Schwierigkeitsgrad der Minispiele schwankt. Die meisten sind sehr einfach, die schwierigeren lassen sich immer noch gut lösen, wenn man etwas herumtüftelt oder Erfahrung mit solchen Spielen hat. Neben Denkaufgaben gibt es auch Geschicklichkeitseinlagen. Alle Minispiele lassen sich nach kurzer Wartezeit überspringen.

Die Geschichte braucht ein bisschen, bis sie in Fahrt kommt, lässt denn Spieler dann aber nicht mehr los. Durch die unterschiedlichen Schauplätze wird viel Abwechslung geboten. Die Spielzeit beträgt gut drei Stunden für das Hauptspiel und rund eine Stunde für das Bonuskapitel.

Auch wenn man sich mit den Wimmelbildern mehr Mühe hätte geben können, ist 'Familiengeheimnisse' doch ein gelungener Auftakt der 'Haus der 1000 Türen'-Serie.


Sagrotan Hygiene - Tücher, 15 x 12 Stück (180 Stück)
Sagrotan Hygiene - Tücher, 15 x 12 Stück (180 Stück)

4.0 von 5 Sternen Praktisch für unterwegs, 11. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ob und wie stark die Hygiene-Tücher tatsächlich antibakteriell wirken, konnte mangels Labor leider nicht getestet werden. Diese Rezension setzt daher auf andere Schwerpunkte. Ausgezeichnet ist das Produkt als 15 x 12 Tücher, geliefert wurde nur eine Packung. Hoffentlich ist das nur bei den Testern so und wird bei Kunden, die die Tücher bestellen, entsprechend geändert.

Die Sagrotan Hygiene-Tücher befinden sich in einer praktischen 12er-Packung, die sich dank ihrer kompakten Maße von ca. 8 x 14 x 2 cm in jeder Handtasche und jedem Rucksack verstauen lässt. Eine wiederverschließbare Lasche sorgt dafür, dass die Tücher in einer angebrochenen Packung nicht austrocknen.

Die Tücher sind sehr weich und flauschig und fühlen sich sehr angenehm an. Weniger angenehm ist der Geruch, der an Waschmittel mit einer ganz leichten Beerennote erinnert. Dieser Geruch haftet sehr lange an der Haut, ist dort aber deutlich weniger intensiv. Die Haut fühlt sich kurz nach der Anwendung sehr trocken an. Ob die Tücher die Haut auf Dauer austrocknen konnte nicht untersucht werden, da für einen Langzeittest nicht genug Tücher zur Verfügung standen.

Die Sagrotan Hygiene-Tücher sind sehr praktisch für unterwegs, falls man Orte besucht, an denen man sich nicht die Hände waschen kann oder glaubt, dass Hände waschen nicht ausreicht (z.B. öffentliche Toiletten). Wasser und Seife reichen zwar in den meisten Fällen aus, aber falls die gerade nicht zur Verfügung stehen, sind die Tücher ein guter Ersatz.


L'Oréal Paris Elvital Tonerde Trockenshampoo, 2er Pack (2 x 150 ml)
L'Oréal Paris Elvital Tonerde Trockenshampoo, 2er Pack (2 x 150 ml)
Preis: EUR 7,90

2.0 von 5 Sternen Nasser ist besser, 8. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Trockenshampoo soll eine reguläre Haarwäsche mit Wasser und gewöhnlichem Shampoo ersetzen.

Die Anwendung ist ganz einfach: Zuerst wird das Trockenshampoo wie Haarspray ins Haar gesprüht, dann lässt man es zwei Minuten einwirken und bürstet es danach aus. Da das Spray in dieser Zeit überschüssiges Fett absorbiert hat, sehen die Haare danach wie frisch gewaschen aus, zumindest in der Theorie.

In der Praxis wird diese Ziel nicht erreicht. Die Haare sehen zwar nicht mehr ungewaschen aus, aber auch nicht wie frisch gewaschen, sondern als wären sie in einem undefinierbaren Zustand dazwischen, in dem sie matt und glanzlos wirken. Das Trockenshampoo bliebt zudem in den Haaren haften, egal wie gut man es ausspült, so dass man spätestens bei der ersten Berührung merkt, dass die Haare nicht gewaschen sind, sondern nur so tun. Auch der Geruch nach Haarspray bleibt lange in den Haaren haften und ist sehr penetrant, so dass man das Trockenshampoo nicht verwenden sollte, wenn man engeren Kontakt zu Mitmenschen mit sensiblen Nasen hat. Bei empfindlicher Kopfhaut kann es außerdem zu einem leichten Juckreiz kommen. Mann muss dem Trockenshampoo allerdings den Pluspunkt zugestehen, dass sich selbst widerspenstiges Haar nach der Anwendung so gut frisieren lässt, als wäre es frisch gewaschen.

Als Notlösung, wenn man z.B. nach einem Unfall im Ganzkörpergips liegt, kann man auf das Elvital Trockenshampoo zurückgreifen. Ansonsten sollte man, wenn immer man die Möglichkeit hat, auf Wasser und Shampoo zurückgreifen. Das ist nicht nur hygienischer, sondern schlägt das Trockenshampoo in allen Bereichen um Längen.


Witches' Legacy: Das Versteck der Hexenkönigin
Witches' Legacy: Das Versteck der Hexenkönigin
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 3,49

5.0 von 5 Sternen Gretels Rache, 7. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor Jahren wurde Lynns Familie von der Hexe Elisabeth ausgelöscht. Heute ist Lynn eine junge Frau mit magischen Kräften. Als sie eine Nachricht aus Deutschland erhält, dass Elisabeth gesehen wurde, macht sie sich sofort auf den Weg, um sich an der Hexe zu rächen. Es ist an Lynns einziger Verwandter, sie vor Dummheiten zu bewahren...

'Das Versteck der Hexenkönigin' ist der zweite Teil der 'Witches' Legacy'-Serie. Alle wichtigen Ereignisse aus dem ersten Teil werden aber kurz zusammengefasst, so dass man diesen nicht kennen muss, um der Geschichte folgen zu können. Wie beim Vorgänger handelt es sich um ein Wimmelbild-Adventure, in dem man sich durch ein Point'n'Click-Adventure rätselt, Wimmelbilder durchforstet und Denkaufgaben knackt.

Wie im Genre üblich nimmt das Adventure den größten Teil ein, und das ist gut gelungen. Die Rätsel sind plausibel, aber nicht alle Lösungen springen auf Anhieb ins Auge, sondern ab und zu muss man auch zumindest kurz nachdenken. Gelegentlich passiert es auch, dass man einfach vergisst, wo genau das Schloss war, in das der gerade gefundene Schlüssel passt. In diesem Fall hilft die Karte weiter, die nicht nur mit einer Schnellreisefunktion lange Laufwege abkürzt, sondern auch anzeigt, wo es noch etwas zu tun gibt. Weitere Hilfe liefert die wiederaufladbare Tippfunktion, die einen konkreten Rat gibt, wenn man nicht weiterkommt. Ein automatisches Tagebuch gibt es zwar auch, aber das konzentriert sich auf die Geschichte. Es gibt allerdings auch keine Rätsel, für die man Notizen benötigt.

Die Wimmelbilder sind ausgesprochen fair. Der Wimmelfaktor ist anfangs noch recht übersichtlich, steigert sich im Verlauf des Spiels aber. Die Objekte sind größtenteils gut zu erkennen. Sie springen zwar nicht direkt ins Auge, sind aber auch nicht so gut versteckt, dass man sie nicht auf den zweiten oder dritten Blick findet. Merkwürdig ist hier nur die Vorliebe der Programmierer für Teekannen, die man gefühlt in jedem Bild suchen darf. Hat sich ein Objekt zu gut versteckt, hilft die wiederaufladbare Tippfunktion.
Die Wimmelbilder wiederholen sich. Das passiert aber erstens nur in Bildern, in die man ohnehin noch einmal muss und wird zweitens auf der Karte angezeigt, so dass man nicht jedes Mal die gesamte Stadt absuchen muss. Änderungen im Wimmelbild bleiben erhalten, so dass man nicht das Gefühl bekommt, dass jemand hinter der Protagonistin aufräumt.
Wer sich bei einem Wimmelbild-Adventure von den Wimmelbildern gestört fühlt und solche Spiele in erster Linie wegen des Adventures oder der Geschichte spielt, kann stattdessen auch eine Partie Memory spielen.

Der Schwierigkeitsgrad der Minispiele schwankt von 'sehr einfach' bis 'mittel'. Die schwierigeren Denkaufgaben lassen sich mit etwas Erfahrung oder Knobelei aber immer noch gut lösen. Falls nicht, gibt es die Möglichkeit, die Minispiele nach kurzer Wartezeit zu überspringen.

Die Geschichte ist zwar nicht übermäßig originell und bietet wenig Überraschungen – selbst die überraschende Wendung am Schluss ist wenig überraschend, wenn auch im Detail nicht das, was man erwartet hat -, bietet aber einen guten dramaturgischen Bogen und bleibt dadurch spannend. Für Auflockerung sorgt der Wichtel, der die Protagonistin begleitet. Dieser ist nicht nur nötig, um bestimmte Rätsel zu lösen, sondern macht auch Faxen, wenn er gerade nichts zu tun hat. Die Spielzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.

'Witches' Legacy – Das Versteck der Hexenkönigin' ist zwar ein bisschen kurz, liefert aber in der Spielzeit ausgezeichnete Unterhaltung und bietet alles, was ein gutes Wimmelbild-Adventure braucht.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20