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Rezensionen verfasst von
Ingo Annies (Schleswig-Holstein)

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Malt Whisky Yearbook 2017: The Facts, the People, the News, the Stories
Malt Whisky Yearbook 2017: The Facts, the People, the News, the Stories
von Ingvar Ronde
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS aktuelle Nachschlagewerk für Malt Whisky (eigentlich wie immer), 24. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie alle Jahre wieder hat uns Ingvar Ronde mit dem Malt Whisky Yearbook beglückt. Und wie bei den vorherigen Ausgaben strotzt das Werk nur so vor Aktualität. Die Daten für die beschriebenen Brennereien wurden aufaddiert und angepasst. Das Kapitel über die japanischen Brennereien wurde (wieder einmal) komplett überarbeitet. Scheinbar ist dort der große Bauboom ausgebrochen, alleine sechs neue Brennereien fanden den Weg in die diesjährige Ausgabe. Auch im "internationalen" Kapitel sind etliche Neuzugänge zu entdecken. Über den umfangreichen Statistikteil mit Verkaufs- und Produktionszahlen muss man wenig Worte verlieren. Wieder gibt es eine Auflistung interessanter Whisky-Websites sowie diverser Shops rund um die Welt. Es wird über neue Abfüllungen und das abgelaufene Whiskyjahr berichtet.

Im vorderen Teil des Buches finden wir folgende Themen:
- Gavin D. Smith beleuchtet den schottischen Grain-Whisky
- Den Millenials als junge Whiskykonsumenten widmet sich Neil Ridley
- Neue Brennereien rund um die Welt und deren Macher stellt uns Becky Paskin vor
- Zum Thema Schwanenhälse und deren Einfluss auf das Destillat äußert sich Jonny McCormick
- Charles MacLean feiert das zwanzigjährige Jubiläum von Diageo
- Den Abschluss macht Ian Buxton mit dem sensiblen Thema Whisky und sein Preis

Locker ins Buch eingestreut sind Interviews mit jeweils sechs sehr spannenden Fragen zum Thema Schottischer Whisky. Gefragt wurden unter anderem John Glaser, Euan Shand und Suhkinder Singh. Interessant, wie unterschiedlich die Meinungen dieser Insider sind.

Aktuellere Informationen zum Thema Malt Whisky wird man so komprimiert nirgends finden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel sich von Jahr zu Jahr in der Szene tut und welche Veränderungen es gibt. Für mich ist das Buch eine unerlässliche Datenquelle, die ich immer wieder gerne nutze. Eine der absoluten Pflichtlektüren für interessierte Whiskyfans. Mein Tipp: Kaufen, kaufen, kaufen!


Jim Murray's Whisky Bible
Jim Murray's Whisky Bible
von Jim Murray
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,49

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schottland schlägt zurück?, 1. November 2016
Rezension bezieht sich auf: Jim Murray's Whisky Bible (Taschenbuch)
Für die letzten Jahrgänge der Whiskybibel (WB) musste Jim Murray viel Kritik einstecken, besonders von den Anhängern schottischer Single Malts. In diesem könnte man meinen, das Imperium schlägt endlich zurück. Als zweitbeste Abfüllung des Jahres schaffte es immerhin eine limitierte Glen Grant-Abfüllung auf das Treppchen. Den Platz an der Sonne holte sich ein Roggenwhiskey (Booker's) von Jim Beam(!), auf den dritten Platz landete ein Bourbon (William Larue Weller) von Buffalo Trace. Bei Jim's bekannter Liebe für Roggen- und Bourbonwhiskeys ist das alles keine ganz große Sensation. So weit, so gut. Alles im Lot? Mitnichten! Trotz des zweiten Platzes kämpft der schottische Whisky (aber nicht nur dieser) mi einigen Problemen. Die Nutzung von verschwefelten ex-Sherryfässern und den damit resultierenden Problemen für den Whisky hat sich zu einer Seuche ausgebreitet, die alle Regionen erfasst hat. In der WB sind diverse Abfüllungen aufgelistet, die leider durch das Schwefelaroma einen bösen Hieb erhalten haben. Auch die zunehmende Nutzung von minderwertigen ex-Bourbonfässern für die Whiskylagerung schlägt auf den Markt durch. Gerade bei schottischen Abfüllungen verschwinden zunehmend die Altersangaben auf den Flaschen, dafür geht der Preis aber munter nach oben. Viele Brennereien produzieren derzeit auf Teufel komm raus, was die Lager zügig füllt. Gefühlt hat sich der Whiskyboom aber abgekühlt und steht wohl eine Phase der Stagnation, möglicherweise sogar dem Sinken von Verkaufszahlen bevor. Stehen der Industrie harte Zeiten bevor? Könnte gut sein.

Bevor wir zu schwarz malen: Auch in dieser Ausgabe der WB lassen sich großartige Abfüllungen aus allen Ecken der Welt (sogar Schottland) entdecken, die manchmal gar nicht so viel Geld kosten. Die von Jim ausgezeichneten Whiskys sind leider alle limitierte Abfüllungen, die entweder längst abverkauft sind oder deren Preise auf Auktionen gerade explodieren. So kommen leider nur sehr wenige Menschen in den Genuss, diese tollen Whiskys auch mal verkosten zu dürfen.

Ansonsten gelten für die WB wieder zu üblichen Aussagen: tolles Jackentaschenformat; das Bewertungsschema mit jeweils maximal 25 Punkten für Geruch, Geschmack, Nachklang und Gesamteindruck; kleine Schrift; keine Bilder; keine Vermittlung von Basiswissen zum Whisky. Der Seitenumfang im Vergleich zu letztjährigen WB blieb gleich, gut 1.240 neue Abfüllungen schafften es ins Werk. Das bedeutet allerdings auch, das etwas die gleiche Anzahl älterer Abfüllungen aus der WB gestrichen wurden. Jim's typisch englischer Humor macht das Lesen der Verkostungsnotizen wieder zu einem Genuss.

Immer noch stellt die WB das umfassendste aktuelle Nachschlagewerk für Geschmacksbewertungen von Whiskys dar. Mehr gibt es nirgendwo sonst. Man muss nicht immer mit Jim's Meinung konform gehen, aber es gibt zumindest einen Anhalt, in welche Richtung es geht. Der Preis ist dem Werk angemessen, daher sollte einem Kauf nichts im Wege stehen.


WHISKY von Eye for Spirits
WHISKY von Eye for Spirits
von Philip Reim
  Gebundene Ausgabe

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Ergänzung der üblichen Standardwerke über Whisky, 15. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das vorliegende Buch ist eher etwas für den wissbegierigen Whiskyfortgeschrittenen sowie für Kenner der Materie, da hier weniger die große Geschichte des Whiskys oder irgendwelche Brennereien vorgestellt werden. Vielmehr geht es überwiegend um die faszinierenden Nebenschauplätze und weniger bekannte Fakten rund um den Whisky.

Schon die Auswahl der Kapitelüberschriften lässt aufhorchen:
- Vom Gerstenkorn zum High-End-Destillat
- Whisky-Labels lesen und verstehen
- Whisky-Kategorien
- Die Wahl des richtigen Glases
- Sensorik
- Die Anatomie der Verkostung
- Whisky haltbar machen

Philip Reim versteht es, Fragen zu beantworten, die sich selbst viele Fortgeschrittene, Kenner und Whiskyfreunde bisher nie oder nur selten gestellt haben. Das der Autor über einen Universitätsabschluss in Chemie verfügt, wird bei der Lektüre schnell klar. Ausdrücklich bemüht er sich, die durchaus komplizierten und sehr komplexen chemischen Einflüsse und Komponenten des Whiskys auch für den Laien so einfach und verständlich wie möglich darzustellen.

Wer große Bilderstrecken, Statistiken oder Verkostungsnotizen erwartet, wird leider enttäuscht werden. Für diese Dinge sollte man sich an die Standardwerke halten. Dieses Buch soll ausdrücklich kein weiteres x-beliebiges Whiskybuch sein! Mission erfüllt, würde ich sagen! Der Preis ist allerdings für den gebotenen Buchumfang kein Schnäppchen.


Jim Murray's Whisky Bible
Jim Murray's Whisky Bible
von Jim Murray
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,29

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schottland am Ende?, 30. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Jim Murray's Whisky Bible (Taschenbuch)
Und wieder lässt es Jim Murray in seiner neuen Whisky Bibel (WB) richtig krachen. Diesmal wurde zum allersten Mal ein kanadischer Whisky zur besten Abfüllung erwählt. Auf den weiteren Plätzen folgen ein amerikanischer Roggenwhisky, ein irischer Pure Pot Still, ein Bourbon sowie wieder eine Yamazaki-Abfüllung aus Japan. Nur Glenfarclas kann als beste Einzelfassabfüllung ein wenig Reputation für den schottischen Whisky erwerben. Ist Schottland nun am Ende? Mitnichten! Beim Studium der WB sind wieder jede Menge feiner schottischer Abfüllungen mit Topbewertungen zu entdecken, aber für ganz oben reichte es halt auch in diesem Jahr nicht. Leider sind vermehrt auch echte Grotten unter den Abfüllungen zu finden. Mal wurden verschwefelte ex-Sherry-Fässer verwendet, manchmal liegen die Ursachen in einem schlechten Fass-Management der Brennerei oder es wurden einfach nur mässig gereifte Whiskys für die Abfüllung verwendet.

Immerhin gut 1.000 Neuzugänge sind unter den gut 4.700 in der WB beschriebenen Abfüllungen zu verzeichnen. Diese Anzahl an Neuzugängen liegt unter dem der Vorjahre. Der Umfang des Buches blieb gegenüber dem Vorjahr gleich. Mehr Beschreibungen über Abfüllungen bietet kein anderes Buch der Welt - hier stellt die WB immer noch eine unerreichte Benchmark dar! Dazu kommt die hohe Aktualität!

Ansonsten gelten für die WB die alljährlichen üblichen Aussagen: verdammt kleine Schrift, keine Bilder, wie bereits geschrieben mehr als 4.700 Verkostungsnotizen über Whiskys aus aller Herren Länder, klassisches Bewertungsschema mit maximal 25 Punkten für Geruch/Geschmack/Nachhall/Gesamteindruck. Das Buch richtet sich nicht an Einsteiger, da hier kein Basiswissen vermittelt wird. Hier geht es nur um die Bewertung der Abfüllungen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Man kann mit Jim's Verkostungsnotizen übereinstimmen, muss es aber nicht. Geschmack ist eine sehr subjektive Angelegenheit. Immerhin gibt die WB aber einen guten Anhalt und unterscheidet sich wohltuend von den blenderischen Beschreibungen der Abfüllungen durch die jeweiligen Brennereien/Marketingabteilungen der Konzerne. Da schmeckt immer alles super und toll, die Realität zeigt leider ein anderen Bild. Mir hat das lesen der Geschmacksbeschreibungen wieder viel Spaß gemacht, manchmal ist Jim's britischer Humor einfach unübertroffen. Ich musste mir beim lesen mehrmals herzhaft auf die Schenkel schlagen.

Für die letztjährige Ausgabe der WB hat Jim viel Kritik und Anfeindungen einstecken müssen. Er geht in der diesjährigen Ausgabe ausführlich darauf ein. Hardcore-Fans schottischer Abfüllungen sollten ruhig ein wenig Toleranz zeigen. Von der Produktionsmenge liegt Schottland schon seit einiger Zeit nur noch auf Platz 2 hinter Indien. Die stellen auch die meist verkaufte Abfüllung her, nachdem Johnny Walker die Spitzenposition verloren hat. Es gibt auch außerhalb Schottlands viele tolle Whiskys zu entdecken. Lasst Euch auf diese Entdeckungsreise ein.

Das Format der WB ist großartig für die Jackentasche geeignet. So kann man diese prima auf die Messe oder zum Einkauf beim gut sortierten Fachhändler mitnehmen und gleich mal nachschauen, ob die ins Auge gefasste Abfüllung etwas taugt oder man lieber die Finger davon lassen sollte. Mit dem Kauf der WB macht man wenig verkehrt. Der Preis ist dem Umfang und der Aktualität angemessen, somit sollte dem Erwerb des Werkes wenig entgegenstehen!


Malt Whisky Yearbook 2016
Malt Whisky Yearbook 2016
von Ingvar Ronde
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,58

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein Volltreffer!, 3. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Malt Whisky Yearbook 2016 (Taschenbuch)
Nun ist es also auf dem Markt, dass neue 2016'er Malt Whisky Yearbook (MWYB). Inzwischen ist es auf glatte 300 Seiten Umfang angewachsen. Der geneigte Leser wird sofort bemerken, dass sich die Aufmachung des Inhaltes verändert hat. Neue Bilder zu den Brennereien, andere Anordnung des Textes und der Informationen für die Brennereien. Ganz neu hinzugekommen ist die Lautschrift für die Aussprache der (schottischen + irischen) Destillen. Auch das Kapitel über Japan wurde neu überarbeitet.

Erstaunlich, wie groß die Whiskywelt inzwischen wurde. Bei einigen Ländern (Deutschland, Schweiz, Österreich, USA ....) wird nur ein Teil der landeseignen Brennereien vorgestellt. Das Buch wäre sonst wohl um sicherlich 40 bis 50 Seiten dicker geworden. Wie gehabt wurden alle Statistiken angepasst und aufdatiert. Als topaktuelles Nachschlagewerk ist das MWYB somit unverzichtbar.

Folgende Themen werden dieses Jahr dem Leser näher gebracht bzw. beleuchtet:
- Über die Verwendung von Torf bei der Whiskyproduktion in verschiedenen Ländern berichtet Jonny McCormick.
- Neil Ridley befasst sich mit dem Einfluss der Umgebung (Terroir) auf den Whisky.
- Der Komplex Whisky und dazu passende Speisen wird uns durch Martine Nouet erklärt.
- Gavin D. Smith beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Brennereien und Konsumenten und ob die Brennereien auf deren Rückmeldungen hören.
- Über das Fass als sehr wichtiger Bestandteil des Reifeprozesses schreibt Charles MacLean.
- Ian Buxton legt den Finger in die Wunde bei der vermehrt auftretenden Verwendung des Wortes "craft" durch die Marketingabteilungen der Benedeien und Konzerne.
- Letztendlich bringen uns Nicholas Coldicott und Stefan Van Eycken die Gegenwart und Zukunft des Whiskylandes Japan näher.

Auch die diesjährige Ausgabe des MWYB ist für den interessierten Whiskyfreund eine unverzichtbare Lektüre. Alleine der Statistikteil und die ganzen Meldungen über Trends, Verkaufszahlen, Besitzerwechsel, Gerüchte, Abfüllungen und Neueröffnungen sind ihr Geld wert. Mein Urteil lautet daher: Kaufen, kaufen, kaufen!


Sweating the Cask. Eine spezifische Betrachtung von American Whiskey in besonderer Bezugnahme auf den weltumspannenden Sekundärhandel mit Ex-Bourbon-Fässern
Sweating the Cask. Eine spezifische Betrachtung von American Whiskey in besonderer Bezugnahme auf den weltumspannenden Sekundärhandel mit Ex-Bourbon-Fässern
von Thomas Domenig
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Viele Informationen rund ums Bourbon-Fass, 29. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit dem vorliegenden Werk widmet sich Thomas Domenig einem sehr speziellen Whiskythema, nämlich dem Bourbon-Fass. Das Buch ist gespickt mit Informationen zur Herstellung der Fässer, dem Gebrauch und der Weiterverwertung nach Erstnutzung in den USA. Die Informationsdichte ist insgesamt sehr hoch, gut recherchiert und lesbar sowie zum jetzigen Zeitpunkt top aktuell. Aufgrund des besonderen Themas ist dieses Buch nichts für Neueinsteiger oder Anfänger im Bereich Whisky, sondern deutlich etwas für die Fortgeschrittenen und Spezialisten. Es wird reichlich mit Fußnoten gearbeitet und im Anhang findet sich ein ausgezeichnetes Literaturverzeichnis zum Themenkomplex Nordamerikanische Whisk(e)ys (eine echte Fundgrube für weiteren Lesestoff!).

Außer auf dem Einband sind im Werk keine weiteren Fotos zu finden. Zieht man das Literaturverzeichnis ab, umfasst das Buch noch schmale 66 Seiten. Der dafür aufgerufene Preis ist schon als sehr stolz zu bezeichnen (deshalb von mir auch nur 4 Sterne). Immerhin vermag das Werk eine Lücke bei den Whiskybüchern zu besetzen und stellt eine sinnvolle und weiterführende Ergänzung zu den klassischen Whiskybüchern dar. Ich habe den Kauf nicht bereut!


Malt Whisky Yearbook 2015
Malt Whisky Yearbook 2015
von Ingvar Ronde
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS aktuelle Nachschlagewerk über Whisk(e)y, 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Malt Whisky Yearbook 2015 (Taschenbuch)
Nun ist das neue Malt Whisky Yearbook (MWYB) auf dem Markt. Mit der diesjährigen Ausgabe feiert man das zehnjährige Jubiläum. Wieder konnte Ingvar Ronde namhafte Autoren für Gastbeiträge verpflichten. Jonny McCormick bringt uns den Reifeprozess von Whisky näher. Über die hitzigen Debatten zum Thema "Wie trinke ich meinen Whisky" erzählt uns Neil Ridley. Über das rasante Wachstum des irischen Whiskys in den letzten Jahren lässt sich Dominic Roskrow aus. Gavin D. Smith wirft einen Blick auf die Entwicklung des schottischen Whiskys in der letzten Dekade. Passend zu diesem Thema wagt Ian Buxton einen Blick in die Kristallkugel zur Entwicklung des schottischen Whiskys in der die kommenden Dekade. Charles MacLean informiert den Leser über die Entwicklung der Altersangaben auf Whiskys im Laufe der Jahrzehnte. Ganz aktuell beleuchtet Bernhard Schäfer die Diskussionen über das Verschwinden der Altersangaben auf den neuen Abfüllungen.

Den größten Teil des Buches nimmt wieder die Vorstellung der Malt-Brennereien rund um die Welt ein. Der Schwerpunkt liegt hier auf Schottland, aber auch viele kleine Brennereien rund um den Globus werden vorgestellt. Erstaunlich, wie groß die Whiskywelt in den letzten Jahren wurde. Neben dem ausführlichen Statistikteil werden die neusten Entwicklungen in Schottland und Irland aufgezeigt. Neue Abfüllungen werden vorgestellt, man wirft einen Blick auf die unabhängigen Abfüller und die Whiskyentwicklung in verschiedenen Ländern (z.B. Russland, Niederlande, Singapur). Inzwischen ist das MWYB auf fast 300 Seiten angewachsen. Aktuellere Statistiken und eine so umfassende Vorstellung von Brennereien gibt es nur in diesem Werk.

Das MWYB richtet sich nicht unbedingt an den Whiskyeinsteiger, da nur sehr bedingt Basiswissen vermittelt wird. Viel mehr ist es eine beinahe unerschöpfliche Informationsquelle für alle "Whiskyjünger", die auf dem Laufenden bleiben wollen. Ein tolles englischsprachiges Nachschlagewerk, dass sich gut lesen lässt. Für mich absolut unverzichtbar auf dem heimischen Regal!


Jim Murray's Whisky Bible 2015
Jim Murray's Whisky Bible 2015
von Jim Murray
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,99

34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großer Wirbel um ein kleines Buch, 25. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Jim Murray's Whisky Bible 2015 (Taschenbuch)
Nun hat uns der gute Jim Murray also wieder mit seiner alljährlichen Whiskybibel (WB) beglückt. Die diesjährige Ausgabe sorgte für mächtig Wirbel. Wie konnte Jim bloß als weltbesten Whisky einen Japaner auswählen? Auf den Plätzen folgen dann noch ein Bourbon und ein amerikanischer Roggenwhiskey. Laut der einschlägigen Boulevardpresse also eine Ohrfeige für die Schotten? Nein! Noch immer machen die Schotten durchaus guten Whisky, nur hat es von den neu verkosteten Abfüllungen (dieses Jahr immerhin 1.145 Neuzugänge in der WB) keine bis nach ganz vorne geschafft. Seine Aussage soll aber durchaus zum nachdenken anregen! Aufgrund der immens gestiegenen Nachfrage an Whisky, der Shareholder-Value-Mentalität vieler Großkonzerne, der steigenden Verwendung von "verschwefelten" ex-Sherryfässern, der langsam problematisch werdenden Verfügbarkeit guter gebrauchter Fässer, dem Wegfall der Altersangabe auf vielen neuen Abfüllungen und dem teilweise dramatischen Preisanstieg für schottischen Whisky kann man nicht gerade behaupten, dass alles in bester Ordnung ist. So ist die Auswahl der diesjährigen Preisträger sicherlich als "politisches" Statement zu verstehen. Nebenbei gilt zu bemerken, dass Jim in Frankfort/Kentucky einen Wohnsitz unterhält und er einige Zeit mit einer Japanerin liiert war. Aus seiner Liebe zu Bourbon und Rye-Whiskeys hat er nie einen Hehl gemacht und schon in den letzten Jahren hatten es mehrere Abfüllungen aus den Staaten weit nach vorne gebracht. Das die Japaner seit vielen Jahren ein geschicktes Händchen bei der Whiskyherstellung haben (z.B. Yoichi, Yamazaki, Hanyu), ist auch nichts Neues.

Geschmack ist immer subjektiv und die WB spiegelt die Verkostungsnotizen von Jim Murray wieder und nicht die von Hans und Franz. Bei der Verkostung von Whisky kann man zu den gleichen Ergebnissen oder auch nicht. Zumindest stellen seine Notizen einen Gegenentwurf zu den schönen Texten der Marketingabteilungen der Spirituosenfirmen und Abfüller dar.

Ansonsten gelten für die WB die alljährlichen Aussagen: verdammt kleine Schrift, keine Bilder, über 4.700 Verkostungsnotizen über Whiskys aus aller Herren Länder, klassisches Bewertungsschema mit maximal 25 Punkten für Geruch/Geschmack/Nachhall/Gesamteindruck. Das Buch richtet sich nicht an Einsteiger, da hier kein Basiswissen vermittelt wird. Hier geht es nur um die Bewertung der Abfüllungen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Mir hat das Stöbern in der WB wieder viel Spaß gemacht. Auch renommierte Brennereien und Abfüller kommen nicht mit allen ihrer Abfüllungen gut weg. Erstaunlich, wie groß die Whiskywelt inzwischen geworden ist. Der europäische und internationale Teil der WB umfasst viele neue Abfüllungen. Wer seine Whiskys nur im Supermarkt kauft, wird natürlich viele der Abfüllungen dort nicht finden. Im gut sortierten Fachhandel und auf Messen wird man aber viele der "Exoten" und limitierten Abfüllungen finden. Da stellt die WB dann schon eine brauchbare Beratungshilfe dar.

Fazit: Lasst die Kirche im Dorf. Trotz polarisierender Wertungen ist und bleibt die WB das umfangreichste am Markt verfügbare Buch mit Verkostungsnotizen. Der Preis ist okay, dass Format großartig für die Jackentasche geeignet.


American Whiskey, Bourbon & Rye: A Guide to the Nation's Favorite Spirit
American Whiskey, Bourbon & Rye: A Guide to the Nation's Favorite Spirit
von Clay Risen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Ergänzung zu den Standardwerken über amerikanischen Whiskey, 27. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses englischsprachige Werk ist als Ergänzung zu den Standardbüchern über amerikanischen Whiskey zu sehen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Verkostungsnotizen von knapp über 200 verschiedenen Whiskeys. Zunächst wird erklärt, welche Sorten Whiskey in den USA produziert werden und was deren Besonderheiten sind. Dazu erfolgt ein Parforceritt durch die amerikanische Geschichte des Brennens. Dem Leser wird hier nur eine grobe Übersicht gegeben. Wer wirklich in die Details gehen will, muss hier auf umfangreichere Werke zurückgreifen.

Sehr interessant ist die Auswahl sowie der Informationsumfang der vorgestellten Abfüllungen. Neben einem absoluten Kurzabriss über die jeweilige Brennerei/Produzenten erhält man Informationen über das Alter der Abfüllung, die Abfüllstärke, Farbe, Geruch, Körper, die Geschmackspalette, den Durchschnittspreis (gilt natürlich für die USA), generelle Angaben zur Abfüllung sowie eine Bewertung (0 bis 4 Sterne). Teilweise wurden für europäische Verhältnisse absolute Exoten ausgewählt. Gerade zu diesen Abfüllungen sind hierzulande sonst kaum Informationen erhältlich. Bei der Bewertung der Abfüllungen gibt es doch deutlich Abweichungen zu anderen Werken (z.B. Whisky Bible von Jim Murray).

Für Liebhaber amerikanischer Whiskies (Bourbon, Rye, Corn, American Blend, Single Malts etc.) steht hier ein Buch zur Verfügung, in dem neben vielen Klassikern auch mal außergewöhnliche Abfüllungen vorgestellt werden. Der Preis ist für den Umfang und die Datenfülle angemessen, der Text lässt sich gut lesen. Eine nützliche und schöne Ergänzung für die heimische Whisky-Bibliothek. Eher etwas für den vorgeschrittenen Whiskygenießer als für Anfänger, denen es noch an Orientierung mangelt.


Malt Whisky Yearbook 2014
Malt Whisky Yearbook 2014
von Ingvar Ronde
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Topakutelles Nachschlagwerk für alle Whiskyinteressierten, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Malt Whisky Yearbook 2014 (Taschenbuch)
Nun schon in der neunten Auflage erschienen, stellt das Malt Whisky Yearbook 2014 immer noch das aktuellste und eines der umfangreichsten Nachschlagewerke für alle Whiskyinteressierten dar. Neben der Aufdatierung der Informationen zu allen schottischen Brennereien (offene und geschlossene) wurde das Kapitel über japanische Brennereien komplett überarbeitet. Die irischen Brennereien sind nun im Kapitel "Brennereien rund um den Globus" gelistet (endlich ist auch Midelton aufgeführt). Die Whiskylandkarte wird immer größer und dichter und wurde um neue Brennereien in Norwegen, Israel und Italien bereichert. Die bisher eingestreuten Interviews mit Brennerei-Managern und Meisterbrennern sind entfallen, stattdessen werden dem Leser nun die Whiskyszenen in verschiedenen Ländern (z.B. Finnland, Indien, Taiwan) näher gebracht und es wird die Geschichte verschiedener schottischer Blends (u.a. Bell's, Teacher, Ballentines) erläutert.

Die Beiträge der Gastautoren sind eines der alljährlichen Glanzlichter jedes Yearbooks. Dieses Jahr besucht Gavin D. Smith mit uns die aufstrebenden Märkte, Charles Maclean erläutert uns den Siegeszug des schottischen Whiskies rund um die Welt in der viktorianischen Zeit, Ian Buxton gewährt uns einen Einblick in der Verteilungskampf um Marktanteile, Jonny McCormick führt uns die Anfänge des Finishing von Whisky zurück, Dominic Roskrow stellt einige herausragende Neulinge und Unabhängige des Whiskymarktes vor, Neil Ridley klärt über die soziale Komponente von Whisky auf und schließlich führt uns Hans Offringa nochmals über die Whiskystraße nach Craigellachie. Neben dem obligatorischen Statistikteil wird ausführlich das abgelaufene Whiskyjahr betrachtet, neue Abfüllungen vorgestellt sowie diverse unabhängige Abfüller und Läden in aller Herren Länder gelistet.

Das Yearbook ist für jeden Whiskyinteressierten immer noch eine der besten (vielleicht sogar die beste) Informationsquelle zum Thema Malt-Whisky. Topaktuell und fair eingepreist stellt das Buch eine beinahe unverzichtbare Pflichtlektüre dar. Mein Rat: Kaufen, kaufen, kaufen!


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