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Rezensionen verfasst von
Alcoholosuchus (Norddeutschland)

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Into the Labyrinth
Into the Labyrinth
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 8,16

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Labyrinth hat Power und macht einfach Spaß!, 13. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Into the Labyrinth (Audio CD)
Boah Mann ey, das Album ist wirklich sehr gut, hat Power und macht echt voll Spaß. Also FLASCHE AUF UND REIN MIT DEM ZEUG bevor die Nachbran von der Arbeit kommen und man wieder leiser drehn muss!

Into the Labyrinth hat als Grundlage die typischen Saxon-Sound-Elemente, reichert diese jedoch viel mehr als bei den anderen Alben durch einige stilistische Gewürze an:

melodischer Gothic Metal bei Battalions, Blues bei Slow Lane Blues, sogar akustischen Blues bei Coming Home - und keine Sorge, hier handelt es sich NICHT um ein Cover von dem gleichnamigen Scorpions-Song; balladeske Elemente werden wohlüberlegt in sehr kleinem Umfang eingesetzt bei einigen Intros und Voice (auch hier handelt es sich nicht um ein Cover des Ultravox-Hits), so dass das Album insgesamt schön abwechslungsreich erscheint.
Die Songs halten durchweg alle ein hohes Niveau bei den Melodien: deshalb werden auch diejehnigen Songs, die neben dem Meganiveau von Powermetall-Krachern wie zum Beispiehl Battalions, Sweeney Todd und Valley ein wenig abfallen (was natürlich keine Schande ist, weil keine Band nur Megasongs schreibt) nicht langweilig.

Wegen dem Abwechselungsreichtum und dem soliden hohen Niveau bei den Melodien stufe ich es ganz klar besser ein als The Inner Sanctum (was durch seine Härte hervorsticht). Into the Labyrinth ist eher mit Lionheart zu vergleichen - die Musik bestätigt hier, was das Artwork schon vermuten ließ. Bei Lionheart geht aber die Qualitätsschere ein wenig weiter auseinander (es gibt ein paar noch bessere Songs, aber die nicht ganz so guten fallen bei Lion dann auch noch mehr ab als bei Labyrinth).

Insgesamt eine überzeugend starke Leistung dieser unverwüstlichen Band, die hier den Mumm zeigt, trotz des leider nur recht mäßigen Erfolges, der ihr bei Albumverkäufen beschieden ist, in kreativer Hinsicht wieder bei den Großtaten der Heydays in den frühen 80ern anzuklopfen. Seit 1983 (Power and the Glory) war dies neben einigen einzelnen Songs (Solid Ball, Beast) auf voller Albumlänge nur mit Lionheart und zum Teil auch The Inner Sanctum gelungen - Into the Labyrinth schafft dies noch eindeutiger und verdient daher die hoch zum Himmel gereckte Pommesgabel, vor allem aber, als Zeichen der Anerkennung, auch loyales Verhalten bei der Anschaffung (kaufen statt brennen).


Into the Labyrinth Ltd.Edition (Pal)
Into the Labyrinth Ltd.Edition (Pal)
Preis: EUR 21,24

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Labyrinth hat Power und macht von vorne bis hinten einfach Spaß!, 9. Januar 2009
Boah Mann ey, das Album ist wirklich sehr gut, hat Power und macht echt voll Spaß. Also FLASCHE AUF UND REIN MIT DEM ZEUG bevor die Nachbran von der Arbeit kommen und man wieder leiser drehn muss!

Into the Labyrinth hat als Grundlage die typischen Saxon-Sound-Elemente, reichert diese jedoch viel mehr als bei den anderen Alben durch einige stilistische Gewürze an:

melodischer Gothic Metal bei Battalions, Blues bei Slow Lane Blues, sogar akustischen Blues bei Coming Home - und keine Sorge, hier handelt es sich NICHT um ein Cover von dem gleichnamigen Scorpions-Song; balladeske Elemente werden wohlüberlegt in sehr kleinem Umfang eingesetzt bei einigen Intros und Voice (auch hier handelt es sich nicht um ein Cover des Ultravox-Hits), so dass das Album insgesamt schön abwechslungsreich erscheint.
Die Songs halten durchweg alle ein hohes Niveau bei den Melodien: deshalb werden auch diejehnigen Songs, die neben dem Meganiveau von Powermetall-Krachern wie zum Beispiehl Battalions, Sweeney Todd und Valley ein wenig abfallen (was natürlich keine Schande ist, weil keine Band nur Megasongs schreibt) nicht langweilig.

Wegen dem Abwechselungsreichtum und dem soliden hohen Niveau bei den Melodien stufe ich es ganz klar besser ein als The Inner Sanctum (was durch seine Härte hervorsticht). Into the Labyrinth ist eher mit Lionheart zu vergleichen - die Musik bestätigt hier, was das Artwork schon vermuten ließ. Bei Lionheart geht aber die Qualitätsschere ein wenig weiter auseinander (es gibt ein paar noch bessere Songs, aber die nicht ganz so guten fallen bei Lion dann auch noch mehr ab als bei Labyrinth).

Insgesamt eine überzeugend starke Leistung dieser unverwüstlichen Band, die hier den Mumm zeigt, trotz des leider nur recht mäßigen Erfolges, der ihr bei Albumverkäufen beschieden ist, in kreativer Hinsicht wieder bei den Großtaten der Heydays in den frühen 80ern anzuklopfen. Seit 1983 (Power and the Glory) war dies neben einigen einzelnen Songs (Solid Ball, Beast) auf voller Albumlänge nur mit Lionheart und zum Teil auch The Inner Sanctum gelungen - Into the Labyrinth schafft dies noch eindeutiger und verdient daher die hoch zum Himmel gereckte Pommesgabel, vor allem aber, als Zeichen der Anerkennung, auch loyales Verhalten bei der Anschaffung (kaufen statt brennen).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 14, 2009 1:03 PM CET


Jumping All Over the World-Whatever You Want - Standard Edition
Jumping All Over the World-Whatever You Want - Standard Edition
Preis: EUR 14,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SCOOTER IN THE HAUS! Jetzt haben sie es wahr gemacht...., 6. Oktober 2008
...was sich bereits in dem Titel des Albums, das schon im Frühling als Einzel CD veröffentlicht worden war, angedeutet hatte: "Jumping all over the world" liest sich nämlich als eine Techno-Adaption dessen, was im Rock'n'Roll eben "ROCKING all over the world" heißt, also einer der größten Klassiker der Rockdinosaurier Status Quo. Umso mehr überrascht war ich denn, dass auf dem Album "Jumping oll over the world" KEINE Version von ROCKING all over the world zu finden war.

Wie es aussieht, haben Scooter also schon vor über einem halben Jahr einen deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl zum Lager von Status Quo gegeben, jedoch ohne hier vorschnell einen Song zu klauen (und dadurch Gefahr zu laufen sich unbeliebt zu machen).

Jetzt, im Oktober, wird auch deutlich, warum sie so vorgegangen sind und erstmal nur mit dem Zaunpfahl gewunken haben: weil Scooter mit 'nem Song von Quo viel mehr vorhatte als ihn bloß abzukupfern. Nein, die Scooter-Version eines Quo-Songs sollte vielmehr mit der Beteiligung der "incredible, legendary Status Quo" selbst veredelt werden.

Um dies hinzubekommen, musste man das Camp von Quo zunächst mal auf sich aufmerksam machen, DESHALB der Quo-ige Albumtitel UND DAZU noch die für Scooter in diesem Ausmaß überraschend starke Promotion in England, der Heimat von Quo (das Album war dort als erstes Scooterwerk überhaupt Platz 1 der Charts!!!).

SO konnte dieser Wink im Quo-Camp gar nicht mehr übersehen werden, und Szene-Insider wissen längst, dass die Anfrage zu einer Kooperation dann sogar von Quo selbst ausgegangen ist, musste ihnen doch Scooter als geeignetes Vehikel erscheinen, den Namen Status Quo wieder an die Spitze der Charts zu transportieren, wo er seit In the Army now-Zeiten (1986) nicht mehr anzutreffen gewesen war. Die Strategie von Scooter hat sich also sogar noch glatter realisiert als je erwartet worden war.

Und nun ist das von langer Hand vorausgeplante Projekt endlich da: die Scooter-Version eines Status Quo Songs mit Beteiligung der Rock-Giganten selbst. Ob sich Scooter-Fans deshalb auch gleich für das übrige Schaffen von Status Quo interessieren werden, bleibt abzuwarten, aber bei Quo-Fans darf diese zeitgemäße Adaption des Sounds ihrer Helden in der Sammlung natürlich nicht fehlen.

Dazu stellt die Neuauflage des Jumping oll over the world Albums mit der Bonus CD, auf der sich die Kooperation mit Quo befindet, die ideale Möglichkeit dar, zumal sie den neuen Interessenten aus dem Rock-Lager mit der Hitsammlung zugleich einen Einstieg in das übrige Schaffen Scooters bietet. Und so wird denn der Name Status Quo wiederum für Scooter zum Vehikel, IHREN Namen erneut nach oben in die Charts zu tragen, und zwar nicht nur in den Singlecharts, sondern in den Albumcharts gleich mit.

Es laufen bereits Vermutungen über den Titel des nächsten Scooter-Albums: "Highway to house" oder "House bells". H.P. Baxxter soll sich auch schon eine rote Schuluniform besorgt haben. Na, klingelts? Na, klingelts?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2008 9:18 AM CET


Jump That Rock (Whatever You Want)
Jump That Rock (Whatever You Want)
Wird angeboten von cdfever
Preis: EUR 12,40

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Können Quo-Fans bei diesem Projekt ein gutes Gewissen haben?, 3. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Jump That Rock (Whatever You Want) (Audio CD)
Alan Lancaster, der ursprüngliche Bassist und Mitbegründer der Rock-Legende Status Quo, war ja, nachdem Quo in der frühen 70ern ein Hammeralbum nach dem anderen herausgehauen hatte, nicht gerade erbaut, als dann 1976 Wild side of life herausgebracht werden sollte - ein leicht weichspülender Countryrocksong. Als dann noch das radiofreundliche Rockin' all over the world veröffentlicht werden sollte, sagte er den übrigen Bandmitgliedern: "I wouldn't be able to face my family, if we released that song!" Begründung: "This ain't a man's music." Verhindern konnte er die Veröffentlichung nicht, aber um seine Blamage in Grenzen zu halten, blieb er dem Videodreh zu dem Song fern - und musste durch eine Marionette ersetzt werden.

Dasselbe Statement, dass er nicht in der Lage sei seiner Familie gegenüberzutreten, wenn dieser Song herauskäme, wiederholte er natürlich, als 1983 Marguerita Time erscheinen sollte - geholfen hats wieder nichts, und Marguerita Time wurde wie Rockin all over the world sechs Jahre zuvor ein großer Hit. Noch drei Jahre später, als die Band dann In the army now veröffentlichte, war Alan nicht mehr da, und Quo konnte in den folgenden Jahren ganz ungehindert in immer seichtere Pop-Untiefen abrutschen.

Und was würde Alan heute zu dem Projekt seiner ehemaligen Band mit Scooter sagen? Wir ahnen es schon. - Schwerer wiegt aber vielleicht diese Frage: Können Quo-Fans dem Original-Bassisten und Gründungsmitglied ihrer Gruppe gegenübertreten, wenn sie dieses Projekt auch noch unterstützen (durch die Anschaffung der CDs)? Anders gesagt: Kann ich mein Quo-Shirt mit Würde anbehalten, wenn ich in den Plattenladen stürze - oder die Computertastatur bediene - um mir diese Scooter CD zu kaufen?

Schwer zu sagen.

Allerdings scheint diese Kooperation zu zeigen, dass der Quo-Song auch in einem völlig anderen Umfeld als dem, aus dem er stammt und für das er gemacht worden war (die Rockerjugend der 1970er), die Menschen zu begeistern vermag. Und damit beweist sie die wahre Größe und Zeitlosigkeit dieser Komposition. Dass Status Quo selbst dabei mitgemacht hat, verstärkt die Authentizität dieses Beweises noch.

Das dürfte vielleicht sogar für Alan akzeptabel sein. Und deshalb: das Quo-Shirt bleibt AN!


Jumping All Over The World (Limited Edition)
Jumping All Over The World (Limited Edition)
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SCOOTER IN THE HAUS! Jetzt haben sie es wahr gemacht..., 3. Oktober 2008
...was sich bereits in dem Titel des Albums, das schon im Frühling als Einzel CD veröffentlicht worden war, angedeutet hatte: "Jumping all over the world" liest sich nämlich als eine Techno-Adaption dessen, was im Rock'n'Roll eben "ROCKING all over the world" heißt, also einer der größten Klassiker der Rockdinosaurier Status Quo. Umso mehr überrascht war ich denn, dass auf dem Album "Jumping oll over the world" KEINE Version von ROCKING all over the world zu finden war.

Wie es aussieht, haben Scooter also schon vor über einem halben Jahr einen deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl zum Lager von Status Quo gegeben, jedoch ohne hier vorschnell einen Song zu klauen (und dadurch Gefahr zu laufen sich unbeliebt zu machen).

Jetzt, im Oktober, wird auch deutlich, warum sie so vorgegangen sind und erstmal nur mit dem Zaunpfahl gewunken haben: weil Scooter mit 'nem Song von Quo viel mehr vorhatte als ihn bloß abzukupfern. Nein, die Scooter-Version eines Quo-Songs sollte vielmehr mit der Beteiligung der "incredible, legendary Status Quo" selbst veredelt werden.

Um dies hinzubekommen, musste man das Camp von Quo zunächst mal auf sich aufmerksam machen, DESHALB der Quo-ige Albumtitel UND DAZU noch die für Scooter in diesem Ausmaß überraschend starke Promotion in England, der Heimat von Quo (das Album war dort als erstes Scooterwerk überhaupt Platz 1 der Charts!!!).

SO konnte dieser Wink im Quo-Camp gar nicht mehr übersehen werden, und Szene-Insider wissen längst, dass die Anfrage zu einer Kooperation dann sogar von Quo selbst ausgegangen ist, musste ihnen doch Scooter als geeignetes Vehikel erscheinen, den Namen Status Quo wieder an die Spitze der Charts zu transportieren, wo er seit In the Army now-Zeiten (1986) nicht mehr anzutreffen gewesen war. Die Strategie von Scooter hat sich also sogar noch glatter realisiert als je erwartet worden war.

Und nun ist das von langer Hand vorausgeplante Projekt endlich da: die Scooter-Version eines Status Quo Songs mit Beteiligung der Rock-Giganten selbst. Ob sich Scooter-Fans deshalb auch gleich für das übrige Schaffen von Status Quo interessieren werden, bleibt abzuwarten, aber bei Quo-Fans darf diese zeitgemäße Adaption des Sounds ihrer Helden natürlich nicht in der Sammlung fehlen.

Dazu stellt die Neuauflage des Jumping oll over the world Albums mit der Bonus CD, auf der sich die Kooperation mit Quo befindet, die ideale Möglichkeit dar, zumal sie den neuen Interessenten aus dem Rock-Lager mit der Hitsammlung zugleich einen Einstieg in das übrige Schaffen Scooters bietet. Und so wird denn der Name Status Quo wiederum für Scooter zum Vehikel, IHREN Namen erneut nach oben in die Charts zu tragen, und zwar nicht nur in den Singlecharts, sondern in den Albumcharts gleich mit.

Es laufen bereits Vermutungen über den Titel des nächsten Scooter-Albums: "Highway to house" oder "House bells". H.P. Baxxter soll sich auch schon eine rote Schuluniform besorgt haben. Na, klingelts?


Furcht: Spannungs-Roman
Furcht: Spannungs-Roman
von Bentley Little
  Taschenbuch

39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hochspannender Thriller, der zugleich einige ernste Frage aufwirft, 16. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Furcht: Spannungs-Roman (Taschenbuch)
Einfach klasse, wie Bentley Little seine Geschichte erzählt: Barry und Maureen ziehen in eine "geschlossene Wohnanlage". So etwas gibt es nur in den USA. Man kann sich das in etwa wie eine selbstverwaltete - d. h. nach außen hin autonome - Kleinstadt aus lauter Einfamilienhäusern vorstellen. Anstelle der in der gesamten übrigen Nation gültigen Gesetze gilt hier die Satzung des Vereins der Hauseigentümer. Barry und Maureen müssen nun feststellen, dass sie ständig gegen irgendwelche Bestimmungen dieser Satzung verstoßen, z.B. indem sie Musik lauter als auf Zimmerlautstärke hören - was in den eigenen vier Wänden ja eigentlich kein Problem sein sollte, da man ja niemanden stören kann. Während der Konflikt mit dem Eigentümerverein immer intensiver wird, sehen die beiden auch, dass fast keiner der anderen Eigentümer den Mut hat, sich dem Verein zu widersetzen, was dazu führt, dass auch sie einer direkten Konfrontation aus dem Weg gehen.

Diese Beschreibung von stillhaltendem Mitläufertum stimmt freilich gerade auch den hiesigen Leser mit Blick auf die deutsche Geschichte nachdenklich. Immer wieder denkt man: Warum lassen sie sich das gefallen und gehen nicht dagegen an? - Doch wenn man sich in die Situation der Hausbesitzer hineinversetzt, wird ihr Verhalten durchaus nachvollziehbar: Denn letztlich können sie einfach nicht glauben, dass der Verein sich um die eigentlichen Gesetze und Rechte, die ja sonst im Lande gelten, ÜBERHAUPT nicht schert. Sie sind einfach nicht in der Lage, die Skrupellosigkeit des Vereins zu erkennen und ernst zu nehmen. Und weil man ohnehin genug damit zu tun hat, sein eigenes Alltags- und Berufsleben zu bewältigen, ist es allemal leichter, sich anzupassen.

Somit wirft der Roman noch eine weitere Frage auf. Denn verantwortlich für das Verhalten des Vereins ist letztlich nicht nur der Verein selbst, sondern auch die Gesellschaft, die ihm die Freiheit dazu gibt.

Der Autor provoziert damit die Frage nach dem angemessenen Verständnis von Toleranz in der Demokratie: Wie tolerant darf eine freiheitliche und pluralistische Gesellschaft sein gegenüber Gemeinschaften, die sich ihre eigenen Regeln machen - und sich dabei auch in Widerspruch zu den grundlegendsten Werten begeben? Führt ein Zuviel an Toleranz letztlich nicht zu Rechtsbruch? Gerade in den USA ist diese Frage durchaus bedeutsam, insbesondere auch im Hinblick auf religiöse Gruppierungen (Scientology). In diser Hinsicht hat Little's Geschichte denn auch eine Nähe zu Graham Mastertons Horror-Satire "Das Ritual".

Besondere Erwähnung verdient noch die Darstellungsweise von Bentley Little: Das Erzähltempo geht geradlinig voran, überaus detaillierte Schilderungen der Gefühle und Gedanken der Akteure bleiben weitgehend aus. So kommt nie Langeweile auf; erstaunlich ist aber, dass der Leser trotz dieses Tempos auch selbst emotional in die Geschichte eingebunden wird und mitfühlt ("Was würde ich jetzt tun?").

Eigentlich ist dieses Buch ein klarer Fall für 5 Sterne - wenn da nicht die letzten 20 Seiten wären, die den Leser völlig unerwartet und in totalem Kontrast zu dem bisherigen hohen Thrillerniveau mit fantasieloser low-level Fantasy überschütten, in der letztlich alles möglich ist und nachvollziehbare, zusammenhängende Erklärungen nicht mehr gebraucht werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 18, 2009 9:27 PM MEST


Das Jesus Video [Special Edition] [2 DVDs]
Das Jesus Video [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Matthias Koeberlin

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Film lässt weg, was das Buch so gut macht, 7. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aus der spannenden und originellen Geschichte, die Eschbach in dem Buch erzählt, wird hier ein recht geradliniger Actionfilm gemacht. Er ist durchaus unterhaltsam und streckenweise auch schon spannend. Was aber den Spaß trübt, ist, dass der Hauptdarsteller zu clever, zu allwissend, zu schlagfertig, zu belastbar, zu hart, zu kampferfahren...kurzum: zu überlegen ist. Ein Supermann, der mit den normalen Menschen kaum noch was gemainsam hat. Somit ist das hier nur was für ECHTE Indiana Jones Fans.

Schwerer noch als dies wiegt aber das folgende:

Worauf ich den ganzen Film über entgegengefiebert hatte: Was auf dem Video drauf ist. Eschbach hat dies ja sehr originell geschildert und dabei ein, nein DAS allgemein populäre Jesusbild des späten 20./frühen 21. Jahrhunderts auf den Punkt gebracht. Er hat Jesus sozusagen für unsere zeit zurechtgestutzt, ihn zu einem Kind unserer Zeit gemacht. Schade, dass die Filmemacher dies nicht erkannt haben und somit leider auch gerade den interessantesten Aspekt von allen aus dem Buch weggebügelt haben. Aber dieses gut darzustellen, hätte warscheinlich auch das Budget überfordert, weil man dazu einen RICHTIG guten Schauspieler gebraucht hätte.

Deshalb sind hier nicht mehr als zwei Punkte gerechtfertigt.

Wer einen modernen Film über Jesus sucht, ist mit dem schon einige Jährchen älteren Jesus von Montreal viel viel besser beraten. Aber leider gibt den natürlich nicht auf dvd...


Defenders of the Faith: The True Story of "Judas Priest"
Defenders of the Faith: The True Story of "Judas Priest"
von Neil Daniels
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön zu lesendes Werk eines talentierten Journalisten, aber..., 11. Dezember 2007
... leider hat sich die Band selbst an dem Buch nicht beteiligt. Was heißt das für den Leser? Dass die Quellenlage für den Autor immer dann ziemlich dünn ist, wenn er nicht auf andere Beteiligte zurückgreifen konnte.

Dennoch hat Daniels weitgehend sorgfältige Recherchen angestellt und versucht sämtliche Leute ausfindig zu machen, die aufgrund vertraglicher Bindungen nicht mehr an die Band gebunden sind und somit offen reden durften. Insbesondere Al Atkins, der erste Sänger und eigentliche Gründer DER - nein, eigentlich müsste man sagen: EINER - Band namens Judas Priest, sowie John Hinch, ein Drummer, sind ausführich zu Wort gekommen und geben massig Einblicke in die Vor- und Frühgeschichte derjenigen Band, aus der dann die Judas Priest werden sollten, die wir kennen und lieben. Somit ist die Quellenlage für diese Phase der Band eigentlich gut - indes, dadurch bedingt entsteht hier eine Einseitigkeit, bei der die eigentlichen Priest-Mitglieder Downing und Hill nicht gut weg kommen. Fast wie ein Vorwurf klingt es, dass die beiden in jener Phase, als die Band kaum genug Geld zum Leben abwarf, keiner "normalen" Arbeit nachgehen wollte - aber ist nicht erst diese hartnäckige Faulheit, deren andere Seite nämlich der unbezwingbare Wille zum Rocken ist, der Grund, weshalb die Band weitergeführt wurde und nicht, so wie Atkins und Hinch, ins bürgerliche Leben entschwand?

Auch für die Darstellung des 1990 geführten Gerichtsverfahrens gegen die Band kann Daniels auf zahlreiche Quellen außerhalb der Band zurückgreifen, stutzt die Informationen jedoch allzu straff zusammen; am deutlichsten zeigt sich sein journalistisches Können dagegen bei den intensiven Recherchen über die Verurteilung von Dave Holland - hier bekommt der Leser wirklich einen Einblick in die Fähigkeiten des Autors.

Man beginnt zu ahnen, wie gut das Werk hätte werden können, wenn ihm die Bandmitglieder selbst Rede und Antwort gestanden hätten. Daohne ergibt sich nun zwar der Vorteil, dass ihm niemand reinreden und ihn zwingen konnte, die Darstellung im Sinne der Band positiv einzufärben - eine Freiheit, von der Daniels dann auch bei jeder geeigneten Möglichkeit Gebrauch macht. Ob KK Downing es wohl hätte durchgehen lassen, wenn berichtet wird, dass er bei seiner ersten Audition aufgrund mangelnden Könnens abgelehnt wurde - von Leuten, die selbst nicht mehr als Amateurmusiker waren? So bringt dieser scheinbare Vorteil der uneingeschränkten Freiheit zur Kritik wiederum eine Schieflage in der Darstellung mit sich, weil ja die "andere Seite" sich nicht zu Wort meldet; deutlich wird das bei den Ausführungen über die Schummelei mit dem versteckten Drummer bei dem US-leg der Fuel for life-Tour und bei der von anderen Reviews nachgeplapperten und in dieser Form nicht gerechtfertigten Kritik an Ram it down. Auch die völlig überraschende Bemerkung über Downings sexuelle Orientierung scheint auf gleicher Linie zu liegen.

Am schwersten aber wiegt, dass die Darstellung gerade der wichtigsten Phase von Priest (Ende der 70er bis Painkiller) letztlich nur auf jenen Quellen basiert, die dem interessierten Fan bereits bekannt sind. Deshalb ist es Daniels auch nicht möglich, hier eine andere Perspektive zu geben als die, die der Fan eh schon immer hatte: die des Beobachters von außen, der alle zugänglichen Interviews und Webseiten durchforstet und den erhofften Blick hinter die Kulissen letztlich doch nicht bekommt.

Daher treten beim Lesen des Buches einige unbeantwortete Fragen umso stärker ins Bewusstsein: Warum ist der geniale Drummer Les Binks damals ausgestiegen - wurde er etwa rausgeworfen?? Und warum hat die Band auch nach 1986 noch an Dave Holland festgehalten, obwohl er den Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnte und bei den Plattenaufnahmen für Ram it down sogar von einem Blechkameraden ersetzt wurde (wie freilich aus anderen Quellen bekannt ist)? Warum wurde der zunehmende Erfolg von Priest in Deutschland Ende der 80er - entgegen dem Trend in USA und UK - überhaupt nicht erwähnt?

Trotz allem bekennt sich Daniels als Fan von Judas Priest - aber die gelegentlich beobachtete Schieflage scheint wohl darauf hinzudeuten, dass der Frust, ohne die Kooperation des Metal Gods und seiner Mitstreiter selbst auskommen zu müssen, nicht ganz spurlos an dem Autor vorübergegangen ist. Ein echter Profi hätte dies bemerken und darauf reagieren müssen. Aber vielleicht ist es dann doch gerade dies, was dem Buch dann doch wieder seinen Reiz verleiht. Somit gaaanz knappe vier Sterne.


Das Judasgift
Das Judasgift
von Scott McBain
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Unheil nimmt seinen Lauf..., 16. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Judasgift (Taschenbuch)
Eigentlich kein schlechter Ansatz, eine Geschichte um den Verräterlohn des Judas zu schreiben - wer würde bezweifeln, dass diesem Geld eine unheilvolle Aura anhaften könnte?! Doch Scott McBain versteht es einfach nicht, aus diesem Potential eine - geschweige denn zwei ! - spannende Geschichten zu machen.

Schon sein erstes Werk über dieses Thema, der Judasfluch, enthält eigentlich keinen Inhalt, sondern ist eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von völlig uninterssanten Aspekten. Erinnert sei nur an die hahnebüchenen Reisen durch immer höhere (=inhaltsleerere) Astralebenen und die Vergewaltigung der Figur der Helena aus den Troja-Sagen, ihre gewaltsame Umdichtung zur bösen Zauberin; von Magus, dem Zauberer aus der Apostelgeschichte der Bibel, mal ganz zu schweigen.

Aber der Gedanke, dass die Judas-Silberlinge die Vernichtung der Welt herbeiführen können, das ist doch so übertrieben, dass man den Verfasser gerade nicht bloß von einer etwas übersteigerten Phantasie (was an sich noch ok sein könnte), sondern vielmehr von kompletter Einfallslosigkeit getrieben sehen muss: denn es gelingt Scott McBain nicht, den an sich passablen Gedanken von der Unheilhaftigkeit der dreißig Silberstücke so zu gestalten, dass es zu ihnen passen würde , d.h. dass es für sie angemessen wäre. Auch wenn diese Münzen das Böse in sich tragen - so schlimm, dass sie die Welt vernichten können, können sie letztenendes NICHT sein. Das spürt man einfach. Und genau das ist es, was auch dieses Buch so unerträglich langweilig macht.

Hinzu kommt auch ein logischer Fehler, den McBain (wen wundert das eigentlich bei so wenig Gespür für kohärente Geschichten?!) übersehen hat: wenn die Welt beim Zusammenkommen der dreißig Silberstücke untergehen würde, dann hätte sie bereits damals, als Judas sie allesamt in seinem Geldbeutel gehabt hatte, untergehen müssen.

Und so nimmt das Unheil seinen Lauf: die am Ende des Judasfluches angedeutete Vortsetzung hat ihren Weg durch die Druckpressen gefunden. Letztlich war das ja unabwendbar, nachdem vom Judasfluch einige Millionen Exemplare mehr als von den eigentlich noch ganz erträglichen Vorgängern die Geheimloge und der Mastercode abverkauft worden waren. Mit dem Erscheinen des Nachfolgers, der nochmals vierzig Seiten dicker als der Judasfluch geworden ist, sind es wieder nicht die Freunde spannender Thrillerkost aus dem religiösen Milieu, die Grund zur Freude haben, sondern die Altpapierentsorgung, der erneut eine arbeitsreiche Zeit ins Haus steht.

Wer Spannung a la Dan Brown oder John F. Case sucht, dem sei vielmehr Visus von Richard Hayer empfohlen!


Million Dollar Baby [Special Edition] [2 DVDs]
Million Dollar Baby [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Hilary Swank
Preis: EUR 10,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film, der betroffen macht, 22. September 2007
Million Dollar Baby ist ein wunderbarer Film, ein absolutes Meisterwerk, dem es aufgrund der herausragenden Leistungen von Hilary Swank und Clint Eastwood und dem perfekt umgesetzten Erzähltempo gelingt, schon fast physisch greifbar genau die Atmosphäre herzustellen, um tiefe Emotionen zu entfesseln, so wie es die erzählte Geschichte selbst verlangt, sei es Euphorie, sei es Melancholie. Bin tief betroffen.

Auch die Aussage der Geschichte selbst ist zutiefst bewegend:

zu scheitern - sogar VÖLLIG zu scheitern - ist keine Schande. Wenn selbst so eine gleichermaßen begeisterte wie disziplinierte Kämpferin "ihren" (Lebens-)Kampf verliert und verzweifelt, dann ist auch das eigene Scheitern nichts, wofür man sich zu schämen braucht, und das Verzweifeln nicht etwas, das man um jeden Preis verleugnen muss.

Ganz großes Kino, auch wenn es in eher sanften Tönen daherkommt!


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