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Franzen
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H wie Habicht
H wie Habicht
von Helen Macdonald
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlos, 13. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: H wie Habicht (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte die Reportage mit Helen Macdonald von Dennis Scheck bei Druckfrisch gesehen und mir den Titel gemerkt. Ich hatte eine Leseprobe auf meinem Kindle gelesen und war beeindruckt. Ich habe das Buch gekauft und bin bis bis Seite 134 vorgedrungen. Eine schöne Sprache, gelegentlich treffende Bezüge zur Evolution. Tiere denken. Sie beobachten dich, wie du sie. Aber: einfach weiterlesen über diese endlose Prozedur der Konditionierung eines Habichts, auch wenn er Mable heißt? Kann ich mir nicht vorstellen. Ich breche ab. Es ist offenbar ein Ding, diese lebendige Beziehung zu einem Raubvogel zu erleben. Etwas anderes ist, darüber zu lesen, wenn auch zugegegeben, in ehrlicher und oft gelungener Sprache. Mir fehlt der Bezug und damit die Spannung, die jedes gute Buch auszeichnen sollte. Die überschwänglichen Kommentare der Buchklappe machen mich stutzig. Haben die Kommentatoren das Buch wirklich zuende gelesen? Ich zweifle.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 21, 2016 10:42 AM CET


Wie funktioniert die Welt?: Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit stellen die brillantesten Theorien vor
Wie funktioniert die Welt?: Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit stellen die brillantesten Theorien vor
Preis: EUR 11,99

4.0 von 5 Sternen Spannend, 15. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
• Die Kürze der Aussagen macht es oft schwer, einen Gedanken zu verstehen, der ein komplexes Geschehen abbildet. Ich entscheide mich für phantasievolle Theorien, die dem Bereich der Einbildung manchmal mehr verhaftet sind als beweiskräftiger Behauptung. Eine gut begründete Phantasievorstellung steht am Anfang jeder Wissenschaft, manchmal ein Mythos, ein Bild, eine Beobachtung, eine Berechnung, eine Entdeckung usw. Deswegen finde ich z. B. die Würdigung des griechischsprachigen Ägypters Ptolemäus, der vor Christus gelebt hat und die Planetenbahnen genau beobachtete, mathematische Berechnungen über ihre vermeintlich geozentrischen Kreise anstellte, die erst fast 2000 Jahre später durch Kopernikus widerlegt werden konnten, großartig (S. 57). Ich finde auch den Artikel "Warum wandern manche Meeresschildkröten (S. 182) phantastisch. Hier wird eine Theorie aufgestellt, die auf Erdprozesse Bezug nimmt (Das Auseinanderdriften der Kontinente Afrika und Südamerika). Behauptet wird, dass eine bestimmte Art Meeresschildkröten auf dem Urkontinent, als Afrika und Südamerika noch eine Einheit bildeten, sich paarte und über eine kleine Meeresenge schwamm, um dort die Eier abzulegen. Das geschah vor ungefähr 130 Millionen Jahren. Die Kontinente drifteten dann mit einer "Geschwindigkeit" von 2 cm pro Jahr auseinander. Für die Schildkröte kein Problem. In Millionen Jahren wurde allerdings der Abstand immer größer. Heute muss die Schildkröte, die sich in Afrika paart, den indischen Ozean durchqueren, um auf der anderen Seite der "Meeresenge", die nun ein Ozean ist, ihre Eier abzulegen. Sie tut's. Eine schöne Theorie.
• Ich entscheide mich gegen "Theorien", die einer Behauptung folgen, die als "selbstverständlich" gilt oder dem "gesunden Menschenverstand" folgt, als "Gemeinplatz" gilt - und (deshalb) nicht begründet wird. Ein krasses Beispiel bringt für mich der Psychiater Joel Gold (S. 50) mit der pompösen Überschrift "Die dunkle Materie des Geistes". Er feiert in diesem Aufsatz die Entdeckung des Unbewussten im Menschen durch Freud - ohne jegliche Kritik. Er beginnt mit einer einfachen Dichotomie: Vor Freud konnten die Menschen nur rational entscheiden, indem sie ihr Bewusstsein befragten. Die Gefühlswelt blieb ihnen verschlossen. Der Freudsche Begriff des Unbewussten bietet nun "die Erklärung dafür, warum angeblich rationale Menschen ein irrationales Leben führen". Ein Begriff soll angeblich eine Erklärung für unser körperliches Selbst bieten, für die Gesamtheit unserer Emotionen, Stimmungen und Gefühle. Auch wenn der Begriff "das Unbewusste" inzwischen ein "Gemeinplatz" ist, wie der Autor ganz richtig sagt, bleibt er eine Vorstellung, ein Konstrukt, ein Konzept, ein Abstraktum. Das Unbewusste gibt es nicht. Es ist eine Erfindung, ein Quasiobjekt, aus dem scheinbar wahllos "Theorien" über unsere Instinkte und Gefühle abgeleitet werden dürfen. Hier wird ein objektiver Raum vorgetäuscht. "Dunkle Materie des Geistes" ist eine Überschrift, die uns in eine geheimnisvolle Welt führen soll, dabei ist sie unglaublich dumm. "Materie" ist das Unbewusste jedenfalls nicht. "Dunkel" ist ein anderer Ausdruck für "Black box", das Niemandsland der empirischen Wissenschaft. Und eine Welt des "Geistes" ist 19. Jahrhundert. Alle Kausalbeziehungen, die angeblich aus diesem Quasiobjekt abgeleitet werden, existieren zwar, aber eher trotz und nicht wegen der Erfindung des Begriffs "das Unbewusste". Er hat nichts gebracht und uns zusätzlich in die Irre geführt.
• Ich liebe Bilder, sofern sie die Wahrheit widerspiegeln. Das tut die letzte Seite von Kevin Kelly " Wir sind Sternenstaub". Damit wird die Frage: Woher kommen wir? erschöpfend beantwortet. Das Leben ist das Ergebnis toter Sterne. Wunderbar! Alle festen Stoffe, die unseren Organismus bilden, sind im Glutofen von Supernovas entstanden. Das ist wahr, wie wir heute wissen. Alles andere zu dem Thema, woher wir kommen, ist Spekulation.
• Jetzt wieder ein Negativbeispiel, welches die Umweltideologie betrifft, die weit verbreitet ist. Das Motto dieser Weltsicht lautet im Extremfall: Wir sind das, was die Umwelt aus uns macht. Kinder sind das, was die Eltern aus ihnen machen. Schüler haben schlechte Noten, weil Lehrer sie nicht verstehen oder schlechten Unterricht machen. Wenn aber jetzt die Genetik so verstanden wird, dass mal eben so umweltbedingte epigenetische Veränderungen stattfinden sollen, kippt das Umweltdenken vollends um in eine Ideologie. Diese Verdrehung versucht Helen Fischer in ihrem Kurzaufsatz "Epigenetik, Das fehlende Bindeglied" (S. 241). Sie beginnt mit zahllosen unbewiesenen Behauptungen, um den Hauptangriff ihrer Behauptung vorzubereiten: Epigenetik (die Vererbung körperlicher Ausprägungen und Verhaltensmodalitäten) wird von ihr als mitverantwortlich für bestimmte Krebsarten, Depressionen, geistige Krankheiten "bis hin zu Varianten von Verhalten und Kultur" behauptet. Alles unbewiesen, aber man kann es ja mal behaupten. Das ist der Anfang. So eingestimmt sollen wir folgende Beispiele glauben: Bei marokkanischen Berbern, die in die Stadt ziehen, werden mal eben bestimmte Gene, die die Atmungsorgane steuern, eingeschaltet. Wunderbar, wie das klappt. Wer's glaubt. Rattenkinder, die von ihren Müttern gekrault und geleckt werden, sind als erwachsene Ratten besser angepasst. Das glaube ich sogar. Die epigenetische Erklärung wird im Fachjargon gleich mitgeliefert: "In der entscheidenden Entwicklungsphase werden epigenetische Mechanismen ausgelöst, sodass ein Gen, das ein bestimmtes Protein codiert, schließlich in einer aktiveren Version vorliegt". Ach so? So einfach ist das? Da brauchen wir ja gar keine Evolution, keine Millionen Jahre, das geschieht im Nu. Sicherlich ist der epigenetische Vorgang (es ist eben kein "Mechanismus!") richtig beschrieben, soweit Genetiker sich darüber allgemein äußern. Aber alle wirklich wichtigen Fragen werden hier einfach weggewischt: In welchen Zeiträumen, unter welchen Bedingungen, welche Proteine, welche Gene sind beteiligt usw. Darüber gibt es Forschung. Aber voreilige Umwelttheorien verunglimpfen eine spannende Forschungsrichtung. Ich habe auch eine Meinung zu diesem Forschungskomplex. Zwar spielen die Umweltbedingungen wie bei den Buschmännern immer eine Rolle gewissermaßen als Eingangsvoraussetzungen. Aber es sind die Gestaltungen, das individuelle Ausnutzen der Umweltbedingungen, durch welche Entwicklungen eingeleitet und fortgesetzt werden. Daraus können in langen Zeiträumen epigenetische Effekte entstehen. Das Bindeglied zwischen Umwelt und Genetik ist noch nicht gefunden, weil es "die Umwelt" nicht gibt. Es gibt nur individuelle Ausformungen unter bestimmten Umweltbedingungen.
• Schön auch die Analyse, "Warum die Griechen rote Menschen auf schwarze Gefäße malten" (S. 495). Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um Kompensationen der Gefäße von Aristokraten handelte, die es sich leisten konnten, Werkstücke mit purem Gold verzieren zu lassen, Altgold, das rötlich aussieht. Rotfigurige antike griechische Vasen mit ihren mythologischen Bildern gelten in der Kunstszene als ein extrem hochwertiges Gut. Tatsächlich handelt es sich um eine relativ preiswerte Massenware der damaligen Zeit, die vom Kunstmarkt künstlich hoch gepuscht wurde, um Höchstpreise zu erzielen.

• Die Einzigartigkeit des Menschen ist längst widerlegt. Es gibt viele Einzigartigkeiten bei nichtmenschlichen Tieren und bei Pflanzen. Aber es gibt sie noch, die Postdocs und andere, die auf diesem Thema herumreiten, um sich welke Lorbeeren zu, ja was? verdienen? Hugo Mercier, Postdoc aus Neuchàtel, Kognitionspsychologe (Igitt! was ist das denn?) auf Seite 164: "Hinter so banalen Gedanken wie "Mary glaubt, dass Paul glaubt, dass es bald regnet" verbirgt sich die Erklärung für die Einzigartigkeit der Menschen". Nun denn. Wenn es einen Grund dafür gibt, dass Mary das glaubt, dann ist sie eben verunsichert, um es vornehm auszudrücken. Das aber ist in der Existenz der Menschen in der Evolution begründet: Angst, Unsicherheit und daraus folgend zu kommunizieren, erstens, um mehr Sicherheit über Geschehnisse der Umwelt zu erlangen und zweitens, um Angst abzubauen. Einzigartig ist vielleicht diese Art von Angst - aber Tiere haben sie auch.
• Es gibt so viele Artikel in diesem Reader, da verliert man leicht die Übersicht. Einer beschäftigt sich mit dem Unbegreiflichen, dem Heiligen, Unergründlichen, der Religion eben, welche eine geheime Macht über Menschen erlangt, der sie sich nicht entziehen können. So einer könnte bei uns Bundespräsident werden. Daraus wird wieder "Einzigartigkeit" abgeleitet. Religion heißt ursprünglich Verbindung oder Verbundenheit. Auch das ist ein Aspekt unserer Evolution, dass wir vor der unbegreiflichen Unendlichkeit des Universums erschauern und dieses zugleich eine unerklärliche Anziehungskraft auf uns ausübt. Wir kommen aus dem Staunen über diese Größe nicht heraus. Sie erscheint uns anbetungswürdig. Was frühere Menschen ahnten, ist nun Gewissheit: Wir kommen daher. Wir sind Sternenstaub. Es gab einen unbewussten Willen, der uns hervorgebracht hat. Es war nicht der Wille Gottes. Es war der "Grundakkord des Seins" (Schopenhauer), der Urknall, der Wasserstoff freisetzte und es waren die Gasnebel, die sich zu festen Sternen bilden "wollten", um dann in Supernovas zu explodieren und feste Stoffe ins Weltall streuten. Diesen und Milliarden andere unbewusste Willensprozesse gab es und deshalb schauen wir nach oben, denn da kommen wir her.


Kühn hat zu tun
Kühn hat zu tun
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alltagsgeschwätz ohne Spannung, 10. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Kühn hat zu tun (Kindle Edition)
Jan Weilers Krimi "Kühn hat zu tun" wurde von Denis scheck in Druckfrisch empfohlen, ich glaube mit einem Interview des Autors. Vor einigen Tagen bin ich in einer Buchhandlung darauf gestoßen und habe ihn gekauft, weil ich eine Urlaubslektüre suchte, Ich bin enttäuscht. Es ist ja im Fernsehen und in der Krimiliteratur längst Mode, Kriminlkommissare mit ihren Alltgsproblemen darzustellen, bevorzugt deren problematisches Liebesleben. Aber wenn belanglose Alltagsgescichten wie der Kauf eines Ponys für die kleine Tochter , Nachbarschaftsgespräche oder der Gedankenschwall und das drohende Burnout eines Komissars sich bis weit über die Hälfte des Romans ziehen, ohne dass Nennenswertes passiert, wird es öde. Der Roman hat keine Spannung. Wer Alltagsweisheiten sucht, wir bedient. Der Schluss bzw, die "Auflösung" ist völlig konstruiert und unglaubwürdig. Das Motiv des Serienmörders ist aus dem Roman von Patrik Süßkind, "Das Parfüm" direkt kopiert und auf ein Jugenderlebnis umgeschrieben. Es wird hier durch die Privatpsychologie Weilers "erweitert", dass ein traumtisches Erlebnis in der Kindheit sich löst, wenn der Verursacher bestraft wird. Hübsch und langweilig. Einen der zwei Punkte vergebe ich für den angenehmen Schreibstil der kurzen Sätze. Den zweiten Punkt gibt es, wie gesagt, für die zahlreichen Alltagsbeobachtungen und -weisheiten. Wer Spannung sucht ist hier allerdings im falschen Buch.
Jens Franzen


Geist und Kosmos: Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist
Geist und Kosmos: Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist
von Thomas Nagel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

11 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts Neues, 31. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte mich für die deutsche Fassung von "mind and cosmos" vormerken lassen, weil ich mich seit vielen Jahren damit befasse und selbst (für mich) darüber schreibe, dass im Kosmos Gestaltungen wirksam sind, die durch unser bisheriges naturwissenschaftliches Denken nicht zu ergründen sind. Von dem Buch erwartete ich Aufklärung darüber, welche Rolle subjektive Entscheidungen in der Evolution spielten, also im weitesten Sinne geistige Prozesse. Beispiele gibt es genug: Der Tiktaalik Fisch, der vor ca. 300 Millionen Jahren vor gefräßigen Großfischen in seichtes Gewässer auswich und in Jahrmillionen in den Vorderflossen Ansätze von Gelenken ausbildete, die ihn für den späteren Landgang befähigen konnten; Der Quastenflosser, der vor 350 Millionen Jahren bereits starke Vorderflossen ausgebildet hatte, es aber vorzog, in der Tiefe zu verbleiben, weil er durch die einzigartige Sogwirkung seines großen Mauls genug Nahrung fand; das wolfgroße Säugetier, das vor 50 Millionen Jahren aufgrund von Klimaveränderungen keine Nahrung mehr an Land fand und sich entschloss, Nahrung im Wasser zu suchen – woraus letztlich der Wal entstanden ist.
Diese und viele andere Lebewesen in der Evolution hatten eine „Idee“, „wollten“ etwas oder entwickelten eine Neigung. Nichts davon in dem vorliegenden Buch. Enttäuschend! Die abstrakt rationalistische Form der Darstellung mag für ein Oberseminar Philosophie geeignet sein. Für den durchaus kundigen Leser ist sie eine Zumutung. Der Informationswert ist gleich Null. Sätze, wie: „Die Idee, dass ein komplexes Subjekt des Bewusstseins aus minimalen protomentalen Elementen aufgebaut sein könnte, die irgendwie gleichzeitig zu einem Organismus und einem Selbst vereint werden“ findet man in ähnlicher Weise dutzendfach. Sie zeigen das Dilemma des Autors, der als Rationalist gegen die Rationalität der Naturwissenschaft anschreibt. Zentrale Begriffe, wie „Bewusstsein“ oder „Vernunft“ bleiben undefiniert bzw. werden offenbar von dem Autor romantisch überhöht, auch wenn er nichtmenschlichen Tieren Bewusstsein zugesteht (worauf er aber nicht weiter eingeht!).
Nagel ist von dem Sendungsbewusstsein getragen, ein neues wissenschaftliches Zeitalter einzuläuten, in welchem die Naturwissenschaften um mentale Prozesse erweitert werden. Da verbietet es sich anscheinend, auf Vordenker hinzuweisen. Und es gab große, Schopenhauer z. B., der in seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ genau dieses Thema, Geist und Kosmos, aufgreift und anschaulich darlegt, dass Naturwissenschaft, Philosophie, Kunst usw. sich in der Welt der Vorstellung bewegen, während die wirklichen Prozesse sich ihrer Vorstellungskraft entziehen. Er nennt letztere etwas unglücklich den „unbewussten Willen“. Bei Schopenhauer werden bewusste und unbewusste, vernünftige und scheinbar unvernünftige Prozesse klar unterschieden. Das ist kein Dualismus, sondern eine philosophische Arbeitsgrundlage, die Nagel rationalistisch – also mit Schopenhauers Begriff im Bereich der Vorstellung - nicht überwinden kann.
Nagels Räsonnieren auf höchster Abstraktionsebene ist in dieser Angelegenheit kein Fortschritt, sondern durch die Überhöhung von „Vernunft“ und „Bewusstsein“ ein Rückschritt. Es lohnt nicht, das Buch zu lesen.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2013 11:35 AM CET


Mein lieber Löwenzahn
Mein lieber Löwenzahn
von Martin Fuchs
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolle Bilder, schöne Texte, 14. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mein lieber Löwenzahn (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch schon mehrfach verschenkt und immer freudige Feedbacks bekommen. Die Bilder sind einfach herrlich. Sie zeigen den Löwenzahn in seiner Schönheit, in seiner Vergänglichkeit und in seiner unvergleichlichen Durchsetzungskraft. Die Texte begleiten die Bilder sehr gelungen.


So nicht, Europa!: Die drei großen Fehler der EU
So nicht, Europa!: Die drei großen Fehler der EU
von Jochen Bittner
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr lesenswertes Buch, 14. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin durch den Auftritt des Autors in einer Talk Show auf das Buch aufmerksam geworden. Ich habe es bis zur letzten Seite mit großem Interesse gelesen. Der Autor führt mit journalistischer Leichtigkeit in die komplexe Thematik Europa ein. Ich habe jetzt einen Eindruck, was die Beamten der Kommission, die Kommissare, die Präsidenten, das Parlament leisten - und was nicht. Hängen geblieben ist mir vor allem der Eindruck, dass die entsandten Vertreter in Brüssel bemüht sind, gute Ergebnisse für Europa abzuliefern, weil sich daran ihre Tätigkeit bewerten lässt. Der Warnung des Autors, dass Europa sich nicht zu einem Imperium entwickeln sollte, pflichte ich vollkommen bei. Es kommt nicht auf die Größe an! Ich empfehle jedem, das Buch zu lesen, damit Europa nicht als abstraktes "Diktat aus Brüssel" im Kopf bleibt, sondern als Prozess des Zusammenwachsens. Gefehlt hat mir der Aspekt der Kultur.


Der Wert des Lebens: Die historische und die biologische Evolution der Moral
Der Wert des Lebens: Die historische und die biologische Evolution der Moral
von Lothar Albert
  Taschenbuch
Preis: EUR 34,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mensch, ein L E B E W E S E N !, 25. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir das Buch spontan gekauft, weil mich der Titel: "Der Wert des Lebens" angeregt hat - und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch ist spannend und verständlich geschrieben - für einen Wissenschaftstext nicht selbstverständlich. Lothar Albert trägt das aktuelle Wissen über die evolutionären Verbindungen von nichtmenschlichen Tieren und Menschen anschaulich zusammen. Es ist ja nicht jedem klar: Tiere können denken! Sie haben Meinungen und können auf vorsprachlicher Basis über richtig und falsch entscheiden. Von diesen grundsätzlichen Untersuchungen zum aktuellen Wertfühlen eine Brücke zu schlagen, ist nicht leicht - Albert gelingt es im Schlusskapitel, indem er den Begriff der leiborientierten Moral wiederfindet in Gemeinschaftsformen der Jugend, dem Fantum. Bereits in seinem faszinierenden Buch "Jugendkultur und Schule" hatte er die Events und die Körperkultur der Techno-Jugend der 90er Jahre als bahnbrechende Wandlung im Selbstgefühl der Heranwachsenden brilliant gekennzeichnet.
Das vorliegende Buch enthält kompaktes Wissen über die menschliche Entwicklung. Ich werde es in Kürze - abschnittsweise - noch einmal lesen.


Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers
Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers
von Neil Shubin
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein eunglaubliche Geschichte, 1. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine ganz hervorragende Darstellung der Evolutionsbiologie und Paläontologie, verständlich geschrieben und voller interessanter Zusammenhänge von der Urzelle über Vielzeller, Würmer, Fische, Wirbeltiere bis zum Menschen. Wir erfahren, dass wir bestimmten Würmern, Fischen, vor allem dem Haifisch viel Genetisches verdanken, das heute noch sichtbar ist, sich nur anders entwickelt hat. Ich habe das Buch Freunden zu lesen gegeben und ebenfalls begeisterte Rückmeldung bekommen. Aber Achtung! Nicht jeder interessiert sich für diese Zusammenhänge. Ich habe auch einem befreundeten Genforscher das Buch geschenkt. Er war begeistert. Also: Lesen!


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