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Rezensionen verfasst von
Sturmwandler (Wien)

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Boys and Girls in America
Boys and Girls in America
Wird angeboten von ReNew Entertainment
Preis: EUR 11,17

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Let's have a party!, 19. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Boys and Girls in America (Audio CD)
Vorschusslorbeeren sind ja gerade im Indiegenre oftmals vergiftet. Sie werden einer Band massenhaft in Form von euphorischen Kritiken in den Rachen geschmissen, was oftmals in Magenkrämpfen und schlimmen Durchfall endet.

Aber es gibt auch Ausnahmefälle. "The Hold Steady" ist ein Ausnahmefall. Die Emporkömmlinge aus New York wurden im Vorfeld als legitime Erben von Bruce Springsteen gehandelt. Und in der Tat klingt die fünfköpfige Truppe wie der Boss zu seinen besten Zeiten.

Dabei ist der auf "Boys and girls in America" zu hörende Sound nicht mal orginell oder spektakulär. Aber es handelt sich um traditionellen Rock 'n' Roll im besten Sinne. Dieses Album ist im Grunde eine musikgewordene Party. Es schlägt zwar hin und wieder ruhigere Töne an aber im Großen und Ganzen macht es einfach nur Spaß. Wem also der Sinn nach unkompliziertem, eingängigem Rock steht -> zugreifen!


The Art of Navigating By the Stars
The Art of Navigating By the Stars

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The art of writing a masterpiece, 16. Februar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Art of Navigating By the Stars (Audio CD)
Leider fand das Album in meinen persönlichen Jahrescharts 2005 keinerlei Beachtung, weil ich es erst Anfang 2006 für mich entdeckte. Rückwirkend verdrängte es meinen bisherigen Spitzenreiter jedoch von seiner Position.

Der Grund weshalb ich bei Erscheinen keinerlei Notiz davon nahm, liegt einfach darin, dass ich die Band bereits für tot hielt, schließlich ließen sie bis zu diesem Zeitpunkt volle acht Jahre nichts von sich hören.

Ich möchte aber gerne glauben, dass die Genese von "Art of navigating by the stars" all die Jahre in Anspruch genommen hat, denn hier stimmt schlichtweg alles. Jede Note, jeder einzelne Ton scheint perfekt aufeinander abgestimmt. Kein überflüssiger Ballast, keine progtypischen Instrumentalexzesse, sondern pure technische Brillanz auf der einen und eine überirdische Atmosphäre auf der anderen Seiten. Hinzu kommt die wunderbar cleane Stimme des neuen Sängers - selten haben Gesang und Musik so eindrucksvoll miteinander harmoniert.

Das vielleicht überraschendste ist das völlige Fehlen eines Keyboards. Den weitaus meisten Progkapellen fällt zu Erzeugung einprägsamer Melodien nur Tastengeklimpere ein, wodurch die Melodien zwar durchaus angenehm, oftmals aber auch angestaubt und altbacken rüberkommen. Sieges Even haben das nicht nötig. Trotz oder gerade weil die Instrumentierung im Vergleich zu Schwergewichten wie "Scenes from a Memory" (Dream Theater) beinah minimalistisch wirkt, lässt sie viel Freiraum zur Entfaltung magischer und stets zeitgemäß klingender Melodien.

Mit "The art of navigating by the stars" ist Sieges Even ein moderner Klassiker gelungen, der seinen artifiziellen Anspruch nicht nur propagiert, sondern lebt. Ein zu jeder Sekunde sehnsuchtsvoller Reigen unvergesslicher Momente, die noch lange nachwirken. Für mich eines der Top-10-Alben progressiver Musik.


Blackfield II
Blackfield II
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 49,00

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen - Ohne Worte -, 13. Februar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blackfield II (Audio CD)
Natürlich ist Steven Wilson der größte lebende Musiker, aber zum Gelingen von "Blackfield II" hat er im Gegensatz zu Teil 1 nur einen vergleichsweise geringen Beitrag geleistet. 7 von 10 Lieder stammen allein aus der Feder Aviv Geffens, was der blackfieldschen Musik deutlich zugute kommt. Ging Teil 1 noch als "Steven Wilson featuring Aviv Geffen" durch und konnte man den Anteil des Israelis kaum heraushören, weshalb das Werk nicht ganz zu Unrecht von vielen als "Porcupine Tree light" bezeichnet wurde, präsentiert sich "Blackfield II" deutlich spannender und abwechslungsreicher, was selbstverständlich mitnichten bedeutet, dass auf ausschweifende, verblüffend einprägsame Melodiebögen verzichtet werden muss. Ganz im Gegenteil. Man höre nur das gottgleiche "End of the world" - für mich schon jetzt der Song des Jahres. Unbedingt als Single auskoppeln! Vor diesem übermächtigen Wunderlied verblasst der Rest des Albums beinah. Aber "Once", "1000 people", "Miss U", "This killer" und "Epidemic" sind viel zu grandios, um vernachlässigt zu werden. Ausfälle? Durchschnitt? Nicht auf diesem Album!
Für dieses Meistwerk braucht es entweder sehr viele Worte (um der Genialität gerecht zu werden) oder kein einziges (weil jeder Versuch, die Genialität zu beschreiben, unweigerlich scheitern muss). Am angemessensten ist wohl nur eines: kaufen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 31, 2008 11:27 AM MEST


Scarsick
Scarsick
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 13,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kunst des Kontroversen, 21. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Scarsick (Audio CD)
Eines muss man der Band lassen: sie beherrscht wie kaum eine andere das Spiel mit den Erwartungen. Schon "Be" verstörte einen Großteil der Kritiker, deren Lieblinge Pain of Salvation einst waren. Unter Fans wurde dem Werk jedoch die Anerkennung zuteil, die es verdient. Inzwischen gilt "Be" neben "Remedy Lane" zu Recht als eines der Meisterwerke des schwedischen Quartetts. Ob diesen Status auch bald "Scarsick" für sich beanspruchen kann, kann zu diesem frühen Zeitpunkt natürlich noch nicht gesagt werden. Die Parallelen zu "Be" sind allerdings bereits erkennbar, auch wenn "Scarsick" eine gänzlich andere Richtung einschlägt. Auch "Scarsick" bekam bis zur Veröffentlichung dieser Rezension von der Masse der so genannten professionellen Kritiker eher zurückhaltende, teils vernichtende Beurteilungen. Und selbstverständlich ist auch "Scarsick" wesentlich besser als der dadurch vorauseilende Ruf. Es handelt sich hier um die Abstand eingängigste Veröffentlichung der Diskographie. Zwar beschäftigen sich die Texte wie eh und jeh mit kritischen und wenig fröhlich stimmenden Themen, aber die musikalische Umsetzung hat sich radikal gewandelt. Mit Ausnahme des melancholischen "Kingdom of loss" und des vertrackten "Enter rain" zeugt die Musik anno 2007 von einer unbekümmerten Losgelöstheit und Einfachheit, die man der Band gar nicht zugetraut hätte. Insbesondere "America" und "Disco Queen" werden alteingesessene Fans und Progpuristen einigermaßen ratlos zurücklassen. Man wird (sofern man es nicht bereits getan hat) Gildenlöw & Co. eine Verleugnung ihrer selbst, Anbiederung an den Mainstream und sonstige sinnentleerte Unterstellungen machen. Potenzielle Hörer sollten sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen, sonst verpassen sie eines der Highlights des noch jungen Jahres. Vielleicht kein Meilenstein wie "Remedy Lane" aber definitiv den Kauf wert!


Frag Mutti
Frag Mutti
von Bernhard Finkbeiner
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

54 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lieber Mutti fragen!, 18. Dezember 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frag Mutti (Taschenbuch)
Ich erwarb dieses Buch vor einigen Monaten in dem naiven Glauben, ihm hilfreiche Tipps für die Bewältigung meines ersten eigenen (Studenten-)Haushaltes entnehmen zu können. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht, denn als Ratgeber ist das Buch schon aufgrund seiner katastrophalen Unübersichtlichkeit nicht zu gebrauchen. Um mal kurz was nachzuschlagen, weil man nicht weiter weiß, ist das Buch absolut untauglich. Des Weiteren halten sich die Autoren viel zu sehr mit Nebensächlichkeiten (z.B. Kochrezepte) auf und dramatisieren gewisse häusliche Tätigkeiten. Man bekommt beim Lesen den Eindruck, als handele es sich beispielsweise beim Putzen um eine Wissenschaft für sich, die man nur mit viel Konzentration, Eifer und Organisationstalent verstehen und bewältigen könne. In der Praxis ist Staub wischen, Saugen und Bad reinigen allerdings das Einfachste von der Welt. Selbiges gilt für die Selbstversorgung, das Organisieren von Parties, Mülltrennung usw. - alles Dinge, die jeder normale Mensch quasi automatisch erledigt. Das Buch richtet sich daher wohl eher an so genannte Messies, die schon mit der Bewältigung ihres Alltags hoffnungslos überfordert sind.
Über den Humor kann man natürlich geteilter Meinung sein. Mir entlockte er höchstens ab und an ein Schmunzeln, weshalb auch der Unterhaltungswert des Werkes (für mich) nicht besonders hoch ist.
Mein Fazit lautet daher, dass das Buch eigentlich niemand braucht, der sich nicht eingestehen will, dass er nicht in der Lage ist, sein alltägliches Leben auf die Reihe zu kriegen. Und im Fall des Falles sollte man eben doch mal Mutti fragen. Das kostet nichts und ist wesentlich schneller in die Tat umzusetzen.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2011 5:52 PM MEST


Spock'S Beard
Spock'S Beard

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachgewachsen, 22. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Spock'S Beard (Audio CD)
Als Neal Morse die Band verließ fielen die so gestutzen Bärte in ein tiefes Loch. Mit Neal Morse ging nicht nur der Frontmann und die Stimme der Band, es ging der Geist des beardschen Prog-Rock, welcher den Stil der Band über Jahre hinweg definierte und sie als eine der renommiertesten Prog-Gruppen an der Genrespitze etablierte. Mit "Feel Euphoria" und "Octane" versuchte man die alten Zeiten hinter sich zu lassen, neue Wege zu beschreiten, eine neue Spielart des eigenen Prog-Rock zu finden. Bisher gelang dies nur bedingt und es stand zu befürchten, dass die Band aus ihrer Identitätskrise nicht mehr herauskommt. Nach vier Jahren des musikalischen Dahinvegetierens scheint man sich nun endlich von Neal's Weggang erholt zu haben, denn mit dem selbstbetitelten 9. Studioalbum erfinden die Bärte zwar den Prog-Rock nicht neu, legen aber ihr mit Abstand bestes Werk seit "Snow" vor. Natürlich fehlt (mir) nach wie vor die charismatische Stimme des ehemaligen Sängers, aber Nick D'Virgilio macht seine Sache ausgesprochen gut. Es sind jedoch die teils elegischen, teils verblüffend rockigen Kompositionen, die den eigentlichen Reiz des Albums ausmachen. Mit "On a perfect day" wurde ein passender Opener gewählt, der sanft und nachdenklich in das Album einführt. "Is this love" rockt ordentlich die Hütte, könnte Progpuristen jedoch deutlich zu einfach gestrickt sein. Mir gefällts. Das erste als Anspieltipp prädestinierte Highlight wartet mit "All that's left" auf. Ich will keinen Hehl daraus machen, dass mir in Sachen Prog schon immer eher die ruhigeren Sachen zusagten. Schwelgerische Kompositionen wie "All that's left" sind es, die mich mit ihrer unwiderstehlichen Melodieführung in einen melancholischen Glückszustand versetzen. In ähnlichen Gefilden bewegt sich auch das mit einigen rockigen Einsprengseln versehene, elfminütige "With your kiss". Nach dem recht einfallslosen "Sometimes they stay, sometimes they go" wartet mit "The slow crash landing man" die zweite Ballade des Albums. Dazu nur zwei Worte: Gänsehaut pur! Deutlich rockiger geht das anschließende "Wherever you stand" zu Werke, bevor es mit "Hereafter" wieder balladesker wird. Beide Lieder wissen in ihrem eigenen Stilkosmos zu gefallen, stellen aber keine Highlights des Albums dar. Ganz anders das nun folgende Ereignis. Die Titel 10 - 13 sind unter der Überschrift "As far as the mind can see" zusammengefasst, stellen also einen über 4 Einzelstücke verteilten, ingesamt ca. 16 Minuten andauernden Longtrack dar, der es in sich hat. Wobei "es" schlicht und ergreifend alles meint, was man sich von einem beardschen Song mit Überlänge nur wünschen kann: Ohrwurmrefrains, ausgeprägte Jazzanleihen und natürlich erhabene Melodien Kurzum: mit "As far as the mind can see" haben Spock's Beard den vielleicht besten Longtrack ihrer Karriere gezaubert.

"Rearragend" beschließt schließlich gut gelaunt und rockend ein herausragendes Werk, mit dem sich Spock's Beard eindrucksvoll zurückgemeldet haben. Der Bart ist wieder dran. Mögen die Haare weiterhin sprießen.


Bat Out of Hell III: The Monster Is Loose
Bat Out of Hell III: The Monster Is Loose
Wird angeboten von SDRC
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die triumphale Rückkehr der Fledermaus, 30. Oktober 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit Meat Loaf verbindet mich ein besonderes Verhältnis, war er doch der erste Künstler, mit dem ich mich bewusst auseinandersetzte, nachdem ich in meiner jugendlichen Unwissenheit jahrelang nur Chartmusik konsumierte. So gesehen habe ich es Meat Loaf zu verdanken, dass ich heute das höre, was ich höre (selbst wenn das Meiste davon mit Meat Loaf so viel zu tun hat wie Fledermäuse mit Sonnenlicht). Im Zuge dessen manifestierte sich auch mein Hang zu bombastischer Musik, weshalb ich "Bat out of hell II" schon immer dem ersten Teil vorzog, da mir die pathetischeren Kompositionen des zweiten Teils mehr zusagten. Inbesondere der Jahrhunderthit "I'd do anything for love", aber auch "I'd lie for you" und die herzzerreißende Ballade "Objects in the rear view mirror..." zählen zu meinen absoluten Lieblingsliedern. Deren Güteklasse wird auf dem dritten Teil zwar knapp verfehlt, aber das Album ist dem großen Namen dennoch würdig.
Schon der Opener macht unmissverständlich klar, dass auf einem Meat Loaf - Album kein Platz für subtile Klänge ist. "The monster ist loose" entfesselt wahrhaft ein Monster von einem Rocksong, das sich bis ins pompöse Finale steigert, auch wenn das I-Tüpfelchen vielleicht fehlt. Der Song stammt aus der Feder Desmond Childs und braucht sich vor einem Jim Steinman nicht zu verstecken, zumal Child mit "Alive" den besten Track des Albums beisteuert. Umrahmt wird dieser Höhepunkt von schön schwülstigen Balladen ("It's all coming back to me now"), von nostalgischen Steinman-Longtracks ("Bad for good"), von abgepfiffenen Metal-Schwergewichten ("In the land of the pig, the butcher is king"), von Bombast in seiner schönsten Form ("If god could talk"), von tanzbaren Hits ("If it ain't broke break it") und von epischen Musicals ("Seize the night"). Mit "The future ain't what it used to be" folgt dann noch ein herrliches Duett zwischen Meat Loaf und Jennifer Hudson.
"Bat out of hell III" macht alles richtig und deckt die ganze Bandbreite ab, die man von einem Album mit diesem Titel erwarten darf. Das Werk reiht sich gleichberechtigt neben den anderen Bat-Alben ein. Eine würdige Fortsetzung!


Maniacal Renderings,Ltd.
Maniacal Renderings,Ltd.
Wird angeboten von cd-dvd-shop
Preis: EUR 19,94

5.0 von 5 Sternen Der Geist aus den Ruinen, 22. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Maniacal Renderings,Ltd. (Audio CD)
Es ist vollbracht. Mit "Maniacal Renderings" setzt Jon Oliva die Erfolgsgeschichte von Savatage würdig fort. Das Album ist vollgepackt mit Reminiszenzen an längst vergangen geglaubte Zeiten, als der "Hall of the mountain king" noch in den "Streets" wandelte. Die 12 Songs, einschließlich das wunderbar melancholischen Bonustracks "Reality's Fool", decken im Prinzip die gesamte Bandbreite im Schaffen des schwergewichtigen Musikgenies ab. Ein Teil des Lobes gebührt jedoch auch seinem verstorbenen Bruder Criss Oliva, dessen bisher unrealisierte Ideen in "Maniacal Renderings" verarbeitet wurden. Möglicherweise ist in dieser Tatsache die Erklärung dafür zu finden, dass sich die Songs weniger prätentiös gerieren, als das noch auf "Tage Mahal" der Fall war. Für genug Bombast und Eingängkeit ist dennoch gesorgt. Allein der Titeltrack beschert einen Ohrgasmus nach dem anderen. Mit Ausnahme des verzichtbaren "Push it to the limit" gehen sämtliche Songs unter die Haut, wobei diesbezüglich vor Allem die mit balladeskem Charakter versehenen "Who's playing God", "Timeless flight", "Holes" und "Reality's Fool" Erwähnung finden sollen.

Es besteht für alteingesessene Savatage-Fans nun kein triftiger Grund mehr den alten Zeiten hinterherzutrauern, denn Jon Oliva gelingt es mit "Maniacal Renderings" nicht nur problemlos an diese anzuknüpfen, sondern überdies auch das beste Album seit "Streets" vorzulegen. Pflichtkauf für alle Savatage-Fans.


Variations on a Dream
Variations on a Dream

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Just beautiful, 19. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Variations on a Dream (Audio CD)
Eigentlich bleibt mir nichts anderes zu tun, als meinem Vorrezensenten in allen Punkten ausdrücklich zuzustimmen. Pineapple Thief verweben die Entrücktheit des psychedelischen New-Art-Rocks mit britischer Leichtigkeit - und lassen ihre Vorbilder wie Porcupine Tree, Radiohead & Co. teilweise verdammt alt aussehen. Den Höhepunkt des melancholischen Gefühlstrips stellt das tief verträumte "Vapour trails" dar. Ein Song, dessen Intensität den Hörer von allem Irdischen entkoppelt und in Sphären jenseits aller Vorstellungskraft katapuliert.

Aber selbst bei weniger episch konzipierten Liedern wie dem nachfolgenden "Run me through" erzeugen die so simpel wie effektiv gehaltenen Melodien eine einlullende Gänsehaut, an der alles Negative dieser Welt zu branden scheint wie Wasser auf glatten Fels.

Derartige Assoziationen entstehen im Prinzip bei jedem der zehn Kunstwerke. Lediglich das vierminütige Instrumental "Resident alien" bringt etwas Unruhe in den Fluss des Albums, was dem Genuss aber keinen großen Abbruch tuen sollte.

"Variations on a dream" sollte zum Pflichtprogramm all jener gehören, denen oben genannten Bands im positiven Sinne ein Begriff sind und/oder die melancholischen Kompositionen nicht abgeneigt sind, denn Pineapple Thief sind wahre Koryphäen auf diesem Gebiet. 63 Minuten ekstatische Streicheleinheiten für die Seele, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


This New Day
This New Day
Preis: EUR 5,73

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzerwärmend, 16. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: This New Day (Audio CD)
Unter objektiven Gesichtspunkten mag der Stil von Embrace ein wenig käsig, schmalzig, dick aufgetragen, kitschig, aufdringlich, pathetisch und massenkompatibel daherkommen. Alles negative Assoziationen, die im Prinzip zur Grundaustattung eines herzhaften Verrisses gehören. Aber wer kann schon Musik unter objektiven Aspekten bewerten, wo es doch die subjektivste Angelegenheit der Welt ist? Ich jedenfalls nicht. Ich kann zwar nachvollziehen, wenn man diese Art Musik nicht mag, aber im Gegenzug sollte man auch verstehen, wenn diese Musik jemanden die Freudentränen in die Augen treibt. Nun hänge ich zwar nicht flennend über der Surround-Anlage, aber wie schon im Jahre 2004, als ich Embrace mit dem überwältigenden Quasi-Comeback "Out of nothing" für mich entdeckte, treffen Embrace mit "This new day" genau meinen Nerv, wobei die wirklich magischen Momente etwas rarer gesät und die Kompositionen insgesamt nüchterner ausgefallener sind. Dafür ist die emotionale Dichte gewohnt hoch und einen Skipkandidaten gibt es sowieso nicht zu entdecken, auch wenn die Harmonien hier und da ein wenig zu banal und berechnend klingen. Das trübt den Gesamteindruck, der vor Allem durch herzerwärmende Songs wie "No use crying", "Natures law", "Celebrate", "Even smaller stones" und dem Titeltrack geprägt wird, aber kaum. Mit "This new day" ist Embrace erneut ein Album gelungen, das selbst die hartnäckigsten Depressionen in sanfte Melancholie umwandeln und die tristesten Tage aufhellen kann.


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