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Rezensionen verfasst von
Séamus Kennan

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MOSAIK Sammelband 02 Softcover: Die Wette
MOSAIK Sammelband 02 Softcover: Die Wette
von Klaus D Schleiter
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,30

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das dalmatische Dorf stellt sich weiterhin den Venezianern, 12. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
MOSAIK Sammelband 02. Die Wette

Auch im zweiten Sammelband dient das dalmatinische Dorf als Handlungsort für die Abrafaxe. Die vier Hefte, die hier zusammengefaßt sind, sind folgende: "Der Kampf um den Wald", "Der Besuch beim Pascha", "Vom Geier geholt" und "Der Zaubertrank". Wieder wird ein guter Mittelweg gefunden aus Ernsthaftigkeit und leichtem Spaß, ohne völlig in den Klamauk abzurutschen. Dazu kommt sogar versteckter Spott auf den Alltag der DDR-Oberen, wenn beispielsweise der türkische Pascha beim 'einfachen' Jägerleben gezeigt wird, war doch bekannt, daß Honecker & Co. ausländische Gäste gerne mit auf die Jagd nahmen. Außerdem wird eine kleine augenzwinkernde Variante über den Import des Kaffees in Europa gebracht.

In der falschen Annahme, die Türken könnten bereits auf dem Vormarsch sein, wollen die Venezianer fünf Galeeren bauen. Dafür brauchen sie Holz, wofür sie einen Teil des Waldes abholzen wollen, was nun die Bewohner des Dorfes nicht so einfach hinnehmen. Statt dessen will Harlekin gemeinsam mit den Abrafaxen dem türkischen Pascha dessen fünf Galeeren in einem Wettrennen abspenstig machen. Das ist die kurze Zusammenfassung des Inhalts dieses Bandes. Dazwischen gibt es noch kleinere Episoden, z.B. Califax' Begegnung mit der Schlafbeere, allerlei verschlungene Wege sind zu gehen, bis Harlekin und die Abrafaxe endlich im Lager des türkischen Paschas angekommen sind, und auf den letzten Seiten wird noch ein neuer Charakter eingeführt: Scaramuccio.

Im Anhang ist erneut viel informatives zur Geschichte der Abrafaxe, vor allem zu ihrer Einführung, also Bewerbung in der Tagespresse der DDR, zu finden, außerdem ein kurzer historischer Abriß zum Handlungsort Dalmatien und weiterführendes zu den Figuren des Paschas und des Pettipedale.

Fazit: Eine gute, interessante und witzige Fortführung von Band 01, der sich auch heute noch lohnt, gelesen zu werden, sei es aus Nostalgie oder mit den Augen der Neuentdeckung.


Tubular Bells-the Ultimate Edition (Ltd.Edt.)
Tubular Bells-the Ultimate Edition (Ltd.Edt.)
Preis: EUR 83,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Stück Musikgeschichte, 8. April 2013
Tubular Bells-the Ultimate Edition (Ltd.Edt.)

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich tatsächlich fast 80€ für diese Ultimate Edition ausgegeben hätte. Sicher nicht, wobei ich damit nicht sagen will, daß es dieses Paket nicht wert wäre, ganz im Gegenteil! Eine bessere Ausgabe wird es zu diesem genialen Album nicht mehr geben, also ist die Bezeichnung definitiv richtig gewählt. So enthält dieses ultimative Album nicht nur die Originalversion aus dem Jahre 1973, sondern zudem die neue Abmischung von 2009 samt Bonus-Track "Mike Oldfield's Single", die mir persönlich ausgesprochen gut gefällt, weil sie auf ganz spezielle Weise mit dem Tubular-Bells-Motiv spielt. Abgerundet wird das Klangerlebnis noch durch eine CD mit den Demos von Tubular Bells sowie eine DVD für das besondere audio-visuelle Erlebnis. Als Höhepunkt und Abrundung des Ganzen fungiert aber wohl das Vinyl-Album - es ist einfach ein ganz anderes Hörerlebnis, Musik vom Plattenspieler zu hören - am besten also Kopfhörer an die Anlage, dann aufs Sofa legen und einfach genießen.

So eine umfangreiche Ausgabe wäre allerdings nicht vollständig, wenn es nicht noch eine umfangreiche Dokumentation gäbe samt Kinkerlitzchen und Nippes. Die Dokumentation manifestiert sich in einem hochwertigen und großformatigen Hardcoverbuch, das sowohl mit einer umfangreichen und detailierten Entstehungsgeschichte aufwartet sowie seltenen Bilddokumenten. In die Hülle der Vinylplatte sind schließlich folgende Dinge integriert bzw. beigelegt:

- ein ca. 55x82cm großes Poster
- ein Faltblatt mit visuellen Impressionen von 'The Manor'
- der Track-Sheet von Tubular Bells aus dem The Manor als Faltblatt
- eine Postkarte von einer Photographie von Mike Oldfield
- eine Pikcard von vier Plektren zum Heraustrennen mit dem Tubular-Bells-Motiv

Was nun den Nippes - mancher mag es auch Fanutensilien nennen - betrifft, hätte es den für mich nicht unbedingt gebraucht. Die Plektren sind zum Spielen ungeeignet, machen sich also nur gut, um beispielsweise das Poster zu rahmen und den Viererblock dann mit hinter die Glasscheibe zu klemmen. Selbstverständlich kommt es am Ende auf die Musik an und ganz sicher noch, um Hintergründe und Entstehung zu erfahren. Und da alles das ausschöpfend geboten wird, kann ich hier nur alle fünf Sterne vergeben.

Fazit: Dank meiner Ex-Kollegen, die mir dieses großartige Album zum Abschied geschenkt haben, mußte ich mir nicht die Frage stellen, ob es mir die €80 wert ist. Das Album selbst ist es definitiv wert, als perfektes Stück Musikgeschichte, das keine Wünsche mehr offenläßt.


MOSAIK Sammelband 01 Softcover: Aufruhr in Ragusa
MOSAIK Sammelband 01 Softcover: Aufruhr in Ragusa
von Klaus D Schleiter
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,30

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein mehr als gelungener Start für die Abrafaxe, 8. April 2013
MOSAIK Sammelband 01. Aufruhr in Ragusa

Nach den Digedags erschienen nun (Januar 1976) die Abrafaxe als monatliche Folge im Mosaik, eines der wenigen DDR-Erzeugnisse, die die Wende überlebt haben (auch wenn die neuen Hefte qualitativ bei weitem nicht an die alten heranreichen, das aber nur nebenbei). Über diese Neuauflage habe ich mich nun sehr gefreut, hatte ich die alten Hefte als Kind doch immer bei meinen Großeltern gelesen (allerdings erst ab Jahrgang 1981) und sie ab 1986 dann auch selbst im Abo meiner Eltern. Wer die DDR aktiv miterlebt hat, weiß, wie schwer es war, ein Abo des Mosaik zu bekommen. Da wurde vererbt oder auch unter Nachbarn getauscht, im Laden waren die Hefte nur unter der mysteriösen Ladentheke zu bekommen - wenn überhaupt. Mit der Neuauflage konnte ich also endlich die Lücken meiner Kindheit schließen und mich noch einmal davon überzeugen, daß die Geschichten im Mosaik tatsächlich so gut sind, wie ich sie in Erinnerung hatte.

Das Konzept, das als Ausgangslage und Beginn der neuen Geschichten um die Abrafaxe dient, ist natürlich klar auf die Ideologie des Sozialismus zugeschnitten. Und auch wenn das Mosaik nicht völlig von roter Tinte durchdrungen war wie andere journalistische Elemente in der DDR, so mußte man schon gewisse ideologische Elemente bedienen, um überhaupt in der DDR bestehen zu können. Und so sind im Mosaik die Protagonisten einfache, kleine Leute, die sich den großen Reichen und Mächtigen listenreich entgegenstellen. Reichtümer anzuhäufen war natürlich verpönt, denn alles gehörte im Sozialismus schließlich allen - eine gerechte Umverteilung war also das ideale Ziel.

Das Mosaik beginnt nun mit Harlekin als Spaßmacher, der im dalmatinischen Grenzdorf Ragusa auf die Abrafaxe, i.e. Abrax, Brabax und Califax, trifft. Die hier vorgestellten drei kleinen Kobolde sind Deserteure aus dem Krieg der Venezianer mit den Türken und besitzen ihrerseits klar definierte Eigenschaften, die sich gegenseitig ergänzen aber auch allein bestehen können. Die ersten vier Bände, die in diesem ersten Sammelband zusammengefaßt sind, lauten: "Das Geheimnis der Grotte", "Die Türkenschlacht", "Das Mühlenschiff" und "Die gestohlene Muskete". Anders als zuweilen spätere Nachfolger sind die Geschichten kurzweilig erzählt und bedienen sich einer beinahe geschliffenen Sprache (auch das ist heutzutage nicht mehr der Fall, wo mir persönlich ein wenig zu klamaukig und ab und an auch gossenhaft gesprochen wird).

Im zwölfseiten Anhang wird u.a. darauf verwiesen, daß sogar Asterix-Zeichner Albert Uderzo als eine Inspirationsquelle benutzt wurde. So kann Califax' Rosmarinextrakt als eine Art gallischer Zaubertrank angesehen werden, das dalmatinische Dorf, das sich gegen die Venezianer verteidigt als gallisches Dorf, das den Römern trotzig die Stirn bietet. Und wenn Harlekin gleich im ersten Heft eine lateinische Inschrift übersetzt, ist sogar noch ein wenig Bildung dabei. Auch Brabax ruft hin und wieder antike Gelehrte an, die zur Recherche anregen.

Nicht zuletzt ist in diesem ersten Sammelheft bereits ein Anklang auf die stets großartigen doppelseitigen Abbildungen gelegt, bei denen flüchtiges Anschauen nie ausreicht. Diese sogenannten Wimmelbilder sind voll von Ideen, kleinen Episoden im großen Bild und zeugen von der Freude, die die Zeichner hatten. Überhaupt sind es auch die Hintergründe und der Detailreichtum der Zeichnungen, die das Mosaik so gelungen machen, und mit der besseren Papierqualität der neuen Sammelbände fügt man den Heften auch mit mehrmaligem Lesen keinen Schaden mehr zu.

Fazit: Wer die alten Mosaik-Hefte aus seiner Jugend mochte, wird diese Neuauflage lieben. Dieser erste Band führt die neuen Abrafaxe gut ein und weiß auch sofort, spannende Geschichten zu erzählen.


Tubular Bells 2
Tubular Bells 2
Preis: EUR 7,79

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein erster Oldfield und immer noch einer der besten, 4. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Tubular Bells 2 (Audio CD)
Tubular Bells 2

Ein Arbeitskollege hatte mich einst auf dieses Album und damit Mike Oldfield überhaupt aufmerksam gemacht. Das ist mittlerweile über zehn Jahre her, und obwohl ich seitdem so ziemlich alles von Oldfield bisher Erschienene hoch und runter gehört habe, gefällt mir 'Tubular Bells II' noch immer am besten.

Zu den Gründen: Ich kenne natürlich auch den Ursprung, die erste Version von 'Tubular Bells' von 1973, als Oldfield gerade 19 Jahre alt war. Das klingt in der Tat ursprünglich, rebellisch fast und noch ein wenig unreif; fast zwanzig Jahre später ist es in meinen Augen durchdachter, man spürt, daß sich Oldfield viele Gedanken darüber gemacht hat, wie das Stück an die Zeit angepaßt werden (um das Wort 'modern' zu vermeiden, denn um dem Zeitgeist zu entsprechen war Oldfield ja noch nie ein Anliegen), wie er mit den Motiven spielen kann und es doch noch als 'Tubular Bells' erkannt wird. Und das alles ist ihm mehr als gelungen. Bei Filmen sagt man oft, daß Remakes oder Fortsetzungen selten an das Original heranreichen, doch bei 'Tubular Bells II' ist das nicht so: während das Original gewissermaßen der noch unausgereifte kindliche Prototyp war, ist die zweite Version der ausgereifte junge Erwachsene, der noch immer spielerische Elemente enthält wie den witzigen Trialog am Ende, aber auch Reminiszenzen an britische Militärmusik wie den Marsch mit den Dudelsäcken kurz zuvor. Daß der Ansager der Musikinstrumente und Keyboardklangfarben Alan Rickman ist (der jedoch im Booklet nicht aufgeführt wird), ist für mich selbst noch ein zusätzliches Bonmot, das mir diese CD immer wieder zum Hörerlebnis macht.

Fazit: Durch 'Tubular Bells II' bin ich zum Oldfield-Fan geworden und würde auch jedem unbedarften Neuling diese Scheibe als Einstieg empfehlen.


Kein Titel verfügbar

3.0 von 5 Sternen Ein Ei, was nicht wirklich hält, was es verspricht, 30. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
theeggball Hackyegg - Der anspruchsvolle Footbag in Eierform

Gleich vorneweg muß ich sagen, daß ich fast noch Anfänger bin, was die Footbags angeht; es kann also sein, daß ein absoluter Profi mit dem Footbag-Ei besser zurecht kommt als ich, aber darauf bezieht sich meine Bewertung auch nicht bzw. liegen die zwei Sterne Abzug an anderer Stelle.

Alle Daten und Fakten zu dem etwas ungewöhnlichen Footbag sind ja in der Artikelbeschreibung bereits angegeben, also muß ich das nicht wiederholen. Allerdings muß ich zum Material etwas bemerken: von der Abbildung her hatte ich eine gummi- oder kautschukartige Oberfläche erwartet, was mir auch besser gefallen hätte. Statt dessen entpuppt sich besagtes 'Suede Material' als schnell verschmutzter, beinahe papierartig anmutender Synthetikstoff, der sich zudem sehr billig anfaßt. Die PVC-Kugelfüllung ist großzügig gehalten, d.h. das Ei ist sehr stramm, vermutlich auch, um die Eiform dauerhaft zu halten. Das Gewicht ist in Ordnung, aber für Spiele über die Leine oder ein Volleyballnetz dann doch ein wenig zu leicht.

Fazit: Wirklich in Form bleibt das Ei nicht, dafür ist die Füllung nicht ganz straff genug. Nach kurzer Zeit sieht das Obermaterial bereits stark verschmutzt aus, für den geringen Preis ist das aber wohl in Ordnung. Ansonsten ist das Ei aber nur für wirkliche Könner zu empfehlen. Anfänger dürften es bald in die Ecke legen und dort verstauben lassen.


atFoliX Fußball 2012 Irland Flagge Designfolie für Samsung Galaxy S3 GT-I9300
atFoliX Fußball 2012 Irland Flagge Designfolie für Samsung Galaxy S3 GT-I9300
Preis: EUR 3,42

5.0 von 5 Sternen Schutz und Schmuck für das Samsung Galaxy S3, 29. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
atFoliX Fußball 2012 Irland Flagge Designfolie für Samsung Galaxy S3 GT-I9300

Im September 2012 habe ich mir die irische Variante dieser Polymer-Folie für meinen Samsung Galaxy S3 gekauft, und nach nun mittlerweile sieben Monaten im Einsatz gebe ich hiermit ein kleines Fazit:

Das Auftragen der Folie verlief überraschend leicht (ich habe da durchaus auch schon schlechte Erfahrungen gemacht), und auch, wenn man eine Aussparung beim ersten Mal nicht paßgenau aufklebt, so kann man die Folie nochmals ablösen und es noch einmal probieren. Da entstehen keine Knicke, Eselsohren oder Risse. Ein Mitrezensent hatte bemängelt, daß eine Aussparung fehlen würde; dieses Problem wurde allerdings behoben. Man kann alles sehen und bedienen, genauso als wäre keine Folie auf dem Gerät angebracht.

Seit den sieben Monaten nun sieht alles noch genau so aus wie kurz nach dem Auftragen: die Oberfläche hat eine Art von Schlangenhautstruktur, so daß sich das Smartphone nicht nur gut anfassen läßt, sondern zudem nicht nur das Gerät von Schmutz fernhält, sondern auch die Folie selbst. Die Farben sind auch nicht verblaßt oder ähnliches. Alles in allem also kann ich diese Folie sehr empfehlen: sie schützt nicht nur das Smartphone, sondern zeigt Außenstehenden zudem, welchem Land das Herz des Besitzers gehört.


Grolier Ornamentali - Notizbuch Midi Flexi Unliniert - Paperblanks
Grolier Ornamentali - Notizbuch Midi Flexi Unliniert - Paperblanks

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein meisterhaftes, inspirierendes Notizbuch, 28. März 2013
Grolier Ornamentali - Notizbuch Midi Flexi Unliniert - Paperblanks

Mittlerweile stehen sie beinahe in jedem größeren Buchladen: die drehbaren Verkaufsregale für das mittlerweile fast unüberschaubar gewordene Notizbuchangebot von Paperblanks. Und selbstverständlich haben sie auch ihren Weg zu Amazon gefunden. Bibliophiler als diese Bücher kann man Beschreibstoffe im Grunde nicht gestalten und herstellen. Und dieses Exemplar 'Grolier Ornamentali' gehört zu den schönsten überhaupt.

Das Format Midi ist ein wenig kleiner als A5 und entspricht somit in etwa der Größe eines handelsüblichen - bereits mit Inhalt gefüllten - Buches. Wenn wir uns nun von außen nach innen vorarbeiten, so fällt beim ersten Blick die Reliefstruktur auf dem Deckel auf: florale, orientalisch anmutende, verschlungene, aber dennoch in geometrischem Muster angeordnete Goldlinien sind in den Papierumschlag geprägt, der ein wenig gefüttert zu sein scheint, so daß der Deckel nicht so steif und hart ist wie die üblichen Notizbücher von Paperblanks, sondern auf Druck mit den Fingern ein wenig nachgibt - ein mehr als gelungener Effekt, um die Illusion eines Ledereinbandes zu suggerieren. Die Stirnseite ist in sieben Fächer geteilt; sechs erhabene Streben tragen zusätzlich zum haptisch eindrucksvollen Gesamterscheinungsbild bei. Die Färbung des Umschlags ist in abgegriffen erscheinenden Brauntönen gehalten. Und ein kleiner Verschluß an der Seite sorgt für die Vollendung der äußeren Perfektion. Das i-Tüpfelchen wird dem ganzen allerdings noch aufgesetzt, wenn man sich den Seitenschnitt anschaut, der das florale Grundthema dieses Buches in rot-braun-Tönen wiederholt aufgreift.

Öffnet man nun den Verschluß, folgt zunächst ein bronzefarbenes Schmutzblatt und darauf 120 Blätter (oder 240 Seiten) unliniertes, leicht strukturiertes, dickes, ein wenig gelbliches Papier mit abgerundeten Kanten. An der oberen Kante ist - wie bei Paperblanks sonst so auch üblich - ein rotes Lesebändchen angebracht, und am Schluß, an der Innenseite des hinteren Buchdeckels befindet sich auch hier die Einschubtasche für den ein oder anderen Notizzettel, Visitenkarten oder was dort auch sonst Platz findet.

Als Pate für dieses wahre Schmuckstück stand eines der letzten Anschaffungen des Bibliophilen des 15. / 16. Jahrhunderte, Jean Grolier, der zu seinem Tod eine der größten privaten Bibliotheken seiner Zeit angesammelt hatte. Der Preis ist mit knapp 23€ wie immer nicht ganz billig, und im Grunde habe ich auch genügend Notizbücher, die ich wohl in fünf Jahren nicht mit Inhalt werde füllen können. Doch trotz daß ich dieses Buch ohne wirklichen Anlaß gekauft habe, hat es mich bereits zu einem neuen Projekt inspiriert, auf das ich mich schon freue - vor allem natürlich, weil ich dieses Buch, das schon von außen ein Blickfang ist, nun auch von innen mit etwas ihm entsprechendem füllen möchte.

Fazit: Dieses Notizbuch spricht nicht nur alles Sinne an, es kann auch inspirieren und motivieren. Was mehr kann man von solch einem Buch erhoffen oder gar erwarten?


Bibliothek Arabischer Klassiker / Löwe und Schakal - Altarabische Fabeln: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
Bibliothek Arabischer Klassiker / Löwe und Schakal - Altarabische Fabeln: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
von Gernot Rotter
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von mcbook40
Preis: EUR 8,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom bestmöglichen Umgang mit einem König, 20. März 2013
Bibliothek Arabischer Klassiker: Löwe und Schakal. Altarabische Fabeln

Wenn man den Inhalt dieses Buches kurz zusammenfassen möchte, dann wohl so, daß man hier eine Art Leitfaden darüber zur Hand hat, wie man mit einem König, einem Alleinherrscher, am besten umgeht. 'Am besten' bedeutet hier: zum besten des Königs und zum besten für einen selbst.

Der Untertitel dieses Buches, "Altarabische Fabeln", ist vielleicht nicht völlig richtig, denn ähnlich wie "1001 Nacht" oder "101 Nacht" ist die Erzählung von "Löwe und Schakal" eine einzige Geschichte mit Rahmenhandlung und Binnengeschichten, eben ganz in der Tradition arabischer Erzählungen. Es ist also eine einzige Fabel, die aus vielen kleinen Fabeln besteht - von daher kann man den Untertitel vielleicht auch stehenlassen.

In dieser Erzählung nun kommen, wie Titel und Deklaration des Inhalts als Fabel bereits suggerieren, keine Menschen vor, sondern Tiere sind die Helden der Geschichte. Der Löwe repräsentiert den König, also den Herrscher über alle Tiere; der Schakal ist ein Außenstehender, der dem Löwen mit guten Ratschlägen zu Diensten sein möchte. Das mag für uns etwas befremdlich wirken, steht der Schakal hierzulande doch eher für einen Aasfresser und in der westlichen Fabel als ein verschlagenes Wesen, das andere hinters Licht führt, um das zu bekommen, was er will. In dieser Geschichte ist genau das Gegenteil der Fall: zunächst wägt der Schakal ab, wie er zum König vordringen kann, ohne sich verdächtig zu machen, dem König etwas schlechtes zu wollen. Er berät sich mit einem Freund, der ihm von seinem Vorhaben abrät, doch der Schakal ist läßt sich davon nicht abbringen, sondern beharrt auf seinem Vorhaben, so daß sein Freund ihm Tips und Tricks verrät, wie er sich gegenüber dem König zu verhalten hat, wie er in seiner Gunst soweit aufsteigen und sich ihm nähern kann, um ihm fortan zu Diensten sein zu können. Dabei wird in der Erzählung auch dargelegt, daß der Untertan - in dem Falle der Schakal - gar keine andere Wahl hat, seine Dienste also dem Löwen sogar anbieten muß.

Als es der Schakal schließlich an den Hof des Löwen geschafft hat und zum engsten Berater aufgestiegen ist, folgen einige Regeln dahingehend, wie man sich gegenüber dem König, aber auch gegenüber seinen übrigen Beratern verhalten muß. Denn naturgemäß wird man, je höher man in der Gunst des Königs steht, desto mehr beneidet. Hier nun gibt es nicht nur Regeln für den Untertan, sondern auch eben solche für den König, etwa, daß der sich seine Berater genau auswählt und bei Beschuldigungen nicht überstürzt bestraft, sondern diese zunächst nach allen Seiten hin auf ihren Wahrheitsgehalt prüft.

Das Ende sei hier nicht verraten, allerdings ist es ebenso an Höhepunkt oder Spannung arm, wie das in arabischen Erzählungen oft der Fall ist. Von einer Binnengeschichte wird man zur nächsten philosophischen Betrachtung geführt; ab und zu eingestreut sind Lebensweisheiten, die nicht nur für eine Existenz in einem frühmittelalterlichen Königreich dienlich sind. Das Buch wird schließlich abgerundet mit einigen Anmerkungen zum Text und einer kurzen Bibliographie. Alles in allem ein wahres Kleinod der arabischen Fabeldichtung und von meiner Seite sehr zu empfehlen.


101 Nacht: Aus dem Arabischen erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott nach der Handschrift des Aga Khan Museums
101 Nacht: Aus dem Arabischen erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott nach der Handschrift des Aga Khan Museums
von Claudia Ott
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 101 Nacht - die kleine Schwester von 1001 Nacht, 19. März 2013
101 Nacht: Aus dem Arabischen erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott nach der Handschrift des Aga Khan Museums

"101 Nacht" ist ein ideales Beispiel dafür, wie man Wissenschaft und profane Belletristik miteinander verbinden, wie man einem interessierten, wissenschaftlich nicht vorgeprägten Publikum den Zugang zu wissenschaftlich aufbereiteten Texten vereinfacht und überhaupt ermöglichen kann. Hierzulande ist es ja durchaus noch üblich (und zum Teil gewollt), daß sich Wissenschaft vom 'normalen' Volk abgrenzt und abhebt. Da kann "101 Nacht" eine begrüßenswerte Mittlerposition einnehmen. Allerdings sollte der interessierte Leser auch aufgeschlossen genug sein, sich auch den Anhang des Buches durchzulesen, am besten noch vor den eigentlichen Erzählungen von "101 Nacht". Dort wird man nämlich nicht nur über die Entstehungszeit der Handschrift, die hier als Textgrundlage dient, informiert, sondern auch über den gesamten Prozeß der Entstehung dieser Ausgabe. So erfährt auch der interessierte Laie, mit welchen Schwierigkeiten und Tücken die Übersetzerin Claudia Ott zu kämpfen hatte, und das in sehr verständlicher, mitnichten wissenschaftlich abgehobener Sprache.

In ähnlichem einfachen Sprachduktus sind auch die eigentlichen 17 Geschichten aus "101 Nacht" verfaßt, was jedoch dem Arabischen an sich entspricht. Da gibt es keine in sich verschlungenen Schachtelsätze; die Erzählungen werden beinahe lakonisch zum besten gegeben. Kinder würden diese Geschichten also auch verstehen, und doch sollten diese besser nicht als Gute-Nacht-Lektüre verwendet werden. Schließlich werden hier reihenweise Frauen vergewaltigt (die das aber offenbar nicht als solche verstehen, sondern im Gegensatz dazu noch beglückt scheinen), Menschen umgebracht - teilweise gar ohne erkennbaren Grund, sonstige Verfehlungen werden Gottesprüfungen zugeschrieben, die später leichtfertig vergeben werden. Diese Inhalte darf man selbstverständlich nicht nach heuigen Moralvorstellungen bewerten. Sie wurden im 13. Jahrhundert aufgeschrieben, entstammen jedoch einer viel älteren mündlichen Tradition. Dieser wiederum verdanken wir die häufigen Wiederholungen im Text, Synonyme kehren wieder, was in vorigen Rezensionen teilweise als ermüdend oder sinnfrei wahrgenommen wurde. Wenn man sich aber klarmacht, daß wir hier eine Übersetzung vor uns haben, daß die Sprache im arabischen Original viel mehr Musikalität enthält, Reime, die im Deutschen so nicht wiederzugeben sind und man sich zudem vorstellt, daß Geschichtenerzähler im Nahen Osten oder auch in Andalusien diese Erzählungen frei rezitierten, dann leuchten die Wiederholungen durchaus ein. Sie sind nicht nur für den Erzähler eine Art von Etappenziel und -beginn, sondern dienen auch dem Zuhörer dazu, sich später noch an die ein oder andere Geschichte erinnern zu können, wenn er einzelne Motive mehrmals hört.

Als Fazit möchte ich demnach jedem ans Herz legen, aufgeschlossen zu sein, bei Unkenntnis der arabischen Erzähltradition zunächst den Anhang zu studieren und sich ansonsten auch an der wundervollen Gestaltung dieses Buches zu erfreuen
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2014 9:23 AM MEST


Stirb langsam (Special Edition, 2 DVDs im Steelbook)
Stirb langsam (Special Edition, 2 DVDs im Steelbook)
DVD ~ Bruce Willis
Wird angeboten von Ewkamultimedia
Preis: EUR 16,80

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bruce Willis vs Alan Rickman, 11. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Stirb langsam (Special Edition, 2 DVDs im Steelbook)

Um eins vorneweg zu sagen: ich bin kein Freund von Bruce Willis, und ich mag auch seine Darstellung als John McClane in 'Die Hard' nicht. Trotzdem vergebe ich diesem Film und auch der DVD alle fünf Sterne, was ausschließlich an Alan Rickman liegt. Ich habe diese DVD ausschließlich seinetwegen gekauft und wurde nicht enttäuscht.

Zum Filminhalt will ich nicht mehr zu viel sagen, denn der dürfte mittlerweile - auch durch die unzähligen Rezensionen hier - hinlänglich bekannt sein. Im Grunde ist es aber auch einer dieser typisch amerikanischen Filme vor dem Fall der Mauer: (guter) vereinzelter Amerikaner kämpft in Cowboy-Manier gegen (böse) Gruppe deutscher / russischer / nicht-amerikanischer Terroristen und besiegt sie am Ende selbstverständlich. Daß Alan Rickmans Charakter Hans Gruber (in der deutschen Synchronisation zu Jack Gruber gemacht) auch noch ein Intellektueller ist, während Bruce Willis durch Gossensprache und Kraftausdrücke auffällt, soll vermutlich dem Publikum klarmachen, daß nur der Mittelklassenarbeiter mit ausreichender Bildung das Zeug zum 'guten' Menschen hat. Zu hohe Bildung bringt offenbar nur auf dumme Gedanken. Man sieht: dem Inhalt und der Rollenverteilung kann ich nicht wirklich viel abgewinnen.

Nun habe ich hier ein paar Kritiken gelesen, die die veränderte deutsche Tonspur kritisiert haben. Offenbar wurde der Film zweimal synchronisiert und das beim zweiten Mal nicht zu seinem Vorteil. Das kann ich nicht beurteilen, weil ich mir bei den von mir gekauften DVDs nur das Original anschaue. Deshalb kaufe ich sie auch: um das Original anzusehen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur ein deutscher Synchronsprecher auch nur in die Nähe von Alan Rickmans Stimmlage und Intonisation kommt. Außerdem geht bei der Synchronisation auch viel von Umgebungsgeräuschen verloren. Nun kann ich die Kritik von der veränderten Synchronisation zwar nachvollziehen, weil die meisten an die erste Version gewöhnt sind und entsprechend bei einer Veränderung sich erst einmal wieder an das Neue gewöhnen müssen, doch kann ich es bei einer DVD nicht wirklich verstehen. Die deutsche Version kann man schließlich immer mal wieder im Fernsehen anschauen; die DVD an sich hat seine Daseinsberechtigung für mich wegen der Originalversion und Zusatzinformationen.

So bleibt mir als Fazit noch festzuhalten: Ich liebe an dieser DVD, daß ich von einer Szene mit Alan Rickman zur nächsten vorspulen kann, das Steelbook hält die beiden DVDs immer geschützt, und wenn ich sie in meinen DVD-Schrank stelle, schaut mich auch Bruce Willis nicht mehr an. Vollkommen perfekt also!


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