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Beiträge von Helga König
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Rezensionen verfasst von
Helga König
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Natürlich süß!: Rezeptideen für Kuchen, Desserts und mehr. Alternativ süßen ohne Industriezucker
Natürlich süß!: Rezeptideen für Kuchen, Desserts und mehr. Alternativ süßen ohne Industriezucker
von Johanna Handschmann
  Gebundene Ausgabe

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genuss ohne Reue. Das gibt es tatsächlich., 20. März 2014
Johanna Handschmann stellt in ihrem reich bebilderten Rezeptbuch Ideen für Kuchen, Desserts und mehr vor, die ohne Industriezucker zubereitet werden. Das ist nicht nur für Diabetiker interessant, sondern auch für Menschen, die nicht zuckerkrank werden wollen.

Lust auf Süßes haben viele und meinen deshalb, sie könnten nicht auf raffinierten Haushaltszucker verzichten. Das aber ist ein Irrtum. Die Autorin klärt gut über den Hinkefuß "Haushaltszucker" auf. Der Bundesbürger verzehrt im Schnitt täglich 20 Teelöffel Zucker. Unglaublich. Das ist nicht gesund, weil das Risiko an Diabetes zu erkranken sich aufgrund solcher Haushaltszuckerorgien immens erhöht. Wie viel Zucker tolerierbar ist, kommt zur Sprache und man erfährt auch, welche sonstigen Gesundheitsstörungen aufgrund eines übermäßigen Zuckerkonsums entstehen können. Dann wird man über die Alternativen zu Zucker aufgeklärt. Dabei überzeugt mich Kokosblütenzucker aufgrund der vielen Nährstoffe und Mineralien am meisten, auch der niedrige GI-Werte von 35 lässt aufhorchen.

Es wird eine Fülle von Alternativen näher erläutert und auch gezeigt, wofür sie sich am besten eignen, bevor der Rezeptteil seinen Anfang nimmt.

Untergliedert ist dieser in:

Kuchen, Tartes & Torten
Muffins, Kleingebäck & Waffeln
Süße Hauptgerichte
Süße Snacks, Desserts & Eis
Feine Kleinigkeiten, Aufstriche & Drinks.

Die einzelnen Rezepte sind schrittweise und sehr gut erläutert. Zubereitungszeit, auch die Kühl- und die Backzeit werden genannt.

Wer gerne Süßes isst und dies sorglos tun möchte, dem sei dieses Buch an Herz gelegt. Die Rezepte überzeugen, weil sie Genuss ohne Reue versprechen und auch halten.

Empfehlenswert.


Von Apfelsaft bis Zitronenlikör: Feine Getränke selbst gemacht
Von Apfelsaft bis Zitronenlikör: Feine Getränke selbst gemacht
von Susy Atkins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wussten Sie, dass man aus Löwenzahn-Blütenköpfen Wein zubereiten kann?, 19. März 2014
Rechtzeitig bevor die warme Jahreszeit beginnt, wartet Susy Atkins mit einem bemerkenswerten Rezeptbuch für Getränke auf.

70 Getränke aus Früchten, Kräutern, Blüten und Gewürzen lernt man zuzubereiten und erfährt zunächst Wissenswertes über Pflanzen und Bezugsquellen. Für das Herstellen dieser Getränke eignen sich besonders Erdbeeren, Himbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Äpfel, Birnen, auch Chilis und Kräuter. Man erfährt wie man die beste Qualität erhält, liest Näheres zu Erntezeiten und kann sich über die zehn wichtigsten Utensilien für die Zubereitung und auch über zusätzliche Zutaten wie etwa Zucker und Hefe kundig machen.

Näher erläutert werden Sachverhalte wie Gärung, Abstich, auch Lagerung und man erhält Infos zur Fehlerbehebung von Mängeln, die beim Gären entstehen können.

Untergliedert sind die Rezepte in die Rubriken: Blütenzauber, Sommerliche Erfrischungen, Wildobst-Geschenke der Natur, Spritziges mit Zitrusfrüchten, Äpfel und Birnen, Winterweine und Traubensaft, Honig und Ingwer, Tee, Hochprozentiges mit Pfiff und Getränke für besondere Anlässe.

Die einzelnen Rezepte werden schrittweise erläutert. Man findet Köstliches im Hinblick auf Limonaden, Liköre, Weine und Schnäpse. Ob nun Erdbeer-, Brombeer- oder Stachelbeerwein, Himbeergin oder Crème de Cassis, Eichenblätterwein oder Brenesselbier, Rezepte gibt es viele, die darauf warten zubereitet zu werden, sogar für Honigwein, allerdings weit entfernt von dem Gebräu alter Germanen, was die Rezeptur anbelangt und Teezubereitungen in vielerlei Variationen. Der Masala-Chai ist hierbei mein persönlicher Favorit.

Zum Schluss erfährt man, welches Getränk zu welchem Essen oder Anlass geeignet ist. Gin aus wilden Mirabellen wird beispielsweise zu Käse gereicht und zu Meeresfrüchten ein Rhabarberwein. Wer lieber ein alkoholfreies Getränk mag, kann den Hagebuttensirup delektieren oder eine Kirschlimonade trinken. Alles ist möglich. Das Buch hält für jeden etwas bereit.

Empfehlenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 26, 2015 12:08 AM CET


Kochen nach Farben. 12 Farben - 12 Menüs
Kochen nach Farben. 12 Farben - 12 Menüs
von Tatjana Reimann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Kochen nach Farben. 12 Farben - 12 Menüs ..., 18. März 2014
Ein interessantes Experiment. Hier wird Kochen zur Kunst und zwar nicht nur im herkömmlichen Sinne der Kochkunst.

Kochen nach Farben finde ich sehr inspirierend. Genau darum geht es im vorliegenden Buch, in dem zwölf Farben und zwölf Menüs thematisiert werden.

Die Rezepte für dieses Buch wurden nach der Maßgabe entwickelt, möglichst viele Zutaten der vorgesehenen Farbe in einer Liste zusammenzutragen und daraus unterschiedliche Speisen und Getränke zuzubereiten. Die Farben entwickelten sich aus einem Saisonkalender, weil die Zutaten alle möglichst frisch, regional und saisonal sein sollten, da sie nur dann wirklich aromatisch, reif, saftig und leicht erhältlich sind, so die Autoren Tatjana Reimann, die Co-Gründerin des Labels kolor Studio für Gestaltung und die beiden Diplomdesigner Caro Mantke und Tim Schober.

Die Menüs im Buch wurden ohne künstliche Farbstoffe zubereitet und sind allesamt visualisiert worden. Ziel ist es, ein bestimmtes Farbergebnis zu erlangen, in dem man bestimmte Lebensmittel einsetzt.

Wie die Autoren erläutern, hat nicht selten die Farbe der verwendeten Zutaten den Geschmack dirigiert. Einfarbiges Kochen bedeutet letztlich, wie in einem Labor mit den Elementen Geschmack, Farbe und Optik zu experimentieren.

Die Gerichte wurden in einer kleinen Küche mit einfacher Ausstattung zubereitet und zwar auf dem Gasherd und im Umluftofen.

Ich finde die Idee interessant, weil normalerweise ja die Aromen im Vordergrund stehen. Als Liebhaberin schöner Farben begeistert mich das Buch vor allem unter gestalterischen Gesichtspunkten. Ein weißes Menü finde ich wenig appetitanregend,- ich assoziere es mit Krankenhauskost-, anders hingegen ein grünes Menü, das ich sogleich zu Beginn studiert habe und das mich auch geschmacklich in jeder Beziehung anspricht. Man erfährt die Rezepte für den Aperitif "Kiwi-Limetten-Bowle", für das Entrée "Gekühlte Avocado-Suppe", die Vorspeise "Lauwarmer grüner Spargel-Salat", das Hauptgericht "Hähnchenbrust mit Oliven-Pesto und Zucchini-Carpaccio", das Dessert "Grüner –Tee-Eiscreme mit Pistazien-Keksen", für Getränk "Grüne Trauben-Limonade" und für den Digestif "Triple Green Mojito"

Die Rezepte werden sehr gut erläutert und die Gewürze sind bestens gewählt, so dass durch die perfekt abgestimmten Aromen ein hervorragendes Geschmacksergebnis erzielt werden kann bei aller Einfarbigkeit.

Speisen in Grün-, Gelb-, Orange und Rottönen sprechen mich mehr an als schwarze, weiße, braune und lila Menüs. Hier greift die Farbpsychologie und deshalb bin ich mir nicht sicher, ob man Gästen ein lila Menü kredenzen sollte. Gottlob ist die Farbauswahl im Buch groß.

Ideal, wenn man ein edles Tafelgeschirr besitzt und diesem durch die Farbwahl der Speisen Rechnung tragen möchte, dann kann man auch ein weißes Menü interessant präsentieren, z. B. auf Wedgewood- oder auch Limoge-Geschirr.

Inspirierend. Delikate Rezepte. Empfehlenswert.


Der beste Rat, den ich je bekam
Der beste Rat, den ich je bekam
von Frank Arnold
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Der beste Rat, den ich je bekam, 18. März 2014
Erfolgreiche brauchen interkulturelle Kompetenzen und Intuition" (Herbert Stepic)

Autor dieses überaus interessanten Buches ist der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Frank Arnold. Er stellt in diesem Ratgeber 100 Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Ländern, Branchen und Generationen vor, die alle über den besten Rat berichten, den man ihnen in ihrem Leben erteilt hat.

Gerade erfolgreiche Menschen benötigen kluge Ratgeber, wenn sie dauerhaft erfolgreich bleiben wollen, denn nicht immer ist es leicht, Chancen sofort zu sehen, Fehler zu vermeiden und Auswege aus schwierigen Situationen zu finden.

Der aufmerksame Leser des Buches findet hier viele Denkhilfen, die er für sich selbst nutzen kann. Gefallen haben mir zahlreiche gute Ratschläge, die auch ich gerne in die Tat umsetzen möchte.

Ich denke dabei beispielsweise an den weitergegebenen Rat des Geschäftsführers der Frankfurter Messe Detlef Braun. Hier geht es darum, dem Leben, sich selbst und seinen Mitmenschen zu vertrauen und positiv zu denken.

Gefallen hat mir auch der weitergegebene Rat des Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer Mathias. Döpfer, der besagt, das man seiner Leidenschaft folgen möge und damit meint er wohl seine Gaben: "Mach, was Du wirklich liebst", (vgl.: S.73).

Den 100 Beiträgen der 100 Persönlichkeiten, die jeweils eine kleine Geschichte zu dem Rat, den sie einst erhielten, schreiben, ist immer ein Kurzporträt über die Persönlichkeit vorgeschaltet. Sehr informativ und spannend zu lesen.

Wirklich wichtig halte ich den Rat von Colin Powell, den Schwerpunkt seines Tuns auf Leistung und nicht auf Macht zu setzen und ich bin überzeugt, dass auch der Rat von Max Dietrich Kley, dem Vorstandsmitglied der BASF, wonach man mutig sein soll, sehr gut ist, denn diese Tugend ist erfolgsversprechend.

Auch wenn man alle Ratschläge befolgt, ist es wichtig, Fortune nicht zu vergessen, ohne ihr O.K., ist durchschlagenden Erfolg, selbst bei härtester Arbeit nicht möglich. Fortune wird zumeist unterschätzt. Mein Rat: Zeigen Sie aufrichtige Demut ihr gegenüber.

Empfehlenswert.


Wahre Wunder: Die Geheimnisse hinter den schönsten Natur- und Kulturschätzen unserer Erde
Wahre Wunder: Die Geheimnisse hinter den schönsten Natur- und Kulturschätzen unserer Erde
von Jheni Osman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

5.0 von 5 Sternen Wahre Wunder: Die Geheimnisse hinter den., 17. März 2014
Wer sich nicht mehr wundern kann, der ist seelisch bereits tot". Albert Einstein (1879-1955)

Wie man dem Vorwort dieses besonderen Reisebuches von Jheni Osman entnehmen kann, möchte er durch sein bildreiches Werk zum Reisen ermuntern und entsprechend anregen. Das geschieht dadurch, dass der Leser "Wunderwerke" der Natur aber auch der Menschen entgegen gebracht bekommt und wie ein Kind staunen darf.

Die gezeigten Wunder der Erde kann man zunächst auf einer doppelseitigen Karte lokalisieren. Zugeordnet sind sie dann den Rubriken

Werke der Natur
Werke des Menschen

Insgesamt 20 Naturwunder und 30 Wunderwerke des Menschen werden vorgestellt. Dabei warten schöne Fotos auf den Betrachter, dazu kommen Textportäts, Infos zur jeweiligen Anreise, zudem auch Infos zu lohnenden Zielen im jeweiligen Umfeld, sowie erläuternde Skizzen der Entstehungsprozesse und Techniken.

Die Reise zu den schönsten Natur-und Kulturschätzen beginnt in der Arktis. Dort lernt man die Nordlichter kennen, die in klaren dunklen Nächten von September bis März in nördlichen Regionen zu beobachten sind. So etwa in Kanada, Alaska, Russland, Schottland und Skandinavien. Das Phänomen, über das man hier näher aufgeklärt wird, heißt in der südlichen Hemisphäre übrigens Aurora australis. Man lernt fantastische Naturwunder kennen, unter diesen natürlich das Great Barrier Reef, auch die Iguazú –Fälle und der Grand Canyon. Alles sehr gut beschrieben und überaus beeindruckend.

Wundervoll auch die architektonischen und künstlerischen Meisterleistungen von Menschen. Der Steinkreis von Stonehenge gibt offenbar noch immer Rätsel auf. Mit am meisten beeindruckt mich Petra, die riesige Stadt in Jordanien, die vor 2000 Jahren aus roten Sandsteinfelsen am Rande der Arabischen Wüste gehauen wurde. Das Kolosseum in Rom wird sehr gut skizziert. Dass dort einst 50 000 Zuschauer das Blut der Gladiatoren forderten, wusste ich bislang noch nicht. Man erhält einen sehr guten Eindruck von dem Gebäude, in dem es Aufzüge für die wilden Tiere gab, die über Falltüren plötzlich auftauchen konnten, um die Gladiatoren anzufallen. Hat sich die blutrünstige Gaff- Lust des Mobs seither geändert? Ich befürchte nicht. Brot und Spiele im neuen Gewand werden leider von Machtmenschen noch immer erfolgreich eingesetzt, um den Mob bei Laune zu halten.

Sehr schön, dass man die Alhambra nicht vergessen hat und auch nicht das Taj Mahal, das Symbol unsterblicher Liebe. Königin Mumtaz Mahal verlor ihr Leben bei der Geburt ihres 14. Kindes. Das war am 17. Juni 1631. Die Haare ihres liebenden Gatten Shah Jahan ergrauten über Nacht und als er seine tiefe Trauer überwunden hatte, baute er das Mausoleum für seine Herzenskönigin. Auch zu solchen Handlungen sind Menschen fähig, aber nur dann wenn sie lieben.

Es führt zu weit alles hier aufzulisten, erwähnen möchte ich Sagrada Família von Antoni Gaudi in Barcelona, die mich ebenso Staunen macht wie die geistige Heimstadt des Dalai Lama, sprich der Potala –Palast.

Es ist schön, wenn man sich wundern und staunen darf. Das macht mich stets dankbar.


Liebe radikal: Wie du deine Beziehungen zum Erblühen bringst
Liebe radikal: Wie du deine Beziehungen zum Erblühen bringst
von Veit Lindau
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

5.0 von 5 Sternen Liebe radikal, 17. März 2014
"Liebe Dich frei"

Dies nun ist das dritte Buch des Autors und Beziehungscoachs Veit Lindau, das ich rezensiere. Ich habe es ebenfalls mit großem Interesse gelesen und mich über die gedankliche Nähe zu diesem Menschen gefreut, der so überzeugend nach dem Wahren, Guten und Schönen strebt.

Der Titel "Liebe Radikal" ließ mich aufhorchen und ich machte mich zunächst im Duden kundig. Hier liest man u.a. folgende Synonyme zu dem Begriff "radikal": "elementar, entscheidend, fundamental, ganz und gar, generell, gründlich, grundsätzlich, vollständig; (bildungssprachlich) essenziell, substanziell" aber auch "hart, rabiat, rigoros, unnachgiebig; (umgangssprachlich) abgebrüht, kaltschnäuzig, ohne Rücksicht auf Verluste; (abwertend) kaltblütig, roh, rücksichtslos."

Dass Veit Lindau den Begriff weder umgangssprachlich, noch abwertend benutzt, wird sehr schnell klar. Für alle, die ihre Beziehungen zum Erblühen bringen möchten, geht es darum, "elementar, vollständig und substantiell" zu lieben.

Was heißt das? Was setzt dies voraus?

Lindau hat dieses sehr persönliche und offene Buch dem Liebenden in uns gewidmet. Dem Autor geht es darum, zu zeigen, wie wohltuend es ist, sich völlig zu verschenken, radikal zu lieben, ohne Wenn und Aber. Sich tatsächlich einzulassen, heißt "ein unsichtbares Ganzkörperkondom- gewoben aus Vorbehalten, Taktiererei und Fassaden- abzustreifen", um auf diese Weise wirklich frei zu werden, frei für die Liebe in ihrer reinsten Form.

Das Buch, so der Autor, ist für jede Beziehung geeignet, die uns wichtig erscheint. Lindau beginnt mit seiner persönlichen Vorgeschichte, berichtet wie er sich seinem Dämon nach dem Kennenlernen seiner mittlerweile langjährigen Beziehungspartnerin Andrea erstmals stellte, sich zu öffnen begann und radikal zu lieben lernte.

Sein Buch enthält viele kluge Erkenntnisse, darunter auch jene: "Letztendlich gibt es nur eine Wahl: die zwischen Angst und Liebe". Sich Einlassen auf die Liebe und zu begreifen, dass nur sie allein wirklich heilt und nur sie es möglich macht, dass wir vollständig zu uns finden, ist eine wichtige Erkenntnis in diesem Buch. Zutreffend schreibt der Autor, dass lebendige Beziehungen sich nicht über ihre Dauer, sondern über das "Mehr", das man miteinander kreiert, definieren und dass durch sie alle Beteiligten gestärkt werden, (vgl.: S.41). Zutreffend auch ist der Gedanke, dass wir Form und Dauer überbewerten und die Qualität vernachlässigen, (vgl.: S.43).

Der Autor definiert zunächst, was für ihn "existentielles Einlassen" bedeutet und macht klar, dass dieses spezielle Einlassen Beziehungswunder bewirkt. Lindau begründet, weshalb lebendige Beziehungen, "der radikalste, schnellste, heißeste und gründlichste Weg" zur Selbsterkenntnis sind und gibt Reflexionshilfen, um zu erkennen, was man vor dem Du noch zurückhält.

Ausführlich zur Sprache gebracht werden die sechs Qualitäten einer lebendigen Beziehung, die da heißen: Gestalten, Verbinden, Stärken, Heilen, Erwachen und Lieben. Die Wege werden im Einzelnen gut nachvollziehbar beschrieben und es werden brauchbare Hilfestellungen zum Umsetzen geboten.

Der Autor stellt viele Fragen, die jeder für sich offen beantworten sollte. Auf Seite 87 las ich dann eine Passage, die ich unbedingt zitieren möchte, weil sie etwas wirklich Wesentliches auf den Punkt bringt: "Diese Welt ist ein Spiegelsaal! Projektion ist ein fast ständig ablaufender Mechanismus. Jeder Mensch will vor dem anderen gut dastehen. Deshalb verdrängt unsere Psyche gern die ungeliebten Aspekte und schiebt sie anderen Menschen in die Schuhe", (S.87).

Es ist natürlich unmöglich, die einzelnen Qualitäten im Rahmen einer Rezension breitgefächert zu erörtern. Die Erörterungen erfährt man durch die Lektüre dieses erkenntnisreichen Buches, in dem man auch den zutreffenden Satz liest, dass der Mensch, der in seiner Mitte ruht, erst zu verstehen beginnt, dass seine Emotionen nichts mit den Personen im Außen zu tun haben. Deshalb sollte man sich vielleicht Folgendes merken:
"Ein ängstlicher Geist sieht eine Welt voller Gefahren und Fallen
Ein wütender Geist erschafft Gegner zum Angreifen
Ein sich hassender Geist wittert überall Ablehnung
Ein freundlicher Geist findet überall Schönheit und Unschuld." (S.116)

Lindau empfiehlt zunächst eine Vereinbarung mit sich selbst zutreffen, die er näher definiert und zeigt wie man sich vom Opferbewusstsein befreit. Er zeigt auch wie wichtig es ist, Stärken zu fördern, anstelle Probleme in Beziehungen zu mästen. Das sehe ich übrigens ähnlich. "Unsere Gedanken schaffen die Realität". Verzeihen und erneut auf das Du offen zu gehen, schenkt einer Beziehung eine immer wieder neue Chance.

Selbsterforschung ist notwendig und wirklich immer wieder das Umsetzen der zahlreichen Empfehlungen im Buch dieses hervorragenden Beziehungscoachs. Er hat selbst viel experimentiert und weiß, wovon er schreibt, wenn er seinen Lesern Wege zu besseren Beziehungen aufzeigt. Proaktives Handeln ist notwendig, weil es sich an unser Unterbewusstsein richtet und man muss das Geheimnis einer guten Beziehung begreifen und leben lernen und das heißt, nicht nur für Lindau "Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation".

Eine liebevolle Beziehung bedarf vieler Achtsamkeiten, zu diesen auch gehört, Vereinbarungen einzuhalten und zuverlässig zu sein. Beziehungsethik ist für Lindau ein Thema und auch die Frage "Hörst du dem anderen zu oder lauscht du im offen?"(S.254) und wie ich mir notiert habe, "Meide, was dir schadet. Verbinde dich mit dem, was Dir gut tut." Wenn Beziehungen sinnentleert sind, sollte man sie beenden, weil es beide blockiert. Es geht um Weiterentwicklung. Diese heißt, auch immer loszulassen, was dem Gestern angehört und nicht entwicklungsfähig ist.

Radikale Liebe findet stets nur im Jetzt statt und nur dann, wenn man sich substantiell auf ein Du einlässt. Dies heißt aber Vergebung als Lebensstil zu wählen, aufzuhören zu bewerten und bedeutet letztlich zu erwachen.

Keine Kontrolle, stattdessen Freiheit und immer wieder Liebe in der Erkenntnis, dass die Begegnung mit dem Du letztlich Meditation verkörpert.

Ein tolles Buch, das fast zum Schluss postuliert "Liebe dich frei". Genau darum geht es. Liebe ist der einzige Weg, der den Menschen befreit, nicht zuletzt von seinem überbordenden Ego, das zwischen ihm und dem Licht steht, das durch die Liebe entfacht wird und uns das Bunte dieser Welt in seiner ganzen Vielfalt zeigt.

Sehr empfehlenswert.


Living Mexico City
Living Mexico City
von teNeues Verlag
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Living Mexico City, 15. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Living Mexico City (Gebundene Ausgabe)
Die einzige Wohnung in Mexiko-City, die ich bisher von innen sah, war jene des Nobelpreisträgers für Literatur Oktavio Paz Lozano. Das war Anfang 1980 während einer Studienreise. Wir, zehn Studenten und unser Professor, waren von ihm eingeladen, gingen durch sein sehr edel eingerichtetes Wohnzimmer auf den Dachgarten, wo sich ein Glaspavillion befand. In diesem konnte man seine umfangreiche Bibliothek bestaunen, die zugleich sein Arbeits- und Empfangszimmer war. "Living Mexico City" verbinde ich seither mit diesen Eindrücken.

Nun hat der teNeues Verlag einen Bildband auf den Weg gebracht, der dem Betrachter zahlreiche Top-Wohnungen in Mexico-City zeigt. Dabei wurden die Fotos von Allan Fis realisiert. Die erläuternden Texte in englischer, spanischer und deutscher Sprache stammen von Marcela Aguilar y Maya. Diese schreibt in ihrer Einleitung, dass die Besitzer der Wohnungen ihre Freunde seien, die sich bereit erklärt haben, die Leser und Betrachter an ihrer persönlichen Kunst des Lebens teil zu haben. Aguilar y Maya nennt diese Freunde „die kreative Klasse unserer Stadt“.

Bevor die jeweiligen Wohnräume fotografisch präsentiert werden, wird man jeweils informiert, wer Besitzer der Wohnung ist und worum es den Bewohnern geht bei ihren stilistischen Vorlieben.

Lifestyle-Bücher wie diese schenken den Betrachtern Inspiration und machen darauf aufmerksam, was kultiviertes Wohnen bedeutet. In Mexico City bedeutet es in erster Linie mit Büchern, Bildern und Musik in schönen Farben und Formen und zumeist mit Pflanzen zu leben. Das machen mir die Wohnungen vertraut und sympathisch.

Natürlich schauen die Wohnräume der vorgestellten Architekten klarer, lichter, vielleicht auch nüchterner aus als beispielsweise jene des Antiquitätenhändlers Rodrigo Rivero Lake, in der man sich zurückversetzt fühlt ins koloniale Mexiko, einhergehend mit typischer sakraler Kunst. Ganz anders dann die Räume von Sandra Pani & Mario Lavista, einem klassischen Komponisten, die durch Bücher, Pflanzen, Fotos von Musikern besticht.

Jede der Wohnungen, dass wird beim Studieren des Buches immer klarer, ist ein Ausdruck des Innenlebens der Bewohner. Eine meiner Lieblingswohnungen im Buch ist die von Ana María & Diego Villasenor. Der Architekt und Naturliebhaber Villasenor hat einen Geheimgarten in Mexiko City kreiert, der wohl seines gleichen sucht. Sein Büro befindet sich über einem Labyrinth von Pflanzen, wobei die moderne Architektur der traditionellen mexikanischen Architektur ähnelt.

Ein Geheimtipp für Liebhaber interessanter Inneneinrichtungsbücher.


Die Wunderübung: Eine Komödie
Die Wunderübung: Eine Komödie
von Daniel Glattauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

5.0 von 5 Sternen Die Wunderübung: Eine Komödie ..., 14. März 2014
Die Wunderübung als Mittel der Verständigung im Turm zu Babel

2006 las ich den ersten Roman von Daniel Glattauer. In "Gut gegen Nordwind" thematisierte der Autor eine Internet-Romanze und zwar so gekonnt, dass dieses Buch zum Bestseller wurde.

2014, jetzt, - die Zeiten von Internet-Romanzen sind offenbar abgekühlt-, nun "Die Wunderübung", eine (schwarze) Komödie, mal wieder brillant geschrieben und ein Thema aufgreifend, das die Phasen lange nach der ersten Verliebtheit in so manchen Partnerschaften skizziert, speziell von solchen sprachlich gut ausgebildeter Menschen, wenn es diesen an psychologischen Kenntnissen und vor allem an Selbstkritik mangelt. Dann werden Beziehungen zu verbalen Schlachtfeldern und es wird gekränkt und verletzt, dass die Schwarte kracht. Dann wird sich an verbal brillant vorgetragener Niedertracht "aufgegeílt" und Stunde um Stunde, Tag um Tag die Liebesbeziehung immer mehr zur Beziehungshölle umfunktioniert, bis man sich schließlich trennt oder einen Beziehungsberater aufsucht.

Letzeres tun die Protagonisten im vorliegenden Buch, beide um die 40, beide akademisch ausgebildet, beide frustriert und bissig, weil die eigenen Erwartungshaltungen vom Partner nicht erfüllt werden, beide sehr gut im Projizieren und im Kränken, bis schließlich die "Wunderübung" greift...

In den nächsten Tagen werde ich ein sehr kluges Buch rezensieren, das mit der vorliegenden Komödie korrespondiert. Es geht darum, sich auf den anderen vollständig einzulassen und den anderen völlig zu akzeptieren, denn nur auf dieser Weise haben Beziehungen wirklich Bestand, nur so kann respektvoll miteinander umgegangen werden, ohne dauernd zu verletzen und zu kränken, nur so ist ein Entkommen aus Beziehungshöllen möglich. Offensichtlich bedarf es in nicht wenigen Beziehungen bestimmter Übungen, hauptsächlich jener, sein Seelenleben und seine Schwächen nicht wie eine keusche Jungfrau ihren entblößten Körper vor dem Gegenüber schamvoll hinter einem Paravent zu verstecken.

Wer stets seine Wünsche und Schwächen auf andere projiziert, wird versuchen, jede neue Beziehungen zu einem neuen Schlachtfeld zu machen. Vermutlich helfen in diesem Fall nur Wunderübungen…

Glattauer gelingt es, die verbalen Abgründe in Beziehungen aufzuzeigen, die so ungemein kränkend sein können. Insofern geht es auch ihm um Verständigung im Turm zu Babel, dem Thema des Jahres 2014, zu dem er einen sehr guten Beitrag leistet.

Empfehlenswert.


Die Frau meines Lebens: Roman
Die Frau meines Lebens: Roman
von Nicolas Barreau
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Die Frau meines Lebens: Roman ..., 14. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Frau meines Lebens: Roman (Taschenbuch)
Wenn Ihnen die Frühlingsgefühle mit den Jahren gänzlich abhanden gekommen sind, dürfen Sie sich hier erinnern...

Vor einigen Monaten habe ich das erste Buch von Nicolas Barreau gelesen und war so begeistert von der Art wie er dort eine Liebesgeschichte erzählt, dass ich mich entschlossen habe, mir auch seinen Roman "Die Frau meines Lebens" zu Gemüte zu führen, der 2007 bereits erschienen ist und nun als Sonderausgabe neu aufgelegt wurde.

Der kleine Roman kommt leichtfüßig daher und ist im Grunde eine geballte Charme-Offensive und zwar genau so wie man sie von einem französischen Romancier in seinen Liebesromanhandlungen erwartet. Insofern wird ein Klischee erfüllt, verstärkt noch dadurch, dass sich die Liebesgeschichte in Paris ereignet. Das tut der Qualität aber keinen Abbruch.

Ein junger Buchhändler verliebt sich unsterblich in eine hübsche Blondine, die er im berühmten Café Flore erstmals sieht, dort aber nur ihren Namen und ihre Telefonnummer erfährt. Die notierte Zahlen kann er durch ein Missgeschick in der Folge nicht mehr entziffern. Eine Tragödie für den unsterblich Verliebten...

Der Roman handelt in erster Linie vom Suchen dieser Schönen, die er vom ersten Augenblick an zu seiner Herzenskönigin gemacht hat. Ob er seine Traumfrau wiederfinden wird?

Mir stellt sich nicht die Frage, ob es solche romantischen Männer im wahren Leben gibt, sondern ich frage mich nur, ob ich den Roman als kitschig abtun soll? Dabei komme ich zu dem Ergebnis, dass er zu klug konzipiert ist, als dass man ihn in die Kitschecke stellen könnte.

Um die Nöte eines Verliebten zu verstehen, muss man selbst einmal verliebt gewesen sein, dann kann man mit Abstand über die Eskapaden von verliebten Menschen schmunzeln und sich über Geschichte wie die vorliegende freuen.

Ideale Lektüre für einen Frühlingssonntagvormittag im Garten.

Empfehlenswert.


Als wär's das letzte Mal: 24 Anregungen für ein todesmutiges Leben
Als wär's das letzte Mal: 24 Anregungen für ein todesmutiges Leben
von Hans Christian Meiser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Als wär's das letzte Mal:, 10. März 2014
"Den Wert einer Liebe erkennen wir meist erst in dem Moment, in dem wir verlassen werden oder selbst jemand verlassen. Den Wert, eines Menschen erfassen wir meist erst dann, wenn er nicht mehr bei uns ist, sei es durch Wegzug oder durch Tod. Den Wert von Dingen (so es einen solchen übergeordneten Sinn überhaupt gibt) erfahren wir ebenfalls häufig er dann, wenn wir sie nicht mehr besitzen. Sonderbarerweise schätzen wir offenbar das, was nicht mehr da ist, eher als das, was wir besitzen. Wie aber wäre es, wenn wir wüssten...(...)?" (S.126)

Dr. Hans Christian Meiser schenkt dem Leser in seinem Buch 24 Anregungen für ein todesmutiges Leben. Der hochgebildete Autor hat sich intensiv mit der Endlichkeit unseres Seins beschäftigt und verdeutlicht, dass es genau dieses Bewusstsein ist, das Menschen dazu veranlassen kann, jeden Moment intensiv zu erleben und sich bei allen Handlungen positiv zu verhalten.

Es ist notwendig, dass man die Einmaligkeit unseres Tuns erkennt, es auch verinnerlicht und so lebt als wäre der heutige der letzte Tag unseres Lebens.

Was ist wirklich wichtig für uns unter dieser Prämisse?

Darüber und über vieles andere denkt der studierte Philosoph nach.

Schon wenn man Worte wie etwa "muss" in "darf" umwandelt, beginnt in unserem Denken und Fühlen eine Veränderung. "Ich darf leben." Dies sollte man sich bewusst machen, nicht nur an schönen, sonnigen Frühlingstagen. Bewusst machen sollte man sich auch die Worte aus dem "Buch Kohelet", die mit dem Satz "Ein jegliches hat seine Zeit" beginnen.

Abschied nehmen und Loslassen ist eine tägliche Übung für uns Menschen, um schließlich irgendwann sogar unser Leben loszulassen und zwar entspannt, wenn wir die tägliche Übung bewusst und ohne inneren Widerstand vornehmen. Was zählt ist der Augenblick. Ihn schön und gut zu gestalten, macht Sinn. Dies scheint unsere eigentliche Aufgabe im Leben zu sein.

Türen schließen sich und andere gehen auf. Das muss man begreifen lernen und nichts festhalten wollen, was dem Gestern angehört. Seinen Kummer loslassen, sich und anderen verzeihen, (S.72), sind Wege in die richtige Richtung und sich dabei wirklich stets des letzten Mals bewusst sein. Man handelt bewusster und liebevoller, wenn man davon ausgeht, dass es bei Begegnungen mit Menschen und Situationen kein nächstes Mal gibt, dessen bin ich mir ebenso sicher wie der Autor, der diesen Gedanken in seinem Buch stets auf Neue reflektiert und der einer jener Menschen ist, denen Achtsamkeit im Leben nicht wenig bedeutet, weil er diese als Schlüssel für ein positives Leben begreift.

Die meisten Schwierigkeiten in unserem Leben geschehen aus Mangel an Achtsamkeit, so jedenfalls meine Erfahrung. Wer achtsam jeden Moment seines Lebens lebt, daraus lernt und Konsequenzen zieht, wer immer wieder bewusst loslässt, um Neues zu erleben, der hat kein Problem mit der Endlichkeit. Zeit ist für einen solchen Menschen nicht der Gegenstand seines Denkens und Fühlens, sondern wie mir das Buch mal wieder bewusst gemacht hat, das immerwährende Interesse an Neuem und die kreativen Überlegungen, wie man es möglichst bunt und positiv gestalten kann, um es so zu erleben als wäre es der letzte Eindruck, den wir von dem, was ist, haben.

Empfehlenswert.


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