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Rezensionen verfasst von
Helga König
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Erschaffe Dein Leben neu!: Warum positives Denken alleine nicht reicht
Erschaffe Dein Leben neu!: Warum positives Denken alleine nicht reicht
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Erschaffe Dein Leben neu!:, 24. August 2016
Autor dieses äußerst erhellenden Buches ist der Diplom-Psychologe Reiner Noreisch. Er arbeitet seit 25 Jahren als Psychotherapeut sowie Seminarleiter und betreibt in Lübeck eine eigene Praxis. Mit Spiritualität befasst er sich bereits seit 40 Jahren und absolvierte Aus- und Fortbildungen nicht zuletzt in Hypnotherapie und in der Arbeit mit inneren Anteilen als auch in körperorientierten und energetischen Behandlungsverfahren.

Reiner Noreisch stellt in diesem Buch die Methode der sogenannte "Schöpfer-Transformation" vor. Diese hat er entwickelt nachdem er 1994 bewusstseinserweiternde Erfahrungen gemacht hat, die zu seinem Erwachen führten im Hinblick auf eine umfassende Realität jenseits von Raum und Zeit.

Das Buch ist in drei Teile untergliedert, denen ein Vorwort und die Einleitung des Autors vorangestellt worden sind. Hier erfährt man, weshalb es sinnvoll ist, sich mit dem Inhalt des Werkes zu befassen.

Bevor man sich auf den Text einlässt, sollte man allerdings das Glossar lesen, denn hier werden Fachbegriffe erklärt, die gewiss nicht allen Transformationswilligen bekannt sind. Vom inneren Selbst, dem Unbewussten und von Trancezuständen wird der eine oder die andere bereits gehört haben, doch was sind "Schöpfer-Selbste", was der "Quantengeist" und was "Parallelrealitäten"? Mit dem neuen Vokabular dann kann man sich entspannt mit dem Inhalt des Buches befassen und erkennt allmählich, dass positives Denken alleine wirklich nicht reicht, um sich zu verändern.

Der Prozess der "Schöpfer-Transformation" erlaubt uns, unser Potenzial voll auszuschöpfen, Begrenzungen aufzulösen und zu erwachen, erfährt man gleich eingangs. Für Noreisch sind Störung und Krankheit primär spezifische Lernerfahrungen unserer Seele. Die Schöpfer-Transformation hilft uns dabei, diese Erfahrungen zu vervollständigen und zu integrieren.

Hierdurch und mittels einer energetischen Verbindung zu einer umfassenden Ebene unseres Seins ist es uns möglich, Transformation, Ausbalancierung und Bewusstseinserweiterung zu erleben. Auf diese Weise lösen sich bislang festsitzende Energien und Emotionen und fließen ihrem Kern zu. So wird beispielsweise das Gefühl, Opfer zu sein, transformiert und zwar in die Erfahrung "das eigene Leben kreativ und erfüllt erschaffen und frei gestalten zu können." Das schafft man beispielsweise mit positivem Denken alleine nicht.

Im ersten Teil des Buches wird man mit dem Gehirn und seiner Funktionsweise vertraut gemacht. Dabei bleibt nicht unerwähnt, dass wir nur einen kleinen Teil unserer Hirnkapazität nutzen und es sich leider oft so verhält, dass wir weit mehr durch unsere Instinkte und Ängste getrieben sind als durch Denken und bewusste Entscheidungen.

Unser Alltagsbewusstsein ist nur ein kleiner Ausschnitt aus unserem eigentlichen, weitaus größeren Bewusstsein, sprich unserem kreativen Potenzial. Wie der Autor festhält, leben wir in einem Trancezustand und nehmen von daher nur einen Bruchteil von dem wahr, was um uns herum geschieht. In diesem Zustand nämlich ist der Fokus der Aufmerksamkeit reduziert, wodurch sich das Bewusstsein auf einen sehr eingeschränkten Bereich konzentriert. Der Sinn der Trancezustände besteht darin, Erfahrungen zu sammeln.

Unter Mustern versteht man in diesem Zusammenhang Themen innerhalb eines Trancezustandes. Sie bestehen aus bestimmten Denk- und Gefühlskomplexen und haben Einfluss auf unser bewusstes Denken und Verhalten. So werden Personen mit einem bestimmten Muster, z.B. mit einer Selbstwertproblematik mit diesem Thema stets aufs Neue konfrontiert, bis sie es irgendwann auflösen. Wer der Problematik ausweicht, sie verdrängt oder auf andere projiziert wird an der Vervollständigung der Erfahrung und damit an der Auflösung des Musters gehindert.

Mittels des Prozesses der Schöpfer-Transformation wird jedoch die Transformation alter Muster erleichtert bzw. beschleunigt. Es gibt offenbar unterschiedliche Trancezustände, die man mittels der Schöpfertrance transformieren kann. Genannt und näher erläutert werden u.a. die Trennungstrance, die Opfertrance, die Minderwertigkeitstrance und die Anpassungstrance und ihre Gegenpole.

Es werden 5 Phasen der Bewusstseinsentwicklung in der Folge thematisiert und an konkreten Beispielen festgemacht. Die Abwehrmechanismen, die verhindern sollen, alte Muster aufzulösen, werden auch genannt. Es handelt sich um Verdrängung, Projektion, aggressives Verhalten und passiver Rückzug.

Wenn diese Abwehrmechanismen nicht mehr funktionieren, beginnen sogenannte "Nothelfer" zu agieren, um zu verhindern, dass alte Muster überwunden werden. Zu diesen "Nothelfern" zählen, legale und illegale Drogen, Ablenkung, Perfektionismus, Sport etc.

Erläutert wird, weshalb es mitunter notwendig ist, Problemsituationen vorgesetzt zu bekommen, um alte Denkmuster abzulegen bzw. aufzulösen. Die Krise eröffnet die Chance, vertieft nach innen zu blicken, nach möglichen Ursachen für die Situation zu forschen und auch einen Sinn in der Krise auszulosten.

Im Rahmen der dann folgenden Phasen schließlich schafft man es, sich von alten Mustern zu befreien, Trennendes zu überwinden, Mitgefühl mit allen Lebewesen zu entwickeln und kreativer zu werden. Es geht darum, von der Begrenzung in ein erfülltes Leben zu gelangen. Das bedingt, dass man sich mit den inneren Anteilen befassen muss. Diese sind aufgeteilt in unerwünschte, in erwünschte und in Beschützeranteile.

In diesem Zusammenhang lernt man eine Reihe von Kontroll- und Beschützeranteilen kennen. Genannt und erläutert werden: das Kontroll-Ich, der Perfektionist, der innere Antreiber, der innere Kritiker, der innere Täter, das innere Opfer, die Nothelfer.

Gezeigt wird wie sich Gedanken, Emotionen, Körper, Kopf- Herz- und Bauchhirn gegenseitig beeinflussen und wie wichtig es ist, sich mit allen verbunden zu fühlen, weil hierdurch das innere Selbst gestärkt wird und dabei hilft alte Muster zu transformieren, damit die Kontroll- und Beschützeranteile nicht mehr unser Leben dominieren.

Es führt zu weit, auf alle sehr komplexen Inhalte dieses Buches im Rahmen der Rezension näher einzugehen. Dies gilt für die Thematik der Spiegelneuronen ebenso wie für die des Quanten-Geistes, gemeint ist das allumfassende Bewusstsein, dass all unsere Erfahrung speichert. "Bewusstsein ist die Quelle und der Schöpfer von allem", so Noreisch.

Unser Schöpfer-Selbst ist der größtmögliche, individualisierte Ausdruck des umfassenden Bewusstseins und mit allem verbunden. Hier werden Informationen in Nullzeit ausgetauscht. Dies geschieht lt. Autor unabhängig von Zeit und Raum.

Zur Sprache gebracht wird die persönliche Transformation und welche Auswirkungen sie auf unser Wohlbefinden hat. Dabei sollte man wissen, dass diese Transformation vom begrenzten Ich zum Schöpfer-Selbst auch die Manifestation und Verwirklichung von Wünschen bewirkt, die ein erfüllteres Leben durch den Zugang zu einem erweiterten Potenzial rascher und effektiver möglich machen.

Im dritten Teil erhält man die praktische Anleitung der Schritte zur erfolgreichen Durchführung des Transformationsprozesses und hier auch Tipps und Anregungen für die Anwendung des Prozesses in den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens. Diese gilt es immer wieder sorgfältig durchzuführen, um den Prozess erfolgreich zu gestalten und um nachhaltig befreit zu sein von Mustern, die uns hindern, unser Potenzial zu leben.

11 Tipps werden genannt, damit der Prozess gelingt, diese sollte man beherzigen, speziell auch den 9. Tipp, sprich, sich Zeit zu nehmen, die Veränderung zu integrieren. Über die praktische Umsetzung im Alltag wird man auch informiert, kann sich mit Erfahrungsberichten aus der Praxis vertraut machen und sich darüber im klaren werden, welche Möglichkeiten die Transformation alter Muster uns schenkt. Diese Chancen sind so verlockend, dass man sich neugierig mit der Durchführung des Transformationsprozesses befasst.

Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass mich Reiner Noreischs Ansatz deshalb besonders anspricht, weil er die Probleme bei der Wurzel anpackt und man dadurch es tatsächlich schafft, seinen eigenen Gaben gemäß zu leben. Das Buch räumt mit Fremdbestimmung auf. Das macht die "Schöpfer-Transformation" so wertvoll.

Sehr empfehlenswert.

Helga König


In der Schule von Athen
In der Schule von Athen
von Klaus Liebers
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

5.0 von 5 Sternen "Indem wir das Wohl anderer erstreben, fördern wir unser eigenes." Platon, 24. August 2016
Rezension bezieht sich auf: In der Schule von Athen (Taschenbuch)
Prof. Dr. Klaus Liebers ist der Autor der Erzählung "In der Schule von Athen", die den Untertitel "Platon und Aristoteles- seid gegrüßt!"
trägt. Mich machte dieser Titel bereits neugierig, nicht nur weil ich mich mit einigen Texten der beiden genannten Philosophen schon befasst habe, sondern auch weil der Begriff "Schule von Athen" sogleich eine Assoziation zu dem Fresko von Raffael in der "Stanza della Segnatura" des Vatikans herausforderte, zu dem ich mich an anderer Stelle im Rahmen einer Kunstbuchbuchrezension bereits geäußert habe.

Der Titel dieses Bildes erinnert an die berühmte philosophische Denkschule des antiken Griechenlands, verkörpert von ihren Vorläufern, Hauptvertretern und Nachfolgern. Im Zentrum des Freskos stehen die Philosophen Platon und Aristoteles.

Die Erzählung ist in acht Kapitel untergliedert, die Leser von Platon- und Aristoteles- Texten bereits im Vorfeld erahnen lassen, worum es geht.

Prof. Dr. Klaus Liebers, studierter Mathematiker und Physiker, nähert sich dem Thema der Erzählung anders als es vielleicht ein Philosoph oder Romancier täte, gleichwohl nimmt er mit den Protagonisten und Nebenfiguren im Buch viel intensivere Tuchfühlung auf, weil er gekonnt alle Facetten des breiten Denkspektrums der wichtigsten Vertreter der Schule von Athen in verständlicher Sprache zu übermitteln in der Lage ist.

Man erfährt von den gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu Zeiten Platons (428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) , auch von dessen adeliger Herkunft und dass er etwa im Alter von 20 Jahren den Philosophen Sokrates kennen lernte. Durch ihn wurde er mit Fragen konfrontiert wie etwa "Wie soll ich leben?" oder "Auf welchen Fundamenten kann eine gerechte Staatsordnung entstehen?", "Welchen Platz nimmt der Einzelne in einem solchen Staat ein?", "Zu welchen Idealen soll die Jugend erzogen werden?" (S.11).

Zwischen den beiden Männer hat sich bekanntermaßen ein Schülerlehrer-Verhältnis entwickelt, damit einhergehend formte Sokrates das Fühlen, Denken und Handeln seines Schülers Platon, (S.12)

Man erfährt von der Verurteilung und vom Todesurteil des Philosophen Sokrates und liest von der zwölf Jahre andauernden Reise Platons in der Folge, auch wohin ihn diese Reise führte. Dabei wird nicht unerwähnt gelassen, dass viele Einzelheiten dieser Reise im Dunkeln bleiben. Berichtet wird von Platons Aufenthalt am Hofe von Syrakus, wo er sich der Gastfreundschaft des Tyrannen Dionysios I. gewiss war. Man erfährt des Weiteren von seinem Aufenthalt in Tarent (Süditalien) bei den Pythagoreern. Diese sollen ihn während seiner Reise am meisten geprägt haben. Besagter Bund wurde einst von dem Mathematiker Pythagoras gegründet und bestimmte eineinhalb Jahrhunderte vorrangig das wissenschaftliche, religiöse und politische Leben fast aller Städte Unteritaliens. Dabei kannte die Sittenlehre der Pythagoreer nichts Höheres als die Unterordnung des Einzelnen unter das Ganze, (S.23).

Im Rahmen der Erzählung nimmt der Autor den Leser mit in die Gedankenwelt dieses Bundes, schreibt über dessen Harmonievorstellungen, wobei die geometrischen Erkenntnisse der Pythagoreer den zentralen Eckpunkt von Platons künftigem Denken ausmachten. Seinen Vorstellungen gemäß war die Geometrie die wohl einzig wahre Quelle des Wissens. Ihr kam dementsprechend eine besondere Bedeutung zu.

Nach zwölf Jahren kehrte Platon nach Athen zurück. Dort gründete er eine Philosophieschule, in der etwa 40 Schüler studierten, unter ihnen zeitweilig sogar zwei Frauen. Man erfährt Näheres über die Gepflogenheiten in dieser Schule, in der Knabenliebe kein Tabu war und in der Philosophen und Mathematiker als Gäste wertvolle Dienste für den Unterricht leisteten. In Kenntnis gesetzt wird man über die ersten Fachwissenschaftler der Antike, die die Akademie zur Hochburg der Geometrie machten und liest zudem wie Platon den Unterricht gestaltete: Bevorzugt war Rede und Gegenrede.

Platon hielt nicht viel von dem Lernen aus Büchern, weil diese bei Fragen keine Antworten geben könnten. Seine eigenen Bücher baute er nicht ohne Grund in Dialogform auf und vermied starre Fachbegriffe.

Man erfährt von speziellen Fragestellungen des Philosophen, so etwa welcher Staat gerecht sei, liest von weiteren Reisen nach Sizilien und dass zu jener Zeit der damals 18 jährige Aristoteles in die Akademie eingetreten sei. Der junge Mann wurde bald darauf der zweite führende Kopf der Schule.

Man bleibt nicht in Unkenntnis, was nun in der Philosophenschule alles zur Sprache kam. Der Urgrund der Dinge beispielsweise war ein wichtiges Thema und auch, dass für Aristoteles klar war, dass die Welt zeitlich ohne Anfang und ohne Ende sei, weil es ansonsten eine Leere geben müsse, (vgl.: S.63).

Es führt zu weit im Rahmen der Rezension auf alle Nebenfiguren in der Akademie einzugehen. Den Lehrer Empedokles will ich aber erwähnen, der davon überzeugt war, dass die Welt aus vier Elementen aufgebaut sei. Mit seiner Idee der Elemente vermochte er die Jahrtausende überleben, (vgl.: S.76).

Sehr lesenswert auch das Kapitel über die Platonischen Ideen. Hier erinnert der Autor übrigens an das eingangs erwähnte Fresko. Dort verweist Platon mit dem nach oben zeigenden Finger auf die göttlichen Ideen, während Aristoteles seine Handfläche demonstrativ nach unten wendet, weil er damit andeuten möchte, dass die Erkenntnis mit der Beobachtung der Natur auf der Erde beginnt, (vgl.: S.99).

Nicht unerwähnt bleibt auch das Höhlengleichnis und Platons Vorliebe im Hinblick auf die Kugel als schönsten Körper. Die Welt der Harmonien ist ein Thema und Platons Vorstellung von dem göttlichen Bauplan der Welt. Hier erzählt der Autor wie Platon seine Idee seinen neugierigen Schülern vermittelte.

Platon und seine Liebe zur Mathematik werden begreifbar. Zudem erfährt man auch Wissenswertes zum Leben des Aristoteles, der im Gegensatz zu Platon stets Kontakt zu den Athenern suchte. Für ihn begann mit dem Staunen über die Dinge, die er dann auch untersuchte, sein Annäherungsprozess an die Geheimnisse der Natur. Wissen wollte er nicht zuletzt, weshalb eine Leere undenkbar sei und man hat das Vergnügen mitzuerleben, wie er seinem Publikum diesbezügliche Beweise lieferte.

Zum Schluss hat man die Chance, die für das Buch benutzten Quellen zu studieren.

Man gewinnt durch die Lektüre der Erzählung nicht nur einen Überblick über die Gedankenwelt der berühmten Protagonisten, sondern man hat auch eine Vorstellung davon, wie sich der Unterricht in der Akademie gestaltete. Damit werden die Philosophen greifbarer und treten geradezu lebendig aus dem Fresko heraus. Das macht das Buch spannend und auch für Leser lesenswert, die sich den antiken Philosophen ansonsten nur sehr zögerlich nähern.

Empfehlenswert.


Nicht auf den Kopf!: Meine persönlichen Erfahrungen mit Gewalt in der Familie
Nicht auf den Kopf!: Meine persönlichen Erfahrungen mit Gewalt in der Familie
von Markus Breitscheidel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewaltexzesse eines typischen Pychopathen., 24. August 2016
Verfasser dieses Berichtes ist der investigative Journalist und Autor Markus Breitscheidel, dessen Buch "Abgezockt und totgepflegt" zum Bestseller wurde und für eine breite gesellschaftliche Diskussion sorgte.

Der Autor berichtet in seinem neuen Werk von den Gewaltexzessen seines Vaters, einem typischen Psychopathen, der unter Alkoholeinfluss seine Familie tyrannisierte und auf Frau und Kinder einprügelte. Obschon Verwandte, Nachbarn und Lehrer von den Missständen wussten, half keiner den drangsalierten Kindern und der vielfach geprügelten Frau, sich aus der Hölle zu befreien.

Die Traumatisierten wurden alleine gelassen und es dauerte Ewigkeiten bis sich die Familie von ihrem Peiniger, einem Bauingenieur übrigens, befreien konnte…

Der Bericht ist phasenweise kaum zu ertragen. Wie kann ein Mensch nur so niederträchtig handeln, wie dieser Vater und Ehemann?

Im Nachwort fragt sich der Autor, was seine Eltern habe so werden lassen. Ob möglicherweise die katholische Erziehung seine Mutter habe nicht frühzeitig gehen lassen. Er überlegt, wo sie gelernt habe, sich in einer solchen Opferrolle zu bewähren und geht vielen anderen Fragen nach, die ihn und seine Herkunftsfamilie betreffen.

Mittlerweile hat Breitschädel Menschen kennen gelernt, die angesichts des Elends anderer, "nicht wegsehen, sondern zupacken, helfen und aushalten".

Zu diesen Personen zählt auch er heute und hat die Erfahrung gemacht, dass "jede und jeder seine Geschichte habe mit Schmerzen, körperlichen und seelischen, und jede und jeder daraus eine andere Qualität der Widerstandsfähigkeit entwickele."

Subtile Gewalt, Prügel und Psychoterror, so hebt der Autor hervor, sind Mittel der Kontrolle und Macht. Das sollte sich jeder bewusst machen, wenn sie uns begegnen.

Im Nachwort von Prof. Sabine Andresen und Cordula Lasner-Tietze vom Deutschen Kinderschutzbund erfährt man, dass viele gepeinigte Kinder erst im Erwachsenenalter über Misshandlungen, Demütigungen und Erniedrigungen sprechen können. Je zeitiger Kinder Hilfe erhielten, desto eher könne weitere Gewalt verhindert werden, desto mehr Zeit haben Betroffene, Verletzungen zu verarbeiten, umso mehr Gelegenheit böte sich, heilsame Beziehungserfahrungen zu erleben.

Der Heilungsprozess benötige viel Zeit. Heute sprechen sich 90% der Eltern in Deutschland für eine gewaltfreie Erziehung aus. Doch leider zeige die Realität, dass körperliche, seelische und sexuelle Gewalt an Kindern hierzulande nach wie weit verbreitet sei. Zwei bis drei Millionen Kinder hätten mindestens einmal in ihrem Leben erinnerbare Formen von Misshandlungen durch ihre Eltern erfahren. Da die Dunkelziffer hoch sei, sei die Quote der Misshandelten vermutlich noch weitaus höher.

Die beiden Damen vom Kinderschutzbund berichten u.a. darüber, wie ein Kind mit Gewalterfahrung lebt und was es benötigt. Auch wird erläutert wie man das positive, aktive Selbstbild stärkt und was erforderlich sei, um Gewalt an Kindern zu erkennen. Die Bedeutung von Beratung wird thematisiert, auch welche Hilfe es gibt und wie Beratung funktioniert. Neben weiteren anderen Punkten lernt man die Forderungen des Deutschen Kinderschutzbundes zum Schutz der Kinder vor Gewalt kennen und erhält eine Fülle von Kontaktdaten zu Kinderschutzzentren.

Ein mutmachendes, wichtiges Buch.

Sehr lesenswert.

Helga König


Verbrecher, Opfer, Heilige: Eine Geschichte des Tötens 1200-1700
Verbrecher, Opfer, Heilige: Eine Geschichte des Tötens 1200-1700
von Peter Schuster
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,95

5.0 von 5 Sternen "Die Todesstrafe, die ein Staat verhängt und durchführt, macht alle göttlichen und irdischen Gesetze zunichte und zerstört, 24. August 2016
grundsätzlich alle Moral und die Grundlagen der Zivilisation." Hermann Kesten

Autor dieses Werks ist Prof. Dr. Peter Schuster. Er ist an der Universität in Bielefeld tätig und hat dort den Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit inne.

Das Buch befasst sich mit der Geschichte des Tötens und ist ein #Plädoyer gegen die #Todesstrafe und religiösen Fundamentalismus.

Schuster hält fest, dass die Todesstrafe eine der sichtbarsten und intensivsten Ausdrucksformen staatlicher Herrschaft über Menschen ist. Obschon die Todesstrafe in über 100 Ländern dieser Erde abgeschafft ist, ist sie leider nach wie vor ein Thema. Wir werden diesbezüglich täglich in den Medien informiert.

Im 19. Jahrhundert noch waren Hinrichtungen öffentliche Veranstaltungen. Damit, so Schuster, war die Todesstrafe stets mehr als ein juristisches Problem. Sie diente der Machtdemonstration, Reinigung, Rache, Vergeltung, der Einschüchterung und als blutiges Spektakel. Stets war sie "eine religiöse oder quasi-religiöse Strafe, eine Etappe auf dem Weg zum irgendwie definierten Heil".

Gezeigt wird in diesem Buch wie groß der religiöse Einfluss in der Geschichte des Tötens war. Er hat sich keineswegs nur auf die Sorge um das Seelenheil der Verurteilten beschränkt, sondern prägte auch die Gesetzgebung, die Ausgestaltung des Hinrichtungsrituals sowie dessen Legitimierung.

Der Einleitung wurde ein Zitat von Camus vorangestellt. Es lautet: "In der Tat und Wahrheit ist die Todesstrafe durch die Jahrhunderte hindurch immer eine religiöse Strafe gewesen."Albert Camus, 1957. Dies ist der Gedanke, der durch Fakten im Buch bestätigt wird.

Bemerkenswerterweise waren in der vormodernen Blutjustiz die zum Tode Verurteilten zumeist keine Mörder, sondern Diebe. Diebstahl war ein Armutsdelikt und wurde besonders brutal geahndet. Darüber hinaus wurden Verstöße gegen die religiöse Ordnung strafmäßig sehr verfolgt.

Man wird darüber aufgeklärt, auf welche Weise Hinrichtungen zu einem religiösen Ritual wurden und wird ausführlich über die Arten der Tötungen informiert. Die Rede ist u.a. von solch perversen Todesstrafen wie dem Enthaupten, Rädern, Verbrennen und Vierteilen.

Auch über Hinrichtungen von Frauen im Mittelalter liest man Aufschlussreiches und es wird sehr schnell klar, dass die Justiz, wie man sie heute noch im Orient erlebt, jener sehr ähnlich ist, die auch die Christen in Europa vor der Aufklärung als die richtige Methode im Umgang mit Regelbrechern ansahen.

Erst wenn Humanismus und Aufklärung den Geist erhellen, wird die Todesstrafe weltweit dem Gestern angehören. Das sollte sich jeder bewusst machen und danach sein Handeln ausrichten.

Ein sehr aufschlussreiches Buch.

Empfehlenswert.


Helleborus 1485-1905: Botanische Darstellungen, wissenschaftliche Illustrationen & Biographien
Helleborus 1485-1905: Botanische Darstellungen, wissenschaftliche Illustrationen & Biographien

5.0 von 5 Sternen 1. Preis für das Beste Gartenporträt/Pflanzenporträt und den STIHL-Sonderpreis auf Schloß Dennenlohe beim, 24. August 2016
Deutschen Gartenbuchpreis am 4. März 2016.

Herausgeberin dieses Prachtbandes mit dem Titel "Helleborus 1485- 1905" im eleganten weinroten Schuber ist die diplomierte Fotografin und Autorin #Christine_Becker. Sie hat im Jahre 2012 für die Monographie "Helleborus" den Deutschen Gartenbuchpreis erhalten.

Auch ihr neues Buch befasst sich mit dieser Pflanze, bei der es sich um die #Christrose handelt. Wie der Untertitel des neuen Werkes bereits andeutet, geht es diesmal um #botanische_Darstellungen und wissenschaftliche Illustrationen dieser Pflanze sowie um die Biographien der Zeichner, Holzschneider, Kupferstecher, Botaniker, Gärtner, Ärzte, Apotheker, Herausgeber und Liebhaber.

Dass diese Publikation einen bibliophilen Anspruch hat und diesem vielschichtig gerecht wird, verdeutlichen bereits der hochwertige Leineneinband mit der dort dezent angebrachten Metall- Signatur wie auch die im Buch durchgängig auftauchenden, wunderschönen Insekten- und Schmetterlingsdarstellungen, die subtil darauf hinweisen, dass man inhaltlich etwas ganz Besonders erwarten darf.

Beim ersten Durchblättern vertieft man sich als "Augenmensch" natürlich zunächst in die botanischen Darstellungen und wissenschaftlichen Illustrationen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, die ich in dieser Perfektion sehr selten bewundern durfte.

Die Techniken mittels derer die Originale hergestellt worden sind, werden am Ende des Buches genau erläutert. Zur Sprache gebracht werden: #Holztafeldruck, #Holzschnitt, #Kupferstich, #Radierung, #Punktmanier, #Lithografie, #Mezzotinto, #Naturselbstdruck und #Kunstguss.

Das Vorwort des Kunstwissenschaftlers #Ulrich_Kavka stimmt dieser mit ein paar Zeilen von #Rainer_ Maria_Rilke gekonnt ein. In der dann folgenden aufschlussreichen Einführung in das Werk beschreibt Christine Becker ihr Anliegen und informiert zunächst über die Entstehung der botanischen Zeichnung als auch die Motivation hierfür. Zusammenfassend hält sie fest, dass die Triebfeder zu allen Zeiten die Neugierde des Menschen und sein Kommunikationsbedürfnis gewesen sei.

Die botanische Zeichnung habe vor allem ihre unstrittige Berechtigung sowohl in der Pflanzenwelt und in der Kunst, weil sie zur Verständigung verhalf, wo Schrift missverständlich, trist und in vormaligen Zeiten nicht jedermann zugänglich gewesen sei. Bildsprache sei klar und ohne Verwechslungen geblieben, so die Autorin.

Aufgrund des Buchdruckverfahrens von Johannes Gutenberg im ausgehenden 15. Jahrhundert und der Entwicklung des Mikroskops im 16. Jahrhundert wurden nun auch feine Zeichnungen publiziert und es wurden Arbeiten möglich, wie man sie von Carl von Linné , bzw. von den Handwerkern und Künstlern kennt, die ihn durch ihre Abbildungen in seinem Werk unterstützten.

Pflanzenbilder wurden auch zur Illustration und Inspiration verwendet, so etwa auf Tapeten, Textilien und auf Bildern, bei denen es nicht selten um farblich passende Arrangements in Wohnräumen ging und weniger um botanische Sinndeutungen.

Es war der Kupferstich, der den Holzstich ablöste, dem folgte dann die Radierung, die Lithografie und die Fotografie. Mittlerweile werden Pflanzen digital fotografiert. Diese sei die bislang einfachste und jedermann zugänglichste Art ein Bild zu erzeugen, stehe aber im krassen Gegensatz zu den feinen historischen Abbildungen, bemerkt Christine Becker.

Die diplomierte Fotografin hebt hervor, dass die botanischen Darstellungen von einst wahrlich kostbare Hand-Arbeiten seien. Eingeordnet und jedoch mitunter auch vernachlässigt, seien sie zwischen Kunst, Kunsthandwerk, Handwerk und wissenschaftlicher Abbildung. Weil bei vielen Darstellungen nicht selten unbekannte Künstler und Handwerker mit einbezogen waren, ist es für Christine Becker eine besondere Herausforderung gewesen, vollständige Biografien einer jeden beteiligten Person zu erarbeiten. Absicht der Autorin ist es, mittels den einzelnen biografischen Texten über Verleger, Handwerker oder Botaniker die Darstellungen zu ergänzen oder zu vervollständigen. Dies ist Christine Becker perfekt gelungen.

Die Buchauflagen waren einst sehr klein. Von 500 Büchern einer Auflage wurden etwa 100 koloriert. Es handelt sich demnach um Kleinodien von hohem Wert. Im vorliegenden Werk zeigt Christine Becker die fokussierte Pflanze in ausgewählten Miniaturen, Folioformaten bis hin zu Imperialformaten in Faksimile-ähnlichen Reproduktionen. Dabei wurde das Papier speziell ausgewählt und die farbliche Abstimmung den Originalen realistisch angepasst.

Die Pflanze Heleborus soll es im Vergleich zu den Exoten wie z. B. Tulpen in vorangegangenen Zeiten eher selten als botanische Zeichnung gegeben haben. Die Gründe hierfür erhellt die Autorin in ihrem Werk und so freut man sich umso mehr, dass Christine Becker die Christrose abermals ihrem Schattendasein entrissen hat.

Gedacht ist das Werk als "kleiner Ort der Besinnung auf die großartigen Leistungen vergangener Generationen". Dabei ist der Autorin gelungen, Licht in die Zusammenhänge und das Dunkel der Geschichte um die Künstler und Handwerker der letzten mehr als vier Jahrhunderte zu bringen, ganz so wie sie dies beabsichtigt hat.

Unmöglich all die Kurzbiografien hier zu skizzieren oder gar die Abbildungen zu beschreiben, zu welchen man stets Wissenswertes erfährt. Man merkt sehr rasch wie ahnungslos man im Hinblick auf all die Künstler, Kunsthandwerker und Handwerker in vergangenen Zeiten doch ist und wie viel Respekt und Achtung man ihnen posthum entgegenbringen sollte für das, was sie uns hinterlassen haben.

Irgendwann stieß ich beim Lesen auf Friedrich_Johann_Justin_Bertuch. Diesen Namen kannte ich im Zusammenhang mit #Goethe- Studien bereits. Geboren am 30. 9. 1747 in Weimar, studierte Bertuch einst Theologie und Jura in Jena, sammelte Pflanzen, schrieb Gedichte und interessierte sich für Naturgeschichte. In seiner Manufaktur für Kunstblumen arbeitete die spätere Ehefrau Goethes, #Christiane_Vulpius. Dass Bertuch ein "Bilderbuch für Kinder" gestaltet hat, wusste ich bislang nicht. Das Werk umfasst 1185 kolorierte Kupfertafeln in zwölf Bänden von Karl Philipp Funke und u.a. enthält es auch einen Kupferstich, der die Pflanze Helleborus zeigt.

Fasziniert bin ich von den Werken des Kupferstechers #Peter_Haas, der Pflanzenmalerin #Jane_Loudon, von den #Lithographien von Carl_Friedrich_Schmidt und so vielen anderen Helleborus-Enthusiasten, die begreifbar machen, weshalb dieser Pflanze im Buch Schmetterlinge zugeordnet werden. Helleborus fühlt sich wohl in deren Umgebung, weil diese Pflanze weiß, dass alles mit allem zusammenhängt und weil sie sich eine Verbindung zur sommerlicher Leichtigkeit der Schmetterlinge über die Jahrhunderte hinweg ersehnt hat. Endlich ist der Wunsch Wirklichkeit geworden und zwar in diesem Werk, das gewiss die Zeiten überdauern wird.

Die umfangreichen Quellenangaben, das Personen- und Literaturverzeichnis zum Schluss weisen die Publikation als wissenschaftliche Arbeit aus. Grandios.

Ein Hochgenuss und eine absolute Bereicherung für jede Bibliothek, in der Besonderheiten aufbewahrt werden sollen.

Sehr empfehlenswert

Helga König


PARKOMANIE: Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler
PARKOMANIE: Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler
von Kunst- und Ausstellungshalle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

5.0 von 5 Sternen „Ein Park muss wie eine Gemäldegalerie sein, alle paar Schritte soll man ein neues Bild sehen.“ Hermann Fürst von Pückler,, 24. August 2016
Dies ist das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung "Parkomanie- Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler in Muskau, Babelsberg und Branitz", die vom 14. Mai bis zum 18. September 2016 in der Bundeskunsthalle in Bonn gezeigt wird.

Den vielen Abbildungen wurden Texte unterschiedlicher Autoren beigegeben.

Die Einleitung zum Buch hat Rein Wolfs verfasst. Er ist Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Von ihm erfährt man, dass in der Ausstellung und im Buch die Gestaltung des Landschaftsparks des Fürsten Pückler ins Zentrum der Betrachtung gerückt wird, weil sie ein Stück europäischer Kulturgeschichte erzählt.

Es sind die nach englischen Vorbildern angelegten Landschaftsparks Muskau, Babelsberg und Branitz, die als Meisterwerke gelten und zwischenzeitlich zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.

Die Ausstellung überkreuzt nicht nur die künstlerischen Genres, sondern auch unterschiedliche philosophische und politische Denkmuster, mit denen sich Pückler intellektuell befasste. Auch wird das grenzüberschreitende Element seiner bemerkenswert offenen Geisteshaltung deutlich.

In den Textbeiträgen erfährt man zunächst mehr zum Künstlerleben des Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871). Wie man liest, führte bei ihm mangelnde elterliche Zuwendung und verfehlte Erziehungsversuche in eine Verkettung von Misserfolgen als Lehrerschreck, Studienabbrecher, Schuldner und gescheiterter Gardehusar, doch dann kam es zur Transformation. Pückler wurde produktiv. In der Transformationsphase durchwanderte er vier Jahre hindurch Deutschland, Böhmen, Österreich, die Schweiz, Frankreich und Italien, was seine Interessengebiete beförderte. Diese waren: Gärten, Wissenschaft, Philosophie, Geschichte, Religion, die literarische Technik des Briefjournals.

1811 übernahm er nach dem Tode seines Vaters die Standesherrschaft und gestaltete von da an sein Erbe um. Es führt zu weit an dieser Stelle Pücklers Leben nachzuerzählen und den empfehlenswerten Ausführungen Ulf Jakobs vorzugreifen.

Man erfährt in der Folge Wissenswertes zur Gartenkunst und Landschaftsmalerei seitens Iris Lauterbach. Hier sollte man wissen, dass Fürst Pückler in der Gartenkunst Naturmalerei sah und sich dazu auch in seinem gartentheoretischen Werk "Andeutungen über Landschaftsgärtnerei" ausließ.

Man liest in diesem Zusammenhang Näheres über die Instrumente des Gartenkünstlers, über die Parkperspektiven und die dahinter stehende Idee. Im weiteren Verlauf des Buches wird man ausführlich darüber in Kenntnis gesetzt, dass Pückler die Gartenkunst der gebildeten Welt zugänglich gemacht hat und auch dass die Professionalisierung des höheren Gärtnerberufes nicht zufällig mit der Landschaftsgärtnerei Hand in Hand ging.

Wahrlich imposante Bilder von der Parkanlage in Muskau verdeutlichen, worum es Pückler ging und worin Pücklers Kunst bestand. Ausführlich kann man sich dann mit der Entwicklung des Muskauer Parks von 1815 bis 1945 und danach befassen. Diese Beiträge sind sehr packend geschrieben und hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck von dem, was man immer wieder gerne bewundert: die Gartengestaltung auf höchstem Niveau.

Ein Text im Buch ist Lucie Fürstin von Pückler-Muskau, der Frau an Pücklers Seite gewidmet und man hat auch Gelegenheit, etwas über des Fürsten Werk "Andeutung über Landschaftsgärtnerei" zu erfahren. Es folgen Bilder von Babelsberg und dem dortigen Engagement Pücklers. Auch liest man Näheres zur Bewahrung und Wiederherstellung des besagten Parks im UNESCO-Welterbe und kann sich optisch mit dem Park in Branitz befassen, der als die grünste Oase gilt.

Zudem erfährt man Näheres über die Großbaumbepflanzung à la Pückler und seinen Einfluss auf die Gartenkunst in Frankreich. Weder seine Tafelbücher, die berühmte, nach ihm benannte Eiscreme noch die von ihm kultivierte Ananas bleiben unerwähnt und schlussendlich kann man auch etwas über seine Pyramiden lesen, in deren Bau sich sein Wunsch verbarg, der Vergänglichkeit zu trotzen.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch und Juwel für Gartenbuchenthusiasten.

Helga König


Das Erdbeben von Lissabon: Wie die Natur die Welt ins Wanken brachte - von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes in der Natur und der sanften Empfindung des Daseins
Das Erdbeben von Lissabon: Wie die Natur die Welt ins Wanken brachte - von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes in der Natur und der sanften Empfindung des Daseins
von Horst Günther
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,90

5.0 von 5 Sternen Die vage Vermutung, daß Leben Illusion ist – das, und nicht mehr, macht einen großen Menschen aus. Fernando Pessoa,, 23. August 2016
Autor dieses schaurig-schönen und dabei informativen Sachbuches ist der Philosoph Horst Günther. Thematisiert wird das Erdbeben von Lissabon und hier, wie die Natur die Welt ins Wanken brachte- "von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes wie auch der sanften Empfindung des Daseins."

Wer sich ein wenig in europäischer Geschichte auskennt, weiß, dass 1755 die Hauptstadt Portugals von einem Erdbeben, in dessen Folge es einen Großbrand und einen Tsunami gab, nahezu vollständig zerstört wurde. Damals galt Lissabon als eine der blühendsten und reichsten Städte Europas, was dem Handel mit Amerika und Ostindien geschuldet war.

Man erfährt zunächst Wissenswertes über Lissabon im 18. Jahrhundert, liest von dem Gold, das damals über den Atlantik nach Portugal gekommen war und auch von den Diamanten, die den dortigen Reichtum mehrten, bei aller Zurückgebliebenheit des Landes in Bildung und in den Gewerben.

Trotz der großen Wohlhabenheit lagen Portugal und die iberische Halbinsel fernab von den europäischen Nachrichtenwegen. Es soll Wochen gedauert haben bis die Nachricht von dem Desaster nach Amsterdam gelangt war und sich von dort nach ganz Europa verbreitet hat.

Auch der Philosoph Voltaire hörte von den Geschehnissen in der Hauptstadt Portugals und schrieb spontan in einem Brief darüber. Später verfasste er ein Gedicht über das Erdbeben von Lissabon und erkannte, dass letztlich alles gut und notwendig gewesen sei.

Man liest über das philosophische und religiöse Denken jener Tage, auch darüber, was Kant im Hinblick auf die Geschehnisse von Lissabon dachte, die er unmittelbar neben Sodom stellte. Dabei staunt man nicht schlecht wie sehr die Philosophen damals mit diesem Unglück befasst waren und zwar nicht nur Kant und Voltaire, auch Rousseau und viele andere mehr.

Es führt allerdings zu weit an dieser Stelle, die Überlegungen all der Philosophen, die im Buch zur Sprache kommen, hier wiederzugeben. Gesagt werden kann, dass es u.a. um die Frage vom Übel in der Welt, von der Blindheit der Vorsehung, vom Zweifel an der Gerechtigkeit Gottes ging aber auch darum, dass es der Philosophie nicht gelungen war, die fast gelösten Rätsel der physikalischen Welt mit den beinahe unlösbaren Rätseln der moralischen Welt in Übereinstimmung zu bringen.

Ein Buch, das ich gerne empfehle, weil es nicht nur das dramatische Geschehen skizziert, sondern auch das Intellektualisieren dazu im Nachgang.

Helga König


Das Erdbeben von Lissabon: Wie die Natur die Welt ins Wanken brachte - von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes in der Natur und der sanften Empfindung des Daseins
Das Erdbeben von Lissabon: Wie die Natur die Welt ins Wanken brachte - von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes in der Natur und der sanften Empfindung des Daseins
von Horst Günther
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,90

5.0 von 5 Sternen Die vage Vermutung, daß Leben Illusion ist – das, und nicht mehr, macht einen großen Menschen aus. Fernando Pessoa,,, 23. August 2016
Autor dieses schaurig-schönen und dabei informativen Sachbuches ist der Philosoph Horst Günther. Thematisiert wird das Erdbeben von Lissabon und hier, wie die Natur die Welt ins Wanken brachte- "von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes wie auch der sanften Empfindung des Daseins."

Wer sich ein wenig in europäischer Geschichte auskennt, weiß, dass 1755 die Hauptstadt Portugals von einem Erdbeben, in dessen Folge es einen Großbrand und einen Tsunami gab, nahezu vollständig zerstört wurde. Damals galt Lissabon als eine der blühendsten und reichsten Städte Europas, was dem Handel mit Amerika und Ostindien geschuldet war.

Man erfährt zunächst Wissenswertes über Lissabon im 18. Jahrhundert, liest von dem Gold, das damals über den Atlantik nach Portugal gekommen war und auch von den Diamanten, die den dortigen Reichtum mehrten, bei aller Zurückgebliebenheit des Landes in Bildung und in den Gewerben.

Trotz der großen Wohlhabenheit lagen Portugal und die iberische Halbinsel fernab von den europäischen Nachrichtenwegen. Es soll Wochen gedauert haben bis die Nachricht von dem Desaster nach Amsterdam gelangt war und sich von dort nach ganz Europa verbreitet hat.

Auch der Philosoph Voltaire hörte von den Geschehnissen in der Hauptstadt Portugals und schrieb spontan in einem Brief darüber. Später verfasste er ein Gedicht über das Erdbeben von Lissabon und erkannte, dass letztlich alles gut und notwendig gewesen sei.

Man liest über das philosophische und religiöse Denken jener Tage, auch darüber, was Kant im Hinblick auf die Geschehnisse von Lissabon dachte, die er unmittelbar neben Sodom stellte. Dabei staunt man nicht schlecht wie sehr die Philosophen damals mit diesem Unglück befasst waren und zwar nicht nur Kant und Voltaire, auch Rousseau und viele andere mehr.

Es führt allerdings zu weit an dieser Stelle, die Überlegungen all der Philosophen, die im Buch zur Sprache kommen, hier wiederzugeben. Gesagt werden kann, dass es u.a. um die Frage vom Übel in der Welt, von der Blindheit der Vorsehung, vom Zweifel an der Gerechtigkeit Gottes ging aber auch darum, dass es der Philosophie nicht gelungen war, die fast gelösten Rätsel der physikalischen Welt mit den beinahe unlösbaren Rätseln der moralischen Welt in Übereinstimmung zu bringen.

Ein Buch, das ich gerne empfehle, weil es nicht nur das dramatische Geschehen skizziert, sondern auch das Intellektualisieren dazu im Nachgang.

Helga König
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Rezension bezieht sich auf: Das Erdbeben von Lissabon: Wie die Natur die Welt ins Wanken brachte - von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes in der Natur und der sanften Empfindung des Daseins (Gebundene Ausgabe)
Autor dieses schaurig-schönen und dabei informativen Sachbuches ist der Philosoph Horst Günther. Thematisiert wird das Erdbeben von Lissabon und hier, wie die Natur die Welt ins Wanken brachte- "von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes wie auch der sanften Empfindung des Daseins."

Wer sich ein wenig in europäischer Geschichte auskennt, weiß, dass 1755 die Hauptstadt Portugals von einem Erdbeben, in dessen Folge es einen Großbrand und einen Tsunami gab, nahezu vollständig zerstört wurde. Damals galt Lissabon als eine der blühendsten und reichsten Städte Europas, was dem Handel mit Amerika und Ostindien geschuldet war.

Man erfährt zunächst Wissenswertes über Lissabon im 18. Jahrhundert, liest von dem Gold, das damals über den Atlantik nach Portugal gekommen war und auch von den Diamanten, die den dortigen Reichtum mehrten, bei aller Zurückgebliebenheit des Landes in Bildung und in den Gewerben.

Trotz der großen Wohlhabenheit lagen Portugal und die iberische Halbinsel fernab von den europäischen Nachrichtenwegen. Es soll Wochen gedauert haben bis die Nachricht von dem Desaster nach Amsterdam gelangt war und sich von dort nach ganz Europa verbreitet hat.

Auch der Philosoph Voltaire hörte von den Geschehnissen in der Hauptstadt Portugals und schrieb spontan in einem Brief darüber. Später verfasste er ein Gedicht über das Erdbeben von Lissabon und erkannte, dass letztlich alles gut und notwendig gewesen sei.

Man liest über das philosophische und religiöse Denken jener Tage, auch darüber, was Kant im Hinblick auf die Geschehnisse von Lissabon dachte, die er unmittelbar neben Sodom stellte. Dabei staunt man nicht schlecht wie sehr die Philosophen damals mit diesem Unglück befasst waren und zwar nicht nur Kant und Voltaire, auch Rousseau und viele andere mehr.

Es führt allerdings zu weit an dieser Stelle, die Überlegungen all der Philosophen, die im Buch zur Sprache kommen, hier wiederzugeben. Gesagt werden kann, dass es u.a. um die Frage vom Übel in der Welt, von der Blindheit der Vorsehung, vom Zweifel an der Gerechtigkeit Gottes ging aber auch darum, dass es der Philosophie nicht gelungen war, die fast gelösten Rätsel der physikalischen Welt mit den beinahe unlösbaren Rätseln der moralischen Welt in Übereinstimmung zu bringen.

Ein Buch, das ich gerne empfehle, weil es nicht nur das dramatische Geschehen skizziert, sondern auch das Intellektualisieren dazu im Nachgang.

Helga König


Das Erdbeben von Lissabon: Wie die Natur die Welt ins Wanken brachte - von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes in der Natur und der sanften Empfindung des Daseins
Das Erdbeben von Lissabon: Wie die Natur die Welt ins Wanken brachte - von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes in der Natur und der sanften Empfindung des Daseins
von Horst Günther
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,90

5.0 von 5 Sternen Die vage Vermutung, daß Leben Illusion ist – das, und nicht mehr, macht einen großen Menschen aus. Fernando Pessoa,, 23. August 2016
Autor dieses schaurig-schönen und dabei informativen Sachbuches ist der Philosoph Horst Günther. Thematisiert wird das Erdbeben von Lissabon und hier, wie die Natur die Welt ins Wanken brachte- "von Religion, Kommerz und Optimismus, der Stimme Gottes wie auch der sanften Empfindung des Daseins."

Wer sich ein wenig in europäischer Geschichte auskennt, weiß, dass 1755 die Hauptstadt Portugals von einem Erdbeben, in dessen Folge es einen Großbrand und einen Tsunami gab, nahezu vollständig zerstört wurde. Damals galt Lissabon als eine der blühendsten und reichsten Städte Europas, was dem Handel mit Amerika und Ostindien geschuldet war.

Man erfährt zunächst Wissenswertes über Lissabon im 18. Jahrhundert, liest von dem Gold, das damals über den Atlantik nach Portugal gekommen war und auch von den Diamanten, die den dortigen Reichtum mehrten, bei aller Zurückgebliebenheit des Landes in Bildung und in den Gewerben.

Trotz der großen Wohlhabenheit lagen Portugal und die iberische Halbinsel fernab von den europäischen Nachrichtenwegen. Es soll Wochen gedauert haben bis die Nachricht von dem Desaster nach Amsterdam gelangt war und sich von dort nach ganz Europa verbreitet hat.

Auch der Philosoph Voltaire hörte von den Geschehnissen in der Hauptstadt Portugals und schrieb spontan in einem Brief darüber. Später verfasste er ein Gedicht über das Erdbeben von Lissabon und erkannte, dass letztlich alles gut und notwendig gewesen sei.

Man liest über das philosophische und religiöse Denken jener Tage, auch darüber, was Kant im Hinblick auf die Geschehnisse von Lissabon dachte, die er unmittelbar neben Sodom stellte. Dabei staunt man nicht schlecht wie sehr die Philosophen damals mit diesem Unglück befasst waren und zwar nicht nur Kant und Voltaire, auch Rousseau und viele andere mehr.

Es führt allerdings zu weit an dieser Stelle, die Überlegungen all der Philosophen, die im Buch zur Sprache kommen, hier wiederzugeben. Gesagt werden kann, dass es u.a. um die Frage vom Übel in der Welt, von der Blindheit der Vorsehung, vom Zweifel an der Gerechtigkeit Gottes ging aber auch darum, dass es der Philosophie nicht gelungen war, die fast gelösten Rätsel der physikalischen Welt mit den beinahe unlösbaren Rätseln der moralischen Welt in Übereinstimmung zu bringen.

Ein Buch, das ich gerne empfehle, weil es nicht nur das dramatische Geschehen skizziert, sondern auch das Intellektualisieren dazu im Nachgang.

Helga König
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 24, 2016 5:24 PM MEST


Kay Nielsen. Östlich der Sonne und westlich des Mondes
Kay Nielsen. Östlich der Sonne und westlich des Mondes
von Noel Daniel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ohne Poesie lässt sich nichts in der Welt wirken: Poesie aber ist Märchen” Johann Wolfgang von Goethe., 23. August 2016
Dieses Buch aus dem Verlag TASCHEN enthält 16 Märchen, gesammelt von Peter Christen Asbornsen und Jorgen Engebretsen Moe. Zu einer künstlerisch wertvollen Publikation wird das Werk aufgrund seiner Illustrationen des Gestalters, Künstlers und Erneuerers Kay Nielsen.

Noel Daniel schreibt im Vorwort viel Erhellendes über die Ursprünge der berühmten norwegischen Volksmärchen, bevor man in einem Essay von Kendra Daniel über Leben und Werk des Künstlers Kay Nielsen unterrichtet wird. Dieser begnadete Illustrator war in seinem Metier international überaus erfolgreich und fand in Dänemark, England und in USA große Anerkennung als Buchillustrator, Bühnenbildner, Wandmaler und Disney-Zeichner

Im vorliegenden Buch treten seine dänischen Wurzeln zu Tage, wobei er sich jeglicher Sentimentalität enthält. In dem 1914 erschienenen Buch "Östlich der Sonne und westlich des Mondes" findet man zahlreiche Referenzen versammelt, so u.a. die Einfachheit der japanischen Blockdrucks oder aber die opulenten Kostüme und Bühnenbilder, mit denen die Ballets Russe 1909 bei ihrem Paris-Debut überall in der Welt die Fantasien der Menschen beflügelten. Dabei ist die zeichnerische Eleganz des Künstlers stets unverkennbar.

In "Östlich der Sonne und westlich des Mondes" illustriert Kay Nielsen Märchen über Prinzen und Prinzessinnen, die wie der Inbegriff nordischer Kühle und Kargheit erscheinen. Obschon es bei seinen Illustrationen auch hässliche Kobolde und Trolle gibt, liegt sein Schwerpunkt auf langgliedrigen, anmutigen, schönen Edelleuten, die in ihrer Originalität sehr lebendig daherkommen.

Colin White schreibt in dem dann folgenden Essay über die Buchillustration als eigenständige Kunst und verdeutlicht, weshalb die Illustration von Geschenkbüchern beispielsweise dem literarischen Inhalt ebenbürtig wurde.

Der Inhalt der einzelnen Märchen ist jeweils zu Beginn eines jeden Märchens zusammen gefasst. Diese Maßnahme ist sehr lobenswert, denn der Bildbetrachter weiß noch bevor er sich in die fantasievollen Texte vertieft, welchen Inhalt die Illustrationen transportieren sollen.

Dieses Buch lädt zum Träumen ein, sowohl was die Texte als auch was die Bilder anbelangt. Dabei sind die Illustrationen von solch beeindruckender Ästhetik und Poesie, dass sie den Betrachter immer wieder staunen und fast vergessen lassen, dass hier Märchen darauf warten, gelesen oder vorgelesen zu werden.

Sehr empfehlenswert.

Helga König


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