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Rezensionen verfasst von
Jupiter (Hamburg)

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Die Welt ist nicht immer Freitag
Die Welt ist nicht immer Freitag
von Horst Evers
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Horst nutzt sich ab, 2. Oktober 2009
Zugegeben am Anfang ist das Buch komisch. Der Antiheld funktioniert in jeder Hinsicht und die Lachmuskeln werden ausgiebig trainiert. Aber bald zeigt sich, dass zielorientierte Faulheit eben auch ihren Preis hat. Und der ist Langeweile. Die gleichen Gags zünden beim dritten Mal eben nicht mehr richtig. Und beim siebenten Mal fällt selbst das müde Lächeln schwer.
Mein Tipp: Buch oder CD ausleihen, die ersten dreißig bis fünzig Seiten lesen, bzw. den Anfang hören - und dann ganz schnell aufhören, bevor der gute Eindruck sich verschleifen kann.


¡Ehemänner!: Erzählungen (suhrkamp taschenbuch)
¡Ehemänner!: Erzählungen (suhrkamp taschenbuch)
von Angeles Mastretta
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Frauen sind besser, 23. September 2009
Angeles Mastretta zeigt einen Reigen von Beziehungsgeschichten. Er betrügt sie, sie ihn auch, er kommt zurück. Oder eben nicht, dann werden beide mit dem neuen Partner glücklich. Oder eben auch das nicht. Durchgespielt werden so ziemlich alle denkbaren Konstellationen, wobei die mexikanische Gesellschaft sehr schön als Hintergrund fungiert und alle Milieus ausgepinselt werden. Das Lesen macht Spass und ist unangestrengt möglich, doch auf Dauer nervt etwas anderes. Die Geschlechterrollen sind allzu klischeehaft verteilt. Sind Frauen wirklich die besseren, weil cleveren Beziehungspartner. Sind Männer wirklich so liebestoll und vertrottelt wie hier manchmal dargestellt? Haben wir alle uns seit den Fünfzigerjahren nicht weiterentwickelt? Oder, anders formuliert, sind es nur die Frauen, die zu einer höheren Stufe der Zivilisation aufsteigen konnten? Die einzelnen Erzählungen lassen das durchscheinen. Sollte das die Meinung der Autorin sein, so fehlt mir sehr nachdrücklich ein gewisses Augenblinzeln, das die spezielle Sicht, die sich die Autorin erlaubt, in einen ästhetischen Zusammenhang stellt. Oder meint sie wirklich, gesellschaftliche Realität abzubilden?


Verbrechen: Stories
Verbrechen: Stories
von Ferdinand von Schirach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

145 von 170 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Realität oder Fiktion?, 6. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen: Stories (Gebundene Ausgabe)
Schirach ist Anwalt und angeblich sind die Fälle, die er in der vorliegenden Sammlung von Stories beschreibt, wahr. Ich bin geneigt, das für einen Trick zu halten. Aber ich mag mich täuschen, und schließlich ist es egal. Denn die klare, knappe Sprache, die häufig kurzen Sätze, in denen neutral und mitleidlos die Lebensumstände der "Verbrecher" beschrieben werden, sprechen für sich. Vielleicht konnte sich Herr von Schirach diese Schicksale nicht ausdenken, vielleicht musste er es auch nicht. Auch das ist gleichgültig. Sie werden zu Literatur, indem sie notiert, gedruckt und gelesen werden. Und gelobt. Und das zu recht. Schirachs Sprache ist intensiv und elegant gleichzeitig, sie besitzt eine Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann. Dazu kommt: Was der Autor hier offeriert ist nicht wenig, er bietet seinen Lesern einen Blick in das Leben von "Verbrechern". (Weil sie dem Leser nicht als solche erscheinen, stehen hier die Anführungszeichen.) Vielleicht ist es für viele Leser ein zusätzlicher Anreiz, dass es hier vorgeblich (?) um wahre Begebenheiten geht. Aber ich möchte noch einmal betonen: es ist nur ein stilistischer Unterschied. Oder sollte ich mich täuschen? Denn eines kann Schirach mit seinem Erzählansatz nicht, nämlich in den Verstand seiner Protagonisten eindringen. Schirach beschreibt Fakten, keine Gedanken. Wer zu den Fakten noch die Gedanken der "Verbrecher" kennen will, der muss sich doch wieder auf die bekennende Fiktion verweisen lassen, auf Jan Costin Wagner, der in "Nachtfahrt" einen Mörder auf dem Weg zu seiner Tat begleitet und in "Das Schweigen" von den Jahren nach der schändlichen Tat berichtet, oder auf Sabine Alt, die in "Weras Talent" einer Professorin beim Morden über die Schulter sieht und In "Vergiss Paris" die missglückende Rehabilitation einer bereits Verurteilten begleitet. Diese Stoffe sind Fiktion, darum dürfen die Autoren über die Gedanken ihrer Figuren verfügen. Schirach tut dies nicht, er hält sich an die Fakten. Und die Gedanken der "Verbrecher" entstehen im Kopf des Lesers. Das ist geschickt und es ist allemal Literatur!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 1, 2016 10:19 AM MEST


Daisy Sisters: Roman
Daisy Sisters: Roman
von Henning Mankell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sehr bedrückend, 3. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Daisy Sisters: Roman (Gebundene Ausgabe)
Henning Mankell ist nicht gerade für seine komischen Texte berühmt. Das weiß man natürlich, bevor man zu diesem Roman gegriffen hat. Aber trotzdem muss man das Ausmaß, in dem sich das Unglück und das Lebenspech über die Hauptfiguren ergießt, dann erst einmal aushalten. Man muss sich das antun wollen. Die Figuren dieses Romans sind nämlich nur ausgedacht, der Leser aber (oder die Leserin, immerhin ist das Buch in der Brigitte sehr gelobt worden) lebt und fühlt mit diesem ganzen Unglück. Ich fand es sehr bedrückend, in diese beiden Lebensgeschichten hineingezogen zu werden und bin nicht sicher, ob ich dieses Leseerlebnis weiterempfehlen soll.


Gut gegen Nordwind
Gut gegen Nordwind
von Daniel Glattauer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen zarte Zuneigung, 3. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Gut gegen Nordwind (Taschenbuch)
Eines vorweg: Ich habe nicht erwartet, dass mir dieses Buch (ist es überhaupt ein Roman, und wenn, ein Mail-Roman?) doch so lesenswert erscheinen würde. Aber die erst zufällige, dann zarte, und schließlich ziemlich zähe Zuneigung, die hier zwischen zwei e-mail-partnern entsteht, kann durchaus faszinieren. Es mag altmodisch klingen, aber mir fehlen immer noch die guten alten Überleitungstexte, das was Poesie zu Poesie macht, und was man sich hier erschließen muss (aus e-mail-Daten und Auslassungen). Trotzdem ist das Handlungsgerüst stabil gezimmert, die Emotionen sind nachvollziehbar und das Ende weiß zu überzeugen.


Wo ist Fred?
Wo ist Fred?
DVD ~ Til Schweiger
Preis: EUR 7,49

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen englischer Humor, 25. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Wo ist Fred? (DVD)
Um es vorweg zu sagen: es gibt bessere Filme mit Til Schweiger (z.B. Keinohrhasen ist in sich geschlossener und überzeugender). Aber dieser hier ist immer noch gut. Er hat etwas sehr Englisches im Humor und das finde ich erfreulich anders in der deutschen Kinolandschaft. Der Film ist geanu richtig für einen entspannten, witzigen, nicht besonders anspruchsvollen DVD-Abend.


Lügen. Roman
Lügen. Roman
von Enrique de Heriz
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnsbuch, 24. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Lügen. Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie selten sind Bücher, die einem eine ganze Welt erschließen. "Lügen" ist so ein Buch. Es führt einen mitten in eine Familie, die vermeintlich ihr Oberhaupt verliert. Die Mutter stirbt in Guatemala. Der Leser erfährt wie Ehemann, Kinder und der Enkel, jeder auf seine Weise, versuchen damit fertig zu werden. Aber er erfährt auch, dass diesem Todesfall ein Missverständnis zugrunde liegt, denn die Mutter, eine Anthropologin lebt im Urwald. Sie zögert einige Zeit, ihre Familie von dem Missverständnis zu unterrichten, da sie die Erfahrung, "tot" zu sein , erst selbst verarbeiten muss. In Folge dieses Prozesses erwarten den Leser faszinierende Erkenntnisse über das Leben und das Sterben, Vergangenheit und Gegenwart, die Wahrheit und eben über die Lüge, die durchaus wirklichkeitsprägenden Charakter annehmen kann, wenn sie Legendenstatus erreicht. Wie dies alles in einer höchst spannenden Handlung verflochten ist, eingebunden in die interessantesten Erkenntniss der Anthropologie über Sterbe- und Beerdigungsriten der sogenannten primitiven Völker, das ist wirklich hohe literarische Kunst. Und es ist eine Schande, dass dieser Roman hier in Deutschland so wenige Leser gefunden hat.


Einfach so: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Einfach so: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Lily Brett
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

4.0 von 5 Sternen charmant, 11. August 2009
"Einfach so" ist ein Roman, der seinen Leser auf vielfältige Weise in seinen Sog zieht. Die faszinierenden Stadt New York, die Familiengeschichte der Protagonistin, auch und gerade ihr Alltagsleben, ihre kleinen Beobachtungen und Macken (Toll ist die Friehofsliebe!) machen einen großen Teil des Charmes dieses Textes aus. Der Roman liest sich leicht und sehr interessant. Aber es fehlt ihm das letzte Tüpfelchen, der entscheidende Coup de foudre, ein Knall oder irgend etwas in der Art. Jedenfalls hat es mir gefehlt ...


Was in zwei Koffer paßt: Klosterjahre
Was in zwei Koffer paßt: Klosterjahre
von Veronika Peters
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Beitrag zur Gretchenfrage, 11. August 2009
Eher zufällig bin ich an diesen Roman geraten. Er liest sich zügig, ist ganz gut geschrieben und vermag stellenweise zu interessieren. Doch ist mir das Dargestellte insgesamt etwas zu pubertär geraten und lässt leider die Antwort auf die wirklich interessante (Gretchen-)Frage vermissen: Wie hältst du's mit der Religion? Alles, was dazu in dem Buch zu finden ist, stellt sich (um es mit dem Ex-Kanzler zu sagen) doch recht unterkomplex dar und verfehlt damit leider die Potenz, die in dem Themna hätte stecken können.


Vergissmeinnicht
Vergissmeinnicht
von Miranda Beverly-Whittemore
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen mit Abstrichen lesenswert, 3. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Vergissmeinnicht (Taschenbuch)
Zwei Schwestern wachsen in einer Idylle auf. Sie haben zwar früh ihre Mutter verloren, aber eine familienähnliche Konstellation von Freunden und Freundinnen ihres Vaters ersetzt bestmöglich diesen Mangel. Eine der Freundinnen, Ruth, ist Fotografin und nimmt die Mädchen von klein an in der Natur auf. Häufig sind sie nackt. Ihr Verhältnis zu ihren Körpern ist völlig unschuldig, nur sehen das die Besucher der Fotoausstellungen anders. Es kommt zum Skandal und infolge dessen zu einem tragischen Verbrechen.
Erzählt wird dies aus mehreren Perspektiven, u.a. aus der Sicht einer der Schwestern, und was hier als Rollenprosa einer Drei- bis Elfjährigen geliefert wird, ist mehr als altklug. Es ist unmöglich, dass sich ein Kind so differenziert und erwachsen ausdrücken würde. Diese Kröte muss man schlucken, wenn man den Roman liest. Ich rate trotzdem dazu, das zu tun, denn der Rest ist super aufgebaut, insbesondere die Passagen über die Fotografien und die Weltsicht eines Fotografen sind überaus lesenswert. Da stört dann auch das bisschen Kitsch in den Beschreibungen nicht mehr, die doch sehr amerikanisch daherkommen.


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