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Rezensionen verfasst von
KalyanaMitrah (Wien)

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Fool on the Hill: Roman
Fool on the Hill: Roman
von Matt Ruff
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man muss sich eben darauf (auf Drachenschlachten vorm Frühstück z.B.) einlassen, 21. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Fool on the Hill: Roman (Taschenbuch)
ALLGEMEIN
Einige Rezensenten, die das Buch mit einem Stern abspeisen, erwähnen, dass sich dieser Roman ganz gut verfilmen ließe. Ich stimme zu. Ich kann auch deren Behauptung nachvollziehen, dass es sich um einen skurrilen, abartigen, verrückten Plot handelt. Aber das ist doch wundervoll! Ich finde entgegen deren Dafürhalten, dass die Handlungsstränge von den Hunden, Menschen, Fabelwesen und schließlich auch dem Schöpfer des Ganzen sehr wohl miteinander verknüpft werden. Das passiert jedoch erst im dritten und vor allem im letzten vierten Teil, Die Iden des März. Naja, vielleicht haben manche von ihnen schon vorher aufgegeben.

Die Charaktere finde ich ja wirklich einfallsreich und witzig erfunden: Kalliope, die schönste Frau der Welt; ein Schwarzer Ritter auf dem Motorrad namens Ragnarök und sein Freund Prediger, der bohemische Minister für Moralfragen, der ihm die Freundin ausspannt; der rechtschaffene Hund Luther, der sich mit dem Manxkater Blackjack auf die Suche nach dem Himmel macht, um seinen Vater Moses zu finden; die Koboldin Zephyr, die einen Pakt mit dem Winde geschlossen hat... diese Gestalten sind nur einige der Protagonisten in diesem aberwitzigen, fulminanten und phantasievollen Märchenbuch eines erst 22-jährigen Schriftstellers. (Das Buch erschien erstmals im Jahre '87) Der Autor liefert als third-person omniscient (Mr. Sunshine) Erzählungen über das Große und das Kleine Volk, um Heldenbilder zu inszenieren und um sich wie Gott zu gebaren, indem er sich in die Geschichten, die da am Laufen sind, immer wieder einmischt, sei es um uns Einsicht in den schöpferischen Prozess zu gewähren, sei es um dem Verlauf der Geschichte(n) etwas mehr Würze zu verleihen.

PERSÖNLICH
Nicht schlecht das Buch. Ich bekam es von einer Freundin geborgt und las es daher auch bis zum Ende, damit wir uns darüber austauschen können. Ich hätte auch vier Sterne vergeben können, aber dafür war es mir zu flach und im Endeffekt auch zu holprig, zu gewollt und zu effekt-heischerisch. Durch die ersten und die letzten 100 Seiten bin ich regelrecht dahingeflogen wie der Drache, den der Hero George am Anfang und Ende steigen läßt, und dachte mir, hey, sie hatte wirklich Recht: ein echt cooles Buch. Dazwischen (also von Seite 150 bis ca. 450) hatte das Buch für mich ein paar Längen. Doch der Kampf zwischen Establishment und Rebellion, zwischen Konservativen und Alternativen, zwischen Bibelverfechtern und Geschichtenerzählern, zwischen Menschen und Tieren, Reinrassigen und Mischlingen, das alles und mehr macht das Lesen für alle LiebhaberInnen des Fantastischen Romans zu einem wahren Vergnügen. Mir gefiel besonders, wie die verschiedenen Realitäten im Buch verschwimmen und wie der Autor das Ganze schildert, also die ganze Atmosphäre, die sich während des Lesens im Kopf breitmacht, und die lustigen Anspielungen an die griechische Mythologie, an Shakespeare, Gebrüder Grimm, Tolkien und viele mehr. Schließlich ist das Buch eine Story auf drei Ebenen: Mr. Ruff, Mr. Sunshine, Mr. George. Und alle drei erzählen ihre eigenen Geschichte zwischen den Zeilen: alles Theater, und wir bloße Schauspieler auf der Bühne... oder?!

KURZ
Auf jeden Fall des Lesens wert. Lachen garantiert. Auf jeden Fall eine Herausforderung an die Kraft der Imagination. Und wer sich gut auf subtile Botschaften versteht, die der Autor augenzwinkernd da rein verpackt, könnte mit einer Portion Weisheit gesegnet werden und als König der Narren neugeboren werden.


Mieses Karma
Mieses Karma
von David Safier
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vor dem Buch ist nach dem Buch., 10. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Mieses Karma (Taschenbuch)
Ob es wohl mieses Karma ist, dieses Buch zu lesen? Ich nehme an, es kommt drauf an, was man daraus macht. Ich fand es ganz nett für zwischendurch. Nicht schlecht eben. Durchschnitt. Billige Unterhaltung. Für mich noch lange kein Grund, bloß einen Einzelstern zu vergeben. Tatsächlich macht es überhaupt keinen Unterschied, ob du das Buch liest oder nicht.

REZENSION:
Den Plot selber finde ich zwar ziemlich vorhersehbar - was den Lesefluss beschleunigt - der Stil gleicht den teils recht amüsanten, teils recht derben Sprachgewohnheiten der breiten (jugendlichen) Masse - was die Lesegeschwindigkeit nochmal nach oben schraubt. Dann wiederum: Wenn sich jemand wie Herr Safier berufen fühlt, so komplexe Themen wie Karma und Wiedergeburt oberflächlich darzustellen, dann zeigt das doch auch, dass Buddhismus in den westlichen Industrieländern über die ersten unsicheren Anfänge hinaus gelangt ist und in eine Entwicklungsphase eingetreten ist, in der man Begriffe (sowie die Konzepte, die dahinter stecken) vereinfachen und sich auch augenzwinkernd und humorvoll damit auseinandersetzen kann. Oh yeah, nicht alles so ernst nehmen... ja, richtig. Lustige Bücher lassen sich eben schwer kritisieren, nicht wahr? Somit stellt die Lektüre eine großartige Übung dar, um Geduld (oder genauer: Toleranz) zu entwickeln, denn was da unter dem Begriff "Karma" verzapft wird, nenne ich gefährliches Halbwissen. Dann wiederum: Es ist bloß Belletristik, da ist das erlaubt und als Stilmittel für Spannung, Entspannung, Spannung, Entspannung definiert. Alles in allem ermutigend, weil: der historische Siddharta Gautama hatte erwiesenermaßen einen ausgeprägten Sinn für Humor, erzählte angeblich jede Menge Geschichten (die allerdings auf erlebter Wirklichkeit beruhten) und hielt auch auf Geduld und Toleranz große Stücke.

KONTEXT:
Diese harmlosen, seichten, aberwitzigen Bestsellerdinger fliegen einem einfach so um die Ohren. Ich komme nicht umhin, dieser leichtverdaulichen Schmunzelkost immer wieder bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten und Verwandten zu begegnen. Nachdem mir "Mieses Karma" von zwei Menschen unabhängig voneinander empfohlen wurde - mit der Begründung, dass es wirklich soooo witzig geschrieben sei - ließ ich mich erweichen und hatte das Buch dann auch in 2 oder 3 Stunden durch. Es scheint so wie mit dem Wörtchen "Achtsamkeit" zu sein: Du setzt es in irgendeinen Buchtitel und beobachtest, was mit den Verkaufszahlen passiert.


Making History
Making History
von Stephen Fry
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Creative and witty alternative-history novel, 2. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Making History (Taschenbuch)
A couple of years ago I read 'Geschichte machen' because I knew Mr. Fry from 'Blackadder', a show he appeared in with Rowan Atkinson, Hugh Laurie et al. Thought I might read that book again, this time in English. Wondered how the puns worked in the original and if it would be as thrilling as in German. It certainly was. Sometimes at least. To be honest, I was happy to reach the end finally. Some passages were a rather tedious read after all, like a work-through instead of a walk-through. Don't get me wrong here, please, it is a good book alright, but as I was on it the second time around I was able to concentrate on style, subtle aspects and deeper meanings of it all because I knew what the content was all about. The first time you read it it's a great show. The second you read it maybe the flaws are highlighted, I don't know..

Part I of 'Making History' sets the reader alongside a history student and a scientist who manage to find a way to make Hitler undone, meaning thwarting his birth in 1899. The second part of the book lets the reader know what this enterprise entails and puts forth another historical dimension which, of course, has vast implications in the present state of affairs. Some things are the same, but mostly, the world is a different place altogether. Adolf Hitler is done away with, yes, but...

I found the ideas not only funny, but also intriguing cuz it deals with a sad chapter in world history. It covers what is quite often a taboo-subject nowadays. And it does so in a funny AND intriguing way. I appreciate Fry's fabulous sense of humour - to be found in the somewhat ironic turns of the (hi)story. I do recommend you read it. At least once. It's worth your time. You will enjoy some hearty laughs for sure.


Notes from Underground (Vintage Classics)
Notes from Underground (Vintage Classics)
von Fyodor Dostoevsky
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen A psychological study of one special mind in middle 19C, Russia, 24. Juli 2011
The key words to describe the protagonist: spite, self-loathing and self-consciousness. And maybe passive-aggressive personality disorder. The book shows the author is a literary genius and proficient in self-analysis. He is quite funny, too! Dostoevsky applies psychological insight, transforms it in a narrative structure and thus, leads the main character to disclose his deep rooted unhappiness with the state of affairs. He does so by revealing his thought process with which he desperately, so desperately tries to make sense of reality... a reality that works like a mirror to reflect his own character traits: pride and anxiety and insecurity.

Then again... it's not so much a personal thing as the account of the underground man is supposed to somehow represent the Russians' social and cultural climate (socialist - disappointment - liberal - and eventually nihilist) in the 1840s/1860s. At least that is what I make of the 'Author's note' at the beginning of the book when it says that there must be men like this in a society like that if one remembers how the society has been formed and 'developed'.

Some notes on the underground man: He lives in some kind of an isolated shell split from the rest of humanity and he only comes out every now and then for 'real-life' as he calls it. This excites him and confuses him and very often infuriates him like hell. All that he carries with him he sees in others and hates in others... feverishly investigating it with overwrought brain activity. He has contempt for others and thinks everybody looks down on him. He tells himself how stupid they all are and then can't stop himself flogging himself mentally. Oh, how bitterly he suffers.. 'I was angry with myself,' he says 'but, of course, it was she who would have to pay for it.'


Ich Yin, Du Yang: Der Dolmetscher für das Beziehungschinesisch
Ich Yin, Du Yang: Der Dolmetscher für das Beziehungschinesisch
von Mike Mandl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komplexe Materie gut verständlich dargestellt, 16. Juli 2011
Also mal ganz ehrlich, das Buch ist einfach witzig, da gibts gar nix! :) Ein lebendiges Beispiel jagt das nächste, Anekdoten und Allegorien wechseln sich im 2-Seitentakt ab. Der Autor schreibt, als würde er mit dir über das Thema plaudern. Er zeigt damit, wie gut er bezüglich der fünf Wandlungsphasen im täglichen Leben Bescheid weiß. Weil ich glaube, dass nur ein Mensch, der sich schon lange damit beschäftigt, die Dinge auf so klare und einfache Weise vermitteln kann, ohne allzu oberflächlich zu werden. Du findest als LeserIn nicht nur das Verhalten des Wasser-, Holz-, Feuer-, Erde-, Metall-"Typs" (klarerweise etwas überzeichnet und dadurch anschaulich gemacht) ausgezeichnet beschrieben. Es wird im Laufe der Seiten auch klar, wie die Anteile bestimmter Wandlungsphasen (denn wir sind alle eine Mischung verschiedener Typen) mit Hilfe von geeigneter Ernährung und angemessener Bewegung gefördert werden können.

Warum mir das Buch auch nahe gegangen ist: Neben dem lockeren Stil, der das Buch zu einer genüsslich-erheiternden, ja leichtfüßigen Lektüre macht, hält auch der Inhalt, was der (Unter-)Titel verspricht: somit finden sich im hinteren Teil die unterschiedlichen Beziehungskonstellationen. Der Autor beleuchtet in diesem Teil das, was zuvor angekündigt wurde - er dolmetscht und zeigt all die Versionen von Beziehungskisten vom "elementaren" Standpunkt der Traditionellen Chinesischen Medizin auf - die Chancen, die Reibungspunkte, die Perspektiven usw. usf. Wer sich dieses Buch zulegt, hat nicht nur ein gelungenes Manifest eines praktizierenden Shiatsutherapeuten in Händen, es steht auch außer Zweifel, dass du einige sehr lustige Stunden damit verbringen wirst und in deiner Beziehung zu dir selbst, deiner Welt und deinen Beziehungen ein großes Maß an Verständnis dazu gewinnen wirst. Apropos, auch das Kapitel über Yin/Yang finde ich sehr gelungen und lesenswert.

Ein kleiner Wermutstropfen: Das Buch hat sogar noch in der 3. Auflage nicht nur jede Menge Typos, sondern auch Rechtschreibfehler und grammatikalische, nun ja, sagen wir mal: Eigenheiten. Aber diese Tatsache gereicht mir nicht, einen Stern abzuziehen, weil, wenn ich das recht verstanden habe, mein Metall derzeit recht zufrieden ist.


Infinite Love is the Only Truth - Everything Else is Illusio: Exposing the Dreamworld We Believe to Be Real'
Infinite Love is the Only Truth - Everything Else is Illusio: Exposing the Dreamworld We Believe to Be Real'
von David Icke
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Astounding revelations in a funny style, 13. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
IN GENERAL
A couple of years ago I came about David Icke's name while exploring a graphic novel series by Grant Morrison (The Invisibles, see my review). Since then, I have listened to a number of Icke's performances at several occasions. He really inspired me - and continues to do so - though I didn't believe everything he said - still don't. But then again, that's exactly the point he is making: 'Think for yourself, please. Explore what's going on by yourself. Come on! Don't put all your faith into words, be they spoken or written down.' Anyway, I like his attitude. And I think a lot of what the author has to tell makes perfect sense if you get to the bottom of it all and resist the temptation to reject or even detest what your mind/emotion/DNA/brain-network cannot understand because it remains beyond its grasping/thinking power.

ABOUT THE BOOK
What David Icke exposes in this book is nothing less than the workings of the matrix, i.e. the structure of what we normally call 'reality'. It seems quite hard to describe what the book is about because it connects to so many fields of experience (time-space, health, religion, new age, society, all bollocks) and scientific dicoveries (biology, chemistry, quantum physics etc.) that I don't know where to begin. He tries to convey that reality is only a 3D-movie that captures our five senses and holds us hostage. Unless we break free from the illusion of separateness and instead be Oneness - Infinite Love - we will continue to play the game of war, hate, fury, violence, confusion and so on simply because it serves those beings which feed on fear. The first chapter 'No Snowflake in an Avalanche Ever Felt Responsible' already gets you right into the amazingly big spectrum of the author's life and work. The last chapter lets you know that there was neither ambition nor purpose in writing that book. Why? What? Find out for yourself. It's definitely worth it.

RECOMMENDED
I recommend this book to you if
a) you want to know how reality is being constructed
b) you are really open-minded enough to unlearn
c) you are irritated by the course the world is taking this day and age and tired of listening to the same old media-politics-military-market-stories.

Yeah and by the way - the queen's a lizard...


Versuch über die Liebe.
Versuch über die Liebe.
von Alain de Botton
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Halb Vogelperspektive, halb Erlebnisbericht: Un melange tres agreable!, 2. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Versuch über die Liebe. (Taschenbuch)
Wie die anderen Bücher von Alain de Botton - ich empfehle auch besonders "Die Kunst des Reisens" und "Trost der Philosophie" - so hat auch dieses von Form, Inhalt und Stil her einzigartige Qualitäten. Es liest sich lockerflockig. Und hat doch enorme Tiefe.

Mir hat besonders gefallen, wie klar bestimmten (weil wir sie alle kennen) unbestimmten (weil wir sie nicht beschreiben können) Gefühlen und Empfindungen im Verlauf der in Erzählform skizzierten Liebes-Beziehung auf den Grund gegangen wird. Die Protagonisten sind so glaubhaft dargestellt, dass es scheint, als hätte der Autor seine eigene(n) Beziehung(en) reflektiert und als biete er hier seine mit Platon, Aristoteles, Heraklit, Stendhal, Pascal, Montaigne, Proust, Wittgenstein, Nietzsche, Freud etc. gewürzten Gedanken und Einsichten an - zum Zwecke der eingehenden Betrachtung und persönlichen geistig-seelisch-moralischen Partnerschafts-Reife.

So viele psychologische Feinheiten, die sich in diesem Buch finden... unglaublich. Und wenn wir es lesen: Eh klar, so ist es, genau so ist es, auf den Punkt gebracht! Ob es die Beobachtung ist, dass Liebe sich aus gemeinsamen Abneigungen nährt (S. 159), oder inwiefern die unbeständige Liebe/Nicht-Liebe einer Drehplatte im Restaurant ähneln kann (S. 192) oder wie Streit als Test dienen kann, ob der Partner dem Sturm des eigenen emotionalen Aufruhrs standzuhalten vermag (S. 210) oder was Groll wirklich ist und wozu er kultiviert wird (S. 235f.)...

Also, um es kurz zu machen: Ein wunderbares Buch, das leicht zu lesen ist und das zugleich einer mehrmaligen Lektüre würdig ist. Definitiv würdig. Denn es übersteigt leichtfüßig durch seine humorvolle Art, in der der Zyklus einer Beziehung dargestellt wird, mindestens 5-10 Ehe- und Beziehungsratgeber. Alain de Botton gelingt dieser Versuch über die Liebe... mit dem wohlmeinend hinweisenden Charakter auf die Vergänglichkeit selbst der herzzerreißenden Augenblicke unseres menschlichen Daseins. Ohne zu zögern vergebe ich 5 Sternderl.


LSD - mein Sorgenkind: Die Entdeckung einer »Wunderdroge«
LSD - mein Sorgenkind: Die Entdeckung einer »Wunderdroge«
von Albert Hofmann
  Taschenbuch

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Des Entdeckers Reisen, Bekanntschaften, Erkenntnisse, Schlussfolgerungen, 30. April 2011
"Wär' nicht das Auge sonnenhaft,
Die Sonne könnt' es nie erblicken;
Wär' nicht im Stoff des Geistes Kraft,
Wie könnte Stoff den Geist verrücken."
(S. 163)

In diesem Buch, einer wundervollen Ergänzung zu Aldous Huxleys in den 1950ern publizierten 'Pforten der Wahrnehmung' und 'Himmel und Hölle' über Meskalinerfahrungen, erfahren wir vom LSD-Papa (der im Vergleich zum LSD-Apostel Leary ein geringes Sendungs-, dafür ein beeindruckendes Maß an Verantwortungsbewusstsein walten ließ), was Mutterkorn- und Indolalkaloide sind und welche chemischen Substanzen in Wirklichkeit miteinander verwandt sind - Verwandtschaften, die wohl kaum jemand vermutet hätte: die Zauberwinde Ololiuqui (LA-111)... die von Maria Sabina in den Augen mancher Schamanen zu leichtfertig an Weiße verteilten magischen Pilze Teonanacatl (Psilocybin+Psilocin)... LSD-25... und körpereigene Wirkstoffen wie z.B. Serotonin, dessen Struktur den Teonanacatl-Wirkstoffen verblüffend ähnlich erscheint.

Während in der ersten Hälfte des Buches eher der bürgerlich-berufliche Werdegang des Sandoz-Mitarbeiters und seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Halluzinogene im Vordergrund steht (eine großartige Zusammenfassung seiner Entdeckungen im Sinne eines 'magischen Kreises' auf Seite 133), rücken mit der zweiten Hälfte mehr und mehr das Ursprüngliche, Philosophische, Metaphysische und somit Beschreibungen des stets zutiefst auf die Person zugeschnittenen, mystischen Erlebens von LSD-Reisen in den Mittelpunkt der Betrachtung. Angesichts der Schwierigkeit, die Fülle der sinnlichen, emotionalen und mentalen Eindrücke sprachlich wiederzugeben, bietet Dr. Hofmann Erfahrungsberichte nicht nur von Schriftstellern, Malern und Kosmonauten bzw. Kosmogonen des inneren Weltraumes an. Auch hohe literarischen Geister, Freunde und Ärzte kommen zu Wort - Menschen, mit denen er psychedelische, d.h. 'die Seele öffnende' (H. Osmond) Reisen unternahm, so z.B. Ernst Jünger, Rudolf Gelpke, Gordon Wasson und Dr. Walter Vogt. Letzterer bringt im Briefwechsel mit dem Autor "die grundsätzliche Ambivalenz der Beschäftigung mit psychotropen Drogen auf eine knappe, eindringliche Formel" (S. 189): Hatten wir etwas ernst genommen mit dem man nur spielen darf, oder im Gegenteil ...

Ich empfehle das Buch all jenen Menschen, die sich über Gefahren und Risiken, über set und setting, über Erwartungshaltungen und horror trips informieren wollen sowie all jenen, die über die Gruppe der sakralen Drogen Hintergrundwissen erwerben möchten und sich Dimensionen der Wirklichkeit erschließen wollen, die sich dem Alltagsbewusstsein zu entziehen pflegen. Es sei ebenso allen Menschen wärmstens empfohlen, die Goethe, Mozart, Blake und Huxley schätzen und für subtilen Humor und literarische Leckerbissen, für Meditation, Mystik, Yoga, Fasten, Religion, Spiritualität, Gott-Natur empfänglich sind.


Starfish
Starfish
von Peter Watts
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The design is simply great, the book itself rather harmless, 28. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Starfish (Taschenbuch)
The design was done by Lisa Pifher. And i'd like to congratulate her on this magic piece of art cuz i think it really captures the idea of what the book is about. The book cover may be that one thing that's gonna pop up when i think about Watts' 'Starfish' in the future. Unfortunately, i have to state it turned out to be quite a tedious read - at least the first half of it. I remember the thought of a rivulet babbling along. Nothing against a lovely rivulet babbling along on a hot summer day but it's not what i am looking for in a sci-fi novel. Then again, thinking about what i just said: Perhaps it's meant to be like that in order to convey the isolation, the silence, the long periods of observation and stand-by the rifters have to endure while they are on Beebe station? Maybe just to digest the content properly, i.e. getting my mind around it... in any case i had no prob putting the book down time and time again. Not exactly what i would call a page-turner.

The author's description of the people getting their 'job' done (which is mostly to hang in there...) in a hostile environment i find breathtakingly authentic... and how it comes that they start to appreciate the loneliness down there in the abyss... stilling their hunger for sex, violence and abuse in narrow chambers... quenching their thirst for tender touch in dreams, sometimes shared but mostly isolated in a deep sea scenario... adapting more and more to the element water and caring about the wellbeing of its inhabitants, though somehow selfishly... learning to grow in empathy to a degree that comes close to telepathy! All the characters develop their special personality traits as the plot takes its course toward extinction level event although no one is able to get past personal conditioning. Not even Fischer by transforming into a permanent sea dweller. For various reasons I think Fischer's character gives this book a lot of credibility and sincerity.

The final sequences definitely pay off. Then again, i am not sure if that is really worth toiling one's way through 300 pages of sinister thoughts... rifter-(deepseadwellers-)psychology... the grid authority's unscrupulous way of implementing smart gels which are going about their dirty work scrupulously.

Anyway, three stars for an ok book.


Zen-Buddhismus und Psychoanalyse
Zen-Buddhismus und Psychoanalyse
von Erich Fromm
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teilweise sehr profund, teilweise zu viel Wortgeplänkel, 20. April 2011
Dieser Sammelband gibt zwei wortgetreue Vorträge (Suzuki und de Martino) sowie einen überarbeiteten Text (Erich Fromm) einer Konferenz (1957) wieder. Der Vortrag von D.T.Suzuki geht stark in die Tiefe, was Ausdruck, Relevanz und Assoziationsreichtum betrifft, und vergleicht auf unnachahmliche Weise die östliche und westliche Perspektive auf Zen und Psychoanalyse, ihre Verwobenheit und ihre Unterschiedlichkeit. Wir erfahren Wissenswertes über die Methodologie von Mondo, Koan, Mu! und Go-i (die fünf Stufen eines Zentrikers/Zen-'Anhängers').

Erich Fromms Beitrag - und damit (im Vgl. zu Suzuki) die westliche Sicht in diesem Buch - gefällt mir auch gut. Man spürt deutlich, dass er sich eingehend mit der Materie 'von innen her' auseinandergesetzt hat. Wer Fromms 'Kunst des Liebens' und 'Haben oder Sein' kennt, wird vieles wieder erkennen und in diesem Kontext neu entdecken. Er schafft es m.E. sehr gut, die Begriffe des Zen (Natur, Tao, Nirvana, Satori etc.) und der Psychoanalyse (Bewusstes, Unbewusstes, Verdrängung, Projektion etc.) zu untersuchen, sodass dieses Buch durchaus so manchem Anfängergeist helfen kann zu verstehen, was sich nicht verstehen lässt ;-) Der Text fühlt sich jedoch etwas in die Länge gezogen an. Und da ich beschlossen habe, meiner Intuition zu vertrauen und mehr meinem Bauch als meinem Kopf Glauben zu schenken, gebe ich dem Buch nicht 5*, sondern nur 3*. Ich finde es eben ok, mittelmäßig, und kann gut nachvollziehen, dass mein Freund, der es mir überlassen hat, auf Seite 79 aufgehört hat zu lesen. Einerseits verständlich, andererseits auch wieder schade, denn Fromm beleuchtet mit sozialkritischem Blick die unbewussten und bewussten Anteile unserer Realität, und so richtig intensiv wird das so ab Seite 105.

Dafür wird es ziemlich lau ab Seite 181. Der Beitrag von Richard de Martino ist zu Recht am Ende des Buches. Ich finde das oberflächliche Kauderwelsch von Subjekt, Subjekt-Objekt, Ego, Dualität, Zerrissenheit etc. wird von Erich Fromm im vorhergehenden Beitrag nicht nur anschaulicher, sondern auch prägnanter formuliert und schmeckt nach meinem Empfinden wie ein etwas säuerliches, schales, in jedem Fall entbehrenswertes Dessert. Aber gut, es wurde ja auch nicht überarbeitet... Vielleicht liegt der Clou ja darin, dass dieser dritte Vortrag mit dem Titel "Die Situation des Menschen und der Zen-Buddhismus" schlicht und einfach als kontrastierendes Beispiel dienen soll, wie der wissenschaftlich-distanzierte Blick von 'außen' sich in sprachlicher Form manifestiert, d.h. der Blick des westlich geprägten Wissenschaftlers auf den Osten. Im Vergleich zu Suzukis Beitrag so kopfbetont und begriffsvernarrt, dass sich die Lektüre schon nach einigen Seiten mühsam gestaltet. War dies die Intention dieser Zusammenstellung, dann ist es allerdings ein Geniestreich, den nicht jede/r gleich durchschaut, und dann hätte das Buch jedenfalls 5* verdient, weil es der eigenen Wortverliebtheit einen Spiegel vorhält wie es sonst nur wahre Meister zu tun pflegen. In diesem Sinne: Jegliche Bewertung ist subjektiv.


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