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gaby2707

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Die Morde von Morcone: Toskana-Krimi (Ullstein Belletristik)
Die Morde von Morcone: Toskana-Krimi (Ullstein Belletristik)
von Stefan Ulrich
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Guter Beginn einer neuen Toskana-Reihe, 24. Juni 2017
Der Münchner Rechtsanwalt Robert Lichtenwald braucht eine Auszeit. Verlassen von seiner Frau Stefanie zieht er sich in sein Bauernhaus in der Toskana zurück um zurück zu sich selbst zu finden. Kurz nach seiner Ankunft finden er und sein Vermieter in den Ruinen des Klosters San Rocco eine Leiche in die ein Buchstabe geritzt ist. Was hat es damit auf sich? Als sich die Leichen in Morcone mit den eingeritzten Buchstaben häufen und die Carabinieri im trüben fischen, macht sich Lichtenwald zusammen mit der Lokalreporterin Giada Bianchi auf Mördersuche. Hierbei geraten Beide selbst in höchste Gefahr.

Das trotz der vielen Farben etwas düstere Cover mit den Zypressen und dem Kreuz und vor allem die Leseprobe haben mir Lust auf dieses Buch gemacht. Stefan Ulrich schafft es auch bald mich tief in die Geschichte hinein zu ziehen. Sein Schreibstil liest sich angenehm, flüssig und die Spannung steigt ab den ersten Seiten. Dass er diesen Teil Italiens gut kennt, kann er sehr gut vermitteln. Er schafft es schnell, mein Kopfkino mit den vielen Bildern, die er beschreibt, zu füllen.

Ich lerne den eher ruhigen Robert Lichtenwald und die temperamentvolle Giada Bianchi recht ausführlich kennen. Die anderen Protagonisten bleiben für mich etwas farblos und blass. Ich tauche ein in die toskanische Landschaft und die italienische Lebensart. Wie ein Urlaub – nur das er mit Leichen gespickt ist.

Was mir nicht so gut gefällt, sind die vielen italienischen Floskeln und Begriffe, die immer wieder Eingang finden, sich aber beim Lesen oft von selbst erklären. Der Lesefluß wurde hier für mich aber immer wieder gestört. Hier wäre ein Glossar mit den Erklärungen hilfreich. Die dicken italienischen Mammas und die faulen Carabinieri sind mir mit zu viel Klischees gehaftet.

Ich habe einen für mich neuen Autor kennengelernt, der mir die Toskana sehr gut näher gebracht und einen interessanten Kriminalfall konstruiert hat. Trotz einiger Kritikpunkte würde ich mich freuen, bald mehr von dem ungleichen Ermittlerpaar lesen zu dürfen.


Sieh nichts Böses: Kriminalroman (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi, Band 8)
Sieh nichts Böses: Kriminalroman (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi, Band 8)
von Inge Löhnig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit hat viele Gesichter, 23. Juni 2017
Bei ihrer Prüfung zum Polizei-Leichenspürhund spürt die Border-Collie-Hündin Ronja im Forstenrieder Wald bei München die Leiche einer jungen Frau auf. Sie hat ca. zwei Jahre hier in ihrem kalten Grab gelegen und es ist nicht einfach, die Identität festzustellen, da für den fraglichen Zeitraum keine Vermisstenanzeige vorliegt.
Kommissar Konstantin „Tino“ Dühnfort, der mit seiner Frau Gina gerade aus den Flitterwochen kommt, wird vor eine knifflige Aufgabe gestellt. Vor allem, als bei der Toten ein kleiner Affe gefunden wird, der mit einer Pfote seinen Unterleib bedeckt. Was will der Mörder damit mitteilen? Und ist man hier evtl. einem Serienmörder auf der Spur? Nach einem Aufruf an die Bevölkerung um Mithilfe klärt sich die Identität der Toten. Bis zur Aufklärung des Verbrechens an der jungen Frau ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Ich mag den Kommissar mit seiner ruhigen beständigen Art, der um in die Gänge zu kommen erst mal seinen Espresso Doppio aus seiner Pavoni braucht. Und auch seine Frau Gina mit ihrem herzhaften Lachen, das ich immer, wenn davon die Rede ist, im Ohr habe, mag ich sehr gerne. Deshalb trifft auch mich die Erkenntnis, die die Beiden nach einer Vorsorgeuntersuchung bekommen, richtig hart. Aber ich kann die Entscheidung, die sie treffen, gut verstehen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch - und ich bewundere den Mut, den die Beiden aufbringen sehr.

Inge Löhnig nimmt sich in diesem 8. Fall für Kommissar Dühnfort Familien vor, in denen es nicht immer liebevoll zugeht. Ganz im Gegenteil. Ich werde mit lieblosen, prügelnden und wegschauenden Eltern konfrontiert, was mir beim Lesen nicht immer leicht gefallen ist. Aber auch das ist das Leben, das die Autorin gekonnt eingefangen und in einem spannenden Roman verarbeitet hat.

Ich bin von Anfang an mittendrin und gefangen in den Ermittlungen, die mich tief in die menschliche Psyche blicken und manches Mal fassungslos werden lassen. Dabei zu sein, wie ein Puzzleteilchen nach dem anderen sich endlich zu einem großen Ganzen zusammen fügt, war schon sehr interessant. Die Spannung hält sich von Beginn an auf einem sehr hohen Level und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Hatte ich meinen Täter ermittelt, taten sich wieder neue Wege und Wendungen auf und ich war mit meinem Latein wieder am Ende.

Ich habe eine sehr vielschichtige Geschichte gelesen, bei der sich die verschiedenen Fäden am Ende vollkommen und für mich gut nachvollziehbar auflösen. Und auch das Private bei dem sympathischen Ermittlerpaar kommt nicht zu kurz.

Für mich ist dies der interessanteste und spannendes Fall, den Tino Dühnfort mit seinem Team bisher gelöst hat.


Tiefe Schuld: Kriminalroman (Ein Toni-Stieglitz-Krimi, Band 2)
Tiefe Schuld: Kriminalroman (Ein Toni-Stieglitz-Krimi, Band 2)
von Manuela Obermeier
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein spannender Fall und interessante Protagonisten, 23. Juni 2017
Auf der Suche nach einem Cache in der Aubinger Lohe, ganz im Westen von München stolpern zwei junge Geocacher buchstäblich über die Leiche einer jungen Frau, die schwerste Misshandlungen aufweist. Kriminalhauptkommissarin Antonia „Toni“ Stieglitz, die als Mitglied des Teams um ihren Chef Hans Zinkl diesen Fall lösen soll, wird dadurch sofort an ihre eigene Geschichte mit ihrem prügelnden Ex Mike erinnert, die immer noch nicht ausgestanden scheint. Toni wagt einige Alleingänge, die sie an den Rand ihrer psychischen Grenzen bringen.

Ich habe Toni Stieglitz schon in ihrem ersten Fall „Verletzungen“ kennenlernen dürfen und fand die junge Kommissarin, die schon so viel mitgemacht hat, sehr sympathisch und taff. In diesem Fall lerne ich die sehr sensible Seite der Ermittlerin kennen, die sich endlich von ihrem prügelnden Ex getrennt hat. Und sie spricht darüber – was ich sehr gut finde. Trotz aller Professionalität vernebeln ihre eigenen Erfahrungen und Emotionen etwas ihren Blick, was sie umso glaubhafter werden lässt.

Aber auch die anderen Protagonisten finde ich sehr menschlich und lebensnah gezeichnet und kann sie mir gut vorstellen. Alle haben ihre Stärken und Schwächen, was für mich beim Lesen sehr gut rüber kommt.

Mir als Münchnerin gefällt es besonders gut, dass ich mich in diesem Fall „auskenne“. Ob Toni am Sendlinger Tor oder am Viktualienmarkt vorbei fährt, ob sie am Bordeauxplatz steht oder vom ehemaligen Little Oktoberfest in der Amisiedlung erzählt. Immer bin ich mittendrin und mein Kopfkino überschlägt sich.

Der Fall an sich löst sich langsam und schlüssig auf. Ich kann sehr gut mit rätseln und mit fiebern, aber die Suche nach dem wirklichen Täter hat mich an meine Grenzen geführt. Ich hatte mal einen ganz leisen Verdacht, der sich dann auch bestätigt hat; allerdings nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Der Mordfall gerät durch die Turbulenzen, durch die Toni geht, hier und da etwas ins Hintertreffen. Aber da auch ihre persönliche Geschichte so spannend ist, hat mich das nicht gestört.

Ich habe einen fesselnden Mordfall aufgelöst, der durch seine taffe und sehr emotionale Ermittlerin noch mehr an Brisanz gewinnt. Ich würde mich freuen, bald mehr von Toni und natürlich Dr. Mulder lesen zu können.


Schlüsselreiz: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Schlüsselreiz: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
von Heike Wolpert
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Ein absoluter Wohlfühl-Katzenkrimi, 17. Juni 2017
In der international bekannten Messestadt Hannover findet gerade die Heimtiermesse statt. Dort verschwindet auf mysteriöse Weise der Norwegische Waldkater Champion, der hier seine erste und einzige Auszeichnung gewonnen hat und mit dem seine Züchterin als Deckkater viel Geld verdienen wollte. In der gleichen Nacht wird der junge neu eingestellte Wachmann einer Security-Firma mit seinem Schlagstock vor einem Messehalleneingang erschlagen. Ob und wie diese beiden Verbrechen zusammenhängen, müssen nun Kriminalhauptkommissar Peter Flott und seine Mitarbeiter klären. Ihnen zur Seite steht mit gespitzten Ohren der schwarze Kater Socke mit den weißen Pfoten, der den Wachmann gefunden hatte und der doch nur etwas über seine Verwandtschaft heraus bekommen möchte...

Ich dachte wahrhaftig, dass mich Heike Wolpert schon auf den ersten Seiten ganz sanft auf den mutmaßlichen Mörder hingewiesen hätte. Aber denkste. Es war so ganz anders, als ich es mir zusammen gereimt hatte.

Kater Socke habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Es ist ja nicht alltäglich, dass ein Kater sich so vehement an den Ermittlungen beteiligt – mal was ganz anderes. Und dank seiner guten Nase und seinen Erfahrungen, die er, wie immer mal wieder hingewiesen wird, schon in einem anderen Fall gemacht hat, versucht er seinen Menschen, den KHK, auf die richtige Spur zu bringen. Auch von den anderen Protagonisten und von der Lokation in Hannover hatte ich schnell ein gutes Bild vor Augen.

Anfangs haben mich die vielen Artgenossen von Socke und die verschiedenen menschlichen Protagonisten noch etwas verwirrt. Das hat sich aber schnell gegeben und ich war mittendrin in einem spannenden Kriminalfall. Verschiedene Verdächtige mit und ohne Alibi haben mich zum Mitermitteln genötigt. Aber dass der Fall so ausgeht, wie er ausgegangen ist, damit habe ich nicht gerechnet. Obwohl auch diese Auflösung absolut nachvollziehbar ist.

Was mir weniger gefallen und mich etwas genervt hat, sind die immer wieder vorkommenden Wiederholungen, z.B. dass Chris Tierärztin ist und ehrenamtlich im Tierheim arbeitet.

Ein absoluter Wohlfühl-Katzenkrimi, der mich gut unterhalten hat.


Mord in Schönbrunn: Ein Wien-Krimi - Die Sarah-Pauli-Reihe 6
Mord in Schönbrunn: Ein Wien-Krimi - Die Sarah-Pauli-Reihe 6
von Beate Maxian
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Ein Fall, der mich voll überzeugt hat, 16. Juni 2017
Die junge Wienerin Valentina Macek führt zusammen mit ihrer Freundin Ruth Neuberg eine gut gehende Hochzeitsagentur und steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Felix Beermann, dem skandalfreien Workaholic und Spross einer angesehenen Wiener Hotelier Dynastie. Zwei Wochen vor dem großen Tag stößt sie beim Joggen im Schlosspark von Schönbrunn auf die aufgebahrte Leiche einer jungen Frau. Der Frau, die genau vor 5 Jahren ihren Felix hatte heiraten wollen. Die Journalistin des Wiener Boten Sarah Pauli ist von dem Fundort, einem magischen Ort wie sie meint, so fasziniert, dass sie ihre eigenen Ermittlungen anstellt und damit dem Täter sehr nahe kommt.

Dieser 6. Fall, in dem die Journalistin Sarah Pauli eine Rolle spielt ist für mich die erste Geschichte, in der mich Beate Maxian nach Wien entführt hat. Dieser Fall hat mich so begeistert, dass ich auch die anderen Bücher jetzt noch lesen werde.

Mir gefällt der leicht zu lesende Schreibstil und vor allem die bildhaften Beschreibungen sehr gut. Ich bin von Anfang an mittendrin im Geschehen und mein Kopfkino läuft auf Hochtouren. Mich hat es fasziniert, dass es hier hauptsächlich um ein Märchen der Gebrüder Grimm geht, das als Hochzeitsmotto geplant war – vor 5 Jahren und auch heute. Aber auch die Hochzeitsbräuche, die Mythen und Symbole, mit denen sich Sarah Pauli in ihren Zeitungsartikeln beschäftigt, haben es mir angetan. Beate Maxian hat es geschafft, mich hierfür zu interessieren.

Die sehr abwechslungsreichen, vielschichtigen Protagonisten werden bildhaft beschrieben; jeder hat seine Vorzüge, aber auch sein „Packerl zu tragen“. Sympathien und Antipathien habe ich von Anfang an gleich verteilen können. Auch die Beschreibungen der Handlungsorte in und um Wien gefallen mir sehr gut.

Die Geschichte selbst ist schlüssig aufgebaut, spannend und emotional ab der ersten Seite. Meinen „Mörder“ hatte ich bald gefunden, wurde aber durch einige Wendungen eines besseren belehrt. Mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet.

Nicht nur wer Märchen, Mythen und Sagen, sondern auch einen sehr gut ausgefeilten Kriminalfall mag sollte dieses Buch lesen. Mich hat es sehr gut unterhalten und Beate Maxian hat mich mit dieser Geschichte voll überzeugt.


Windflüstern: Ein Romantikkrimi auf Sylt (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Windflüstern: Ein Romantikkrimi auf Sylt (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
von Christine Rath
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Krimi der leisen Töne, 11. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hans Ewers lebt mit seiner 2. Frau, der schönen und viel jüngeren Russin Elena in einem Traumhaus auf Sylt. Hans scheint sie aufrichtig zu lieben; Elena sieht diese Ehe als Geschäft: Schönheit gegen Geld. Als Hans einen Termin bei seinem Anwalt in Hamburg hat, glaubt Elena, Hans wolle sich scheiden lassen. Nun ist guter Rat teuer…

So ruhig und klar wie die Dünenlandschaft oder ein Gemälde (Zitat aus dem Buch) plätschert die Geschichte dahin. Sehr lange Zeit habe ich einen Roman gelesen, bis die kriminelle Handlung seinen Lauf und die Sonderermittlergruppe die Ermittlungen aufnimmt. Aber auch da kommt keine rechte Spannung auf, was mir persönlich allerdings nicht gefehlt hat.

Die wunderbaren Beschreibungen der Insel lassen bunte Bilder in meinem Kopf und eine Sehnsucht nach der Insel entstehen. Die vielfältigen und gut ausgearbeiteten Protagonisten, bei denen ich z.B. die Panik oder die Angst vor Entdeckung fast spüren kann, machen auch diesen leisen Krimi zu einem Lesegenuss. Die Geschichte oder der Fall ist sehr gut ausgearbeitet, nachvollziehbar und in sich schlüssig.

Eine Krimi, der mir mal wieder gezeigt hat, dass es auch ohne großes Blutvergießen und mit sehr leisen Tönen geht und der mir angenehme Lesestunden geschenkt hat.


WO IST JAY?
WO IST JAY?
von Astrid Korten
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist Freundschaft?, 8. Juni 2017
Rezension bezieht sich auf: WO IST JAY? (Taschenbuch)
Als Jay de Winter nach ihrem gemeinsamen Mädelswochenende spurlos verschwindet, ist ihre Freundin Mia Becker die Einzige, die nach ihr sucht. Ihr Mann Hugo, der angeblich einen Zettel gefunden hat, auf dem Jay schreibt, dass sie ihn und die Kinder verlässt, will noch nicht mal eine Vermisstenanzeige aufgeben. Für die anderen Freunde der Clique, Laura und Thomas, Doreen, Falk und Mias Mann Leon scheint das Verschwinden von Jay keine große Rolle zu spielen. Da eine im Stadtpark gefundene ermordete junge Frau Jay frapierend ähnelt, macht sich Mia die allergrößten Sorgen.

Mia erzählt die Geschichte ihrer Suche nach ihrer besten Freundin. Aber auch die anderen „Freunde“ kommen in Rückblicken zur Sprache und das Verschwinden eröffnet eine ganz neue Seite jedes Einzelnen. Ich konnte mich teilweise sehr gut in die Personen hineinversetzen und die Reaktionen, so abartig sie auch manchmal waren, gut nachvollziehen. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich solche „Freunde“ haben möchte. Aber ich denke, diese zweiten Gesichter der Freunde, geprägt von Neid, Hass, Begehren und Misstrauen, konnten nur durch das Verschwinden ihrer Freundin zum Vorschein kommen.

Die Tatsache, dass es sich hier um einen tatsächlichen Fall und die darin Verwickelten, geschehen in Aachen, handelt, hat mich betroffen gemacht. Durch diese Realität habe ich mich noch mehr „dabei“ gefühlt. Astrid Korten gibt der Geschichte und vor allem den Personen soviel Spannung und Tiefgang, dass ich mich zwingen musste, hier und da das Lesen abzubrechen.

Was ist Freundschaft? Was macht Freundschaft aus? Diese Frage stelle ich mir, nachdem ich das Buch gelesen habe. Über diese Frage werde ich auch mit meinen Freundinnen mal diskutieren.

Ein Buch, das noch lange in mir nachwirken wird.


Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
von Abbi Waxman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Keine leichte Sommerlektüre - aber trotzdem gut, 6. Juni 2017
Die Illustratorin Lilian Girvan lebt seit dem Unfalltod ihres Mannes Dan vor 4 Jahren mit ihren beiden kleinen Töchtern Annabel und Claire allein in ihrem kleinen Häuschen. Als sie die Illustration für einen Bildband über Gemüse machen soll, meldet sie sich zu einem Gärtnerkurs an. Hier lernt sie den smarten Kursleiter Edward kennen und sie beginnt ganz langsam wieder an sich und an ein neues Leben zu glauben.

Das wunderschön gestaltete Cover ist mir gleich ins Auge gestochen und ich wollte die mir neue Autorin Abbi Waxman mit ihrem Erstlingswerk kennenlernen. Sie hat mich auch schnell in die Geschichte hineingezogen, die geprägt ist von Lilians Unsicherheit und ihren Zweifeln an sich selbst und in ihre Zukunft. Ihre zerrissene Gemütslage kommt sehr gut zum Ausdruck. In ihrer Schwester Rachel, die so ganz anders ist als sie selbst, hat sie hier eine große Stütze, die versucht, sie wieder ins (Liebes-)Leben zurück zu stoßen. Die beiden Kleinen zaubern mit ihrem Kindermund immer wieder ein Lächeln in mein Gesicht.
Aufgrund des Titels hatte ich eine Liebesgeschichte erwartet. Dem ist nicht so. Vielmehr geht es um die Traueraufarbeitung und den Abriss von Mauern, die Lilian nach dem Tod von Dan um sich herum aufgebaut hat. Da es hauptsächlich um Lilian geht, bleibt leider auch der Mann, der sie aus ihrem Tief holen soll bzw. will, Edward, etwas blass, genau so wie die anderen Personen z.B. aus der Gärtnergruppe.

Neben der eigentlichen Geschichte gibt es immer wieder Tipps zum Säen und Ziehen von Gemüse, was mir sehr gut gefallen hat.

Ein wunderbares, berührendes Buch über die Trauerbewältigung einer jungen Frau mit zwei kleinen Kindern, die langsam ins Leben zurück findet. Von Freundschaft, beginnender Zuneigung und vom Gärtnern. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.


Elsternblau: Der zweite Fall für Edgar Brix (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Elsternblau: Der zweite Fall für Edgar Brix (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
von Nicole Braun
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Die Nazizeit in Nordhessen, 29. Mai 2017
Innerhalb weniger Wochen sterben in Wickenrode in Nordhessen 3 Männer und eine Frau an Herzversagen. Als Edgar Brix alle drei und den Ehemann der verstorbenen Frau auf einer Fotografie aus dem Jahr 1945 sieht, keimt in ihm ein Verdacht auf, dem er, sämtliche Stolperstein in Kauf nehmend, nachgeht – tatkräftig unterstützt von der Enkelin seines besten Freundes Albrecht Schneider. Auch der ist auf dem Foto abgebildet.

Für mich ist es die erste Begegnung mit Edgar Brix, dem Arzt, der die Praxis seines Vaters nach dem Krieg wieder übernommen hat; seinem Freund Albrecht Schneider und dessen Enkelin Fiona. Alle drei habe ich recht bald ins Herz geschlossen. Ich finde, das Duo Brix/Schneider passt durch seine Unterschiedlichkeit, seine Ecken und Kanten sehr gut zueinander. Aber auch die anderen Personen aus Wickenrode sind gut vorstellbar und passen gut in die Geschichte hinein. Besonders ins Herz geschlossen habe ich schon jetzt Kuno, den neuen kleinen Hund von Albrecht Schneider. Ich hoffe, von ihm bald mehr zu lesen.

Die Geschichte, die im März 1945 beginnt und dann im Oktober 1964 weitergeht, handelt vom Braunkohleabbau in der Region, von den vielen Gefangenen, die dort tagtäglich schuften mussten. Im März 1945 ist Braunkohle mehr wert als ein Menschenleben. Und die Menschen in und um Wickenrode leben vom Braunkohleabbau. So erfahre ich auch hier wieder einiges aus der NS-Zeit und seinen Folgen.

Spannung ist ab der ersten Seite da, manchmal unterschwellig und schwer zu fassen. Hier und da lässt sie wieder nach, was ich für die Geschichte nicht so förderlich finde, da es sie etwas langatmig macht.

Insgesamt wurde ich von dem mir neuen „Ermittlerpaar“ und der Geschichte um den Braunkohleabbau in Nordhessen und deren Folgen gut unterhalten. Und wie schon geschrieben: ich will Kuno wiederlesen.


Mittsommerleuchten: Roman
Mittsommerleuchten: Roman
von Åsa Hellberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Ein interessanter Beziehungsroman, 29. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Mittsommerleuchten: Roman (Taschenbuch)
Nachdem sie ihr, wie sie meint, Exmann vor vielen Jahren Richtung London verlassen hatte, war die Stockholmer Operndiva Gloria Moreno kein Kind von Traurigkeit. Als die die Rolle der Carmen angeboten bekommt, ist sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Doch plötzlich tut sich vor ihr eine Gewitterwand auf: ihr Exmann und ihr erster Geliebter nach ihm werden zusammen mit ihr auf der Bühne stehen. Gleichzeitig will sich ihre jüngere Schwester Agnes, die in Liebesdingen so ganz anders tickt wie Gloria, von ihrem Mann trennen. Zweimal Gefühlschaos – kann das gut gehen?

Ja es kann und zwar sehr gut, wie ich hier in meinem ersten Buch von Asa Hellberg gelesen habe. Mittsommerleuchten ist ein sehr gefühlvoller, manchmal romantischer Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Farbenfroh und detailliert beschriebene, sehr wandelbare Personen, von denen ich die meisten gleich in mein Herz geschlossen habe, haben mein Kopfkino angeschaltet. Eine Person allerdings hatte ich ganz falsch eingeschätzt. Aber das gibt der Geschichte die Würze. Menschen, wie du und ich, nur dass sie sich in der großen Welt der Oper bewegen. Hier einen kleinen Einblick zu bekommen war ebenso interessant, wie kleine Wendungen, die die Geschichte so lebendig und abwechslungsreich gestalten. Auch, dass ich mal wieder in Stockholm unterwegs war, wo mir einige Straßennamen bekannt vorkamen, fand ich sehr interessant.

Ich habe einen sehr lebendigen, abwechslungsreichen Beziehungsroman um ein Schwesternpaar gelesen, der mich sehr gut unterhalten und zum Teil auch sehr berührt hat. Dies wird nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.


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