Jeans Store Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Profil für S. K. > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von S. K.
Top-Rezensenten Rang: 1.375
Hilfreiche Bewertungen: 3400

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
S. K. (Sauerland)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Star Trek Beyond [Blu-ray]
Star Trek Beyond [Blu-ray]
DVD ~ Idris Elba
Preis: EUR 19,99

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geburtstagsgeschenk zum Mitfiebern, Mitlachen und Trauern, 9. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Star Trek Beyond [Blu-ray] (Blu-ray)
2016 ist ein gutes Jahr für alle „Star Trek“-Fans. Eines der populärsten und dienstältesten Sci-Fi-Franchises wird stolze 50. Jahre alt. Und wie kann man ein Jubiläum besser feiern als mit nem neuen Kinofilm und einer neuen „Trek“-Serie (welche zwar nicht mehr rechtzeitig dieses Jahr, dafür aber schon Januar 2017 erscheint)? So sehr auch die neuen Filme unter der Leitung von J.J. Abrams zwiegespalten aufgenommen und von konservativen Trekkies – aus mir bis heute nicht nachvollziehbaren Gründen - gebasht werden, man sollte sich endlich mal eingestehen dass „Star Trek“ durch den 2009 eingeleiteten Neubeginn wieder in aller Munde und sehr lebendig ist. Hätten die Abrams-Filme nicht so ermaßen eingeschlagen, es wäre fraglich ob das kommende „Star Trek: Discovery“ jemals grünes Licht bekommen hätte. „Star Trek“ hat jetzt parallel zum Kino wieder eine Zukunft im Fernsehen, darüber sollten wir alle eigentlich glücklich sein.

Aber zurück zum 13. Leinwandabenteuer. Da Abrams zuletzt mit der Regie am letzten „Star Wars“-Ableger eine Doppelverpflichtung für die nach wie vor beiden größten Sci-Fi-Marken überhaupt eingegangen ist und leider nicht mehr für die direkte Umsetzung von „Star Trek Beyond“ (= STB) zur Verfügung stand ging das Regie-Zepter an Justin Lin weiter. Diese Bekanntmachung wurde von einem mächtigen Raunen unter Fans begleitet, trauten doch nicht viele dem Action-bewanderten „Fast&Furious“-Regisseur einen Trek-Film gemäß ihren Vorstellungen zu. Wie zuvor schon J.J. Abrams, das mal nebenbei bemerkt. ;)
Es sei gesagt: Nein, auch STB hat keinen TNG-philosphischen Anstrich erfahren, was aber auch zu erwarten war. Doch noch mehr als seine beiden Vorgänger fühlt sich er sich wie eine klassische TOS-Episode an und stellt Captain Kirk und seine Crew wiederholt in den Fokus. STB ist schnell, lebt von Action, hat viel Humor und liefert Fan-Service satt.

Die U.S.S. Enterprise befindet sich mitten in ihrer 5-Jahres-Mission, durchstreift die unbekannten Winkel des Universums, erforscht neue Welten und Zivilisationen… Doch die anfangs noch als aufregend empfundene Forschungsreise ist mittlerweile von viel Routine und leichter Langeweile geprägt. Selbst bei Captain Kirk - der damals geradezu heiss auf diese einmalige Gelegenheit war - hat sich der Enthusiasmus merklich gelegt. In ihm kommen innere Zweifel auf ob das langjährige Durchstreifen des Alls überhaupt noch das Richtige für ihn ist, daher liebäugelt er mit einem Vice-Admiral-Posten bei der Raumstation Yorktown auf welcher sein Schiff gerade einen Zwischenhalt macht. Unterwartet trifft dort eine außerirdische Raumschiff-Kapitänin ein die um die Rettung ihrer gestrandeten Mannschaft bittet. Kirk bietet seine Hilfe an, bringt sie an den Ort des vemeintlichen Unglücks – und gerät in eine Falle. Die Enterprise wird von einem riesigen Schwarm kleiner Schiffe in die Zange genommen und dabei Stück für Stück zerlegt. Kirk und seine Mannschaft evakuieren das Schiff, doch ein Großteil seiner Crew gerät dabei in Gefangenschaft des Schurken Krall. Voneinander getrennt versuchen Kirk und seine Freunde die übrige Enterprise-Crew zu befreien und Kralls Motiv zu ergründen…

Mir doch egal was ewig meckernden Abrams-Hasser wieder zu frotzeln haben, auch dieser Film macht wie seine Vorgänger einfach Spaß. Man hat fast gar nicht gemerkt dass Abrams nicht auf dem Regie-Stuhl saß. Der Look, der Witz, die Action, das Tempo, der Score - alles so wie man die Neustart-Reihe kennt. Gut so! Solche Stärken sollten auch beibehalten werden. Was bei Abrams sein Lensflare-Gimmik war sind bei Justin Lin 360°-Kamera-Drehungen und Schnell-Schnitte bei Körperkontakt-Action. War mir hie und da vielleicht etwas zu schnell geschnitten, aber die Übersicht blieb für mich im Großen und Ganzem erhalten. Hat also einen guten Job gemacht der Lin, er kann doch mehr als nur "Fast & Furious".

Zur Handlung:
Ja, wieder mal nicht so tiefgründig wie TNG (*schnarch*... Picard und seine Earl Grey-Sitzungen waren ja soooo interessant... :D), aber ein Versprechen haben Simon Pegg und sein Co-Autor gehalten: Es fühlte sich nicht mehr so arg Mutter Erde-gebunden an wie in ST2009 und STID, sondern richtig weit in den unendlichen Weiten angesiedelt. Die Teilung der Crew in kleine Grüppchen war auch erfrischend. Nicht mehr ausschließlich große Kirk+Spock-Moments wie bisher, sondern Kirk + Chekov (schöne Chemie), Pille + Spock (erstklassige Streithähne und Sprüche), Scotty + Jaylah (witzig, vor allem Pegg) und eben Uhura + Sulu... Allerdings schnitt das letzte Pärchen schlechter ab als die anderen, Soldana und Cho bekamen einfach viel weniger Screen-Time ab. Da hätte STB ruhig nochmal 5-10 Minuten länger sein dürfen.

Actionmäßig wieder so famos und spektakulär inszeniert wie ich es erhofft hab, und die Enterprise hat in der Anfangsphase so viele schöne lange Kamerafahrten spendiert bekommen wie einst die Alte in TMP... Eine VFX-Oscar-Nominierung sollte wieder drin sein. Vor allem die gefühlt-halbstündige Zerlegung der Lady Ent... Boah, was hab ich da mit ihr gelitten... Wie hätte ich auch sonst reagieren sollen, ich liebe dieses Schiff einfach... Genauso wie die TOS-Enterprise. :D
Überrascht hat mich dass die im Trailer zu sehende (und stark gescholtene) Bike-Szene tatsächlich Sinn ergab und der Beastie Boys-Song auf sehr "unorthodoxe" Weise zum Einsatz kam. :-D

Pegg und seinem Autor-Adjudant Doug Jung gebürt viel Dank, soviel treffende TOS-Zitate, Easter Eggs und Reminiszenzen bis zum Umfallen…

ACHTUNG! SPOILER-ALARM!!!

Die Einbettung Nimoys realen bzw. Old Spock fiktiven Todes direkt in die Story als Huldigung vor dem Original und dann noch der finale Kniefall vor der gesamten TOS-Crew (Stichwort "Nachlass von Botschafter Spock)… Mit jedem weiteren Film werden die Macher nicht müde immer wieder auf den ST-Ursprung zu verweisen, das finde ich einfach toll. Wer das nicht als Liebeserklärung an die Ur-Serie versteht kann kein wahrer Trekkie sein.

Pegg und Jung haben zudem das fortgeführt worauf J.J. Abrams, Robert Orci und Alex Kurtzman schon in ST2009/STID großen Wert gelegt haben: Sie haben den Fokus noch mehr auf die Enterprise-Crew gesetzt und ihnen noch mehr Tiefe und Reife verliehen. Das merkt man insbesondere an Kirk und Spock die beide einerseits aus persönlichen Gründen mit dem Gedanken spielen ihren Dienst auf der Enterprise zu beenden, andererseits ihre starke Teamfähigkeit und das gegenseitige Ur-Vertrauen sehr schätzen. Und auch der Rest der eingeschworenen Mannschaft darf in besonderen Momenten aus sich herauskommen.
Dass sich TOS-Darsteller George Takei an der sexuellen Orientierung seines verjüngten Sulus stört will mir allerdings nicht in den Kopf. Die einzige Szene die auf Sulus Homosexualität ganz beiläufig hindeutet soll erst recht die positive Zukunftsvision von „Star Trek“ symbolisieren, in der alle Geschlechter, Hautfarben, Rassen und ebenso sexuelle Neigungen eine grundlegende Akzeptanz genießen. Persönlich halte ich diesen Schritt der hier in STB gewagt wurde nicht nur für mutig, sondern für längst überfällig. Und warum sollte es nicht gerade dann jenen TOS-Charakter betreffen dessen Darsteller über Jahrzehnte seine Homosexualität verschweigen musste, einfach weil unsere reale Welt noch nicht bereit war dies als etwas ganz Natürliches anzuerkennen?

Zum Schurken Krall:
Okay, sicherlich weder die totale Offenbarung noch eine gänzliche Neuerfindung, aber dass es ein irdischer, ehemaliger Soldat ist der das Kommando über das erste Sternenschiff bekam, mit seiner Crew im All verschollen ist und sich von der Sternenflotte im Stich gelassen fühlt weil die erhoffte Rettung ausblieb... Also aus meiner Sicht ein durchaus nachvollziehbares, nicht soooo arg konstruiertes Motiv, und ein Feind aus den eigenen Reihen ist doch immer noch "abwechslungsreicher" als der nächste Alien-Obermotz mit sinnfreier Vernichtungsmentalität.

SPOILER ENDE!!!

Ein Paar letzte Worte zu unserem jungen Chekov:
Anton Yelchin - Gott hab ihn selig - bekam hier zum letzten (*schnief*) Male wesentlich mehr zu tun als in STID. Auch wenn sein Tod nicht vorauszusehen war beschleicht mich doch ein angenehmes Gefühl dass der Junge hier nochmal richtig glänzen durfte. Falls Abrams sein Vorhaben wahr macht und die Figur des Chekov in zukünftigen Filmen rausnimmt, einfach weil er sich keinen Ersatz für Anton vorstellen kann/will, ich hätte vollstes Verständnis dafür. Natürlich würde mir sein charmant-sympathischer Pavel Andreievich Chekov schmerzlich fehlen, aber ein größeres Zeichen des Respekts gegenüber dem zu viel früh verstorbenen Yelchin könnte man nicht setzen.

Fazit:
Justin Lin lässt es zum Jubiläum richtig krachen. Die Story ist zwar nicht sehr tiefgründig, die Charaktere dagegen sind es. Die nunmehr dritte Reise der jungen TOS-Crew versteht sich als tiefe Verbeugung vor dem Serien-Original und als Abschiedsgeschenk an Leonard Nimoy sowie Anton Yelchin. Ein Sci-Fi-Abenteuer mit viel Action, noch mehr Witz und toll gespielten wie liebgewonnen Figuren.
Kommentar Kommentare (19) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2016 12:34 AM MEST


Akte X  - Die komplette Serie [Blu-ray]
Akte X - Die komplette Serie [Blu-ray]
Preis: EUR 109,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die unerreichte Mutter aller Mystery-Serien - nun im neuen Glanz!, 8. August 2016
Würde ich gefragt werden, welche drei TV-Serien (nebst TV und DVD-Player, sonst bringt es ja am Ende nichts *g*) ich auf eine einsamen Insel mitnehme würde, bräuchte ich nicht lange zu überlegen, kämen für mich nur Kultserien in Frage. An allererster Stelle darf "Star Trek" (das Original aus den 60ern, versteht sich) nicht fehlen, denn ohne könnte mein Trekkie-Herz nicht leben. Dieser schließt sich "Prison Break" an, weil es kaum ein andere Serie der jüngsten Zeit gibt, die ein so ungeheures Suchtpotential besitzt wie eben diese. Vervollständigt werden meine All-Time-Favorites mit DER Serie, welche die TV-Landschaft der 90er so stark geprägt hat wie keine andere der genannten Dekade: "The X-Files", hierzulande auch als "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" bekannt.

Was hat "Akte X", was viele andere Nachahmer-Serien nicht haben ?
Die Serie hatte es geschafft, sehr phantasievolle und gleichzeitig überaus intelligente Geschichten zu erzählen und dabei eine kinotaugliche Inszenierung plus unglaublich atmosphärischer Dichte fürs TV-Format zu etablieren. Auch die angewandte Technik konnte begeistern, denn trotz engem Dreh-Zeitplan (zwischen Drehbeginn und Ausstrahlung hatte man nur eine gute Woche Spielraum) und streng eingehaltener Episoden-Budgets waren die Effekte, Stunts und Kamera-Fahrten am Ende doch sehr professionell umgesetzt und mussten den Vergleich mit Denen größerer Hollywood-Produktionen der 90er selten scheuen. Zudem legte "Akte X" sehr viel Wert auf eine (für TV-Serien ungewohnt) detaillierte Charakterzeichnung der beiden Hauptfiguren.
Doch was "Akte X" erst so besonders und beliebt gemacht hat waren vor allem zwei wichtige Punkte:
1. Ein perfekte zusammengestelltes und überaus charismatisches Agenten-Duo und
2. ein (neben vielen Einzelgeschichten ablaufender) großer, roter und sehr spannender Handlungsfaden, der sich durch die gesamte Serie zog

Ohne die beiden Serien-Helden Fox Mulder und Dana Scully wäre "Akte X" nicht dasselbe "Akte X", wie wir es heute kennen.
Er - der Aufgeschlossene; der an das Phantastische, an paranormale Phänomene, an jede noch so unmöglich erscheinende Theorie zur Klärung ungelöster Fälle / Ereignisse glaubt und von der Existenz außerirdischen Lebens überzeugt ist. Und dafür von den meisten seiner FBI-Kollegen oft nur belächelt oder gar verhöhnt wird.
Sie - die Rational-Denkende, die sich nur auf Fakten, wissenschaftlich fundierte Ergebnisse und greifbare Tatsachen stützt und alles andere, was nicht 100%ig belegbar ist, in Zweifel zieht.

Zwei auf den ersten Blick so grundverschiedene Typen von Menschen, die anfangs nur auf Befehl ihrer Vorgesetzten als Team zusammenarbeiten. Deren wahre Absicht es ist, Scully nur als Überwachungsinstrument zu nutzen und Mulder nachhaltig zu diskreditieren, um ihn von den "X-Akten" abziehen zu können - jener Abteilung, für die Mulder eine besondere Leidenschaft entwickelt hat, die sowohl aus beruflichem wie auch privatem Interesse herrührt. Eine gefährliche Leidenschaft, da viele Drahtzieher im Hintergrund gewisse Geheimnisse nach wie vor geheim halten wollen und auch vor skrupellosen Taten nicht zurückschrecken, um dies durchzusetzen.
Im Laufe ihrer gemeinsamen Arbeit werden die beiden Special Agents zu unzertrennlichen Partnern, die sich gegenseitig vervollständigen:
Er öffnet ihr die Augen für Dinge, die man nur mit reinen Glaubenswillen akzeptieren oder verstehen kann, während sie ihn in schwierigen Situationen wieder zurück in die Realität befördert, wenn er Gefahr läuft, sich selbst in verrückten Vorstellungen zu verlieren. Eine Beziehung von gegenseitigem Respekt und Vertrauen, die beiden viel Kraft gibt und auch dringend nötig ist, um gegen zahlreiche Gefahren zu bestehen.

Und hiermit kommen wir auch gleich zum zweiten essentiellen Merkmal von "Akte X":
In den insgesamt 9 Staffeln werden die FBI-Leute mit diversen Kreaturen, sonderbaren Menschen und rätselhaften Vorkommnissen konfrontiert. Meist in sich abgeschlossenen Einzel-Geschichten, die keinen zwingenden Bezug auf andere Fälle oder Parallelen zu diesen haben. Daneben gibt es aber dann doch noch die EINE Kerngeschichte:
Die Alien-Verschwörung, eine geplante Invasion durch Außerirdische, unterstützt durch mächtige Köpfe aus Regierungskreisen. Immer wieder stoßen Mulder und Scully auf Hinweise für die extraterrestrische Bedrohung; mal zufällig, mal aus Mulders eigenem Antrieb, vermutet er hinter dem Verschwinden seiner Schwester Samantha - welches er als kleiner Junge hilflos mitansehen musste - eine Entführung durch besagte Invasoren. Für ihn wird es zur Lebensaufgabe, herauszufinden was mit ihr geschehen ist und zu welchem Zweck sie von seiner Familie entrissen wurde. Und in Scully - trotz ihrer Skeptiker-Position - findet er seine engste Verbündete.

Die Serie ist ein Synonym für edelste Mystery-Unterhaltung auf höchstem Niveau - inhaltlich wie inszenatorisch. Ein Begriff, auf den in der heutigen Pop-Kultur genau so viele Anspielungen gemacht wird wie auch bei "Star Trek" und anderen weltbekannten TV-Phänomenen. Mit den beiden Serien-Ikonen - brillant von David Duchovny und Gillian Anderson gespielt -, dem tollen Mix aus Krimi, Science Fiction, Fantasy und Horror und seinem unverkennbaren Titel-Thema von Mark Snow weiss diese Ausnahme-Serie auch nach fast 20 Jahren immer noch zu fesseln. Ich würde sie nie mehr missen wollen.

Allen Besitzern der alten DVD-Staffeln sei gesagt: Der Wechsel auf BluRay lohnt auf alle Fälle. Gerade die ersten 4 Seasons sehen auf DVD für heutige Sehverhältnisse selbst hochskaliert einfach nicht mehr gut aus. Die Restaurierung ist über allem Maße gelungen, die Serie so bildscharf wie nie zuvor, und der Wechsel von 4:3 auf 16:9 betreffend Season 1 - 4 ist bis auf gaaaaanz wenige Kamera-Aufnahmen tatsächlich geglückt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 10, 2016 11:40 AM MEST


Deadlight - Director's Cut
Deadlight - Director's Cut
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärisch wie optisch starke Endzeit-Sidescroll-Action, nur zu kurz und zu teuer, 8. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Deadlight - Director's Cut (Computerspiel)
Würde „Deadlight“ nicht auf den Namen „Deadlight“ hören, es würde sich perfekt als actionreiche Spielkost fürs „The Walking Dead“-Franchise anbieten und eine – auch storymäßig - gute Genre-Alternative zu Telltales interaktiven Filmen bilden. Klar, das menschliche Drama des Comics, der gleichnamigen Serie und des schon genannten, storylastigen Light-Adventures fehlt ihm zuweilen, Horror-Flair hat es dafür noch und nöcher, und seine apokalyptische Kulisse kommt der von Robert Kirkman erschaffenen Endzeit-Welt sehr nahe. Optisch, akustisch wie spielmechanisch derart gelungen dass sich eigentlich so gut wie keine echten Kritikpunkte an diesem Sidescroll-Actioner finden lassen, der aufgrund seiner Spielweise nicht von ungefähr an „Another World“ oder „Flashback“ erinnert. Wenn dieser spielbare Horror bloss länger als nur mickrige 3 Stunden andauern würde…

Als Randall Wayne durchstreift man die verwüstete US-Großstadt Seattle welche von Untoten - auch „Schatten“ genannt – überrollt wurde. Getrennt von anderen Überlebenden hat unser Held, der vor dem ganzen Unheil ein Ranger war, nur ein einziges Ziel: Seine Frau und seine Tochter wiederzufinden. Heerscharen von „Schatten“ und nicht minder gefährliche Paramilitär-Einheiten können und werden ihn dabei nicht aufhalten…

Kurz und knapp zusammengefasster Plot, welcher im Spiel trotzdem seine volle atmosphärische Wirkung erreicht, auch weil die Spielekamera beim Durchschreiten von Seattle mit reiner Bildersprache ihre eigene, beklemmende Geschichte erzählt. Menschenleere Straßen, überall herrenlose Fahrzeuge, verlassene Häuser, Leichen über Leichen… Ein von Zerstörung gezeichneter Ort in dem nur noch der Tod und eben die Zombies allgegenwärtig sind.

Level für Level passiert Randall diese Hölle auf Erden. Er schreitet von Haus zu Haus, klettert oder springt von Ebene zu Ebene, hangelt sich an Seilen und Kabeln entlang, öffnet verschlossene Türen mit der Wucht seines eigenen Körpergewichts. Und immer wieder versperren ihm die Schatten den Weg. Einzelne Exemplare werden mit der Axt umgehauen, im Notfall via Kopfschuss mit dem Revolver oder Schrottflinte erledigt, sofern es die spärlich vorhandene Munition erlaubt. Sind es zuviele geht noch die Flucht nach vorne, und wenn die verbrecherische Miliz „New Order“ uns per Helikopter jagt hilft nur noch eines: Rennen, rennen, rennen. Im späteren Spielverlauf leistet außerdem eine Zwille beim (Aus)Lösen von Mechanismen und eingepflochtenen Rätseln treue Dienste.
Die fürs Gamepad ausgelegte Steuerung ist gut durchdacht und mit etwas Übung gut beherrschbar, kann aber auch nach eigenem Belieben angepasst werden. Um einige Trial-and-Error-Momente wird man dennoch nicht herum kommen, weil immer wieder zeitkritische Situationen um schnelle Reflexe und pixelgenaue Sprünge bitten. Alles in allem halte ich „Deadlight“ trotz einiger kniffeliger Passagen für einen durchweg fairen Titel.

Die grafische Wiedergabe erfolgt über die Unreal3-Engine. Das Besondere hierbei ist dass die Engine zur Darstellung quasi-räumlicher 2D-Welten genutzt wird, was bei ihr eher selten der Fall ist, wo sie doch sonst hauptsächlich für richtige 3D-Landschaften und -Charaktere verwendet wird. Was die Leute von Tequila Works damit auf die Beine gestellt haben ist beeindruckend und schaurig zugleich. Mit vielen optischen Kunstgriffen und dem Spiel von Licht sowie Schatten erzeugen sie ein glaubwürdiges düsteres Szenario; die „Schatten“ sind wortwörtlich so zu beschreiben, man erkennt nur ihre schwarzen Umrisse und die blutgierig-roten Augen, sie laufen von beiden Seiten auf Randall zu, kommen aber auch direkt aus dem Bildhintergrund nach vorne angeschlurft. Ein sehr schöner räumlicher Effekt der auch vordergründige Objekte, Fahrzeuge und Gebäude miteinbezieht. Generell sind alle Levels in Sachen Landschaft sehr abwechslungs- und detailreich, wirken außerdem dank kleinerer wie größere Vorder-/Hintergrund-Animationen und –Bewegungen immerzu lebendig. Sehr imposant vor allem: Randalls Flashback, bei dem das gesamte Bild verzerrt, verdreht und durch Unschärfen und Farbübersättigung stark verfremdet wird. Begleitet wird dieser visuelle Alptraum durch einen mal schwermütigen, an anderer Stelle stark aufpeitschenden Soundtrack, während die Soundeffekte satt und/oder unheimlich aus den Boxen nach draußen dringen. Die ausschließlich englische Sprachausgabe passt, allenfalls der Stimmgeber des Protagonisten steigert sich für meinen Geschmack eine Spur zu sehr in die verantwortliche Rolle hinein.

Fazit:
Ein sehr spannender und schön anzusehender Mix aus Jump’n Run, Schießereien, Gehaue und etwas Knobelei. Einzig ein wesentlich größerer Spielumfang wäre wünschenswert, ich selbst musste mich nach Jahren nochmal über nen zweiten Durchlauf davon überzeugen ob es wirklich so arg kurz ist wie ich meinte... Meine Erinnerungen haben mich nicht getrügt. :/
Da Steam „Deadlight“ regelmäßig für 2-3 Euro raushaut, kann ich nur dort zum Kauf raten. Für das kleine Geld ist dieses Spiel nicht zu teuer, 20 Tacken für diesen Director's Cut sind dagegen zu hoch gegriffen.


Belkin Premium MixIt Metallic RockStar Power Bank (inkl. Lightning- und Micro-USB-Kabel, 2 USB Anschlüsse, 6600mAh, Battery Pack für Tablets und Smartphones) grau
Belkin Premium MixIt Metallic RockStar Power Bank (inkl. Lightning- und Micro-USB-Kabel, 2 USB Anschlüsse, 6600mAh, Battery Pack für Tablets und Smartphones) grau
Preis: EUR 77,11

4.0 von 5 Sternen Überdurchschnittliche Energie-Kapazität, unzureichende Kabellänge, 5. August 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Aussehen:
Sehr stabiles wie hochwertiges Alu-Außenmaterial, nettes Design mit sauber abgerundeten Kanten, gut positionierte und deutlich markierte Anschlüsse - hier bestätigt sich die hohe Qualität die diese Powerbank schon beim ersten Anblick vermuten lässt. Das im Gehäuse eingebrachte Fach fürs Mini-Kabel nenne ich mal vorsichtig "innovativ", hat man das nötige (über Magnet festgehaltene) Kabel so doch immer griffbereit. 4 grün leuchtende LEDs verdeutlichen den Status der Bank (4 LEDs = voll, 1 LED = schwach bis fast leer).

Die Praxis:
Die Bedienungsanleitung - eigentlich nicht mehr als ein sehr knapp gehaltenes Info-Faltblatt - wird aufgrund der selbsterklärenden Handhabung der Powerbank gar nicht gebraucht, einfach das Mini-Kabel mit dem Micro-USB-Anschluss ins Gerät reinstecken, auf das andere normale USB-Ende ein (im Haushalt vorhandenes) USB-Ladegerät aufsetzen und ab in die Steckdose damit.
Gemessene Ladezeit bei völlig entleerter Powerbank: gut 4 1/2 Stunden. Ein akzeptabler Wert angesichts der Kapazitätsaufnahme (6600 mAh), bei meiner älteren Kreditkarten-großen Powerbank von Xoro mit gerade mal halb so hoher Energie-Speicherung dauert es fast genauso lang.

Anwendungshäufigkeit:
Bei Smartphones sind locker zwei volle Aufladungen über diese Powerbank möglich, falls deren Akkus eher kleiner ausfallen (2000 - 2500 mAh) ist u.U. gar noch eine dritte Vollaufladung realistisch; für Tablets reichts für eine einzige Aufladung auf 100%.
Ob die Powerbank noch Saft hat verrät ein Druck auf dem Druckknopf welcher die LEDs umgibt, diese leuchten für wenige Sekunden kurz auf und die Anzahl der blinkenden LEDs sagt den ungefähren Energie-Status aus.

Die Belkin Powerbank ist in der Handhabung / Bedienung äußerst anwenderfreundlich, selbsterklärend und erfüllt ihren Zweck voll und ganz. Einzig bei der Ausstattung und gewissen Kleinigkeiten störe ich mich ein wenig, was am Ende auch einen Sterne-Abzug nach sich zieht.

1. Die Länge des Micro-USB-to-USB ist ein Witz. Fürs direkte Verbinden von Smartphone/Tablet langt es ja, gleiches gilt auch für das ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Lightning-to-USB-Pendant, aber zum Aufladen der Powerbank ist es eindeutig zu kurz, und ich kann mir nur schwer vorstellen dass es so gesund ist diese Powerbank hängend an der Steckdose aufzuladen. Um die Anschaffung einer Verlängerung kommt man hier nicht herum. Klar, kostet nicht die Welt, man hätte dem beiliegenden Kabel aber ruhig mehr als diese mickrigen 15cm zugestehen können. Das scheint wohl ein generelles Problem bei Powerbank-Herstellern zu sein, am Kabel sparen sie alle. Im Falle Belkin kommt halt noch dazu dass die gewählte Kabelaufgewahrung in der Gehäuse-Aussparung die Kabellänge zwangsläufig begrenzt.
2. LEDs zum Anzeigen der vorhandenen Energie-Reserve empfinde ich für recht ungenau, bei Powerbanks dieser Größenordnung wäre eine kleine LCD-Anzeige mit %-Angabe meiner Meinung nach besser.
3. Das Gewicht der Belkin-Powerbank ist eine zweischneidige Sache. Mobilität ist gegeben, aber mit fast einem halbe Pfund Gewicht ist es so für unterwegs eher unhandlich - wenn man keine(n) Tasche/Rucksack bei sich hat.

Fazit:
Mobiler Strom in einer kompakten Form, auch wenn es nicht unbedingt in die Jackentasche passt. Hochwertiges Gerät mit guter Ladeaufnahme- und Abgabe, allerdings müssen USB-Ladestecker und Verlängerungskabel zugekauft werden falls man nicht bereits hat.


PUMA Herren Hose ESS No.1 Sweat Pants, FL cl, Cotton Black, L, 838265 01
PUMA Herren Hose ESS No.1 Sweat Pants, FL cl, Cotton Black, L, 838265 01
Preis: EUR 39,39

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Locker, bequem und mit viel (!) Beinfreiheit, 2. August 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Eine sehr bequeme Alltags-Jogginghose die gut und angenehm sitzt. Die Optik/Farbe gefällt, die Hochwertigkeit des Stoffs (robust, aber weich) fühlt man sofort. Schnitt und Nähte sind einwandfrei. Passt vom Hüft-Bund auch, weder arg einschnürend noch hängend wie ein Sack. An die Bündchen zum Beinende gewöhnt man sich schnell, auch wenn man sonst lockere Hosenbeine bevorzugt. Die Beinlänge passt im übrigen haargenau - bei meiner Körpergröße von 1,84m, falls sich jemand danach orientieren möchte.

Am Material hätte Puma aber vielleicht ein wenig sparen können, denn die Hosenbeine sind ziemlich weit geraten. Ich muss keine knackig-eng sitzende Sporthose haben, aber hier würden meine durchtrainierten Oberschenkel ohne Witz fast 2x reinpassen. Sieht etwas unschön aus wenn man sich so von der Seite betrachtet, daher einen Punkt Abzug meinerseits für diesen kleinen "Schönheitsfehler". Wer es dagegen genauso luftig-locker mag wie beschrieben darf den weggerechneten Stern wieder aufaddieren. Ist einzig und allein eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Fazit:
Eine gute Sport-Hose zum guten Preis. Wer allerdings körperbetonten Beinschnitt bevorzugt sollte sich besser nach anderen PUMA-Hosen umschauen.


Alcatel Idol 4S Smartpone (14 cm (5,5 Zoll) Touch-Display, Android, 32 GB interner Speicher, Android OS) dunkel grau
Alcatel Idol 4S Smartpone (14 cm (5,5 Zoll) Touch-Display, Android, 32 GB interner Speicher, Android OS) dunkel grau
Preis: EUR 429,00

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausdauernd, leistungsstark und preislich unschlagbar, 15. Juli 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Mit dem Namen "Alcatel" verbindet man nicht zwangsläufig Handys und Smartphones von gehobener Güte, zumindest ich (!) habe da noch das Bild jener billig wirkender Mobiltelefone vor Augen die man zu Anfangszeiten der Handy-Mania vom besagten Hersteller beziehen konnte. Gegen Nokia und Co. hatte Alcatel schon beim ersten Atemzug verloren.

Aber nun, da Alcatel - ehemals französische Marke - durch chinesische Hand (TCL) geführt wird merkt man doch einen starken Ruck, mit dem Ziel Samsung und Sony Konkurrenz zu machen. Das zeigen schon ihre Smartphones in der Klein- und Mittelpreissparte.
Mit dem Alcatel Idol 4S fahren die Chinesen jetzt mächtige Geschütze auf und zeigen dass sie sich tatsächlich auf Augenhöhe mit Samsung und Co. bewegen können (und auch wollen). Der Kunde bekommt hiermit die volle Ladung Technik, Ausstattung, Arbeitstempo und schnittige Optik, die bei der Konkurrenz kaum für unter 500 Euro zu haben sein wird.

Zum physischen Beschaffenheit:
Mit dem metallischen Randgehäuse in Farbe "Stahl-Grau" - Eigenbezeichnung meinerseits - und der gehärteten Glasoberfläche auf beiden Seiten sieht das Idol 4S nicht nur überaus hochwertig und edel aus, man fühlt es auch. Liegt angenehm (und relativ schwer) in der Hand, die Funktionstasten sind vom Druckpunkt her sehr gut abgestimmt... Und ich kann mich täuschen, aber auf der Display-Oberfläche entsteht kaum ein sichtbarer Schmierfilm bei normaler Bedienung. Das kenne ich von den meisten anderen Smartphones/Tablets anders. Ob das Glas speziell behandelt wurde und deshalb ungewöhnlich 'schmutzabweisend' ist? Keine Ahnung, angenehm überrascht bin ich trotzdem.

Die Technik in der Zusammenfassung:
Ein sehr leuchtstarkes, mit 5,5" immens großes AMOLED-Display in knackscharfer WQHD-Auflösung, ein pfeilschneller Acht-Kern-Prozessor, satte 3GB RAM, ein interner Speicher mit ordentlichen 32 GB, 16-MP-Kamera vorn, die zusätzliche 8-MP-Kamera für Selfies, das frische Android 6 als OS... Das Idol 4S stellt sich wie ein echter Ferrari unter den momentan verfügbaren Smartphones vor. Es hat soviel Power unter der Haube, ich hab bis jetzt kein einziges Mini-Ruckeln oder sonstige Verzögerungen bei üblicher App-Anwendung erkennen können. Auch Spiele laufen darauf geschmeidig flüssig, einzig eine vorinstallierte VR-Demo bei der man einen virtuellen Flug durchs All macht und die wichtigsten Planeten unserer Milchstraße "anfliegt" zerrt spürbar an CPU-Leistung (oder ist vielleicht auch nur nicht gut optimiert) und kommt kaum über 30 FPS.
Zu den Kameras darf man sagen dass damit sehr gute Fotografien gelingen und die damit geschossenen Bilder locker mit denen echter Digital-Kameras im Preisbereich zwischen 200 - 300 Euro mithalten kann. Schärfe, Farb- und Helligkeitwiedergabe - einfach top!
Richtig stark kommt außerdem der Akku daher, denn der hält im Bereitschaftsmodus mit aktivierter Sim-Card fast 3 (!) Wochen durch. Auch beim Führen von Telefonaten und Surfen im Internet zeigt er sich viel ausdauernder als bei anderen Konkurrenzgeräten, nur bei den ganzen VR-Spielereien geht ihm der Saft dann doch relativ schnell zur Neige.
Von Smartphone-Lautsprechern darf man natürlich keine großartigen Wunder erwarten, aber der im Idol 4S eingebaute Stereo-Lautsprecher liefert den wohl besten Sound den ich bisher bei einem Smartphone gehört hab. Satt, klar und lautstark, droht aber nie zu übersteuern oder blechern zu klingen. Der angeworbene "Raumklang" ist selbstverständlich nur reines Marketing-Geblubber, die unbestreitbar ausgezeichnete Audio-Qualität jedoch durchaus vorhanden. Hätte nicht gedacht dass sich 2x 3,6 Watt so gut anhören können.
Zum "Boom-Key": Nette Gag- bzw. Optimierungs-Funktion die dahinter steckt. Ob man allerdings ausgiebigen Gebrauch davon macht hängt wohl vom Besitzer selbst ab, in meinem Falle bleibt sie wohl über weite Strecken ungenutzt.
Ach ja, bevor das Wichtigste vergessen wird: Die Sprachqualität bei Telefonaten überzeugt selbstverständlich mit bester Verständlichkeit dank Nebengeräusch-Unterdrückung. Wäre ja schlimm wenn's anders wäre. *g*

Ausstattung / Lieferumfang:
Die Hartplastik-Schalenverpackung find ich toll, hat man diese doch so gestaltet dass man sie nicht nur als Behältnis fürs Smartphone, sondern auch direkt als VR-Brille dafür verwenden kann. Ist vielleicht designmäßig nicht die Schönste, persönlich mache ich mir nicht viel aus dem ganzem VR-Gedöns (und würde es auch nie ausgiebig nutzen), aber die Grundidee dahinter wollte ich doch positiv vermerken.
Desweiteren sind natürlich ein Netzteil, eine schlicht-transparente Smartphone-Schutzhülle, eine Display-Folie und In-Ear-Kopfhörer vom Audio-System-Hersteller JBL im Lieferumfang enthalten. Es wurde an alles gedacht was macht im Normalfall braucht, da sind Samsung und Co. nicht selten knauseriger.

Fazit:
Das Alcatel Idol 4S verdient Beachtung, denn es kann genauso viel wie die Top-Modelle der beliebt(er)en Konkurrenzmarken und ist dabei wesentlich günstiger zu erstehen. Im Inneren werkelt starke Technik, die Optik stimmt und an der Ausstattung kann man auch nix bemängeln. Solch ein Gesamtpaket für unter 500,- Euro wie dieses bekommt man sonst nirgends.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 21, 2016 1:42 PM MEST


SteelSeries Siberia 650 Gaming Headset schwarz
SteelSeries Siberia 650 Gaming Headset schwarz
Preis: EUR 167,84

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausstattung, Optik und Komfort gut, Klang nur Mittelmaß, 20. Juni 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wo fangen wir an...

Zunächst einmal der Erst-Eindruck:
Die große Verpackung verspricht einiges und vermittelt von außen her das Gefühl ein Headset gehobener Klasse vor sich haben. Der Blick ins Innere des Kartons verstärkt diesen Eindruck noch mehr. Das Headset ist an Bügel und Ohrmuscheln mit Schutzfolie versehen und sitzt sicher in einer passenden Kunststoff-Form, was nicht nur gut aussieht sondern auch einen perfekten Transport-Schutz bildet. Unter dem Hohlraum dieser Form versteckt sich widerum das Zubehör in Form von 3 USB-Adapter-Kabeln (Micro-USB-Verlängerung, Micro-USB auf 3,5mm-Klinke Audio/Mikro und Micro-USB auf 3,5 mm Stereo Klinke inkl. Steuerleitungen für Smartphone-Bedienung], einer separate USB-Soundkarte und einer Kurzanleitung. Treiber bzw. Software liegen nicht bei, können aber problemlos runtergeladen werden.

Nun zum Headset an sich:
Design, Farbabstimmung und die Auswahl des verwendeten Materials ernten positive Kritik. Von Minderwertigkeit kann man diesbezüglich gewiss nicht sprechen, auch nicht beim längeren Tragen. Das mittige Kopfband zieht sich je nach Kopfgröße automatisch in die passende Länge, d.h. anders als bei anderen Headsets muss man beide Enden nicht per Hand so setzen bis man seine persönliche Ideal-Einstellung gefunden hat. Die mit Kunstleder überzogenen Ohrmuscheln schmiegen sich angenehm auf die Gamer-Lauscher und werden auch nach Stunden nicht ansatzweise unbequem. Durch die angebrachten Lautstärke-/Stummschalt-Regler erhöht sich der allgemeine Komfort nochmals, und dass sich das links angebrachte Richtmikrofon gar ein- bzw. ausgefahren lässt und bei Nichtbedarf einfach in der Ohrmuschel verschwindet hat man sehr clever gelöst.
Die farbig-leuchtenden Ringe auf beiden Ohrmuscheln sind ein nettes, aber nicht zwingend notwendiges Gimmik, zudem funktioniert die individuelle Farbwahl nur in Zusammenarbeit mit der beiliegenden USB-Soundkarte und der runterzuladenden Software. Die Karte wird über Windows 7/10 einwandfrei erkannt, einsatzbereit ist diese aber erst wenn man diese in den Sound-Optionen als Standard-Gerät aktiviert. Interne Soundkarten werden dabei nicht gestört, und sowie man die USB-Soundkarte entfernt kann die Tonausgabe wieder ganz normal über die interne Soundkarte erfolgen.
Etwas geizig war man bei der allgemeinen Kabellänge des Headsets, bei ca. 1,20m ist schon Schluss. Für mich etwas zu knapp, bei anderern Herstellern gehören 2 - 3m zum Standard.

Nun der Klang:
Tja... Da erwartet man angesichts des verlangten Preises doch entsprechende Werte, aber genau beim wichtigsten Kriterium vermag das SteelSeries Siberia 650 keine anstandslose Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Höhen sind sauber, der Bass kräftig, doch die Mitten fallen ziemlich schwach aus. Dank des integrierten Lautstärkereglers kann man zwar den Pegel nochmals erhöhen, aber das war's auch schon. Für ein Headset im Mittelpreis-Segment ist das doch ziemlich mau.
Um mir einen besseren Eindruck bezüglich des Klangs machen zu können habe ich zwei andere in meinem Besitz befindende Geräte zum Gegenvergleich herangezogen, den reinen Sennheiser HD435-Kopfhörer und das Headset Beyerdynamic MX300.

Der Vergleich:

Sennheiser -> sehr ausgewogener, warmer Klang, von den Höhen bis zu den Bässen mehr als zufriedenstellend. In seiner Preisklasse unter 100 Euro absolut kein schlechter Kopfhörer
SteelSeries -> hohe Lautstärke, saubere Höhen, sehr bassstark, in den Mitten jedoch sehr flach, begleitet von einem etwas unnatürlich "halligen" Hörempfinden. Eine gute räumliche Wahrnehmung bei Spielen und Filmen, doch bei Musik setzt sich schlicht Enttäuschung ein.
Beyerdynamic -> Spitzenklasse! Höhen, Mitten und Bass sind perfekt aufeinander abgestimmt. Weder zu schwach noch zu hoch,eben eine rundum geniale Akustik. Solch ein Qualitätssound kostet aber entsprechend (300 Euro und aufwärts).

Fazit:
Vielversprechend sieht das SteelSeries Siberia 650 Gaming Headset zwar aus, nur von der chicen Verpackung, dem Zubehör und dem ansprechenden Design allein darf man nicht vorschnell von einem Spitzenprodukt ausgehen. Angesichts des relativ hohen Preises dieses Headset schafft sein Klang nicht die darin gesteckten Erwartungen zu erfüllen, da waren dem Hersteller Optik und Tragekomfort wohl wichtiger. Sehr schade, da wäre mehr drin gewesen.


Life is Strange - Limited Edition - [PC]
Life is Strange - Limited Edition - [PC]

5.0 von 5 Sternen Das Mädchen das durch die Zeit sprang..., 15. Juni 2016
Oft spielt man mit dem Gedanken gewisse Dinge rückgängig machen zu wollen, gefallene Worte wieder zurück zu nehmen oder dumme Fehler zu vermeiden, wäre man in der Lage die Zeit ein kleines Stückchen zurückzudrehen. Das eben Passierte nochmal ungeschehen zu machen und die folgenden Ereignisse zu "korrigieren". Dieser aus der menschlichen Fantasie entstammende Akt der Zeitveränderung inspiriert uns seit jeher, dient bis heute als häufig umgesetzter Sci-Fi-Stoff für Literatur, Film und Fernsehen, und nun hat auch das französische Entwickler-Studio Dontnod das 'Zeitreisen' als zentrales Thema für sich entdeckt. In ihrem "Life is strange" (= LiS) steckt eine ergreifenden und ungewöhnliche Coming-of-Age-Geschichte, in welcher die Protagonistin sich ihrer Zeitreise-Fähigkeit bewusst wird und sich mit dessen Wirkung - im Positiven wie auch im Negativen - auseinandersetzen muss. Ein großartiger interaktiver Film der sich auf dem gleichen Level der populären wie beliebten Telltale-Spiele bewegt und deshalb eine begrüßenswerte Alternative zu diesen bildet.

Nach 5 Jahren in Seattle kehrt die 18-jährige Max(ine) Caulfield in ihre alte Heimat Arcadia Bay zurück um dort Kunstfotografie zu studieren. Die Eingewöhnung ans Campusleben fällt nicht leicht, was sowohl mit der Entfernung zu ihren Eltern, dem Umgang mit gewissen Kommilitonen als auch dem ungeklärten Verschwinden einer beliebten Studentin im Zusammenhang steht. Vor allem aber fürchtet sie die Wiederbegegnung mit ihrer alten Freundin aus Kindertagen, Chloe Price, einfach aus Angst dass sich durch die lange Zeit der Funkstille eine zu tiefe Kluft zwischen beiden aufgetan haben könnte. Doch erst ein sonderbares Ereignis soll ihr nornales Leben grundlegend verändern:
Sie beobachtet heimlich wie ein Mitschüler ein anderes Mädchen im Affekt erschießt, gerät in Panik - und dreht, ohne es vorauszuahnen, die Zeit um wenige Sekunden zurück. Instinktiv kann sie so das Opfer vor dem sicheren Tod bewahren, und es stellt sich heraus dass sie eben ihrer Freundin Chloe das Leben gerettet hat. Überrascht und verwirrt von ihrer ungeahnten Gabe plagen Max auch noch Visionen von einem aufziehenden Tornado der Arcadia Bay heimzusuchen droht, und während sie versucht ihre Fähigkeit besser zu verstehen und diese "weise" einzusetzen wird ihr nach und nach klar dass es eine Verbindung zwischen dem in ihren Träumen wiederkehrenden Sturm und ihrer übernatürlichen Kraft gibt...

Man kann nicht behaupten dass die Story von LiS sonderlich originell klingt. Ein bisschen "The Butterfly Effect" hier, geläufigen Teenie-Drama samt College-Setting da, und auch sehr wohlbekannte stereotype Rollenfiguren - sei es die leicht introvertierte Heldin, ihre rebellische Punk-Freundin, der Scheisskerl aus (einfluß)reichem Hause, ein Wissenschafts-Geek als Love Interest, das verwöhnte Miststück mit ihrem eigenen Girls-Club oder das schüchterne, gemobbte Mauerblümchen - werden nicht außen vor gelassen.
Doch obwohl so vieles an LiS sehr vertraut vorkommt, Dontnod gelingt es mit all diesen altbewährten Mustern eine unglaublich einfühlsame und herzzereissende Geschichte zu erzählen wie man es sonst nur von Telltale oder Quantum Dream - DEN etablierten Genre-Größen überhaupt - kennt. LiS und "The Walking Dead" (=TWD) sind sich auf dem ersten Blick gar sehr ähnlich, verzichten ja beide gänzlich auf klassischen Rätsel und werten am Ende jeder Episode die gewichtigsten Entscheidungen in einer globalen Statistik; der hauptsächliche Unterschied zwischen ihnen liegt wenn im visuellen Stil, der Erzähl-Geschwindigkeit und den jeweiligen Interaktionsmöglichkeiten.
TWD setzt vor allem auf einen schnörkelfreien, zügigen Ablauf seiner Handlung, intensiviert Spannungsmomente mit QTE-Einlagen, verlangt schnelle Dialog-Entscheidungen und ist dadurch von einer höheren Dramatik, Anspannung wie Dynamik geprägt. Schließlich steht hier das Überleben und Handeln der Hauptfiguren im Mittelpunkt.
LiS funktioniert da anders: Es erlaubt dem Spieler das Tempo selbst zu bestimmen, gönnt ihm Zeit und Möglichkeit die Umwelt näher zu erkunden, mehr oder weniger wichtige Konversationen zu führen, und anders als bei TWD tickt während der Multiple-Choice-Dialoge keine unbarmherzige Uhr vor sich hin. LiS definiert sich durch seine völlig unhektische Spielweise und lässt seinen Figuren, so Klischee-geprägt manche von ihnen auch sein mögen, genug Weile und Raum sich zu öffnen. Wenn Max sich kurz an irgendeinen Platz niederlässt, in Erinnerungen schwelgt oder über den letzten Eingriff in die Zeit grübelt, wenn auf die Beziehung zwischen Max und Chloe eingegangen wird welche versuchen innerhalb weniger Tage das Versäumte aus 5 Jahren nachzuholen - dann sind das Momente die jedes Mal berühren. Momente, wo man beiden genauso unglaublich nahe kommt wie Lee Everett und Clemetine aus der ersten TWD-Season.
Optional darf Max hie und da ihre Polaroid-Kamera auspacken und 10 besondere Aufnahmen je Kapitel knipsen. Ein Feature welches dem reinen Achievement-Sammelzweck dient und situativ auch mal etwas unpassend scheint. Kann man machen, muss man aber nicht.

Die hervorstechendste Besonderheit von LiS ist und bleibt aber Max' Fähigkeit (fast) jede kürzlich ereignete Situation zurückzuspulen und so den Lauf der Dinge zu verändern. In den meisten Fällen trifft man rein vom Gefühl/Gewissen gelenkte Entscheidungen, gelegentlich ist der Eingriff in die Vergangenheit gar zwingend erforderlich um die Storyline der Gegenwart fortzusetzen zu können. Hinter dieser Mechanik steckt allerdings auch eine philosophische Betrachtung über theoretisches Zeitreisen, parallele Realitäten und was "Vergangenheitskorrekturen" in der Gegenwart/Zukunft auslösen könnten. Gerade dies fördert zunehmend Max' inneren Zwiespalt im Umgang mit ihrer Gabe, weil sie nie die Tragweite ihrer während der Zeitreisen ausgeübten Taten abschätzen und die daraus resultierenden Konsequenzen voraussehen kann. Können gut gemeinte Korrekturen richtig sein, wenn es neben begünstigten Personen auch Leidtragende trifft? Gibt es überhaupt DIE richtige Entscheidung für alle? Oder sollen gewisse Ereignisse einfach passieren wie sie passieren?

Wie man liest sind Hauptfiguren und Plot von LiS über jeden Zweifel erhaben, das ist schonmal das Wichtigste, und auch die technische Umsetzung steht diesem Spiel trotz kleinerer Mängel sehr gut. Mit der Unreal3-Engine und einem Aquarell-farbenen Zeichenstil sieht LiS grundsätzlich interessant aus. Die Bewegungsanimationen stimmen, das Game-Design für sich gefällt absolut, Lichteffekte sorgen für bildschöne Moment-Aufnahmen und bei der Bildregie zeigt Dontnod eine geradezu meisterhafte Klasse. Schade nur dass die Mimik der Figuren ein wenig hinter ihren Möglichkeiten bleibt. Die Masse der NPCs muss sich mit recht ausdruckslosen Gesichtern begnügen, und auch bei Max, Chloe und anderen essentiellen Charakteren hätte man mehr ausholen können. Dazu noch nicht seltene Lippen-Asynchronität, recht flaue Texturen bei aufgezoomten Objekten und ein zu intensiver Gebrauch von Weichzeichnern welche die Umgebung außerhalb der Bildschirmmitte oft sehr unscharf werden lassen.
Rundum perfekt dagegen: Der traurig-schöne, melancholische Indie-Soundtrack (mit Schwerpunkt auf sanfte Gitarrenklänge), hervorragende O-Ton-Sprecher bis in die letzte Nebenrolle und eine tadellose Soundkulisse von hoher Qualität.

Fazit:
Telltale hat endlich ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Hätte nicht gedacht dass es außer den Kaliforniern tatsächlich noch jemanden geben könnte der mich mit seinem Spiel, seiner Geschichte und seinen Figuren derart zu berühren weiss, doch Dontnod hat mit LiS dieses Wunder vollbracht. Der vielleicht beste interactive Film seit "TWD - Season 1", und darum auch ein Pflichtkauf für Storysüchtige. Ach ja, bitte Taschentücher bereithalten. ;)


Life is Strange - Standard Edition - [PC]
Life is Strange - Standard Edition - [PC]
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Das Mädchen das durch die Zeit sprang..., 15. Juni 2016
Oft spielt man mit dem Gedanken gewisse Dinge rückgängig machen zu wollen, gefallene Worte wieder zurück zu nehmen oder dumme Fehler zu vermeiden, wäre man in der Lage die Zeit ein kleines Stückchen zurückzudrehen. Das eben Passierte nochmal ungeschehen zu machen und die folgenden Ereignisse zu "korrigieren". Dieser aus der menschlichen Fantasie entstammende Akt der Zeitveränderung inspiriert uns seit jeher, dient bis heute als häufig umgesetzter Sci-Fi-Stoff für Literatur, Film und Fernsehen, und nun hat auch das französische Entwickler-Studio Dontnod das 'Zeitreisen' als zentrales Thema für sich entdeckt. In ihrem "Life is strange" (= LiS) steckt eine ergreifenden und ungewöhnliche Coming-of-Age-Geschichte, in welcher die Protagonistin sich ihrer Zeitreise-Fähigkeit bewusst wird und sich mit dessen Wirkung - im Positiven wie auch im Negativen - auseinandersetzen muss. Ein großartiger interaktiver Film der sich auf dem gleichen Level der populären wie beliebten Telltale-Spiele bewegt und deshalb eine begrüßenswerte Alternative zu diesen bildet.

Nach 5 Jahren in Seattle kehrt die 18-jährige Max(ine) Caulfield in ihre alte Heimat Arcadia Bay zurück um dort Kunstfotografie zu studieren. Die Eingewöhnung ans Campusleben fällt nicht leicht, was sowohl mit der Entfernung zu ihren Eltern, dem Umgang mit gewissen Kommilitonen als auch dem ungeklärten Verschwinden einer beliebten Studentin im Zusammenhang steht. Vor allem aber fürchtet sie die Wiederbegegnung mit ihrer alten Freundin aus Kindertagen, Chloe Price, einfach aus Angst dass sich durch die lange Zeit der Funkstille eine zu tiefe Kluft zwischen beiden aufgetan haben könnte. Doch erst ein sonderbares Ereignis soll ihr nornales Leben grundlegend verändern:
Sie beobachtet heimlich wie ein Mitschüler ein anderes Mädchen im Affekt erschießt, gerät in Panik - und dreht, ohne es vorauszuahnen, die Zeit um wenige Sekunden zurück. Instinktiv kann sie so das Opfer vor dem sicheren Tod bewahren, und es stellt sich heraus dass sie eben ihrer Freundin Chloe das Leben gerettet hat. Überrascht und verwirrt von ihrer ungeahnten Gabe plagen Max auch noch Visionen von einem aufziehenden Tornado der Arcadia Bay heimzusuchen droht, und während sie versucht ihre Fähigkeit besser zu verstehen und diese "weise" einzusetzen wird ihr nach und nach klar dass es eine Verbindung zwischen dem in ihren Träumen wiederkehrenden Sturm und ihrer übernatürlichen Kraft gibt...

Man kann nicht behaupten dass die Story von LiS sonderlich originell klingt. Ein bisschen "The Butterfly Effect" hier, geläufigen Teenie-Drama samt College-Setting da, und auch sehr wohlbekannte stereotype Rollenfiguren - sei es die leicht introvertierte Heldin, ihre rebellische Punk-Freundin, der Scheisskerl aus (einfluß)reichem Hause, ein Wissenschafts-Geek als Love Interest, das verwöhnte Miststück mit ihrem eigenen Girls-Club oder das schüchterne, gemobbte Mauerblümchen - werden nicht außen vor gelassen.
Doch obwohl so vieles an LiS sehr vertraut vorkommt, Dontnod gelingt es mit all diesen altbewährten Mustern eine unglaublich einfühlsame und herzzereissende Geschichte zu erzählen wie man es sonst nur von Telltale oder Quantum Dream - DEN etablierten Genre-Größen überhaupt - kennt. LiS und "The Walking Dead" (=TWD) sind sich auf dem ersten Blick gar sehr ähnlich, verzichten ja beide gänzlich auf klassischen Rätsel und werten am Ende jeder Episode die gewichtigsten Entscheidungen in einer globalen Statistik; der hauptsächliche Unterschied zwischen ihnen liegt wenn im visuellen Stil, der Erzähl-Geschwindigkeit und den jeweiligen Interaktionsmöglichkeiten.
TWD setzt vor allem auf einen schnörkelfreien, zügigen Ablauf seiner Handlung, intensiviert Spannungsmomente mit QTE-Einlagen, verlangt schnelle Dialog-Entscheidungen und ist dadurch von einer höheren Dramatik, Anspannung wie Dynamik geprägt. Schließlich steht hier das Überleben und Handeln der Hauptfiguren im Mittelpunkt.
LiS funktioniert da anders: Es erlaubt dem Spieler das Tempo selbst zu bestimmen, gönnt ihm Zeit und Möglichkeit die Umwelt näher zu erkunden, mehr oder weniger wichtige Konversationen zu führen, und anders als bei TWD tickt während der Multiple-Choice-Dialoge keine unbarmherzige Uhr vor sich hin. LiS definiert sich durch seine völlig unhektische Spielweise und lässt seinen Figuren, so Klischee-geprägt manche von ihnen auch sein mögen, genug Weile und Raum sich zu öffnen. Wenn Max sich kurz an irgendeinen Platz niederlässt, in Erinnerungen schwelgt oder über den letzten Eingriff in die Zeit grübelt, wenn auf die Beziehung zwischen Max und Chloe eingegangen wird welche versuchen innerhalb weniger Tage das Versäumte aus 5 Jahren nachzuholen - dann sind das Momente die jedes Mal berühren. Momente, wo man beiden genauso unglaublich nahe kommt wie Lee Everett und Clemetine aus der ersten TWD-Season.
Optional darf Max hie und da ihre Polaroid-Kamera auspacken und 10 besondere Aufnahmen je Kapitel knipsen. Ein Feature welches dem reinen Achievement-Sammelzweck dient und situativ auch mal etwas unpassend scheint. Kann man machen, muss man aber nicht.

Die hervorstechendste Besonderheit von LiS ist und bleibt aber Max' Fähigkeit (fast) jede kürzlich ereignete Situation zurückzuspulen und so den Lauf der Dinge zu verändern. In den meisten Fällen trifft man rein vom Gefühl/Gewissen gelenkte Entscheidungen, gelegentlich ist der Eingriff in die Vergangenheit gar zwingend erforderlich um die Storyline der Gegenwart fortzusetzen zu können. Hinter dieser Mechanik steckt allerdings auch eine philosophische Betrachtung über theoretisches Zeitreisen, parallele Realitäten und was "Vergangenheitskorrekturen" in der Gegenwart/Zukunft auslösen könnten. Gerade dies fördert zunehmend Max' inneren Zwiespalt im Umgang mit ihrer Gabe, weil sie nie die Tragweite ihrer während der Zeitreisen ausgeübten Taten abschätzen und die daraus resultierenden Konsequenzen voraussehen kann. Können gut gemeinte Korrekturen richtig sein, wenn es neben begünstigten Personen auch Leidtragende trifft? Gibt es überhaupt DIE richtige Entscheidung für alle? Oder sollen gewisse Ereignisse einfach passieren wie sie passieren?

Wie man liest sind Hauptfiguren und Plot von LiS über jeden Zweifel erhaben, das ist schonmal das Wichtigste, und auch die technische Umsetzung steht diesem Spiel trotz kleinerer Mängel sehr gut. Mit der Unreal3-Engine und einem Aquarell-farbenen Zeichenstil sieht LiS grundsätzlich interessant aus. Die Bewegungsanimationen stimmen, das Game-Design für sich gefällt absolut, Lichteffekte sorgen für bildschöne Moment-Aufnahmen und bei der Bildregie zeigt Dontnod eine geradezu meisterhafte Klasse. Schade nur dass die Mimik der Figuren ein wenig hinter ihren Möglichkeiten bleibt. Die Masse der NPCs muss sich mit recht ausdruckslosen Gesichtern begnügen, und auch bei Max, Chloe und anderen essentiellen Charakteren hätte man mehr ausholen können. Dazu noch nicht seltene Lippen-Asynchronität, recht flaue Texturen bei aufgezoomten Objekten und ein zu intensiver Gebrauch von Weichzeichnern welche die Umgebung außerhalb der Bildschirmmitte oft sehr unscharf werden lassen.
Rundum perfekt dagegen: Der traurig-schöne, melancholische Indie-Soundtrack (mit Schwerpunkt auf sanfte Gitarrenklänge), hervorragende O-Ton-Sprecher bis in die letzte Nebenrolle und eine tadellose Soundkulisse von hoher Qualität.

Fazit:
Telltale hat endlich ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Hätte nicht gedacht dass es außer den Kaliforniern tatsächlich noch jemanden geben könnte der mich mit seinem Spiel, seiner Geschichte und seinen Figuren derart zu berühren weiss, doch Dontnod hat mit LiS dieses Wunder vollbracht. Der vielleicht beste interactive Film seit "TWD - Season 1", und darum auch ein Pflichtkauf für Storysüchtige. Ach ja, bitte Taschentücher bereithalten. ;)


Worms United
Worms United
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 14,71

5.0 von 5 Sternen Oldie but Goldie, 31. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Worms United (CD-ROM)
Es ist sage und schreibe 20 Jahre alt, neben den "Lemmings" DAS perfekteste Paradebeispiel buntestem Pixelbreis, und nur die "alten Säcke" unter uns würden es wohl noch heute ohne Vorbehalte (und ganz ohne Kneifzange) anfassen. Ja, die heutige (U)HD-verwöhnte Generation vermag vielleicht das Besondere an den "Worms" der VGA-Ära nicht zu verstehen, aber hey, MIR ergeht es hinsichtlich des Hypes um "Angry Birds" oder "Flappy Bird" in etwa genauso. *g*
Sicherlich, die kriegslustigen Würmer haben etliche Nachfolger nach sich gezogen, die immer putziger, noch schräger, viel comichafter und hochauflösender wurden. Und dennoch, für mich bleibt der Startschuss dieser Spiele-Serie bis heute der beste Teil von allen.

Warum? Nun, es war das "Erstgeborene", es war vor allen anderen da, und natürlich ist da sein archaischer Charakter welcher immer noch so anziehend auf mich wirkt wie damals, als ich zarte 16 war. Letztendlich ist es tatsächlich so, dass die SVGA-/HD-"Worms" die altbewährte Formel des Originals unverändert beibehalten, aber nie weiter verbessert haben. Die zufallsgenerierten Maps können noch so krümmelig, die kurzen CGI-Clips noch so veraltet oder die Soundeffekte so verrauscht klingen, der Spielspaßgehalt der in diesem in Ehren ergrautem Klassiker steckt hat in der verstrichenen Zeit kein Stück eingebüßt. Die KI schenkt einem auch heute keinen Sieg und die Schadenfreude im Multiplayer mit bis zu 4 Spielern bleibt auch im Jahre 2016 unbezahlbar.
VIelleicht fällt es mir schwer als offenkundiger Zocker-Naturbursche, der seine PC-Anfänge vor ziemlich genau 20 Jahren erleben durfte, die rosarote Brille für ein bisschen mehr Objektivität abzustreifen, aber wer mit den moderneren Versionen der "Worms" seinen Spaß hat(te), sollte auch mal Mut beweisen und einen Zeitsprung weit in die mittleren 1990er wagen, einfach nur um den Kult der Ur-Worms besser zu erfassen. Das kleines bisschen Augenkrebs das man in den ersten (Schreck)Sekunden nach Spielstart verspürt... Pfffhh! Gibt Schlimmeres. *lach*

Fazit:
Ungebrochen witziger Alltime-Hit unter den rundenbasierten "Artillery"-Klonen. Damit ist schon alles gesagt. :-)


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20