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Persönliches Profil

Beiträge von Melanie Holtmann
Top-Rezensenten Rang: 89.108
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Rezensionen verfasst von
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Cranford [UK Import] [2 DVDs]
Cranford [UK Import] [2 DVDs]
DVD ~ Francesca Annis
Wird angeboten von RAREWAVES-DE
Preis: EUR 3,02

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der BBC nur das Beste., 31. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Cranford [UK Import] [2 DVDs] (DVD)
"Cranford" ist zugleich umwerfend komisch, herzerweichend tragisch, liebevoll nostalgisch. Die Nahtstellen der drei (bzw. vier) Gaskell-Vorlagen wurden geschickt kaschiert, trotzdem bin ich mit der Geschichte um Doktor Harrison nie so recht warm geworden, weil sie so arg konventionell daherkommt. Überhaupt sind die männlichen Charaktere hier im Geschlechterkampf hoffnungslos unterlegen. Philip Glenisters wundervoller Mr Carter beeindruckt zwar nachhaltig, kommt aber in der Geschichte etwas zu kurz; Michael Gambons Auftritt als zart liebender Thomas Holbrook berührt ebenso, aber insgesamt macht das weibliche Element eindeutig das Schwergewicht des Films aus. Man möchte fragen, was auch schiefgehen kann, wenn sich vor der Kamera Aktricen wie Judi Dench, Eileen Atkins, Francesca Annis (grandios als Lady Ludlow), Imelda Staunton, Julia McKenzie (die neue Miss Marple, übrigens), Barbara Findlay etc. versammeln. Ein besonderes Lob gilt Lisa Dillon, die sich gegen soviel Star- und Legendentum mit erfrischender Natürlichkeit behauptet. Mit viel Gespür für die feinen Schwingungen ist "Cranford" ganz vorzüglich inszeniert: Diskussionen um den rechten Verzehr einer Orange oder der stille Abschied von der einen, unerfüllten Liebe - die eine Szene ist so schnodderwitzig wie die andere feinfühlig. Und auch die lyrischen Intermezzi öffnen weite Räume: Zeilen aus "Locksley Hall" von Tennyson oder "Elegy written in a country churchyard" von Thomas Gray - und erst recht das für eine gewisse Beziehung leitmotivische "Loch Lomond" - integrieren sich harmonisch ins Ganze und erinnern in ihrer Bedeutung für die Figuren daran, wie machtvoll das Dichterwort sein konnte - und immer noch kann. Insgesamt überzeugt "Cranford" auf ganzer Linie - abgesehen von in Relation klitzekleinen Mängeln: der Frank-Sophy-Plot, der etwas abrupte Schluss, die ein wenig unterschlagenen Potentiale einiger Figuren, in Bezug auf persönliche und soziale Situation (Miss Galindo, Mr Carter, die seltsame Geschichte des jungen Peter...). Der Rest ist Schweigen - und vielleicht ein sechster oder siebter Durchlauf der Serie in meinem DVD-Player.


Best of Roy Black
Best of Roy Black
Preis: EUR 5,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Best of? Immerhin jede Menge Roy Black., 31. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Best of Roy Black (Audio CD)
Roy Black hat etwas, weshalb man ihm immer zuhören kann - was auch immer. Als (sehr) junges Mädchen war ich von ihm fasziniert und habe um seinen tragischen Tod einen kleinen Starkult post mortem zurechtgesponnen. Heute entdecke ich ihn gerade wieder für mich, und wer sich dieses augenblicklich sehr günstige "Best of" zulegt, bekommt ein paar sehr schöne Stücke geboten, vieles vom frühen Roy Black; mein persönlicher Favourit ist "Wahnsinn". Warum ich aber zur Feder gegriffen habe: Wer vom Titel "Best of" zum Kauf angeregt wird und glaubt, hier sei auch das (objektiv) Beste und mithin alles, was man erstmal hören muss, versammelt, der bringt sich wohlmöglich um einige feine Lieder, die auf der CD (unverständlicherweise? unverzeihlicherweise?) fehlen, so unter anderem "Ein kleines bisschen Zärtlichkeit", "California Blue", "Fremde Erde", das wunderbare "Wie ein Stern"... Auf meine persönliche "Best of" - CD hätten die allesamt gehört.


Der letzte Joker
Der letzte Joker
von Peter Kaempfe
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein schwächererererer Christie - knappe drei Sterne dennoch., 12. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Joker (Taschenbuch)
Kein Poirot, keine Miss Marple, dafür Superintendent Battle als Ermittler, der sich weitgehend im Hintergrund hält - zugunsten der forschen Hobbydetektivin Eileen "Bundle" Brent. Auf dem Landsitz ihres Vaters hat der junge Gerald Wade ein trauriges Ende gefunden, und als Bundle einige Zeit später dessen Freund Ronny Devereux fast überfährt - es stellt sich heraus, dass er eigentlich einer Schussverletzung erlegen ist - ist sie mitten drin in diesem Fall. Es geht um eine Geheimorganisation, eine begehrte Erfindung, eine Reihe von Weckern und ein paar Liebeleien am Rande.

In diesem verhältnismäßig frühen AC-Krimi von 1929 irritiert die Queen of Crime ganz gewaltig: Der twist am Ende der Geschichte wirkt fast albern und unglaubwürdig dazu, ihre ganze Energie verschwendet Christie an die Porträtierung ziemlich überzeichneter Figuren und deren oft auch wenig motivierten Amouren, die Identität des Mörders ergibt sich am Ende fast folgerichtig und kaum aus raffinierten Herleitungen der Autorin. All diese Schwächen leistet sich Christie hin und wieder, hier aber geraten fast alle zusammen und das Lesevergnügen schrumpft entsprechend. Ohnehin fehlt die sorgfältig ausgetüftelte Tat, die sonst ein Kernelement des Rätselvergnügens abgibt; das Sujet "Geheimorganisation" ist auch nicht gerade das souveränste Terrain für eine Erzählerin, die sonst in kuscheliger Familienatmosphäre oder in sonstigen abgeschlossenen Systemen morden und wüten lässt.

Die Räder des Erzählwerks stottern ohnehin, weil viel geschwätzt und kaum ermittelt wird. Zwar sind die seitenfüllenden Unterhaltungen oft ganz amüsant, aber so richtig will sich das alles nicht zusammenfügen. Bestes Indiz fürs Holpernde des eigentlichen Krimiplots: Am Ende muss eine mühsame und überlange Erklärung, die fast den Charakter einer (mit den entsprechenden Kenntnissen angereicherten) Inhaltsangabe des halben Buches gewinnt, fürs Lösen herhalten. Das macht dann wirklich keinen großen Spaß mehr.

Fazit: Christie kann es viel, viel besser. Dem Krimi ergeht es so wie dem Wecker, der auf die Wiese geschmissen wird: Vielversprechend und am Ende höchst belanglos.


Der Seewolf [2 DVDs]
Der Seewolf [2 DVDs]
DVD ~ Thomas Kretschmann

11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Positive Überraschung auf dem Sender, der mit Außerirdischen kommuniziert., 25. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Seewolf [2 DVDs] (DVD)
"Der Seewolf" war mir bis zum aktuellen Zweiteiler kaum ein Begriff, weder literarisch noch was den berühmten Vierteiler aus den Siebzigern angeht. Insofern fehlt mir die Referenz für vergleichende Kritik; für sich ist der "Seewolf" aber ein überraschend ansprechend gemachtes Stück Film. Die Geschichte um den zutiefst zynischen Schiffskapitän Larsen und seinen Gegenspieler, den "Gentleman" Humphrey van Weyden, ist durchaus hintergründiger als es sogar der Film selbst in manchen Punkten erkennt. Der Antagonismus zwischen sozialdarwinistisch-nietzscheanischer Lebensdeutung und zunächst recht unreflektiertem Humanismus gerät im Laufe der Handlung zunehmend uneindeutiger. Zu Sätzen wie jenem Larsens, "Wert (sei) eine Sache, die durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird und damit (sei) das Leben die wertloseste Sache der Welt", ließe sich viel sagen. Vor allem lässt sich aber darüber nachdenken, und dieses Angebot macht der Film jenseits aller (auch gut gemachten) Action und damit stellt er auch Thesen für eine Debatte ins Fernsehbild, die wir heute eher ungern führen; dass Larsen eine Art Monster-Kapitalist ist - wenn auch eine böse Karikatur desselben - diese Deutung legt einen Vektor direkt in unsere Gegenwart und zu moralischen Fragen, die längst noch nicht ad acta gelegt werden sollten. Auch wenn wir sicher über die simpleren Antworten schon hinaus sind. Und auch wenn Humphrey van Weyden am Ende die persönliche Integrität bewahren darf, so hat er eben doch auch lernen müssen, "auf den eigenen Beinen zu stehen". Und auch das kann ja bekanntlich eine ziemlich wacklige Angelegenheit sein - Emanzipation gibt's selten ohne Preisschild.

Überhaupt ist der "Seewolf" die meiste Zeit überzeugend inszeniert. Die "Messerwetzen-im-Duett" - Szene ist ein Beispiel dafür, die Kartoffelquetsche ebenso. Oder die eigentümlich lange Sequenz im zweiten Teil, als Humphrey die leere "Ghost" durchsucht. Die Spannung kippt nie ins Lächerliche, Langweilige oder Pathetische. Mir persönlich ist der zweite Teil ein wenig zu sehr Robinsonade. Häuslebauen auf der einsamen Insel ist zwar putzig. Viel mehr aber auch nicht. Immerhin gibt Petra Schmidt-Schaller ihre Maud Brewster angenehm natürlich und zugleich distinguiert, ohne in Manierismen zu verfallen. Florian Stetter meistert seinen Part ebenfalls ordentlich, auch wenn er zuweilen etwas sehr deklamiert. Thomas Kretschmann spielt seinen "Seewolf" sehr überzeugend bis auf einige wenige Stellen, und vor allem gibt er seine Figur nicht preis. Überhaupt sind nahezu alle Rollen ziemlich gut gecastet, und das trägt nicht unerheblich dazu bei, dass man einzelne Charaktere identifizieren und sich über ihre Motive Gedanken machen kann.

Der Zweiteiler ist insgesamt deutlich besser gelungen, als man es für eine Produktion in diesem Umfeld erwarten würde. Fazit: Sehenswert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2015 1:57 PM MEST


www.else-buschheuer.de: Das New York Tagebuch
www.else-buschheuer.de: Das New York Tagebuch
von Else Buschheuer
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Befindlichkeiten und sonstige Befunde., 24. November 2008
Muss man/frau seine gesammelten (Online-)Tagebuchnotizen veröffentlichen - zumal sie im entsprechenden Fall für einen Leserkreis ja bereits im Netz tagesaktuell zu verfolgen waren? Man muss nicht, kann aber. Else Buschheuers vornehmliche Legitimation trägt ein trauriges Datum: Sie hat den 11. September 2001 in New York miterlebt, und ihre Verarbeitung dieses Ereignisses, dass sie selbst ganz offensichtlich enorm betroffen hat, macht denn auch einen Großteil der Eintragungen aus. Setzt man voraus, dass diese Befindlichkeitsäußerungen authentisches Zeugnis einer sind, die eben 'dabei' war, liest sich das Ganze streckenweise recht interessant. Insgesamt ist aber viel Geblubber dabei, dass man so auch überall da finden kann, wo halbwegs geistreiche Menschen etwas zu Literatur, Kultur, Kino etc. verfassen. Dass nun eine das Privileg genießt, veröffentlichen zu können - Buschheuer ist ja im Tingeltangel der Medienindustrie eine nicht unbekannte Figur - ist schön für sie. Den Sinn muss man aber doch hinterfragen dürfen, zumal Buschheuer selbst mehrmals anmerkt, sie wolle sich im Rahmen des 11. September nicht der Medienmaschinerie als 'Opferstimme' zur Verfügung stellen. Dass sie sich aber jetzt in dieser Form produziert, ist da irgendwo ein Widerspruch. Auch wenn man Literatur ja ohnehin und in diesem Fall vielleicht im Besonderen als (Gesprächs-/Unterhaltungs-/Reflexions-)Angebot verstehen sollte: Inhaltlich rechtfertigt das Buch den Kauf vielleicht am ehesten, wenn man Buschheuers Unternehmen als "talking cure" begreift und so ihre 9/11-Reaktion als eine Art Fallstudie nimmt: Wie wirkt eine solche Extremsituation auch auf jemanden, der nicht unmittelbar ins Geschehen involviert war? - Was sonst bleibt, ist mehr oder minder Beliebiges, wenn auch gut geschrieben.


Bryant Park
Bryant Park
von Ulrich Peltzer
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schnöde Töne - Vom Vergehen der Literatur., 21. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Bryant Park (Taschenbuch)
New York, Italien, Deutschland: Zwischen diesen Koordinaten spannt Ulrich Peltzer eine Erzählung auf, die formal vielleicht am ehesten in den Begriffen Diskontinuität, Auflösung, Fragment beschrieben werden kann. Ein Mann recherchiert in der Public Library in NY Familiengeschichten, er flaniert durch eine Stadt und protokolliert diese Stadt als großflächigen und zugleich engmaschigen Zeichenraum. In diesen primären Text brechen - durch den Kursivdruck formal abgesetzt - scheinbar willkürlich andere Diskurse ein: die Erinnerung an das Sterben des Vaters, ein Drogenhandeltrip nach Italien. Peltzer spielt mit einer Poetik der Unterbrechung, die offensichtlich auf kein übergeordnetes Sinnangebot verweisen mag. Das Bewusstsein des denkenden Subjekts scheint der einzig legitime Knotenpunkt für die Assoziationssprünge zu sein - gleichzeitig aber wird dessen nicht mehr zurückzunehmende Desintegration er- und seine Festplatte neu mit fremden Zeichen be-schrieben.

Gegen Ende tut der Text sich selbst Gewalt an: Der 11. September als Zäsur der Realität markiert einen unhintergehbaren Bruch im ästhetischen Projekt des Textes. Eine andere Stimme spricht jetzt. Später kommt die Erzählung wieder zu sich, aber die Versehrung ist nicht heilbar: der Text wird an sein Ende geführt, jedoch um den Preis der eigenen Delegitimation. Schreiben und Schrift müssen sich selbst fragwürdig geworden sein angesichts eines Terrorakts, der noch in die Integrität von Prosa selbst eingreift.

Peltzers "Bryant Park" ist mühsam lesbar. Unlesbar wird die Erzählung jedoch, wenn sie in der Konfrontation mit 9/11 den eigenen Kollaps inkauf nimmt und zumindest schwer angeschlagen daraus hervorgeht. Begreift man den 11. September als außerliterarisches Ereignis allerdings (rückwirkend) als Gründungsprinzip des Textes, dann wird er in seiner ganzen Gestalt fragwürdig: Ist das alles plappernde Belanglosigkeit? Fast möchte es so scheinen.


Die Insel
Die Insel
DVD ~ Ewan McGregor
Preis: EUR 5,97

4 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Achtung! Testen Sie den perfekten Gehirnzellenkiller., 11. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Insel (DVD)
"Die Insel" ist ab sofort mein neues Synonym für die wesentlich sperrigere Variante "dämlich verschenktes Hollywood-Kino". Zwei Stunden lang werden unsere liebenswerten Klone durch die Gegend gehetzt, nach ungefähr einer halben Stunde reichte mir das Ganze eigentlich schon. Die Story ist dem Film im Grunde egal, die ethischen und sonstigen Implikationen der ganzen Klon-Geschichte - who cares? Hauptsache, wir dürfen ordentlich rumballern, Millionen für letztlich sinnlose Optik verbraten und Darsteller wie Sean Bean in nulldimensionalen Rollen verschenken. Der ganze Film wirkt letztendlich wie ein Witz oder, wie in einer Rezension des Films angemerkt wurde, ein überlanger Werbeclip für Handys, Sportschuhe und anderen Krams.

Derart sinnbefreites Spektakelkino mag ja durchaus seine Berechtigung haben. Trotzdem ärgert vor allem angesichts der ewig und drei Tage zu langen Laufzeit die Dumpfbackigkeit der Handlung mit jeder Minute mehr. Sonstiges Actionkino hält den Anspruch gleich lieber bescheiden und vergreift sich nicht angeberhaft an Stoffen, die in fähigeren Händen weitaus besser aufgehoben wären. Wenn's wenigstens noch spannend wäre. Ist es aber nicht. Mein Gehirn war am Ende heftigst irritiert, weil ihm dank der läppischen Anti-Handlung einige Teile an Unterforderung abgestorben waren. Danke dafür. Und tschüss, auf Nimmerwiedersehen.

PS: Die zwei Sterne gibt's als Dank für die Erkenntnis, dass vollkommen bescheuerte Filme tatsächlich existieren. Mitten unter uns.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2015 2:00 PM MEST


Hocus Pocus Disney
Hocus Pocus Disney
DVD ~ Bette Midler
Wird angeboten von Filmnoir
Preis: EUR 11,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht alles rausgeholt, trotzdem knappe vier Sterne., 31. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Hocus Pocus Disney (DVD)
"Hocus Pocus" ist ein harmloser, aber dennoch sehr vergnüglicher Filmspaß. Bette Midler, Sarah Jessica Parker und Kathy Najimy geben ein sehr amüsant-skurriles Hexentrio ab, die Geschichte ist im Grunde nur Vorwand (und ein bisschen zerfahren) und das ist auch gut so. Am besten anzusehen sind die boshaften Kabbeleien der drei Schreckweiber untereinander und ihre anfängliche Reaktion auf das 20. Jahrhundert mit seinen Verwirrnissen. Manche Gags wirken etwas bemüht (wie das Fliegen auf dem Staubsauger) oder andersrum verschenkt (das Salz oder das magische Buch), die pubertären Probleme der Hauptfiguren nerven glücklicherweise nur am Rande und die freche kleine Schwester macht das wieder wett. Sogar Kater Binx ist recht ordentlich animiert - für 1993 immerhin nicht ganz selbstverständlich. Insgesamt ist das Ganze keine aufregende, aber grundsolide Familienunterhaltung (trotz der "Möpse"); ein wahres Produkt der 90er und so ganz schlecht waren die ja auch nicht. Deshalb: Zu Halloween und zwischendurch ein nettes Leckerli.


Goodbye, Mr Chips
Goodbye, Mr Chips
DVD ~ Robert Donat

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Schule des Lebens., 28. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Goodbye, Mr Chips (DVD)
"Goodbye, Mr. Chips" ist so etwas wie die andere Seite der "Feuerzangenbowle": Im Jahre 1933 erinnert sich der pensionierte Lehrer Charles Edward Chipping zurück an die sechzig Jahre, die vergangen sind, seitdem er als hoffnungsvoller 22jähriger an der Brookfield School angefangen hat. Liebe, Tod, Krieg und Freundschaft sind die Leitmotive dieser Reise in die Vergangenheit.

Robert Donat spielt diesen Mr. Chips als 22jährigen genauso fantastisch wie als 82jährigen, und allein dieser schauspielerische Kraftakt wäre es wert, sich den Film einmal anzuschauen. Er hat aber noch mehr Argumente: Die Geschichte ist mit viel Respekt für ein "wirkliches" Leben erzählt. Mr. Chips ist kein Held im klassischen Sinne, höchstens ein stiller in der späteren Phase seines Lebens. Und das verdankt er nicht zuletzt seiner Frau (Greer Garson); beider Kennenlernen ist übrigens auf wunderschöne Weise inszeniert.

Was an diesem Film aber auch besonders berührt, ist, wie er mit dem Eindruck des Krieges umgeht. Die Euphorie der Jungen und dass eben einige nicht zurückkehren; wie Mr. Chips beim Verlesen der Namen der Gefallenen auch seinen alten Freund Max erwähnt, der auf Seiten der Deutschen kämpfte - immer trifft der Film den richtigen Ton. Am Ende unterhält sich Mr. Chips mit Peter Colley; er hatte schon dessen Großvater und Vater unterrichtet und letzterer war im ersten Weltkrieg gefallen. Jetzt, 1933, steht ein weiterer Peter Colley vor Mr. Chips, und wenn man den Faden weiterspinnt, dann könnte dieser Peter Colley im Zweiten Weltkrieg gefallen sein. Dass all das zum Leben gehört wie das Werden und das Sterben, davon konnte ein Film 1939 noch aus besserer Erfahrung erzählen als wir Heutigen.

"Goodbye, Mr. Chips" ist die schlichte Geschichte eines guten Lebens, und sie entlässt mit einem - etwas traurigen - Lächeln. Empfehlenswert.


Hand an sich legen: Diskurs über den Freitod
Hand an sich legen: Diskurs über den Freitod
von Jean Améry
  Gebundene Ausgabe

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über die Grenzen hinaus denken - und handeln?, 28. Oktober 2008
Amérys Buch ist eine intellektuelle Erfahrung, im besten Falle. Ansonsten kann die Lektüre im Verlauf sehr schmerzhafte Züge annehmen. Améry wagt sich ins Jenseits - der Psychologie, der "Logik des Lebens". Dort kann es sehr dunkel sein, und diese Dunkelheit und diese Kälte sind auszuhalten, vom Autor wie vom Leser. Was Améry denkt, provoziert: Er schreibt gegen den Reflex des Lebens an und gegen das Unwillkürliche, das vom Sterben nichts wissen will und Abstand nimmt. Dabei ist die Form eine sehr schwierige, denn Amérys Buch ist zwar in größere Kapitel eingeteilt; innerhalb dieser taucht man aber in einen mitunter sehr herausfordernden Gedankenfluss ein, der weniger auf Stringenz und Argumente setzt (wie auch - denn das alles gehörte ja in die "Lebenslogik") als auf die Bereitschaft des Lesers, dem ganz Anderen nach zu denken. Amérys Fragen mögen ein Affront gegen den Über-Lebenswillen sein, aber sie sind in tiefem Ernst gestellt; ein Ernst im übrigen, der den Selbstmörder auf seine Weise mehr würdigt, als es die herkömmlichen Zuständigkeiten (Religion, Psychologie, soziales Umfeld etc.) tun wollten oder könnten. Vielleicht ist es unmöglich, Améry bis ins Letzte zu folgen, was sowohl Theorie als aus Praxis angeht. Aber sein Essay ist ein wichtiger Beitrag zum (soweit dies möglich ist) Verständnis des Themas, weil er eine radikal andere Perspektive einnimmt, ohne Deutungshoheit zu beanspruchen. Wer diese Subjektivität als kompromisslose Prämisse akzeptiert, wird mit einer wertvollen Lektüre belohnt werden.


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