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Rezensionen verfasst von
Mr. Kraut "Hannes" (Waterkant)

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Tennessee Pusher
Tennessee Pusher
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine erdige Melange aus Country, Folk, Bluegrass und Rock'n'Roll, 7. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Tennessee Pusher (Audio CD)
Himmel, sind die Jungs gut! Ein Stück schöner als das andere. Mal geht die Post ab, und sie rocken was das Zeug hält, um schon beim nächsten Song sanfte Töne anzuschlagen, die dabei aber fürchterlich unter die Haut gehen.
Allein das benutzte Instrumentarium spricht da Bände: Akkustische Gitarre, Resonator Gitarre, Guitjo (das nenne ich eher 6-saitiges Banjo), Slide Gitarre, Banjo, Fiddle, Mundharmonika und (man höre und staune) auch eine dezente Hammond Orgel. Ja, letztere scheint wirklich langsam wieder in Mode zu kommen. Wurde höchste Zeit...

Mit 13 zeitlos schönen Eigenkompositionen beglücken uns Old Crow Medicine Show auf dieser CD. Ohrwürmer, fern von jedem Kitsch, Melodien die schon Jahrzehnte alt zu sein scheinen. Und das Ganze vorgetragen von (wie soll ich sagen?) sehr ehrlichen, rauen, ausdrucksstarken Stimmen.

Oftmals mag man sich an Neil Young & Crazy Horse früherer Jahre erinnert fühlen. Insgesamt nimmt die Mundharmonika einen ziemlich dominierenden Part ein. Und das zusammen mit Fiddle und Slide Gitarre ergibt einen dermaßen schönen Sound, daß es mir Gänsehaut noch und nöcher bereitet.

Produziert ist das Album vom Großmeister Don Was.

Wollt ihr Anspieltips? Alle dreizehn Stücke! Ich kann mich einfach nicht entscheiden.
Leute, kauft die Scheibe, ihr werdet es nicht bereuen. Und wenn doch, dann dürft ihr mich lynchen. Und spielt bei meiner Beerdigung diese CD!


If I Needed You
If I Needed You
Preis: EUR 17,20

5.0 von 5 Sternen Liebevolle Musik eines sympathischen Duos aus Berlin, 5. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: If I Needed You (Audio CD)
Mit "If I Needed You" bescheren uns der Gitarrist und Sänger Maik Wolter und seine Ehefrau, die Sängerin Doreen Wolter, eine gute dreiviertel Stunde lang wundervolle Songs, die die Herzen von Freunden akustischer Musik zweifellos höher schlagen lassen.

Ins Studio haben sie sich eine bunte Palette von Mitmusikern geholt, die mit Schlagzeug, Bass, Mandoline, Fiddle, Banjo, Steelguitar und auch Akkordeon die Musik bereichern ohne sie zu überladen.

Zu hören bekommen wir eine Sammlung von zwölf Songs amerikanischer Herkunft. Dabei fällt es schwer, eine Schublade hierfür zu finden.

Das Album beginnt mit der wundervoll swingenden Bluesnummer "Walking After Midnight", gefolgt von der gefühlvollen Ballade "What I Didn't Do" um schon beim dritten Stück in den klassischen Country Oldtime Song "Rosewood Casket" zu münden. Der zweistimmige Gesang von Maik und Doreen geht unter die Haut, und einen wunderschönen Part nehmen hier auch Fiddle und Mandoline ein.

Anschließend hören wir "Fairfax County", eine von Maik gefühlvoll intonierte Ballade über eine unglückliche Liebe eines Mädchen mit einem Gesetzlosen. Am Schluß erwischt ihn der Sheriff und der Mann muß hängen:
"O once I loved an outlaw
He came and stole my heart,
O how I count the hours
Since we were torn apart."

Zum Träumen lädt uns Doreen beim nächsten Stück "Guardian Angels" ein. Wie gut es ist, daß wir alle einen Schutzengel haben. Und was für eine schöne Stimme Doreen hat.

Und dann werden wir wieder wach. Eine lebhafte, schon fast rockige Version des Bob Dylan Klassikers "It's All Over Now, Baby Blue". Hier trifft das ganze Instrumentarium auf hohem musikalischem Niveau zusammen: Gitarre, Mandoline, Akkordeon, Bass, Drums, Fiddle und Steelguitar. Ein tolles Arrangement!

Es folgt der nächste Klassiker, dieses Mal aus Dolly Parton's Feder : "Coat Of Many Colors", wieder traumhaft schön von Doreen gesungen.

Daß auch Maik eine starke, sehr ausdrucksvolle Stimme hat, beweist er mit "Little Rock" einem Song des amerikanischen Songwriters Tom Douglas.

Und dann hebe ich ab. Augen zu, und mit Maik und Doreen davonfliegen mit dem traurig schönen Liebeslied von Townes Van Zandt, dem Titelsongs dieser CD "If I Needed You". Wundervolle Picking Gitarre, zweistimmig gesungen, gefühlvoll mit Hall angereichert, drehen wir uns in anderen Sphären und unser Herz öffnet sich.

Weiter geht's mit einem bodenständigen akustischen Country Blues Song "Me And Whiskey", Mundharmonika, Gitarre, Mandoline und die warme, beruhigende Stimme von Maik.

Ein wundervolles erdiges Clawhammer Banjo, gespielt von Olaf Block (ich fühle mich an den großartigen Derroll Adams erinnert), leitet den nächsten Song ein: "Apple Jack". Grandios und sehr authentisch singt Doreen diese alte Dolly Parton Nummer. Und im Refrain singt die ganze Bande mit. Fabelhaft!

Die CD schließt mit "Somebody Must Have Loved You Right Last Night". Maik ganz allein mit seiner Gitarre. Auch hier wieder eine unglaublich schöne Komposition. Ein kleines Lied, das große Gefühle weckt. Und zweifelsfrei bleibt danach nur die Repeat Taste.

Dies alles ist echte amerikanische Musik aus deutschen Landen. Amerikanischer können Deutsche kaum sein.
Wer schon lange die Nase voll hat, vom nichtssagenden Einerlei unserer Radiostationen - wer ein Freund ist von ehrlicher, akustischer Musik - wer noch ein Ohr hat für wundervolle kleine Songperlen - dem sei diese CD ans Herz gelegt.

Danke Maik und Doreen!


O Brother,Where Art Thou? [Vinyl LP]
O Brother,Where Art Thou? [Vinyl LP]
Preis: EUR 14,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne diese Musik wäre die Welt ärmer, 1. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: O Brother,Where Art Thou? [Vinyl LP] (Vinyl)
Am Anfang waren die Coen Brüder. Sie schufen einen Film, der nicht zuletzt durch die Hauptrolle von George Clooney in der Welt berühmt wurde.

Und dann war da natürlich die urwüchsige amerikanische Hinterwäldler Musik aus den Südstaaten, die homogen zur Gesamtatmosphäre des Filmes beitrug.
Für Viele, gerade in unseren Breitengraden, erschloß sich damit eine völlig neue musikalische Welt. So hatte noch kaum jemand die amerikanische Folkmusik gehört. Fernab von jedem radiotauglichen Western-Glamour-Kitsch und Cowboy Geschrammel.

Infolge des großen Erfolges des Filmes und des hier rezensierten Soundtracks stiegen die Verkaufszahlen von Bluegrass- und Oldtime Scheiben hierzulande beträchtlich.
Alison Krauss hatte ja auch vorher schon einen gewissen Bekanntheitsgrad bei uns, aber jetzt wurden auch John Hartford, Gillian Welch, Norman Blake, Ralph Stanley und einige andere ein Begriff. Bluegrass- und Oldtime Musik sind salonfähig geworden. Mehr als fünf Millionen Mal verkaufte sich der Soundtrack weltweit und wurde mit drei Grammys ausgezeichnet.

Und was wir auf dieser Scheibe zu hören kriegen, kann kaum schöner sein. Ländliche Südstaaten Musik, die in ihrer Schlichtheit, Schönheit und Ruhe ihresgleichen sucht. Herzerweichende Acapella Worksongs, warme Oldtime Country Songs, erdiger, ruhiger Bluegrass und ergreifender Bluegrass Gospel entführen uns in die dreißiger Jahre des amerikanischen Südens während der großen Depression. Wer den Film dazu gesehen und lieben gelernt hat, für den ist dieser Soundtrack natürlich unverzichtbar. Und alle Bluegrass und Oldtime Freunde haben dieses Album sowieso schon längst in ihrem Regal stehen.

Eingeleitet wird das Album von zwei alten Original Aufnahmen. James Carter & The Prisoners mit dem in den fünfziger Jahren aufgenommenen Worksong "Po Lazuras" und dem 1928 von Harry McClintock aufgenommenen humoristischen Oldtime Country Song "Big Rock Candy Mountain". Anschließend hören wir zeitgenössische Künstler wie Norman Blake, Alison Krauss, Gillian Welch, John Hartford, Emmylou Harris, The Cox Family, The Whites, Dan Tyminski, Ralph Stanley und The Fairfield Four. Aber alles so liebevoll und authentisch eingespielt, als befänden wir uns noch tatsächlich 70 Jahre in der Vergangenheit. Den krönenden Abschluß bilden die Stanley Brothers mit ihrem "Angel Band", eine Original Aufnahme aus den 50er Jahren.

Der Produzent des Albums ist T Bone Burnett. Ihm gebührt neben den Coen Brothers der größte Dank für diese großartige Arbeit. Ja, die Welt wäre ärmer ohne diese wundervolle Musik. Wenn ich nur drei Scheiben mit auf die einsame Insel nehmen dürfte, wäre diese auf jeden Fall dabei.

Absolute Kaufempfehlung! Ein Muß für JEDE Musiksammlung!


O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee
O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne diese Musik wäre die Welt ärmer, 31. Mai 2009
Am Anfang waren die Coen Brüder. Sie schufen einen Film, der nicht zuletzt durch die Hauptrolle von George Clooney in der Welt berühmt wurde.

Und dann war da natürlich die urwüchsige amerikanische Hinterwäldler Musik aus den Südstaaten, die homogen zur Gesamtatmosphäre des Filmes beitrug.
Für Viele, gerade in unseren Breitengraden, erschloß sich damit eine völlig neue musikalische Welt. So hatte noch kaum jemand die amerikanische Folkmusik gehört. Fernab von jedem radiotauglichen Western-Glamour-Kitsch und Cowboy Geschrammel.

Infolge des großen Erfolges des Filmes und des hier rezensierten Soundtracks stiegen die Verkaufszahlen von Bluegrass- und Oldtime Scheiben hierzulande beträchtlich.
Alison Krauss hatte ja auch vorher schon einen gewissen Bekanntheitsgrad bei uns, aber jetzt wurden auch John Hartford, Gillian Welch, Norman Blake, Ralph Stanley und einige andere ein Begriff. Bluegrass- und Oldtime Musik sind salonfähig geworden. Mehr als fünf Millionen Mal verkaufte sich der Soundtrack weltweit und wurde mit drei Grammys ausgezeichnet.

Und was wir auf dieser CD zu hören kriegen, kann kaum schöner sein. Ländliche Südstaaten Musik, die in ihrer Schlichtheit, Schönheit und Ruhe ihresgleichen sucht. Herzerweichende Acapella Worksongs, warme Oldtime Country Songs, erdiger, ruhiger Bluegrass und ergreifender Bluegrass Gospel entführen uns in die dreißiger Jahre des amerikanischen Südens während der großen Depression. Wer den Film dazu gesehen und lieben gelernt hat, für den ist dieser Soundtrack natürlich unverzichtbar. Und alle Bluegrass und Oldtime Freunde haben diese CD sowieso schon längst in ihrem Regal stehen.

Eingeleitet wird das Album von zwei alten Original Aufnahmen. James Carter & The Prisoners mit dem in den fünfziger Jahren aufgenommenen Worksong "Po Lazuras" und dem 1928 von Harry McClintock aufgenommenen humoristischen Oldtime Country Song "Big Rock Candy Mountain". Anschließend hören wir zeitgenössische Künstler wie Norman Blake, Alison Krauss, Gillian Welch, John Hartford, Emmylou Harris, The Cox Family, The Whites, Dan Tyminski, Ralph Stanley und The Fairfield Four. Aber alles so liebevoll und authentisch eingespielt, als befänden wir uns noch tatsächlich 70 Jahre in der Vergangenheit. Den krönenden Abschluß bilden die Stanley Brothers mit ihrem "Angel Band", eine Original Aufnahme aus den 50er Jahren.

Der Produzent des Albums ist T Bone Burnett. Ihm gebührt neben den Coen Brothers der größte Dank für diese großartige Arbeit. Ja, die Welt wäre ärmer ohne diese wundervolle Musik. Wenn ich nur drei Scheiben mit auf die einsame Insel nehmen dürfte, wäre diese auf jeden Fall dabei.

Absolute Kaufempfehlung! Ein Muß für JEDE Musiksammlung!


Whiskey Before Breakfast
Whiskey Before Breakfast
Preis: EUR 21,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk eines Pioniers der Flatpicking-Gitarre, 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Whiskey Before Breakfast (Audio CD)
Neben Doc Watson, Dan Crary und Tony Rice ist Norman Blake einer der ganz großen Pioniere der Flatpicking Gitarre. Durch diesen Stil gelang es den Gitarristen, die akustische Gitarre in der Oldtime- und Bluegrass Musik von ihrem Mauerblümchen Dasein als Begleitinstrument zu befreien und sie genauso wie die Fiddle und die Mandoline als Soloinstrument einzusetzen. Klingt für uns heute banal, war aber in den frühen 60er Jahren eine umstürzende Neuerung. Diese Art, die Gitarre zu spielen, fand schnell viele Anhänger und Schüler. Und keiner kam an Norman Blake vorbei. Und für jeden von ihnen ist "Whiskey Before Breakfast" auch heute noch Pflichtprogramm.
Was uns auf dem 1976 aufgenommenen Album präsentiert wird ist Akustische Gitarre pur. Norman Blake und seine 1934er Martin D-18. Hin und wieder läßt er sich von Charlie Collins an einer zweiten Gitarre begleiten.
Zu hören bekommen wir wundervolle Oldtime Country Songs wie "Hand Me Down My Walking Cane", "Six White Horses", "The Girl I Left In Tennessee", "Church Street Blues" und "Slow Train Through Georgia" (die beiden letzteren übrigens Eigenkompositionen, die Blake auch als gefühlvollen, der Tradition verpflichteten Songwriter ausweisen). Norman Blake's relaxter und unaufdringlicher Gesang trägt zur harmonischen Gesamtatmosphäre der CD bei.
Außerdem finden wir noch tolle Instrumentals wie die Klassiker "Under The Double Eagle", "Old Grey Mare", "Sleepy Eyed Joe", "Arkansas Traveler", "Macon Rag", "Fiddler's Dram" und natürlich das Titelstück "Whiskey Before Breakfast".

Was den Hörer hier erwartet ist jedoch keine atemberaubende, alle Geschwindigkeitsrekorde brechende Weltmeisterei auf der Gitarre, sondern ein virtuos, und dabei trotzdem ruhig, entspannend und gemütlich eingespieltes Album. So stelle ich mir ein perfektes Sonntagsfrühstück im Garten vor.
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American Beauty
American Beauty
Preis: EUR 18,93

5.0 von 5 Sternen Bluegrass mit Herz, 29. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: American Beauty (Audio CD)
Seit über 20 Jahren sind sie mittlerweile dabei. Die sagenhafte Nashville Bluegrass Band um Alan O'Bryant und Pat Enright. Seit über 20 Jahren beglücken sie die Welt mit exzellenter Musik, die immer wieder Freude macht. Und das ohne einen einzigen Aussetzer. Sie haben einen hohen Wiedererkennungswert ohne dabei langweilig zu werden. Und mit jeder Scheibe beweisen sie einen außergewöhnlichen Geschmack bei der Songauswahl. Auch wenn es sich meistens um Fremdkompositionen handelt, so interpretieren sie die Songs durch die Reihe mit viel Liebe und Wärme.
So auch auf "American Beauty" von 1998, das sogleich mit einer tollen Interpretation des Gillian Welch Songs "Red Clay Halo" eingeleitet wird. Es folgen Songs von Flatt & Scruggs ("The Johnson Boys"), Bob Dylan ("Livin' The Blues"), Ralph Stanley ("Holiday Pickin'"), Carl Jones ("Homeless Waltz" und "Just Like A Fiddle") und anderen.
Dominierend und besonders markant ist meist das Banjo von Alan O'Bryant. Banjo und Wärme scheint erstmal ein Widerspruch in sich zu sein. Aber bei O'Bryant trifft es definitiv zu. Sein Banjospiel ist warm und herzhaft.
Ein anderer Punkt, der die Nashville Bluegrass Band von anderen Künstlern in diesem Metier besonders abhebt ist der mehrstimmige Gesang. Pat Enright und Alan O'Bryant wechseln sich stetig mit dem Leadgesang ab. Die anderen Bandmitglieder (auf diesem Album sind das Roland White an der Mandoline, Stuart Duncan an der Fiddle und Gene Libbea am Bass) übernehmen genial und stimmig den Harmonygesang. Das Ganze eine Leistung, die bei mir immer wieder Gänsehaut erzeugt.
Die CD wurde sorgfältig produziert von der Band und Mark Howard, der sich unter anderem auch durch seine Zusammenarbeit mit John Hartford einen Namen gemacht hat. Der Klang ist einwandfrei und läßt keine Wünsche offen.

Jedem Bluegrass Fan kann ich "American Beauty" wärmstens empfehlen. Und wer noch nicht Mitglied im Club ist, kann durch diese Scheibe endgültig bekehrt werden...


Something Bluegrass...
Something Bluegrass...
Wird angeboten von Bessere_Musik ( 12-24 Tage Lieferzeit aus Kalifornien)
Preis: EUR 36,07

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bluegrass Medizin, die jedes Leiden vertreibt, 29. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Something Bluegrass... (Audio CD)
Bill Keith ist bekannt geworden durch seine Neuerungen im Banjospiel. In frühen Jahren hat er u.a. Earl Scruggs auf die Finger geschaut und sich diesen Stil angeeignet. Aber das hat seinen Ansprüchen nicht genügt. Er wollte das Fiddlespiel auf das Banjo übertragen. Was er dann kreiert hat, nannte man fortan "Melodic Banjo". Wurde das Banjo im Bluegrass bis dato eher als Begleitinstrument eingesetzt, so war es nun möglich mit dem Banjo die Melodie aufzugreifen und auch bei rasant vorgetragenen Stücken Note für Note inklusiv Verzierungen einen eigenen Solopart einzunehmen.
Nun zu dieser wundervollen Scheibe. 1976 mit den großartigen namhaften Musikern Jim Rooney (Gesang und Rhythmusgitarre), Tony Rice (Gitarre), David Grisman (Mandoline), Vassar Clements (Fiddle) und Tom Gray (Bass) eingespielt ist Bill Keith ein Album gelungen, das seinesgleichen suchen kann. Selten findet man auf einer Bluegrass Scheibe soviel Abwechslung.
Da haben wir klassische Bluegrass Instrumentalstücke wie "Green Mountain Hop", bei dem sich die Musiker so richtig austoben können, "Crazy Creek", eine exzellente Demonstration von Bill Keith Melodic Banjo Style, "Farewell Blues", "Sugarfoot Rag" und "Rickett's Hornpipe", hier läßt sich Bill Keith nur von einem Piano, gespielt von Ken Kosek, begleiten.
Einen Ausflug in Jazzgefilde finden wir bei dem instrumentalen Stück "Jordu". Dieses sowie auch das leicht orientalisch klingende Stück "Caravan" sind besonders für den Ausnahme Fiddler Vassar Clements die reinste Spielwiese. Seine Fiddle kann in allen Stimmungslagen reden, singen, klagen, jubeln. Es ist unglaublich und man muß ihn einfach kennen. Ich kann da übrigens auch seine Soloscheiben sehr empfehlen.
Besonders hervorzuheben sind natürlich auch die Gesangsnummern auf dieser Scheibe. Jim Rooney's großartige hingebungsvolle und relaxte Stimme scheint wie geschaffen für die Musik von Bill Keith. Es ist eine pure Freude, ihm bei dem alten Stones Klassiker "No Expectations", dem Flatt & Scruggs Song "I'll Stay Around", "Detour" und dem wundervollen Song "Auld Lang Syne" (viele werden die deutsche Übersetzung mit dem Titel "Nehmt Abschied, Brüder" kennen) zuzuhören. Auch nicht unerwähnt bleiben soll der kurze Gastauftritt des Sängers Al Jones (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bluessänger) der mit seiner nölenden, herzhaften Stimme "Pain In My Heart" intoniert. Den Schmerz im Herz nehmen wir ihm definitiv ab.
Durch das gesamte Album zieht sich eine große Spielfreude. Bill Keith zeigt uns hier, wo der Frosch die Locken hat. Seine Finger tanzen übers Griffbrett auch in den höchsten Lagen, und klingen dabei so leicht wie Schmetterlinge über einer Sommerwiese.
Und er hat eine erstklassige Band zusammengestellt. Wir erleben unsere Helden Tony Rice, David Grisman und die anderen in Topform.
Schade nur, daß es in der Besetzung bei dieser einzigen Aufnahme im Jahre 1976 geblieben ist.
10 Sterne dafür, wenn es gehen würde.


Drive
Drive

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Instrumentalscheibe mit Drive, 20. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Drive (Audio CD)
Drive heißt sie. Und Drive hat sie auch. Da ist die ganze Riege der Bluegrass Weltmeister versammelt. Allen voran der Banjospieler Bela Fleck, alle Kompositionen von ihm. Mr. Tony Rice an der Gitarre, Sam Bush spielt Mandoline, Stuart Duncan an der Fiddle, manchmal auch Mark O'Connor, Jerry Douglas an der Dobro und Mark Schatz am Baß. Wem diese Namen ein Begriff sind, der weiß, daß da nur erstklassige Musik rauskommt, die auch Leute begeistern müßte, die sonst eher keinen Bluegrass hören. Eine Instrumentalscheibe allererster Sahne.
Wir hören hier sehr ausgewogene Musik, bei der es nicht nur um Schnelligkeit geht, wie es ja auch leider oftmals vorkommt, als ob Bluegrass eine olympische Disziplin wäre... Nein, hier sind wundervolle Melodien zu hören, die mal vom Banjo, dann von der Fiddle, Mandoline, Gitarre und Dobro in Variationen aufgegriffen werden. Kein Instrument drängt sich gewaltsam in den Vordergrund. Ich bin eigentlich die meiste Zeit der 47 Minuten am Grinsen, vor Freude.
Als Musiker sollte man sich hüten, so gut wie einer dieser Herren spielen zu wollen, das macht dann nur unglücklich, weil es schier nicht zu erreichen ist (vielleicht von einer handvoll Jahrtausend-Wunderkinder abgesehen).
Die Scheibe hätte wegen mir auch teurer sein dürfen und wäre ihr Geld wert gewesen.


Supertramp (UK Import)
Supertramp (UK Import)
Wird angeboten von Todays Great Deal
Preis: EUR 17,62

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Juwel von 1970, 20. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Supertramp (UK Import) (Audio CD)
Supertramps Juwel von 1970. Und mitnichten vergleichbar mit ihren späteren Werken. Selbst Supertramp-Skeptikern, die dieses Werk noch nicht kennen, sei es wärmstens ans Herz gelegt. Ich denke, man kann diese Scheibe getrost dem Prog Rock zurechnen, vielleicht noch mit leicht folkigem Einschlag.
Daß es sich um Supertramp handelt, erkennt man beim Hören höchstens an der charakteristischen Stimme des Roger Hodgson.
Schade, daß Supertramp schon beim zweiten Werk nicht unmittelbar an dieses anknüpften. Es kamen zwar noch einige nette Werke, wie z.B. "Crisis, What Crisis?" oder "Even In The Quietest Moments", aber die Kraft und Verträumtheit ihres ersten Werkes haben sie nie wieder erreicht.
Meiner bescheidenen Ansicht nach ist dieses ihre absolut beste Platte. Ich denke, jeder, der sie kennt, wird mir bedingungslos zustimmen, oder?
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Ma Ya
Ma Ya

5.0 von 5 Sternen Schönstes aus Mali, 20. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Ma Ya (Audio CD)
Aus Mali kommt dieser begnadete Musiker. Für mich bis dato ein Unbekannter. Mali ist bekannt dafür, große afrikanische Musiker zu beherbergen. Man denke nur an Ali Farka Toure, Salif Keita, Boubacar Traore u.a.
Die Scheibe Ma Ya zusammen mit Bamada aufgenommen beginnt mit einer akustischen Gitarre, die typisch für afrikanisches Gitarrenspiel den Anschein erweckt, als hätte die Platte einen Sprung. Aber sogleich gesellen sich Trommeln dazu und bringen zusammen mit der harmonischen Stimme von Habib Koite, teils in französisch, teils afrikanisch (malinesisch?) die Musik in Schwung. Im Gegensatz zu Ali Farka Toure, der es auf seinen früheren Scheiben vorzog seine Songs nur mit einer akustischen Gitarre zu begleiten, kommen hier noch einige andere Instrumente zum Einsatz. Ich muß gestehen, daß es mir schwerfällt sie zu identifizieren. Aber ist es wichtig bei dem traumhaften Ergebnis? Details dazu kann man sich sicherlich irgendwo aus dem Netz beschaffen.
Ich lege diese Scheibe einfach mal jedem Musikliebhaber an's Herz. Alle dürfen ihre Ohren spitzen, so sie denn afrikanische Musik mögen.
Wer bisher noch nicht so den Zugang zu Afrika hatte, könnte mit dieser Scheibe aufs Angenehmste überrascht werden.


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