Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16
Profil für TK > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von TK
Top-Rezensenten Rang: 4.548
Hilfreiche Bewertungen: 2163

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
TK (GN)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-18
pixel
Der Fall John: Yesterday
Der Fall John: Yesterday
Wird angeboten von ToBi`s Computer (DER LADEN MIT DEN FAIREN PREISEN!)
Preis: EUR 12,19

3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wahrscheinlich das schlechteste Adventure, das ich jemals durchgespielt habe, 8. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Fall John: Yesterday (Computerspiel)
Wenn ich "Der Fall John Yesterday" in zwei Worten beschreiben sollte, müsste ich wohl leider sagen: "Liebloser Mist". Ich habe selten ein so schlechtes Adventure gespielt. In der Produktbeschreibung ist folgendes zu lesen: "Mit ihrem neuen Adventure 'Der Fall John Yesterday' schlagen die Schöpfer der erfolgreichen Runaway-Trilogie nun komplett neue Wege ein und präsentieren einen erwachsenen Mystery-Thriller voller überraschender Wendungen und markerschütternder Horror-Elemente." Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Das Spiel ist einfach nur extrem langweilig. Es kommt absolut keine Spannung auf. Wirklicher Mystery oder Horror: absolute Fehlanzeige. Bei solchen Beschreibungen denke ich z.B. an "Gabriel Knight I" oder "Black Mirror" oder mehr in Richtung Kriminalfall auch an "Baphomets Fluch". Diese Spiele sind Klassiker und "Der Fall John Yesterday" ist weit entfernt von dieser Liga. Es hat ein bißchen was von einer miesen Tarantino-Kopie. Eine zweifelhafte Grundstory, aufgeteilt in verschiedene Episoden zu verschiedenen Zeiten; dazu viel Gewalt und klischeehafte Charaktere. Und natürlich dürfen das große Mysterium, ein Verrat, eine Liebesgeschichte und der Besuch beim Meister im Hochgebirge nicht fehlen. Beim letzten Punkt kann man allerdings zu Gute halten, dass dieser Abschnitt gewisse Selbstironie besitzt.
Die Grafik ist ok, passt für mich aber absolut nicht für ein Mystery- oder Horroradventure. Die Steuerung fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Um einen Gegenstand zu benutzen, muss man ihn per Drag'n'drop ziehen, was ich so noch nie gesehen habe und auch nicht noch mal brauche. Klickt man auf die Hotspot-Anzeige, werden diese für ein paar Millisekunden eingeblendet. In dieser Zeit kann man gar nicht alle aufnehmen. Das Hilfesystem ist ok. Klickt man auf einen Gegenstand oder Person, wird dieser separat in einem Fenster angezeigt. Ist auch nicht mein Ding, ehrlich gesagt. Die Spieldauer ist sehr gering, was für mich nicht zwangsläufig ein KO-Kriterium ist (siehe "Kaptain Brawe"). Die Aufgaben und Rätsel sind größtenteils einfach, häufig aber auch sehr künstlich und für mich teilweise nur per Alles-mit-allem-versuchen oder per Hilfesystem erkennbar. Die Stimmen der Personen fand ich nicht sehr passend und häufig schien mir die Sprachausgabe auch nicht so ganz synchron mit den Mündern.
Ich habe das Spiel dennoch durchgespielt. Das lag allerdings nur an der kurzen Spieldauer. Hier wurde auf die Schnelle ein weiteres Adventure von Pendulo/Crimson Cow auf den Markt geworfen, das noch deutlich schlechter ist als "The Next Big Thing" (was wiederum höchstens Durchschnitt war). Übelst schlechte Story, schwache Rätsel, klischeehafte Charaktere und fragwürdige Steuerung. Eigentlich wäre 1 Stern auch ganz angemessen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2012 12:53 PM MEST


Die Arena: Under the Dome
Die Arena: Under the Dome
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kingsches Epos wie zu seinen besten Zeiten, 24. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Arena: Under the Dome (Taschenbuch)
Eigentlich bin ich schon lange aus meiner "Stephen King-Zeit" raus, aber vor ein paar Monaten habe ich mal wieder "Needful Things" gelesen und das war mal wieder richtig gut. Auf Empfehlung eines Freundes habe ich mir vor kurzem "Die Arena" besorgt. Und das war eine sehr gute Entscheidung ;-) Ich habe schon lange nicht mehr so viel Zeit mit Lesen verbracht; mehrere Stunden am Tag. Das Buch ist ein Monster - hat fast 1300 Seiten - und dennoch gibt es abgesehen vom Beginn (die ersten 100 Seiten fand ich ziemlich zäh. dort wird auf sehr redundante Weise geschildert, wie die Kuppel bei der Entstehung zahlreiche Todesfälle verursacht -> viel zu langatmig und wiederholungsreich. Ich hab für diese 100 Seiten fast genauso lange gebraucht wie für die 1200 Seiten danach und hätte das Buch fast zur Seite gelegt. Das wäre im Nachhinein sehr schade gewesen.) praktisch keine Längen. Die Geschichte ist verdammt fesselnd und die Charakterdarstellungen richtig gut gelungen. Man könnte wohl schon von einem "Epos" sprechen; so viele Personen und Handlungsstränge gibt es. Und wie zu seinen besten Zeiten schafft es King wieder, eigentlich banale Unterhaltungsliteratur (die er selbst auch mal als "literarischen Big Mäc" bezeichnet hat) mit profunden Einblicken in die Abgründe der menschlichen Seele zu verbinden. Zentrale Motive der Geschichte sind Machtausübung und Machtmissbrauch. "Die Arena" ist enthält wenig bis gar keine übernatürlichen Horrorelemente, ist aber voll von "menschlichem" Horror im Rahmen einer Ausnahmesituation. Für mich ein verdammt gutes Buch !

PS: warum der Titel? Das Wort "Arena" wird eigentlich nur 1x im Roman erwähnt und erweckt bei mir gänzlich falsche Assoziationen, nämlich nach Rom und Gladiatoren. Warum nicht "Die Kuppel" oder "Unter der Kuppel" nach dem Originaltitel "Under the Dome"?

PPS: mir kam da gerade ein - vielleicht absurder - Gedanke: Shakespeares Stücke waren auch "nur" zur Unterhaltung des "Volkes" gedacht. Vielleicht ist King der William Shakespeare unserer Zeit?


Lemmings Revolution
Lemmings Revolution
Wird angeboten von "Händlershop von Softland 2011 (Alle Preise inkl. Mwst.) -ABGs, Garantiebedingungen & Widerrufsbelehrung finden Sie unter Verkäuferhilfe"
Preis: EUR 34,88

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaublich frustrierendes Spiel !, 5. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Lemmings Revolution (Computerspiel)
Da ich im Moment in Knobellaune bin, habe ich mal wieder das alte "Lemmings Revolution" herausgekramt. Obwohl es für Win95/98 entwickelt wurde, läuft es problemlos unter XP. Ich hatte noch im Hinterkopf, dass ich das Spiel nie lange gespielt habe. Sehr schnell ist mir dann wieder klar geworden warum. Das Schwierigkeitsgrad des Spiels ist einfach nur abartig! Die ersten ca. 15 Levels sind dabei zur Einführung gedacht und sehr einfach und damit schnell abgearbeitet. Danach steigt der Schwierigkeitsgrad aber nicht stetig an, sondern geht sofort auf "unglaublich pervers frustrierend schwierig"! Dafür gibt es folgende Gründe: a) man findet zwar recht schnell heraus, was man tun muss, aber die Zeit ist so knapp, dass man wahrscheinlich auch nach 100 Versuchen das nicht schafft; b) Man muss millimetergenau in Bruchteilen von Sekunden klicken und das noch mehrfach pro Level und bei der alten Grafik -> da wird man braindead ;-) Und dann kommt häufig noch dazu, dass die Lemminge in Scharen auf kleinstem Raum rumlaufen und eine Auswahl eines speziellen Lemmings praktisch unmöglich ist. Das Spiel ist so dermaßen frustrierend, dass es für mich ein heißer Anwärter auf den Titel "Frust-Spiel des Jahrzehnts" darstellt ;-) Spielspaß in den ersten Levels minimal und danach nicht mehr vorhanden. Und das, obwohl ich sehr gerne Knobel- und Strategiespiele spiele. In letzter Zeit z.B. "Cogs" oder "Plants Vs. Zombies" oder auch mal wieder "Lost Vikings 2", die ich alle mit Genuss (und natürlich auch mal mit Frustration - aber in Maßen) durchgespielt habe. Mein Fazit: auch wenn das Spiel nur ein paar Euro kostet: tut das euren Nerven und eurer Laune nicht an ;-)

So... ich werde mir jetzt noch ein paar Levels geben und dann erstmal in Lemminghausen Amok laufen gehen *gequältes LOL*


Shame & Guilt: Masters of Disguise
Shame & Guilt: Masters of Disguise
von Jane Middelton-Moz
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,12

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Einstieg ins Thema ganz gut geeignet, aber nicht umfassend, 30. März 2012
Ich habe das Buch jetzt zwei Mal gelesen - ein Mal überflogen und das zweite Mal dann intensiver - und muss sagen, dass man zwar durchaus gewisse Informationen zu den Themen "Scham" und "Schuld" daraus ziehen kann, aber die Menge schon aufgrund des geringen Umfanges doch recht begrenzt ist (die aktuelle Ausgabe hat übrigens 132 und nicht 155 Seiten !).
Die Autorin beginnt das Buch mit einem selbst erdachten Märchen über eine Familie, in der lähmende Scham (bzw. im Original: "Debilitating Shame") eine zentrale Rolle spielt. Mit Hilfe dieser Geschichte gibt sie einen Überblick über den Begriff der Scham und wie diese in Kindern erzeugt wird. Im zweiten Kapitel zeigt sie die Auswirkungen von Scham im Erwachsenenleben anhand von 21 Charakteristika auf. Kapitel drei geht auf den Unterschied zwischen angemessener und lähmender Schuld ("Appropriate and Debilitating Guilt") und deren Zusammenhang zu lähmender Scham ein. In Kapitel vier zeigt die Autorin, wie sich lähmende Scham auf Beziehungen im Erwachsenenalter auswirken kann. Kapitel 5 geht darauf ein, wie sich bestimmte emotionale Verhaltensweisen in Familien auf die Entwicklung von lähmender Scham und Schuld auswirken ("Too Hot", "Too Cold" and "Too Hard" Families). Im abschließenden Kapitel geht sie sehr kurz (leider nur 4 Seiten) auf Möglichkeiten ein, lähmende Scham und Schuld zu überwinden.
Insgesamt denke ich, dass "Shame & Guilt - Masters of Disguise" wahrscheinlich ein ganz guter Einstieg ins Thema ist. Die Autorin kommt auf den Punkt und das Buch ist sehr gut verständlich. Auf der anderen Seite ist es aber auch sehr kurz und dadurch bleiben sicherlich viele Aspekte unbehandelt. Möchte man mehr über das Thema erfahren, wird man wohl nicht über die Anschaffung weiterer Literatur hinwegkommen. Ich persönlich hätte mir mehr über theoretische Hintergründe der Scham und persönliche Erfahrungen der Autorin als Therapeutin gewünscht. Und besonders negativ ist natürlich die Tatsache, dass die Autorin so gut wie gar nicht über Möglichkeiten der Heilung von lähmenden Scham- und Schuldgefühlen schreibt. Ein umfangreiches Kapitel zu diesem Thema würde das Buch um einiges aufwerten können. 3(,5) Sterne.


Der Auftraggeber: Roman (Gabriel-Allon-Reihe, Band 1)
Der Auftraggeber: Roman (Gabriel-Allon-Reihe, Band 1)
von Daniel Silva
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig und ideenlos, aber dennoch ansprechender Schreibstil, 27. Februar 2012
"Der Auftraggeber" ist der erste Roman in Daniel Silvas Reihe um den israelischen Agenten/Kunstrestaurator Gabriel Allon und deshalb habe ich auch zunächst zu diesem Roman gegriffen. Der Anfang ist gut gelungen und macht Lust auf mehr. Silva hat einen flüssigen und ansprechenden Schreibstil. Leider stellt sich mit zunehmender Lesedauer die Geschichte dann als langweilig und ziemlich ideenlos dar. Das hat man alles schon in Varianten gelesen oder gesehen. Es gibt keine Überraschungen. Es fehlt an Finesse und Details und v.a. an einem Plot, der Spannung bis zum Höhepunkt der Geschichte aufbauen kann. Der Hauptdarsteller Gabriel Allon ist zwar sympathisch, aber dennoch ein Charakter, den man schnell wieder vergisst. Nach 300 Seiten habe ich das Buch dann zur Seite gelegt. Es gab einfach keinen Grund mehr weiterzulesen. Der Autor hat ohne Frage Schreibtalent. Schade, dass er dies hier nicht mit einer spannenden Geschichte verbinden konnte. Vielleicht in einem anderen Band der Reihe?


Wenn Scham krank macht: Verstehen und überwinden von Schamgefühlen
Wenn Scham krank macht: Verstehen und überwinden von Schamgefühlen
von John Bradshaw
  Taschenbuch

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kann nicht die erste Wahl zum Thema "Scham" sein, 21. Februar 2012
"Wenn Scham krank macht" von John Bradshaw ist das erste Buch, das ich mir zum Thema "Scham" angesehen habe. Leider muss ich sagen, dass es keine gute Wahl war. Hauptproblem des Buches ist, dass ein roter Faden fast komplett fehlt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor einfach alles, was für ihn auch nur im Entferntesten mit Scham zu tun hat, in das Buch aufgenommen hat. Dabei wurde für mich Quantität ganz klar vor Qualität gesetzt. Der Autor spricht zwar viele Themen an, aber einen richtig fundierten Einblick in das Thema "Scham" kann er meiner Meinung nach nicht geben. Desweiteren habe ich den Eindruck, dass er einfach auch nicht gut erklären kann. Vieles wird mir zu kompliziert dargestellt. Er führt viele neue Begriffe und Theorien ein, ohne sie wirklich im Detail zu erklären. Er springt zu viel von einer Facette zur nächsten (im Praxisteil, z.B., wird eine Übung und eine Theorie an die nächste gereiht, ohne das ganze wirklich zu verbinden. Vieles davon kann man dann leider sogar nur mit einem Therapeuten oder in einer Gruppe machen). Auch geht er nicht adäquat oder sogar gar nicht auf Abbildungen ein. Dann fällt extrem auf, dass er sich ständig wiederholt. Teilweise kommt man sich von bestimmten Phrasen fast schon bombardiert vor. Das hat mich auf die Dauer wirklich genervt. Dieser Stil führt dazu, dass sich kein abgerundetes Bild entwickeln kann und ich persönlich aus dem Buch nur sehr wenig (wenn überhaupt etwas) mitnehmen konnte.
Desweiteren fällt beim Lesen deutlich auf, dass der Autor von Haus aus eigentlich Theologe ist. Das Buch enthält viele christliche Gedankengänge. So widmet er z.B. einen großen Abschnitt dem 12-Punkte-Programm der Anonymen Alkoholiker, was sich für mich sehr abstrus anhört, auch wenn es vielen Leuten offenbar hilft. Vielleicht fehlen dem Autor (trotz des "Theorien-Rundumschlags" im Buch) auch Kenntnisse und Fähigkeiten, die man sich in einem Psychologiestudium aneignet. Für ihn steht die Scham so gut wie hinter jeder psychischen Störung und das ist sicherlich zu viel des guten.
Das Buch ist kein reines Sachbuch. Der Autor schreibt häufig auch über seine eigenen Probleme mit der Scham. Eigentlich finde ich es gut, wenn Autoren von Sachbüchern die Problematik auch persönlich kennen, aber hier funktioniert es nicht.
Das Buch hinterlässt den Eindruck, mehr Schein als Sein zu sein. Ich werde auch jeden Fall nach einem fundierteren Buch zum Thema "Scham" Ausschau halten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 17, 2013 10:12 PM CET


Der Mann, der nichts vergessen konnte: Thriller
Der Mann, der nichts vergessen konnte: Thriller
von Ralf Isau
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Langatmig und unspannend, 18. Februar 2012
Ich kannte bisher nur die Fantasy von Ralf Isau, genau genommen die "Chroniken von Mirad"-Trilogie, und wollte nun mal schauen, wie es um seine Qualitäten im Thriller-Bereich steht. Mein Urteil nach der Lektüre von "Der Mann, der nichts vergessen konnte": leider schlecht. Ich habe selten einen Thriller gelesen, der weniger spannend und langatmiger war. Dabei habe ich der Geschichte sogar mehr als eine faire Chance gegeben: erst auf Seite 300 habe ich das Buch dann endlich zur Seite gelegt, weil es überhaupt keine Motivation mehr gab, weiterzulesen. "Der Mann, der nichts vergessen konnte" ist ein Thriller aus der Kategorie "Großes Mysterium", sprich à la "Da Vinci Code" oder passender wie der Film "Das Vermächtnis der Tempelritter". Wobei das genau genommen nicht ganz stimmt, denn dazu kommt noch eine Geheimdienst-Variante mit dem Thema "Cyberwar". Diese Kombination funktioniert leider überhaupt nicht. Es kam leider überhaupt keine Spannung in Bezug auf die Auflösung des "Mysteriums" zustande. Und selbst die Charaktere erkennen, dass die Auflösung im Zusammenhang mit der Amerikanischen Unanhängigkeitserklärung keine realen Konsequenzen haben wird. Allerdings hoffen Sie, dass damit die psychologischen Reaktionen auf den Cyberwar verändert werden können. Total abstrus! Dazu kommt, dass die Charaktere sehr klischeehaft wirken: da ist das Mega-Genie, die attraktive und starke Agentin (in die sich der Protagonist natürlich auch gleich verknallt), die Computer-Freaks und der mysteriöse Anführer. Nach den ersten 50 Seiten ist man damit schon ziemlich bedient. Ich hatte zunächst wirklich den Eindruck, hier so etwas wie ein Erstlingswerk zu lesen. Es schien so als würde der Autor noch nach seinem Stil suchen. Man stößt auf einige recht haarsträubende Sätze, die z.T. schon ans Lächerliche grenzen. Glücklicherweise gibt sich zumindest das einigermaßen nach dem erweiterten Prolog. Danach wirkt der Stil dann konstanter und ist auch ausreichend ansprechend, um dem Buch eine weitere Chance zu geben. Leider wird diese nicht genutzt. Das Konzept funktioniert einfach nicht. Es kann sich zu keiner Zeit eine spannende Geschichte entwickeln. "Der Mann, der nichts vergessen konnte" erreicht in keinem Bereich die Qualität, die ich von Isaus Fantasy gewohnt bin, und ist damit ganz eindeutig keine Lektüre-Empfehlung!


Midnight in Paris
Midnight in Paris
DVD ~ Owen Wilson
Preis: EUR 5,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchenartiger Film, der in seinen Bann zieht, 12. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Midnight in Paris (DVD)
In "Midnight in Paris" spielt Owen Wilson einen jungen Mann, Gil, der zusammen mit seiner Verlobten und deren reichen Eltern einen Urlaub in Paris verbringt. Er ist erfolgreich als Drehbuchautor in Hollywood tätig, möchte aber lieber ernsthafte Literatur hervorbringen und schreibt an seinem ersten Roman. Er ist fasziniert von der Stadt Paris und ein wahrer Romantiker. Leider teilt seine Verlobte diesen Wesenszug nicht und kritisiert ihn auch sonst, wo sie nur kann. Zufällig treffen sie dann auf einen Ex-Freund seiner Frau. Dieser stellt sich als eingebildeter Tausendsassa heraus, der sich nur allzu gerne selbst reden hört. Gils Verlobte kommt aber aus dem Schwärmen für ihn gar nicht mehr heraus. In einer bis dahin deprimierenden Nacht spaziert er durch die Stadt und wird von einem Mann in einer Limousine aus den 20er Jahren auf eine Party eingeladen. Dort angekommen trifft er auf F. Scott Fitzgerald und hört Cole Porter am Klavier. Er erkennt schließlich, dass er in das Paris der "Golden Twenties" versetzt wurde; einer Epoche, die für ihn das Mekka seines nostalgischen Sehnens darstellt. Am nächsten Morgen - zurück bei seiner ihn immer mehr ablehnenden Verlobten - zweifelt er nachvollziehbarerweise an der Realität der vergangenen Nacht. Dennoch kehrt er in der folgenden Nacht wieder zu dem Ort zurück, an dem er von der Limousine mitgenommen wurde; im Arm sein Buch-Manuskript, das er Gertrude Stein zur Kritik vorlegen möchte.
"Midnight in Paris" ist ein Film, der etwas märchenartiges hat und mich wirklich in seinen Bann zog. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das zuletzt erlebt habe. Der Film ist sehr bildgewaltig, sowohl in den Bildern von Paris heute als auch - und v.a. - im Paris der 20er Jahre. Zusammen mit der musikalischen Untermalung ist er wirklich ein kleines Meisterwerk. Ich konnte mich auf intensive Weise in den Wechsel zwischen Gils Tagen und Nächten, zwischen Ablehnung und Faszination, einfühlen - und das, obwohl ich von den meisten vorkommenden großen Künstlern nicht viel mehr als den Namen kannte.
Zu kritisieren gibt es für mich nur einen Punkt: der "Höhepunkt" der Geschichte und der damit einhergehende Einstellungswandel des Protagonisten (ich schreibe das so allgemein, um nicht zu "spoilern") ist für mich nicht nachvollziehbar. Er kommt irgendwie aus dem Nichts und wirkt daher unpassend. Man hätte dies unbedingt durch weitere Szenen besser vorbereiten müssen. Insgesamt hätte der Spannungsverlauf des Films deutlicher ausgearbeitet sein können.
Aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab.

PS: zum Thema "Nostalgie": natürlich ist die Vorstellung faszinierend, solche kulturellen Größen zu treffen und mit ihnen zu feieren, aber: zu jeder Zeit gibt es den Alltag und auch für diese Menschen gab es einen Morgen nach einer durchzechten Nacht ;-) Leben war schon immer eine Herausforderung - und wird es wahrscheinlich auch immer bleiben.


Live Wire
Live Wire
von Harlan Coben
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,06

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Myrons letzter Auftritt ?, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Live Wire (Taschenbuch)
Nachdem der letzte Myron Bolitar-Roman, "Long Lost", für mich unzweifelhaft den Tiefpunkt der Reihe dargestellt hat, habe ich ohne große Erwartungen zu "Live Wire" gegriffen. Was die ersten zwei Drittel des Buches angeht, muss ich sagen, dass dies auch gut so war. Auf den ersten gut hundert Seiten hatte ich häufig den Eindruck, das Buch schon irgendwie zu kennen. Die Story kam mir einfach zu bekannt vor. Nun kann ich aber ausschließen, dass ich das Buch schon mal gelesen hatte und folglich muss es wohl daran liegen, dass Coben sich wiederholt. Wieder bittet jemand um Myrons Hilfe und wieder lässt sich Myron wider besseren Wissens in die Sache ein. Und natürlich läuft auch wieder alles aus dem Ruder. Zusätzlich wirkt der Fall für mich noch sehr konstruiert und wenn ich mich nicht täusche, werden auch Charaktere auf unglaubwürdige Weise neu eingeführt (oder wurde Myrons Bruder jemals in einem der vorherigen Bücher erwähnt? Ich kann mich nicht daran erinnern und diese Einführung so spät in der Reihe ist unglaubwürdig, v.a. wenn man bedenkt, wie wichtig die sozialen Bindungen Myrons in der Reihe sind. Scheint so als würde Coben nichts mehr Großes einfallen). So nach ca. zwei Dritteln des Buches nimmt die Geschichte dann allerdings deutlich an Fahrt auf und kann wenigstens für eine gewisse Zeit fesseln. Hier hat das Lesen dann endlich mal wieder Spaß gemacht. Die Auflösung ist ok, kann aber den wie gesagt eher schwachen Fall auch nicht besser machen. Der Epilog ließ mich dann mit einem eher weinenden Auge zurück: es sieht so aus als ob "Live Wire" den Endpunkt der Myron Bolitar-Reihe darstellt. Coben scheint jetzt umzusatteln auf Myrons neu eingeführten Neffen "Mickey", dem er mit "Shelter" das erste eigene Buch gewidmet hat. Mickey kommt für mich hier als Figur nicht sonderlich gut weg, allerdings wird ihm auch nicht viel Platz gewidmet. Ich weiß daher nicht, ob ich zu "Shelter" greifen werde. Es wäre schade, wenn dies wirklich das Ende von Myrons Geschichte sein sollte. Die Reihe hätte einen wahren Paukenschlag als Abschluss verdient. Auf der anderen Seite aber sicherlich besser, als immer weitere Wiederholungen nach dem gleichen Schema lesen zu müssen. 3(,5) Sterne


Der große Crash - Margin Call
Der große Crash - Margin Call
DVD ~ Kevin Spacey
Preis: EUR 8,99

5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Film mit Kevin Spacey seit Jahren, 2. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Ich habe mir "Margin Call" gestern im Original angesehen und er ist für mich eindeutig der beste Kevin Spacey-Film seit einigen Jahren, vielleicht sogar seit "K-Pax". Damit möchte allerdings nicht sagen, dass der Film komplett auf Spaceys Leistung aufbaut. Genau genommen liefern alle Darsteller des Films eine sehr überzeugende Leistung ab.
"Margin Call" ist kein Thriller, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn. Es handelt sich viel mehr um ein Drama. Gezeigt werden zwei Tage in einer nicht näher-bezeichneten Investment-Firma. Am ersten Tag werden viele Leute entlassen. Unter diesen ist ein Risikobewerter, der seinem Ex-Mitarbeiter/Partner (gespielt von Zachary Quinto, bekannt v.a. durch "Heroes) noch schnell einen USB-Stick mit Daten zusteckt bevor er von der Security vom Gelände geführt wird. Der Partner analysiert noch am späten Abend die Daten und stellt fest, dass der Immobilienmarkt vor der totalen Katastrophe und damit seine Firma vor dem finanziellen Ruin steht. Daraufhin wird Vorgesetzter nach Vorgesetzter (darunter auch Sam Rogers, gespielt Kevin Spacey) alarmiert bis zuletzt auch der CEO John Tuld (Jeremy Irons) - per Hubschrauber - zur Krisenkonferenz um zwei Uhr nachts im Büro erscheint. Tuld plädiert dafür, am nächsten Tag alle wertlosen Papiere gnadenlos abzustoßen - sprich: an alle möglichen ahnungslosen Kunden zu verkaufen - in der Hoffnung, die eigenen Verluste zu minimieren bevor die Hölle losbricht. Rogers missbilligt diesen Vorschlag, kann sich aber im Endeffekt nicht durchsetzen. Die Konsequenzen werden dann am Tag danach gezeigt.
Ich schließe mich hier der Meinung des Rezensenten "Retro Kinski" an: "Margin Call" ist ein leiser Film, der teilweise wirklich etwas in Richtung Theaterstück geht. Wer den Film "The Big Kahuna" mit Kevin Spacey und Danny DeVito kennt, wird wissen, was ich damit meine. Der Film hat einen ganz eigenen Stil, den ich sehr ansprechend finde und teilweise fast künstlerisch. Das liegt v.a. wohl am Licht in den Manhattener Nacht- und Morgenstunden. Die städtische Szenerie wird explizit auch in vielen Szenen gezeigt. Der Film ist auch abgesehen vom Schauplatz und dem Zeitauschnitt recht minimalistisch. Es gibt sehr wenig Hintergrundinfo zu den Charakteren (was normalerweise bedeutet, dass ein Film wenig taugt. Hier scheint es aber gewollt zu sein und es passt einfach zum Film). Es gibt keinerlei explizite Informationen zu den genauen Positionen der einzelnen Charaktere in der Firma (außer dass gesagt wird, wer der Boss von wem ist), allerdings bekommt man durch Gespräche mit, wer ungefähr wieviel im letzten Jahr "eingestrichen" hat: die Analysten ca. eine Viertel Million; ihr junger Chef wiederum 2,5 Mio. (auf Nachfrage erzählt er in einer amüsanten Szene auf dem Hochhausdach, dass er davon 50k für Klamotten und 75k für Nutten ausgegeben hat); der Oberboss Tuld verdiente 86 Mio. Auch zu den eigentlichen Wirtschaftshintergründen erfährt man sehr wenig. Es wird eigentlich nur klar, dass es im Endeffekt um Papiere im Zusammenhang mit Immobilien geht (mehr Hintergrund hätte den Film wahrscheinlich auch nicht besser gemacht, denn es geht ja v.a. um die Charaktere und deren Handlungen und Gedanken während dieser Nacht). Lustiger- (und vielleicht auch tragischer-)weise erwähnen mehrere Vorgesetzte, dass sie eigentlich keine Ahnung von diesem Bereich haben. Bezeichnenderweise ist der junge Analyst, der die Daten seines entlassenen Partners analysiert, kein Banker sondern Ingenieur mit einem Doktortitel vom MIT (es ist eine Tatsache, dass viele junge Wissenschaftler aus technisch-mathematischen Bereichen aufgrund des Geldes lieber an der Wall Street gearbeitet haben).
Mein Fazit: ein wirklich grandioser Film mit eigenem Stil, den ich jedem Fan von intelligentem Kino nahelegen kann.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-18