Hier klicken May Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited SUMMER SS17
Profil für TK > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von TK
Top-Rezensenten Rang: 3.642
Hilfreiche Bewertungen: 2270

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
TK (GN)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Kinsey - Die Wahrheit über Sex
Kinsey - Die Wahrheit über Sex
DVD ~ Liam Neeson

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnde Darstellung einer ungewöhnlichen Persönlichkeit, 28. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Kinsey - Die Wahrheit über Sex (DVD)
Ich muss sagen, dass Liam Neeson immer mehr zu einem meiner Lieblingsschauspieler wird. Schon als Lehrmeister und Gegenspieler von Bruce Wayne in "Batman Begins" fand ich ihn sehr überzeugend und seine Leistung in "96 Hours" war nichts weniger als fesselnd. Hier in "Kinsey" zeigt er nun auch, dass er ein überragender Charakterdarsteller ist.
"Kinsey" ist die Verfilmung des Lebens des Sexualforschers Alfred Kinsey. Dieser wächst als Sohn eines ultra-konservativen Theologieprofessors aus. Sex ist ein Tabuthema und Masturbation eine Sünde, die bis zum Tod führen kann. Zunächst studiert er auf Drängen seines Vaters Bauwissenschaften, bricht das Studium dann aber ab und wechselt zu Biologie, worin er es - zwar oft verspottet von seinen Kollegen für seine Besessenheit für die Insektenwelt - bis zum Professor bringt. Zur selben Zeit heiratet er eine ehemalige Studentin und entwickelt ein facettenreiches Sexualleben. An der Universität fällt ihm auf, dass ein Großteil der Studenten nur unzureichendes und darüber hinaus konservativ-dogmatisch verzerrtes Wissen über Sexualität haben. Daraufhin hält er ein aufklärendes Seminar zur menschlichen Sexualität und führt erste Studien durch. Ergebnis ist ein erstes Buch zur männlichen Sexualität, das in der amerikanischen Gesellschaft für Furore sorgt. Kinsey wird einer der bekanntesten (und teilweise meist verachteten) Männer Amerikas.
Alfred Kinseys Lebensgeschichte ist höchst fesselnd (zumindest auf die Art, wie dieser Film sie komprimiert und darstellt). Er hat es wohl zum Großteil geschafft, sich von den Dogmen seiner Kindheit zu befreien und lebt nach seinen eigenen Überzeugungen. Natürlich zeigt der Film aber auch die Schattenseiten seiner Persönlichkeit. Er sieht Sexualität mehr und mehr als neutraler Wissenschaftler und entfremdet sich so von den Menschen in seinem Umfeld. Ständig muss er um seine Anerkennung als empirischer Wissenschaftler kämpfen. Er wird zum Workaholic, was zu einem Zusammenbruch führt. Außerdem hat er Probleme mit seinem Sohn, dessen Sportbegeisterung er ablehnt.
Wie schon gesagt, ist Liam Neesons schauspielerische Leistung exzellent. Auch die anderen Hauptdarsteller, darunter v.a. seine Frau und sein erster Assistent, spielen hervorragend. Dies macht den Film zu einem wirklich fesselnden und authentischen Erlebnis. Einen Stern ziehe ich ab, weil mir die kritische Phase des Films zu gestrafft erscheint. Hier hätte ich mir noch mehr Material gewünscht. Einige angerissene Thematiken bleiben zuletzt doch im Dunkeln. Auch das Ende wirkt recht willkürlich und sogar ein bißchen kitschig. Da hätte man sicher etwas Besseres kreieren können.


Der Dämon in mir - The Woodsman
Der Dämon in mir - The Woodsman
DVD ~ Kyra Sedgwick
Preis: EUR 7,79

5.0 von 5 Sternen Ein leiser Film mit sehr starker Wirkung, 24. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Dämon in mir - The Woodsman (DVD)
Ich habe mir "The Woodsman" gestern angesehen. Ich bin hier auf Amazon darauf gestoßen und kannte nur den Trailer auf der IMDB. Ich hatte daher auch keine besonderen Erwartungen - was ja meistens eine gute Voraussetzung ist. Und tatsächlich: der Film hat mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt. Kevin Bacon ist für mich ohne Frage einer der besten Schauspieler, die Hollywood jemals hervorgebracht hat und hier zeigt er eine Meisterleistung. Die inneren Qualen des Protagonisten, die Zerrissenheit und das Mißtrauen gegen sich selbst werden durch sein Spiel deutlich spürbar. Den Film kann man in dieser Hinsicht durchaus als ein kleines Meisterwerk bezeichnen. Die Handlung zeigt neben den inneren Kämpfen auch die bekannten Alltagsprobleme, mit denen sich eine betroffene Person im herumschlagen muss: die Ablehung durch die eigene Familie, Mobbing auf der Arbeitsstelle und Belästigung durch die Polizei. Ein Rezensent hier hat das als Darstellung von Klischees bezeichnet...vielleicht hat er damit sogar recht, aber es hat sich beim Schauen definitiv nicht so angefühlt. Im Gegenteil: der Film besitzt eine sehr starke "Aura" der Authentizität.
In den USA gibt es Register für Sexualstraftäter, das man sogar über das Internet einsehen kann. Im Film verteilt eine sich zurückgewiesen gefühlte Arbeitskollegin seinen "Steckbrief" und löst damit Gewalt gegen ihn in der Firma aus. Sie rechtfertigt sich mit dem bekannten Satz "People have the right to know". Für mich eine mehr als fragwürdige Einstellung.
Zum Schluss möchte ich noch etwas zum Titel des Films sagen: "Der Dämon in mir". Keine unkomplizierte Wahl, meiner Meinung nach. Er passt auf jeden Fall zum inneren Kampf des Protagonisten mit sich selbst. Aber: Menschen sind zu den verabscheuungswürdigsten Taten fähig. Das ist unbestritten. Aber sind sie deshalb (Teil-)Dämonen?
Der Originaltitel - "The Woodsman" - scheint sich auf zwei Dinge zu beziehen. Der Protagonist arbeitet in einem Holzverarbeitungsbetrieb und kann sehr gut mit Holz umgehen. Dann - und das wird in einem der Gespräche mit dem Polizisten erwähnt (zumindest im englischen Original, das ich mir angesehen habe) - ist "The Woodsman" ein Charakter aus "Rotkäppchen"; und zwar der Jäger, der den Wolf aufschneidet und die anderen Charaktere befreit. Den symbolischen Zusammenhang habe ich zwar noch nicht erkannt, aber vielleicht dann beim erneuten Ansehen des Films. Der Film ist wohl die Adaption eines Theaterstücks. Vielleicht wird es auch in diesem deutlicher.


The Door in the Floor - Die Tür der Versuchung
The Door in the Floor - Die Tür der Versuchung
DVD ~ Jeff Bridges
Preis: EUR 7,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine authentische und fesselnde Geschichte mit tollen Darstellern, 22. Januar 2012
In "The Door in the Floor" geht es um den ca. 16jährigen Eddie (gespielt von Jon Foster), der die Sommerferien als Assistent des Schriftstellers Ted Cole (Jeff Bridges) in dessen Haus am Meer verbringt. Dieser trennt sich gerade versuchsweise von seiner Ehefrau Marion (Kim Basinger). Beide haben eine kleine Tochter. Vor ein paar Jahren sind ihre zwei Söhne im Alter von 15 und 17 Jahren bei einem Autounfall getötet worden und Marion konnte das bis heute nicht verarbeiten. Auch ihre Tochter zeigt deutliches pathologisches Verhalten. Die ganze obere Etage ihres Hauses hängt voll mit Bildern der Söhne. Eddie verliebt sich in Marion und es kommt zu einer sexuellen Beziehung.
"The Door in the Floor" ist für mich ohne Frage ein außergewöhnlicher Film. Er überzeugt mit einer einfühlsamen Geschichte mit interessanten Charakteren, die sehr gut besetzt wurden. Jeff Bridges ist für mich sowieso einer der besten Schauspieler überhaupt und seine Leistung hier lässt nichts zu wünschen übrig. Auch Kim Basinger und Jon Foster spielen sehr überzeugend. Der Film enthält einiges an Symbolik und Psychologie und lässt sich auf jeden Fall mehrfach ansehen. Ich werde das auf jeden Fall tun. Der Film gefällt mir auch optisch sehr gut. Die Szenerie am Meer wird immer wieder mal gezeigt. Die "Liebesgeschichte" zwischen Marion und Eddie wirkt authentisch und hat großen Charme und das v.a. auch in ihrer Tragik und Beschränktheit. Ein Film, der wirklich viele Facetten hat. Eine dicke Empfehlung für alle, die Interesse an authentischen und einfühlsamen Geschichten haben.


Food, Inc. - Was essen wir wirklich?
Food, Inc. - Was essen wir wirklich?
DVD ~ Diverse
Preis: EUR 5,97

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Heftigste und Verstörendste, was ich bisher zu diesem Thema gesehen habe, 19. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Food, Inc. - Was essen wir wirklich? (DVD)
Vor ein paar Jahren habe ich mir "We feed the World" angesehen. Der Film war hochinformativ und augenöffnend. Seitdem dachte ich eigentlich, dass mich rund um die Nahrungsmittelindustrie nichts mehr überraschen kann. Was aber in "Food, Inc." gezeigt wird, ist fast noch mal eine andere Liga. Das amerikanische Nahrungsmittelsystem ist mittlerweile so "monopolisiert" wie ich es mir nicht hätte vorstellen können. Und das alles unterstützt durch die Gesetzgebung und aktuelle Rechtsprechung. Sowohl in der Clinton- als auch in der Bush-Administration hatten ehemalige Manager der Nahrungsmittelindustrie wichtige Posten inne und einer der Richter am Supreme-Court war früher Firmenanwalt bei Monsanto! Und das ist kein Einzelfall. Es läuft genauso mit der Finanzindustrie (siehe z.B. "Inside Job"). Soja-Bauern sind immer mehr gezwungen, den genmanipulierten Samen von Monsanto zu kaufen - oder aber dicht zu machen. Monsanto hat eigene Detektive und eine Spitzel-Hotline, bei der man seinen Bauern aus der Nachbarschaft anschwärzen kann! Durch Pollenflug verteilt sich der Monsanto-Samen auf alle Felder und perverserweise müssen dann die Bauern nachweisen, dass sie nicht das Patent von Monsanto verletzen. Durch jahrelange Rechtsstreits werden sie in die Pleite getrieben und in manchen Staaten gibt es sogar Gesetze, die das Kritisieren der Qualität von Nahrungsmitteln unter Strafe stellen! Ist das nicht schon fast eine Art Nahrungs-Holocaust? Ein Holocaust gegen Bauern, Natur und uns alle?
Gefreut habe ich mich, dass hier Eric Schlosser mal wieder zu Wort kam. Er ist der Autor eines Buches namens "Fast Food Nation", den ich durch ein sehr spannendes Interview im Zusatzmaterial von "Supersize Me" kennengelernt habe. Er kritisiert die Fast Food-Industrie scharf, ist aber kein Dogmatiker und darüberhinaus offenbar ein sehr angenehmer Mensch (soweit man das aus dem Interview beurteilen kann).


The Glass House
The Glass House
DVD ~ LeeLee Sobieski

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 4 oder 5 Sterne -> never !!, 17. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Glass House (DVD)
"The Glass House" ist ein sehr einfach gestrickter Thriller, der keinerlei komplexe Story aufweist. Die Geschichte ist mittelmäßig spannend und kann keine großen Höhepunkte aufweisen. Interessante Wendungen sollte man also nicht erwarten. Ich glaube sogar, dass ich den Film bereits früher gesehen habe und es bereits wieder vergessen hatte. Und um so eine Art Film handelt es sich eben. Es ist ein Film, den man sich zum Relaxen mit Popcorn ansehen kann. Besondere Erwartungen sollte man aber nicht haben. Hier stimme ich den Bewertungen auf der imdb mit aktuell 5,7 von 10 Sternen ausdrücklich zu. Meine 3 von 5 Sternen sind schon wohlwollend.


Ubik
Ubik
von Philip K. Dick
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann keine neuen Akzente setzen, 13. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ubik (Taschenbuch)
Ich hatte schon zwei oder drei Jahren keinen Philip K. Dick-Roman mehr gelesen als mir neulich ein Freund von "Ubik" vorschwärmte. Ich habe einige Romane von Dick gelesen, darunter "Blade Runner", "Zeit aus den Fugen" und mein Lieblingsroman von Dick "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch". Ich griff daraufhin also zu "Ubik" und war zunächst recht begeistert. Die ersten hundert Seiten vergingen wie im Flug. Eine typische Dick-Welt mit interessanten Details und vielversprechender Story. Je länger ich dann aber las, desto gelangweilter wurde ich von der Geschichte. Ich fand das bemerkenswert, weil gerade in diesem Bereich der Geschichte der eigentliche metaphysisch hinterlegte Teil der Handlung erst begann. Vielleicht lag es aber auch gerade daran. Diese Art von Geschichte hat Dick für mich einfach zu sehr ausgelutscht. Vom Grundsatz her sehr ähnliches habe ich in anderen Dick-Büchern schon gelesen und größtenteils viel besser - siehe v.a. das oben erwähnte "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch". Die Geschichte wirkt leider recht gekünstelt und bemüht. Gestört hat mich auch, dass die eigenen Konzepte z.T. sogar erläutert werden, z.B. mit expliziter Erwähnung des Tibetanischen Totenbuches. Es wirkt ein bißchen so als hätte er versucht, eine recht lineare Story mit diversen Einfällen auf ein metaphysisches Niveau zu heben. Das ist ihm nicht gelungen (auch wenn viele Details und Ideen im Roman durchaus nett sind). Am Ende gab es dann sogar noch eine Art Auflösung, die mich auch wenig begeistern konnte.
Desweiteren ist auf jeden Fall noch zu erwähnen, dass die eigentliche Geschichte nur ca. 60% des Buchumfanges ausmacht (ca. 260 Seiten). Der Rest ist gefüllt mit einer Drehbuchversion von "Ubik", die Dick selbst geschrieben hat. Diese habe ich nur angelesen, weil es im Prinzip einfach die gleiche Geschichte ist und damit noch weniger spannend als der Roman selbst. Spannend ist es allerdings durchaus zu sehen, wie sich Dick konkret einzelne Szenen des Romans vorgestellt hat (bzw. zumindest für die Leinwand) und vielleicht - wenn man Lust und Zeit hat - Roman und Drehbuch parallel zu lesen.
Fazit: "Ubik" zählt für mich nicht zu den Highlights von Dicks Werk. "Dick-Erfahrene" können meines Erachtens diesen Roman ohne Verluste überspringen. Für "Dick-Neulinge" könnte er auf der anderen Seite ganz interessant sein, weil er viele typische Dick-Elemente enthält und recht kurzweilig zu lesen ist. 3(,5) Sterne.


Kaptain Brawe - [PC]
Kaptain Brawe - [PC]
Wird angeboten von Flohhaus24
Preis: EUR 6,83

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ohne Frage unterhaltsam, aber auch definitiv zu kurz, 11. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Kaptain Brawe - [PC] (Computerspiel)
"Kaptain Brawe" ist ein klassisches Point'n'Click-Adventure im Stil der alten Lucas Arts-Adventures (v.a. "Day of the Tentacle" und "Monkey Island 3") und zwar sowohl in Bezug auf den grafischen Stil als auch auf die eher skurril anmutenden Charaktere und die Story. Das Spiel war für mich größtenteils unterhaltsam und kurzweilig. Man kann zwischen Anfänger- und Expertenmodus wählen. Ich habe mich für den zweiteren entschieden und kenne auch nur diesen. Der Unterschied soll allerdings nur darin bestehen, wieviele Hinweise man zusätzlich abrufen kann (während man im Expertenmodus nur die Hauptaufgaben angezeigt bekommt). Insgesamt fand ich den Schwierigkeitsgrad in Ordnung, tendenziell vielleicht sogar eher etwas zu leicht. Die Rätsel sind fast immer in angemessener Zeit mit Logik zu lösen. An zwei oder drei Stellen habe ich kurz in die Lösung geschaut. Auf die Lösung an einer Stelle wäre ich wohl nie gekommen, außer vielleicht mit wildem alles-mit-allem-versuchen. Die z.T. beschriebenen Bug konnte ich bei mir nicht feststellen, allerdings stieß ich an zwei Stellen auf Fehler in der Chronologie: in einer Situation konnte man eine Aktion durchführen ohne eigentlich darüber bescheid zu wissen und in einer anderen konnte man eine bestimmte Info im Dialog nicht mehr bekommen, weil man zuvor eine eigentlich davon unabhängige Aktion mit der Person hatte. Dies war eine der Situationen, in der ich dann in die Lösung schauen musste. Gestört hat mich das dann aber nur kurzfristig.
Die Steuerung fand ich im Prinzip in Ordnung. Etwas gestört hat mich die Tatsache, dass das Inventar und die Hilfe unten links auf dem Bildschirm nebeneinander liegen. Häufig habe ich dadurch die Hilfe geöffnet, obwohl ich eigentlich ins Inventar schauen wollte. Auch dass man das Inventar mit der rechten Maustaste öffnen kann, war für mich irritierend. Bei vielen Adventures der letzten Jahre kann man mit Rechtsklick auf einen Gegenstand die möglichen Aktionen anzeigen lassen und diesen Mechanismus hatte ich wohl noch soweit verinnerlicht, dass ich häufig Aktion mit Inventar verwechselte. Das Spiel verfügt auch über eine Hotspot-Anzeige, was ich bei Adventuren nicht mehr missen möchte. Über Doppelklick auf einen Ausgang benutzt man diesen direkt. Dies erspart es einem, den Figuren ständig beim Rumlaufen zusehen zu müssen und erhöht damit den Spielfluss.
Die Sprachausgabe fand ich ansprechend und vollkommen ausreichend - und das ganze auf nur einer einzigen CD-Rom ;-)
Was die Story angeht muss ich - gerade auch im Rückblick - sagen, dass sie alles andere als ein Hit ist. Ein dusseliger Captain löst mit Hilfe einer (zumindest von den Charakteren empfundenen) attraktiven Agentin eine Verschwörung gegen die Weltraumallianz. Recht einfallslos, wenn man es genau nimmt. Von der Kreativität der Lucas Arts-Games doch ziemlich weit entfernt. Damit komme ich direkt zum größten Kritikpunkt: das Spiel ist viel zu kurz (und damit die Schauplätze zu wenig umfangreich, d.h. v.a. zu wenige Charaktere, mit denen man reden und interagieren kann). In fünf bis zehn Stunden hat man es locker durch und zusammen mit der schwachen Story ergibt sich ein bißchen der Eindruck eines Fast Food-Spiels. Zwar unterhaltsam, aber sehr schnell zu Ende. Was schade ist, denn der Stil gefällt mir wie gesagt gut und ich hätte gerne noch ein paar Stunden weiter gespielt. Insgesamt daher für mich 3(,5) Sterne. Mein Tipp: mit dem Kauf warten bis man es für um die zehn Euro bekommt. Dann ist die Preis-Leistung auf jeden Fall ok.


Der sensible Mensch: Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit
Der sensible Mensch: Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit
von Samuel Pfeifer
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verfehlt das Thema, 10. November 2011
"Der sensible Mensch. Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit" - eigentlich ein guter Titel, der viel zu versprechen scheint. Ich erwartete ein Buch, dass sich intensiv mit dem Thema "Hochsensibilität" und seinen Facetten sowie mit dem Zusammenhang zur Hochbegabung auseinandersetzt. Leider kann das Buch dies aber nicht leisten. Es erscheint viel mehr als eine kurze und damit zwangsläufig oberflächliche Einführung in die klinische Psychologie. Ich habe den Eindruck, dass "Hochsensibilität" hier viel zu stark mit "Vulnerabilität" im Sinne des "Vulnerabilitäts-Stress-Modells" gleichgesetzt wird. Natürlich hängt beides zusammen, aber ein Buch mit diesem Titel muss einfach mehr bringen als die Zusammenhänge zwischen Sensibilität und psychischen Erkrankungen. Auf die positiven Seiten von Sensibilität wird viel zu wenig eingegangen; genauso auf den Zusammenhang zur Hochbegabung (Empfehlung dazu: "Ganz normal hochbegabt. Leben als hochbegabter Erwachsener." von Andrea Brackmann). Zusätzlich wirkt der Stil des Autors sehr klinisch und "ärztlich-professionell". Es scheint irgendwie an Gefühl für das Thema zu fehlen (auch wenn der Autor hin und wieder Aussagen von Betroffenen in den Text eingebaut hat). Zu guter Letzt haben mich die häufigen Bezüge zur christlichen Religion zunehmend gestört (das "SCM" im Verlagsnamen steht für "Stiftung Christliche Medien"). Diese wirkten einfach nur deplatziert und überflüssig. Anstatt hin und wieder Bezüge zu Bibelpassagen herzustellen, hätte der Autor doch lieber ein Kapitel zu Spiritualität ohne Bezug zu einer spezifischen Religion einbauen sollen. Davon hätte man als Leser vielleicht wirklich etwas haben können.


Line of Vision
Line of Vision
von David Ellis
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,67

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gelungenes Debüt, das aber auch gewisse Längen hat, 11. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Line of Vision (Taschenbuch)
"Line of Vision" ist der Debütroman von David Ellis, der 2002 auch gleich den "Edgar Award" in der Kategorie "Best First Novel" erhielt. Es ist eine Kriminalgeschichte, erzählt vom Protagonisten Marty Kalish aus der Ich-Perspektive, die letztendlich aus vier Teilen besteht: Teil eins dient der Einführung in die Geschichte und schildert den Vorfall (Kurzsynopsis: der erfolgreiche Immobilien-Investment-Banker Marty Kalish hat eine Affäre mit der attraktiven Gattin eines bekannten und respektierten Herzchirurgen. Diese wird von ihrem Ehemann regelmäßig missbraucht. An einem Abend ist Marty an ihrem Haus und bekommt mit, wie die Sache zu eskalieren droht. Er greift ein und der Ehemann kommt zu Tode. Marty verbuddelt die Leiche und hat Todesangst vor dem Gefängnis. Auf der anderen Seite ist er aber unter allen Umständen entschlossen, Schaden von seiner Geliebten abzuwenden. Die nächsten Wochen werden zu einer nervlichen Zerreißprobe. Dann steht plötzlich ein Detective vor seiner Tür...). In Teil zwei erzählt Marty von den Ereignissen nach dem Vorfall bis zum Beginn seines Prozesses. Teil drei schildert ausführlich den Verlauf des Prozesses und in Teil vier bekommt der Leser schließlich klassischerweise die Auflösung des Falles präsentiert.

"Line of Vision" ist sicherlich ein gelungenes Debüt. Es ist eine Geschichte, die klassische Crime Story-Elemente mit dem Genre des Gerichtsthrillers verbindet. Ellis hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die Schilderung in der Ich-Perspektive ist gut gelungen. Marty wird einem trotz (oder gerade wegen) seiner Fehler schnell sympathisch und man wünscht sich einen guten Ausgang für ihn. Ellis setzt einen Schwerpunkt der Geschichte auf die Emotionen, die Marty während und nach dem Vorfall erlebt. Dies ist die größte Stärke des Romans. Desweiteren ist der Krimalfall insgesamt gut ausgearbeitet. Bis kurz vor Schluss bleibt wirklich unklar, wie der Vorfall im Detail wirklich ausgesehen hat und wer nun die Schuld trägt. Dennoch ist die Auflösung nachvollziehbar und wirkt nicht künstlich. Eine gute Arbeit! Etwas kritisieren muss ich die Länge des Romans. Vor allem im zweiten Teil gibt es doch einige langatmige Passagen, die man zu überstehen hat. Die Spannung kann nicht durch die ganze Geschichte aufrecht erhalten werden. Eine deutliche Straffung wäre wünschenswert gewesen.


Rogue Island
Rogue Island
von Bruce DeSilva
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Ein Hochgenuss für Fans des modernen amerikanischen Hardboiled-Krimis, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Rogue Island (Taschenbuch)
Ich sah mir neulich die Liste der diesjährigen "Edgar-Award"-Gewinner an und stieß dabei auf "Rogue Island", das den Preis in der Kategorie "Best First Novel" gewonnen hat. Die Story hat mich angesprochen und daraufhin habe ich mir das Buch bestellt. Und ich kann nur sagen: ein wirklicher Volltreffer! DeSilvas Stil hat mich an zwei meiner Lieblingsautoren erinnert: Steve Hamilton (der übrigens dieses Jahr den "Edgar Award" für "Best Novel" erhalten hat) und Dennis Lehane. Wie bei Hamilton ist sein Stil einfach und schnörkellos, aber fesselnd und mitreißend. Desweiteren haben beide die Liebe zu ihrem Schauplatz gemein. DeSilvas Version von Providence wird lebendig. An Lehane erinnerte mich v.a. die Qualität der Beschreibung des sozialen Umfeldes und die häufigen Begegnungen mit dem kriminellen Milieu. Patrick Kenzie lässt grüßen.
Es kommt selten vor, aber "Rogue Island" ist tatsächlich ein Buch, an dem es nichts auszusetzen gibt. Die Story ist spannend und interessant, der Protagonist ist sympathisch und glaubwürdig und auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet. Der Schauplatz passt und auch ein kleiner Schuss Liebesgeschichte ist integriert. Ich hoffe, dass dies nicht das letzte Treffen mit dem Protagonisten Liam Mulligan sein wird. Auf mehr von Bruce DeSilva kann man sich als Krimifan definitiv freuen !

"Rogue Island" hat auf amazon.com übrigens aktuell 4,5 Sterne bei 49 Bewertungen.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20