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Rezensionen verfasst von
H. Schütt (Deutschland)

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Bloodlust [Explicit]
Bloodlust [Explicit]
Preis: EUR 8,29

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für eine Überaschung! Das wahrscheinlich stärkste Body Count-Album, 31. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Bloodlust [Explicit] (MP3-Download)
Body Count’s in the house - Und sie haben etwas echt Feines mitgebracht!
Zugegeben: Als die Rap Metaller um Ice-T ihr sechstes Album ankündigten, habe ich mich zwar gefreut, aber ich könnte jetzt nicht von einer sonderlich großen Erwartungshaltung sprechen. Umso erfreulicher, dass „Bloodlust“ ein echter Knaller geworden ist.

Aber sind Body Count heutzutage überhaupt noch relevant? Mehr denn je! Aus politischen, wie gesellschaftlichen Missständen, lässt sich nun mal perfekt aggressive Musik zimmern. Findet wohl auch Ice-T selbst, denn der kommt mächtig angepisst daher und hat so einiges zu (leider) aktuellen Themen zu sagen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Das macht der ordentlich ballernde Opener „Civil War“ mehr als deutlich und wird dabei zusätzlich noch von Megadeth-Mastermind Dave Mustaine veredelt. In eine ähnliche Kerbe schlägt der saustarke Abschluss in Form von „Black Hoodie“, wie auch das wahnsinnig gute „No Lives Matter“. „The Ski Mask Way“, das titelgebende „Bloodlust“, sowie das sehr harte „All Love Is Lost“, welches mit tatkräftiger Unterstützung von Max Cavalera daherkommt, sind weitere Highlights. Generell ist das ganze Album äußerst hart und ernst ausgefallen und wirkt sehr stimmig. Vor allem die knallharten Riffs, die Ernie C am laufenden Band abfeuert, sorgen für ordentlich Dampf. Auch Ill Wills Schlagzeugspiel sollte lobend erwähnt werden. Musikalisch gibt es wirklich nichts zu meckern. Bei Ice-T sowieso nicht. Der ist voll in seinem Element und seine Raps sind brutal wie eh und je. Eingefangen wird das Ganze durch einen äußerst wuchtigen Sound, der für jede Menge Nackenschmerzen sorgen dürfte. Als Sahnehäufchen auf einem starken Album, gibt‘s dazu noch das Slayer-Doppel „Raining Blood/Postmortem 2017“, welches sauber eingeprügelt wurde und logischerweise mächtig abgeht.

„Bloodlust“ mag zwar nicht den Stellenwert des berühmt berüchtigten Debutalbums innehaben, ist dem kontroversen 1992er Output aber mindestens ebenwürdig, wenn nicht sogar überlegen. Mit einem so guten Album hätte ich sicher nicht gerechnet.


Lower the Bar [Explicit]
Lower the Bar [Explicit]
Preis: EUR 9,49

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Altbewährte Niveaulosigkeit mit deutlichen Ermüdungserscheinungen, 30. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Lower the Bar [Explicit] (MP3-Download)
Wie kann man Steel Panther eigentlich nicht lieben? Selbst wenn man mit Hair Metal wenig anzufangen weiß, so gibt es, was den puren Unterhaltungsfaktor angeht, kaum eine Band, die ihnen das Wasser reichen kann. Vorausgesetzt, man hat etwas für äußerst pubertären Humor übrig. Von diesem gibt es natürlich auch auf "Lower The Bar" wieder eine ganze Ladung voll. Nur irgendwie zündete das Ganze schon mal deutlich mehr.

Bereits der Opener "Goin' In The Backdoor" ist zwar weit davon entfernt ein schlechter Song zu sein, doch bekommt man nicht das Gefühl irgendetwas Neues geboten zu bekommen. Das lässt sich leider über den Großteil des Albums sagen. Gerade wenn sich die Platte dem Ende nähert, kommen deutliche Ermüdungserscheinungen auf. Es fehlen generell einfach die echten Bretter, denn die Songs bewegen sich stets zwischen Belanglosigkeit und "kann man machen", was nicht wirklich ausreicht, um einen bis zum Ende am Ball zu halten. Sowohl musikalisch als auch textlich bleiben die Over-the-top-Metaller oft sehr blass und bieten wenig Erinnerungswürdiges.

Sind Steel Panther mit ihrem Latein am Ende? Bestimmt nicht. Also hoffentlich nicht. Das Konzept ist noch nicht tot, jedoch geht es auf "Lower The Bar" eben nicht so gut auf, wie man es bisher gewohnt war. Vielleicht beim nächsten Mal.


Crossover Ministry
Crossover Ministry
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rotziger Crossover Thrash - Mitten in die Fresse, 23. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Crossover Ministry (Audio CD)
Wenn von 18 Songs lediglich 6 Stück die Zwei-Minuten-Marke überschreiten und der ganze Spaß eine Gesamtlänge von nicht einmal 30 Minuten hat, dann weiß man: Es gibt Hardcore, mitten auf die Zwölf. Das ist wofür Iron Reagan stehen und das liefern sie natürlich auch auf ihrem neusten Output wieder. Sie sind sozusagen der politisch engagierte Zwillingsbruder von Municipal Waste. Shouter Tony Foresta und Gitarrist Phil Hall sind schließlich in beiden Bands aktiv und schlagen mit Iron Reagan in eine ähnliche Kerbe. Es gibt derbe Highspeed-Attacken zuhauf, die Schreihals Foresta stets mit einer dicken Ladung Aggressivität und Rotzigkeit versorgt. Großartige Komplexität oder Songwriter-Brillanz sollte man dabei aber sicher nicht erwarten. Das wäre auch irgendwie fehl am Platz, auch wenn sich auf "Crossover Ministry" kein Song finden lässt, der wirklich herausstechen kann, denn so richtig hängen bleibt nicht viel. Viel Substanz hat das Album eben nicht zu bieten, dafür erfüllt es aber eben genau die Erwartungen, die man an die Band und das Genre stellen kann und sollte. Die Scheibe macht verdammt viel Spaß und geht mächtig ab. Und das ist manchmal eben genau das, was man braucht.


F.A.M.E.
F.A.M.E.
Preis: EUR 9,19

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Folter., 21. März 2017
Rezension bezieht sich auf: F.A.M.E. (MP3-Download)
Mir fehlen die Worte. Furchtbar. Grässlich. Peinlich. Unerträglich. Frechheit. Talentlos. Abscheulich. Geschmacklos. Grauenerregend. Abzocke. Ohrenkrebserregend. All diese Worte sind irgendwie zutreffend, aber keines reicht aus, um ausdrücken zu können, was für eine akustische Abtreibung dieses Stück "Musik" ist. Gut, bleiben wir fair: Die Beats kann man noch durchgehen lassen. Größtenteils absolut belanglos, aber lange nicht so grauenhaft wie der Rest dieses... Werks. Irgendjemand (ganz sicher nicht Machère selbst) hat da schon ganz annehmbare Arbeit geleistet.

Was der selbsternannte "King Of Prank" hier wiederum abliefert? Also bitte, was kann man denn von jemandem erwarten, der sich nicht einmal die Mühe macht, eine "exklusive signierte Autogrammkarte" zu... na ja... signieren? Texte, die einen permanent mit einer unaufhaltsamen Ladung Fremdscham überschütten. Reime, die ein Legastheniker in der vierten Klasse in Rekordzeit auch zusammenrotzen könnte. Autotune aus der Hölle. Refrains, die einfallsloser und schlecht geschriebener kaum sein könnten. Grauenhafte, effektüberzogene Gesangspassagen. Ein Flow, den höchstens ApoRed noch unterbieten könnte (wo bleibt dessen Album eigentlich?). Ganz ekelhafte "Messages" und eine absolut widerwärtige Selbstdarstellung. Das alles wird vorgetragen, mit einer Stimme, die einfach nicht gut ist und zu keinem einzigen Zeitpunkt irgendwie überzeugend rüberkommt. Generell ist mehr als fraglich, ob sich Leon auch nur einen Hauch von Mühe gegeben hat, dieses Stück Dreck auf die Beine zu stellen. An keiner einzigen Stelle, kommt rüber, dass ihm dieses Album, und seine Musik im Allgemeinen, auch nur irgendetwas bedeutet. Hier wird einfach nur versucht den minderjährigen Fanboys ihr Taschengeld abzuziehen und sie einen großen Haufen Exkremente kaufen zu lassen. Und das ist einfach nur traurig und widerlich. Jeder, der für diese bodenlose Frechheit Geld ausgegeben hat, wird sich in ein paar Jahren dafür schämen, in einer Phase der Kindheit/Jugend, auf so einen Menschen heraufgeblickt zu haben und seinen Müll gekauft zu haben.


Conformicide (Special Edition CD Digipak)
Conformicide (Special Edition CD Digipak)
Preis: EUR 14,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Astreines Thrash-Feuerwerk, 11. März 2017
Man hat fast schon das Gefühl, die jüngeren Veröffentlichungen alter Helden, würden schon ausreichen, um den geneigten Thrasher glücklich zu machen. Wenn man sich Alben wie „Blood In, Blood Out“, „Gods Of Violence“, „Ironbound“, „Dark Roots Of Earth“ oder auch Megadeths „Dystopia“ anhört, scheint dieser Eindruck auch nicht weit hergeholt. Nichtsdestotrotz sollte man nicht außer Acht lassen, dass es auch viele neuere Bands da draußen gibt, die ordentlich auf die Schnauze geben und Havok dürfte wohl eine der besten und meist beachtesten Gruppen dieser Kategorie sein.

Mit ihrem vierten Studioalbum „Conformicide“ melden sie sich nun, nach knapp vier Jahren, wieder zurück und vergeben eine ordentliche Ladung Schellen. Dabei geht es gewohnt extrem zur Sache und es wird ein messerscharfes Riff nach dem anderen abgefeuert. Pete Webber zerstört hinter dem Kit alles was sich in Reichweite befindet und Nick Schendzielos‘ Bass wird im Mix zum Glück nicht so stiefmütterlich behandelt, wie es ja irgendwie üblich ist (#einherzfürbassisten), sondern darf so mitmischen wie es sich gehört und liefert dabei stark ab. Aber nicht nur in musikalischer Hinsicht gehen Havok auf „Conformicide“ hammerhart zur Sache, auch in den Lyrics wird stark ausgeteilt. Das macht schon der starke Opener „F.P.C.“ („F**k Political Correctness“) mehr als deutlich und spricht mir dabei textlich stark aus der Seele. Auch „Hang ‘Em High“ macht keine Gefangen. Gerade hier klingt Sänger und Rythmusgitarrist einfach herrlich angepisst und kreischt alles nieder. Allerdings sagt mir sein Gesang nicht immer komplett zu, über’s Album trägt er jedoch allemal.

Was der Opener neben der puren Brutalität jedoch auch klar macht, ist die Experimentierfreudigkeit und Vielseitigkeit, mit der Havok hier operieren. Zwar ist „Conformicide“ natürlich in erster Linie straighter Thrash, aber die diversen Tempowechsel, die verspielten Songstrukturen, sowie auch das bereits erwähnte Bassspiel von Herrn Schendzielos, tragen dazu bei, dass „Conformicide“ zu einem durchweg spannendem Thrashbrett wird. Eingängig ist das Album dadurch aber nicht gerade und man wird vielleicht den einen oder anderen Durchgang benötigen, damit es wirklich komplett klick macht, aber das ist ja schließlich nichts Schlechtes. Songs wie „Peace In Pieces“, „Ingsoc“ oder ganz besonders das abschließende „Circling The Drain“ warten mit einer guten Ladung Variabilität auf, was sie zu absoluten Highlights werden lässt.

Ein Lowlight lässt sich sowieso nicht ausmachen und Havok thrashen hier durchgehend auf einem verdammt hohen Niveau. Wer die Combo aus Denver also bis jetzt noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte dies dringend ändern, denn mit „Conformicide“ haben sie einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie sich hinter ihren Vorbildern nicht zu verstecken brauchen.


Devil Is Fine
Devil Is Fine
Preis: EUR 9,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant. Einzigartig. Wahnsinnig gut!, 7. März 2017
Rezension bezieht sich auf: Devil Is Fine (MP3-Download)
Da meint man doch allen Ernstes, bereits alles gehört zu haben. Da meint man doch allen Ernstes, es kann einfach keine weiteren Subgenres, Genrefusionen, etc. geben. Wie soll das denn bitte funktionieren? Tja, und schon kommt ein junger Mann aus der Schweiz um die Ecke und bringt ein Album an den Start, welches Black Music und Black Metal miteinander kombiniert… Bitte? Ja, richtig gehört. Neulich noch, hielt ich im Plattenladen an einem üppig gefülltem Regal an, nur um eine Sekunde später festzustellen, dass ich mich verlesen habe und es sich dabei nicht etwa um Black Metal, sondern natürlich um Black Music, handelte. Wär auch zu schön gewesen... Ein paar Wochen später also, treffe ich auf Zeal & Ardors „Devil Is Fine“ und hielt es nicht für möglich, dass sich ernsthaft jemand zur Aufgabe gemacht hat, diese zwei völlig konträren Stilrichtungen miteinander zu verweben und dabei dieses Konzept auch noch voll aufgehen zu lassen.

Man sollte jedoch darauf hinweisen, dass der Metal dabei nicht im Vordergrund steht, sondern eher hintergründig und wenig offensiv mitschwingt. Im Opener „Devil Is Fine“ ist noch wenig Schwarzmetall in Sicht, dennoch stimmt der Song perfekt auf die folgende musikalische Reise ein und geht einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf. „In Ashes“ macht dann deutlich, was man sich unter dem Genremix vorzustellen hat und ist ein wahres Glanzstück.

Doch kaum glaubt man verstanden zu haben, in was für musikalischen Gefilden sich das Album bewegt, kommt „Sacrilegium I“ einfach mal mit Trap Beats um die Ecke. Mit was für einer Lässigkeit hier musikalische Konventionen und Genregrenzen über den Haufen geworfen werden, ist einfach nur großartig. „Come On Down“ und „Children’s Summon“ lassen dann wieder auf eine ganz eigene Weise den Black Metal sprechen. Gerade „Children’s Summon“ kommt jedoch so eigen und vor allem einzigartig daher, dass man konventionelle Begriffe wie „Black Metal“, „Black Music“, „Gospel“, usw. gar nicht in den Mund nehmen möchte. Hier wird einfach etwas völlig eigenes geschaffen.

Wenn dann, nach nur etwas über 20 Minuten, das Instrumental „Sacrilegium III“ das Album sanft ausklingen lässt, besteht bei nahezu jedem Hördurchgang der Drang, mindestens einmal wieder von vorne zu beginnen. Und klar, knapp 25 Minuten Laufzeit sind nicht gerade viel, aber das kann ich hier einfach nicht als Kritikpunkt durchgehen lassen. „Devil Is Fine“ bietet genug Substanz, Atmosphäre und einfach eine gewisse Anziehungskraft, die es zu einem sehr, sehr gutem Hörerlebnis machen.

Diese hochinteressante musikalische Mixtur wird, kann und muss nicht jedem gefallen. Zu schätzen wissen, sollte man sie jedoch allemal. „Devil Is Fine“ ist ein wahrlich einzigartiges Album und bringt jede Menge frischen, äußerst kalten, Wind in die Musikwelt. Schön ist vor allem, dass man das Potenzial (hoffentlich) noch folgender Platten aus dem Hause Zeal & Ardor an jeder Ecke spüren kann. Ein tolles Debüt, welches trotzdem noch Luft nach oben versprechen lässt.


Orbit Dualkraut
Orbit Dualkraut
Preis: EUR 13,04

4.0 von 5 Sternen Feinster Stoner Doom aus Lübeck!, 26. Februar 2017
Rezension bezieht sich auf: Orbit Dualkraut (Audio CD)
Mit einen derart absurden Bandnamen wie "10.000 km² gegen die Zeit" (kurz ZQKMGDZ), war es nur eine Frage der Zeit, eh dieses Lübecker Stoner-Trio meine Aufmerksamkeit erhalten sollte. Was aber verbirgt sich hinter dem äußerst fragwürdigen Bandnamen und dem ebenso absurden, wie großartigem, Albumtitel "Orbit Dualkraut"? Als "Interstellar Psycho Doom" bezeichnen sie ihre Musik. Klingt komisch, trifft es aber ziemlich gut. Vergleichbar sind sie mit Stoner Doom-Bands wie Electric Wizard. Fans der "heaviest band in the universe" dürften an dem Sound von ZQKMGDZ durchaus Gefallen finden.

Sehr schöne, teils extrem ausufernde Instrumentalpassagen, mäßiges Tempo, spacige Atmosphäre, dröhnender Sound und zwischen Cleans und Growling wechselnder Gesang, der mit der Musik zu einer Einheit verschmilzt. In seinen besten Momenten lässt einen "Orbit Dualkraut" fühlen, als würde man wirklich in eben jenem Orbit umherirren. Von diesen Momenten wünscht man sich letztendlich aber doch einige mehr, denn das Album könnte atmosphärisch noch um einiges dichter sein. Die interstellare Reise wirkt oft so, als könne sie noch viel weiter gehen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei "Orbit Dualkraut" um ein mehr als ordentliches Album. Alleine der Opener "Plasma Russian" ist ein verdammt gutes Stück Stoner Metal und setzt sehr schön den Grundton für den Rest des Albums. Besonders "Monokraut Jupiter" (Diese Titel!) weiß durch sein schleppendes Tempo und seine starke Atmosphäre zu überzeugen.

ZQKMGDZ ist eine viel zu unbekannte Band, von der man sicher noch so einiges erwarten kann. Mit "Orbit Dualkraut" haben sie ein starkes Album abgeliefert, mit welchem sie zwar niemandem vom Thron stoßen, sich jedoch vor Genregrößen auch nicht zu verstecken brauchen.


Suicide Silence
Suicide Silence
Preis: EUR 17,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flashback in alte Nu Metal-Zeiten. Will man das?, 24. Februar 2017
Rezension bezieht sich auf: Suicide Silence (Audio CD)
Ach du Scheiße. Was gab es im Vorfeld nur für ein Trubel um dieses Album. Den vorabveröffentlichten Songs wurden in erster Linie purer Hass entgegengeschüttet und viele Fans erster Stunde waren vom neuen Sound absolut entsetzt. Als Fan erster Stunde, oder überhaupt als Fan, kann ich mich sicher nicht bezeichnen, so stellt "Suicide Silence" für mich das erste Album der Deathcoreler dar. Vergleiche zu ihrem früheren Schaffen kann ich dementsprechend nicht ziehen, da davon eh nichts übrig zu sein scheint, kann mir das auch ziemlich egal sein.

Erst einmal stellt sich die Frage, warum das neue Album denn unbedingt selbstbetitelt sein muss. Fasst es die Essenz ihres Sounds perfekt zusammen? Wohl eher weniger. Ist es eine Art Neuanfang? Keine Ahnung, aber sollte dies tatsächlich der Fall sein, bin ich mir sicher, mit dieser Band nie wieder etwas zu tun haben zu wollen.

Über die gesamte Laufzeit zieht sich für mich ein stetiger Wechsel der Gefühle: Stellenweise ganz gut, mal ziemlich belangslos, bis hin zur puren Langeweile und dann einfach nur anstregend. Das hat auch zu einem guten Teil mit den Vocals von Eddie Hermida zu tun. Ich hab ja an sich nichts gegen Experimente, aber wenn die Ergebnisse stellenweise so dermaßen fragwürdig sind, sollte man es doch einfach sein lassen. Und überhaupt: Nichts gegen Enotionen, aber bitte: Lass doch dieses verdammte Rumgeheule. Das will doch keiner hören... oder? Hermida als schlechten Sänger zu bezeichnen, wäre jedoch schlicht falsch, so überzeugt er doch immer wieder mal, allerdings auch nur dann, wenn er nicht meint, jetzt irgendwie total abgefahren klingen oder einen auf Jonathan Davis machen zu müssen. Weniger ist manchmal mehr und hier ganz besonders.

Wo wir doch gerade bei Jonathan Davis waren: Musikalisch macht das Album oft Schwenker in gute (?), alte Nu Metal-Zeiten. Nicht umsonst hat man sich Produzent Ross Robinson (Korn, Slipknot, Limp Bizkit, Sepultura, uvm.) ins Boot geholt. So wirft mich das Album öfters in Zeiten zurück, in denen ich allen ernstes Limp Bizkit und Korn als meine Lieblingsbands bezeichnete... ein Glück, dass mir "...And Justice For All" irgendwann die Augen öffnete. Das heißt nicht, dass Nu Metal etwas komplett schlechtes sei. Man KANN ihn gut machen (Slipknot, teilweise Korn), schade nur, dass "Suicide Silence" kaum Eindruck hinterlässt und musikalisch zwar solide, aber wenig bahnbrechend daherkommt.

Kein Song weiß mich von Anfang bis Ende zu überzeugen. Zwar gibt es auch immer wieder echt gute Momente auf die Ohren, aber im nächsten Moment wird das Ruder gerne wieder umgeschwenkt und mich bekommt das Bedürfnis, schnellstmöglich zu skippen, nur um dann festzustellen, dass es im nächsten Song einfach genauso ist. Viele Songs verlieren sich gerne mal im Nirgendwo und bleiben da auch.

Wie handhabt man also ein Album, welches ausschließlich Songs hat, die maximal zur Hälfte genießbar sind? Zwei Sterne und für immer vergessen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 25, 2017 3:00 PM CET


Torment
Torment
Preis: EUR 14,50

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Death Metal-Kost, 24. Februar 2017
Rezension bezieht sich auf: Torment (Audio CD)
Während man die ersten drei Alben der Totengräber, noch guten Gewissens, zu absoluten Highlights im Death Metal zählen konnte, sah es mit späterem Material doch immer etwas schwierig aus. Gerade mit der teils grausigen "Graveyard Classics"-Reihe hat man sich sicher keinen Gefallen getan. Mit neuen Musikern im Rücken (u.A. von Cannabis Corpse & Brain Drill) ist Frontlocke Chris Barnes nun wieder da und bringt mit "Torment" das mittlerweile 12te SFU-Album an den Start.

Mit dem schleppenden "Sacrifical Kill" und dem Highspeed-Gemetzel "Exploratory Homicide" legen sie auch einen sehr schönen Start hin. "The Separation Of Flesh From Bone" gestaltet sich danach jedoch als wenig spannend und braucht eine ganze Weile um in die Gänge zu kommen, ballert aber im Mittelteil gut drauf los. "Schizomaniac" verteilt daraufhin wieder ordentlich Schellen und kommt im Chorus mit einem fett groovendem Riff daher. Auch das folgende "Skeleton" kann sich echt hören lassen. "Knife Through The Skull" erinnert in den Versen sehr stark an den Opener "Sacrifical Kill", weiß aber bei weitem nicht so sehr zu überzeugen und hat darüber hinaus nicht wirklich was zu bieten. "Slaughtered As They Slept" geht da doch schon eher ab. Nach einem langsamen Intro, gibt der Song ordentlich auf die Fresse und erinnert im Main-Riff auffällig stark an Sepultura's "Slave New World". Egal. Mich soll's nicht stören.
Danach gibt's mit "In The Process Of Decomposing" und besonders "Funeral Mask" solide, groovend auf die Zwölf. Nichts Besonderes, kann man aber definitiv machen. Nach dem ebenfalls soliden "Obsidian", legen "Bloody Underwear" und "Roots Of Evil" nochmal ordentlich los und kommen mit ordentlich Härte und Groove daher.

Die Instrumentalfraktion legt auf "Torment" einen durchweg guten Job ab. Gerade das Drumming kann sich echt hören lassen und verpasst einigen Songs noch eine zusätzliche Prise Brutalität. Eingefangen wird das ganze durch einen sehr guten Sound, der jedes Instrument schön zur Geltung kommen lässt. Frontgrunzer Chris Barnes hat seine besten Tage definitiv schon lange hinter sich und legt hier nicht gerade viel Variabilität an den Tag, sein herrlich stumpfes Gegrummel macht aber unfassbar viel Spaß und hält bei der Stange. Wer mit gegrowlten Vocals rein gar nichts anfangen kann, sollte aber weit fern bleiben. Aber ich schätze, solche Leute würden sich sicher keine Review zu einem Six Feet Under-Album durchlesen.

Die Zeiten von "Haunted" mögen schon lange vorbei sein und mit ihrem neuen Longplayer, schaffen es SFU sicher nicht, an diese heranzureichen, nichtsdestotrotz legen sie mit "Torment" durchweg solide Death Metal-Kost, mit Ausreißern nach oben und unten, ab. Kein Album für die Ewigkeit, aber für ein paar gehörige Schläge auf die Fresse, reicht es allemal.


Bastard (LP Gatefold+CD) [Vinyl LP]
Bastard (LP Gatefold+CD) [Vinyl LP]
Preis: EUR 20,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Ode an den wilden Westen - Reicht das?, 17. Februar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bastard (LP Gatefold+CD) [Vinyl LP] (Vinyl)
Es ist wieder soweit: Der (ehemalige) Graf wandelt wieder auf Solopfaden und geht dabei seinen völlig eigenen Weg, fernab des typischen Ärzte-Sounds. Einmal mehr wird Bela dabei von Smokestack Lightnin' und Peta Devlin unterstützt. Letztere ist auf "Bastard" durchaus präsent und ihr wird sogar einige Male komplett die Bühne überlassen. Von einem wirklichen Bela B-Soloalbum kann man also nur bedingt sprechen, schlecht ist das aber sicherlich nicht. Es sei jedoch dringend darauf hinzuweisen, dass Leute, die mit der Neuausrichtung auf "Bye" nichts anfangen konnten, um den neuen Longplayer einen gewaltigen Bogen machen sollten. Denn was Bela hier betreibt ist in erster Linie eines: Eine Huldigung an den wilden Westen. Musikalisch wie thematisch, wird dies konsequent durchgezogen.

Das Western-Flair sitzt einfach und wird über die gesamte Albumlänge aufrecht erhalten. Allgemein wirkt das gesamte Album wie aus einem Guss, was auch daran liegt, dass es zum Großteil auf dem "Sartana"-Hörspiel basiert. Passend dazu gibt es diverse Interludes in Form von Hörspiel-Ausschnitten, welche von Song zu Song leiten. Dadurch bekommt das Album einen starken Soundtrack-Charakter, was einige Leute stören könnte, für mich jedoch der Atmosphäre sehr zugute kommt.

"Bastard" wird so zu einem sehr homogenen Album. Im Positiven wie Negativen. Der stilistische Rahmen ist relativ eng und viel Platz für Abwechslung herrscht dadurch nicht, auch wenn es immer wieder schöne musikalische Ideen gibt, welche für eine gewisse Auflockerung sorgen. Das Album wirkt so musikalisch deutlich spannender, als es noch "Bye" gewesen ist. Ein Abwechslungsfeuerwerk ist es aber, wie gesagt, sicher nicht. Auf Albumlänge ist die musikalische Verwurstung des Italo-Westerns zwar nett, dennoch wünscht man sich gerne mal einen thematischen Ausbrecher. Der Schwenker zur Gegenwart, als thematischer Bogen, in "Einer bleibt liegen" ist da doch sehr erfrischend. Die "Ode an das Bahnhofskino" entfernt sich textlich komplett vom Rest des Albums, überzeugt aber nur bedingt.

Auch "Der Dreck von Indian Creek", "Warum denn kein Chop Suey" und das abschließende "Bärenjagd" wollen nicht so richtig zünden. In der netten Saloon-Nummer "Das schwache Geschlecht" und dem sehr entspannten "Missgeschick & Blei" übernimmt Peta Devlin die Rolle der Lead-Sängerin und überzeugt vor allem in letzterem. Weitere Highlights sind, das bereits erwähnte, "Einer bleibt liegen", "Showdown", sowie "Zuhaus". Nichtsdestotrotz gibt es keinen Song, der wirklich als so richtig starke Nummer durchgeht und übermäßig viel Eindruck hinterlässt.
Zugegeben: Wie ich finde, gab es das zuletzt im vollen Maße bei "Bingo".

Mit "Bastard" hat Bela B, mit Peta Devlin und Smokestack Lightnin' im Rücken, ein überaus sympathisches Album, mit einer Menge Western-Flair, abgeliefert. Viel mehr allerdings auch nicht. Schlecht ist das bei weitem nicht, aber von einem Top-Album kann ich leider nicht sprechen. Dazu wird schlicht zu wenig Eindruck hinterlassen


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